16 Januar

Pressespiegel aus 20 Jahren Wave-Gotik-Treffen

Kategorie: Schwarze Szene — Jahrgang: 20124 Kommentare

Für das Pfingst­ge­flüs­ter zum Wave-Gotik-Treffen 2011 wurde mir eine beson­dere Ehre zuteil. Ich sollte einen Arti­kel mit dem Rück­blick auf 20 Jahre WGT schrei­ben, aus Sicht der Presse. Diese nicht allzu leichte Auf­gabe stellte mich vor einen Hau­fen Recherche-Arbeit, die mir dank des Archivs der Jugend­kul­tu­ren und der akri­bi­schen Vor­be­rei­tung des Her­aus­ge­bers des Pfingst­ge­flüs­ters, Mar­cus Rietzsch, erleich­tert wurde. Die Aus­wahl der Zitate war damit aber noch nicht getrof­fen, es war ein­drucks­voll, wie man ein und das selbe Ereig­nis für sich ver­ein­nahmte und das her­aus­pickte, was der Leser ver­meint­lich lesen wollte.

Zu Start eines neuen WGT Jah­res, das vom 25.5. bis zum 28.5.2012 sei­nen Höhe­punkt fei­ert, möchte ich euch den Arti­kel in vol­ler Länge prä­sen­tie­ren1. Zum schmö­kern, lesen und stau­nen. Als Appe­tit­hap­pen für die Zweif­ler, als Bestä­ti­gung für die Ent­schlos­se­nen und als Bal­sam für die Süch­ti­gen.
Ich möchte euch auch das Pfingst­ge­flüs­ter selbst, dass ich bereits in die­sem und die­sem Arti­kel aus­führ­lich beschrie­ben habe, ans Herz legen. Als ange­neh­men und gelun­ge­nen Rück­blick auf ein Jubi­läum und als Aus­sicht auf das Kom­mende ziert es jede Samm­lung. Das 92-seitige Meis­ter­werk erhal­tet ihr zum Preis von 8,90€ im Shop der Pfingsgeflüster-Seite. Ich würde mich über zahl­rei­che Kom­men­tare zum Thema freuen, denn letzt­end­lich ist es Inter­pre­tai­ons­sa­che, wie man die Zitate deutet.

20 Jahre Wave-Gotik-Treffen

Zum 20. Mal seit 1992 ver­sam­melte sich nicht nur die schwarze Szene in Leip­zig, son­dern auch Bericht­er­stat­ter, Kame­ra­teams und Foto­gra­fen, um Maga­zine, Zei­tun­gen, Nach­rich­ten­sen­dun­gen und Repor­ta­gen mit Inhalt zu fül­len. Alle auf der Suche nach DER Geschichte, nach DER ulti­ma­ti­ven Erklä­rung. Was in den Anfän­gen als Schau­lau­fen unter­ein­an­der begann, ist im Zuge eines immer grö­ßer wer­den­den Inter­es­ses zum Spieß­ru­ten­lauf zwi­schen Kame­ra­lin­sen gewor­den.
Für das Pfingst­ge­flüs­ter habe ich mich durch unzäh­lige Pres­se­aus­schnitte der ver­gan­ge­nen Jahre gewühlt, um her­aus­zu­fin­den, wie und ob sich die Bericht­er­stat­tung ver­än­dert hat. Im Fol­gen­den widme ich mich also einem — mei­ner Mei­nung nach — reprä­sen­ta­ti­ven Quer­schnitt aus nun­mehr 20 Jah­ren, der kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit erhebt, da viele ähnli­che oder ein­fach nur kopierte Arti­kel ganze Jahr­gänge ver­wäs­sert haben. Ich möchte einen schwarz-bunten Fächer ent­fal­ten, der neben pole­mi­schen und ver­ein­nah­men­den Arti­kel auch immer wie­der dif­fe­ren­zierte Per­len ent­hält, die dem Auge des geneig­ten Betrach­ters viel­leicht bis­her ent­gan­gen sind.

»Drei-Wetter-Taft liegt in der Luft, Her­zen flim­mern unterm Lack­kor­sett und kleine Pen­ta­gramm­ein­rit­zun­gen auf wei­ßen Ober­ar­men stre­cken sich der Sonne ent­ge­gen, das Wave Gotik Tref­fen öffnet seine Pfor­ten und eine Jugend­kul­tur lässt bit­ten.« (Kreu­zer 6/2000)

Schat­ten und Licht

Meine Annahme, dass sich an der Sicht der Presse auf das WGT im Laufe der Jahre etwas geän­dert hätte, hat sich nicht bestä­tigt. Die Prä­senz des Tref­fens in der Presse ist zwar kon­ti­nu­ier­lich grö­ßer gewor­den, das Ver­hält­nis zwi­schen guten und schlech­ten Arti­keln erscheint mir jedoch unver­än­dert. Wie sagt man? Wo viel Schat­ten ist, da ist auch Licht:

