5 September

Ohne Worte: Das Gefühl der Lebenseinstellung

Kategorie: Dunkelkunst4 Kommentare

graveyard 1984, big hair and purple lipstick

»Also ich glaube, es ist eine Lebens­ein­stel­lung für einige Men­schen und sicher­lich auch für mich, als ich mich so anzog. In mei­nen Zei­ten als Jugend­li­cher fühlte ich mich dadurch defi­niert und es war mehr für mich als nur so ange­zo­gen zu sein. Ich glaube ich habe alle mög­li­chen Kul­tu­ren erforscht die sich mit dunk­le­ren The­men, wie der Sterb­lich­keit, beschäf­tig­ten. Vom lesen exis­ten­zia­lis­ti­scher Auto­ren bis hin zu Zom­bie Fil­men und B-Movie Hor­ror. Ich glaube, ich fühlte die ganze Lebens­ein­stel­lung los­ge­löst von der Musik und den Kla­mot­ten.« (Bild: Melissa (1984), Text: Melissa in eine Inter­view mit spontis.de)


14 August

Ohne Worte: Big Hair, again

Kategorie: Dunkelkunst1 Kommentar

»Mega­fri­su­ren gehö­ren zu den archi­tek­to­ni­schen Welt­wun­dern unse­rer Zeit. Sie tür­men sich auf. Sich machen sich breit. Sie tre­ten vor und for­dern zum Hin­se­hen her­aus. Rie­sen­fri­su­ren zie­len auf Wir­kung, auf Dra­ma­tik und Extra­va­ganz. Weni­ger auf Raf­fi­nesse, Sub­ti­li­tät oder gar Zart­heit. Und kein biss­chen auf Natür­lich­keit. Sie sind viel zu beschäf­tigt damit, der Schwer­kraft zu trot­zen und um unsere Auf­merk­sam­keit zu buh­len.« (Grant McCra­cken: Big Hair, 1995, dtv Ver­lag | Bild­quelle: Now this is Gothic)


24 Juni

Ohne Worte: Let's go to Bed

Kategorie: Dunkelkunst4 Kommentare

Melissa Monday in the 80s

»but i don’t care if you don’t / and i don’t feel if you don’t / and i don’t want it if you don’t / and i won’t play it / if you don’t play it first« Let’s go to Bed — The Cure
(Bild: Melisa Monday@flickr | CC by-nc-sa)


29 Mai

Back to the Future - mit einem Kult-Auto

Kategorie: Hintergründe7 Kommentare

DMC Logo auf dem KühlergrillDamit Roberts Blog wäh­rend sei­nes Urlaubs nicht ver­waist, bin auch ich, Rosa Cha­ly­beia, mit am Start und schreibe, zusam­men mit den ande­ren Gast­au­to­ren, flei­ßig Artikel.

Lange nach­den­ken musste ich für mei­nen ers­ten Gast­bei­trag zum Glück nicht — es geht, wie so oft, auch dies­mal zurück in die 80er. Auf­hän­ger sei ein Film der anno 1985 über die Kino­lein­wände flim­merte — »Back to the Future« hieß es da, und der jugend­li­che Marty McFly wird vom kau­zi­gen Doc Brown mit einem futu­ris­ti­schen Auto, wel­ches eigent­lich eine Zeit­rei­se­ma­schine ist, in die 50er zurück beför­dert wo er seine Eltern dazu brin­gen muss sich inein­an­der zu ver­lie­ben damit er selbst in der Gegen­wart auch wirk­lich exis­tiert. Der Strei­fen zog zwei Sequels nach sich.

Ja, die Story ist ein­fach, aber das Gesamt­werk ist und bleibt ein­fach Kult pur. Zur Ein­stim­mung dann mal den Trai­ler von »Back to the Future«: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Mai

Die modische Rebellion der 80er

Kategorie: Hintergründe4 Kommentare

Modische Abgrenzung OpenerImmer wie­der taucht die Frage auf, warum die Gothics eigent­lich schwarz tra­gen, worin die Ursprünge des Klei­dungs­stils der Szene lie­gen und wel­chen his­to­ri­schen Bezug man zu sei­ner Klei­dung damals fand. Dabei wird in der Regel in die junge Szene der 80er viel mehr inter­pre­tiert, als dort eigent­lich gewe­sen ist. Ich möchte einen klei­nen Ver­such wagen und erklä­ren, warum schwarz damals eben doch nicht nur eine Farbe war, son­dern auch ein State­ment, auch wenn die Tiefe die­ser Hal­tung bei wei­tem nicht inten­siv war, wie man heute vermutet.

Die 80er waren bunt. Leuch­tend grell, erschre­ckend far­big und Haar­sträu­bend blen­dend — die nächste Mode­welle nach der Mode­welle musste immer noch bun­ter sein als ihr Vor­gän­ger. Mus­ter, Punkte und Far­ben wur­den scham­los kom­bi­niert. Dabei war die Welt um uns herum alles andere als fröh­lich bunt, rück­bli­ckend hat es den Anschein, als würde schwarz die Spie­ge­lung der Ängste sein, die durch Atom­ka­ta­stro­phen, Umwelt­ver­schmut­zung und Kriege tag­täg­lich in den Medien prä­sent waren. Diese Gefühle waren in den Köp­fen der jugend­li­chen prä­sent, führ­ten aber nicht zu einer bewuss­ten Ent­schei­dung schwarz zu tra­gen um der Welt dafür den Spie­gel vor­zu­hal­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Februar

