WGT 2013 - Blaue Stunde am Donnerstag (Dennis Merbach)

WGT 2013 – Wer hat an der Uhr gedreht?

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Das WGT ging in diesem Jahr wahnsinnig schnell vorbei, oder? Mir kam es jedenfalls so vor. Eine Tatsache gleich vorab: Je weiter man sich von der Agra, der Moritzbastei und dem Heidnischen Dorf entfernt (gerne auch im übertragenen Sinne), desto schöner werden die Eindrücke und Erlebnisse. Ich weiß, dass das kein Geheimnis ist, aber ich möchte es noch einmal für all diejenigen betonen, die sich über Kitsch, Kommerz und die „Kirmesbäckerei“ aufregen. Hätten wir uns in die Nähe der Knipser und Karnevalisten begeben, würde dieser Bericht anders ausfallen. Haben wir aber nicht – oder kaum – , deswegen gibt es 2013 einen Spontis-WGT-Nachbericht, in dem ein glückliches Lächeln durch die Zeilen schimmert.

In Leipzig war noch Platz, als wir am Donnerstag gegen 15 Uhr ankamen. Es ist immer aufregend, die ersten „Schwarzen“ auf Leipzigs Straßen zu suchen und dann so zu tun, als sei das ganz normal. Es ist natürlich nicht „normal“ – auch nicht für alteingesessene Gruftis. Das WGT ist, nicht zuletzt durch die Fülle der Schwarzen, die sich über die ganze Stadt verteilen und nicht etwa auf einem abgeschlossenen Festivalplatz zusammengepfercht sind, etwas Besonderes. Aber auch die schwarze Welt ist nur ein Dorf – und so trafen wir kurz nach unserer Ankunft in unserem Hotel zunächst im Fahrstuhl auf Herrn Benecke und später dann auf Parm und Katharina vom Schemenkabinett.

Leider landeten wir diesmal im fünften Stock unterm Dach, so dass es bei den erstaunlich/erfreulich hohen Temperaturen trotz Ventilator ziemlich warm im Zimmer war. Wenn man morgens aufwachte, standen die Chancen, wieder einzuschlafen, sehr schlecht, wie wir später feststellen mussten. Ich lege an dieser Stelle allen Hotelbuchern ans Herz, auch nach der Größe der Kleiderschränke zu fragen. Wir hatten für drei pralle Kofferladungen Klamotten eine kleine Kleiderstange, zwei flache Regalbretter und zwei Schubladen zur Verfügung, so dass wir erst einmal umbauen und Schreibtisch, Sessel und Bodenfläche zum „Schrank“ umfunktionieren mussten. Ich frage mich, wie die Nähtanten und Kalkleisten mit dem Platz im

WGT 2013 - Baendchenausgabe
Donnerstag Nachmittag – Ab hier noch 90 Minuten Wartezeit

Hotelzimmer oder sogar im Zelt auskommen, wenn wir schon die Klamotten für knapp eine Woche nicht unterkriegen. Und ich frage mich, was aus den lockeren Rucksack-Reisen mit wenig Gepäck und einem Herz voll Freiheit und viel Improvisation geworden ist. Entweder werden wir alt oder bequem oder … maßlos. Lustig war übrigens der Blick ins Zimmer nach einigen Stunden. Auf Roberts Seite war alles fein säuberlich sortiert, gefaltet und gestapelt und bei mir flog alles durcheinander. Wir hätten das fotografieren sollen.

Nachdem wir eingecheckt und ausgepackt hatten, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um Nahrung zu finden und unsere Bändchen zu holen. Was bei uns die Dönerbuden sind, sind in Leipzig offensichtlich die indischen Restaurants – zumindest zahlenmäßig gesehen. Also gingen wir indisch essen. Schmeckte auch wie in einer Dönerbude – nur indischer eben. Beim „Grablicht kaufen“ für die Blaue Stunde am Abend trafen wir Alice Insanity und Nec Romant, die gerade mit dem Zug angekommen waren und die Bändchenausgabe suchten. Auch Silvia und Angela standen schon in der Schlange, als wir uns in die Menge derer reihten, die Karte gegen WGT-Band tauschen wollten. Während der Wartezeit wurde ich durch die Gespräche hinter mir darüber aufgeklärt, wie toll Oswald Henke ist. Es konnte nur besser werden… Eineinhalb Stunden später hatten wir es geschafft. Über Facebook erfuhr ich heute übrigens, dass es auch an der Moritzbastei eine Bändchenausgabe gegeben hat, an der weit weniger los war. Wer kann das bestätigen? Könnte man sich ja dann fürs nächste Jahr merken.

WGT 2013 - Blaue Stunde am Donnerstag - Grablichtprozession
Die blaue Stunde. Die Besucher nähern sich mit entzündeten Grablichtern – (c) Dennis Merbach

Gegen Abend machten wir uns dann auf zur Blauen Stunde im Wald unter freiem Himmel. Ein sehr stimmungsvoller Einstieg ins WGT mit Grablichtern bei Nacht, Fackeln und Musik. Es war unser „erstes Mal“ und deshalb waren wir auch etwas unvorbereitet. Silvia und Angela gewährten uns Asyl auf ihrer Decke. Da es schon recht dunkel war, übersahen wir erst einmal Marcus und Edith, die eigentlich direkt neben uns saßen. Wir trafen Shan Dark, Michael und Dirk, Christian und Rosa, Dennis, Piet und Chris und und und… eigentlich war die Blaue Stunde das erste Spontis Treffen auf dem WGT 2013. Weiß eigentlich irgendwer, wonach es da auf der Wiese roch? Bärlauch? Knoblauch? Irgendeine andere Pflanze? Dieser Geruch stieg einem in manchen Ecken von Leipzig immer wieder in die Nase. Mit einigen Mückenstichen und einem beschaulichen schönen WGT-Gefühl machten wir uns gegen 2 Uhr nachts auf ins Hotel. Die Blaue Stunde eignet sich hervorragend, um anzukommen.

Freitag

Um 5 Uhr – nach knapp drei Stunden Schlaf – war ich wieder wach. Es war drückend warm im Zimmer und ich konnte nicht mehr pennen. Vielleicht war ich auch aufgeregt und wollte, dass es endlich losgeht. Der Wizard of Goth schlief tief und fest, also schaute ich doof im Zimmer umher und ging gegen 6 Uhr erst einmal baden. Um 7 Uhr weckte ich den Overlord, um ihm mitzuteilen, dass mir langweilig ist. Wir machten uns fertig und saßen um 8 Uhr am Frühstückstisch. Das ist selbst mein persönlicher Rekord im Urlaub, obwohl ich nie lange schlafe. Nachdem wir uns gestärkt und gestylt hatten, schlenderten wir in die Stadt, wo wir Angela trafen und gemeinsam einen Kaffee tranken. Der Ausdruck „detonierte Hose“ löst beim Wizard of Goth jetzt noch Lachanfälle aus.

Der nächste Anlaufpunkt war die Agra, denn wir hatten den Freitag zum Shopping-Tag auserkoren. Wir verpassten vor lauter Konsum die „Historische Buchkunst“ (an allen Tagen! Hat sich das jemand angeschaut und kann berichten?) und machten uns viel zu spät auf die Socken zur Parkbühne. Leider bekamen wir deshalb nur noch die letzten Songs von den hervorragenden Terminal Gods mit.

Lesung bei City Comics
Lesung bei Citycomics. v.L.n.R: Carolin Gmyrek, Torsten Low, Isa Theobald

Danach scheuchte uns die Folgeband mit uns missfallendem Gesang vor die Tore und wir machten es uns mit einigen Spontis-Family-Mitgliedern, die ebenfalls das Weite gesucht hatten, auf der Wiese gemütlich. Hierbei vermissten wir schmerzlich Tobi, Sita und Anton, mit denen wir an dieser Location zu diesem Anlass fest gerechnet hatten. Aus lauter Frust über diesen Verlust schlugen wir uns auf die Nachbarveranstaltung, das Viktorianische Picknick. Wir hielten es etwa 20 Sekunden dort aus und flüchteten dann von diesem Ort der Poser und Fotografen.