»Und weil sie alles Finster-magische lie­ben, gab´s insze­nierte Hexen­ver­bren­nun­gen, mit­tel­al­ter­li­che Rit­ter­spiele, Märkte und vam­pi­reske Schau­spie­ler. Wenn die meis­ten Gäste mor­gen wie­der zu Hause (…) sind, tra­gen sie wie­der Jeans. Denn im Job haben die fried­fer­ti­gen Indi­vi­dua­lis­ten keine Zeit, Vor­ur­teile abzu­bauen..« (BILD, 20.5.1997 – geschätzte Auf­lage: 4.800.000 Stück)
»Das Tref­fen (…) war nie ein blo­ßes Musik­fes­ti­val im Stile der popu­lä­ren Musik­kul­tur, son­dern immer eines, das dem Fes­ti­val­be­su­cher die Mög­lich­keit belässt, sich sein Pro­gramm nach den eige­nen Inter­es­sen zusam­men­zu­stel­len. Mit phan­ta­sie­vol­len Ideen bemü­hen sich die Ver­an­stal­ter, dem weit über Musik her­aus­rei­chen­den Kul­tur­ver­ständ­nis der Gothic-Szene Raum zu geben. Aufs Geld wird weni­ger geschaut, wie die Ver­an­stal­ter dies­mal auch zuge­stan­den.« (Junge Frei­heit, 30.5.1997 – geschätzte Auf­lage: 1500 Stück)

Ver­gleicht man die geschätz­ten Auf­la­gen2 bei­der Zei­tun­gen, wird deut­lich, wer das Bild der brei­ten Masse prägt. Der Wille, etwas dif­fe­ren­ziert und objek­tiv dar­zu­stel­len, war „damals“ bereits vor­han­den, es war nur nie­mand da, der es lesen wollte.
Auch die Sicht­weise auf das, was die Schwarze Szene bedeu­tet, hat sich nicht ver­än­dert. Angst, Unver­ständ­nis und Spott sind keine Dinge, die sich im Laufe der Jahre her­aus­ge­wach­sen haben, son­dern sind immer noch Garan­ten für zufrie­de­nes Ziel­pu­bli­kum und daher Mit­tel zum Zweck.

Es gibt Dinge die ändern sich nie, auch nicht aus Sicht der Presse. »Sie mus­ter­ten, sie mäkel­ten, sie kom­men­tier­ten die schwarze Kon­kur­renz. Dies war die Lieb­lings­be­schäf­ti­gung der 3000 Gruf­tis am Pfingst­wo­chen­ende in Con­ne­witz. Sehen und gese­hen wer­den« schrieb Peggy Prien in einem Arti­kel 1993. 17 WGTs spä­ter kon­sta­tiert die LVZ »die schrills­ten Kla­mot­ten, Kor­sa­gen, baro­cke Klei­der, da wird stol­ziert und posiert. „Das sei für einige das wich­tigste Ele­ment auf dem WGT — sich zu zei­gen”« stellt auch die darin befragte Sarah fest.

Erklä­rungs­ver­su­che – was ist die schwarze Szene?

Seit den Anfän­gen des WGT ver­sucht die Presse, das Phä­no­men des Tref­fens und das der Szene zu erklä­ren. Dabei ist es ist kein Geheim­nis, dass die Szene selbst sich nicht zu erklä­ren ver­mag. Zu unter­schied­lich sind die Auf­fas­sun­gen von Musik, Ästhe­tik, Lebens­weise und Indi­vi­dua­li­tät. Der Begriff „Hete­ro­ge­ni­tät“ wird als all­ge­mein­gül­tige Defi­ni­tion für das benutzt, was man nicht ganz­heit­lich defi­nie­ren kann.

»Ent­stan­den ist Gothic Anfang der 80er Jahre als Auf­leh­nung gegen beste­hende Sit­ten­vor­stel­lun­gen und Reli­gio­nen. Und vor allem als Gegen­be­we­gung zur hei­len Welt des Pop. Die Musik fei­ert die Dun­kel­heit und die schat­ten­hafte Seite des Lebens und hat eine deut­li­che Fas­zi­na­tion für das Thema Tod.« (Young Miss 9/2002)

»Schwarz heißt das Abwen­den von der Welt. Aus dem Abwen­den folgt die Suche nach etwas Neuem. Gothics suchen nach Aus­we­gen aus der Ent­frem­dung in den Indus­trie­ge­sell­schaf­ten. (…) Sie wol­len die eigene Welt nicht ändern, denn das ist unin­ter­es­sant und auch nicht mög­lich „Der Mensch ist ein böses Tier”, zitiert die 20-jährige Vivien aus der sata­ni­schen Bibel des Church-of-Satan-Gründers Anton Szandor Lavey. Getreu dem Vanitas-Motiv des Barock: alles mensch­li­che Mühen ist ver­geb­lich. Die Kon­se­quen­zen dar­aus sind damals, wie heute die glei­chen: wilde Feste und spi­ri­tu­elle Sinn­su­che.« (TAZ, 1. Juni 2004, 13. WGT)

