10 Februar

Underground Festival Guide 2017

Verfasst von Diskussion: 13 Kommentare

Festival Guide 2017Auch in diesem Jahr gibt es wieder unzählige Underground Festivals abseits der schwarzen Mainstream zu entdecken. Menschenmassen, Selbstdarsteller, Kamerateams und immer wieder die gleichen Bands – das Standardprogramm großer Festivals. Da kommt keine Stimmung auf?! Egal, denn die Szene hat mehr zu bieten. Mehr von allem: mehr Atmosphäre, mehr Klangrausch, mehr Gefühl, mehr Fertigkeit, mehr Musikliebhabende, mehr Künstler, die sich in das Publikum mischen, mehr schwarze Szene. Viele der kleinen und ambitionierten Veranstaltungen bringen auch den Do-It-Yourself Gedanken zurück in die Szene, denn die meisten hier vorgestellten Festivals sind aus der Szene gekommen und für die Szene gemacht. Oftmals bedienen diese kleineren Festivals auch einen spezielleren Geschmack und werden ihren vollmundigen Ankündigungen gerechter, als größere Veranstaltungen, die versuchen müssen einem breiteren Geschmack gerecht zu werden.

Wie in den beiden Jahren zuvor sammelt Spontis diese Veranstaltungen im In- und europäischen Ausland für die kommenden Monate. Sollte eure eigene Veranstaltung oder das heiß geliebte Mini-Festival fehlen, benutzt die Kommentare, um uns und unsere Leser darüber zu informieren. Die Termine werden, wie üblich, ständig aktualisiert und hier eingepflegt.

Dark Spring Festival – 25. März 2017 (Berlin) – Google Maps

Wie jedes Jahr versammelt das Dark Spring Festival alte und neue Künstler der Szene um Gothic, Wave und Post-Punk zu huldigen. Es erwarten Euch kraftvolle Gitarrenklänge, ein bisschen 80er Nostalgie, Tiefe und in der Folge schwere und schmerzende Füße. Bands: Alliteration Kit, And Also The Trees, Ascetic, Golden Apes, Horror Vacui – VVK: 27€

Melting Sounds Festival III – 25. März 2017 (Essen) – Google Maps

Melting Sounds Ferstival 2017

Mitten im Ruhrgebiet findet das Melting Sounds Festival bereits zum dritten mal statt. Nach der positiven Resonanz vieler Besucher präsentiert man neben der Musik auch die Werke ausgesuchter Künstler. Bands & Künstler: The Foreign ResortWhispers in the ShadowThe ConventCold CaveThe Fair SexMichael HutterDaniel BechtholdLilif Ilane Artwork – VVK: 25€+ VVK-Gebühren | AK: 30€

Zick Zack im Neonlicht – 1. April 2017 (Münster) – Google Maps

Zick Zack im Neonlicht 2017

Auch wenn es für den ein oder anderen so klingt, es handelt sich dabei nicht um einen Aprilscherz sondern um die Eroberung des neongrauen Randbereichs der Szene. Bands: Komplikations, Ben Bloodygrave, Ash Code – AK: 15€

Dark Skies over Witten III – 8. April 2017 (Witten) – Google Maps

Dark Skies over Witten III
Der Himmel über dem beschaulichen Witten soll sich verdunkeln, so behaupten jedenfalls die Veranstalter der mittlerweile 3. Auflage des Festivals „Dark Skies over Witten“. Das burgähnliche Ambiente des Veranstaltungsorts „Excalibur“ soll den würdigen Rahmen für die auftretenden Bands liefern. Mit dabei: Aeon Sable, Star Industry, Lotus Feed, No Love Lost

Kalte Sterne Festival – 15. April 2017  (FFM) + 16. April 2017 (Oberhausen) – Google Maps + Google Maps

Kalte Sterne Festival 2017
Das Festival mit dem wohlklingenden Namen, der von den Einstürzenden Neubauten 1981 geprägt wurde, verspricht handverlesene Bands. Der Wanderzirkus gastiert zunächst im Frankfurter Bett, um dann am nächsten Tag im Zentrum Altenberg in Oberhausen vorbeizuschauen. Ich frage mich gerade, ob alle Beteiligten mit einem gemeinsamen Bus durch die Republik düsen. Das wäre doch mal was.  Bands: Agent Side Grinder, The KVB, Qual, Schonwald – VVK: 28.50€, AK: 30€