Einige Zeit später verpassten wir Gitane Demone und Thomas Manegold mit seinen „Gesprächen mit Goth“, außerdem fiel die geplante Friedhofsführung für uns aus. Ich bin mir sicher, dass auf dem WGT ein zeitfressendes, unsichtbares Monster herumläuft. Anders ist es nicht zu erklären, dass die verfügbare Zeit eines Tages plötzlich weg ist. Wie durch ein Wunder schafften wir es allerdings rechtzeitig zur Lesung von Isa Theobald ins „City Comics“. Den „bissigen Verleger“ Torsten Low kannten wir schon von einer Lesung vor zwei Jahren. Wie beim ersten Mal ging es familiär und sehr sympathisch zu. Ich persönlich mochte die Geschichte von Isa Theobald und habe mir extra das Buch „Geheimnisvolle Bibliotheken“ gekauft, um herauszufinden, warum James diesen Namen trägt und wie die Geschichte ausgeht. Auch die zweite Geschichte, die – etwas holprig aber engagiert – mit verteilten Rollen vorgetragen wurde, gefiel mir als Funny-Fantasy-Fan sehr gut. Das Buch wurde übrigens von Carolin Gmyrek herausgegeben, die – sofern ich das richtig verstanden habe – bei der Lesung vor zwei Jahren auf dem WGT noch im Publikum saß und Torsten Low danach wegen dieser Idee angesprochen hatte. Wie schön, dass es noch Verleger gibt, die mit dem Herzen dabei sind und neuen Ideen und neben etablierten auch unbekannteren Autoren eine Chance geben.

Das Moon WGT
Das Moon in der Moritzbastei am Freitag

Das Highlight des Tages tat sich dann am Abend auf. Der Wizard hatte mich mit der fadenscheinigen Begründung, er habe mir die Band vorgespielt und ich hätte sie gut gefunden, in die Moritzbastei gelockt, wo ich dann erfuhr, dass eine Frau singen sollte. Ich mag es nicht, wenn Frauen singen. Also erwartete ich Kopfschmerzen und langsam aufkommende schlechte Laune. Als „Das Moon“ aber loslegten, war ich sofort fasziniert. Tolle Sängerin, tolle Musik, sehr abwechslungsreich, schöner Auftritt (auch dank des Keyboarders). Kurzum: Das Moon gehören ab sofort mit auf meine Lieblingsband-Liste. Meine Güte, was hat die Frau für eine Figur!

Im Anschluss trafen wir Tobi mit Freunden, gesellten uns dazu und verschwanden nach einem späten Mahl in der Moritzbastei ins Hotel. Auf die geplante Synthie Party im „4Rooms“ hatten wir keine Lust mehr, weil wir ja schon so früh aufgestanden waren und uns die Müdigkeit einholte. Irgendwer (Silvia?) erzählte später, dass die Location deshalb nichts für uns gewesen wäre, weil dort geraucht wurde, was wir als frischgebackene Nichtraucher ja in geballter Form nicht mehr so gut aushalten. Egal…wir hatten einen tollen WGT-Freitag!

Samstag

Der Samstagvormittag fiel dem zeitfressenden Monster zum Opfer. Wir verpassten die Führungen zur Schuhausstellung im Grassi-Museum, eine Lesung im Centraltheater, die Gesprächsrunde zur Stasi-Ausstellung und noch so ein paar andere angedachte Programmpunkte. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern, was wir bis 17 Uhr gemacht haben.

Echo West WGT
Echo West bei ihrem Auftritt im Anker

Zu Echo West im „Anker“ setzt die Erinnerung jedoch wieder ein. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich „Echo West“ noch nicht kannte und demnach nicht als potentielle Lieblingsband auf dem Plan hatte. Die Musik hat mich jedoch direkt gepackt und wurde bis zum Schluss nicht langweilig. Den Auftritt der nachfolgenden Band ignorierten wir und gingen einem Tipp von Chris nach, der gegenüber der Tram-Station einen Imbiss mit breitem Angebot entdeckt hatte. War lecker, kann ich nur empfehlen! Unser nächster Programmpunkt waren „She past away“, auf die ich mich schon sehr gefreut hatte. Die waren auch nicht schlecht, aber nach einigen Songs wurde es langweilig. Klang irgendwie alles gleich, wenn auch gut. Da mit Sita, Andrea, Silvia, Katharina, Sophie, Konrad uvm. wieder viele Bekannte vor Ort waren, hatten wir ein alternatives Quatsch-Programm, das uns ebenfalls gefiel. „Frank (just Frank)“ konnten uns anschließend genau zwei Lieder lang vor der Bühne halten.

IAMX WGT
IAMX in der Agra-Halle. Leider ließ schlechte Beleuchtung keinen besseren Blick zu.

Zusammen mit Katharina Noire fuhren wir dann zum Werk 2, um uns Skeletal Family anzuschauen. Ist Euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass es in Leipzig kaum Tankstellen und auch keine Kioske gibt? Zu Skeletal Family kann ich nicht viel sagen, denn – wie erwartet – war das nicht meine Musik, was der Wizard of Goth sofort bemerkte. Er erlöste mich und wir trieben uns noch ein wenig im Werk 2 herum, bevor wir uns auf zur Agra machten, um IAMX zu sehen. Eine Stunde vor Beginn des Konzerts sicherten wir uns schon Plätze in der ersten Reihe. Wenn ich eins sehen wollte, dann diesen Auftritt! Okay, trotz der Sache mit der ersten Reihe konnte man von unserer seitlichen Position aus nicht viel erkennen, weil die Bühne sehr schlecht ausgeleuchtet war, aber das Konzert war der Wahnsinn! Die komplette Band überschüttete das Publikum mit Energie, Kreativität und Spaß an der Musik. Sehr leidenschaftlich, sehr professionell, sehr schön anzuschauen. Ein Highlight, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Sonntag

Der Sonntag stand im Zeichen des Spontis-Treffens. Hierzu wird Robert einen eigenen Beitrag schreiben. Ich überspringe diesen eindrucksvollen Teil und gehe gleich über zur Lesung von Klaus Märkert im Centraltheater. Isabel hatte uns und Silvia vom Spontis-Treffen zum Centraltheater geführt, weil wir sonst den Weg niemals gefunden hätten. Wir kamen gerade noch rechtzeitig, verloren in den Hallen noch kurz Silvia und ließen uns dann in einer der oberen Reihen nieder. Auf der gegenüberliegenden Seite entdeckten wir auch Marcus und Edith im Publikum. Klaus Märkerts Stimme und seine Art zu lesen, sind uns sehr vertraut, da wir große Fans der Schementhemen sind (gibt es eigentlich irgendwann neue Termine?). Wir haben alle Bücher von Klaus Märkert gelesen (oder uns gegenseitig vorgelesen) und so kannten wir auch einige Geschichten schon. Allerdings macht es immer wieder Spaß, die Gedanken und Anekdoten vom Autor selber zu hören. Er hat eine ganz eigene

Klaus Märkert WGT
Klaus Märkert im Centraltheater. Das Publikum erlöste ihn von nahezu allen mitgebrachten Büchern.

Art, sie vorzutragen. Andere Geschichten stammten aus dem neuen Buch „Schlagt sie tot in den Wäldern“, das wir natürlich sofort kauften. Eine Rezension wird es im Blog bald geben. Ich wollte ohnehin Klaus Märkerts Bücher einmal näher vorstellen. Kurzum: Nach den schönen, aber auch sehr ungewohnten und überwältigenden Eindrücken vom Spontis-Treffen, war die Lesung von Klaus Märkert gefühlsmäßig ein Stück „Heimat“, das uns zur Ruhe kommen ließ.

Im Anschluss sollte Christian von Aster lesen, was unsere Gelegenheit gewesen wäre, ihn einmal live zu sehen und zu hören. Seine Lesungen sind ja immer sehr überfüllt und wir hatten einen ziemlich guten Sitzplatz. Doch irgendwie war uns das nach dem Spontis-Treffen alles zu viel und wir suchten stattdessen ein Restaurant auf, um die Eindrücke vorm nächsten Programmpunkt ein wenig zu verarbeiten. Dann ging es auf in den Volkspalast, wo wir auf Heike und Lothar stießen. Außerdem trafen wir einen uns bis dahin unbekannten Spontis-Leser mit seiner Freundin, der Robert auf den Blog ansprach. Der Wizard ist sozusagen schon berühmt und wird an der Nasenspitze erkannt. :-)

Wir warteten gefühlte zwei Stunden auf den Auftritt von Karin Park, die Tobi doch so angepriesen hatte. Nach einem halben Lied setzte ich mich außerhalb der Veranstaltungshalle auf einen Sessel. Auch Heike und Lothar waren dorthin geflüchtet und der Wizard of Goth gesellte sich zwei Songs später auch zu uns. Karin Park konnte uns nicht überzeugen.