»Die prä­gende Farbe in Leip­zig, all­jähr­lich zu Pfings­ten, ist Schwarz. Es ist die schwarze Klei­dung, die man vom »Grufti« mit Stau­nen oder Kopf­schüt­teln zuerst wahr­nimmt: Doch fragt man, was dahin­ter steckt, bekommt man so viele Ant­wor­ten, wie Besu­cher auf dem welt­größ­ten Dark Wave Fes­ti­val wei­len. Anders­sein ist das Gemein­same.« (Bühne Leip­zig, 1. Juni 2004, 13. WGT)

»Gothic ist ein Tanz. Ein Tanz ohne Musik. Denn diese inter­es­siert nicht, solange die Sonne scheint, solange man sehen kann. Es ist ein Tanz der Bli­cke. (…) Bei die­ser Zusam­men­kunft geht es weni­ger um Musik oder Bands. Hier ver­ge­wis­sern sich Men­schen, die sich selbst zu Außen­sei­tern erklä­ren, dass auch sie zu etwas dazu­ge­hö­ren. Es geht um das Sehen und gese­hen wer­den. (…) Das andere Aus­se­hen, der ästhe­ti­sche Pro­test und die Farbe Schwarz hält die Szene mehr zusam­men, als es das von außen auf­ge­drückte Prä­di­kat Gothic je könnte. (…) Es ist zunächst das Beto­nen der Ober­flä­che, die ver­ei­nigt, was nichts mit­ein­an­der gemein hat. Ober­flä­che sollte jedoch nicht mit Ober­fläch­lich­keit ver­wech­selt wer­den. (…) Äußer­lich­kei­ten hal­ten nicht so lange zusam­men. Zumal krasse Wider­sprü­che der Szene über­brückt wer­den müs­sen: das Neben­ein­an­der einer gewalt­lo­sen Hippie-Attitüde und sado-masochistische Prak­ti­ken, kon­ser­va­tive Wert­ein­stel­lun­gen und Sata­nis­mus. In Leip­zi­ger Stra­ßen­bah­nen machen mit Metall­sta­cheln über­säte Zwei-Meter-Kerle Platz für alte Omas, auf den Zelt­plät­zen peit­schen sich, mal mehr, mal weni­ger ernst­haft, Men­schen gegen­sei­tig.« (TAZ 1. Juni 2004, 13. WGT)

20 Jahre Wave-Gotik-Treffen Leipzig

Was macht das Tref­fen in Leip­zig über­haupt aus? Der Stadt Leip­zig ist es eine Ehre, das WGT seit 1992 aus­tra­gen zu dür­fen, Pläne, es in andere Städte zu ver­la­gern, wur­den im Keim erstickt. Dabei ist „Tref­fen“ wört­lich zu neh­men. Nir­gendwo sonst gerät die Fes­ti­val­at­mo­sphäre so in den Hin­ter­grund, nir­gendwo sonst ist es schein­bar mög­lich, so viele Sze­ne­an­ge­hö­rige ohne popu­läre Head­li­ner in die Stadt zu locken. 2001 eröff­nete DIE WELT in einem Arti­kel das Tref­fen mit den Worten:

»Der Him­mel hat eine per­fekte Kulisse geschaf­fen. Wol­ken­fet­zen schie­ben sich zu grauen Tür­men zusam­men, die die Sonne ver­ber­gen, der scharfe Wind peitscht Regen über das Land. Es ist nicht rich­tig hell, nicht rich­tig dun­kel, trotz­dem muss man eine Son­nen­brille auf­set­zen, weil das dif­fuse Licht die Augen quält. Die Göt­ter schei­nen auf die Erde gekom­men zu sein, sie tra­gen schwarz, gelas­sen schrei­ten sie durch den Morast und die Pfüt­zen, wäh­rend ihre lan­gen Gewän­der schwer wer­den vom Nass, das sie auf­sau­gen. Aber die Fri­su­ren sit­zen. Kom­pli­zierte Ver­flech­tun­gen von Sträh­nen, zu Kro­nen auf­ge­türmt oder zu krie­ge­ri­schen Mon­go­len­zöp­fen gefloch­ten, mit Haar­lack so lange fixiert, dass selbst Wind­böen Stärke sie­ben nichts daran aus­rich­ten kön­nen. Den Trä­gern erlaubt das eine über­na­tür­li­che Ele­ganz. Sie bewe­gen sich wie in einer Aura aus Wind­stille durch die Stadt, Tau­sende von ihnen im Stra­ßen­bild, wäh­rend die Nor­mal­bür­ger mit Hüten kämp­fen, Regen­schir­men und Fri­su­ren.« (Die Welt, 5. Juni 2001)

Wel­ches Wort könnte das WGT tref­fen­der beschrei­ben als Viel­falt? Egal, wie absurd die Arti­kel manch­mal ver­fasst sind, letzt­lich ent­hal­ten sie immer das Fünk­chen an Wahr­heit, mit dem sie spie­lend unter den Schirm eben die­ser Viel­falt pas­sen und mit­un­ter auch neue Sicht­wei­sen eröffnen.

