4 Juni

Rebellion und Mode - Dr. Martens

Kategorie: Schwarze Szene — Jahrgang 2009

martens

Es gibt wohl keinen anderen Schuh, der so stellvertretend für eine ganze Reihe von Jugendbewegungen steht wie die Dr. Martens. Der klassische schwarze Arbeiterstiefel symbolisiert für die meisten Träger deren Wurzeln oder die Solidarität mit der Arbeiterklasse.  Was in den späten 60ern begann ist heute eine Modeerscheinung geworden, die meisten Träger identifizieren sich nicht mit der Rebellion einer Jugendbewegung sondern finden, das er klasse aussieht. Trifft ja auch irgendwie beides zu: Ein klassischer Dr. Martens ist mit zeitloser Schönheit gesegnet (nach meinem Empfinden) und kann auch heute noch viel über seinen Träger verraten.

Einen typischen Träger gibt es nicht, die Bandbreite der Träger zieht sich heute durch alle Gesellschaftsklassen was auch sicherlich daran liegt, das Dr. Martens nun mehr eine Modemarke geworden ist und eine ganze Palette an Modellen im Angebot hat, die jeden Geschmack treffen können.  Auch die meisten Klischees, die man sich über die klassische Stiefelvariante im 8-Loch Format erzählt sind aus der Luft gegriffen, einige wenige jedoch haben einen wahren Hintergrund.
Nachdem die Schuhe seit 2003 durch "Made in China” einen her­ben Image­ver­lust hin­neh­men muss­ten, lenkte der Kon­zern vor 2 Jah­ren ein. Seit 2007 gibt es wie­der eine Eng­land gefer­tigte Aus­gabe des 1460ers, dem klas­si­schen 8-Loch Stie­fel. Grund genug noch­mal das Licht ein­zu­schal­ten und die Schuhe genauer zu beleuchten.

Geschichte

Bild 1: Dr. Klaus Maertens

Bild 1: Dr. Klaus Maertens

Entwickelt wurden die Schuhe von Dr. Klaus Maertens, der nach dem Ende des zweiten Weltkrieges die Schuhe der Arbeiter revolutionieren wollte. Dazu dachte er sich ein spezielle Luftgepolsterte Sohle aus und suchte sich Leisten, Leder und Nähfäden zusammen um daraus bequeme Sicherheitsstiefel zu entwickeln. Mit dem ersten Entwurf konnte Maertens seinen ehemaligen Studienkollegen Herbert Funck begeistern, der als gebürtiger Luxemburger nicht von den Handelsbeschränkungen des Nachkriegsdeutschland betroffen war und so für die benötigten Materialien sorgen konnte. Der Sicherheitsstiefel wurde schnell populär, denn mit bequemen Schuhe für die Arbeiter der sich erholenden Industrie trafen die beiden den Nerv der Zeit. 1952 eröffnete man in München die erste Fabrik, 1959 machte man damit international Werbung.

Das erregte die Aufmerksamkeit von Bill Griggs dem Fabrikanten der in England berühmten Tuff Boots, der von der Idee der Deutschen begeistert war und die Produktlizenz für die Luftgepolsterten Sohlen erwarb. Er änderte allerdings das Aussehen und ergänzte eine gewölbte Lederkappe und den typischen gelben Nähfaden. Griggs nannte die Sohle Air Wair und erfand den Slogan "with boun­cing soles„. Da den Namen Maer­tens offen­bar nie­mand aus­spre­chen konnte nannte er den Stie­fel Dr. Mar­tens und pro­du­zierte im April 1960 die klas­si­sche 8 Loch Vari­ante, dem 1460er.

Das Design des Urty­pen wurde seit­dem nicht mehr ver­än­dert. Tony Benn, ein Sozia­list im bri­ti­schen Par­la­ment kämpfte Anfang der 60er für die Rechte der Gewerk­schaf­ten und zeigte mit dem tra­gen der Dr. Mar­tens Sicher­heits­stie­fel Soli­dä­ri­tät und Ver­bun­den­heit mit den Arbei­tern. Damit war er der erste, der dem Schuh eine poli­ti­sche Bot­schaft gab.

Der Rest ist Legen­där. Im Februar 1988 ver­starb Dr. Klaus Maer­tens im Alter von 73 Jah­ren.  Sein Sohn Maxi­mi­lian Maer­tens, über­nahm 1998 das Stamm­haus der Dr. Maer­tens Luftpolster-Schuhe in See­shaupt und pro­du­ziert dort noch heute Gesund­heits­schuhe mit der berühmte Luft­pols­ter­sohle, die aber sicher­lich keine Jugend­re­bel­lion mehr anzie­hen werden.