Waveteef – 28. – 30. April 2017 (Wommelgen / BEL) – Google Maps

Nicht nur der Gothic Rock, auch der New Wave und Minimal Sound erleben in diesem Jahr einen Aufschwung und zahlreiche Bands zaubern wieder waviges auf die Platten. Versammelt werden einige von ihnen beim Waveteef Festival in Belgien an gleich 3 Tagen im April. Bands: Bal Paré, Endlose Emotion, EquinoxiousGertrud Stein, Heute, Messier 39, Nightstalker, Potochkine, Silent EM, Sonnenbrandt, Vred, Werner Karloff – Tagesticket: 20€, Kombiticket: 45€

Ashes ov Angels – 29. April 2017 (Augsburg) – Google Maps

Ashes ov Angels 2017

Kurz bevor die Hexen um Walpurgia ihr Jahrfest zelebrieren, trifft sich im bayrischen Augsburg eine Reihe von Bands aus den Genre Angstpop, Apocalyptic Folk und Industrial zum Stelldichein, ich bin mir sicher, die Besen-Girls machen eine Zwischenlandung. Bands: Ordo Rosarius EquilibrioIn Slaughter NativesTriariiSophiaEmpusae – VVK: 45€

Gotham Sounds V – 29. – 30. April 2017 (Hilden) – Google Maps

Gotham Sounds Festival 2017

Die Fusion aus der Gotham Rocks Reihe und der Lost Sound Party versammelt sich dieses Jahr bereits zum 5. mal unter den Schwingen der Fledermaus. Bands: Holygram,  Then Comes Silence, Traitrs, Siberia, Under the Skin, Children on Stun – VVK: 38€, AK: 45€, Tagesticket 25€ (nur AK)

Darkness – My Old Friend – 5. Mai 2017 (Bielefeld) – Google Maps

In NRW ist einiges los. Wer kleine kuschelige Festivals mit weniger bekannten aber interessanten Bands aus dem Bereich Post-Punk und Wave mag ist hier genau richtig. Bands: Holygram, Japan Suicide, Traitrs,

New Waves Day – 13. Mai 2017 (Oberhausen) – Google Maps

New Waves Day - Oberhausen Turbinenhalle 2017

In der altehrwürdigen Turbinenhalle zu Oberhausen finden Anfang Mai ungewöhnlich neue Wellen ihren Platz. Strenggenommen sie die Wellen dann doch nicht so neu, wie sie zunächst erscheinen, denn mit The Mission, den Bollock Brothers oder auch Boytronic sind echte Schwergewichte der 80er Jahre auf der Bühne. Die Thyssen-Brothers laden anschließend noch zu ihren Pagan Love Songs, um die volle Dosis Reinkarnation durch die gruftigen Adern zu pumpen. Bands: The Mission, ChameleonsVoxThe Cassandra Complex, The Bollock Brothers, BOYTRONIC – Official, Fliehende Stürme, Frank The Baptist Official – VVK: 51,30€

Owls and Bats – 1. Juli 2017 (Detmold) – Google Maps

Eulen und Fledermäuse können Anfang Juli in Detmold ihren nächtlich, dunklen Leidenschaften fröhnen. Zumindest den musikalischen: gitarrenlastiges aus dem Bereich zwischen Goth-Rock und Post-Punk. Bands: Architect, Date at Midnight, Die Kammer, Esben and the Witch, Gloom Sleeper, Sylvaine – VVK: 26,30€