»Auf der Tanz­flä­che in der Nach­bar­halle tau­meln sie mit ein paar Tau­send Schwarz­leu­ten zur Musik elek­tro­ni­scher Dudel­sä­cke und wum­mern­der Bass­gi­tar­ren. Über ihnen lodert ein Wort des all­seits ver­ehr­ten Dun­kel­man­nes Edgar Allen Poe an der Wand: »Alles, was wir sehen und schei­nen, ist nur ein Traum in einem Traum.« (FAZ, 25. Mai 1999)
»Es zeigt sich erneut, dass die Szene an sich keine kon­krete Aus­sage lie­fert. Die ver­kör­pert jeder für sich — geist­voll oder stumpf­sin­nig — und nur das ist selbst­ver­ständ­lich indi­vi­du­ell. Wenn sich die Szene trifft, ver­birgt sich dahin­ter kein beson­de­res Unter­state­ment. Dann ist das viel­mehr ent­spann­tes Fei­ern & Ficken. Und genau das sollte es auch sein.« (Kreu­zer 6/2000)

Schwingt in der­ber Wort­wahl eine sub­jek­tiv emp­fun­dene Ableh­nung, ein Unver­ständ­nis oder Effekt­ha­sche­rei mit? Worte len­ken die Aus­sage jedes Arti­kels und zeu­gen unter der Ober­flä­che der Objek­ti­vi­tät von sub­jek­tiv emp­fun­de­nen Mei­nun­gen. Viele unvor­ein­ge­nom­mene Auto­ren, die zum ers­ten Mal über das WGT schrei­ben, gehen mit einer blei­ben­den Sym­pa­thie für die skur­ri­len Men­schen, die sich ein­mal im Jahr über Leip­zig aus­brei­ten wie ein schwar­zes Netz.

Kaum ein „Nor­malo” glaubt mir, wenn ich ihm von Tau­sen­den durch die Stadt zie­hen­den schwarz geklei­de­ten und geschmink­ten, nach Erde rie­chen­den jun­gen Men­schen, von durch die Stra­ßen düsen­den Lei­chen­wa­gen, von Hexen­ver­bren­nun­gen und Rit­ter­kämp­fen, von zer­ris­se­nen Netz­strumpf­ho­sen und blut­schwar­zen Lip­pen, von Vam­pir­zäh­nen und mei­nem Erleb­nis mit Fran­ken­stein erzähle.“ (Das Teil, August 1997)

Wäh­rend­des­sen fei­er­ten die Indus­tri­als mit ihren kurz­ge­scho­re­nen Haa­ren und den Gum­mi­kla­mot­ten in einer hüb­schen, mit bun­tem Glas ver­zier­ten Halle ihre Hel­den. Es heißt, die tie­fen Bässe von Techno oder Indus­trial wir­ken sich posi­tiv auf die Darm­tä­tig­keit aus. Und tat­säch­lich: der Sän­ger von »Pou­pée Fabrikk«, Industrial-Superstars aus Schwe­den, litt nach dem Kon­zert an aku­ter Diarr­höe. Wenigs­tens ein Gerücht, dass sich bestä­tigt.“ (Die Welt, 5. Juni 2001)

Den Leip­zi­gern ist die Pfingst­in­va­sion die­ser Spe­zies längst ver­traut. (…) Vor allem ältere Mit­bür­ger schei­nen von den sanf­ten schwar­zen Gäs­ten aus­ge­spro­chen ange­tan. „Ist ihnen nicht schreck­lich warm?” fragt mit­leid­voll eine Dame zwei Bräute der Nacht, die der Mit­tags­sonne in lan­gen, sam­te­nen Gewän­dern trot­zen. Rüs­tige Rent­ner unter­hal­ten sich ange­regt mit ket­ten­be­häng­ten Ker­len in schwar­zen Röcken, und ganze Fami­lien ste­hen mit dem Foto­ap­pa­rat am Stra­ßen­rand.“ (Ber­li­ner Zei­tung, 30. Mai 2007)

»Das Wich­tigste am Wave-Gotik-Treffen, und da sind sich viele Fans einig, ist und bleibt das Tref­fen selbst — die vie­len Details, das rund­herum und die schwarze Viel­falt. Eine schöne Tra­di­tion.« (OZe­lot 28. Mai 2003)

Weh­ret den Anfängen!

