21 Januar

Subkultur! - Visual Kei

Kategorie: SubKultur! — Jahrgang: 200986 Kommentare

Japanisches MädchenVisual kei (japa­nisch: vijuaru kei) lässt sich sinn­ge­mäß als  »visu­elle Her­kunft« übersetzen.Es han­delt sich dabei um eine Szene die eine ganze Reihe von Aspek­ten in sich ver­eint. So ent­wi­ckelte sie sich nicht aus der ursprüng­li­chen Musik, dem J-Rock oder J-Pop son­dern aus dem auf­tre­ten der Band­mit­glie­der das stark an einen Mensch gewor­de­nen Aus­gabe eines Manga oder Anime. Zunächst habe ich mich ein wenig gesträubt einen der­ar­ti­gen Arti­kel hier auf­zu­neh­men, ent­schloss mich aber zur akti­ven Auf­klä­rungs­ar­beit und möchte euch meine Recher­chen und Mei­nun­gen nicht vorenthalten.

Die in den 80er ent­stan­de­nen Musik­rich­tung J-Rock/J-Pop (Japan Rock/Pop) ist als Anleh­nung des west­li­chen Rock ent­stan­den und ver­bin­det die­sen mit klas­si­schen japa­ni­schen Ele­mente der Musik. Musik von Aeros­mith, Twis­ted Sis­ter und David Bowie trifft auf die tra­di­tio­nelle Enka-Musik und die moder­nen japa­ni­sche Pop­mu­sik Kayōkyoku. Bekannte Bei­spiele die­ser Musik sind X Japan, D’espairsRay, Moi dix Mois oder auch Buck-Tick. Die meis­ten Fans schät­zen die Kraft und Ener­gie der Musik und hal­ten diese für ehr­lich, was viel­leicht dar­aus resul­tie­ren mag, das diese die oft japa­ni­schen Texte nicht ver­ste­hen und so inten­si­ver die Emo­tio­nen der Musik wahr­neh­men kön­nen. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Geht mit so ähnlich bei eini­gen Songs von Tri­so­mie 21.

Die meis­ten Jugend­li­chen in Japan sind durch Klei­der­ord­nun­gen und Schul­uni­for­men in ihren Ent­fal­tung ein­ge­schränkt, was sich schließ­lich in den Erschei­nungs­bil­dern der Frei­zeit wie eine Explo­sion der Far­ben anfühlt. Dabei nahm die Szene west­li­che Styles der Gothic– Batcave-, Punk– und New Wave Szene auf, ver­mischte sie mit dem Aus­se­hen der Figu­ren in Man­gas und formte dar­aus den Visual Kei. Viele Jugend­li­che in Deutsch­land fin­den über Anime und Manga zum J-Rock und letzt­end­lich zum Visual Kei.

Anne (Atsushi), 20, Auszubildende zur Physiotherapeutin: "Man muss ein bisschen Selbstvertrauen haben, um in der Szene überleben zu können. Es gibt viele Neider". 2002 ist Anne durch Anime und Manga zum J-Rock gekommen und somit zu Visual Kei. (Journal der Jugendkulturen No.13, Seite 28)

Grund­sätz­lich bleibt fest­zu­hal­ten, das es sich bei Visual Kei nicht um eine Musik­rich­tung han­delt, son­dern um eine rein äußer­li­che Erschei­nungs­form. Mit der schwar­zen Szene im all­ge­mei­nen und Gothic hat Visual Kei außer eini­ger Stil­ele­mente nichts gemein­sam. Des­halb ist eine Kate­go­ri­sie­rung unter dem Ober­be­griff Gothic falsch.

Durch diese Unwis­sen­heit vie­ler Medien und dem pro­mo­ten der Major-Labels durch Style­ko­pie­ren, kommt es zu einer gefühl­ten Gothic, Emo, Visual Kei, Tokio Hotel  Suppe, aus der nie­mand der brei­ten Masse mehr ver­mag die ein­zel­nen Geschmacks­rich­tun­gen sau­ber zu tren­nen, denn alle diese Begriffe haben nicht viel mit­ein­an­der zu tun pas­sen aber geschmack­lich ganz gut zusammen.