Einzug in die Subkulturen

Bild 1: Typische Mods in den 60ern

Bild 2: Typische Mods in den 60ern

Die Mods gelten als eine der ersten Jugendkulturen und haben ihre Wurzeln in der Arbeiterjugend Englands. Um ihre Wurzeln äußerlich zu vertuschen trugen sie bevorzugt teure Markenkleidung und lebten nach dem Motto "Der Schein bestimmt das sein.” Als Erken­nungs­merk­mal gilt auch heute noch der grüne Parka. 1964 bil­de­ten sich inner­halb der Mods Split­ter­grup­pen, die sich äußer­lich von ihres­glei­chen unter­schei­den woll­ten. Sie rasier­ten sich die Köpfe und tausch­ten die Mar­ken­klei­dung durch pro­vo­kan­tere Merk­male, tru­gen Dr. Mar­tens und nann­ten sich Hard Mods.
Aus ihnen ent­wi­ckel­ten sich die ers­ten Skin­heads, als Gegen­strö­mung zu den Mods, die ihre eigene Her­kunft durch äußere Merk­male und Lebens­stil des Mit­tel­stan­des ver­ste­cken woll­ten. Die Skin­heads wollte ihre Wuzeln nicht ver­ste­cken und auch ihren Lei­den­schaf­ten Aus­druck ver­lei­hen und dazu gehör­ten eben Schlä­ge­reien, Fuß­ball und Alko­hol . 1968 stör­ten rund 150 Skin­heads einen Pro­test­marsch gegen den Viet­nam­krieg und gin­gen dabei extrem aggres­siv vor. Die Dr. Mar­tens mit ihrer Stahl­kappe dien­ten als gefürch­tete Waffe deren Wir­kung mit teil­weise auf­ge­setz­ten Sta­cheln noch ver­stärkt wurde. Einen rechts­ra­di­ka­len Hin­ter­grund gab es zu die­sem Zeit­punkt noch nicht.

Bild 2: Skinheads in England

Bild 3: Skinheads in England

Die Verbindung von Gewalt mit Doc Martens ist wohl ausschlaggebend für ihren schlechten Ruf innerhalb der Gesellschaft, assoziieren doch viele Bürger diesen ursprünglichen Sicherheitsstiefel mit Gewalt und Brutalität. Die Skinhead Bewegung war und ist eine multi-kulturelle und politisch offene Jugendkultur, die den Stolz auf ihre Wurzeln in der Arbeiterklasse auch über ihre Erscheinung nach außen transportieren. Man hörte Raggae, Soul und Ska von damals angesagten Künstlern wie Desmond Dekker, Max Romeo und The Pyramids. Leider gehen die Wurzeln und die eigentliche Bedeutung der Skinheads mit Aufkommen des Rechtsradikalismus unter, denn die Faschisten haben sich der Merkmale der Skinheads bedient. Fragt man heute jemanden nach der Bedeutung eines Skinheads, so würde die Antwort in mehr als 90% der Fälle wohl in dieselbe Richtung gehen.

Mit Aufkommen des Punk in den 70er nutzte auch diese Jugendbewegung die Docs für ihren äußeren Protest gegen das Establishment. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gelten die ehemaligen Arbeiterschuhe als Ausdrucksform für Jugendbewegungen. Die Individualisierung der Docs mit farbigen Schnürsenkeln oder dem verzieren mit Farben, Ketten oder Nieten war beliebtes Stilmittel vieler Jugendlicher und Merkmale der Szene, der sie angehörten. Ein eindeutiger Vergleich zwischen Farbe der Schnürsenkel und Zugehörigkeit lässt sich jedoch nicht wirklich nachvollziehen. Ob Rot nun wirklich Links ist und weiß nun wirklich Rechts, lässt sich weder in der Vergangenheit belegen noch heute eindeutig zuordnen. In England war die Farbe oftmals ein Ausdruck für die Zugehörigkeit zu einem Fußballclub. Den Jugendlichen wurden am Eingang oft die Schnürsenkel abgenommen um sie daran zu hindern, gegeneinander zu kämpfen. So nahmen sie viele ein weiteres Paar mit, die nicht immer der gleiche Farbe hatten.