Um die Anfänge des WGT ran­ken sich Mythen. Viele Besu­cher mei­nen: „Frü­her war alles bes­ser.“ Dabei hätte wohl nie­mand 1992 damit gerech­net, dass das WGT ein­mal das wird, was es heute ist. Es scheint, als ob mit der stei­gen­den Anzahl der Nost­al­gi­ker auch die Zahl derer wächst, die eine Ver­gan­gen­heit ableh­nen, mit der sie sich nicht iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. „Vom Pathos der 80er Jahre ist ihnen viel abhan­den­ge­kom­men.“ urteilt die LVZ im Mai 2005 und sorgt damit für zustim­men­des Nicken bei den einen und ver­ständ­nis­lo­ses Schul­ter­zu­cken bei den ande­ren. Wie spie­gelt die Presse die Vergangenheit?

„Zu Zei­ten der DDR (…) haben wir in dunk­len Kel­lern lei­ernde Cure-Bänder zum zwan­zigs­ten Mal abge­spielt, Ker­zen ange­zün­det und Wein getrun­ken. Doch wenn nur drei von uns ein Eis aßen, war das für die Poli­zei eine uner­laubte Zusam­men­rot­tung.” Die Dis­tanz zum Staat habe in der DDR den Zusam­men­halt begüns­tigt; nach 1989 drohte die alte Szene zu zer­fal­len. Brun­ner ver­sam­melte deren Reste 1992 beim ers­ten WGT. Die dafür enga­gier­ten Musik­grup­pen zogen auch Anhän­ger aus West­deutsch­land an.“ (Michael Brun­ner in der FAZ, 1. Juli 2000)

»„Frü­her”, weiß eine Vete­ra­nin, „musste man sich die Sachen sel­ber nähen. Jetzt gibt es in Leip­zig drei ein­schlä­gige Läden, wo man vor dem Tref­fen hin­ge­hen und sich ein­klei­den kann.” „Frü­her” wird oft beschwo­ren. Frü­her in Leip­zig, als es noch den gemein­sa­men Feind gab und Punks, Gothics und andere „Rand­stän­dige” sich ver­bün­de­ten, weil es anders gar nicht ging. Frü­her, als das Tref­fen tief­sin­nige Gesprä­che bei Rot­wein ver­hieß und Kult­bands wie Das Ich oder Deine Lakaien auf­tra­ten. Frü­her, als man für sein WGT-Bändchen fünf Stun­den anste­hen musste und Gigs, die auf Mit­ter­nacht ange­setzt waren, mor­gens um vier statt­fan­den.« (Ber­li­ner Zei­tung, 30. Mai 2007)

Das Mate­ri­elle stand im Hin­ter­grund. „Wir haben unsere Kla­mot­ten selbst geschnei­dert, wir waren mit viel weni­ger zufrie­den. Wir hat­ten uns, die Musik und die Gesprä­che.“ Der Zusam­men­halt war grö­ßer, sagt Sil­via Mül­ler. „Die Jun­gen haben viel höhere Ansprü­che als wir damals, vie­len sind Gothics, weil es Mode ist.“ (LVZ 12. Mai 2007)

Gothic ist mit der Zeit gegan­gen. Das Tref­fen hat sich ent­wi­ckelt. Frü­her war es anders. Ob es bes­ser war, bleibt dem Betrach­ter über­las­sen. Was frü­her als Tref­fen zur gelieb­ten Musik begann, ist heute ein kul­tu­rel­les High­light, das ein inter­na­tio­na­les Publi­kum anzieht. Wo frü­her sel­ber ange­fer­tigt wer­den musste, weil das Ange­bot klein war, wird heute im brei­ten Sor­ti­ment zahl­rei­cher Shops kon­su­miert. Bes­ser oder schlech­ter? Nichts von bei­dem, ein­fach nur anders.

Ver­ein­nah­mung

Immer, wenn Zei­tun­gen etwas Skan­da­lö­ses zu berich­ten fan­den, stieg die Wahr­neh­mung. Vor allem dann, wenn Auto­ren began­nen, das Tref­fen für ihre Leser zu instru­men­ta­li­sie­ren. Vor­würfe einer poli­ti­schen und ideo­lo­gi­schen Unter­wan­de­rung 1998/99, sowie die Insol­venz des Ver­an­stal­ters 2000 rück­ten das WGT in das öffent­li­che Licht, rui­nier­ten den Ruf einer unpo­li­ti­schen und tole­ran­ten Ver­an­stal­tung jedoch nachhaltig.