Gothic meets Rock – 25.-27. Mai 2017 (Kierspe Rönsahl) – Google Maps

Weniger aus der Rubrik „Underground“ dafür sicher keiner der üblichen Verdächtigen, das Gothic Meets Rock. Zu hören bekommt man alles was sich im weitesten Sinne unter die Begriffe Gothic und Rock und im weiten Feld darum herum und damit assoziertes verorten lassen kann, also alles von Mittelater über Metal zu Aggrotech.Bands: Arkuum, BatlordCarptia Castle, Das Scheit, Dave Esser, Eigensinn, Ghost Empire, Harpyie, Kaiszer, Leichenwetter, Lichtgestalt, Lichtscheu, Lyras Legacy, Mayze, Monstagon, Nachtsucher, Nox Interna, Pit of Doom, Rabbit at War, Rabenschrey, Right to Remain Dead, Salvation AMP, Saddicscore, Seelennacht, Sober Truth, System Noir, The Pussybats, Voltraid, Voodoma – 3-Tages-Tickets: VVK 49,00€ + Gebühren, Abendkasse 54,00€ + Gebühren; Tageskarten (je nach Tag): VVK 16,00€ – 32,00€ + Gebühren, Abendkasse 22,00€-37,00€ + Gebühren.

Young & Cold Festival V – 14. – 17. September 2017 (Augsburg)

Young & Cold Festival 2017
Zum fünften Jubiläum hat sich das Team vom Young & Cold ein paar ganz besondere Sachen einfallen lassen. Bereits am Donnerstag startet das Festival in der Augsburger Soho Stage in einem kleinen und kuscheligen Rahmen, zieht dann am Freitag in die bewährte Ballonfabrik, um dann am Samstag in der Kantine gleich mehrere Floors zu belegen. Bands: GBS, Werner Karloff, NachtAnalyse, Petra Flurr, Neue Strassen, The Arch, Sudeten Creche, Hante, Kaelan Mikla, Heute. VVK: 44€, 33€, 22€

 

Interessante Touren und Konzerte

Als kleinen Bonus bringen wir hier noch ein paar Interessate Tourneen von Bands und Künstlern, die euch möglicherweise interessieren könnten. Gerne könnt ihr auch hier Vorschläge einschicken oder kommentieren, die wir dann einpflegen, wenn es sich nicht gerade um die 24. Unheilig-Reunion Tour handelt ;)

The Jesus and Mary Chain – „Damage and Joy Tour 2017“

  • 20. April 2017 Darmstadt – Centralstation
  • 21. April 2017 Hamburg – Fabrik
  • 24. April 2017 Berlin – Huxleys Neue Welt
  • 25. April 2017 Köln – Live Musik Hall

Tickets gibt es unter: https://www.adticket.de/The-Jesus-and-Mary-Chain-Shop.html

 

13 Kommentare

  1. Beim Darkspring bin ich sicher. Wer noch?
    Das „kalte Sterne“ ist in Planung da wart ich noch, ob Dennis Zeit für mich hat.

  2. Tja, auch wenn wir jetzt doch wieder so beiläufig unauffällig auffällig beim „Mainstream-Szene“-bashing angelangt sind, so stimme ich der Grundhaltung der einleitenden Worte dieses Artikels/dieser Ankündigungen beinahe vorbehaltlos zu. „Beinahe“ heisst, daß ich von diesen VA doch durchaus erwarte, daß sie eben nicht allzu „schwarze Szene“-affin und -affektiert sind, sondern durchaus in der Lage sind, auch ein interessiertes Publikum zu ziehen, dem der Gruft-Hokuspokus überhaupt nichts gibt…
    Und da sind gerade solche Gute-Qualität-Garanten wie And Also The Trees, Komplikations, The KVB, Gertrud Stein, Kaelan Mikla, Equinoxious, Hante, Holygram, Cold Cave, Bal Pare, Sonnenbrandt, Sudeten Creche – und nicht zuletzt natürlich The JAMC – beste Beispiele dafür, auch ausserhalb der „Szene“ besten Anklang zu finden. Sogar eher das Gegenteil ist oftmals der Fall, werden manche Künstler von der ignoranten und allzu medioker glattgebügelten „Mainstream“-Szene gar nicht mal als ins „Beuteschema“ fallend erfasst… (man sieht immer wieder: die viel zitierten „Paralleluniversen“ sind beileibe keine Hirngeburten und/oder -gespinste irgendwelcher „Szene“-Verschwörungstheoretiker…)
    Anyway, bei diesen Vorankündigungen geht einem sprichwörtlich das Herz auf – und sowas wie WGT & Co. können einem gar links liegen bleiben…
    Ganz sicher sind die nicht allzu im Norden und Osten der Republik anberaumten Termine eine ziemlich sichere Anlaufstelle für mich (nun gut, den Post-„Industrial“/“Military Pop“-Zirkus „Ashes ov Angels“ muß ich nicht mehr haben, da habe ich mich zu „satt“ dran gehört…).
    Und wer die famosen Komplikations auch etwas weiter südlich, ca. Rhein/Main-„area“, ansteuern möchte: am 01.03. in Darmstadt (Bessunger Knabenschule) gibt’s da Gelegenheit dazu.
    Ausserdem ist auch die Noise-/Postpunk-Truppe Friends Of Gas unterwegs (Termine kann ja jeder selbst googlen, oder?), deren Album „Fatal Schwach“ wahre Musikbegeisterte dieses Metiers in Wallung bringt –
    aber den Kostüm-Gothics, denen es primär eher ums gesehen werden geht, wohl kaum etwas geben könnte…
    Und läuten hören hat man auch, daß im Herbst der Herr Cave mit seinen Bad Seeds mal wieder aufspielen wird… (u.a. Frankfurt/Main, Jahrhunderthalle)