Auch in den aus dem Punk resultierenden Subkulturen, wie der Wave und Darkwave-Bewegung, sind die Docs seit den frühen 80er beliebt. Vorzugsweise trug man schwarze 3- bis 8-Loch-Schuhe. Anne Clark oder Depeche Mode machten die Docs zu dieser Zeit unter den Jugendlichen populär. Später ging man zu immer höheren Stiefeln mit 10 oder 14 Löchern über. In der Gothic Szene Ende der 80er verdrängten die Stiefel die bis dahin verbreiteten Schnallen- und Schnabelschuhe. Hier legte man aber eher Wert auf die Kampfstiefeloptik und so übernahmen Stiefelmarken wie Rangers, Commanders oder Underground einen Teil des Marktes. Als letzte Jugendbewegung in denen die Docs Einzug erhielten, zählt man den Grunge um Kurt Cobain als Leadsänger der Band Nirvana, der vorzugsweise die Halbschuhvariante mit 3 Löchern trug.

Und heute?

Bild 4: Klassischer 1460er der Vintage Collection

Bild 4: Klas­si­scher 1460er der Vin­tage Collection

Dr. Mar­tens haben bis heute nicht viel von ihrem Reiz ver­lo­ren, auch wenn sie viel Boden an Her­stel­ler von ähnli­chen Schu­hen ver­lo­ren haben, als Sicher­heits­schuh trägt man die Docs eigent­lich nicht mehr. Am 1. April 2003 wur­den alle Fabri­ken von Dr. Mar­tens Air­Wair in Eng­land geschlos­sen, womit über 1.000 bri­ti­sche Ange­stellte ihre Arbeit ver­lo­ren. Die Orgi­nal­ma­schi­nen wur­den nach Asien ver­schifft, und wer­den dort in hohen Stück­zah­len und unzäh­li­gen Vari­an­ten her­ge­stellt. Längst ist ein Dr. Mar­tens kein typi­scher Stie­fel mehr, die Pro­dukt­pa­lette reicht von San­da­len über Halb­schu­hen bis hin zu Pumps in den unter­schied­lichs­ten Far­ben und Materialien.

Für viele haben die Docs ihre Wur­zeln ver­lo­ren, als auf der Sohle nicht mehr Made in Eng­land zu lesen war. Eine bes­sere Qua­li­tät hat es in Eng­land nur bedingt gege­ben, ein hoher Anteil an gebro­che­nen Näh­ten und sich lösen­den Kle­be­stel­len waren mehr als nur Mon­tags­stü­cke1. Die Ver­ar­bei­tung wurde mit der Pro­duk­tion in Asien gleich­mä­ßi­ger2. Der Image­ver­lust der nicht mehr in Eng­land pro­du­zier­ten Schuhe war jedoch enorm. 2007 führte man unter dem Namen „The Vin­tage Collec­tion” einer Neu­auf­lage klas­si­scher Dr. Martens-Schuhe, die wie­der in Eng­land her­ge­stellt wer­den und sich wie­der mit dem begehr­ten Schrift­zug schmü­cken dürfen.

Vom Sicher­heits­stie­fel zum Sym­bol vie­ler Jugend­kul­tu­ren kön­nen die Dr. Mar­tens auf eine lange Geschichte zurück­bli­cken, die bis heute ihren Reiz behal­ten hat. Als Sym­bol für die Wur­zeln in der Arbei­ter­klasse kön­nen sie bei einem Preis von rund 140€ nun wirk­lich nicht mehr her­hal­ten. Heute sind sie mehr ein modi­sches Acces­soire als eine Form des opti­schen oder ästhe­ti­schen Pro­tes­tes. Im Laufe der Jahre hat sich die Gesell­schaft auf ein immer pro­vo­kan­te­res Auf­tre­ten gewöhnt, Punk und Gothic ver­kom­men zu Pro­dukt­li­nien der Mode­la­bel. Und immer noch hat der klas­si­sche Doc die unter­schied­lichs­ten Wir­kun­gen auf die Mit­men­schen, für die einen immer noch pro­vo­ka­tiv und aggres­siv, für die ande­ren ein Teil ihres Lebens und eine bequeme Art sich fortzubewegen.