Als Zugabe spie­len die ita­lie­ni­schen Musi­ker (Came­rata Medi­o­la­nense) das schöne und heute noch trau­rig anmu­tende deut­sche Sol­da­ten­lied Lili Mar­leen — auf Deutsch! Eine rüh­rende Geste, eine groß­ar­tige Reve­renz (sic!) an das deut­sche Volk und seine gefal­le­nen Söhne. Als der letzte Ton ver­klun­gen ist, ist der Bei­fall rie­sig; alle sind wie ver­zau­bert und im inners­ten berührt von die­ser Hom­mage an Volk und Vater­land.“ (Deut­sche Stimme — NPD, August 1999)

Jede Zei­tung ver­sucht, die Arti­kel zum Geschenk an seine Leser zu machen. Das Tref­fen wird so lange durch das Sieb ein­ge­schränk­ter Sicht­wei­sen geschüt­telt, bis etwas her­aus­fällt, was den Leser in sei­ner Mei­nung bekräf­tigt und der Ori­en­tie­rung des Blat­tes gerecht wird.

»Auf dem Leip­zi­ger Fes­ti­val fand eine geplante ZILLO-Diskussion »Braune Flut?!« über rechte Ten­den­zen nicht statt. Linke Bands wol­len sich mit den angeb­lich rech­ten Bands nicht an einen Tisch set­zen. Die Mit­tei­lung der Ver­an­stal­ter über die Absage wurde mit der Mah­nung kom­men­tiert, wach­sam und kri­tisch zu blei­ben, immer alles zu hin­ter­fra­gen und sich die Dinge offen anzu­se­hen.« (Tattva Viveka, Okto­ber 1999, S. 75)

Es ist fatal, der Szene die nötige Intel­li­genz abzu­spre­chen, sich selbst ein Bild von dem zu machen, was man in sie hin­ein­trägt. Es bleibt wich­tig, kri­tisch zu sein und seine Mei­nungs­bil­dung durch Wis­sen zu stüt­zen. Zu hin­ter­fra­gen und zu ver­ste­hen ist wich­ti­ger, als zu resi­gnie­ren und zu akzeptieren.

»(Es) steht jeden­falls fest, dass deut­schen Zen­sur­be­hör­den und andere Alar­mis­ten den Hype um Nazi-Pop nicht ver­hin­dert, son­dern über­haupt erst aus­ge­löst haben. Nicht jeden Skin ist gleich ein Fascho, nicht jeder an Eso­te­rik inter­es­sierte Gruf­tie gleich ein Opfer düs­te­rer Nazi-Ideologien. Gerade weil in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung aber immer noch nur eine man­gelnde Bereit­schaft herrscht, der­ar­tige Sub­kul­tu­ren dif­fe­ren­ziert wahr­zu­neh­men, kön­nen auf­klä­rende Texte nur begrüßt wer­den.« (TAZ 3. März 2003)

War da nicht Musik?

Die Musik dient der Beschal­lung einer Ver­an­stal­tung mit ein­deu­ti­gem Treffen-Charakter und gerät unfrei­wil­lig, aber ein Stück weit gewollt, in den Hin­ter­grund. Was 1992 mit 10 Bands begann, for­mierte sich 2011 zu einer unmög­lich zu koor­di­nie­ren­den Menge von über 300 auf­tre­ten­den Künst­lern.
Gothic ist als Musik­genre im Main­stream ange­kom­men, „da über­rascht es nicht, dass sich mitt­ler­weile viele Gothic-Bands von der Ori­gi­na­li­tät ihrer Arran­ge­ments und ihrer Texte nicht wesent­lich vom deut­schen Schla­ger unter­schei­den …“ (Jungle World, 11. Juni 2009) umso kon­zep­tio­nel­ler erscheint die kon­se­quente Linie des WGT, auf Head­li­ner gänz­lich zu ver­zich­ten und den Besu­chern ein dif­fe­ren­zier­tes Pro­gramm zu bie­ten, das der Szene gerech­ter zu sein scheint als die Szene selbst. „Solange Bands ein­ge­la­den wer­den, die sich ver­mut­lich nie hät­ten träu­men las­sen, ein­mal auf einem Gothic-Festival zu spie­len, und dann auch noch vom Publi­kum dank­bar ange­nom­men zu wer­den, lau­fen das Fes­ti­val und seine Besu­cher jeden­falls nicht Gefahr, einer selbst­re­fe­ren­zi­el­len Nabel­schau zu erlie­gen.“ (Jungle World, 11. Juni 2009)

Fazit

Der Feh­ler des Neu­lings ist es, Ver­ste­hen mit ord­nen­der Deu­tung gleich­zu­set­zen. Was heißt es, wenn sich jemand ein Pen­ta­gramm um den Hals hängt? Je nach­dem; womit er die­ses Zei­chen aus dem gemein­sa­men Vor­rat auf­lädt, ist in jedem Fall wich­ti­ger als ein vor­aus­zu­set­zen­der objek­ti­ver Gehalt.“ (SZ, 7. Juni 2006)

