3 Oktober

Subkultur! - Cybergothic

Kategorie: Hintergründe — Jahrgang: 2009132 Kommentare

CybergothicSchon die Über­schrift ist ver­wir­rend und kon­tro­vers zugleich. Cyber­goth lässt ver­mu­ten das es sich bei die­ser Jugend­kul­tur um einen direkt Able­ger der Gothic-Szene han­delt. Die Cyber­gothics sind aber eine Cross-Over Kul­tur, die sich aus vie­len unter­schied­li­chen Sti­len und Ein­flüs­sen zusam­men­setzt.  Visual Kei, Techno, Punk, Rive­thead1 und Gothic fusio­nie­ren beim Cyber zu einer neuen, rein äußer­lich und optisch inspi­rier­ten Sub­kul­tur. Die Anzahl der tat­säch­li­chen äußer­li­chen Gemein­sam­kei­ten zum Gothic sind sehr gering.

Der Klei­dungs­stil ist futu­ris­tisch und erin­nert wie beab­sich­tigt an ein far­ben­fro­hes End­zeit­sze­na­rio. Schwarz, das mit weiß oder grel­len Neo­far­ben akzen­tu­iert wird, ist typisch für die Anhän­ger die­ser Szene. Die Klei­dungs­stü­cke und auch die Schuhe sind reich­hal­tig mit Metall­be­schlä­gen ver­ziert. Beson­de­ren Ein­falls­reich­tum zeigt man bei der Wahl des Acces­soires, Schwei­ßer­bril­len (Gogg­les) gehö­ren zum guten Ton, ebenso wie Gas­mas­ken und lange Spitz­nie­ten. Ele­mente der Fetish-Bekleidung sor­gen für einen sehr kör­per­be­ton­ten und frei­zü­gi­gen Klei­dungs­stil mit Lack– und Latex-Bekleidung. Beson­de­res Augen­merk wird auf die Ver­zie­rung der Haare mit neon­far­be­nen Exten­si­ons und Cyberloxx2 gelegt, den Auf­wand den einige dafür betrei­ben ist bemer­kens­wert und erin­nert auch an die frü­hen Haar­spray und Styling-Orgien in der Wave und Grufti-Szene der spä­ten 80er. Cyber der neue­ren Gene­ra­tion ver­zich­ten mitt­ler­weile auf eine schwarze Basis und geben sich noch far­ben­fro­her (siehe Bild)

Auch Ein­flüsse der Visual Kei-, Anime-, und Manga-Szene sind zu beob­ach­ten, ver­wei­sen aber nicht wie ver­mu­tet auf eine Sze­ne­über­schnei­dung hin. Der Klei­dungs­stil der Cyber­gothics ist sze­ne­über­grei­fend und ledig­lich auf die Über­nahme von opti­schen Merk­male spe­zia­li­siert. Die Phan­ta­sie beim zusam­men­stel­len von Klei­dungs­sti­len hat auch eine starke DIY-Bewegung (Do-It-Yourself) unter den Mit­glie­dern her­vor­ge­bracht, die oft mit viel Hin­gabe und Zeit­ein­satz ihre Krea­tio­nen selbst ent­wer­fen und gestalten.

Musik

Cover von Army of Industrial DarknessDie Musik die­ser Szene ist ähnlich wie die Szene selbst von vie­len Rich­tun­gen beein­flusst. Oft­mals wird die Musik als Indus­trial bezeich­net, womit sie aber rein Sze­ne­histo­risch nichts zu tun hat. Es ist viel­mehr eine Wei­ter­ent­wick­lung des Techno oder Rave, die mit eini­gen Ele­men­ten des Indus­trial, des Gothics und des Dark-Wave ange­rei­chert wer­den. Die Musik ist schnell und tanz­bar, meist mit kei­nem oder sehr wenig Text oder Gesang, der dann zusätz­lich noch ver­zerrt wird, was aus den spä­te­ren expe­ri­men­tel­len Ent­wick­lung des Indus­tri­als stammt und viel­leicht die ein­zige musi­ka­li­sche Ver­wandt­schaft darstellt.

Die Cyber­szene hat dem­nach kei­nen eige­nen Musik­stil son­dern freun­det sich mit vie­len For­men der elek­tro­ni­schen und tanz­ba­ren Musik an. Techno, Future Pop, Trance, Elek­tro, Noise und Goa in einer meist etwas »düs­te­ren« Vari­ante. Der Tanz­stil ist der Musik ent­nom­men und zeigt sich oft rhyth­misch und mit schnel­len Arm und Bein­be­we­gun­gen und ist auch so häu­fig in Rave-Kreisen anzutreffen.

Cyber + Gothic = Cybergothic?

Cyber Gothic TokioObwohl beide Sub­kul­tu­ren meist in der pri­mä­ren Grund­farbe schwarz tra­gen, haben sie wenig gemein­sam. Cyber­goths ver­fol­gen keine spe­zi­elle Ideo­lo­gie wie es die Gothics tun. Eine Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­gan­gen­heit, dem Tod, der Roman­tik, Mys­tik oder dem Okkul­tis­mus fin­det nicht statt. Wäh­rend die Gothic-Kultur eine Ver­gan­gen­heits­ori­en­tierte Bewe­gung ist, strebt man beim Cyber in die Zukunft und ver­kör­pert die Phan­ta­sie der Anhän­ger, wie es ein­mal in einer Post-Apokalyptischen, Tech­no­iden Welt aus­se­hen könnte. Man ver­folgt häu­fig die eigene Lust, Party zu machen, Spaß zu haben und sich in Szene zu set­zen und teilt nicht das Lebens­ge­fühl der Gothics. Aus die­sem Grund wird diese neue Ent­wick­lung auch nicht von den Gothics akzep­tiert und häu­fig ver­spot­tet, man fürch­tet um den intel­lek­tu­el­len Gehalt und ver­ab­scheut den rei­nen Party-Gedanken der Sub­kul­tur. Gerade die­ser gra­vie­rende Unter­schied macht es vie­len schwer, die spöt­tisch als »Knick­licht­gruf­ties« oder »Glüh­würm­chen« bezeich­ne­ten Men­schen zu akzep­tie­ren und ist viel­fach Gele­gen­heit, die unter­drück­ten Revier­kämpfe wie­der zu aktivieren.

Cybers sind für alles Visio­näre zu begeis­tern und kon­su­mie­ren End­zei­to­ri­en­tierte Filme wie bei­spiels­weise Matrix oder 28 Days Later und toben sich auch in Rol­len­spie­len im Inter­net aus, in denen es meist um ein düs­te­res End­zeit­sze­na­rio geht. Das oft ver­wen­dete Sym­bol Bio­ha­zard steht dem­nach auch für die Vor­stel­lung, die Welt würde sich durch eine Bio­lo­gi­sche Ver­seu­chung selbst vernichten.