Update 1:  Tobi hat wie in sei­nem Kom­men­tar ange­kün­digt, einen tol­len Bei­trag mit Infor­ma­tio­nen über die Ursprüge der Skin­heads geschrie­ben: Skin­heads — Ursprünge und Wur­zeln. Ich habe meine These über die Gegen­strö­mung zur Hip­pie­kul­tur ver­wor­fen und einen pas­sen­de­ren Bezug her­ge­stellt. Ein wei­te­rer auf­merk­sa­mer und lei­der anony­mer Leser hat mich dar­auf auf­merk­sam gemacht, das ein Satz über die Pro­duk­tion in Asien kei­nen Sinn machte, ich habe auch das kor­ri­giert und die Quelle noch­mals verlinkt.

(Bild­quel­len: Bild 1 (Dr. Maer­tens See­shaupt), Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4 (Dr. Mar­tens USA), Titel­bild via flickr.com)
  1. Man nimmt an, das Mon­tags die schlech­teste Qua­li­tät pro­du­ziert wurde, da hier die Mit­ar­bei­ter am unmo­ti­vier­tes­ten sind, vgl. Gegen­wart bei Wiki­pe­dia []
  2. Quelle: Arti­kel über die Dr. Mar­tens bei Wiki­pe­dia []

11 Kommentare

  1. Die guten alten Doc Mar­tens. Die bes­ten Schuhe über­haupt finde ich. Sind gut zu tra­gen und sehen gut aus.

    Der Preis ist hap­pig, vor allem seit dem die Schuhe nicht mehr in Eng­land son­dern wahr­schein­lich zu Dum­ping­prei­sen in China oder sonstwo her­ge­stellt werden.

    Doch sie sehen ein­fach fan­tas­tisch aus und sind ebenso robust zu tra­gen, jeden­falls die alten. Die neuen kenne ich noch nicht so gut.

    Aber es ist nun vie­les aus der Arbei­ter­be­we­gung und Klei­dung Mode gewor­den, oft zu sehen an der Skin­head­szene. Lons­dale und Doc Mar­tens bei­des viel zu teuer, ebenso Levis Jeans, eigend­lich auch mal eine Arbeiterhose.

    Was mich hier aber vor allem stört ist die Sache das eben nicht mehr für euro­päi­sche Löhne pro­du­ziert wird aber trotz­dem die Preise so hoch bleiben.

    Trotz­dem bleibt der Schuh ein­fach klasse.

  2. Wie­der etwas dazu­ge­lernt … um die Geschichte der Schuhe hatte ich keine blas­sen Schim­mer … Danke Dir Robert :)

  3. @Sebastian: Kult und Kom­merz lie­gen nicht nur begriff­lich nahe zusam­men. Was frü­her der Arbei­ter­klei­dung ent­nom­men wurde ist Kult gewor­den um nun im Kom­merz zu enden. Es ist natür­lich äußerst schwer zu erken­nen, wel­che Dinge heute ein­mal Kult wer­den um sich selbst damit einzudecken :)

    @Stoffel: Es macht mich immer *gluck­sig* wenn ich jeman­den erleuch­ten konnte. Damit könnte ich für die täg­li­che gute Tat jeden­falls für heute ein Häk­chen machen :)

  4. @ Robert, wüsste ich heute was in zehn Jah­ren Kult wird dann würde ich jetzt schon ein klei­nes Lager anlegen.

    Inter­es­sant war auf einer Rock n Roll Tanz­ver­an­stal­tung das dort ori­gi­nal Hem­den aus den fünf­zi­gern ange­bo­ten wur­den. Das ist nicht so beson­derns, doch die waren noch ori­gi­nal Ver­packt. Seit 50 Jah­ren nicht ange­rührt wor­den und nun ste­hen sie zum ver­kauf. Wenn ich nur wüsste was in zehn bis zwan­zig Jah­ren Kult ist dann hätte ich bald ausgesorgt.

  5. Die­ser Effekt wird in den neue­ren Second-Hand Mode­lä­den deut­lich. Da wer­den Kla­mot­ten aus allen Deka­den zu sehr ordent­li­chen Prei­sen ange­bo­ten. 5€ Wert + 50€ Kult = 55€ Preis. Mode für den klei­nen Geld­beu­tel? Hier jeden­falls nicht.

