22 Mai

Interview: Schwarze Inseleier mit später Einsicht

Kategorie: Interviews — Jahrgang: 20109 Kommentare

Hier schreibt nicht Robert son­dern ich (stof­fel) ein Teil der unfrei­wil­lig daheim geblie­be­nen. Es ehrt mich sehr das Robert zum einen das Ver­trauen besitzt ich könnte auf sei­nen Blog auf­pas­sen und zum ande­ren das er mich gebe­ten hat über »Das Leben der Ande­ren«, in die­sem Fall über mich selbst hier zu schrei­ben. Ich hoffe nur hier die rich­ti­gen Kate­go­rien und Tags ver­wen­det zu haben, nicht das der Meis­ter nach dem Wochen­ende meckert.

Wer Robert kennt, der ahnt wahr­schein­lich schon was da kommt. Eine Bat­te­rie an Fra­gen hat er mir geschickt, jawoll! Und Sel­bige ver­su­che ich nun nach bes­ten Wis­sen und Gewis­sen zu beant­wor­ten … jedoch zuerst: Ich wün­sche allen die sich auf dem WGT tum­meln ban­nig viel Spass und Sonne. 

Wie und wann bist du in die Szene gera­ten und warum hast du gefal­len daran gefun­den dich nun schwarz zu klei­den? Ist das schwarze für dich eine Aus­drucks­form dei­ner Ein­stel­lung zum Leben, fin­dest du schwarz beson­ders edel oder ist das deine Form von per­sön­li­cher Individualität.

»Schwarze Klei­dung habe ich frü­her bereits gerne und oft getra­gen. Ich finde Schwarz ist eine schöne, edle und fle­xi­ble Farbe und war schon sehr früh Teil mei­nes Lebens.
Als Inse­lei kannte ich als Kind/Teenie keine Gruf­ties … das ist irgend­wie an mir vor­bei­ge­gan­gen. Zum ers­ten Mal inten­si­ver mit der Szene in Berüh­rung kam ich in Mül­heim an der Ruhr. Der Schul­freund mei­nes Ex schleppte mich ins Scar­face in Dort­mund und lieh mir die CD »Dark Star« von Deine Lakaien. Die Stü­cke fas­zi­nier­ten mich und die Stimme von Alex­an­der Vel­ja­nov fes­selt mich bis heute. Bei »Love Me To The End« bekomme ich noch immer eine Gän­se­haut. Gefühlt war ich sicher schon län­ger ein Anhän­ger der schwar­zen Lebens­art, aus­le­ben seit ca. 2004

Wie ist deine »Kar­riere« in der Szene ver­lau­fen, hast du über die anfäng­li­che Begeis­te­rung hin­aus ver­sucht ein schwar­zes Lebens­ge­fühl für dich zu ent­wi­ckeln, oder geht Dir das zu weit? Wie wür­dest du deine Defi­ni­tion der Szene am ehes­ten beschreiben?

»Ich war noch nie ein Kar­rie­re­typ *lach*. Die Szene ist für mich vor allem viel­fäl­tig, krea­tiv sowie posi­tiv und gerade diese Punkte sind Teil mei­nes Lebens. Das gepaart mit dem Aus­druck durch die Klei­dung ist es mein per­sön­li­ches, schwar­zes Lebensgefühl. «

Durch die Klei­dung und dei­nen Stil grenzt du dich ja bewusst von dem Rest der Gesell­schaft aus, gerade in eurer länd­li­chen Gemeinde wird die Anzahl derer, die genauso aus­se­hen wie du ver­schwin­dend gering sein. Wie hat dein Umfeld dei­nen Wan­del wahr­ge­nom­men und wie geht man heute damit um?

»Oh ja es wird wahr­ge­nom­men und hin und wie­der auch kom­men­tiert. Bevor ich nach Mel­dorf zog waren die Kom­men­tare öfters nega­tiv. Ich würde sagen hier hat man sich inzwi­schen an meine Art gewöhnt. Wobei ich noch hin­zu­fü­gen möchte das ich im All­tag auch All­tags­kla­mot­ten trage, d.h. ich koche, putze oder was auch immer nicht im Reif­rock und Kor­sage son­dern ganz prag­ma­tisch in Jeans und Shirt. Ich bin eben „Jenni’s schwarze Mama”.«

Eure gemein­same Toch­ter taucht ja bald noch tie­fer in die Puber­tät ein, was wür­dest du sagen wenn sie genauso aus­se­hen möchte wie du? Gehst du dei­ner Mei­nung nach offe­ner mit Sze­nen um weil du Dich selbst in einer befindest?

