»Also ich glaube, es ist eine Lebenseinstellung für einige Menschen und sicherlich auch für mich, als ich mich so anzog. In meinen Zeiten als Jugendlicher fühlte ich mich dadurch definiert und es war mehr für mich als nur so angezogen zu sein. Ich glaube ich habe alle möglichen Kulturen erforscht die sich mit dunkleren Themen, wie der Sterblichkeit, beschäftigten. Vom lesen existenzialistischer Autoren bis hin zu Zombie Filmen und B-Movie Horror. Ich glaube, ich fühlte die ganze Lebenseinstellung losgelöst von der Musik und den Klamotten.« (Bild: Melissa (1984), Text: Melissa in eine Interview mit spontis.de)
14 August
Ohne Worte: Big Hair, again
»Megafrisuren gehören zu den architektonischen Weltwundern unserer Zeit. Sie türmen sich auf. Sich machen sich breit. Sie treten vor und fordern zum Hinsehen heraus. Riesenfrisuren zielen auf Wirkung, auf Dramatik und Extravaganz. Weniger auf Raffinesse, Subtilität oder gar Zartheit. Und kein bisschen auf Natürlichkeit. Sie sind viel zu beschäftigt damit, der Schwerkraft zu trotzen und um unsere Aufmerksamkeit zu buhlen.« (Grant McCracken: Big Hair, 1995, dtv Verlag | Bildquelle: Now this is Gothic)
24 Juni
Ohne Worte: Let's go to Bed
»but i don’t care if you don’t / and i don’t feel if you don’t / and i don’t want it if you don’t / and i won’t play it / if you don’t play it first« Let’s go to Bed — The Cure
(Bild: Melisa Monday@flickr | CC by-nc-sa)
29 Mai
Back to the Future - mit einem Kult-Auto
Damit Roberts Blog während seines Urlaubs nicht verwaist, bin auch ich, Rosa Chalybeia, mit am Start und schreibe, zusammen mit den anderen Gastautoren, fleißig Artikel.
Lange nachdenken musste ich für meinen ersten Gastbeitrag zum Glück nicht — es geht, wie so oft, auch diesmal zurück in die 80er. Aufhänger sei ein Film der anno 1985 über die Kinoleinwände flimmerte — »Back to the Future« hieß es da, und der jugendliche Marty McFly wird vom kauzigen Doc Brown mit einem futuristischen Auto, welches eigentlich eine Zeitreisemaschine ist, in die 50er zurück befördert wo er seine Eltern dazu bringen muss sich ineinander zu verlieben damit er selbst in der Gegenwart auch wirklich existiert. Der Streifen zog zwei Sequels nach sich.
Ja, die Story ist einfach, aber das Gesamtwerk ist und bleibt einfach Kult pur. Zur Einstimmung dann mal den Trailer von »Back to the Future«: Den ganzen Artikel lesen… »
20 Mai
Die modische Rebellion der 80er
Immer wieder taucht die Frage auf, warum die Gothics eigentlich schwarz tragen, worin die Ursprünge des Kleidungsstils der Szene liegen und welchen historischen Bezug man zu seiner Kleidung damals fand. Dabei wird in der Regel in die junge Szene der 80er viel mehr interpretiert, als dort eigentlich gewesen ist. Ich möchte einen kleinen Versuch wagen und erklären, warum schwarz damals eben doch nicht nur eine Farbe war, sondern auch ein Statement, auch wenn die Tiefe dieser Haltung bei weitem nicht intensiv war, wie man heute vermutet.
