30 August

Ritterspiele Burg Satzvey

Kategorie: Schwarze Szene — Jahrgang: 20084 Kommentare

Die male­ri­sche Burg Satz­vey in der Eifel ist einer der zen­tra­len Brenn­punkte in Sachen Mit­tel­al­ter. Viele Ver­an­stal­tun­gen die Rit­ter­märkte, Tur­niere und Lager­le­ben anbie­ten müs­sen sich hier mes­sen las­sen. Obwohl ich schon viel von der Burg gehört hatte, war es mir erst Weih­nach­ten 2007 ver­gönnt, ihr einen Besuch abzu­stat­ten. Ich war begeis­tert vom Ambi­ente das dort herrscht. Es ist zwar nicht die größte und Ein­druck­vollste Anlage die­ser Art aber für mich die mit der bes­tem Gesamterscheinung.

Auch die­sen Herbst fin­den wie­der die Rit­ter­spiele statt, die seit 1981 auf Burg Satz­vey in die­ser Form abge­hal­ten wer­den.  An den bei­den ers­ten Wochen­en­den im Sep­tem­ber (6.9. und 7.9. sowie 13.9. und 14.9.) fin­det Die Schlacht von Worrin­gen mit gro­ßem mit­tel­al­ter­li­chen Spek­ta­kel und ori­en­ta­li­schem Markt statt.

"Berge roemrijke", so erschallte der Schlachtruf der Bauern gegen die Ritter beim letzten Angriff des Fußvolkes gegen die schwer bewaffneten Ritter des Kölner Erzbischofs im Jahre 1288. Die blutigste Schlacht des Mittelalters wogte der Entscheidung entgegen. Mitten im Kampf standen auch Ritter der Burg Satzvey und so heißt es im Jahre 2008 - macht euch auf zur "Schlacht von Worringen".

Schon preschen schnaubende Rösser durch das hohe Holztor und in atemberaubenden Stunts wirbeln die Ritter durch die Arena. Funken sprühen von klingenden Schwertern und wie entfesselt kämpfen schwer gerüstete Fußtruppen Mann gegen Mann ums Überleben rund um den Fahnenwagen des Erzbischofs von Köln.

Tunierplatz

Gedacht waren die Rit­ter­tur­niere sei­ner­zeit als Wett­kampf und Waf­fen­übung des Adels. In den spä­te­ren Epo­chen des Mit­tel­al­ters avan­cierte das ganze zum einer mit­tel­al­ter­li­chen Olym­piade, die auch das gemeine Fuß­volk in sei­nen Bann zog. Denn viel hat­ten die Bür­ger frü­her nicht zu lachen und dabei zuzu­se­hen, wie sich der Adel auf die Mur­mel haut, war immer schon beliebt.

Die Rit­ter­fest­spiele haben dabei eini­ges zu bie­ten, so ist die­ses Jahr ein ori­en­ta­li­scher Basar zu fin­den, der aller­lei aus 1000 und 1 Nacht bie­tet. Bauch­tän­ze­rin­nen und Schlan­gen­be­schwö­rer sowie ori­en­ta­li­sche Live Musik seien da nur am Rande erwähnt. Ich werde mich höchst­wahr­schein­lich dort­hin ver­ir­ren und kann jedem Anhän­ger die­ser Zeit nur glei­ches emp­feh­len. Mit­tel­al­ter­li­che oder ent­spre­chende Gewan­dung wird empfohlen.

  • Ticket­preise zwi­schen 10€ (Gelände) und 19€ (Gelände und über­dachte Haupt­tri­büne) je Ver­an­stal­tungs­tag. Kin­der, Schü­ler und Stu­den­ten bezah­len ermä­ßig­ten Eintritt.
  • Einen Rund­gang und Lage­plan über das Gelände und viele wei­tere Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Inter­net­seite der Burg Satz­vey, die lei­der etwas unüber­sicht­lich aus­ge­fal­len ist.
  • Die Adresse für den Rou­ten­pla­ner lau­tet: Burg Satz­vey, An der Burg 3, 53894 Mechernich-Satzvey
(Bild­quel­len: Inter­net­prä­senz der Burg Satz­vey)

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Schwarze Szene
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4 Kommentare

  1. Da kann ich mich eigent­lich nur anschlies­sen. Von dem Ambi­ente dort bin ich auch sehr begeis­tert. Die »Schlacht von Worrin­gen« ist auch sehr sehens­wert. Über­haupt find ich, lässt es sich dort gut aus­hal­ten auf Satz­vey ganz gleich ob Hal­lo­ween oder Weihnachten ;-)

  2. Zu Weih­nach­ten ist die Burg sowieso ein Muss, denn der mit­tel­al­ter­li­che Weih­nachts­markt ist mir wesent­lich lie­ber als die über­lau­fe­nen kom­mer­zi­el­len in den Städ­ten. Ich will mal sehen als bald als mög­lich eine Gale­rie­funk­tion zu imple­men­tie­ren um ein paar Bil­der vom Weih­nachts­markt 2007 zu prä­sen­tie­ren. Solange kann man ein­fach mal in mei­nen flickr Account gucken, da hab ich schon mal ein paar hinterlegt.

    Selbst­ver­ständ­lich das Spon­tis auch diese Jahr wie­der zuge­gen ist um den ein oder ande­ren hei­ßen Kakao zu schlür­fen und das Ange­bot der Händ­ler zu sichten ;)

  3. Zum Thema Weih­nach­ten: Wer Kin­der hat, sollte mal mit den Kids dahin. Diese leuch­ten­den Augen wer­det ihr so schnell nicht mehr ver­ges­sen. Das pure Erleb­nis für die Kleinen.

  4. @Kind: Stimmt. Holz­schwer­ter, kleine Rüs­tun­gen und Schilde. Erin­nert mich an die Abend­teu­er­spiel­plätze. Wann hat das eigent­lich ange­fan­gen mit den Mittelaltermärkten?

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