Warum es letzt­end­lich zur begriff­li­chen Ver­schmel­zung bei­der Kul­tu­ren kam, lässt sich nicht abschlie­ßend betrach­ten. Publi­ka­tio­nen in ein­schlä­gi­gen Maga­zi­nen und Medien kön­nen ebenso aus­schlag­ge­bend sein, wie die Tat­sa­che, das sich die abeb­bende Wave– und Dark-Wave-Szene Ende der 80er auch in Rich­tung des Techno ent­wi­ckelte und wohl­mög­lich Jahre spä­ter die neu auf­ge­grif­fe­nen Trends wie­der in die Gothic­szene trugen.

Ablehnung innerhalb der schwarzen Szene

Halte deine Szene sauberObwohl die schwarze Szene als tole­rant und offen gilt, leh­nen vor allem die Trad­goths die­sen Ein­fluss ab. Als Begrün­dung wird häu­fig genannt, das man das unre­flek­tierte »bedie­nen« der Stile ande­rer Sub­kul­tu­ren unei­gen­stän­dig fin­det und es bei der Cyber­szene um eine rein modisch ori­en­tierte Bewe­gung han­delt. Man ver­mu­tet, das die Über­schwap­pende Rave-Szene dunkle Able­ger in der Gothic-Szene eta­bliert hat3. Inhalts­lo­sig­keit und Ober­fläch­lich­keit wird ebenso häu­fig als Ableh­nungs­grund genannt und mün­det teil­weise sogar in einen orga­ni­sier­ten Akti­vis­mus gegen die­ses Bewe­gung (siehe Bild), da man die Werte der eige­nen Szene für gefähr­det hält. Die ober­fläch­li­che Party-Einstellung der Cybers ist Gift auf den See­len der Gothics, die seit ihren Ursprün­gen eben die­ses Ver­hal­ten ablehnen.

Tat­sa­che ist, das sich viele schwar­zen See­len ihrer Lebens­grund­lage beraubt sehen, da reine Gothic-Treffpunkte wie es nun­mal Fes­ti­vals, Szenelä­den und Dis­co­the­ken sind, sich einem immer brei­ter wer­den­den Publi­kum öffnen müs­sen um über­haupt über­le­ben zu kön­nen. Ein Trend wie den der Cyber scheint ein idea­les Ver­mark­tungs­in­stru­ment zu sein, opti­sche Acces­soires sind teil­weise recht kost­spie­lig und wer­den in gro­ßem Rah­men von den Anhän­ger kon­su­miert, die Musik ist größ­ten­teils schnell und bil­lig pro­du­ziert und wie geschaf­fen zum Geld ver­die­nen. Text­li­che Inhalte redu­zie­ren sich auf ver­zerrte Paro­len, die oft unter die Gür­tel­li­nie reichen.

Prin­zi­pi­ell geht es bei die­sem Kon­flikt also um die Tech­noi­sie­rung der Clubs und Fes­ti­vals die mit einer Mischung aus Musik­rich­tun­gen mög­lichst viele Kun­den locken möch­ten. Das die Musik­rich­tun­gen über­haupt nicht zusam­men­pas­sen wird in vie­len Clubs hart­nä­ckig igno­riert. Der Trend geht ver­mehrt wie­der in Rich­tung ein­zel­ner Musik­rich­tungs­ori­en­tier­ten Par­tys oder der Auf­split­tung in ver­schie­dene Berei­che einer Dis­co­thek. Ob beide Szene lang­fris­tig für aus­rei­chend Umsatz sor­gen kön­nen, ist bestim­mend dafür, ob sol­che Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den. Zukunft unge­wiss, Tren­nung vorprogrammiert?

(Bild­quel­len: Bren Dovgal@flickr.com (CC-by-nc),  e_brand@flickr.com (CC-by-nc),  Black­live)

  1. engl. für »Niet­kopf« und Überg­angs­kul­tur der Post-Industrial-Szene deren Anhän­ger mit Tarn­hem­den, Feld­ja­cken und Kampf­stie­feln zu sehen sind. []
  2. Bei den soge­nann­ten Cyberloxx, die viel­fach ver­trie­ben wer­den, han­delt es sich ursprüng­lich um Geschenk­band aus den USA, dass man mit viel Hin­gabe in das vor­han­dene Haupt­haar ein­ar­bei­tet oder mit­tels Klam­mern im Haar befes­tigt. []
  3. Aus den Kom­men­ta­ren des Pro­jekte jugendszene.com zum Thema Gothic []

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Hintergründe
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132 Kommentare

  1. Hey leute,
    mal ganz ehr­lich: ihr schiebt hier nen Film das is gran­dios. Ja, ich gehör drit­tels zur cyber, drit­tels zur gothic und drit­tels zur Metal­szene. Soviel into­le­ranz wie ich bei der gothic szene mit­be­komm gegen­über den cyber is unver­ständ­lich für mich.
    Warum nutzt ihr eure ener­gie nicht ein­fach dafür, die cyber zu igno­rie­ren und selbst was zu orga­ni­sie­ren wo cyber nicht rein­kom­men.
    Ihr schreibt hier soviel dar­über wie es euch ankotzt, wie sich alles ent­wi­ckelt packt es aber nicht an. Mit reden allein, hat noch nie­mand gewonnen.

  2. @Bio: Soll das eine Mei­nung sein, oder nur ein Flame? Da Du ja sel­ber nicht weißt, wo Du hin­ge­hörst, soll­test Du Deine Ener­gie nut­zen, um Dei­nen Platz zu fin­den. Mit Reden allein scheint das ja nicht zu funktionieren.

  3. @Biomechanical: Wenn du dich sonst auch so aus­drückst und gibst ist es wenig ver­wun­der­lich, dass du mit Into­le­ranz gestraft wirst. Du redest dar­über, dass hier »ein Film gescho­ben« wird und haust dann sol­che Sachen wie »Warum nutzt ihr nicht eure Ener­gie, um xy« — nicht gerade über­zeu­gend. Wenn du die Mei­nun­gen auf dem Blog hier durch­ge­le­sen hät­test, wär dir auch auf­ge­fal­len, dass hier durch­aus ein Mei­nungs­aus­tausch statt­fin­det, der nicht auf Into­le­ranz beruht.

    @Vizioon: Wo liegt das Pro­blem, sich nicht in spe­zi­ell eine Ecke ein­zu­ord­nen? Ich seh mich auch nicht nur einer der ver­schie­de­nen Sub­kul­tu­ren ange­hö­rig, hab soweit meine eigene Ansich­ten und Mei­nun­gen und könnte auch gar nicht nur »eine Schub­lade« bedie­nen mit mei­nem Leben.

  4. Zu Bio­me­cha­ni­cal

    […]Soviel into­le­ranz wie ich bei der gothic szene mit­be­komm gegen­über den cyber is unver­ständ­lich für mich.[…]

    Warum? Jetzt nicht auf die Cyber bezo­gen, son­dern ein­fach auf den Fak­tor der Into­le­ranz. Ist Into­le­ranz unschick? Unred­lich oder straf­bar? Warum die­ses Unver­ständ­nis. Aspekte der Into­le­ranz sind nur die Argu­mente einer Mei­nung und als diese auch nur zu wer­ten. Und solange es die Tole­ranz nicht schafft, die Into­le­ranz zu tole­rie­ren, braucht man sich gar nichts auf den Begriff ein­zu­bil­den.
    Davon ein­mal abge­se­hen, ein Rudel Cyber beim Schwarz­club­abend wirkt nun ein­mal wie eine Horde BILD-Rezipienten wäh­rend einer Lesung der Werke Kaf­kas. Oder anders gesagt, wer für einen Abend ins poli­ti­sche Kaba­rett geht, will auch nicht Mario Barth auf der Bühne rum­kas­pern sehen. Und umgekehrt.

