11 Mai

WGT 2016 im MDR-Fernsehen: Volles Programm über Pfingsten

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Wave Gotik Treffen 2016 Web Spezial MDR.DEEs ist bedauerlich, aber leider bleiben einige imaginäre Plätze auf dem Wave-Gotik-Treffen neben mir leer. Denn nicht alle Menschen der schwarzen Subkultur, die ich gerne treffen würde, kommen nach Leipzig. Private oder berufliche Verpflichtungen, schlechte Finanzlage, angegriffene Gesundheit oder schlichtweg keine Lust auf den schwarzen Rummel. Die Gründe sind vielfältig und können jeden irgendwann erwischen. Die Meisten kommen sowieso irgendwann zurück. Bin eben Optimist.

Glücklicherweise hat der MDR ein Herz für die Daheimgebliebenen und Verweigerer, denn über das gesamte Pfingstwochenende ist das Programm mit Sendungen gespickt, die sich irgendwie mit dem WGT und der schwarzen Subkultur beschäftigen. In der Wochenschau hatte ich ja schon auf das Web-Special des Senders hingewiesen, auf dem es nach wie vor interessante Artikel zu lesen gibt. Die wichtigsten Sendungen während der Pfingsttage habe ich hier zusammengetragen, in den abendlichen und lokalen Nachrichtenmagazinen des MDR wird es daneben auch sicher was zu gucken geben.

Daheimgebliebene, Verweigerer und Leser sind aufgefordert, schon direkt nach dem anschauen die Sendungen hier zu zerreißen, zu loben oder zu kommentieren. Ich erbitte mir ein wenig Zeit mit einem ausführlichen Review, denn ich bleibe nicht zu Hause ;) Den ganzen Artikel lesen… »


30 Dezember

Engel mit nur einem Flügel – Die zweite Staffel der Netsoap

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EmneF2_PlakatDas Warten hat ein Ende! Am 01. Januar 2016 ist endlich soweit, die 2. Staffel der Gothic-Trash-Netsoap über eine virtuelle Bremer Grufti-WG „Engel mit nur einem Flügel“ wird das Licht der Öffentlichkeit erblicken. 2009 wurde die Idee gezeugt, um 3 Jahre später im Internet geboren zu werden. Die Serie wurde schnell zum Underground-Erfolg und scharte einen beachtlichen Fan-Kreis um sich. Nach der furiosen ersten Staffel war aber leider erstmal Schluss. Addi Keil und sein Team von Hirnfrost-Medien legten eine kreative Pause ein. Drei Jahre lang (eine höllisch lange Zeit) hat man wieder Vorurteile und Geschichten der schwarzen Szene gesammelt, um die Gruftis ihre eigene Fehlbarkeit vor Augen zu führen. Ein bisschen religiöser soll es werden, verrät mir Addi Keil in einer E-Mail, mal klingeln Missionare an der Wohnungstür oder auch der leibhaftige Teufel erscheint auf der Bildfläche.

Die üblichen Verdächtigen sitzen wieder auf ihrem Sofa: Choleriker Sebi, die friedliche Mara, die fast lebensfähige Ulli, Lästermaul Tillo, Archetyp Michael und Nina, die Ritzerin. Es geht um Klischees, den tagtäglichen Kampf mit sich selbst den immer gleichen Konflikten, die die Protagonisten austragen. Ganz so oberflächlich, wie der Inhalt auf den ersten Blick erscheint, ist er dann doch wieder nicht. Es geht um auch um die Angst vor Veränderungen innerhalb der liebgewordenen Szene und einer immer konservativeren Basis von Alt-Gruftis, die sich zwar in 80er Jahre Manier immer noch brav und rebellisch schminken, das Neue aber kategorisch ablehnen. Auch aktuelle Themen der „Außenwelt“ werden aufgegriffen und verarbeitet, so wie das Thema der Religion beispielsweise. Den ganzen Artikel lesen… »