Paul (Taiji), 20, Tischlerazubi: [...]Im Groben sagt er, könne man die Visuals in zwei Gruppen aufteilen, die die Spaß haben wollen und die, die sich sehr depressiv geben. Letztere werden auch oft "Emos" genannt, sie entwickeln sich nach und nach zu einer eigenen Szene. "Emos" sind es auch oft, die ritzen. Eines der Vorurteile gegenüber Visual Kei  ("alle Visus ritzen"), mit denen die fröhlichen Visus leben müssen (Journal der Jugendkulturen No.13, Seite 30)

Aus dem ursprüng­li­che Style Visual Kei, der von japa­ni­schen J-Rock Bands durch Anleh­nung an die west­li­chen Styles und den japa­ni­schen Anime und Man­gas ent­stand im Laufe der 90er auch ein gan­zer Ver­klei­dungs­trend. Beim soge­nann­ten Cosplay klei­den und sty­len sich die Teil­neh­mer wie ihre Vor­bil­der in den ent­spre­chen­den Serien. Es ist quasi das japa­ni­sche Gegen­stück zum mehr euro­päi­schen LARP.

Auf YouTube (wo sonst) gibt es eine wirk­lich ernst gemeinte Repor­tage über Visual Kei, die eigent­lich den Kern der Sache ganz gut trifft. Mit­glie­der der Szene habe bestimmt dif­fe­ren­zierte Ansich­ten und mögen diese doch bitte in den Kom­men­ta­ren kundtun.

(Bild­quelle: sainz/flickr.com)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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86 Kommentare

  1. soweit ich weiß ist osha­rekei aber eine kate­go­rie von visual­kei, also war das nicht falsch was ich geschrie­ben habe !?

    [mal abge­se­hen davon, dass oshare ja eigent­lich nur „dres­sing up” heißt.…]

  2. stimmt schon, oshare kei ist ein genre des visual kei.
    eigent­lich bezie­hen sich die bezeich­nun­gen nur auf das äußer­li­che, aber zB. oshare kei bands sind pop ori­en­tier­ter. ich habe noch keine gese­hen die metal macht.
    das hängt schon so ziem­lich zusammen.

  3. @NoX: Erst­mal vie­len Dank für deine umfang­rei­chen Kom­men­tare. Ich muss dich ent­täu­schen, du schreibst durch­aus ver­ständ­lich :) Letzt­end­lich wird aber deut­lich, das es sich bei der Visual Kei Szene um eine haupt­säch­lich optisch ori­en­tierte Aus­drucks­form han­delt, die den eige­nen Style zunächst dadurch kre­ierte, andere Styles zu kopie­ren. Das wirk­lich inter­es­sante ist für mich das, was wirk­lich aus japa­ni­schen Tra­di­tio­nen und der Kul­tur über­nom­men oder ent­wi­ckelt wurde, denn erst das könnte es doch zu einer eige­nen Sub­kul­tur machen. EMO hat kei­ner­lei kul­tu­rel­len Hin­ter­grund und ist daher nur ein Style, der auch nicht mehr wer­den kann. VK hat aber mei­ner Mei­nung nach das Zeug zu mehr, gerade wenn ich mir die Ver­mi­schung mit der Manga/Anime und Cosplay Szene angu­cke, ist das sehr intres­sant. Dem ein­zi­gen Punkt dem ich wider­spre­chen muss (oder kann) sind die Pier­cings. Die zie­hen sich durch alle Kul­tur­kreise und Sze­nen, in allen For­men und sind keine Iden­ti­fi­zie­rungs­merk­male mehr.