»Ich bin ein tole­ran­ter Mensch und egal was Jenni meint anzie­hen zu wol­len wird akzep­tiert. Aus­nahme: wenn die Klei­dung nicht der Jah­res­zeit ent­spricht. Die Lütte muss natür­lich mit ent­spre­chen­den Kom­men­ta­ren rech­nen, wenn sie etwas anzieht was mei­nem Geschmack nicht ent­spricht (z.B. braune Hose mit tür­kis­far­be­nen Shirt plus lila Turn­schuhe, da stel­len sich meine Nacken­haare hoch). Die Lütte kennt meine Kom­men­tare seit­dem sie sich selbst­stän­dig anzie­hen kann und kon­tert ent­spre­chend. Finde ich genial :)
Ich lasse mich über­ra­schen wohin sie sich ent­wi­ckelt … aus eige­ner Puber­täts­er­fah­rung weiß ich, dass sich ihre Ein­stel­lun­gen, etc. in den kom­men­den Jah­ren noch öfters ändern wer­den.
Grund­sätz­lich stehe ich allem und jedem offen gegen­über. Das ändert sich erst wenn mir jemand etwas auf­zwin­gen will. Das mag ich über­haupt nicht und da hört auch meine Tole­ranz auf.«

Hast du Ste­fan schon vor oder erst nach dei­nem Hang zu Szene ken­nen­ge­lernt? Ist eine Sze­ne­über­grei­fende oder auch Szen­e­fremde Part­ner­schaft über­haupt mög­lich? Was wären dei­ner Mei­nung nach typi­sche Sze­ne­kon­flikte inner­halb einer Partnerschaft?

»Als ich Ste­fan 2004 »off­line« ken­nen lernte gehörte er nicht der Szene an und mei­ner­ei­ner war noch nicht so inten­siv dabei wie heute.
Ich behaupte das es mög­lich ist eine szeneübergreifende/-fremde Part­ner­schaft zu füh­ren. Im Grunde ist es doch völ­lig egal zu wel­cher Szene der Part­ner gehört … denn wenn der Part­ner nicht in der Lage ist die Ein­stel­lun­gen des Ande­ren zu respek­tie­ren kann mei­ner Ansicht nach auch aus der Part­ner­schaft nix wer­den.
Neben den stink­nor­ma­len Kon­flik­ten einer Part­ner­schaft würde ich den jewei­li­gen Musik­ge­schmack als mög­li­ches Kon­flikt­po­ten­tial anse­hen … wobei die Lösung hierzu sehr ein­fach ist: Kom­mu­ni­ka­tion und Kopf­hö­rer sind die Schlüs­sel zum Glück.«

Du arbei­test beruf­lich von zu Hause. Was machst du beruf­lich und wie wür­dest du deine Tätig­keit beschrei­ben? Wür­dest du dich für die Arbeit ver­klei­den oder wür­dest du dich eher jetzt als ver­klei­det betrach­ten? Hast du bereits ein beruf­li­ches Feed­back wegen dei­nes Aus­se­hens, dei­ner Ein­stel­lung oder Musik erhalten?

»Booz & Com­pany ist ein Bera­tungs­un­ter­neh­men für das ich seit 1997 arbeite. Seit 2004 bin ich für die Webent­wick­lung inner­halb der Firma zustän­dig.
In einem Bera­tungs­un­ter­neh­men herrscht ähnlich wie z.B. im Bank­ge­werbe eine ent­spre­chende Klei­der­ord­nung, das bedeu­tet wenn ich nach Düs­sel­dorf fahre sollte ich mich schon ent­spre­chend klei­den. Natür­lich ver­kleide ich mich, Frei­zeit­kla­mot­ten wären nicht ange­bracht. Ich kann sehr gut damit leben … denn auch meine »Busi­ness Klei­dung« ist Schwarz.
Ein­zig wegen mei­nes Tat­toos (Jack Skel­ling­ton auf dem lin­ken Unter­arm) wurde ich bis dato ange­spro­chen, mit der Bitte es im Büro zu ver­de­cken. Halte ich für Blöd­sinn und ich halte mich nicht wirk­lich dran. Ich sehe und zeige mein Tat­too nun­mal gerne … im Juni kommt übri­gens ein neues Tat­too auf dem rech­ten Arm hinzu .«

Was bedeu­tet dir Gothic? Meinst du, es ist nur ein Lebens­ab­schnitt aus dem du »her­aus­wächst« oder ist es etwas, was du für den Rest dei­nes Lebens vor­stel­len kannst.

