21 Januar
Subkultur! - Visual Kei
Visual kei (japanisch: vijuaru kei) lässt sich sinngemäß als „visuelle Herkunft” übersetzen.Es handelt sich dabei um eine Szene die eine ganze Reihe von Aspekten in sich vereint. So entwickelte sie sich nicht aus der ursprünglichen Musik, dem J-Rock oder J-Pop sondern aus dem auftreten der Bandmitglieder das stark an einen Mensch gewordenen Ausgabe eines Manga oder Anime. Zunächst habe ich mich ein wenig gesträubt einen derartigen Artikel hier aufzunehmen, entschloss mich aber zur aktiven Aufklärungsarbeit und möchte euch meine Recherchen und Meinungen nicht vorenthalten.
Die in den 80er entstandenen Musikrichtung J-Rock/J-Pop (Japan Rock/Pop) ist als Anlehnung des westlichen Rock entstanden und verbindet diesen mit klassischen japanischen Elemente der Musik. Musik von Aerosmith, Twisted Sister und David Bowie trifft auf die traditionelle Enka-Musik und die modernen japanische Popmusik KayÅkyoku. Bekannte Beispiele dieser Musik sind X Japan, D’espairsRay, Moi dix Mois oder auch Buck-Tick. Die meisten Fans schätzen die Kraft und Energie der Musik und halten diese für ehrlich, was vielleicht daraus resultieren mag, das diese die oft japanischen Texte nicht verstehen und so intensiver die Emotionen der Musik wahrnehmen können. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Geht mit so ähnlich bei einigen Songs von Trisomie 21.
Die meisten Jugendlichen in Japan sind durch Kleiderordnungen und Schuluniformen in ihren Entfaltung eingeschränkt, was sich schließlich in den Erscheinungsbildern der Freizeit wie eine Explosion der Farben anfühlt. Dabei nahm die Szene westliche Styles der Gothic– Batcave-, Punk– und New Wave Szene auf, vermischte sie mit dem Aussehen der Figuren in Mangas und formte daraus den Visual Kei. Viele Jugendliche in Deutschland finden über Anime und Manga zum J-Rock und letztendlich zum Visual Kei.
Anne (Atsushi), 20, Auszubildende zur Physiotherapeutin: „Man muss ein bisschen Selbstvertrauen haben, um in der Szene überleben zu können. Es gibt viele Neider”. 2002 ist Anne durch Anime und Manga zum J-Rock gekommen und somit zu Visual Kei. (Journal der Jugendkulturen No.13, Seite 28)
Grundsätzlich bleibt festzuhalten, das es sich bei Visual Kei nicht um eine Musikrichtung handelt, sondern um eine rein äußerliche Erscheinungsform. Mit der schwarzen Szene im allgemeinen und Gothic hat Visual Kei außer einiger Stilelemente nichts gemeinsam. Deshalb ist eine Kategorisierung unter dem Oberbegriff Gothic falsch.
Durch diese Unwissenheit vieler Medien und dem promoten der Major-Labels durch Stylekopieren, kommt es zu einer gefühlten Gothic, Emo, Visual Kei, Tokio Hotel Suppe, aus der niemand der breiten Masse mehr vermag die einzelnen Geschmacksrichtungen sauber zu trennen, denn alle diese Begriffe haben nicht viel miteinander zu tun passen aber geschmacklich ganz gut zusammen.
Paul (Taiji), 20, Tischlerazubi: […]Im Groben sagt er, könne man die Visuals in zwei Gruppen aufteilen, die die Spaß haben wollen und die, die sich sehr depressiv geben. Letztere werden auch oft „Emos” genannt, sie entwickeln sich nach und nach zu einer eigenen Szene. „Emos” sind es auch oft, die ritzen. Eines der Vorurteile gegenüber Visual Kei („alle Visus ritzen”), mit denen die fröhlichen Visus leben müssen (Journal der Jugendkulturen No.13, Seite 30)
Aus dem ursprüngliche Style Visual Kei, der von japanischen J-Rock Bands durch Anlehnung an die westlichen Styles und den japanischen Anime und Mangas entstand im Laufe der 90er auch ein ganzer Verkleidungstrend. Beim sogenannten Cosplay kleiden und stylen sich die Teilnehmer wie ihre Vorbilder in den entsprechenden Serien. Es ist quasi das japanische Gegenstück zum mehr europäischen LARP. [1], [2]
Auf YouTube (wo sonst) gibt es eine wirklich ernst gemeinte Reportage über Visual Kei, die eigentlich den Kern der Sache ganz gut trifft. Mitglieder der Szene habe bestimmt differenzierte Ansichten und mögen diese doch bitte in den Kommentaren kundtun.
Teil 2 der Reportage auf Youtube
Teil 3 der Reportage auf Youtube
hat bereits 193 Kommentare abgegeben und schrieb am 18. April 2009 um 20:12:
@Abiz: Also, auch da kann ich „KONTRA” schreien, ich habe zwar alle Organe, aber nicht alle in voller Funktion.
@Robert: bei entsprechender Länge der Körperbehaarung stimme ich zu ;) Der Lötzinn ist gar nicht erforderlich, da es ja Möglichkeiten gibt, Haare mit Haaren zu verschweißen, also handelt es sich um eine mehr oder weniger aktive Interaktion zwischen Hörnchen und Härchen *ggg*
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 5. Dezember 2009 um 18:15:
Aaaaaaaaalso ich mag den Artikel sehr gut sehr gut *daumen hoch*
Endlich mal jemand, der sich damit befasst…
Nur eins stört mich.
Und zwar das ‘Mangas’ *Das ‘s’ versuch i.wie wegzuradieren*
Also was ich damit sagen will und was die meisten Visuals nicht wissen(was ich ziemlich schlimm finde) im Japanischen gibt es keine Mehrzahl.
Die sagen in der Mehrzahl einach nur Manga. Ein Manga viele Manga.
Also naja das sollte nur mal gesagt werden..weil es viele echt nicht raffen.
Ansonsten…ist er einfach wow und ich freu mich, dass mal was richtiges bei einem VK-bericht herauskommt.
Toll gemacht, kompliment.
Lieeebste Grüße~~
hachiko~
hat bereits 1007 Kommentare abgegeben und schrieb am 7. Dezember 2009 um 17:25:
Vielen Dank für das Kompliment, so was tut auch mal ganz gut :) Sagt man in Japan nicht etwas doppelt wenn es in der Mehrzahl ist? Also ein Manga und Manga Manga? Weiß nicht, hab mal irgendwann sowas gehört, wahrscheinlich wieder gefährliches Halbwissen :)
hat bereits 5 Kommentare abgegeben und schrieb am 16. Dezember 2009 um 01:06:
Ach ja, alle X-Japan Alben und beiden Eternal Melodies von Yoshiki liegen hier auch rum. Schon gewusst? SAW4 Endtitel ist von X-Japan.