Die letzte Station des Tages war die Gothic Pogo Party in der Damenhandschuhfabrik. Schließlich mussten wir uns das diesjährige Plakat abholen, um unsere Sammlung fortzuführen. Dummerweise hatten wir kein Geld mehr dabei. Alice Insanity und Nec Romant halfen uns aus der Patsche und schenkten uns das Poster. Vielen Dank, ihr Lieben! Ansonsten gab es – wie immer – gute Musik und wir trafen die üblichen Verdächtigen – Shan Dark und Micha, Dirk, Chris, Piet uvm.

Blaue Stunde WGT
Die blaue Stunde in der Nacht zu Dienstag. Gemütlicher Ausklang in gruftiger Atmosphäre

Montag

Der Montag war ein waschechter Treffen-Tag. Ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht, aber wir kennen von Jahr zu Jahr mehr Leute auf dem WGT und sehen an jedem Veranstaltungsort, bei jedem Konzert und jedem Event bekannte Gesichter. Das WGT wird immer persönlicher und immer familiärer. Dennoch kommt man natürlich kaum dazu, sich ausgiebig miteinander zu unterhalten, denn die Zeit drängt und der Tag ist vollgestopft. Am Montag war das anders. Auf der Agra trafen wir Christian, der von „La Catrina“ aus Mexiko und ihrer Geschichte erzählte. Sehr interessant! Dann verpassten wir zahlreiche Lesungen, Vermaledyt im Heidnischen Dorf und die letzte Chance auf eine Führung über den Südfriedhof und trafen dann zu „Other Day“ an der Parkbühne ein. Nach den ersten Klängen zogen wir es vor, mit Angela und Silvia über die Szene im Allgemeinen und im Speziellen zu quatschen. Katharina und Thilo kamen auch noch kurz vorbei. Es war ein sehr schöner Nachmittag mit Kaffee, Pommes und guten Gesprächen.

Etwas wehmütig steuerten wir den letzten Programmpunkt für dieses Jahr an: Die Blaue Stunde. Hier trafen wir auf Rosa, Christian, Dennis, Grabesmond, Schatten, Kathi, Marcus, Edith und viele mehr. Ein toller Abend in wunderschönem Ambiente, bei dem man den einen oder anderen näher kennenlernen konnte. Eigentlich hatte ich vor, nur kurz dort zu bleiben und dann mit dem Wizard noch irgendwo tanzen zu gehen. Es kam anders und das war auch gut so. Ein toller Abend!

Dienstag

Da sich während der ganzen WGT-Tage keine Gelegenheit gezeigt hatte, in Ruhe mit Edith und Marcus zu quatschen, verabredeten wir uns kurzerhand vor der Abreise in einem Café. Wir tauschten Erfahrungen und Erlebnisse aus, redeten kurz über die neue „Pfíngstgeflüster“-Ausgabe, für die Robert zwei Artikel schreiben wird, und machten uns dann auf den Weg zurück gen Heimat. Was gibt es noch zu sagen? Nach dem WGT ist vor dem WGT! Wir freuen uns aufs nächste Jahr. Und wie war es bei Euch so?

Orphi Eulenforst – impulsiv, pragmatisch, weniger optimistisch! Prädestiniert für den “Hexenfluch”. Außerdem großer “The Cure”-Fan und überzeugte Schriftstellerin. Sabrina wurde 1971 in Duisburg geboren und beschäftigt sich vornehmlich mit den kulturellen Aspekten der Szene. Darüber hinaus macht sie sich als Muse und Gegenpol unbezahlbar.

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Aristides Steele
Redakteur

Da ward ihr ganze 20 Sekunden länger auf dem „Knipsnick“ als ich heuer :D

Ich bin ganz froh da einen Bogen drumrum gemacht zu haben, meine ganzen Freunde und Bekannten die sich hingewagt haben, hatten so ziemlich einstimmig das gleiche dazu gesagt und ich denke da werden im nächsten Jahr wieder einige Gehrock- und Reifrockträger mehr ihren Platz für die Faschingsfraktion aufgeben, die mit dem WGT nicht wirklich was anfangen können, aber auf die Aufmerksamkeit der vielen Kameraobjektive aus sind – Grabesmond hatte mir noch erzählt daß sie ein paar Leute angesprochen hatte, die dann genau das zugegeben haben.

Naja.
Von meiner Seite gibts dann auch noch einen blogseitigen WGT Bericht, ich warte nur noch auf ein paar Bilder von einer Freundin, unterm Strich – ihr habt mal wieder mehr Konzerte geschafft als ich, immerhin konnte ich mit 2 am Stück eines mehr sehen als im Vorjahr – und das wo ich im Vorfeld so rumgetrötet habe daß ich einige Bands so unbedingt sehen muss – ich sollte da nächstes Jahr einfach mal die Klappe halten was das Thema angeht *g*

Jedenfalls, hat mich gefreut euch beide – und alle anderen Spontis natürlich – wieder zu sehen. Montag Nacht auf der Blauen Stunde hab ich euch leider nicht mehr gesehen als wir aufgebrochen sind, das tut mir etwas leid da ich mich auch noch gern verabschiedet hätte von euch.

Marcus
Gast

Weiß eigentlich irgendwer, wonach es da auf der Wiese roch? Bärlauch?

Ja, Bärlauch. Für mich gehört dieser Geruch mittlerweile fest zum WGT.

Im Anschluss sollte Christian von Aster lesen, was unsere Gelegenheit gewesen wäre, ihn einmal live zu sehen und zu hören. Seine Lesungen sind ja immer sehr überfüllt und wir hatten einen ziemlich guten Sitzplatz.

Das hättet ihr wirklich ausnützen sollen. Herr von Aster war in Höchstform. Für mich persönlich neben vieler schöner Begegnungen ein Höhepunkt des diesjährigen Treffens. So freue ich mich schon auf die gemeinsame Lesung mit dem von Dir, Sabrina, so hochgeschätzten Oswald Henke am Ende des Monats in Bayreuth.

Schemenkabinett
Gast

Danke für den schönen Bericht. Bei uns begann das WGT ebenfalls mit der Blauen Stunde auf der Wiese. Und auch für uns ging das Treffen nach Konzerten, Ausstellungen, Vorträgen und gemütlichem Zusammensitzen mit Freunden und Bekannten leider viel zu schnell vorbei.
Marcus hat das Rätsel gelöst; der Geruch kam vom Bärlauch. Wenn man in die angrenzenden Wäldchen blickte, konnte man ihn sehen – weiß blühend und in Massen.

Piet
Gast
Piet

Ja da schau an. Kaum lässt man Agra und Co links liegen, wird es richtig heimelig. Ich bin echt froh, dass ich ganz spontan doch noch zum WGT gefahren bin, es waren wirklich herrliche Tage… freu mich schon auf das Pfingstgeflüster. Und ist eigentlich noch eins von den Spontis-Magazinen übrig? Die Morgenpost kann man ja auch abends lesen (15:00 war klitzebisschen viel zu früh).

Rabenlady
Gast
Rabenlady

Ein wundervoller Bericht über das WGT! Danke!
Nächstes Jahr will ich unbedingt hin!

@Marcus: Könntest du mir ein paar Infos zu dieser Lesung in Bayreuth geben?
Ich wohne nicht weit von Bayreuth und würde diesen Herrn von Aster
gerne mal hören…

Marcus
Gast

@Rabenlady: Ein paar kurze Informationen zur Lesung gibt es auf der Seite von Oswald Henke. Veranstaltungsort ist „Das Zentrum“. Beginnen soll die Lesung um 20.00 Uhr.

Irmin
Gast
Irmin

Danke für den ausführlichen Bericht! Ihr hattet zwar offenbar ein komplett anderes Programm als ich, aber das Fazit meines ersten WGT-Besuchs fällt ähnlich aus: Es war großartig und noch besser als ich es erwartet habe. Und das, obwohl ich sowohl auf dem agra-Gelände als auch im Heidnischen Dorf war. Aber ich dachte mir, wenn ich mitmeckern will, muss ich das auch mal selbst erlebt haben ;-)

Um dann auch gleich mal mit dem Negativen anzufangen: Das Heidnische Dorf am Sonntag war schon sehr grenzwertig. Vor allem bedingt durch die Tagesgäste (darf ich „Buntvolk“ sagen?), am besten mit Hund, zwei Kinderwagen und einem ausgeprägten Fotografierdrang. Und dann noch so viele davon… Da ich an dem Tag aber auch Programm im HeiDo hatte (unter anderem Din Brad, meiner Meinung nach recht fehlbesetzt da), das ich mir ansehen und -hören wollte, habe ich mich trotzdem mit durch den Schlamm geschoben. Muss aber höchstens noch mal zu wirklich guten Bands sein…

Die agra fand ich da sogar deutlich weniger schlimm. Gut, die Verkaufshalle bietet natürlich die beiden großen Stände in der Mitte, aber am Rand doch noch ein paar gute Labelstände sowie die Möglichkeit, seine Bandshirt-Kollektion noch etwas auszubauen ;-) Und den „Laufsteg“ hab ich auch mehr in der Innenstadt, auf dem Südfriedhof (und überall sonst) erlebt als da, wobei die Fotografen vor dem Eingang schon etwas nervig waren (glücklicherweise bin ich maximal störendes Beiwerk).

