21 August

Postpunk & Neue Deutsche Welle

Kategorie: Schwarze Leinwand, SubKultur! — Jahrgang: 20096 Kommentare

summer of the 80sDie Geschmä­cker ändern sich und mitt­ler­weile ist arte zu einem mei­ner Lieb­lings­sen­der mutiert. Schuld daran ist nicht zuletzt die momen­tan lau­fen­den Reihe der Wel­come to the 80s Doku­men­ta­tio­nen im Rah­men des arte Sum­mer oft the 80s, die auf gekonnte und sehr objek­tive Art über die Musik­rich­tun­gen und Trends nach der Revo­lu­tion des Punks berichten.

Zunächst war ich selbst­ver­ständ­lich skep­tisch, denn zu viele Doku­men­ta­tio­nen beschäf­ti­gen sich nur mit der kom­mer­zi­ell erfolg­rei­chen Seite der NDW und las­sen die­sen Begriff als Syn­onym für eine schlechte und mas­sen­ori­en­tierte Musik­rich­tung mutie­ren. Glück­li­cher­weise zeigt sich schnell, das ich mich irren sollte, denn die Doku­men­ta­tion zeigt auf sehr ange­nehme Weise eine Sicht­weise auf die musi­ka­li­sche Ent­wick­lung der frü­hen 80er. Natür­lich ver­mag der Film nicht die gesamte Band­breite der dama­li­gen Ent­wick­lun­gen zu erfas­sen, aber der Ver­such, den man bei arte unter­nimmt gefällt mir sehr gut.

Authen­ti­sche und inter­na­tio­nale Inter­view­part­ner for­men zwar eine Sicht­weise aus der Künst­ler­per­spek­tive, doch die Aus­wahl darf durch­aus als reprä­sen­ta­tiv ange­se­hen wer­den. Mit Gabi Del­gado (DAF), Inga Humpe (2Raumwohnung) und Moritz R. (Der Plan) kom­men neben inter­na­tio­na­len Grö­ßen auch einige deut­sche Prot­ago­nis­ten zu Wort. Außer­dem hal­ten nicht nur die immer glei­chen Musik­stü­cke die Fahne für die aus­ver­kaufte NDW hoch. Hier legt man mehr Wert auf die krea­ti­ven Ursprünge und die letzt­end­li­che Ent­wick­lung. Macht euch selbst ein Bild:

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(Bild­quelle: arte.tv)

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Schwarze Leinwand, SubKultur!
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6 Kommentare

  1. Das Arte ein groß­ar­ti­ger Sen­der ist, baucht man ja nicht zu erwäh­nen.
    Diese Sen­dun­gen hatte ich auch gese­hen (wenn auch nur mit einem Ohr und Auge) aber es war wirk­lich recht inter­es­sant. Die­ser Musik­ma­cher auf der Start­seite vom Sum­mer of the 80s ist auch ganz witzig.

  2. War ich bei die­sen Spe­cials eigent­lich der Ein­zige, der dachte: »Him­mel, ist der alt geworden?«

    Aber wirk­lich eine tolle Reihe auf Arte! Da kamen wie­der so einige Erin­ne­run­gen an ver­saute Mathe­ar­bei­ten hoch.

  3. @endgueltig: Du soll­test die Sen­dung noch­mal mit bei­den Ohren und Augen kon­su­mie­ren, es lohnt sich. Den Musik­ma­cher fand ich auch sehr span­nend, obwohl ich es wegen man­geln­dem Talents schnell ein­ge­stellt habe ein Star zu werden :)

    @Postpunk: Alt ist gar kein Aus­druck, aber wer aus die­ser Zeit ist noch wirk­lich jung geblie­ben? Manch­mal alt und aus­ge­brannt, dafür Reich an Erfah­rung und Kohle. Und wenn die Kohle mal aus­geht, machen wir eine lus­tige Reunion :)

  4. @ Sponti: Ich bin jung geblie­ben! ;-) Muß mich doch immer mit Eurer komi­schen Musik rumschlagen!

  5. @Postpunk: Immer­hin bie­tet das Inter­net euch Alten auch immer noch eine Platt­form um die Musik zu hören, gerne auch lauter :)

  6. @ Sponti: Ich kann da nie ganz unter­schei­den ob das jetzt Musik ist oder das Quiet­schen mei­nes Hörgerätes! ;-)

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