»Wie wei­ter oben bereits geschrie­ben sind es für mich die Ein­stel­lun­gen der Szene mit denen ich mich iden­ti­fi­zie­ren kann und ich denke das ich für den Rest mei­nes Lebens Anhän­ger der schwar­zen Lebens­art blei­ben werde … ich fühle mich in der Szene wohl und warum sollte ich etwas ändern worin ich mich wohlfühle?«

Glaubst du an Gott? Wie ist deine Bezie­hung zu Reli­gion? Viele »schwarze« leben ja in eine Reli­gi­ons­col­lage und mischen unter­schied­li­che neue und alte Reli­gion (Hei­den­tum, Natur­re­li­gion, christ­li­che Reli­gion) zu einer neuen, eige­nen. Beschäf­tigst du Dich mit Reli­gion und glaubst du mit dem Wis­sen stei­gen die Zwei­fel? Was kommt nach dem Tod?

»Frü­her habe ich an Gott & Co. geglaubt. Als meine Mut­ter 1988 starb glaubte ich an gar­nix mehr. Das ist bis heute so geblie­ben. Der Bezug zu Reli­gio­nen fehlt mir seit­dem völ­lig.
Was nach dem Tod kommt? Ich lasse mich gerne über­ra­chen … wenn ich es mir aus­su­chen könnte, dann gerne als Katze in einem Haus­halt wie bei uns … bis zu 14 Stun­den am Tag schla­fen, ein Dach über dem Kopf und Fut­ter satt … ein Traum *lach*.«

Der Tod ist ja zumin­des­tens frü­her ein inte­gra­ler Bestand­teil der Szene gewe­sen. Tote­köpfe, Kno­chen, die Beschäf­ti­gung mit Fried­hö­fen, Todes­ri­tua­len und dem eige­nen Dasein waren beliebte The­men und Acces­soires. Hast du seit dei­ner Zuge­hö­rig­keit ein ande­res Gefühl für den Tod und die eigene Sterb­lich­keit? Sind Toten­köpfe und Kno­chen auch für dich mög­li­che Kult­ge­gen­stände? Magst du Friedhöfe?

»Hmmm, da meine Eltern bereits seit meh­re­ren Jah­ren ver­stor­ben sind, habe ich einen ande­ren Bezug zum Tod. Geliebte Men­schen zu ver­lie­ren tut ver­dammt weh und darin sehe ich nichts Schö­nes, Mys­ti­sches, Kul­ti­ges oder was auch immer. Meine Sicht auf die eigene Sterb­lich­keit ist sehr prag­ma­tisch … Tes­ta­ment, Gene­ral­voll­macht, Pati­en­ten­ver­fü­gung … ich bin gerne vor­be­rei­tet.
Ja ich mag Fried­höfe, wenn es nicht der Fried­hof ist wo meine Eltern begra­ben lie­gen. Fried­höfe sind Orte an denen ich u.a. abso­lute Ruhe fin­den kann … zum nach­den­ken. Fried­höfe sind aber auch Orte die Geschich­ten erzäh­len die man sich selbst im Kopf zusam­men spinnt … denn die wirk­li­chen Geschich­ten kenn man ja nicht.«

Kom­men wir zu Musik. Nenne deine per­sön­li­chen 5 Hym­nen der schwar­zen Szene. Hat ein Song eine spe­zi­elle Bedeu­tung für Dich?

»Nur 5? *lach* … da wären fol­gende Stü­cke die ich gerne höre und als Hym­nen bezeich­nen würde: Wer­ben (ASP), Frei­heit (Unhei­lig), Love Me To The End (Deine Lakaien), A Forest (The Cure) und Neme­sis (VNV Nation).
»Wer­ben« von ASP hat eine ganz per­sön­li­che Bedeu­tung für mich. Auch wenn ich die Bezeich­nung “unser Lied” nicht mag, so trifft es auf Ste­fan und mich wie die Faust auf’s Auge. »Aus der Tiefe« kam am 03.07.2005 in den Han­del … zu die­sem Zeit­punkt war ich bereits total ver­knallt … nur Ste­fan brauchte ein klei­nes bischen län­ger. 2 Tage spä­ter war es dann fest und noch ein paar Tage spä­ter bekam Ste­fan Post und wurde mit ASP “infiziert”.«

Wenn du die Szene als sol­che betrach­test, das was sie für dich bedeu­tet, wie wird sie sich dei­ner Mei­nung nach Ent­wi­ckeln? Wel­che guten Rat wür­dest du der Szene geben?