Okay, genug des Negativen, hin zum Positiven: Abseits dieser Örtlichkeiten war es ein wirklich feines Festiv… Treffen. Der Volkspalast ist ein richtig schöner Veranstaltungsort, den ich am Freitag (Camerata Mediolanense, Daemonia Nymphe, ACTUS) sowie am Montag (Predominance und Arktau Eos) genossen habe. Wirklich schick und gemütlich. Außerdem verirren sich da auch nur Leute hin, die sich zumindest ein bisschen für das Dargebotene interessieren ;-)

Auch das Alte Landratsamt gefiel mir sehr gut (das war am Samstag mit Tears of Othilia, Darkwood und IANVA dran), nur die Säulen stören etwas (und als ich bei ungefähr der Hälfte von Darkwood reinkam, dachte ich, vor ne Wand zu laufen… trotz Klimaanlage).

Der Kohlrabizirkus war groß genug, dass man auch problemlos bei The Vision Bleak (Samstag) und Welle:Erdball (Sonntag) einen guten Platz bekam und nicht anstehen musste (bei letzteren war’s allerdings schon wirklich voll). Überhaupt, anstehen musste ich generell nirgendwo, die Orte waren für die Konzerte gut dimensioniert und es wurde gut nach Genre gruppiert – die Organisation kann man nur loben.

Bandmäßig komplettiert wurde mein Programm am Samstag von Altar of Plagues, die ich eigentlich nur mitgenommen habe, weil ich viel Andrang bei The Vision Bleak befürchtete. War aber gar nicht so. Und AoP waren auch nur geht so ;-) Am Sonntag sah ich nach Din Brad noch Fjoergyn im HeiDo, die waren okay. Nicht mehr und nicht weniger. Wie auch namnambulu, Kosheen war dagegen überhaupt nicht meins und wurde nur für die Beschaffung eines guten Platzes für W:E genutzt. Montag hab ich mir vor Predominance und Arktau Eos noch Negură Bunget und Patenbrigade: Wolff angesehen.

Insgesamt haben mir eigentlich fast alle Konzerte zumindest gut gefallen. Camerata Mediolanense und ACTUS sind von den „geplanten“ Konzerten wohl am unteren Ende anzusiedeln (das klingt jetzt negativer als ich es meine), erstere hätten schon gerne ein paar mehr Lieder, bei denen auch das Schlagwerk genutzt wird, spielen können… und letztere haben es mit der Devise „Neofolk-Band spielt live rockig“ am Anfang etwas übertrieben und leider etwas die Halle leergespielt. Hinterher gefiel es mir etwas besser. Höhepunkte waren W:E (zumal quasi alle in der Halle gut mitgegangen sind), IANVA, Daemonia Nymphe und etwas unerwarteter Weise Predominance (obwohl ich davon nicht alles mitbekommen habe).

Genremäßig bin ich dann doch irgendwie in „gewohnten Gewässern“ geblieben (Neofolk, Metal, Minimal Electro, Industrial und Ambient), aber die Bands weiter vom Rand meines Interessengebiets, die ich mir ansehen wollte (vor allem She Past Away), haben leider in Konkurrenz zu zu viel gespielt, das ich sehen wollte. Aber gut, da waren nicht die einzigen, die ich nicht sehen konnte…

Außerhalb der Konzerte habe ich mir vor allem die Stadt (ich war ja zum ersten Mal dort) und Museen angesehen, weil ich Museen mag. Das Grassi-Museum für Angewandte Kunst hat mir auch außerordentlich gut gefallen, die restlichen waren okay bis etwas sinnlos (die Sonderausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek hätte wohl kleiner nicht sein können). Eigentlich wollte ich auch noch zu Lesungen, aber das Zeitfraß-Monster war wohl auch bei mir zugegen…

Nächstes Jahr, sofern das urlaubstechnisch klappt, muss ich auf jeden Fall versuchen, ein Hotel nicht ganz am falschen Eck Leipzigs (ganz im Norden) zu bekommen – also wohl einfach mal früher suchen… und vielleicht auch zum Spontis-Treffen kommen und mich nicht feiger Weise drücken, wenn ich das schon ankündige… ;-)

Heieiei, das ist jetzt doch ganz schön lang geworden. Aber gut, ich hab auch keinen eigenen Blog und war zum ersten Mal da, man sehe es mir also nach. :>

Grabesmond
Gast
Grabesmond

Ein ganz toller Artikel :) und zu dem „Problem“ mit dem Klamotten unterbringen: da ich jedes Jahr bei einer Freundin unterkomme, ist das erste was ich mache, alles kreuz und quer in der Wohnung verteilen und Montagnacht bzw. Dienstagmorgen hektisch zusammen zupacken.

Die Blaue Stunde am Donnerstag werde ich definitiv mitnehmen, so viel steht schon einmal fest. Und im Vergleich zum Vorjahr kam ich dieses Mal gerade auf 3 Bands, was ich aber nicht als ganz schlimm empfand- einerseits hat mich dieses Jahr nicht so viel gereizt, und andererseits hatte ich mir zwar schon vorab einen kleinen Konzertplan erstellt, aber dann kams am Ende doch völlig anders ;)

Meine Highlights waren auf jeden Fall Darkwood, das Spontis-Treffen und die Blaue Stunde am Montag, so wie die vielen zahlreichen Treffen und Gespräche mit Freunden und Bekannten

shan_dark
Gast

Schöner Bericht! Scheint, als braucht man tatsächlich paar WGTs um sich die Rosinen und nervfreien Zonen herauszupicken ;) auch Ausblenden ist recht wichtig.

Ich würde gern mehr über die „detonierte Hose“ erfahren. Gibt es Fotos? Ich hab zwar Bilder im Kopf, aber hätte auch gern Beweise.

@Irmin: Du fandst das Landratsamt toll? Was genau fandst Du denn da toll? Das LRA hat mir gleich zwei gute Konzerte verschlechtert und ich kann sowohl an der Location als auch ihrer Security kein gutes Haar lassen oder finden. Ich hoffe sehr, es wird die Location nächstes Jahr nicht mehr geben. Ausgiebig werde ich mich im Blog dazu auslassen. ABer die PRO-Argumente würden mich wirklich interessieren. Vllt. übersehe ich ja was.

Großes Highlight war tatsächlich die blaue Stunde am Donnerstag. Perfekt zum Hineinschweben ins WGT. Ihr habt auch nicht den Fehler gemacht und seid danach noch Tanzen gegangen in die Embeh (Moritzbastei). Es war zwar nicht so schlecht, aber auch nicht so gut. Und man wurde völlig aus der Atmo gerissen, auch die Leute waren ein krasser Unterschied.

Ah ja, stimmt. Man kennt von Jahr zu Jahr mehr Leute. Treffen – unterbrochen von Konzerten. Nicht schlimm – im Gegentum.

Der/Die/Das übliche Verdächtige ;)
Shan Dark

Marion Levi
Autor

Schöner Rückblick.

Dass das WGT familiärer wird, je öfter man es besucht stimmt sicher. Ich hab das bei meinem zweiten schon bemerkt.
Dem zeitfresseden Monster bin ich auch begegnet, das ist Schuld dass ich es weder ins Stasi Museum oder auf die wwwy noch zu Skeletal Family oder zum Spontis Treffen geschafft habe. Hoffentlich geht sich wenigstens letzteres im nächsten Jahr aus. Es ist schon etwas ganz anderen, wenn man die Leute nicht nur online kennt. Heuer habe ich zwar Shan zwischen Gitane Demone und Sex Gang Children gesehen und den Wizard of Goth höchstpersönlich vor She Past Away, bin aber jeweils nicht dazu gekommen jemanden anzusprechen. Zugegeben, an Robert bin ich wirklich nur am Weg in den Anker vorbeigelaufen und Shan war so ins Gespräch vertieft, dass ich mich nicht getraut habe zu stören.