  4. na ich sag mal ich hab auch sonst so noch keine Visub­and gese­hen, die Metal macht. Die bedie­nen sich ja über­haupt mehr der leich­ter zugäng­li­chen Sachen und mixen die. Is ja auch kein Hard­core Punk oder total experimental-electro-Zeugs was die neh­men.
    Abge­se­hen davon, dass die sich halt anders anzie­hen, was aber zumin­dest für japa­ni­sche Ver­hält­nisse doch eher nor­mal is (im Gegen­satz zu Deut­schen Klei­dungs­sti­len inklu­sive Sub­kul­tu­ren — klar auch da gibts sehr aus­ge­fal­lene sachen, aber die wer­den nich so breit ver­mark­tet und auf ein sze­ne­vier­tel beschränkt, wo man weiß »da lau­fen so Leute rum«)
    jeden­falls abge­se­hen davon finde ich sind die eher seicht drauf. Also sie machen ziem­lich gefäl­lige Musik und beneh­men sich auch sonst nich so wie die „auf­müp­fi­gen Jung­stars”. Aber gut ich mein wenn man dar­auf abzielt Titel­lie­der für Anime zu machen, was ja in Japan ne rich­tige ehre ist..weil es den Bands dann ja auch einen mega-popularitätsschub bringt…
    Na und so is für mich (und viel auch von außen betrach­tet) die Szene hier in Deutsch­land auch. Klar die sind laut und ner­vig, wenn die gackernd und quiet­schend durch die gegend zie­hen, aber abge­se­hen davon tun se ja nix. Die las­sen ihre Kla­mot­ten wir­ken und sind total ver­letz­bar, wenn man die belei­digt. Das wars. Is jetzt nich unbe­dingt Kri­tik, aber ganz ehr­lich, das is genau im Trend der Jugend­kul­tu­ren zur Zeit. Die wer­den immer lascher (von wegen Jugendrevolte..die gibts nur­noch im Pri­va­ten oder halt so seicht) und irgend­wie auch inhalts­lo­ser. Frü­her brauchte man nen trif­ti­gen Grund für die Bewe­gung, man wollte was ver­än­dern (jeden­falls wurde das immer behaup­tet). Der ein­zige Grund heute is »Ich mag das halt.« durch­aus ein guter Grund um so zu sein aber halt weiß nich n biss­chen wenig. Des­halb ver­steh ich auch immer die Kom­men­tare der Leute, die mei­nen »Visu ist ne Mode­er­schei­nung»
    Bei mir das war noch wirk­lich rebel­lion und das fin­den zu mir, ein »so bin ich wirk­lich«. Ganz ehrlich..kein Deut­scher is innen­drin Japa­ner und ansons­ten bleibt da ja nur ..ja was eigentlich..etwas ver­rockte Pop­mu­sik. XD ich hör die Visus schon wie­der auf­schreien vor Wut XD
    Im Visu sein steckt immer der Gedanke »Ich hör sogar japa­ni­sche Musik, ich bin da ein tota­ler Insi­der, ich weiß mehr als du und du weißt die Per­len der Musik noch nicht­mal zu schät­zen du Igno­rant« drin(ok ok meis­tens!). Aber keine wirk­li­che Oppo­si­tion, zu nix, ich glaub das ist auch schon das größte Pro­blem, das andere Jugend­kul­tu­ren mit Visus (und auch Emos) haben. Die sind so, gren­zen sich etwas ab, füh­len sich bes­ser als alle ande­ren aber sie tun nie­man­dem was. Sie wol­len auf nix auf­merk­sam machen nur sich selbst und ihren Stil. (auf der Straße jetzt, sonst natür­lich auch auf ihre Musik…aber nur solange es nicht gemocht und falsch ver­stan­den wird. Wer­den sie ver­stan­den is da ja nichts mehr. Dann is das ganze kein mys­te­rium mehr son­dern nur Jugend­li­che mit nem ande­ren Musikgeschmack.…)

    chhhhhhh okay is jetzt auch sub­jek­ti­ver gewor­den als die letz­ten Kom­men­tare, muss ja auch mal sein ^^

  5. @Robert: Das mit den piercings..klar, aber kom­men halt häu­fi­ger vor und gehö­ren auch zum style des­we­gen wollt ichs erwähnt haben. das mit den japa­ni­schenn tra­di­tio­nen, da kann ich dann nich so viel zu sagen weil ich da nich inten­siv geguckt habe was drin sein könnte. und ich weiß nich nen quer­ver­weis auf die thea­ter­for­men wie kabuki will ich auch nicht unter­stüt­zen, weil ich das eher mit shake­spear und so gleich­setze. nur weil da auch män­ner die frau­en­rol­len gespielt haben ist in europa auch keine sol­che andro­gy­nie in ner szene…ich mein jeden­falls nicht dass etwaige andro­gyne sze­nen von shakespeare-zeiten beein­flusst wären!? von daher…
    mal sehn ob man über die szene­la­bels und desi­gner was raus­fin­den kann, immer­hin sind die ja auch ver­ant­wort­lich für die kla­mot­ten…
    (Bei­spiel: ID Japan)