  3. „beiläufig unauffällig auffällig“? Sinn und Ziel dieser Auflistung ist es den Blick von den großen Festivals wegzulenken und mehr nach der „Tiefe zu suchen“ und Alternativen zum ewig gleichen schwarzen Einheitsbrei aufzuzeigen. Da ist das weder beiläufig noch zufällig oder versucht verschleiert ;)

    ich von diesen VA doch durchaus erwarte, daß sie eben nicht allzu „schwarze Szene“-affin und -affektiert sind, sondern durchaus in der Lage sind, auch ein interessiertes Publikum zu ziehen, dem der Gruft-Hokuspokus überhaupt nichts gibt…

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. Warum erwartest du das und inwiefern ist das ein Zeichen für Qualität (für Musik, die durrchaus auch auf schwarzes Publikum zielen soll) deiner Meinung nach?

  4. @T.S.: Mainstream-Kritik, ja. Aber Bashing? Das würde zu weit gehen. Auch die großen Festivals haben ihre Daseins-Berechtigung, das WGT gehört auch zu meinem festen Festivalprogramm und ja, zum Amphi-Festival gehe ich auch. Es geht eher um den Preis den man dafür zahlt oder das, was man bereit ist dafür in Kauf zu nehmen. Und es ist für mich Tatsache, dass o.g. Punkte auf großen Festivals dazugehören, einfach weil sie eine deutlich höhere Popularität haben und aufwendig beworben werden. Dann muss ich die „Nebenwirkungen eben akzeptieren.

    Ich verstehe die Einleitung eher so: Du regst Dich immer über diese Sachen auf? Sie stören „Deine“ Atmosphäre? Sie nerven Dich ungemein? Dann versuche diese Alternativen.

  5. Hallo Flederflausch, Hallo Robert,

    den ersten Satz meines vorherigen Beitrages muß man nicht so tiefschürfend analytisch betrachten, vielmehr war er als ein kleiner spitzfindiger Seitenhieb auf den Artikel hier gemünzt, in dem der (ich nenne ihn mal so salopp) „Mecker-Freitag“ offiziell für beendet erklärt worden ist… (wobei wir doch alle nur zu gut wissen, daß das interne „Szene“-Geläster, ähem, die „Kritik“ niemals verstummen wird – denn sonst würde uns allen ja was fehlen, oder…?)