Ein wenig (bis ein wenig sehr) enttäuscht war ich vom Viktorianischen Picknick. Kann es sein dass sich das Schaulaufen am Freitag von der agra in den Clara Zetkin Park verlagert hat? Jedenfalls hat das Ganze mächtig an Flair verloren. Hätte ich dort nicht ein paar Leute getroffen, die ich wirklich nur einmal im Jahr sehe wäre ich von dort schnell wieder verschwunden.
Begeistert haben mich dafür der Dunkelromantische Tanz, den ich zum ersten Mal besucht habe, sowie die Konzerte von She Past Away und The Birthday Massacre. Dazu kamen unglaublich viele tolle, nette Menschen, die ich dort zufällig kennengelernt habe.

r@zorbla.de
Gast

Vielen Dank für die Eindrücke teils jenseits meiner diesjährigen Route durch das WGT. Wobei „Grablicht kaufen“ schon eine auffällige Überschneidung ist. Wir schafften es um 3 Minuten vor Schließung in ein entsprechendes Geschäft. Ist so ein richtiges Anti-Klschee… Hat „unsereins“ sowas eigentlich nicht standardmäßig dabei? ;-)

Dass es insbesondere dieses Jahr etwas mau wurde, dafür kann der arme Herr Bastei, Moritz ja auch nix. Letztes jahr bot er mir mehrere unterhaltsame Stunden. Wenn man erstmal drin ist und alles um sich herum vergessen kann (bis auf die Cocktailbar, die immer im Fokus bleibt). Ähnlich aber doch nur angenähert empfand ich es dieses Jahr im 4Rooms. Wobei die schnittfeste Qualm-Atmosphäre durchaus grenzwertig war.

Wo ich gerade bei schnittfester Luft bin: Ich bin auch an einer Antwort zur Frage von @shan_dark an @Irmin interessiert. Insbesondere da @Irmin direkt nach dem „gefiel mir sehr gut“ eigentlich nur negative Eigenschaften der Location nennt. Naja, gegen das Weichkochen im Dunstklima haben wir uns irgendwann gegenseitig mit Eiswürfeln beworfen (die wurden an der Bar auf Anfrage kostenlos ausgegeben). Dazu kam noch der miese Sound: bei Pankow gab es Knirscher im Mikro, Cassandra Complex war drucklos. Einzig A Split-Second schien keine Probleme zu haben an dem abend.

Bis denne,

-dirk

Irmin
Gast
Irmin

Na da habe ich ja was gesagt mit dem Landratsamt *g*

Ja, mir gefiel es. Zunächst mal natürlich bedingt durch die schönen Konzerte. Da kann ein Veranstaltungsort erst mal wenig für, aber mir hat’s Spaß gemacht. Aber wie gesagt, ich war auch nur für die Neofolk-Schiene am Samstag da. Das war klangtechnisch eigentlich in Ordnung, obwohl IANVA lange nicht zufrieden schienen… Es hallt auch nicht so wie in größeren Hallen (Kohlrabizirkus), bietet aber mMn dennoch genügend Platz für nicht ganz kleine Konzerte.

Außerdem liegt das Landratsamt schön zentral. Diese Eigenschaft bzw. das Fehlen davon hat mich z. B. vom Anker ferngehalten, auch wenn ich da gerne etwas gesehen hätte. Gut, man muss auch nicht unbedingt 13 Konzerte einplanen, aber nun ja ;-)

Den Sicherheitsdienst fand ich freundlich wie eigentlich überall. Und es sieht von innen nicht aus wie ne schlechtere Fabrikhalle. Okay, das kann dann auch sehr atmosphärisch sein… Es sprach mich optisch nach der Kuppelhalle im Volkspalast eigentlich am meisten an.

Ich bin meinerseits gespannt auf deine Erlebnisse, shan_dark, vielleicht sehe ich das ja auch zu positiv ;-) Ich als jemand, der gerne viele Konzerte mitnimmt, würde mich jedenfalls freuen, wenn das Landratsamt dabei bleibt.

Robert
Webmaster

Hier noch ein paar ergänzende Eindrücke zu Bericht von Sabrina:

Herr Benecke ist übrigens mein persönlicher Henke – Eingeweihte wissen, was ich meine. Ich möchte außerdem anmerken, dass ich mich mit dem Entladen des Autos vergnügte, während Sabrina schon dabei war, das Hotelzimmer in Schutt und Asche zu legen. Liebevoll hatte ich den Schreibtisch zum Klamottentisch umfunktioniert, der auch in den nächsten Tagen zu keinem Zeitpunkt die Farbe der Tischplatte preisgab.

Freitag: Ich meine, das müsst ihr euch mal kurz auf der Zunge zergehen lassen. 5 Uhr! Ich möchte weiterhin anmerken, dass ich zu jeder vollen Stunden mit „langweilig“ geweckt wurde, bis ich schließlich völlig zerknittert aufgab. Glücklicherweise dürfen sich Männer jetzt auch schminken. Hatte Sabrina eigentlich mitgeteilt, warum wir zu spät zu den Terminal Gods gekommen sind? Egal. Das sind „Ich-trödel-rum“ Details, die sicherlich keinen interessieren. Immerhin, der Tag gestaltete sich sehr angenehm und auch die Lesung im Comic-Laden war prima. Das Highlight – und da gebe ich Sabrina recht – war Das Moon. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welches Konstrukt ich ersinnen musste, um die Gehörfetischistin und die unter Frontfrauphobie leidende Frau K. zum Konzert zu bewegen. 5 Minuten vor Beginn gestand ich: „Es singt übrigens eine Frau…“ – „WAAASSS`???“ – „Zu spät, es geht los.“

Samstag: Ganz ähnlich wie der der Freitagmorgen, nur dass wir uns nach dem Frühstück nochmal hinlegten. Immerhin, „Echo West“ beeindruckten mich, „She past away“ fand ich ein wenig langweilig, „Frank (just Frank)“ sind definitiv keine Live-Band. Die Skeletal Family… hmpf … grmpf … manchmal sollte man es einfach bleiben lassen mit den Wiedervereinigungen. IAMX waren toll, wenn auch zu dunkel. Schön war, dass wir so viele Leute gesehen haben, die wir kannten. Das WGT fühlt sich von Jahr zu Jahr mehr nach „Treffen“ als nach „Festival an“

Sonntag: Oh mein Goth! Spontis-Treffen! Ich war total überfordert, überwältigt, gerührt. Nachbericht kommt. Dass wir vor dem Volkspalast erkannt wurden, war tatsächlich sehr lustig, wir haben uns echt nett mit Rouven und seiner Freundin unterhalten (deren Namen ich vergessen habe, sorry) Mein schönster Tag, dieser Sonntag! Soviel nette Leute, hoffentlich fand mich niemand doof und ist sauer, dass ich so wenig Zeit erübrigen konnte. Die Gothic Pogo Party endete mit schweißtreibenden Tanz-Einlagen. Das Geld war übrigens alle, weil wir zum Verrecken auf unserem Weg keine Geldautomaten finden konnten. Hmpf… Leipzig, keine Geldautomaten, keine Tankstellen und keine Mülleimer.

Montag: Toll war das „Treffen“ zur Musik an der Parkbühne. „Other Day“ plätscherte dahin und wir quatschten als würde es kein Morgen geben! Großartig. Die Blaue Stunde war dann der krönende und feierlich Abschluss. Wunderschön, die ganzen Verrückten, Bekloppten und Durchgeknallten nochmal wiederzusehen. Tolles Ambiente, tolle Leute und irgendwann habe ich ganz still und heimlich die WGT-Tränen geweint. Hätten wir … Sollten wir … Ich wünsche mir … Vorbei!

Dienstag: Schön war es mit Edith und Marcus. Menschen im Reisestress. Wir sind pleite. 6 Stunden Rückfahrt. Halbtot ins Bett gefallen. Erschöpft, arm und glücklich. Danke WGT!

Aristides Steele
Redakteur

So, an der Stelle auch mal mein höchst ausführlicher Bericht zum WGT, nachdem ich letztes Jahr keine Zeile dazu geschrieben habe:

https://aristidessteele.wordpress.com/2013/05/24/tiefenentspannt-in-leipzig-eine-wgt-nachlese/

@Lucretia: das ist schon so seid das Picknick in den Clara-Zetkin-Park umgezogen ist. Ich hab bis jetzt keinen getroffen der das Zoo-Feeling da gut fand und ich war schon im Vorjahr eigentlich entschlossen mir das nicht mehr anzutun. Problem beim Picknick ist – fürs Agra-Schaulaufen muss man wenigstens noch aufs Gelände, ergo ne Karte haben, im Park können sich weitaus mehr Faschingsadlige breit machen die das WGT ansonsten weitläufig umgehen aus Desinteresse. Aber es stimmt auch daß es von Jahr zu Jahr schlimmere Auswüchse annimmt.