Ohne Worte: Ostdeutschland, späte 80er

Kategorie: Dunkelkunst6 Kommentare

Die Szene von Innen, Merit Pietzker

Wenn der Ver­stand siegt, ist die Schlacht nicht immer gewon­nen: »Die schöns­ten Träume von Frei­heit wer­den im Ker­ker geträumt.« (Johann Chris­toph Fried­rich von Schil­ler, aus­ge­sucht von Sabrina Kir­napci)

(Bild­quelle: Die Szene von Innen,von Man­fred Stock und Phil­lip Mühl­berg (1990) — Bild­quelle: Merit Pietz­ker — via audio­gruft)


9 Februar

Ohne Worte: Big Hair

Kategorie: Dunkelkunst17 Kommentare

Finnland - Mitte der 80er Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Oktober

New Romantic - Verkanntes Understatement

Kategorie: Schwarze Szene2 Kommentare

New Romantic StyleNew Roman­tic, das war eine kurze Mode­welle zu Beginn der 80er, die ich per­sön­lich für eine der stil­prä­gende Kraft halte, denn sie lie­fert bis heute opti­sche Pro­to­ty­pen für aller­hand ästhe­ti­sche und musi­ka­li­sche beein­flusste Sze­nen.  Und obwohl ich in mei­ner Arti­kel­reihe Sub­kul­tur! bereits kurz von den New Roman­tics geb­loggt habe, ani­mierte mich ein Video auf YouTube zu einer wei­tere Aus­ein­an­der­set­zung mit die­ser Sub­kul­tur. Der »Essen­tial Begin­ners Guide« von Sho­ckelec­trik fasst das, was man sich unter die­sen modi­schen Bewe­gung vor­stel­len sollte, sehr gut zusam­men und zeigt neben der Szene selbst auch die von der Szene ver­ein­nahmte Musik.

Schon die ers­ten Gothics lehn­ten die New Roman­tics wegen ihrer per­sön­li­cher und musi­ka­li­schen Ober­fläch­lich­keit ab, lie­ßen sie sich doch in ihrem eigene Stil davon sehr stark beein­flus­sen. Ableh­nung durch Bands und auch die eng­li­sche Musik­presse ver­half der Szene zu einer Exklu­si­vi­tät, die sich durch den von Steve Strange gegrün­de­ten Blitz-Club fort­setzte. Strange wies den Tür­ste­her an, nur Besu­cher in mög­lichst extre­men und aus­ge­fal­le­nen Out­fit hin­ein zu las­sen — was dem Club natür­lich den Ruf ein­brachte »eine eli­täre Ansamm­lung von Poseu­ren zu sein«. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 September

Dunkle Deutsche Welle - Die wilden 80er

Sam­pler die ich kau­fen wür­den, meint Karn­stein wenn er von sei­ner Zusam­men­stel­lung für einen Sam­pler unter dem Motto Dunkle Deut­sche Welle — Deutsch­spra­chi­ges aus der Gruft spricht. Schmerz­lich ver­misst er Kon­zepte, die dem schwar­zen Able­ger der deut­schen Spra­che hul­di­gen und dies auf Sam­pler, Par­tys und Dis­co­the­ken einer brei­te­ren Öffent­lich­keit vor­stel­len. Und er hat recht. Wie recht er hat.

Wirft man ein Ohr in deut­sche Tanz­tem­pel, so erhält man schnell den Ein­druck, schwarze Musik ist ein eng­li­sches Phä­no­men und wenn sich mal etwas deutsch­spra­chi­ges auf die Tanz­flä­chen ver­irrt, so ist das nicht unbe­dingt das, was man sich wün­schen würde. Bei so man­cher stamp­fen­den Techno-Produktion die sich in einer schwar­zen Hülle in die Ohren der Zuhö­rer beißt, würde man eher von einer kon­se­quen­ten Ver­nich­tung der deut­schen Spra­che spre­chen kön­nen. Dabei bie­tet kaum eine andere Spra­che so viele Wör­ter, die dem Text so unglaub­li­che Mög­lich­kei­ten ein­räu­men etwas aus­zu­drü­cken. Es muss ja nicht immer gleich Lyrik oder Poe­sie sein, denn es gibt noch so viel dazwi­schen was auf  »Schrei mich an, das find ich schön, ich werd ganz geil, von dem Gestöhn, sei per­vers und sei obs­zön, wenn du vom Ficken sprichst, ist das so schön« ver­zich­ten kann. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 September

This is England '86

Eng­land 1986. Die Welt­meis­ter­schaft im Fuß­ball fin­det in Mexico statt, die Bri­ten schei­den in einem dra­ma­ti­schen Spiel gegen Argen­ti­nien aus, Wham! wol­len zum Rand des Him­mels und 3,4 Mil­lio­nen Men­schen in Groß­bri­tan­nien sind arbeitslos…

3 Jahre ist es her, das Shane Mea­dows mit seine Sozio­kul­tu­relle Drama »This is Eng­land« die Skinhead-Bewegung im Eng­land der frü­hen 80er ein­fing und in beein­dru­ckend authen­ti­schen Bil­dern auf die Lein­wand zau­berte. Eine Reihe von unver­brauch­ten Gesich­tern der eng­li­schen Film– und Seri­en­land­schaft ver­mochte es, die Cha­rak­tere die sich Mea­dows aus­dachte glaub­haft und ehr­lich dar­zu­stel­len, ohne Kli­schees in die Extreme zu trei­ben. Der Erfolg des Films inspi­rierte ihn zu einer Fort­set­zung: Den gan­zen Arti­kel lesen… »