23 Juli

San Diego Comic Con 2010

Kategorie: Schwarze Szene — Jahrgang: 2010Keine Kommentare

Die zur Zeit größte Comi­c­messe der Welt, die Comic Con geht an die­sem Wochen­ende in eine neue Runde. Mit rund 126.000 Besu­cher macht sie San Diego zu einem Wall­fahrts­ort für Comic­fans, Geeks, Nerds und Cosplayer aus aller Her­ren Län­der, bereits im Okto­ber 2009 waren alle Kar­ten für die Eröff­nungs­ver­an­stal­tung aus­ver­kauft, im März 2010 waren alle Ein­tritts­kar­ten für das Tref­fen bereits ver­grif­fen. Im Gegen­satz zu rein kom­mer­zi­el­len Tref­fen die­ser Art wie bei­spiels­weise der Comic Mar­ket in Japan, steht in San Diego der Con­ven­tion und Treffen-Gedanke im Vordergrund.

Con­ven­ti­ons sind ein Stück Kul­tur gewor­den, bei sich Men­schen mit glei­chen Inter­es­sen tref­fen, aus­tau­schen und ihrer Lei­den­schaft nach­ge­hen. Vor allem in der Fantasy-, Rollenspieler-, Comic-, und Coy­play­welt sind diese Con­ven­tion ein zen­tra­ler Sam­mel­punkt für die ent­spre­chen­den dazu­ge­hö­ri­gen Sze­nen, da es hier für viele um mehr geht, als das sam­meln von Figu­ren, Kar­ten und Hef­ten. Enthu­si­as­ten machen die Lei­den­schaft zu einem Bereich der Fantasy-Welt zur Frei­zeit­fül­len­den Lebens-Maxime und sind auch über sol­che Ver­an­stal­tun­gen hin­aus bei Liverol­len­spie­lern, Fan­tasy­grup­pen oder Spiel­er­ge­mein­schaf­ten aktiv

Die beson­dere Mischung aus Messe, Tref­fen, Show und Wett­be­wer­ben machen diese Con­ven­ti­ons zum Jah­res­mit­tel­punkt vie­ler Anhän­ger. Schau­spie­ler, Regis­seure und Pro­du­zen­ten aus Szene nahen Fil­men und Serien, die in Pres­se­kon­fe­ren­zen und Auto­gramm­stun­den den Fans zur Ver­fü­gung ste­hen, gehö­ren heute fest zum Rah­men­pro­gramm.  Auch die Mög­lich­keit Auto­ren, Zeich­ner und Künst­ler der Comics näher ken­nen­zu­ler­nen, über­haupt ein­mal zu sehen oder ein­fach nur ein Auto­gramm zu erha­schen locken unzäh­lige Fans an die unter­schied­lichs­ten Orte. Auch in Deutsch­land fin­den regel­mä­ßig klei­nere und grö­ßere Ver­an­stal­tun­gen statt, die meist nach ame­ri­ka­ni­schem Vor­bild auf­ge­baut sind, wie bei­spiels­weise in Bonn-Bad Godes­berg die Feen­con 2010, die eben­falls an die­sem Wochen­ende statt findet.

Kar­ne­val? Viel­leicht. Aber hier steckt sicher­lich mehr dahin­ter als die Lust sich ein­mal im Jahr zu ver­klei­den um dann getarnt hin­ter eine roten Nase aus Schaum­stoff maß­los dem Alko­hol zu fröh­nen, ohne sich dafür recht­fer­ti­gen zu müs­sen. Nein, hier steckt ein wenig mehr dahin­ter — denn für viele steht die Mas­ke­rade als Iden­ti­fi­ka­tion mit ihrer Lei­den­schaft, der Mög­lich­keit das dar­zu­stel­len, was sonst nur Träu­men real erscheint — für man­che sogar so zu sein, wie sie sind.

Hier noch einige Impres­sio­nen via flickr:

(Bil­der­quel­len: thi­sisnt­hap­pi­ness, earth­dog, cran­ber­ries, sebastian.jespersen)

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Schwarze Szene
Schlagwort: ,

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Hilfe bei der Kommentareingabe?