Die detonierte Hose macht mich jetzt aber auch neugierig :D – wir hatten auch so unsere blödsinnigen Hirnfürze, einer davon der „Sanitär-Cyber“ – und den anderen versteht man leider nicht wenn man kein Doctor Who Fan ist :D

robertianjim
Gast
robertianjim

Um da mal eine Lanze zu brechen:
Das Landratsamt war am Montag auch super, zumindest vom Sound her.
Es war halt warm, aber auf Konzerten, die relativ voll sind, ist es halt warm (in 99% der Fälle).
Security war ok dort.

Im Anker habt ihr dann ja den besten Act des WGTs (Xeno & Oaklander) verpasst ;)
Ja und She Past Away war nicht nur eintönig (das kann man sich beim Anhören der Platte aber denken) sondern vor allem haben die viel mit Playback gearbeitet…aber der Sound der Band ist trotzdem gut, finde ich. Waren halt noch schüchtern live die beiden…
Ansonsten habt ihr ja ne Menge Tagesprogramm, wäre mir viel zu anstrengend…die Nächte sind lang und so gut wie nirgends sonst ;)

Grabesmond
Gast
Grabesmond

Die Blaue Stunde war dann der krönende und feierlich Abschluss. Wunderschön, die ganzen Verrückten, Bekloppten und Durchgeknallten nochmal wiederzusehen. Tolles Ambiente, tolle Leute und irgendwann habe ich ganz still und heimlich die WGT-Tränen geweint. Hätten wir … Sollten wir … Ich wünsche mir … Vorbei!

Dienstag: Schön war es mit Edith und Marcus. Menschen im Reisestress. Wir sind pleite. 6 Stunden Rückfahrt. Halbtot ins Bett gefallen. Erschöpft, arm und glücklich. Danke WGT!

Kann ich nur so unterschreiben :) ich hatte ja ganz am Anfang geplant, am Montag in den Volkspalast zu gehen, aber das ich stattdessen zur Blauen Stunde gegangen bin, war definitiv eine sehr, sehr gut Entscheidung. Auf dem Weg zum Taxi-stand (es dämmerte bereits) war ich auch kurz davor ein paar Tränen zu vergießen.
Und ich kam ebenfalls pleite, müde und erschöpft am Nachmittag an. Aber auch verdammt glücklich und selig.

NorthernNephilim
Gast
NorthernNephilim

OK. so hier nun meine müden Zeilen. Wollte am Donnerstag auch schon rechtzeitig wegen der Bändchen da sein aber da ein PKW Fahrer meinte er könnte gegen nen 40 Tonner siegen und die A9 voll war wurde daraus nichts … also leicht verspätet abends angekommen, den Forumtreff vom WGT Forum verpasst und erstmal die Sachen in meine Unterkunft (Studenten WG) geschafft. Generell für alle denen Hotel zu teuer, zu weit weg, 5 Minuten nach Beginn des WGT bereits fürs nächste Jahr ausgebucht – oder alles zusammen – ist kann ich sowas nur empfehlen, zusammen mit anderen WGT Besuchern ne WG Teilen macht genause viel Spass und ist origineller als doch isoliert im Hotelschließfach zu wohnen ^^ und meine wie gesagt, 5 min zum Landratsamt oder zur Haltestelle Gördellering und somit die LVB Verkehrsader erschlossen.

Cool: Das Alte Landratsamt nur 5 min Fußweg – Nachteil: nur für mich am Montag iLiKETRAiNS interessant doch dazu später mehr …

OK erste Challenge: Hol dirs Bändchen – Schwierigkeitsgrad: Einfach – hahaha, die Schlange ging über die ganze Nikolaistraße, und dann noch ums Eck zur Uni hoch .. „How hard can it be?!“ ! OK verschoben bis auf weiteres geht man mal zur Moritzbastei hoch: Bändchenausgabe dort nur Freitag heute nicht :p steht da. Nagut wenn man schon mal da ist sollte ja ein Bier drin sein, runter ins Gewölbe Bier bestellt und wieder ein Effekt a la Groundhog Day. Wie jedes Jahr Bedienung unfreundlich, kassiert falsch, Essen ist kalt oder alles zusammen … naja „How hard can it be ?!“

Ein paar Biere später so gegen 22 Uhr mit der Linie 11 zur Agra hoch, die Bändchenschlange dauerte dann auch nur 20 Minuten – hinter mir 2 Gäste „So lange warten?!“. Ich darauf: „fahrt mal runter zum Bahnhof da dürft ihr auch gerne 20 mal so lange warten (verdammte Anfänger ;)“ Das war auch mein erster und letzer Besuch der Agra so das wars dann fürn Donnerstag …

Freitag kann der WGT Plan zuhause bleiben da Parkbühne all Day Long. Wieder bekannte Gesichter getroffen. Die Bands an dem Tag waren Top, Gitane Demone hätte dennoch 666% besser ins Schauspielhaus gepasst. Ich sehe euer Foto von der Lesung dann wars mir klar …

WTF WAS HAM DIE AUS DEM CENTRALTHEATER GEMACHT – DIE HAM DOCH NICHT MEHR ALLE NÄGEL AM SARG?!

… naja immerhin hab ich noch letztem Jahr von dem megahammergeilen Evi Vine Konzert in Erinnerung …

OK sorry fürs Geschrei, Freitag an der Parkbühne. OK der Ludolf am Klo ist wieder da (als WGT Profi taktet man sich das eh so ein und zwingt sich in der Unterkunft noch zum Restwasserlassen ähnlich wie bei Urinprobe .. ^^ somit musste ich DIE Lokalität nicht besuchen)

Nach dem Gut Gelaunten Andi Sex Gang und seinen Children gings dann zum Dunkelromantischen Tanz ins Kaufhaus, dort wieder bekannte Gesichter getroffen, und so stell ich mir ne schöne Grutftveranstaltung vor. Man betritt die Lokation mit ihren verwinkelten Gängen was dazu führt das man vom WGT Gehetze im positiven Sinne entschleunigt wird man erfährt quasi ein RESET – teilweise erinnern die Lichteffekte in den Räumen doch etwas an nen Trip, man kommt runter der DJ lässt bis es losgeht in der Säulenhalle ein paar Choräle laufen (hm erinnert mich etwas an Zelda Ocharina Of Time .. die Kathedrale der Zeit ^^ ) schöne Damen im Reifrock schweben über die Tanzfläche, die Bedienung sehr gut drauf, kassiert richtig (als wie auch der Ausschank in der Parkbühne) – ja Moritzbastei so gehts auch ^^

Am Samstag ganztags WerkII also ist das mittagessen schonmal gerettet bei der Connstanze schmeckts wie immer hammermäßig, Mescaline Babies geiler Start mit dem wilden Derwish auf der Bühne ^^ Spiritual Bat OK waren mal besser, Bloody Dead and Sexy mit solider Show, sowie Gastauftritt von Jon (Gitarrist Merciful Nuns) und Gitane Demone sehr geil beim letzten Song. Passion Plays letzter Gig .. leider ohne Zugabe (WTF?!) sowie Skeletal Family Headliner – rundum gute Unterhaltung. Danach gings nicht zur WWWY da die Lokalität wie immer überfüllt war somit fand ich mich im Dunkelromantischen Kaufhaus wieder .. RESET ;)

Sonntag war mein Treffen Tag – warum wohl ^^. Auf zum Park hinter der MoBa und ein schöne angenehmes Spontis Treffen verbracht und ich fühlte mich wirklich mal so, das hier ist die Szene so solls sein. Alle Leute hinter den Textbeiträgen Live zu sehen hatte sowas tolles, hätte gerne mal DeathDisco kennengelernt aber der drückt sich wohl immer ^^

Danach bin ich zur Kuppelhalle hoch, Sleeping Dogs Wake ein lustiges Konzert der Gittarist machte schöne Anmerkungen beim Soundcheck zum Wegschmeißen :) Leider war der Sound mies. OK Mischer eine Chance lass ich dir noch – Esben and the Witch, verkacks nicht – und ich wurde nicht enttäuscht, wirklich ein hammergeiles Konzert dort und die Lokalität sorgte fürs Übrige!

Am Montag wars wirklich ruhig, an der Parkbühne Whispers in the Shadow mitgenommen, auch Top Auftritt dann war wieder ein wenig Pause ein bissel durch den Park gewandert und finaler Abschluss des WGT: iLiKETRAiNS. Sie hatte letztes Jahr absagen müssen dafür knieten sie sich dieses Jahr voll rein. Nebelwände das ein MCcoy neidisch werden kann, guter Sound zumindest erste Reihe ^^ und hätten locker noch ein paar Zugaben mehr gespielt aber WGT Üblich nach letztem Act sofortiger Rausschmiss …
Nur zwei Sachen vereinen das Landratsamt mit dem Felsenkeller: Hitze und keine Garderobe. Klimaanlage?! Die war wohl auf Kochwäsche eingestellt …

Auf jeden Fall wars für mich gelungen, und wie immer nach dem WGT ist vor dem WGT ….