    […]Warum nutzt ihr eure ener­gie nicht ein­fach dafür, die cyber zu igno­rie­ren und selbst was zu orga­ni­sie­ren wo cyber nicht reinkommen.[…]

    Sie werde ja auch igno­riert, da diese Szene nicht über ein hohes Aggres­si­ons­po­ten­zial ver­fügt. Aber den­noch muss man ja nicht schwei­gend dul­den. Oder was soll man unter­neh­men? Abende mit einem gro­ßen „Ihr müsst lei­der drau­ßen bleiben“-Schild? Fan­dungs­ras­ter für Schwei­ßer­bril­len und Fin­ger­leuch­ten? Ich möchte ein­mal den Ver­an­stal­ter erleb­ten, der dadurch fröh­lich seine Kund­schaft ver­k­rault.
    Zudem muss ich etwas bit­ter grin­sen. Denn ich lasse mich nicht von Tek­ker­knirp­sen ver­trei­ben, die schlüpf­ten, als ich schon vor Fes­ti­val­büh­nen stand. Das so zu mei­nen wäre etwas dreist. Die Pflicht der Anpas­sung oder Neu­or­ga­ni­sa­tion hat letzt­end­lich der­je­nige, der in schon gefüll­tes Ter­ri­to­rium tritt. Und nicht der, der sich von so man­chem Auf­tre­ten in sei­nem Wesen belei­digt sieht.
    Den­noch, ein Pau­schal­ver­bot möchte ich auch gar nicht aus­spre­chen. Da es doch einige Ver­tre­ter der Cyber­kul­tur gibt, die eine erfri­schende Neu­heit in das Sze­ne­bild brin­gen. Nur exis­tiert nun ein­mal ein Unter­schied zwi­schen einem Cyber und dem, das ich so lie­be­voll als Teletub­bie bezeichne. Und auf 30 Teletub­bies kom­men viel­leicht zwei „gelun­gene Cyber“. So zumin­dest sehe ich das. Viel­leicht zu eli­tär, viel­leicht arro­gant, viel­leicht ver­mes­sen, sich über ein der­ar­tig tri­via­les Thema zu erei­fern. Aber viel­leicht auch nur „vielleicht“.

  5. @ Guld­han
    Ich ver­su­che gerade, den Toleranz-Intoleranz-Knoten in mei­nem Hirn zu ent­wir­ren, den du ver­ur­sacht hast :-)

    Das Pro­blem liegt mei­nes Erach­tens nicht im Out­fit oder in »Kate­go­rien« son­dern im Ver­hal­ten. Der Kom­men­tar von Bio­me­cha­ni­cal spricht doch in Form, Wort­wahl und Inhalt für sich.

    Mal abge­se­hen davon, ist Bio­me­cha­ni­cal wahr­schein­lich schon längst wie­der in den Tie­fen neon­bun­ter Quiet­sch­wel­ten verschwunden.

  6. […]Ich ver­su­che gerade, den Toleranz-Intoleranz-Knoten in mei­nem Hirn zu ent­wir­ren, den du ver­ur­sacht hast :-)[…]

    Haupt­sa­che es wird kein gor­di­scher Kno­ten dar­aus ;)
    Um es etwas anders zu schrei­ben: Die­ses war eine Frage, die ich mir vor eini­ger Zeit ein­mal sel­ber stellte und bis heute keine Ant­wort fand. Näm­lich, inwie­weit (oder bis zu wel­chem Grad) man als tole­ran­ter Mensch into­le­ran­tes Ver­hal­ten tole­rie­ren darf, sollte oder sogar muss. Bezieht man Aspekte der Ethik und der Moral mit ein, beharrt aber ande­rer­seits auf die Kon­se­quenz der Begriffe, so sitzt man irgend­wann nur noch kon­fus in sei­nem Zim­mer und denkt: „42…?“

  7. Ihr macht mich auf eine ganz neue und gran­diose Weise arbeits­los, denn ich hätte Bio­me­cha­ni­cals Kom­men­tar nicht bes­ser beant­wor­ten kön­nen. Vie­len Dank.

    »ein Rudel Cyber beim Schwarz­club­abend wirkt nun ein­mal wie eine Horde BILD-Rezipienten wäh­rend einer Lesung der Werke Kaf­kas« Köst­lich :)

  8. @Guldhan
    Ich hab über diese Toleranz-Geschichte jetzt wirk­lich lange nach­ge­dacht — ohne Ergeb­nis. Viel­leicht gibt es da ein­fach keine pau­schale Ant­wort. Vor allem dann nicht, wenn man gedank­lich die Szene und dann die euro­päi­sche Zone ver­lässt und sich bis zu den Natur­völ­kern und ent­spre­chen­den Weltanschauungen/Handlungsweisen durchschlägt.

    Das ein­zige fass­bare Ergeb­nis ist wohl die­ses: Die enthu­si­as­ti­sche Tole­ranz mei­ner Jugend­jahre ist ver­flo­gen. Der Grund­ge­danke war nicht schlecht, aber es muss ein Feh­ler in der Theo­rie gewe­sen sein.… hat nicht funktioniert ;-)

  9. @Guldhan: Nice one :) Der Tolern­anz­ge­danke erschöpft sich irgend­wann, denn sonst gäbe es keine Sze­nen, son­dern nur »eine« Szene.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich das schon mal geschrie­ben habe, aber egal: letzt­end­lich schafft jeder für sich seine Szene, also seine Gren­zen und sei­nen Geschmack. Tja, wir sind Indu­vi­dien. Von daher gibt es keine Szene, son­dern nur ein Umfeld, mit dem wir uns am bes­ten arran­gie­ren können.

  10. Also ich bin keine Indu­vi­die. Da bin ich mir ganz sicher :-)

  11. Mit den Begriff­lich­kei­ten habe ich auch so immer meine Schwie­rig­kei­ten. »Die enthu­si­as­ti­sche Tole­ranz mei­ner Jugend­jahre ist ver­flo­gen«. Ich emp­finde das umge­kehrt. Wenn man nach 2 Mona­ten »sich auf dem Schul­hof zu den ande­ren stel­len« eine gewisse Zuge­hö­rig­keit aus­drückt, kam ich mir immer beson­ders pri­vi­le­giert vor, beson­ders, anders und außer­ge­wöhn­lich. Die ande­ren fand ich dann irgend­wann doof, dann läs­tig und letzt­end­lich stö­rend. Die Tole­ranz sank, die Into­le­ranz stieg.

    Heute emp­finde ich man­chen Phä­no­me­nen gegen­über so etwas wie Gleich­gül­tig­keit, Akzep­tanz oder Tole­ranz, je nach dem wie genau man den Begriff aus­le­gen möchte. Andere würde sagen, man wird ein­fach ruhi­ger, was ich aber nicht wei­ter ver­werf­lich finde, wenn man die Gleich­gül­tig­keit nicht auf Dinge pro­ji­ziert, die es immer noch Wert sind, einen Enthu­si­as­mus zu entwickeln.

