16 März

DAF und No More im Pulp Duisburg

Kategorie: Veranstaltungen — Jahrgang: 20102 Kommentare

DAF Plakat PulpAnläss­lich ihres 30 jäh­ri­gen Band­ju­bi­lä­ums (2009) mit der Gruppe DAF (Deutsch Ame­ri­ka­ni­sche Freund­schaft) und der Ver­öf­fent­li­chung des Albums Das Beste von DAF sind die zwei Pio­niere des Elek­tro­punk auf einer Club­tour, die sie am 18. März auch ins Pulp nach Duis­burg führt. Zusam­men mit der eben­falls sehr legen­dä­ren Kie­ler For­ma­tion No More (Sui­cide Com­mando), die ihrer­seits mit Mid­night People & Lo Life Stars eins ganz neues Album prä­sen­tie­ren, wol­len die nicht mehr ganz tau­fri­schen Musi­ker zei­gen, was in Ihnen steckt.

Zu fei­ern haben alle etwas. Die als Vor­gruppe agie­ren­den Andy Schwarz und Tina Sanu­da­kura von No More sind auch seit 30 Jah­ren mit von der Par­tie, nach­dem sie sich in Umfeld des Punk 1979 in Kiel grün­de­ten. Mit dem Stück »Sui­cide Com­mando« schu­fen sie 1981 ihre per­sön­li­che Hymne, die auch heute noch auf zahl­rei­chen Play­lis­ten ange­sagte Dunkel-Partys zu fin­den sein dürfte. Nach­dem sie sich 1986 auf­lös­ten (damals noch mit Thors­ten Har­tung am Bass) wid­me­ten sie sich dem Pro­jekt Nijinsky Style und beschrit­ten musi­ka­lisch völ­lig neue Wege. 20 Jahre spä­ter beson­nen sie sich wie­der auf ihre Wur­zeln und prä­sen­tierte mit Remake/Remodel ein neues Album das mit einer Mischung aus alten und neuen Tönen über­rascht, 2010 dann Mid­night People & Lo Life Stars, das sich nur noch auf neues Mate­rial konzentriert.

DAF, die sich in ihrer Kar­riere unzäh­lige Male trenn­ten und wie­der neu for­mier­ten halte ich nach Kraft­werk für eine der ein­fluss­reichs­ten deut­schen Bands der frü­hen 80er. Auf ihrem Pro­fil bei MyS­pace nen­nen sie ihre Kar­riere daher auch der 30-jährigen Krieg und tref­fen damit den Kern ihrer gemein­sa­men Zeit selbst. Ihr letz­tes Album Fünf­zehn neue DAF-Lieder ist 2003 auf ein sehr geteil­tes Echo getrof­fen, die einen wer­fen den bei­den vor sich nicht wei­ter­ent­wi­ckelt zu haben, die andern fei­ern die Lini­en­treue. Aber anders als die ande­ren waren Gabi Deldado-López und Robert Görl eigent­lich schon immer, ich jeden­falls schätze die offene bis abge­drehte Art die Dinge zu kom­men­tier­ten setzt sich in ihrem Stil und ihren Tex­ten fort. Ihr jüngs­tes Album Das Beste von DAF machte jeden­falls wie­der Lust auf mehr. Wer sich ein­ge­hen­der mit der Band, den Tex­ten und ihrer Geschichte aus­ein­an­der­setzt wird fest­stel­len kön­nen was ich meine. Emp­feh­lens­werte Inter­views der Neu­zeit fin­det ihr bei treffpunkt-schwarz und bei laut.de

Auf die bei­den Neu­er­schei­nun­gen von No More und DAF werde ich ich sicher­lich noch­mals ein­ge­hen, bis dahin bleibt zu hof­fen, das man sich am Don­ners­tag Abend im Pulp sieht. Ich beschloss schon 2009 mir das nicht ent­ge­hen las­sen würde, denn es ist das ein­zige Kon­zert in NRW. Wer noch dabei sein möchte sollte die Gele­gen­heit beim Schopfe ergrei­fen, das Kon­zert scheint noch nicht aus­ver­kauft und kann für 24€ an der Abend­kasse besucht werden.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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2 Kommentare

  1. Das Pulp in Duis­burg ist ein­fach eine coole Loca­tion. Da wird jeder Band­auf­tritt zum Erfolg. Ich freue mich schon auf den Auf­tritt der Fiddlers.

  2. Stimmt. Ich mag die Club-Atmosphäre im all­ge­mei­nen sehr gerne, denn so hat man wesent­lich mehr Muse der Musik Auf­merk­sam­keit zu schen­ken. Groß­ver­an­stal­tun­gen wie bei Depe­che Mode bei­spiels­weise spie­len da eine andere Liga, denn die Musik rückt klang­lich in den Hin­ter­grund und wird vom Grup­pen­er­leb­nis eingenommen.

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