Soul262
Gast
Soul262

Ja, das WGT ging wirklich schnell vorbei. Tolle Atmosphäre, gute Bands, meist angenehmes Wetter.
IAMX war mit ihrer Energie für uns der Höhepunkt, gefolgt von einem einzigartigen Bryan Erickson aka Velvet Acid Christ, einem kraftvollem Decoded Feedback mit einer tollen Videoshow. Aber auch Whispers in the Shadow mit ihrem Gothic-Rock waren wiedermal sehr bemerkenswert.
Der ganz persönliche, sehr amüsante WGT-Rückblick aus Künstlersicht von Velvet Acid Christ findet sich übrigens hier. Von Grünkohl- und Wassermangel, netteren Ostdeutschen bis hin zum Wunsch sich Geld zu leihen, beim Wer-wird-Millionär-VAC-Fan…

Was ich weniger gut fand, waren „Gothics“, toll gestylt als Deathrocker oder Batcaver, die zu Konzerten gehen, sich vorne hinstellen oder sich für 2 Lieder vordrängeln und dann nur am quatschen sind, sich von der Bühne abwenden, nicht klatschen… Passiert im Anker, im Landratsamt und in der Parkbühne. Freunde treffen ist ja schön und gut, aber entweder man zeigt dem Künstler vorne Respekt oder man geht raus oder nach hinten.

mela
Gast
mela

Wir verpassten vor lauter Konsum die „Historische Buchkunst“ (an allen Tagen! Hat sich das jemand angeschaut und kann berichten?)

Ich hatte mir den Montag Vormittag dafür reserviert und war sehr enttäuscht. Angepriesen wurde es ja als Vortrag. Es entpuppte sich aber als eine Art Erlebnismuseum, das leider am Montag derart überlaufen war (ok – es waren vielleicht 20 bis 30 Personen da, aber der Raum war so beengt), dass man weder etwas sehen noch hören konnte, was die Damen und Herren da gerade taten. Schade. Denn das hätte mich wirklich sehr interessiert. Nur beim Punzieren der Buchecken stand ich etwas länger, weil ich das schon auf dem Aethercircus so interessant fand.

Auf die geplante Synthie Party im 4Rooms hatten wir keine Lust mehr, weil wir ja schon so früh aufgestanden waren und uns die Müdigkeit einholte. Irgendwer (Silvia?) erzählte später, dass die Location deshalb nichts für uns gewesen wäre, weil dort geraucht wurde, was wir als frischgebackene Nichtraucher ja in geballter Form nicht mehr so gut aushalten.

Das stimmt leider. Ich war den Sonntag auf der Depeche Mode Party da und hätte nach den drei Stunden vor Ort sowieso aufgeben müssen, wenn ich nicht schon meiner Begleitung zuliebe die Lokalität verlassen hätte.

Ich weiß, dass das kein Geheimnis ist, aber ich möchte es noch einmal für all diejenigen betonen, die sich über Kitsch, Kommerz und die „Kirmesbäckerei“ aufregen. Hätten wir uns in die Nähe der Knipser und Karnevalisten begeben, würde dieser Bericht anders ausfallen.

*seufz* Wäre ich doch mal dem Viktorianischem Picknick fern geblieben. Das hat mir irgendwie die Stimmung versaut. Aber zumidnest waren die Erdbeeren lecker, die wir dabei hatten.

Dieses Revue finde ich so herrlich sympathisch und nun grübel ich doch, ob ich nicht dem WGT eine zweite Chanze geben soll und mich dann gänzlich den Profilneurotikern in Kostümchen, die um jeden Preis geknipst werden möchten, entziehe.

NorthernNephilim
Gast
NorthernNephilim

@ soul 262 sowas hatte ich auch, schubbsen sich in aller letzten Sekunde nach vorne – aber in eine anderen Version, der Schlagzeuger zählt an, die Gitarren kreischen, was macht er ER HÄLT SICH DIE OHREN ZU!

Ich meine ja nur vorne = laut?!?!

Ohrenstöpsel wollt ich anbieten hat er abgelehnt und ist wieder abgezogen … WTF?!

Der typische komplett durch die Setlist Quassler ist mir diesmal zum Glück nicht begegnet. Dafür ebenfalls das Zeitfressende Monster (siehe oben) ;) ;)

Waaaghbot
Gast
Waaaghbot

Die Skeletal Family… hmpf … grmpf … manchmal sollte man es einfach bleiben lassen mit den Wiedervereinigungen.

Hm, hier würd mich mal interessieren, warum? Ich fand das Konzert nämlich ziemlich stark. Die waren doch ziemlich in Spiellaune und mMn echt gut. Für mich def. neben Sex Gang Children und I like trains ein Highlight des WGT.

Was ich weniger gut fand, waren “Gothics”, toll gestylt als Deathrocker oder Batcaver, die zu Konzerten gehen, sich vorne hinstellen oder sich für 2 Lieder vordrängeln und dann nur am quatschen sind, sich von der Bühne abwenden, nicht klatschen…

Das wiederum seh ich genauso: Hate people, who come to see gig’s and talk to every fX:PXin‘ song… ;-)
Passiert ja leider auch bei anderen Konzerten oft genug…

Ps: Yay, erst Post: Hallo zusammen ;)

Krähe von Nebenan
Gast
Krähe von Nebenan

Ich muss mich auch für Skeletal Family aussprechen. Ich fand das Konzert so klasse, dass es sogar mein Highlight vor Catastrophe Ballet, die Thilo und ich nicht verpassen wollten (*flen* angeblich ihr letztes Konzert* heul*). Und so bin ich mal wieder -wie gewohnt und durch Robert und Sabrina- am Samstag Abend im Werk2 gelandet.

Michael
Gast
Michael

Meine persönlichen Highlights waren Terminal Gods, Bloody Dead and Sexy, Whispers in the Shadow, die Curenacht in Noels Ballroon und die Samstagparty im Beyerhauskeller mit den Nürnbergern. Sex Gang Children war auch ganz nett, aber ich persönlich finde sie als Kultband masslos überschätzt. Nu, Geschmackssache.

Was mich auch stört wie hier schon geschrieben steht, dass sich viele äusserlich identifizieren mit Batcave und Goth Rock, aber dann cool nicken, auch wenn die Bands, wie Terminal Gods und Whispers in the Shadow sich ihre Seele aus dem Leib spielen.

Jawoll, ich war der Prolet, der da vorne links an der Parkbühne gejault hat wie ein Wolf. :)

Ian von Nierenstein
Gast

Krähe von Nebenan, ich denke, dass ich zu Skeletal Family nach Frankfurt gehe, die spielen dort Ende des Jahres (November glaube ich) im „Bett“. Vielleicht trifft man sich ja dort :)

Krähe von Nebenan
Gast
Krähe von Nebenan

Ian, ich werde dich dran erinnern und gegebenenfalls im Arsch tretten. ;)

Michael, solang du nicht zu den Prolls gehört hast, die bei Catastrophe Ballet neben mir und Thilo standen. verzeih ich es dir.

Axel
Gast
Axel

Hat von Euch eigentlich jemand den Grabnebelprinzen Noctulus gesehen? Hier mal ein Video auf Facebook von seinem „Auftritt“. https://www.facebook.com/photo.php?v=10201175830701659

Ich darf mir den jeden Tag hier anhören in der Innenstadt. XD

Robert
Webmaster

Weil nachgefragt hier mein Eindruck der Skeletal Family, natürlich völlig subjektiv ;) Es tut mir leid, aber Anne Marie Hurst ist alt geworden, ihre Stimme verbraucht. Für mich hat das nichts mehr mit Leidenschaft zu tun, sondern nur noch mit Quälerei. Dabei geht für mich der Flair verloren. Außerdem mag ich das affektierte Gehabe auf der Bühne nicht, das passt für mich nicht zusammen. Ich bin gespannt auf die neuen Stücke der Band, vielleicht schafft man es ja dort, Frau Hurst etwas passendes auf den Leib zu schneidern. Ich glaube man schwimmt auf der „Alt und Kult“ Welle mit und greift ab, was man bekommen kann. Nur meine Meinung. Musikalisch hat alles gepasst, da stimme ich zu, aber das prägende, der Gesang, hat mir nicht gefallen.