  6. hmm, so gut mir der arti­kel gefällt, aber skin­head als gegen­be­we­gung zur hip­pie­kul­tur halte ich doch für etwas dane­ben gegrif­fen. ich zitiere mal kurz die von dir glaub ich geschätz­ten klaus farin und eber­hard seidel-pielen, wel­che in ihrem buch „skin­head” auf seite 26 fol­gende zei­len von sich geben: „die legende, skin­heads seien die harte, männ­li­che ant­wort auf den wei­chen, femi­ni­nen hippie-kult, stellt die wirk­lich­keit auf den kopf […] es (anmer­kung: gemeint sind die skins) war die domi­nie­rende jugendkultur …”

    ansons­ten prima arti­kel über eine von mir sehr geschätzte schuhmarke!

  7. Sehr inter­es­sant! Zum einen habe ich eben die­ses Buch noch nicht gele­sen und habe diese Satz „geschluss­fol­gert” und bin sehr froh, das du ihn auf die­sem Wege in Frage stellst. In der Tat ist es für mich zu die­sem Zeit­punkt nicht ganz schlüs­sig, was der Ursprung der Skin­head­be­we­gung ist, sie als Gegen­be­we­gung zum Hippie-Kult zu sehen lag für mich auf der Hand. Dein Zitat sagt, das es nicht so ist, klärt aber nicht auf, warum die Jugend­kul­tur wirk­lich ent­stand. In wel­chem Zusam­men­hang sieht Farin den die Skinhead-Kultur?

    P.S.: Danke für dein auf­merk­sa­mes Lesen, es wäre inter­es­sant wenn wir das The­ma­tisch noch wei­ter­be­han­deln könn­ten, bis ich das ent­spre­chende Werk in mei­nen Hän­den. Kom­men­tare dei­ner Art finde ich beson­ders gut, schließ­lich sind alle Arti­kel die­ser Art ein offe­nes Buch und las­sen Diskussionsspielraum :)

  8. wenn die bei­den auto­ren rich­tig lie­gen sind die hard-mods und die fussballfan-szene die „väter” der skins — working-class-jugendliche kön­nen und wol­len sich den teu­ren lebens­stil der mods nicht mehr leis­ten, tra­gen ein­fach ihre arbeits­stie­fel, jeans und hemden/polos von den workingclass-heroes perry und sher­man. und bei den ran­da­len beim fuss­ball sind kurz geschnit­tene haare eh super prak­tisch — und sehen oben­drein gepleg­ter aus als die bei ande­ren sub­kul­tu­ren immer län­ger wer­den­den haa­ren. und die haare der skins waren damals auch noch nicht so kurz wie heute, wenn die kopf­haut sicht­bar war und man nicht hin­ein­grei­fen konnte passte das damals schon.

    ich könnte, wenn inter­esse besteht, auch mal ne kurz­fas­sung der ahnen­ta­fel der skins nach farin und seidel-pielen auf mei­nem blog bringen.

  9. Daran bestünde äußers­tes Inter­esse. Die Ent­ste­hungs­ge­schichte klingt recht plau­si­bel, auch wenn ich der Erklä­rung für die kur­zen Haare nicht ganz glau­ben mag. Aber andere Zei­ten, andere Sit­ten. Bei der Haar­länge gebe ich Dir recht. Eine rich­tig Glatze im Sinne von rasiert gab es wohl nicht, eher ras­pel­kurz, die Pflege einer Glatze ohne natür­li­chen Haar­aus­fall kann recht Zeit­auf­wen­dig sein. :)

  10. yay… wenn man schon von Wiki­pe­dia abschreibt, dann doch bitte auch ver­ständ­li­che Sätze bil­den. Sowas ver­steht doch niemand:

    […] Die Ver­ar­bei­tung wurde mit der Pro­duk­tion in Asien gleich­mä­ßig schlechter. […]

    so geht’s besser:

    Wiki:
    Aller­dings ist die Ver­ar­bei­tung viel gleich­mä­ßi­ger als dies frü­her der Fall war.

  11. Lie­ber Rob,

    vie­len Dank für dei­nen lei­der anony­men Kom­men­tar. Ich habe den von Dir zu Recht bemän­gel­ten Satz kor­ri­giert und den Arti­kel bei Wiki­pe­dia ver­linkt.
    Viel­leicht gibst du beim nächs­ten mal eine E-Mail Adresse an, so hätte ich Dich auch direkt über die Ände­rung infor­mie­ren können.

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  1. […] von spon­tis ist ein an sub­kul­tu­ren inter­es­sier­ter mensch, und so ver­fasste er im som­mer 09 einen bei­trag über doc mar­tens, immer­hin kult­schuh­werk in gleich meh­re­ren jugend­be­we­gun­gen. dass bei einem sol­chen artikel […]