  12. dann meld ich mich mal auch wie­der zu word :D
    diese ganze tole­ranz und akzep­tanz geschichte ist wirk­lich schwie­rig unter einen hut zu brin­gen O.o men­schen sind eben unter­schied­lich ^^ was den einen stöhrt emp­fin­det der andere vie­leicht als ganz nor­mal. ich denke man sollte ver­su­chen sich seine eigene mei­nung zu bil­den aber sie nicht ande­ren aufzwingen ^^

  13. @rouven: Schöne Zusam­men­fassng. Ich ergänze noch, da man seine gebil­dete Mei­nung von Zeit zu Zeit auf ihre Rich­tig­keit über­prü­fen sollte ;)

  14. Puh, so viel habe ich wohl lange nicht mehr gelesen…

    Ich ver­folge die Ent­wick­lung der Cyber-Szene schon so ziem­lich seit ihrer Ent­ste­hung und muss sagen, eigent­lich hatte sie Ursprüng­lich schon viel mit der schwar­zen Szene zu tun wobei diese sich inzwi­schen über­wie­gend auch der Deka­denz hin­gibt und öber­fläch­lich ist. Sowohl Goth als auch Cyber beschäf­tig­ten sich vor allem mit der Ver­gäng­lich­keit nur das es bei dem einen die des Ein­zell­nen und bei dem ande­ren die einer gan­zen Bevöl­ke­rung. Eigent­lich ist die Sym­bo­lik bei Cyber sogar noch erkenn­bar, der geschei­terte Mensch der sich selbst und die Natur zer­stört hat. Das Leben auf einen toten Pla­ne­ten, einem Ödland in der es kei­nen Anstand, Moral und Kul­tu­ren mehr gibt und man sich selbst der nächste ist.

    Das war was mich an der Sub­kul­tur fas­zi­niert hat und auch die meis­ten »unbe­wusst« fas­zi­niert aber eine gemein­same Men­ta­li­tät gibt es sowieso in kei­ner Szene mehr.

  15. @Orphi: Sry, und ja, da bin ich mir auch sicher.
    @Ayu: Anstand und Moral sind eine Frage der Defi­ni­tion. Und Kul­tur ist ja sowieso alles.

  16. so nach mona­ten mal mein 2. kom­men­tar.
    man muss natür­lich nicht alles tole­rie­ren was sich so ver­sucht in sein »wohl­fühl­um­feld« zu drän­gen. nur ver­sucht erst­mal die zu bekämp­fen, die wirk­lich ein schlech­tes licht auf die »szene« an sich len­ken. die mit rech­tem gedan­ken­gut in ns/ns-imitat-uniform… was ich mir die­ses jahr teil­weise wie­der anse­hen musste auf dem M’era Luna war echt schlimm. gut zurück zum thema. ich hab im moment irgend­wie das gefühl das der cyber­boom abge­nomm­men hat aber das scheint nur mein sub­jek­ti­ves emp­fin­den zu sein. und wenn ich mir dann so ansehe wie viele »cybers« geschätzt pro­zen­tual die­ses jahr auf dem M’era Luna anwe­send waren, kann mir kei­ner erzäh­len das man sich durch die reine anwe­sen­heit gestört, beläs­tigt oder sonst­was füh­len kann. lass es die­ses jahr 5 bis wirk­lich maxi­mal 10 % gewe­sen sein. das sah in den letz­ten jah­ren schon anders aus. und um mal beim zumin­dest besu­cher­zah­len­mä­ßig größ­tem fes­ti­val der »szene« zu blei­ben, dann kann man sich da auch nicht über das line-up auf­re­gen. der sams­tag blieb ganz cyber­mu­sik­los und erst am spä­ten nach­mit­tag sonn­tag kamen dann die alt­be­kann­ten künst­ler die uns so anspre­chen. pro­zen­tual auch hier nicht mehr als ein anteil von bis­sel mehr als 10 pro­zent. damit sollte jeder leben kön­nen ohne das kot­zen zu bekom­men wenn er auf so einem fes­ti­val unter­wegs ist. außer­dem sehe ich bei den so unge­lieb­ten cyber­künst­lern jede, wirk­li­che jede grup­pie­rung der szene ver­tre­ten, was mir sagt das es sich nicht nur um musik für cybers han­delt son­dern einen gro­ßen teil der szene anspricht. und dann kann man sich wie­der nur an der optik stö­ren wie ich schon­mal geschrie­ben hatte… ich mag diese teletub­bies die aus­se­hen wie ich mir ein LSD-Trip vor­stelle auch nicht, nur die sind pro­zen­tual noch gerin­ger ange­sie­delt als leute wie ich, die den »cyber­look« immer­noch als ein stil der schwar­zen szene betrach­ten und nicht wol­len das man sie für ne tüte gum­mi­bä­ren hält. was clubs angeht kann ich all­ge­mein auf DTL bezo­gen nicht so viel sagen, da ich immer nur in den ber­li­ner clubs unter­wegs bin und da meis­tens in dem sel­ben. dort gibt es mot­tos und die wer­den auch alle von allen grup­pie­run­gen besucht die die szene zu bie­ten hat. und wie gesagt selbst wenn man die musik kom­plett tren­nen würde, wür­den noch genug cybers kom­men in dann eure clubs, da es wei­ter­hin viele gibt die sich nicht nur auf CC, ago­no­ize und co. fest­le­gen las­sen was ihren geschmack an musik angeht.

    grüße Sascha

  17. @rEACTOR dEFECT oder Sascha:
    Dein Text liest sich extrem schlecht: Groß– und Klein­schrei­bung ist ein Aspekt, und ab und an mal einen Absatz ein­bauen kann auch nicht scha­den.
    Abge­se­hen davon ist mir nicht wirk­lich klar, auf was Du hin­aus willst.

  18. Das der »Cyber-Boom« zurück zu gehen scheint habe ich vor kur­zem ver­mu­tet, schön zu lesen das der Gedanke nicht nur mir kam. Es ist ein­fach furcht­bar wenn der eigene Klei­dungs­stil sich plötz­lich rapide ver­brei­tet und man mit vie­len Men­schen die einem selbst ver­dammt pein­lich sind in Ver­bin­dung gebracht wird. Wenn die Anzahl der — ich nenn sie mal — »unter man­geln­dem Beneh­men lei­den­den Nach­wuch­scy­ber« wei­ter­hin sinkt kann das für das »ältere Cyber­folk« nur von Vor­teil sein.

    Denke das rEAC­TOR dEFECT auf »das Pro­blem löst sich der­zeit selbst­stän­dig« hin­aus wollte.