Waaaghbot
Gast
Waaaghbot

Ui, da sieht man mal wieder, wie weit die Meinungen auseinandergehen können. ;) Denn das:

Es tut mir leid, aber Anne Marie Hurst ist alt geworden, ihre Stimme verbraucht. Für mich hat das nichts mehr mit Leidenschaft zu tun, sondern nur noch mit Quälerei.

Außerdem mag ich das affektierte Gehabe auf der Bühne nicht

seh ich z.B. überhaupt nicht so. Ich fand ihre Stimme immer noch sehr gut (mag aber auch dran liegen, dass ich eh eher auf röhrige Stimmen stehe) und fand ihre Getue auch nicht affektiert. Für mich sah das Ganze eben wirklich glaubhaft nach Spielfreude aus und hörte sich auch so an, weshalb ich def. positiv überrascht war ;)

Ein anderer Punkt, der mir hier und auch woanders immer wieder auffällt, ist die Kritik an den ganzen Fotosüchtigen. Ich frage mich ernsthaft, warum die euch immer so stören? Die stehen da rum und lassen sich knipsen. Thema durch. Wenn ich nicht will, dann muss ich mich nicht mit ihnen unterhalten und kann sie eben auch weitgehend ignorieren (denn sie hören für gewöhnlich keine Laute Musik oder schreien mir irgendwas hinterher) bzw. einige haben ja auch wirklich interessante und hübsche Sachen an, die ich mir eben auch mal gerne ansehe (auch wenn die mit Gothic nix mehr zu tun haben mögen). Außerdem bieten sie den ganzen Fotografen Zielscheiben, so dass ich in meinen normalem Schwarz in Ruhe gelassen werde… ;) Ich sehe jedenfalls keinen Anlass, mir davon die Laune vermiesen zu lassen oder mich sogar davon endgültig vertreiben zu lassen. ;)

Genauso beim VicPic: Ich gehe dahin, um mich mit meinem Freundeskreis zu treffen, zu unterhalten und zu futtern. Das kann ich immer noch. Vllt. liegt es daran, dass ich Dinge um mich herum auch gut ausblenden kann, aber von dem Drumherum lasse ich mir da nicht die Ruhe nehmen und es ist mir egal, dass um mich herum viele geknipst werden (natürlich ist dabei auch mal der Punkt erreicht, wo ich auch mal kein Problem damit habe, einfach durch ne Aufnahme durchzulatschen, wenn der Fotograf mit seinen Zielen an echt dämlichen Stellen steht…). Ich habe deshalb deutlich weniger Probleme mit den ganzen Posern beim VicPic als mit den HipHopern usw. im örtlichen Stadtpark ;)

Waaaghbot
Gast
Waaaghbot

Hm, konnte man hier nicht auch irgendwie den Post editieren?

Edith muss nämlich noch ein Einwand bezgl. „sich vertreiben lassen“ machen: Ich muss zugeben, dass es mir im HeiDo allerdings dann doch so ergangen ist (zu voll)… Bei so einer Fläche, wie dem Clara-Zetkin-Park sehe ich da aber weniger Probleme ;)

Robert
Webmaster

Wie gesagt, meine Eindrücke sind rein subjektiv. Mir hat es nicht so gut gefallen, womöglich weil meine Erwartungshaltung falsch war. Ich weiß es nicht. Die alten Platten der Skeletal Family begleiten mich nun schon seit gefühlten Ewigkeiten und haben sie so in mein Gehör gebrannt, dass jeder Abweichung als „fremd“ und „unpassend“ erscheint :)

Ich denke bei den Fotosüchtigen geht es nicht um die, die sich fotografieren lassen, sondern um das Verhalten, was mache Fotografen an den Tag legen. Da wird einfach abgedrückt ohne zu fragen. Das ist nicht richtig. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel auf dem VicPic beinahe so viele Fotografen wie Teilnehmer, was mich (würde ich teilnehmen) doch eher stören würde, da ich bei jedem Bissen Gefahr laufe auf einem Bild zu landen.

„Ausblenden“ ist in diesem Zusammenhang aber eine sehr praktische Eigenschaft, die aber nicht jeder beherrscht. Ich bin da sehr von meiner Tagesform abhängig.

Marion Levi
Autor

Waaaghbot:
Dass sich Leute gerne fotografieren lassen bzw. andere fotografieren stört mich an sich nicht. Das Ausmaß in dem das ganze an bestimmten Stellen vorkommt allerdings schon. Dadurch, dass sich, beispielsweise am Viktorianischen Picknick fast nur mehr „Modelle und Fotografen“ getummelt haben hat sich das ganze von einem Picknick zu einem Posen und Knipsen bzw. für diejenigen, die sich nicht daran beteiligt haben zu einem Hindernislauf zwischen den Objektiven hindurch entwickelt. Die Atmosphäre hat dadurch meiner Meinung nach sehr gelitten.
Natürlich kann man sich dort trotzdem mit Freunden treffen, picknicken, quatschen und eine schöne Zeit haben, keine Frage.

Ansonsten stört mich an den Fotosüchtigen vor allem, dass sie das WGT zu einem Wettbewerb um das krasseste Outfit machen und somit immer mehr Leute anziehen die für einen Tag Verkleiden spielen und Fotografen auf der Suche nach möglichst ausgefallenen (wenig bekleideten) Motiven. Das war irgendwie schon ein trauriger Anblick vor der Agra. Die ganzen Fotografen die dort verzweifelt wartend herumschleichen bis es wieder jemand wert ist geknipst zu werden…

Wer hat das extremere Outfit? Wer wurde am öftesten abgelichtet? Darum sollte es beim WGT nicht gehen.

Ian von Nierenstein
Gast

Ich finde Hursts Stimme subjektiv besser denn je. Die Stimme der anderen Sängerin, die bis vor Kurzem dabei war, kann man (zumindest auf den Veröffentlichungen) kaum ertragen. Viel zu schräg und passt überhaupt nicht zur Musik. Asynchron bis zum Gehtnichtmehr. Das hat nichts mehr mit Punk zu tun, sondern einfach, dass die Gute kein Rhyhtmus-Gefühl kennt und keine Töne trifft :)

Shan Dark
Gast
Shan Dark

So, ich hab mein persönliches (Monster-)Review nun auch endlich geschafft – und da ist auch die Sache mit dem Landratsamt erklärt: http://der-schwarze-planet.de/mein-abc-des-wgt-2013/

@Lucretia: Bitte beim nächsten Mal unbedingt einfach dazwischen platzen – ich hätte mich sehr gefreut, Dich ‚live‘ kennenzulernen!

Außerdem sehe ich das mit dem Schaulaufen und Karnevalsgehabe genauso wie Lucretia. Es hat für mich nichts mit der schwarzen Szene (oder meiner Auffassung davon) zu tun, in fremde Kameras zu lächeln oder für Aufnahmen von Otto Normalbürger zu posen. Man schaue sich nur mal dieses Video hier an: http://youtu.be/ExDn1MEwf9Y – Anspieltipp 2:31min und unsere Cyber-Schlauchköpfchen bei 4:00min sind auch echt sehenswert. Tut mir leid, aber ich kann dieses extra-noch-für-eine-verpasste-Kamera-umdrehen-oder-stehenbleiben nicht nachvollziehen. Als Außenstehender kann man gar keinen anderen Eindruck mehr erhalten als den eines Karnevals, nur in schwarz und schräg. Dass das auch Haufen Volk anzieht, die keiner braucht ist klar.
Dieser WGT-Tourismus widert mich einfach nur noch an.

Animus
Gast
Animus

Ich musste dieses Jahr, nach 12 WGTs, dann auch feststellen, das es abseits der ausgetretenen Pfade am besten ist. Und ich war immerhin 90 min auf dem viktorianischen Picknick. Ich schließe mich euch da an, nochmal geb ich mir das nicht! Freunde treffen kann ich auch anderswo. Ab nächstes Jahr gehts dann zum Picknick der Blauen Stunde (das ich dieses Jahr, jaja das Zeitfresserchen, irgendwie verpasst habe)!

Guldhan
Autor

Und ich dachte immer, dass mit dem Moment, an dem du lobende Worte für eine Band mit Front-Frau übrig haben wirst, sich das Firmament verdunkeln wird. Der Mond, zur blutroten Sichel werdend, dann thronend über der schwarzen Sonne stünde. Das Gefüge des Raum-Zeit-Kontinuums einstürze und Bataillonen von auf Sauriern reitenden Kommunisten-Nazi-Faultieren die Welt erobern würden.

Aber da habe ich mich wohl geirrt.