26 Oktober

Gothic – Die schweizer Szene in einer Dokumentation von Mitra Devi

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Gothic - Dokumentation von Mitra DeviDa sitzen wir nun. Einschläge Experten der Szene. Musikalisch, inhaltlich, ästhetisch. Draußen ist es dunkel, man hat für gruftige Atmosphäre gesorgt und die Tafel ist mit wohlschmeckenden Kleinigkeiten gedeckt. Erwartungsvoll starten wir die Dokumentation „Gothic“ von der Filmemacherin und Schriftstellerin Mitra Devi, um einen Einblick in die – sonst ziemlich unsichtbare – schweizerische Szene zu erlangen. Nachdem Bettina Böttinger in ihrer Reihe „b.sucht“ die Faszination der schwarzen Szene gefunden hat, sind wir neugierig, wie man die Szene der Schweiz zeigt, was die Protagonisten des Films zu erzählen haben und welches ästhetische Empfinden man in der Schweiz pflegt und ob es überhaupt Unterschiede zu unserer Szene gibt. Während man in der Technik noch mit den Eigenheiten der DVD kämpft, lese ich mir die Beschreibung durch: „Ein bildgewaltiger, temporeicher Film über die Schweizer Gothic Szene. Abrgründig und Humorvoll, morbid und herzerwärmend. […] Gothics erzählen über ihren Alltag, über Licht und Dunkelheit, Sinnsuche, Leben und Tod.“ Mit von der Partie sind ein Fotograf der düstere Bilder schießen soll, ein Liebespaar, das zum WGT reist, eine Autorin, die an einem dunklen Roman schreibt, eine Domina (!) die farbenfrohe Bilder malt und auch der Sänger der zur Zeit einzigen bekannten schweizer Gothic-Band „The Beauty of Gemina“ ist mit von der Partie. Wir sind skeptisch. Zu Recht. Den ganzen Artikel lesen… »


13 Oktober

Trailer: Crimson Peak – Alles was Gothic ist?

von Kategorie: Filme und VideosDiskussion: 9 Kommentare

Crimson-Peak-Tom-HiddlestonGothic, so wissen auch wir Grufties inzwischen, ist viel älter als Bauhaus. Schon im 18. Jahrhundert benannte man die klassische Schauerliteratur danach. Ein ganze Reihe der sogenannten „Gothic Novels“ sind heute Klassiker, sei es Horace Walpoles „Castle of Otranto“, Matthew Lewis „The Monk“ oder auch „Frankenstein“ von Mary Shelley. Sie schufen eine ganz eigene Atmosphäre mit Dingen, die heute in gewisser Weise in die Ästhetik der Subkultur „Gothic“ eingeflossen sind. Friedhöfe, alte Kirchen in gothischem Baustil, Dunkelheit, Fledermäuse, Nebel – die Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen. Kurzgesagt: Das unheimliche und gruselige entwickelte sich von der Abschreckung zu einem Reiz, dem man sich bis heute gerne hingibt. So wundert es also nicht, dass Guillermo del Toros neuester Kino-Film „Crimson-Peak“ genau diese Synapsen reizt. Grufties, so erzählt man sich, stehen auf diesen Grusel der alten Schule, der ganz ohne den neuzeitlich blutrünstigen Wahn a la „Saw“ daherkommt und sich an die klassichen Regel der Schauerromane hält, in der Vampire nicht in der Sonne funkeln. Atmosphäre steht an erster Stelle. Wen wundert es, das die Neo-Romantischen Strömungen innerhalb der Szene zunehmen oder dass sich Steampunk zur ernsthaften Subkultur entwickelt?

Die Story klingt solide, wenn auch ein wenig ausgetreten: „Seit ihrer frühesten Kindheit weiß Edith Cushing, dass Geister existieren. Damals war ihr ihre tote Mutter erschienen, die ihr eindringlich zuflüsterte: „Hüte dich vor Crimson Peak.“ Erst Jahre später erschließt sich Edith allmählich die ganze Bedeutung dieser Worte, als sie sich in den ebenso charmanten wie geheimnisvollen Baronett Sir Thomas Sharpe verliebt. Trotz der Einwände ihres Vaters und ihres Kindheitsfreundes Dr. Alan McMichael heiratet die angehende Autorin den adretten Fremden und bricht mit ihm zusammen zu seinem großen, düsteren Anwesen auf, in dem er bislang mit seiner unnahbaren Schwester Lucille gelebt hatte. Verstörende Geistererscheinungen und die Anweisung, bestimmte Teile von Allerdale Hall zu meiden, lassen Edith bald an den wahren Absichten ihres neuen Gatten zweifeln und vermuten, dass in dem Haus ein schreckliches Geheimnis schlummert.“ Blöd, dass der Trailer die konditionierten Synapsen anspricht und jegliche Bedenken sofort im Winde verwehrt. Sofort nach dem angucken will ich Grablichter, heißen Tee, eine Decke, Katzen zu meinen Füßen und den Film auf meiner Mattscheibe. Doppelt Blöd, dass er erst übermorgen in die Kinos kommt. Den ganzen Artikel lesen… »