  6. nein ganz ehr­lich. ich kenn mich schon eini­ger­ma­ßen aus in den tra­di­tio­nel­len und kul­tu­rel­len din­gen japan betref­fend, (allein schon durchs stu­dium) und ich muss sagen, das es mir trotz­dem schwer fällt da etwas für den wer­de­gang ein­zel­ner sze­nen ver­ant­wort­lich zu machen. die szene ist damals ent­stan­den, als japa­ni­sche bands sich bestimmte west­li­che bands und stile zum vor­bild nah­men und sich ihren stil draus mix­ten. das hat sich ver­selbst­stän­digt und wei­ter­ent­wi­ckelt mit der zeit und ist zur zeit von dem beein­flusst, was um die japa­ner herum ist, die die­sen stil tra­gen und neu ent­wer­fen. dazu zählt alles. euopäi­sche ein­flüsse. japa­ni­sche pop­kul­tur. die japa­ni­schen medien und gesell­schaft sowie ver­gan­gen­heit. alles.
    ich bin nicht der mei­nung, dass etwas spe­zi­el­les aus der kul­tur und tra­di­tion die heu­ti­gen visus lenkt. weder was das aus­se­hen betrifft, noch musik oder ver­hal­ten…
    sowas wie kul­tur is zwar omni­prä­sent aber ich glaub halt nicht da was ein­zel­nes dar­aus so ne große wir­kung drauf hat.

    Hier in Deutsch­land würd ich sagen ist Visual­Kei nur eine unter­grup­pie­rung der Japan­fans. (ich wollt ja jetzt nicht freaks schrei­ben *hust*) Also müsste man mit der betrach­tung eigent­lich da ansetz­ten. Ich weiß ja nicht ob ein­fach die liebe zu einem Land als Grund einer Szene oder Kul­tur genom­men wer­den kann, aber das wär jetzt so das was ich als kon­sens raus­zie­hen würde. (Abge­se­hen davon, das die Mäd­chen, die es ja meis­tens sind halt auf Asia­ten ste­hen, na glei­ches gilt eigent­lich anders­rum auch für die Jungs…)

  7. Doch genau das macht für mich den Reiz aus, des­halb ver­ur­teile ich neue Szene, die sich beste­hen­des zum Vor­bild neh­men auch nicht, vor­aus­ge­setzt, sie ent­wi­ckeln sich wei­ter und for­men dar­aus etwas eige­nes und neues. Das reine Pla­giat einer Szene kann immer nur ein Abklatsch von dem sein, wor­aus sie ent­stand. Gerade bei natio­nal gebun­de­nen Sze­nen wie dem Visual Kei ist das zu beob­ach­ten. Das Mode­la­bels neue Trends immer für sich ver­wurs­ten liegt in der Natur der Sache.
    Seit den 80er hat man dazu­ge­lernt. Heute sind Mode­la­bels die effek­tivs­ten Szene-Scouts, die sol­che Men­schen auch tat­säch­lich beschäftigen.

  8. Hallo ert­mal.

    Also, ich hab mir euer lus­ti­ges »Gespräch« mal ange­se­hen und­muss sagen, dass es teils völ­li­ger Hum­buck ist. Mal ehr­lich: Nur weil man etwas nicht kennt kann man es nicht ver­ur­tei­len. Immer diese Vor­ur­teile. Ich hör auf Visual-K. Neben­her aber auch (fast) alles andere. Nur mit Hip­Hop und R&B kann ich nix anfan­gen. Aber stell ich mich des­shalb dahin und mach es run­ter mit Vor­ur­tei­len, per­sön­li­chem Hass auf die ganze Kul­tur oder etwas anderem:NEIN!!!!
    Ich finde, dar­über sollte man mal nach­den­ken. Und ob jetzt einer Emo ist, oder Visu, Met­ler, Punk, Gothic, Sata­nist oder sonst­was, wir sind eh alle gleich. Und damit meine ich nicht vor Gott oder so.
    Immer diese Ver­fein­dung zwi­schen der Musik.…..