    Wobei ich die Kri­tik an NS-Uniformen und/oder Imi­ta­ten nicht nach­voll­zie­hen kann. MMn erfüllt sie den sel­ben Zweck wie ent­spre­chende Text­pas­sa­gen in diver­sen Stü­cken — bzw. erin­nert uns an die Schat­ten­sei­ten des Lebens. Wenn man die Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sen nicht sucht muss man in unse­rer Szene ver­dammt vor­sich­tig sein was man hört und sieht, da es z.B. wenige Lie­der gibt die diese nicht in irgend­ei­ner Form benen­nen oder zumin­dest anschneiden.

    Oder gibt es einen triff­ti­gen Grund sich gegen das NS-Thema zu weh­ren und gleich­zei­tig The­men wie Krieg, Fol­ter etc. zu tole­rie­ren? Ich denke nicht.

  19. @L: Aus mei­ner Sicht zu Dei­nem letz­ten Satz: Wie kommst Du auf den schrä­gen Gedan­ken, daß Krieg und Fol­ter The­men irgend­ei­ner Tole­ranz wären?

  20. @reactor defect: Die­sen Ein­druck habe ich in ähnli­cher Weise auf dem WGT aus­ma­chen kön­nen, obwohl es dort durch die große räum­li­che Tren­nung mit­un­ter zu fal­schen Ansich­ten kom­men kann. Ich weiß aber nicht wirk­lich ob sich das »Pro­blem« von selbst lösen wird. Viel­mehr ver­mute ich eine wei­tere Aus­dif­fe­ren­zie­rung der schwar­zen Szene in klei­ner Unter­grup­pie­run­gen die sich wie­der »eli­tä­rer« und »into­le­ran­ter« ver­hal­ten als es jetzt den Anschein hat.

    Gene­rell kann ich dei­nen Unmut über die NS-Uniformen oder deren Imi­tate nur nach­voll­zie­hen. Ich sel­ber finde die­sen Trend ganz schreck­lich, vor allem vor dem Hin­ter­grund, das die Trä­ger meist kei­nen Hin­ter­grund dazu auf­wei­sen, son­dern nur auf­fal­len möchten.

    @L: Nein, das sehe ich etwas anders. Man kann sich nicht ein­fach in eine NS-Uniform wer­fen und sich dann damit behaup­ten die Schat­ten­sei­ten des Lebens zu reflek­tie­ren. Mei­ner Mei­nung nach sind viele der Uniform-Träger leere Hül­len, die das nach­ma­chen was ihnen auf der Bühne vor­ge­macht wird, ohne sich dar­über Gedan­ken zu machen was dahin­ter­steckt. Schlim­mer noch: Viele Künst­ler, die sich Uni­for­miert prä­sen­tie­ren las­sen einen ent­spre­chen­den Hin­ter­grund eben­falls vermissen.

  21. Ist Krieg denn nicht -> das <- Thema im Indus­trial schlecht­hin, dicht gefolgt von Folter?

    Wenn wir nun damit begin­nen Men­schen in NS-uniformen zu ver­ur­tei­len müs­sen wir zwangs­läu­fig auch das Musik­genre »Indus­trial« ver­ur­tei­len — alles andere würde ich als schein­hei­lig bezeichnen.

    Es mag sein das sich viele leere Hül­len unter den Uni­form­trä­gern befin­den — aber die fin­det man in der gesam­ten Szene (warum über­rascht es mich nicht das man den Haupt­an­kla­ge­punkt für uns Cyber­folk auf die ganze Szene aus­wei­ten kann? ^^ ) — und selbst wenn es sich um leere Hül­len han­delt, so erfül­len sie den­noch den Erin­ne­rungs­zweck; Und mir per­sön­lich ist es lie­ber wenn unser­eins stets an damals erin­nert wird anstatt zu ver­ges­sen — denn das wäre mMn weit­aus gefährlicher.

  22. @L: Ich habe kein Pro­blem damit, Dich in einer NS-Uniform zu ver­ur­tei­len. Und wenn Du es so sehen willst, ver­ur­teile ich auch Deine Sicht von Indus­trial.
    Und Erin­ne­rungs­zweck? Dachau (ist zu besu­chen), und diverse andere ähnli­che Stät­ten auch.

  23. Also Ich bin ein Frü­he­rer Goth bzw Alt­Goth, Jetzt bin ich in der Cyber­szene Aktiv, und habe meine alte ein­stel­lung zum goth bei­be­hal­ten.… mann kann kein goth wer­den man wird als goth gebo­ren.… denoch bin ich vom äuse­ren her ein cyber…

    so jetzt meine Kritik:

    Warum Akzep­tie­ren die Gothics nicht die Cyber…???
    Weil sie durch ihre Ideo­lo­gie einen tun­nel­blick bekom­men haben… Ähnlich wie bei den christen ^^

    die Medien ver­zap­fen die Cyber­szene als Cyber­gothic.…
    dabei heißt es eigent­lich nur cyber.…

    zudem ist die cyber­szene keine mode­er­schei­nung.…
    wir glau­ben daran das die welt bzw die Men­schen sich selbst zer­stö­ren.…
    wir sind halt eine was wäre wenn szene.…

    zudem gibt es die szene erst seit 2003 und ist daher zu neu um alles über sie zu wis­sen.… man muss sich echt neu­tral damit beschäf­ti­gen um das zu verstehen.

    Bei fra­gen meine Mail…
    Onix_Akuma@web.de

  24. Hallo Onix!
    Ich denke das Pro­blem ist, dass es wenige gibt die so den­ken wie du.
    Sehr viele Cybers die sich in der Szene her­um­trei­ben SIND eine Mode­er­schei­nung, die durch einen sehr pene­tran­ten Eti­ket­ten­schwin­del lei­der kaum noch igno­rier­bar ist, was man bson­ders in Clubs merkt.
    Das sind ein­fach die Punkte die sauer auf­sto­ßen.
    Wobei ich glaube, dass sehr vie­les auch nur auf die Cybers pro­je­zi­iert wird, zumin­dest denke ich das, wenn ich mich selbst­re­flek­tie­rend betrachte.
    »Cyber­gothic« ist die Spitze des Eis­bergs von jah­re­lan­ger Kom­mer­zia­li­sie­rung, Eti­ket­ten­schwin­del und fal­scher Tole­ranz und ich glaube ein­fach, dass man­che jetzt erst sehen, dass die Szene kaum noch eine Basis bie­tet und so extrem zer­split­tert ist, dass man schlecht noch von einer Szene spre­chen kann.

  25. Ich denke der letzte Kom­men­tar von ASRia­ne­rin beinhal­tet schon viel von dem was die meis­ten an der Cyber-Szene ableh­nen. Lei­der ist Goth selbst zum Opfer der Kom­mer­zia­li­sie­rung gewor­den und erscheint mit­un­ter nicht viel bes­ser oder schlech­ter als die Sub­kul­tur der Cyber.

    Um das Bei­spiel von ASRia­ne­rin auf­zu­grei­fen: Des Eis­berg Cyber hat eine längst über­fäl­lige Wunde in das Schiff »Gothic« geris­sen, das nun zu sin­ken droht.

    Meine Kri­tik rich­tet sich auch nicht gegen die Cyber, son­dern die Ver­an­stal­ter und alle ande­ren die Cyber und Goth mischen und damit zwei Dinge unter einen Hut brin­gen wol­len, die so nicht zusam­men­pas­sen, weder von ihrer Musik, noch von ihrer Ein­stel­lung oder ihrem Äußeren.