3 Juli

Vampirfilm: Only Lovers Left Alive – Düsternis und Schwere mit seidiger Leichtigkeit

von Kategorie: Filme und VideosDiskussion: 5 Kommentare

Vampirfilm Only Lovers Left Alive

Ein sich drehendes Firmament. Kleine helle Punkte, die formiert im Schwarzen einen sanften Reigen tanzen. Schweife ziehen, Linien bilden und im Schwarz zu einer Schallplatte verschmelzen. Sqürl – Funnel of love. Ein Stück 60er. Verrucht und mystisch anmutende Gitarrenmusik. Leises Klingen und eine whiskeygeschwängerte, verrauchte Frauenstimme – „Here I go falling down, down, down. My mind is a blank. My head is spinning around and around, as I go deep into the funnel of love“ – breitet sich aus über eine sich sanft drehende Oberansicht eines Zimmers. Gedämpfte, warme Beleuchtung, dunkle, schwere Teppiche. Auf dem Boden vor dem Bett, umgeben von unzähligen Büchern, eine blasse, blonde Frau, die Hände neben sich gelegt, die Augen geschlossen. Wie im Rausch. Wie in einer anderen Sphäre auch der Mann auf dem antik anmutenden Sofa in den nächsten Bildern. In entspannter Haltung zurückgelehnt, eine Laute auf dem Schoß, die Hände daneben ausgebreitet. Beinah antike Elektrogeräte auf den alten Teppichen, fahles Licht. Düsterschwere Leichtigkeit und der Geschmack von damals, vor langer Zeit. „It’s such a crazy, crazy feeling, I get weak in the knees, My poor old head is a reelin‘, As I go deep into the funnel of love.“

Kling. Den ganzen Artikel lesen… »


16 Oktober

Kinder der Nacht (1999) – Trash-Horror oder Kult?

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Kinder der Nacht - Horror und Musik1994: Dennis „Dexter Ward“ Schepers, Bruder von Jan „Tequila“ Schepers, veranstaltet auf dem Dachboden des „bunten Hauses“ eine Orgie. Mit einer Droge, die sexuell attraktiv und hemmungslos macht, will er dem ganzen Treiben die nötige Würze verleihen. Doch die Orgie endet in einem Blutbad, denn Dennis – der als Mitglied einer satanistische Vereinigung aktenkundig ist – schlitzt die Anwesenden auf, nagelt seine Lebensgefährtin Cassandra unter die Decke und lässt alle in einer großen Badewanne ausbluten um sich letztendlich selbst das Leben zu nehmen. Tequila verlässt nach dem Massaker die Stadt kehrt aber 5 Jahre später zurück, um sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen. Er will Frieden finden und wei0, dass er die Antworten aus seine Fragen nur in dem alten Haus finden kann. In Duisburg angekommen trifft er seine alten Freunde Psycho (Markus Laibacher), Mason (Andreas Washer) und Terror (Oliver Küppers) die beschließen, fortan gemeinsam zu suchen. Doch statt der erhofften Antworten finden die Freunde eine merkwürdige Substanz. Von da an überschlagen sich die Ereignisse, denn eine unheimliche Obrigkeit aus der dunklen Vergangenheit hat plötzlich die Fäden in der hand. Die Toten von damals wandeln unter der Lebenden und viel zu spät erkennen die Freunde, dass sie nur Marionetten in einem dämonischen Spiel sind. Das Böse in Gestalt eines Dämons manipuliert das Geschehen, um eine andere macht aus noch früheren Zeiten zu besiegen…

Ende der 90er Jahre widmet sich Heiko Bender mit seinem Erstlingswerk „Kinder der Nacht“ der Duisburger Darkwave-Szene die scheinbar wie geschaffen ist, um als Hintergrund für einen Amateur-Horror-Streifen zu dienen. Er bedient nahezu alle Klischees der Szene und bedient die Kritiker, die in der Darkwave-Szene sowieso potentielle Satansjünger sehen, die nur darauf warten Ritualmorde zu begehen. Bender überspitzt sämtliche Einflüsse innerhalb der Szene, ob es der Style aus Lack und Leder ist, das Interesse für BDSM, rituelle Tötungen, Satanskult, Dämonen und Geisterbeschwörungen – völlig egal, Bender liefert. Rund zwei Stunden dauert sein stellenweise langatmiges Drama, dass für einen Amateur-Film als durchaus sehenswert durchgehen kann. Vorausgesetzt, man steht auf Horror-Trash mit Dialogen auf Porno-Niveau. Die blutigen Szenen sind durchaus gelungen und der Soundtrack klingt wie ein gut gemachter Darkwave-Sampler in der Bands wie Wumpscut, Haujobb und Velvet Acid Christ für düstere Stimmung sorgen. Der Gothic-Gore-Trash-Horrorfilm spielt an vielen Orginalschauplätzen im Duisburger Umland, wie die stillgelegten Stahlwerke in Duisburg Rheinhausen und auch das inzwischen abgebrannte Zwischenfall in Bochum spielen eines atmosphärische Rolle. Den ganzen Artikel lesen… »