  9. @Abiz: Ganz ruhig…
    Wie du bestimmt gele­sen hast gibt es hier immer Leute, die gegen die ganz kras­sen Mei­nun­gen ange­hen. Ich selbst hab ver­sucht mög­lichst objek­tiv zu blei­ben (bis auf den einen Kom­men­tar). Is ja auch nich so als wür­den wir die Visus angrei­fen und total run­ter machen, aber man darf immer seine Mei­nung äußern. Und Gegen­mei­nun­gen braucht man auch für ne Dis­kus­sion, was das hier ja letzt­lich auch sein soll.

    …und wes­halb Ver­fein­dung? Das hier dient doch in ers­ter Linie zur Auf­klä­rung und das setzt Inter­esse vor­aus, auch wenn man nicht Fan der Rich­tung ist.

  10. @Abiz: Und ich wider­spre­che vehe­ment dem »wir sind alle gleich«. Denn ich höre bis dato keine Musik aus Japan, allein des­halb, weil ich keine Ahnung habe, was die da so von sich geben. Also sind »wir« schon mal nicht gleich. Und optisch kann ich mit Visu´s auch nichts anfan­gen. Ich ver­ur­teile sie zwar nicht, aber ernst­neh­men tue ich sie auch nicht. Von mir aus kön­nen sie sich ein Eich­hörn­chen an die Augen­braue löten, ich kann das akzep­tie­ren, aber des­we­gen kann ich trotz­dem den­ken: »Geht´s noch?«

  11. Auch wenn man es nicht so stark beto­nen muss wie Vizioon es getan hat (da es sonst sehr unhöf­lich rüber­kom­men kann), wir sind wir­kich nicht alle gleich. In den unter­schied­li­chen Sze­nen gibt es viel­leicht ein paar glei­che Struk­tu­ren und ein paar glei­che Cha­rak­tere, aber schon allein die Tat­sa­che, dass es so viele unter­schied­li­che Sze­nen gibt zeigt ja, das wir nicht alle gleich sind. Gegen die Aus­sage muss ich mich auch weh­ren.
    Was stimmt ist, dass wir alle Men­schen sind, ja. Und dass kei­ner ange­fein­det wer­den will. Das auch. Aber auch, dass jeder eine andere Mei­nung hat und andere Ziele und Werte. Da fängts dann ja schon wie­der an mit der Unterteilung.

  12. @Robert: In wie­weit sich die euro­päi­schen Visus jetzt wei­ter­ent­wi­ckelt haben stil­mä­ßig ist jetzt die Frage. Das müsste ich mir auch noch­mal genauer angu­cken.
    Was ich aber inter­es­sant finde sind die paar Bands die hier ent­stan­den sind. Wenn wir jetzt mal eine bekann­tere neh­men, die ja auch in der Doku­men­ta­tion vor­kam »Cinema Bizarre« hieß sie glaub ich. Die behaup­ten ja von sich selbst sie wären keine Visuband…obwohl sich die Mit­glie­der ja nach eige­ner Aus­sage in der Szene gtrof­fen haben und auch von Visub­ands beein­flusst wur­den..
    Ob das Teil der Ent­wick­lung ist, und die Szene letz­te­nen­des nach dem anfäng­li­chen Boom nur­noch den Kla­mot­ten­stil ver­eu­ro­pi­siert behal­ten und sich aber anders wei­ter­ent­wi­ckeln musikalisch?

