5 Januar

Ohne Worte: Undergroundfashion 1986

Kategorie: Dunkelkunst, Schwarze Szene — Letzte Aktualisierung: 5. Januar 2011 — 18 Kommentare

Werbung Bogeys 1986

Superklamotten für Teds, Popper, Punks, Mods…” (Aus der Bravo, März 1986) Ist es Underground wenn die Klamotten in Zeitschriften stehen? Ist es Kommerz wenn man Underground-Fashion bestellen kann? Ist es nicht absurd Dinge abzulehnen weil Menschen sie mögen, die man selbst nicht mag?

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.


Kategorie: Dunkelkunst, Schwarze Szene
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18 Kommentare

  1. *seufz* Ja, da habe ich auch meine Schnallenstiefel und Creepers bestellt. Hach, das waren noch Zeiten. Vielen Dank für die Erinnerung. *seufz*

  2. Das ist der Wahnsinn -- da sind ja meine allerersten Pikes abgebildet (die mit den 4 Schnallen), die ich genau aus diesem irren Superkatalog bestellte!!! (Danke, Oma -- RIP).

  3. Als “Junggruftie” bin ich ehrlich: Ich bin dankbar für diese Fülle an Onlineshops und Katalogen. Ich gebe zu, ich mag die Bequemlichkeit ach so “abgefahrene Gruftklamotten” von der Stange zu kaufen, da ich nicht nähen kann und auch nicht die Zeit dazu habe (oder dergleichen).

    (Da fällt mir ein, diese Woche müsste meine Bestllung von Dark Ages kommen.)

    Ansonsten: Es ist ja nicht das letzte Mal gewesen, dass so etwas in einer Jugendzeitschrift war. Siehe hier:

    Schade nur, dass ich formschöne Pikes nur in diesem Londoner Shop gesehen habe…

  4. Fakt ist: Bogey’s hatte wirklich geile und extrem kreative Klamotten. Und immer hübsche Models ;o)
    Schade ist: dass es die Marke/Shop nicht mehr gibt und sie ersetzt wurden von qualitativ nicht so guten Klamotten.

  5. Und die entscheidende Frage: Sind Klamotten für Popper Undergroundfashion? :D

    So Pikes mit Reißverschluss in der Mitte hätte ich auch gern mal :)
    Bei allem anderen als Schuhe lass ich lieber meine Kreativität spielen, da mir das Preis/Leistungs-Verhältnis das man meistens hat doch etwas zu unausgeglichen ist.

    Aber bei dem zweiten Link von Asrianerin kann was nicht stimmen o_O
    Da steht 80er Jahre, aber wo sind die toupierten Frisuren und Pikes? ;D

  6. Ist es nicht absurd Dinge abzu­leh­nen weil Men­schen sie mögen, die man selbst nicht mag?

    Genau das habe ich mir neulich auch gedacht und hab mal probehalber die schwarzen Klamotten gegen Mainstream-Klamotten ausgetauscht. Reaktion meines Umfelds: Ehemann: Du siehst aus, als hättest du dich verkleidet. Sohn: Mama, du siehst echt bescheuert aus. Nachbarin: Irgendwie siehst du heute Sch… aus.

    Kann man nix machen. Also wieder back to black. Ob aus dem Katalog oder nicht. Manchmal beneide ich Rosa wegen ihrer Nähkünste…ich muss halt bestellen…

  7. Ich habe natürlich auch nichts dagegen seine Klamotten von der Stange zu kaufen, denn ich kann leider auch nicht nähen ;) Leider wird es dadurch natürlich umso schwieriger die Hülle vom Inhalt zu trennen, denn der äußere Eindruck täuscht heute mehr denn je zuvor.

    @orphi: “Genau das habe ich mir neu­lich auch gedacht und hab mal pro­be­hal­ber die schwar­zen Kla­mot­ten gegen Mainstream-Klamotten aus­ge­tauscht.” JETZT darfst Du nicht mehr mitspielen :-D

    An alle “Frühbesitzer” gruftigen Schuhwerks, habt ihr eure Originale noch? Ich habe mein erstes leider nicht mehr, dafür aber das 2. (hoffe ich jedenfalls, müsste im Keller liegen) Paar. Vielleicht kann man daraus eine interessante Fotoserie machen.