»Das Leben selbst ist im stän­di­gen Wan­del, was natür­lich auch auf die Szene zutrifft. Ich weiß es beim bes­ten Wil­len nicht wohin die Ent­wick­lung gehen wird.
Gute Rat­schläge sind immer schnell ver­ge­ben … ich würde mir von den Men­schen all­ge­mein und nicht nur der Szene selbst mehr Tole­ranz, Mut und Humor wünschen.«

Danke Euch für’s lesen (wenn es wer bis hier unten geschafft hat) und an Robert für Deine inter­es­san­ten und nicht ganz ein­fa­chen Fra­gen … in die­sem Sinne habt einen wun­der­vol­len Tag und geniesst das Leben … das ist näm­lich Ein­zig­ar­tig wie jeder Selbst.

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Sie liebt das Meer, besonders die Stürme haben es ihr angetan. Früher als Kind war Sie immer an den Klippen auf Helgoland und hat fasziniert auf das Meer geblickt und die einzigartige Stimmung genossen. Heute ist sie Gruftie aus Leidenschaft, auch in Indien. Du findest mich auch .

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9 Kommentare

  1. @stoffel: vie­len Dank für das »über­haupt hier schrei­ben«. Zu einem Kom­men­tar bin ich zur Zeit viel zu müde, aber viel­leicht kommt das noch ;)

  2. Hallo Stof­fel, sehr inter­es­sant, dich auf diese Art ein wenig ken­nen zu lernen ^^

    Beson­ders deine Gedan­ken zum Thema Tod fand ich aus aktu­el­lem Anlass inter­es­sant.
    Ich habe in den letz­ten Wochen viel dar­über nach­ge­dacht, inwie­fern meine Ein­stel­lung zum Thema Tod irgend­wie mit mei­ner Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit zusam­men­hängt, und ich denke, dass beide Aspekte für mich zwar viel­leicht nicht unbe­dingt in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang ste­hen, aber doch auf den glei­chen Grund­ge­dan­ken zurück­zu­füh­ren sind. Ich habe mich schon immer für Spi­ri­tua­li­tät, Reli­gion und die Frage nach dem Tod inter­es­siert — zu sehen, wie die unter­schied­li­chen Glau­bens­rich­tun­gen das Thema ange­hen.
    Und Gothic als Lebens­stil aus­zu­le­ben und es nicht nur auf Musik und Klei­dung zu redu­zie­ren heißt für mich eben vor allem auch, sich nicht nur mit den schö­nen, fröh­li­chen Aspek­ten des Lebens aus­ein­an­der zu set­zen, son­dern eben auch mit den Schat­ten­sei­ten wie der eige­nen Sterb­lich­keit und der der Men­schen, die man liebt.
    Meine Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit hat mich also viel­leicht ein Stück weit moti­viert, mich noch tie­fer in die Mete­rie zu bege­ben und ein Kon­zept (bzw. einen Glau­ben) zu ent­wi­ckeln, der mir ein wenig Trost spendet.

    Am letz­ten Sonn­tag starb meine Mut­ter nach 11-tägigem Koma an Leuk­ämie. Sie war nur 58 Jahre alt.

    Natür­lich tut es weh und macht mich sehr trau­rig, aber ich glaube, ich kann mit dem Thema jetzt bes­ser und hoff­nungs­vol­ler umge­hen und alles bes­ser ver­kraf­ten als ich es viel­leicht vor mei­nem bewuss­ten Hin­wen­den zum Gothic gekonnt hätte.
    Umge­kehrt hat diese Erfah­rung jeden­falls bis jetzt noch keine Aus­wir­kung inso­fern gehabt, als dass ich jetzt mor­bide The­men und Bil­der ableh­nen würde. Das mag aber auch daran lie­gen, dass meine Mut­ter mei­nen alter­na­ti­ven Lebens­stil immer voll­auf akzep­tiert und teils sogar aus­drück­lich begrüßt hat.

  3. Danke Euch Beiden :)

    @ von Karn­stein … ein har­ter Schlag und ich wün­sche Dir Kraft die Zeit danach zu über­ste­hen. Wie ich Dei­nem Kom­men­tar ent­neh­men konnte bin ich zuver­sicht­lich das Du diese Kraft hast und Trost fin­dest. Diese Kraft bzw. die Mög­lich­keit Trost zu fin­den hätte ich nach dem Tod mei­ner Eltern auch gerne gehabt. Es ist schwer gerade die­ses für mich sen­si­ble Thema in »les­ba­ren« Häpp­chen für andere Leser ver­ständ­lich nie­der­zu­schrei­ben … viel­leicht braucht man hier­für wirk­lich das reale Leben um alles zu verstehen.