    Du selbst, Onix, hast ja schon die Sache auf den Punkt gebracht. Cyber und Gothic gehö­ren nicht zusam­men, weder als Wort noch als Szene. Nichts ist an der einen schlech­ter als an der ande­ren. Doch ihre auf­ge­zwun­gene Zwei­sam­keit auf Fes­ti­vals und in Clubs erin­nert an den »Frau­en­tausch« bei RTL2. Hier wer­den mög­lichst gegen­sätz­li­che Men­schen zusam­men­ge­wor­fen um dabei zuse­hen zu kön­nen, wie sie sich im Ring des Bild­schirms die Augen auskratzen.

  26. Also ich bezeichne mich mal als Alt­Goth, da ich die Zeit der spä­ten 80ziger als mein Sturm und Drang­zeit sehe.

    Ich besu­che auch heute noch Fes­ti­vals und Dis­co­the­ken in denen die Ver­än­de­run­gen nicht zu über­se­hen sind. Aller­dings wider­spre­che ich der Aus­sage, dass beide Kul­tu­ren nicht zusam­men pas­sen. Ich denke, dass sie sehr wohl zusam­men­pas­sen, ich gehe sogar soweit, das die Cyber-Szene mich in mei­ner Gothic-Ausrichtung berei­chert.
    Ich kann mir nicht jeden Tag nur Sopor oder (um mal älte­res zu nen­nen) Cure rein­zie­hen. Ich brauch auch mal ne Runde Aggro­Tech oder Indus­trial auch mal EBM. Wer isst schon jeden Tag »Ein­topf«?
    Ich fände es gut wenn man ein­fach mal den Men­schen neben einem leben ließe wie er es für rich­tig hält ohne ihn in einen Topf zu schmei­ßen und über den berühm­ten Kamm zu zerren.

    Die geteil­ten Dance­floors in den Dis­co­the­ken ist doch eine super Sache, um sei­nen Emp­fin­dun­gen und auch sei­ner der­zei­ti­gen Ver­fas­sung und Lust zu frö­nen.
    Und ganz ehr­lich gesagt, mich fas­zi­nie­ren auch die Out­fits der »Knick­licht­frak­tion« obgleich ich lie­ber mei­nem schwarz treu bleibe.
    In die­sem Sinne.…

  27. Das ist ja schön, wenn es getrennte Floors gibt, den­noch ist ein gewis­ser pene­tran­ter Eti­ket­ten­schwin­del nicht (mehr) zu über­se­hen.
    Ich glaube, viele füh­len sich ver­al­bert, wenn auf einem Fyler ein Gothica­bend mit allen Spiel­ar­ten dunk­ler Musik ange­kün­digt wird und man im End­ef­fekt nur mit Kir­me­s­techno zuge­dröhnt wird.

    Man bekommt eben, wie oft schon gesagt wurde, das Gefühl, dass durch die­ses Auf­drän­gen der Stil­viel­falt immer mehr die gemein­same Basis ver­lo­ren geht. Und ich denke schon, dass die­ser Vor­wurf berech­tigt ist.

  28. @ASRianerin: »Das ist ja schön, wenn es getrennte Floors gibt, den­noch ist ein gewis­ser pene­tran­ter Eti­ket­ten­schwin­del nicht (mehr) zu über­se­hen.
    Ich glaube, viele füh­len sich ver­al­bert, wenn auf einem Fyler ein Gothica­bend mit allen Spiel­ar­ten dunk­ler Musik ange­kün­digt wird und man im End­ef­fekt nur mit Kir­me­s­techno zuge­dröhnt wird.
    «

    JA! Bes­ser hätte ich das nicht aus­drü­cken kön­nen. Es ver­hilft mir zu einem freu­di­gen Gluck­sen, das es immer wie­der jeman­den gibt, der einer glei­chen Mei­nung ist.

    @Syrian: Aber nichts desto trotz kann ich auch nach­voll­zie­hen was du sagst. Ich mag auch nicht jeden Tag Ein­topf, aber die Zuta­ten die darin ent­hal­ten sind kann man immer wie­der neu arran­gie­ren, es muss nicht immer etwas neue dazu­ge­mischt wer­den, irgend­wann »kippt« der leckerste Ein­topf um.
    Vie­len Dank jedoch für deine Mei­nung, ich würde mich auch zukünf­tig über deine Mei­nung hier in mei­nem Blog freuen!

  29. da siehste was Falsch, nicht der Krieg son­dern das resul­tat danach… das ver­kör­pert der Cyber.. wir zei­gen wie es ause­hen wird/kann wenn es mit krie­gen usw wei­ter geht…

  30. @Onix_Akuma: Auf wen bezieht sich dein Kom­men­tar? Ich kann gerade kei­nen Zusam­men­hang her­stel­len. Schließ­lich hast du völ­lig recht, die Cyber sym­bo­li­sie­ren ein post­a­po­ka­lyp­ti­sches Sze­na­rio NACH dem Krieg.

  31. Wer hätte das gedacht, die­ses Thema pro­vo­ziert ja noch immer zum emsi­gen Meinungsaustausch.

    zu Onix_Akuma

    […]da siehste was Falsch, nicht der Krieg son­dern das resul­tat danach… das ver­kör­pert der Cyber.. wir zei­gen wie es ause­hen wird/kann wenn es mit krie­gen usw wei­ter geht… […]

    Nach dem Krieg? Wel­che Atmo­sphäre soll denn dabei aus­ge­strahlt wer­den. Eine Nachkriegs-Spaßgesellschaft im Sinne von mani­scher Depres­sion? Mag sein, dass ich mich jetzt wie­der­hole und für etwas Ent­rüs­tung sorge. Aber all jene Cyber, die ich bis jetzt sah, strahl­ten keine dahin­ge­hende „Was wäre wenn“-Atmosphäre aus. Diese wirk­ten auf mich eher wie die Dis­ney­ver­sion eines End­zeit­sze­na­rios.
    Zuge­ge­ben, ich kann nur sub­jek­tiv über das urtei­len, was ich sehe. Und bin objek­tiv noch nicht allzu tief in die Moti­va­tion und Inten­tion jener Gesel­len vor­ge­drun­gen. Aber wenn sich dem­nach all diese von mir beob­ach­te­ten Leuchtstoff-Stoffel ein Wesen ähnlich dem des Cyber­punk auf die Fahne schrei­ben wol­len, dann ver­stehe ich das eher als Scherz, denn als ernst­zu­neh­mende Selbst­deu­tung.
    Post­a­po­ka­lypse, End­zeit und/oder Cyber­punk haben mit dem gemei­nen Wald– und Wie­sen­cy­ber jener Szene (oder wie auch immer) unge­fähr soviel zu tun, wie Metal mit Tokio Hotel. Was ich beob­ach­tete ist die Dar­stel­lung einer Kitsch-Utopie. Mög­li­cher Weise die Zukunfts­ver­sion einer ver­sumpf­ten Über­fluss­ge­sell­schaft; wenn ich die Cyber­kul­tur ein­mal inter­pre­tie­ren sollte. Aber mit Sicher­heit keine Nachkriegstristes.