  8. @Schatten Popper waren in den 80igern zwar nicht unbedingt “underground” aber gingen z.B. keiner Prügelei mit Punks aus dem Weg …das waren ja keine Yuppies :-)

    Natürlich bin ich froh, dass man vieles kaufen kann und man nicht darauf angwiesen ist Schneidern zu können wie in den 80igern.

    Das Problem heute ist eben, dass “gothic” von der Industrie immer noch als reine “Jugendkultur” angesehen wird, bzw. als “Hype” bei welchem man schnellst möglich hohe Gewinne abschöpfen kann, dies geht eindeutig zu Lasten der Qualität. Es ist somit nachwievor sehr schwierig Klamotten zu bekommen, die dem doch eher gehobenen Anspruch eines echten Gothics gerecht werden.

  9. Auch wahr die waren ja schon wieder so Mainstream, das es nicht Mainstream ist xD

    @Robert
    Natürlich kann ich, Mangels Existenz zu dieser Zeit, nichts mit Sicherheit sagen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass damals auch nicht jeder nähen konnte, aber die meisten zumindest irgendwen kannten, der es kann. Und sich so zumindest mehr unteinander gegenseitig geholfen wurde. Aber wie gesagt alles rein spekulativ ;)

  10. @Foxxi: Gut gesprochen. Die Qualität leidet wahrlich unter der immer schneller werdenden Kommerzialisierung einzelner Stile. Was man heute teilweise angeboten bekommt ist qualitativ unter aller Sau. “Back to the roots” ist daher ein Anspruch an die Qualität. Natürlich verfügen “Echte Gothics” die ich allein vom Wort her in ein Alter einsortiere, die auch über entsprechendes Geld verfügen um einen entsprechenden Anspruch zu stellen.

    @Schatten: Damals hat man einfach schwarze Klamotten gemischt, die meisten Sachen kamen von C&A oder Karstadt und wurden entsprechend mit Gruftie-Accessoires gemischt (Pikes, Nieten, Ketten) Einzelne Stücke trug man besonders lange und intensiv (mein DM 101-Shirt habe ich eigentlich NIE ausgezogen *g*)

  11. Das mache ich heute noch immer. Manchmal findet man äußerst gruftige Sachen bei Orsay oder in Second-Hand-Läden. Ich sehe es nicht ein, für einen dünnen Spitzenbolero 25€ zu bezahlen. Aber zum Glück findet man die Teile für 3€, wenn man weiss wo :D

    Ich muss auch sagen, ich bestelle nur wirklich Extravagante Sachen aus Shops. Letztens erst Schuhe und lilanen Lippenstift (den ich komischweise nicht bei normalem Lippenstift in Drogerien finden konnte. Ist wohl out zur Zeit).

  12. „Die Qualität leidet wahrlich unter der immer schneller werdenden Kommerzialisierung einzelner Stile.“ – Neben der Qualität leidet aber ebenso die Menschlichkeit: Leider werden heutzutage bei der Herstellung eines Teils der günstigen Kleidungsstücke Menschen auf das Übelste ausgebeutet. Irgendwie fällt es mir aufgrund dieser Tatsache zunehmend schwer, mich über günstige Angebote zu freuen. Es stimmt mich schon nachdenklich, dass Arbeiter in Fernost am äußersten Existenzminimum (nach deutschem Standard deutlich darunter) leben müssen, damit wir hier im beschaulichen Deutschland (und ich schließe mich da selbst nicht aus) diverse Kleidungsstücke für wenige Euro erwerben können. Fraglich ist dabei aber natürlich, ob man beim Erwerb teurerer Kleidung darauf vertrauen kann, dass diese unter weniger menschenverachtenden Verhältnissen hergestellt wurden oder ob man in erster Linie für einen Markennamen bezahlt (oftmals ist die Qualität ja nicht wirklich deutlich besser).