  4. Klasse Bei­trag, ich bin — neben einer gewis­sen Spur Über­ra­schung — schwer beein­druckt von Dei­ner Aus­ar­bei­tung und bedanke mich hier an die­ser Stelle schon mal für Deine Ant­wor­ten. Ich denke, das ich die nicht wei­ter kom­men­tie­ren möchte, denn sie ste­hen für sich sel­ber und zei­gen Dich als Teil der schwar­zen Gemeinde. Ich werde mir ledig­lich erlau­ben deine musi­ka­li­schen Top in anspre­chen­den Links zu ver­ar­bei­ten. Habt noch­ein­mal dank für eure Bereit­schaft ein wenig nach dem rech­ten zu sehen, ich werde mich zeit­nah und in ange­mes­se­ner Form revanchieren.

    Lie­ber Karn­stein, Dir gilt mein ganz beson­de­res Mit­ge­fühl. Lasse Dir nicht ein­re­den wie du mit dem Tod dei­ner Mut­ter umzu­ge­hen hast, es gibt dabei nur DEINEN Weg. Kurio­ser­weise tei­len wir das gleich Schick­sal, meine Mut­ter starb an 1997 im Alter von 58 Jah­ren an den Fol­gen des Brust­krebs. Ich glaube des­halb in Ansät­zen nach­voll­zie­hen zu kön­nen, wie Du dich fühlst.

    @stoffel: Auch ich besu­che das Grab mei­ner Mut­ter nicht, weil ich kei­nen Ort brau­che um ihrer zu geden­ken. Meine Mut­ter ist immer noch ein Teil mei­nes Lebens, sei es ihr gene­ti­sches Erbe oder der Geist, der mich immer wie­der beein­flusst. Glück­li­cher­weise lebt mein Vater noch, so dass wir uns gemein­sam daran erin­nern und Ein­zel­si­tua­tiv ent­schei­den, wie sie über etwas gedacht hätte.

  5. @stoffel: Ich wollte es ja noch kom­men­tie­ren, aber ich lasse es, da Du ein Kind hast…

  6. Gern gesche­hen Robert … und ich konnte Dich über­ra­schen? Echt? Womit denn? *neugierigbin*

    Meine Mut­ter ver­starb eben­falls an Krebs, sie wurde 43 Jahre alt. Ich brau­che eben­falls kei­nen Ort zum Geden­ken an sie und mei­nen Vater, jedoch wurde nach dem Tod mei­ner Mut­ter ent­schie­den das sie ein Grab auf dem Fried­hof erhält. Ich wollte das damals nicht, aber das wurde über­hört sozu­sa­gen. Bei mei­nem Vater habe ich mich für ein anony­mes Urnen­grab ent­schie­den … lei­der war eine See­be­stat­tung aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht mög­lich. Beide leben in mei­nen Erin­ne­run­gen wei­ter und das tut gut, wenn auch manch­mal weh.

    @Vizioon … warum? Ver­stehe lei­der nicht was das mit mei­ner Lüt­ten zu tun hat.

  7. @stoffel: macht nichts. Letzt­end­lich war das auch eine dumme Bemerkung.

  8. Hallo :),
    ich mach zur Zeit eine Arbeit über Mode, Sub­kul­tur und Inter­net and der Uni Pas­sau. Da ich gern über Gothic schrei­ben würde wär es super, wenn jemand mit mir ein klei­nes Inter­view machen würde. Gern auch der Betrei­ber die­ses Blog.
    In der Hoff­nung auf Ant­wort.……
    blueangelinwow@yahoo.de

  9. @stoffel: Die Über­ra­schung liegt im uner­war­te­ten. Also darin, das du nicht dem ent­sprichst was ich erwar­tet hätte, frei von jeg­li­cher Wer­tung. Es gehört schon ein gewisse Por­tion Mut dazu sich in eine Szene zu wagen, deren Inhalt die Abgren­zung ist. Gerade bei Frauen, die einen star­ken Drang zur Gemein­schaft haben, ist ein spä­ter Szene­e­in­stieg oft die Folge von Ent­täu­schun­gen. Das scheint bei Dir nicht der Fall gewe­sen zu sein, daher finde ich die­sen Schritt der eige­nen Ver­wirk­li­chung beson­ders mutig, vor allem vor dem Hin­ter­grund das mehr dahin­ter steckt als nur die Lust sich »anders« zu klei­den. Aber das kön­nen wir noch­mal in einem per­sön­li­chen Gespräch erörtern :)

    @Angelika: Deine Hoff­nung blieb nicht unerfüllt.

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