    Mag sein, dass ich das zu ernst nehme oder blöde Ansich­ten ver­brei­ten. Aber mich fas­zi­nie­ren sol­che Extreme mensch­li­cher Zukunft. Ich bin begeis­tert von den fik­ti­ven Sze­na­rien, die sich damit schaf­fen las­sen. Doch soll­ten diese in sich stim­men. Nicht ein­fach als hoh­les Abs­trakt der Wahr­schein­lich­keit im Raum ste­hen blei­ben, son­dern auch der eige­nen Logik stand­hal­ten kön­nen. Und das ist mir dahin­ge­hend so gut wie nicht vor­ge­kom­men. Wenn man eine sol­che Nach­kriegs­grund­stim­mung in sich tra­gen bzw. mit sei­nem Äuße­ren sym­bo­li­sie­ren will, dann gelingt es einem nicht, wenn man sich nur ein Schnüf­fel­stück ins Gesicht schnallt und in nar­ziss­ti­scher Pose fun­kelnd vor Warn­schil­dern oder in der urba­nen Unter­welt her­umhopst. Und ansons­ten so wirkt, wie die Pseu­do­bra­chi­al­ver­sion des Flower­PowerHip­pies. Stu­diert man die End­zeit­sze­na­rien, so wäre die Dar­stel­lung und das Auf­tre­ten der Cyber­kul­tur das Erste, was die­ser einen flot­ten Unter­gang besche­ren dürfte. Aller­dings; wäre diese Selbst­zer­stö­rung der Inbe­griff jener Kul­tur, dann muss ich geste­hen, dass das Kon­zept passt.

    […]Warum Akzep­tie­ren die Gothics nicht die Cyber…???
    Weil sie durch ihre Ideo­lo­gie einen tun­nel­blick bekom¬men haben… Ähnlich wie bei den christen ^^ […]

    Für mich gespro­chen: Weil ich es nicht muss. Schließ­lich wird man nicht gezwun­gen. Und ich habe mit längst ver­jähr­tem Szene­e­in­tritt auch nichts dahin­ge­hend unter­schrie­ben. Es hat nichts mit Tun­nel­blick zu tun, son­dern mit schlich­tem Gefal­len und Nicht­ge­fal­len. Nichts mehr und nichts weni­ger. Die einen sehen im Stil des Cybers den Zenit ihrer Aus­drucks­mög­lich­keit, die ande­ren ste­hen bei dem Gefuch­tel kopf­schüt­telnd dane­ben. Bei­des hat ein Recht auf The­sen des Pro und Kontra.

    […]zudem ist die cyber­szene keine mode­er­schei­nung.…
    wir glau­ben daran das die welt bzw die Men­schen sich selbst zerstören.…[…]

    Jeder, der nicht gerade von Phil­an­thro­pie gebeu­telt ist, wird die­sen Glau­ben aus­spre­chen sowie beja­hen. Immer­hin dach­ten das auch schon die 68´er und diese gin­gen als Mode­er­schei­nung in die Geschichte ein…

  32. Ich über­lege gerade krampf­haft, was ich dem Kom­men­tar von Guld­han hin­zu­fü­gen könnte und ent­scheide mich dafür es für sich selbst spre­chen zu las­sen. Wirk­li­che gelun­gen Herr Guld­han, Chapeau.

    Viel­leicht eins noch: Letzt­end­lich weiß nie­mand wie es nach einem End­zeit­sze­na­rio aus­se­hen würde, daher sind der Phan­ta­sie erst mal keine Gren­zen gesetzt. Ein knall­bun­tes Sze­na­rio ist sicher­lich extrem unwahr­schein­lich, aber was soll’s — Soil­ent Grün war ja auch knallbunt ;)

  33. Ich wage auch zu bezwei­feln, dass der Groß­teil der schwarz­bun­ten Szene ernst­haft dar­auf aus ist, wahr­haf­tige End­zeit­sze­na­rien zu ver­kör­pern. Wäre dem so, wür­den sie sich nicht in einem Club­um­feld, son­dern auf Endzeit-Larp-Cons her­um­trei­ben.
    (Inter­es­sierte hier­dran emp­fehle ich neben­bei die FATE.)

    Den­noch ist viel­leicht anzu­mer­ken, dass die The­ma­tik End­zeit in der Cyber­szene roman­ti­siert wird — aller­dings fin­det eine sol­che Roman­ti­sie­rung ebenso in der Mit­tel­al­ter­szene, die ja auch irgend­wie zur schwar­zen Szene gehört, statt. In Punkto Authen­ti­fi­zät neh­men die bei­den Lager sich nichts.
    All­ge­mein hatte ich auch mal den Ein­druck gekriegt, dass gene­rell recht viel in der schwar­zen Szene roman­ti­siert wird.

    Warum wird das also bei den einen ange­pran­gert, bei den ande­ren nicht?

    Nur ein klei­ner Gedan­ken­gang mei­ner­seits, der mir bei den letz­ten Kom­men­ta­ren aufkam.

  34. Ich glaube noch nicht mal, dass die (angeb­li­che) End­zeit­ver­kör­pe­rung und die Roman­ti­sie­rung die­ser ange­klagt wird. Es wird viel­leicht ver­spot­tet, da wohl die wenigs­ten Men­schen bei End­zeit an Knick­lich­ter, Plüsch, Neon­far­ben und Par­ties fei­ern den­ken, aber ange­pran­gert direkt wird es ja eigent­lich nicht. Gerade weil eben jeder in der Szene unter­be­wusst den­noch weiss, dass es über­all so ist.
    Ich denke es ist ein­fach der Punkt der schon über­all ange­spro­chen wurde: Ober­fläch­li­cher Eti­ket­ten­schwin­del, der lang­sam über­trie­ben pene­trant ist und zurecht sehr vie­len sauer aufstößt.

  35. Nun, der Eti­ket­ten­schwund wird mei­nes Wis­sens aber mit jeder auf­kom­men­den »Neu­ge­ne­ra­tion« beklagt, oder täu­sche ich mich? Ich lebe lei­der noch nicht lange genug, um dies halb­wegs objek­tiv bewer­ten zu können.

    Und auch wenn’s nun ein wenig Off-Topic ist, ich habe soeben fol­gen­des Video auf YT gefun­den: http://www.youtube.com/watch?v=K9eeBrBL3ZQ
    Beson­ders den letz­ten Satz find ich im Bezug zur hie­si­gen Dis­kus­sion sehr passend.

  36. @TheRisen: Sicher, jede neue Gene­ra­tion sorgt für neue Ein­flüsse und Ideen. Es geht aber bei der Ober­fläch­lich­keits­dis­kus­sion um zwei ver­schie­dene Dinge. Zum einen um die Sze­n­e­mit­glie­der selbst, hier ist Ober­fläch­lich­keit aber kein Cyber­phä­no­men mehr, son­dern pflanzt sich durch alle Berei­che fort und hat es neben­bei erwähnt auch schon län­ger gege­ben. Mensch­lich gese­hen gehört für MICH wesent­lich mehr zu Szene als die heu­tige Szene-Masse zu sug­ge­rie­ren ver­mag. Dis­kus­sion, Aus­tausch über alle Lebens­la­gen, Freund­schaft, Gemein­schaft, Tief­sin­ni­ges, Poe­ti­sches, Ästhe­ti­sches, … Ich könnte die Liste noch fort­füh­ren. Heute gehst du in einen Szenela­den, ver­passt Dir selbst in 10 Minu­ten ein kom­plet­tes »gruf­ti­ges« Out­fit. Bis du nun ein Teil der Szene? Nein. Doch genau das ist doch heute oft der Fall.