5 August

H.P. Lovecrafts „The Dreamlands“ – 700 Stufen des tiefen Schlummers

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The DreamlandsH.P. Lovecraft sagte einmal: „The oldest and strongest Emotion of Mankind is fear, and the oldest and strongest Kind of fear is fear of the Unknown.“ Die Angst vor dem Unbekannten ist überwunden, es ist geschafft! Am 3. August erreichte das Filmprojekt „The Dreamlands“ von Regisseur und Autor Huan Vu das Crowdfundig-Ziel von 40.000€ auf der Plattform Indiegogo. Der Film basiert auf den Erzählungen von H.P. Lovecraft, die sich direkt oder indirekt mit der Parallelwelt „The Dreamlands“ (Traumlande) beschäftigen. Bisher fristeten die Erzählungen eher ein Schattendasein unter dem dunklen Stern des Cthulhu-Mythos, denn trotz der melancholischen Grundstimmung wohnt den Dreamlands etwas schönes inne, das den typischen Leser des 1937 verstorbenen Querdenkers vermutlich abschreckt. Aus diesem Schatten will Huan Vu den Zyklus nun ins Zwielicht der Dämmerung hieven, Tageslicht wäre dann doch etwas zu grell.

Es geht in dem Film hauptsächlich darum, einer schrecklichen Realität zu entkommen und in eine Traumwelt zu fliehen„, erklärt Regisseur Huan Vu der Stuttgarter Zeitung. Doch diese Traumwelt ist nicht bunt und laut, sondern düster und malerisch. Hinter den Kulissen wartet auf den Reisenden – sofern dieser geneigt ist, sich auf die Fahrt einzulassen – eine Reise in das Abgründige der menschlichen Phantasie in dessen Grund aber etwas positives liegt. Das für Lovecraft recht ungewöhnliche Credo erklärt sich Huan Vu – so verrät er im Artikel – als eine Art Rettungsanker für Lovecraft, der sich damit  gelegentlich aus der eigenen dunklen Phantasie zu retten versuchte.

Ganz im Stil Lovecrafts Vorbilder Edgar Allen Poe und Lord Dunsany verliert er den „schwelgerischen phantastisch-traumhaften Stil des irischen Adeligen und erfolgreichen Schriftstellers anzueignen und begann so wie dieser die eigenen Träume als Grundlage für Ideen und Handlungen heranzuziehen„, wie die eigens eingerichtete Homepage zum Film offenbart. Den ganzen Artikel lesen… »


16 Dezember

5 Filmtipps: Renas kleine Gruftiethek

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Fledermaus GruftiethekIrgendwo in einem Treppenhaus. Wild herumschwirrende Zwergfledermäuse, aufgeschreckt von der Treppenhausbeleuchtung, schwirren um Renas Kopf. Vermutlich haben sie sich beim einrichten ihres Winterquartier verflogen. Vielleicht ist es aber auch die Begegnung der dritten Art. Rena ist ein ein Indie-Mädchen, sagt sie jedenfalls. Doch ihr Musikgeschmack und der immer schwärzer werdende Kleiderschrank geben ihr Rätsel auf. Gruftie? Gothic? Indie-Mädchen? Als sie während eines Frankreich-Urlaubs im Pariser Musée d’Orsay die Ausstellung L’ange du bizarre besucht ist ihr erster Gedanke: Ganz schön gruftig hier! Irgendwann recherchiert sie im Internet, stolpert über Spontis und die Artikel zum „Gothic Friday“. Nochmal irgendwann landet in meinem Posteingang eine E-Mail von Rena, die mir von schwarzer Musik, gruftiger Vergangenheit, düsteren Ausstellungen und Zwergfledermäusen erzählt. Ich schreibe natürlich zurück, bin ich doch begeistert über diese persönliche Nachricht. Sie verspricht, sich vielleicht auch mal einzubringen. Unverhofft flattert ein paar Tage später eine Liste mit Lieblingsfilmen des Zwergfledermaus-Indie-Mädchens in meinen Postfach, schließlich sei ja bald Weihnacht und vielleicht – so schreibt Rena – haben die Spontis-Leser Lust auf ein paar alternative Filmtipps.
Daraus machen wir einen Beitrag! Schließlich suche ich selber noch ein adäquates Programm für die langen kuscheligen Feiertagsabende, an denen ich mir Grabkerzen anzünde und mich mit Spinnweben zudecke. Rena machte es mir leicht. Eine offene Einleitung und 5 Filme für den „alternativen“ Geschmack: Den ganzen Artikel lesen… »