Die Presse hat gelernt. Regio­nal starke Zei­tun­gen wie die LVZ haben das Tref­fen mitt­ler­weile als städ­ti­sche Insti­tu­tion auf dem Pro­gramm und ver­su­chen seit Jah­ren, einen dif­fe­ren­zier­te­ren Blick hin­ter die geschmink­ten Gesich­ter zu wagen. Über­re­gio­nale Zei­tun­gen mit Anspruch spra­chen dem WGT gerade zu Beginn die Rele­vanz ab und rücken das Tref­fen seit der Jahr­tau­send­wende, nicht zuletzt wegen der Vor­würfe poli­ti­scher Unter­wan­de­rung und der Insol­venz des ursprüng­li­chen Ver­an­stal­ters, stär­ker in den Fokus und beloh­nen es mit zum Teil wun­der­schö­nen Arti­keln mit viel Tie­fen­schärfe. Den Ver­such, eine Szene zu erklä­ren, die sich selbst nicht in Worte fas­sen kann, hat man auf­ge­ge­ben und viel­leicht ist das auch gut so.

Am Ende eines lan­gen Tages hat man gelernt, unter allen Skur­ri­li­tä­ten den Grund­zug im Wil­len zur gänz­lich unbrauch­ba­ren Schön­heit zu erken­nen. Dies allein genügt schon, um selbst den wenig spek­ta­ku­lä­ren Kos­tü­men die Anmu­tung des Ero­ti­schen zu ver­lei­hen; sie umhüllt den Trä­ger wie eine dünne Schicht Samt. Hierin, und nicht in ihren diver­sen und oft kon­fu­sen his­to­ri­schen Zita­ten, wur­zelt die tra­di­tio­nelle Eigen­art der Szene. Man gewöhnt sich rasch daran, die­sen höhe­ren Stan­dard wie einen all­ge­mei­nen am Werk zu sehen. Nach einem Tag auf dem WGT wirkt der gewöhn­li­che Leip­zi­ger, wie er ein­kauft oder sei­nen Hund aus­führt, dane­ben zer­knit­tert, farb­los und gene­rell ver­nach­läs­sigt.“ (SZ, 7. Juni 2006)

 

  1. Ein gro­ßer Dank gilt Mar­cus Rietzsch, der mir freund­li­cher­weise gestat­tete, den Arti­kel auch hier zu ver­öf­fent­li­chen. Auch vie­len Dank für das Bild, dass auch aus sei­nem Fun­dus stammt und auch den ori­gi­na­len Arti­kel im Pfingst­ge­flüs­ter schmückt. []
  2. Nach Zah­len der IVW geschätzte Auf­la­gen bei­der Blät­ter, die auf Zah­len aus 1998 (BILD) und 2007 (Junge Frei­heit) beru­hen. []

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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4 Kommentare

  1. An die­ser Stelle noch­mals danke, dass Du Dich der gro­ßen Auf­gabe gestellt hast, Dich durch einen Berg von Arti­keln zu wäl­zen und noch dazu dar­aus eine text­li­che Essenz zu kreieren.

    Ist der Blick von innen auf eine viel­schich­tige (und mitt­ler­weile teils sogar gegen­sätz­li­chen) Szene und Ver­an­stal­tung schon pro­ble­ma­tisch, scheint der Blick von außen fast zum Schei­tern ver­ur­teilt zu sein. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Du auch Bei­spiele gefun­den hast, in denen kein kli­schee­haf­tes Bild gezeich­net wurde. Und ebenso kann man man­chem kri­ti­schen Satz nicht abspre­chen, voll ins Schwarze getrof­fen zu haben („…da über­rascht es nicht, dass sich mitt­ler­weile viele Gothic-Bands von der Ori­gi­na­li­tät ihrer Arran­ge­ments und ihrer Texte nicht wesent­lich vom deut­schen Schla­ger unter­schei­den…“) Oft will man aber wohl gar nicht „tie­fer gra­ben“, bleibt neben den bun­ten Bild­chen doch auch gar nicht viel Platz. Und zu sehr drängt sich den schein­bar ein­zig über das Agra­ge­lände huschen­den Repor­tern das Bild der in der Szene Ein­zug gehal­te­nen ober­fläch­li­chen Kon­sum– und Spaß­ge­sell­schaft auf. Ein Bild, dass lei­der ein Stück Wirk­lich­keit wider­spie­gelt. Aber eben nur ein Stück. An ande­ren Stel­len in Leip­zig trifft man oft­mals auf ein – wie ich jeden­falls finde – gegen­tei­li­ges Bild. Was sicher­lich ver­wir­rend ist – sofern sich Pres­se­ver­tre­ter die Arbeit machen, unter­schied­li­che Ver­an­stal­tungs­stät­ten unter die Lupe zu neh­men und sich ver­schie­de­nen Besu­chern zu wid­men. Schwie­rig. Eigent­lich sollte ich den Repor­tern gar kei­nen Vor­wurf machen. Letzt­end­lich schei­nen diese auch nur das abzu­lie­fern, was von den Lesern gewünscht wird. Oder?