    Anyway, bezüglich der Zielgruppen-Orientierung und Qualität der kleineren VA und „Festivals“ hatte ich mich – so dachte ich jedenfalls – relativ unmissverständlich ausgedrückt. Nun denn, wenn es nicht so gewesen sein sollte, so bitte ich um Verzeihung, und versuche es mal so:

    ich gehe mit Deinem (@Flederflausch) Beitrag durchaus d’accord, lediglich die Aussage „für die Szene gemacht“ stört mich ein wenig – und diese kann ich in dieser Form auch nicht mit unterschreiben. Ich möchte nun auch nicht in ein weiteres Lamento über Szeneverfall, Kulturpessimismus anbetrachts Oberflächlichkeiten, Mainstreamisierung, Konsum-/Eventverhalten und allgemeiner szenetypischen Ignoranz verfallen, und versuche es kurz zu machen:
    Viele der aktuellen (und sicher auch schon länger sich im Geschäft befindlichen) Künstler, die nicht nur dem derzeitigen „Post-Punk“, bzw. „Minimal-Wave“-Trend/Genre, etc. angehören, sind beileibe nicht primär „schwarze Szene“-Zielgruppenorientiert, sondern heben sich (oftmals ganz bewusst) vom klischeebeladenen „Goth-Beuteschema“ ab. M.E. spricht es ungemein qualitativ zugunsten von Künstlern, die sich eben nicht von schierer Zielgruppenlancierung (ver)leiten lassen. Und nicht wenige dieser Bands/Künstler habe ich schon im Rahmen von Veranstaltungen erleben dürfen, die sich folglich nicht speziell „Szeneorientiert“ präsentierten. Eben VA für rein Musikbegeisterte mit einem Faible für „Underground“-Kultur, aber eben nix „Szene“ im Vordergrund (oftmals haben die aufgedonnerten Herr-/Damenschaften diese Termine ja noch nicht einmal mitgeschnitten…)
    Und ich kann aus Erfahrung sprechen, daß diese Konzerte meistens sehr entspannt und auf’s Wesentliche fokussiert waren. Man traf Leute, die mit „Szene(n)“ noch nie was am Hut hatten, und sich trotzdem blendend mit Musik ganz allgemein auskannten (man versuche mal, sich in einer 08/15-Gruftidisse mit jemandem über z.B. Nurse With Wound oder – von mir aus – Foetus, Konstruktivists, Bourbonese Qualk oder „nur“ Chrome zu unterhalten…). Und genau solches (rein) musikzentriertes Publikum erhoffe ich auch für o.g. Veranstaltungen. Und ich kenne manche Leute, die eben (leider) dann solchen Konzerten fernbleiben, wenn es droht, zu „Goth-Inzestiös“ zu werden…
    Ich hoffe nun, etwas Klarheit in die Angelegenheit gebracht zu haben (?)

  6. @ Kathi, zum Darkspring Festival komme ich extra nach Berlin geflogen. Darauf freue ich mich schon seit Monaten. Das Kalte Sterne Festival in Oberhausen fällt auf einen Sonntag, deswegen ist es nicht so interessant für mich, evt. fahre ich dann am Samstag nach Frankfurt. Agent Side Grinder möchte ich unbedingt in voller Besetzung live sehen, bevor sie sich trennen.

    Flederflausch: Sinn und Ziel dieser Auflistung ist es den Blick von den großen Festivals wegzulenken

    Darum hier mein Beitrag :) :

    Am 12.05. verbinde ich das Konzert von Clan of Xymox mit dem New Waves Day.

    CLAN of XYMOX
    Freitag, 12. Mai um 20:00
    Kulttempel Oberhausen

    New Waves Day
    13. Mai – 14. Mai
    Turbinenhalle Oberhausen
    Line Up:
    The Mission
    ChameleonsVox
    The Cassandra Complex
    The Bollock Brothers
    BOYTRONIC – Official
    Fliehende Stürme
    Frank The Baptist Official

    Ein Festival, das nicht so meins ist aber eventuell wen interessiert:

    Gothic meets Rock
    25. Mai – 28. Mai
    Kierspe Rönsahl

    Einige interessante Konzerte:

    Whispering SONS + Sweet Ermengarde
    Dienstag, 14. Februar um 20:00
    MTC Cologne

    https://www.youtube.com/watch?v=42Q0sNZ9yR4

    The Underground Youth + J. Winterson
    Mittwoch, 1. März um 20:00
    Blue Shell Köln

    Cold Cave – Support. Drab Majesty
    Freitag, 24. März um 21.00
    Blue Shell Köln

    https://www.youtube.com/watch?v=YnbjCUx6G8U

    Desperate Journalist + Precious Few
    Mittwoch, 12. April um 20:00
    Blue Shell

    The Jesus and Mary Chain – Köln
    Dienstag, 25. April um 20:00
    Live Music Hall Köln

    Die Bands spielen auch in anderen Städten, teilweise auch auf Festivals.