24 Juli

Kurz vorgestellt: Dunkeldingens Düsterschau

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Dunkeldingens DuesterschauEs ist in aller Munde. Jedenfalls virtuell. Crowdfunding. Oder anders gesagt, das Ermöglichen eines kleinen Projektes, die Durchführung einer ambitionierten Idee oder die Umsetzung eines ehrgeizigen Plans mit Hilfe vieler kleiner Spender. So ließ beispielsweise Herr von Aster jüngst verkünden, das für den Kurzfilm „Dunkeldingens Düsterschau„, bei dem er sich als Regisseur und Autor versucht, noch etwas Unterstützung fehlt, um die Studio- und Equipmentmiete zu stemmen. Worum gehts bei dem Kurzfilm? „Die Geschichte des zweiköpfigen Butlers, einer Frau mit sprechenden Brüsten und anderer Gestalten einer abgewrackten Kuriositätenschau zeigt: die wirkliche Bedrohung geht nicht von Andersartigen aus, sondern von jenen die das Staunen verlernt haben.

Das besondere ist die visuelle Umsetzung, denn Produzent Willi Haninger und von Aster haben sich für den traditionellen Scherenschnitt entschieden, eine alt-ehrwürdige Kunstform die bereits in den 1920er Jahren erste Verbreitung erfuhr. Für einen Spendenbeitrag zwischen 5 und 500€ beteiligst du Dich nicht nur an einer schönen Sache, sondern kannst dich auch über eine zusätzliche Aufmerksamkeit in Form eines Posters, T-Shirts, einer Kopie des fertigen Films oder deinen Namen im Abspann des Films freuen.  Auf der entsprechenden Sammelseite bei Indiegogo kannst du alle Informationen nochmal nachlesen. Ein entsprechendes Video gibt es auch: Den ganzen Artikel lesen… »


1 Mai

Vita Nigra – Eine Dokumentation über das Leben in Schwarz

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Vita Nigra - Leben in SchwarzEs gibt unzählige Dokumentationen und Reportagen über die Gothic-Szene und ganze Bücher beschreiben das, was einst als Jugendkultur begann. Manche Macher versuchen sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, andere versuchen eine Erklärung zu finden und wieder andere malen ein möglichst sensationslüsterndes Bild um mit uns, den „Gothics“, Einschaltquoten zu generieren. Wie soll man auch etwas in 45 Minuten oder auf 300 Seiten beschreiben, dass seit über 30 Jahren wächst und gedeiht? Zumal jedes neueste Machwerk auf die Szene selbst trifft, die selbstverständlich alles bezweifelt, weil sie fürchtet, sich in eine Schublade stecken zu lassen.

Eine E-Mail brachte mich zum Staunen. Inga Siebert, 23 Jahre alt und seit knapp 9 Jahren Szene-Mitglied, möchte sich mit der Dokumentation „Vita Nigra“ eben dieser Aufgabe stellen und eine Facette der Szene darstellen: „Hallo, ich bin gerade fleißig dabei eine Dokumentation über die schwarzromantische Szene zu erstellen. Diese wird extrem umfangreich sein und mindestens eine Stunde dauern.“ Die Dunkelromantiker, die ihre Wurzeln ebenfalls in den 80er Jahren finden dürften, von jemandem beschrieben, der sich erst seit 2004 zur Szene zählt? Der Alt-Gruft, der unzählige Bücher gewälzt hat und elitär die Nase rümpft spricht aus mir: „Niemals! Wie anmaßend!“, doch der extrem neugierige und leidenschaftliche Szenegänger freut sich: „Endlich eine frische Herangehensweise!“ Ich bin verwirrt, doch die Neugier gewinnt. Eindeutig. Grund genug, einmal nachzuhaken, wer hinter der Dokumentation, die Ende Mai veröffentlicht werden soll, steckt. Den ganzen Artikel lesen… »