  13. Das nimmt hier ja Aus­maße an. Jetzt sind wir auf ein­mal alle gleich… Angriff der Klon-Krieger? Oder doch eher »Bücher des Blu­tes«?
    Vizioon muss ich aller­dings auch mal wie­der eins auf die Mütze geben: Wenn mir einer über den Weg läuft der sich ein Eich­hörn­chen an die Augen­braue gelö­tet hat, dann bekommt der von mir eins wo drauf gelötet ;)

  14. war aber auch ein genia­les Bei­spiel mit dem Eich­hörn­chen XD

  15. @tears: tut mir leid wegen des Eich­horns. Ich wollte natür­lich kein leben­des Tier zur Augen­brau­en­fol­ter ver­ur­tei­len. Wie wäre es mit: Plüsch­pu­schel an den Hin­tern nieten? :)

  16. Ich denke, daß es klar ist, daß wir nicht alle gleich sind, sonst gäbe es ja keine Mei­nun­gen und keine Unter­schiede. Keine Dis­kus­sio­nen und keine wie auch immer gear­te­ten Mei­nungs­un­ter­schiede! Somit: Glück­li­cher­weise sind wir nicht alle gleich!

  17. Plüsch­pu­schel an den Hin­tern find ich gut und unter­stütze ich. Mein Bol­zen­schuss­ge­rät stell ich auch gern zur Ver­fü­gung, ebenso wie ich auch gern Rasier­klin­gen an Emos verteile. ;)

  18. Tschu­di­gung.
    Ich war ohne­hin an dem Tag ein wenig gereitzt.
    Ihr habt ja recht^^ Aber wir besit­zen die glei­chen Organe^^
    @Tears:
    Pro­jekt Schwarz ist ne inter­es­sante Seite. Biost du da auch??

  19. Wir besit­zen auch fast die glei­chen Organe wie Schweine, trotz­dem fres­sen die meis­ten Men­schen die Viecher ;)

    Ob ich bei Pro­jekt Schwarz bin *g*? Ja, gele­gent­lich schau ich dort auch nach dem Rechten. ;)

  20. @Abiz: Also ich habe noch einen Blind­darm :) Nein, ernst­haft. Gleich sind wir Glück­li­cher­weise nicht alle, sonst wäre es ja auch lang­wei­lig. Eine gewisse Fehde zwi­schen ver­fein­de­ten Stäm­men ken­nen wir schon aus der Stein­zeit, des­we­gen sind Ober­fläch­li­che Anfein­dun­gen ja durch­aus in Ord­nung. Ist irgend­wie wie beim Fuß­ball, die meis­ten mögen den glei­chen Sport, nur eben unter­schied­li­che Mannschaften.

    @Nox: Da die Visus ein recht neuer Trend sind, bleibt abzu­war­ten was hier­zu­lande draus gemacht wird. Der Deut­sche hat zwar den Hang zum kopie­ren, trägt aber meist sei­nen Teil dazu bei und ver­bes­sert es.

    @Tears/Vizioon: Wel­chen Löt­zinn brau­che ich denn um mir das Eich­horn ins Gesicht zu appli­zie­ren? Plüsch­pu­schel am Hin­tern finde ich aber ebenso reiz­voll. Bei ent­spre­chen­der gefärb­ter Kör­per­be­haa­rung kann das Bol­zen­schuss­ge­rät aber ent­fal­len und kann durch einen Locken­wick­ler ersetzt werden.

  21. @Abiz: Also, auch da kann ich »KONTRA« schreien, ich habe zwar alle Organe, aber nicht alle in vol­ler Funk­tion.
    @Robert: bei ent­spre­chen­der Länge der Kör­per­be­haa­rung stimme ich zu ;) Der Löt­zinn ist gar nicht erfor­der­lich, da es ja Mög­lich­kei­ten gibt, Haare mit Haa­ren zu ver­schwei­ßen, also han­delt es sich um eine mehr oder weni­ger aktive Inter­ak­tion zwi­schen Hörn­chen und Här­chen *ggg*

  22. Aaaaaaaaalso ich mag den Arti­kel sehr gut sehr gut *dau­men hoch*
    End­lich mal jemand, der sich damit befasst…
    Nur eins stört mich.
    Und zwar das „Man­gas” *Das „s” ver­such i.wie weg­zu­ra­die­ren*
    Also was ich damit sagen will und was die meis­ten Visu­als nicht wissen(was ich ziem­lich schlimm finde) im Japa­ni­schen gibt es keine Mehr­zahl.
    Die sagen in der Mehr­zahl ein­ach nur Manga. Ein Manga viele Manga.
    Also naja das sollte nur mal gesagt werden..weil es viele echt nicht raffen.