  7. Ich kann sehr gut nachvollziehen was @T.S. meint, wenn er sagt, dass es problematisch ist, wenn man „etwas für die Szene“ macht. Denn seine Beobachtung deckt sich zu 100% mit der Weise wie Musiker und deren kleinen Labels auf mich und unser At Sea Compilations Projekt zukommen.

    Wir haben just gestern unsere La Danse Macabre 2 Compilation veröffentlicht. Stilistisch ist das sehr straight Gothic. Vom Design über die Genres (Post-Punk, Darkwave, Goth Rock, Minimal) bis hin zur allgemeinen Ansprache. Ich weiß aber von einem Großteil der Musiker auf der Veröffentlichung – ich würde die Zahl auf vielleicht rund 70% schätzen (ich möchte und kann keine Namen nennen) -, dass sie definitiv nicht mitmachen würden, würde unser Projekt allein und NUR über das Jahr Gothic-Content produzieren, würde wir nicht auch Dream Pop, Folk, Neofolk, Singer-Songwriter oder demnächst sogar Synthwave abbilden. Als ich mit dem Projekt vor jetzt rund 4 Jahren richtig gestartet bin, dachte ich erstmal selbst für mich, dass es spannend wäre viele Genres abzubilden. So allein für mich, damit es mir nicht langweilig wird.

    Mittlerweile hat sich das aber unerwarteterweise als sehr gute Eigenschaft herausgestellt, denn die Zuhörerschaft die wir in den Jahren aufgebaut haben, sind sehr vielfältig – nicht einer bestimmten Szene zuzuordnen, aber umso mehr leidenschaftliche Musiknerds, die im Monat hunderte Euros ausgeben um Musik zu kaufen. Und genau DIESE Leute wollen ganz, ganz viele Musiker aus den Genres Wave, Post-Punk und Goth-Rock erreichen, weil sie sich selbst so empfinden. Ich habe schon sehr viele Gespräche mit Musikern geführt, die wirklich nicht wollen in irgendeine Szene-Kiste gesteckt zu werden, weil man da ganz schwer wieder rauskommt. Deswegen kleiden sich auch viele Musiker, die diese Einstellung haben, auch sehr schlicht und dezent. Das hat manchmal persönliche Gründe, manchmal möchte man sich aber als Musiker auch einfach nicht festnageln lassen.

    Und genau diese Entwicklung spiegelt sich dann natürlich irgendwann auf den den VAs wieder. Auf der einen Seite die VAs für Menschen, die sich gerne herausputzen. Auf der anderen Seite die VAs für Menschen, denen klassische Szenezugehörigkeit fremd geworden ist und sich lieber auf Musik konzentrieren. Ich würde fast meinen, dass das mittlerweile zwei sehr getrennte Strömungen geworden sind: Hier die extrovertierte Modeszene, dort die introvertierte Musikszene. Dass das alles nicht mehr so Hand in Hand zusammengeht, wie das beispielsweise noch in meiner Jugend in den 90ern war. Ist aber nur eine sehr persönliche Beobachtung, hier würde mich interessieren wie T.S. das sieht.

    Man sitzt dann aber natürlich auch irgendwann zwischen den Stühlen, was auch anstrengend sein kann bzw. man muss sich genau überlegen wo die Grenze verläuft die man nicht überschreiten sollte. Hier die Leute, die sehr drauf achten dass es nicht zu klischeehaft wird und auf der anderen Seite die Leute, die genau das aber mögen.