  2. Sehr sehr schö­ner Arti­kel, Robert.
    Sieht nach einer Menge Arbeit aus und ich weiß gerade nicht, ob ich die darum benei­den soll, dass du so viele Arti­kel gele­sen hast.

    Das WGT ist eine phä­no­me­nale Sache für sich.
    Gerade weil der Fes­ti­val­cha­rak­ter in den Hin­ter­grund rückt mag ich es so sehr. Den­noch fin­det man mich jedes Jahr — ja nach Band­aus­wahl — het­zend von einer Bühne zur nächsten.

    Die Kri­tik an dem Schau­lau­fen selbst fin­det man ja in der Szene auch sehr oft. Das finde ich per se nicht ver­kehrt, den­noch möchte ich den Leu­ten die sinn­ge­maß sagen: »Diese Faschings­ver­an­stal­tung tue ich mir nicht an!« hin und wie­der gerne unter­stel­len, dass sie auch nur auf der Agra spa­ziert sind. Aber da ich mich damit auf dün­nes Eis begebe, bleibt es meist ein unaus­ge­spro­che­ner Gedanke *g*
    Denn mal abge­se­hen davon, dass es auch genug Besu­cher gibt, die sich mit Hose und Bands­hirt zufrie­den geben, sollte man nicht allen die 3 Stun­den vorm Spie­gel ste­hen unter­stel­len, dass sie ein­zig und allein zur Selbst­in­sze­nie­rung zum WGT gehen. Ich habe eher das Gefühl, dass dahin­ter ein­fach nur der Wunsch steht, sich unein­ge­schränkt aus­zu­le­ben und wenn nicht das WGT diese Mög­lich­keit bie­tet, was denn dann?

    Auch diese poli­ti­sche Sache bringt mich oft ins Grü­beln, es fällt mir schwer, mich da zu posi­tio­nie­ren. Denn einer­seits sind schwarze Son­nen auf Fes­ti­val­ti­ckets frag­wür­dig, im all­ge­mei­nen das her­um­spie­len mit Sym­bo­len, die von den Nazis ver­wen­det wur­den.
    Ande­rer­seits finde ich es Schade, dass man diese Sym­bole nur dar­auf redu­ziert, denn viele von denen haben eine lange Geschichte auf dem Buckel.
    Bei diver­sen Bands bin ich immer zurück­hal­tend, da mir einige Nichts sagen oder weil ich bis­her nie über eine total frag­wür­dige Text­stelle gestol­pert bin. Aber gut, viel­leicht muss ich mich wirk­lich mal hin­set­zen und einige genauer unter die Lupe neh­men, wobei auch da die Gefahr besteht, dass man so lange sucht, bis man etwas fin­det *g*

  3. @ASRianerin:

    ...dennoch möchte ich den Leuten die sinngemäß sagen: »Diese Faschingsveranstaltung tue ich mir nicht an!« hin und wieder gerne unterstellen, dass sie auch nur auf der Agra spaziert sind.

    Die­sen Gedan­ken hatte ich auch schon des Öfte­ren und finde ihn im Übri­gen gar nicht so ver­kehrt. Ich denke, dass die Medien an die­sem Schaulauf-Phänomen, das man auf dem Agra-Gelände beob­ach­ten kann, einen nicht uner­heb­li­chen Anteil haben. Durch die Bericht­er­stat­tung wer­den eben keine Besu­cher, die sich bei­spiels­weise für unbe­kannte Bands, Lesun­gen und Aus­stel­lun­gen und gerne zwi­schen­mensch­li­che Kon­takt pfle­gen, der über das gemein­same Kon­su­mie­ren von Alko­hol und das gegen­sei­tige Bewun­dern aus­ge­fal­le­ner Äußer­lich­kei­ten hin­aus­geht, angelockt.

  4. Yay, ich ver­stehe was du meinst, aber ich finde eben Schade, dass die, für die das Tref­fen ja eigent­lich »gemacht« ist, selbst anfan­gen es dar­auf zu redu­zie­ren. Sicher sind genug dabei, die 4 Tage lang ein­fach ihre Bühne genie­ßen und dabei ordent­lich viel Met kon­su­mie­ren, aber an denen kann man ja gerne auch lächelnd vor­bei­lau­fen, wäh­rend man zu einer Aus­stel­lung geht ;)

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