Die 80er waren bunt. Leuchtend grell, erschreckend farbig und Haarsträubend blendend — die nächste Modewelle nach der Modewelle musste immer noch bunter sein als ihr Vorgänger. Muster, Punkte und Farben wurden schamlos kombiniert. Dabei war die Welt um uns herum alles andere als fröhlich bunt, rückblickend hat es den Anschein, als würde schwarz die Spiegelung der Ängste sein, die durch Atomkatastrophen, Umweltverschmutzung und Kriege tagtäglich in den Medien präsent waren. Diese Gefühle waren in den Köpfen der jugendlichen präsent, führten aber nicht zu einer bewussten Entscheidung schwarz zu tragen um der Welt dafür den Spiegel vorzuhalten. Den ganzen Artikel lesen… »
18 Februar
Ohne Worte: Ostdeutschland, späte 80er
Wenn der Verstand siegt, ist die Schlacht nicht immer gewonnen: »Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.« (Johann Christoph Friedrich von Schiller, ausgesucht von Sabrina Kirnapci)
(Bildquelle: Die Szene von Innen,von Manfred Stock und Phillip Mühlberg (1990) — Bildquelle: Merit Pietzker — via audiogruft)
29 Oktober
New Romantic - Verkanntes Understatement
New Romantic, das war eine kurze Modewelle zu Beginn der 80er, die ich persönlich für eine der stilprägende Kraft halte, denn sie liefert bis heute optische Prototypen für allerhand ästhetische und musikalische beeinflusste Szenen. Und obwohl ich in meiner Artikelreihe Subkultur! bereits kurz von den New Romantics gebloggt habe, animierte mich ein Video auf YouTube zu einer weitere Auseinandersetzung mit dieser Subkultur. Der »Essential Beginners Guide« von Shockelectrik fasst das, was man sich unter diesen modischen Bewegung vorstellen sollte, sehr gut zusammen und zeigt neben der Szene selbst auch die von der Szene vereinnahmte Musik.
Schon die ersten Gothics lehnten die New Romantics wegen ihrer persönlicher und musikalischen Oberflächlichkeit ab, ließen sie sich doch in ihrem eigene Stil davon sehr stark beeinflussen. Ablehnung durch Bands und auch die englische Musikpresse verhalf der Szene zu einer Exklusivität, die sich durch den von Steve Strange gegründeten Blitz-Club fortsetzte. Strange wies den Türsteher an, nur Besucher in möglichst extremen und ausgefallenen Outfit hinein zu lassen — was dem Club natürlich den Ruf einbrachte »eine elitäre Ansammlung von Poseuren zu sein«. Den ganzen Artikel lesen… »
13 September
Dunkle Deutsche Welle - Die wilden 80er
Sampler die ich kaufen würden, meint Karnstein wenn er von seiner Zusammenstellung für einen Sampler unter dem Motto Dunkle Deutsche Welle — Deutschsprachiges aus der Gruft spricht. Schmerzlich vermisst er Konzepte, die dem schwarzen Ableger der deutschen Sprache huldigen und dies auf Sampler, Partys und Discotheken einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Und er hat recht. Wie recht er hat.
Wirft man ein Ohr in deutsche Tanztempel, so erhält man schnell den Eindruck, schwarze Musik ist ein englisches Phänomen und wenn sich mal etwas deutschsprachiges auf die Tanzflächen verirrt, so ist das nicht unbedingt das, was man sich wünschen würde. Bei so mancher stampfenden Techno-Produktion die sich in einer schwarzen Hülle in die Ohren der Zuhörer beißt, würde man eher von einer konsequenten Vernichtung der deutschen Sprache sprechen können. Dabei bietet kaum eine andere Sprache so viele Wörter, die dem Text so unglaubliche Möglichkeiten einräumen etwas auszudrücken. Es muss ja nicht immer gleich Lyrik oder Poesie sein, denn es gibt noch so viel dazwischen was auf »Schrei mich an, das find ich schön, ich werd ganz geil, von dem Gestöhn, sei pervers und sei obszön, wenn du vom Ficken sprichst, ist das so schön« verzichten kann. Den ganzen Artikel lesen… »
10 September
This is England '86
England 1986. Die Weltmeisterschaft im Fußball findet in Mexico statt, die Briten scheiden in einem dramatischen Spiel gegen Argentinien aus, Wham! wollen zum Rand des Himmels und 3,4 Millionen Menschen in Großbritannien sind arbeitslos…
3 Jahre ist es her, das Shane Meadows mit seine Soziokulturelle Drama »This is England« die Skinhead-Bewegung im England der frühen 80er einfing und in beeindruckend authentischen Bildern auf die Leinwand zauberte. Eine Reihe von unverbrauchten Gesichtern der englischen Film– und Serienlandschaft vermochte es, die Charaktere die sich Meadows ausdachte glaubhaft und ehrlich darzustellen, ohne Klischees in die Extreme zu treiben. Der Erfolg des Films inspirierte ihn zu einer Fortsetzung: Den ganzen Artikel lesen… »