  13. Ja so mach ich das auch, dass ich einfach schwarze Sachen aus normalen Läden trag, früher waren mir die Sachen aus den Gothic-Shops zu teuer, heute will ich die gar nicht mehr. Mein absolutes Lieblingsstück aus der Kategorie is mein Graf Zahl Shirt von Mister*Lady :D

    Was mir so auffällt, würde mich nicht wundern wenn der Pike unten links, genau der gleiche is wie die die man heute immernoch bei Pennangalan kaufen kann ^^
    Ich brauch auch mal neue meine werden leider langsam zu klein :(

  14. @Marcus: Gut weitergedacht und umso bedrückender. Natürlich ist es schwer sich der Maschinerie vollständig zu entziehen, aber man kann seinen Teil dazu beitragen. (Um nicht jetzt das grundsätzlich auszudiskutieren) Oftmals hat man die Möglichkeit auch Kleingewerbliche Unternehmen mit seiner Kohle zu beglücken, so gibt es in Mönchengladbach (meiner Heimat) beispielsweise einige kleine Läden oder Labels die von studierenden der hiesigen FH betrieben werden und gelegentlich etwas passendes anbieten.

    @ASRianerin: So ist es! Obwohl ich nicht im Besitz eines Spitzenbolero bin, so habe ich dennoch ein Oberteil aus Spitze das ich mal Second-Hand entdeckt habe (wohlgemerkt in der Damenabteilung). Schuhe, da gebe ich Dir recht, findet man äußerst mühsam und schon gar nicht bei Orsay :) Aber genau diese Kreativität der Kombination ist es was den Gruftie vom schwarzen Wochenendgothic unterscheidet. Finde ich jedenfalls.

    @Schatten: Könnte sein, die von Pennangalan sind allerdings aus heutiger Fertigung und auch nicht aus Dritt-Ländern. Aber irgendwo müssen die Schnittmuster ja herkommen, ich denke da hat ein findiger seine eine ganze Zeit lang aufbewahrt.

  15. Ui, wie geil -- eine Seite aus dem alten Bogey’s Katalog. Ewig nicht gesehen, gleich wieder erkannt. :o) Bogey’s hatte wirklich geile Klamotten und Schuhe im Programm. Und wäre ein Trip nach Wiesbaden damals nicht eine halbe Weltreise gewesen -- ich hätte gern mal den Laden besucht.

  16. Also ich habe da gekauft wo es schwarz gab.Meine ertsen Pikes waren von einem Laden in Dinslaken in der Lessingstr(wer mir bei dem Namen helfen kann???Danke).Dannach habe ich Schuhe in Duisburg im Averdunkcenter bei Bobbies gekauft ,Hosen und Hemden im Relativ und Kaufrausch.Da gab es auch schweizer Jacken im Spencerstil.Meine erste war weinrot.Vor 3 Jahren dann eine Schwarze dort.Das war wie Weihnachten und Ostern zusammen.Oder auch im Pikup in D´dorf habe ich Schuhe gekauft und im Mirage unter Hitsville Records als die noch in der Altstadt neben dem Beerdigungsinstitut waren.Aber viele Klamotten bei C&A Damenabteilung und in Boutiquen.Vor allem als die Pluderhosen aufkamen. Fledermausshirt in Dunkelviolett und Schwarz auch inner Boutique in D´dorf.Das schwarze existiert noch und eine der Pluderhosen.(seit mehr als 20 Jahren)Nur ab und zu gefärbt.Und zwei bis dreimal im Jahr ging es nach London zum shoppen.Kensingtonmarket.Das war das Paradies.Meine besten Pikes habe ich da gegenüber gekauft.Zum schnüren mit D-Rings.Die waren spitz.Ich glaub ich hab von denen noch ne Visitenkarte.
    Das einzige was ich suche sind diese Bundfaltenhosen wie in dem Bravobericht über Waver.Mehr in Richtung Clochardstil.unten eng und oben weit sehr karottig eben.Und (ja ich weiß Poppermode)ein Königreich für eine Vanillia Hose.Und mehr Auswahl an Pikes.Ich liebe diese Schuhe.Ein echter Grufti trägt eben sowas und nicht diese Herman-Munster-Gedächnisschuhe.Allenfalls Doc-Martens und Rangers.Aber der momentane Oberknaller sind diese Dämonia-Pikes.Mit Reißverschluß an den Seiten.Aber mal ehrlich das ist als wenn ich Klettverschlüße an den Schuhen hab.

  17. Die Sachen von Bogey`s hab ich heut noch!! Das waren tolle Teile!

  18. Hilfe ich werd verrückt. Meine guten alten Wave Klamotten. Bogey`s hatte sie alle. Bitte noch einmal die Zeit zurück. Ich will nochmal :-)

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