    Ansonsten…ist er ein­fach wow und ich freu mich, dass mal was rich­ti­ges bei einem VK-bericht herauskommt.

    Toll gemacht, kompliment.

    Lieeebste Grüße~~
    hachiko~

  23. Vie­len Dank für das Kom­pli­ment, so was tut auch mal ganz gut :) Sagt man in Japan nicht etwas dop­pelt wenn es in der Mehr­zahl ist? Also ein Manga und Manga Manga? Weiß nicht, hab mal irgend­wann sowas gehört, wahr­schein­lich wie­der gefähr­li­ches Halbwissen :)

  24. Ach ja, alle X-Japan Alben und bei­den Eter­nal Melo­dies von Yoshiki lie­gen hier auch rum. Schon gewusst? SAW4 End­ti­tel ist von X-Japan.

  25. Hi,

    du kannst Cosplay nicht mit Larp ver­glei­chen. Sicher­lich ver­klei­det man sich in bei­den Hob­bys, aber das war es dann auch schon. Im Cosplay wird ver­sucht eine Figur aus einem Comic o.ä. kos­tüm­tech­nisch nach­zu­ah­men. Im Larp denkt man sich selbst eine Figur aus die man dann darstellt.

    VG
    Nick

  26. @m.o.m.: Vie­len Dank für die Zusatz-Information, ich finde jedoch, das der End­ti­tel von X-Japan das ein­zige High­light des Fil­mes ist :)

    @Niko Wühr: Fin­dest du? In einige Repor­ta­gen habe ich bereits Über­schnei­dun­gen gese­hen, aber grund­sätz­lich hast du Recht.

    Wür­dest du mir zustim­men wenn ich sage, das die Kos­tü­mie­rung beim LARP aus dem spie­len einer Rolle ent­steht, wäh­rend Cosplay zunächst als mög­lichst authen­ti­sche Ver­klei­dung auch Ein­zug in eine asia­ti­sche LARP-Szene erhal­ten hat? So ist zumin­des­tens mein Eindruck.

    Ich denke auch beim LARP ori­en­tiert man sich bei der Figur­ge­stal­tung an popu­lä­ren Vor­la­gen, ohne jedoch direk­ten Bezug dar­auf zu neh­men. So sind nach »Herr der Ringe« deut­li­che Adap­tio­nen der Figu­ren auf diver­sen LARP-Cons stär­ker in Erschei­nung getreten.

    Wie auch immer, vie­len Dank für dei­nen rich­ti­gen Kom­men­tar, ich werde den Visual Kei Bei­trag wohl wie­der ein­mal über­ar­bei­ten müssen.

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  2. […] in Nord­rhein West­fa­len und Anzie­hungs­punkt für viele J-Rock, J-Pop und Visual Kei Fans, gerade wo das Thema Visus so heiß dis­ku­tiert wird ist es viel­leicht hilf­reich, inter­es­sier­ten Lesern ent­spre­chende Ver­an­stal­tun­gen vorzustellen, […]

  3. […] Sub­kul­tur! — Visual Kei Mein Bei­trag zu die­ser Form der Sub­kul­tur gehörte 2009 du den am häu­figs­ten kom­men­tier­ten Arti­keln. Aus einer ein­fa­chen Dar­stel­lung  einer Jugend­be­we­gung ent­brannte eine Dis­kus­sion um Abgren­zung, Tole­ranz und Iden­ti­fi­ka­tion. Ob es sich um eine rein opti­sche Erschei­nung han­delt oder ob mehr dahin­ter steckt ist wei­ter­hin strit­tig. Wäh­rend die Visu’s von der brei­ten Masse durch ihre Col­lage der Mode­stile ande­rer Szene-Kulturen han­geln, schrei­ben ihnen andere auch einen eige­nen Lebens­stil zu oder zie­hen par­al­le­len zu Welt der Cybers. Mit 81 Kom­men­tare übri­gens der meist dis­ku­tierte Arti­kel auf die­sem Blog. […]

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