  8. @Gabrielle: Vielen Dank für deinen konstruktiven Beitrag! Wir werden die Termine einpflegen. Ich werde mir dann erlauben, Deinen Kommentar dahingehend ein wenig zu kürzen, damit nachher niemand über einen Mausrad-Zeigefinger klagt ;)

  9. Hallo @Axel (und an alle die es interessiert…),

    in der Tat scheint es so zu sein, bzw. machen wir die absolut gleichen Beobachtungen/Erfahrungen, was sichtbare Szene-„Oberfläche“ und Verkettung (oder auch nicht so sonderlich bei einigen Zeitgenossen…) mit Musik – die ja von jeher für mich persönlich primär zusammen mit Gesellschaftsreflektion „in lead“ anbetrachts des Subkultur-Geschehens war – angeht. D.h., optische Reize waren m.E. sekundär – obwohl nicht unerheblich, gerade in den „Anfangstagen“ der „Etablierung“ – was bedeutet: schlichtes Schwarz (nicht sonderlich catchy Modeorientiert) als Ausdruck einer Weltanschauung ist als ein sichtbares Zeichen zu deuten, und manchmal eben -> Ausdruck genug… (was letztendlich so eine Art Johnny Cash-Ding ist…). Oder: man kann durchaus „Goth“ (wenn es denn einen Namen, bzw. Definition haben soll…) sein, auch ohne den allgemein üblichen Codex (der oftmals doch nur Klischees bedient). Das „Hand in Hand“ gehen, was Du ansprichst (besonders die Noch-Ausprägung ihn den – frühen – Neunzigern, und die mit der Zeit eingetretene oftmalige Lösung, Entflechtung, bzw. auch Verflachung – die in relevanten Teilen eine neue Vertiefung unter neuen Voraussetzungen notwendig machte, und immer noch macht…) bedarf einer eigenen Sichtweise, bzw. Analyse, die nicht zuletzt auch an der allgemeinen Musikhistorie, bzw. Entwicklung von „Jugendkulturen“ zu messen ist.
    Ich glaube jedoch, in dieser Kommentarfunktion zu diesem Artikel geraten wir damit mehr und mehr offtopic, wobei ich mich sehr gerne darüber (nicht nur) mit Dir austauschen würde.
    Von daher wäre dies schon einen eigenen (eine Art „musikzentrierten vs. Modeorientierung“-analytischen) Artikel wert, der nicht nur die „Mecker“-Schiene bedient, sondern relativ sachlich die kulturelle „Szene-Historie“ (auch hinsichtlich der gesellschaftlichen Relevanz und Kulturbedeutung) aufarbeitet.
    @Robert: gibt es hier schon so etwas ähnliches? Oder wäre das tatsächlich einen gesonderten Bericht/Artikel wert?

  10. Ich bin am 06.04.2017 in Köln bei Mila Mar.

    Dann sind wir Ende April in Augsburg auf dem Ashes vs Angels – Zirkus ;-) ,

    danach auf dem WGT,

    am 10.06.2017 bei:

    SKINNY PUPPY

    in Belgien. YEAH!!!!!!!!!!!!!!!

    Und wir begleiten den Wizard zu „Szene-Studienzwecken“ auf dem Amphi.
    Das wird ein Spaß!

    Man sieht sich.
    Irgendwo.

  11. @T.S.: Ich könnte mich tatsächlich an solch einen Artikel versuchen. Dazu müsste ich aber noch etwas dezidiertere Recherche und auch noch ein paar Interviews führen um dem ganzen inhaltlich gerecht zu werden. Die Frage ist, ob @Robert das bringen wollen würde. :-)

  12. Bin grade nur am überflieden…als ehemaliger OWLer is das OWLS-N-BATS von Interesse bzw hats hier schon eine(r) erwähnt? http://owls-n-bats.net Am Mera und am Amphie komme ich selber leider nicht drum rum…was heißt leider…. klar haben die sich verändert… aber wer hätte vor Jahren gedacht das NDR, MDR, WDR etc im TV davon berichten und Konzerte sogar live oder in Wiederholung zeigen. WGT klappt wegen Pfingsten arbeiten nicht… leider. Dafür würde ich die andern beiden schon hergeben.

  13. @TS, danke noch für deine Ausführung und ich wüde dir auch zustimmen, was die Qualität angeht :)

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