    Der zweite Teil der Ober­fläch­lich­keits­dis­kus­sion ist für mich die Musik. Das was »Cyber« ist, oder als sol­ches bezeich­net wird, ist inhalt­lose und bil­lig pro­du­zierte Kom­merz Techno-Mukke, die zu allem Über­fluss auch noch Indus­trial genannt wird. Uni­for­mäs­the­tik und faschis­to­ide Bezüge auf Plat­ten­co­vern, Out­fits und Lie­dern wer­den dir um die Ohren gehauen, ohne das eine tat­säch­li­che Aus­ein­an­der­set­zung damit statt fin­det. Kunst ist das nicht, son­dern — wie ich finde — Müll. Die Jugend­li­chen zie­hen sich sowas rein, erken­nen das sie damit scho­cken und pro­vo­zie­ren kön­nen und das reicht den meis­ten. Jeden­falls am Wochen­ende. Rein musi­ka­lisch hat das was man dort so hört nichts, aber auch gar nichts mit Gothic-Mukke zu tun.

    Daher finde ich »Eti­ket­ten­schwin­del« mehr als pas­send. »Dann wer­den die Gruf­tis irgend­wann bei der Love-Parade sein…« Fast. Die Love­pa­rade kam zur Gothic-Szene, dann stimmt es. Eti­ket­ten­schwin­del ist schäd­lich für die Szene-Integrität. Wenn jemand Indus­trial auf ein Lied von Nacht­mahr klebt ist und bleibt das Etikettenschwindel.

  37. Also Robert, ich muss sagen, dass ich dir beim Ober­fläch­lich­keits­punkt Eins kom­plett zustimme. Der feh­lende Tief­gang in der all­ge­mei­nen Schwar­zen Szene war höchst­wahr­schein­lich auch mit Nähr­bo­den für das auf­kom­men der Cyber­szene aus dem Schwar­zen heraus.

    Zu Ober­fläch­lich­keits­punkt Zwei, der Musik, muss ich sagen, dass mich der Begriff Indus­trial ebenso stört.
    Und nicht nur ich, son­dern auch andere der Schwarz­bun­ten pro­bie­ren die­ses Irr­tum wo es nur geht auf­zu­klä­ren.
    Ich kann die Ver­är­ge­rung dar­über voll­kom­men ver­ste­hen und bin selbst ganz froh dar­über, dass ein Groß­teil der Clubs in Ber­lin nicht mehr mit der Falsch­be­zeich­nung Indus­trial für ihre »Techno-Veranstaltungen« wirbt.
    Hier sind die Schul­di­gen für die Ver­wechs­lung wohl auch bei den Club­be­trei­bern zu finden.

    Zur Pro­vo­ka­tion, zum Teil bil­lige Pro­duk­tion, musi­ka­li­sche Unzu­ge­hö­rig­keit zu Gothic und stumpfe Akzep­tanz vie­ler muss ich aller­dings unwei­ger­lich an Gestal­ten wie Mari­lyn Man­son oder Unhei­lig, die z.B. Weih­nachts­lie­der vor sich hin­schmet­tern, denken.

    Ich finde die­ser unschöne Schuh wurde bereits in der »jün­ge­ren« schwar­zen Szene getra­gen und wird inzwi­schen aus­schließ­lich an den Hacken der Cyber kri­ti­siert.
    Im Übri­gen gibt es auch »hier« Strö­mun­gen die Ago­no­ize, X-RX und andere »Ficken-Party-Provokation«-Konsorten voll­kom­men zurecht ablehnen.

  38. Guld­han.… ja spas­sig ist daran nichts.. aber nur weil wir die Zeit nach dem Krieg Ver­kör­pern wol­len heißt es doch nicht gleich das wir auch die Stim­mung ver­brei­ten müssen…

    und das Bunde ist ja eher wegen Muta­tion und nukleare strah­lung.. somit passt es ja zur Endzeit

    Gothic hat auch zum Teil mit Tod zu tun… und denoch wenn man in nen Club rein geht sind alle Fröhlich.…

  39. Viel­leicht habe ich da was nicht ganz ver­stan­den, aber warum sollte es nach einem Atom­krieg bunt sein? Und was hat das mit der Schwar­zen Szene zu tun?

  40. Die Frage, die Orphi stellte, stelle ich mir ebenfalls.

    Außer­dem muss man dif­fe­ren­zie­ren zwi­schen einem spa­ßi­gen Zusam­men­sein unter Gleich­ge­sinn­ten und der abso­lu­ten Aus­rich­tung auf ein ober­fläch­li­ches Par­tyle­ben, wel­ches ange­strebt wird.

  41. […]und das Bunde ist ja eher wegen Muta­tion und nukleare strah­lung.. somit passt es ja zur Endzeit[…]

    Das kann ich als Argu­ment im Raum ste­hen las­sen, denn Strah­lung wird meist mit unna­tür­li­cher Farb­ge­bung in Ver­bin­dung gesetzt. Wenn auch nur als gestal­te­ri­sches Ele­ment. Denn Tscher­no­byl lehrt einen, dass trotz ver­hee­ren­der Strah­lungs­men­gen nichts leuch­ten muss. Wer es nicht glaubt, der sehe selbst.

    Ich ver­stehe ja auch den Zusam­men­hang von dahin­ge­hen­den Din­gen, wie eben die Gesichts­mas­ken oder die stel­len­weise pro­vi­so­risch mili­tä­risch ange­hauch­ten Acces­soire im Erschei­nungs­bild. Aber im Gro­ßen und Gan­zen schließt sich mir nicht der Kreis. Muss ja auch nicht. Denn im Grunde ist es so, dass hier Argu­mente anein­an­der pral­len. Ich gebe ja auch zu, dass ich dahin­ge­hend unbe­lehr­bar bin. Mein Sze­na­rio eines post­a­po­ka­lyp­ti­schen End­zeit­sze­na­rio deckt sich nun ein­mal unge­fähr mit die­sem oder jenem. Und…entschuldigung Leute…aber da passt so etwas oder die­ses nicht hin­ein.
    Im Über­le­bens­kampf, der das ein­zige logi­sche Resul­tat einer sol­chen Apo­ka­lypse bil­det, bekom­men sol­che Gestal­ten einen Schuss in (oder unschöne Krea­tu­ren an) den Hin­tern und dann hat es sich aus­ge­tanzt. Sym­bo­li­sierte Muta­tion hin oder her.

    […]Gothic hat auch zum Teil mit Tod zu tun… und denoch wenn man in nen Club rein geht sind alle Fröhlich.…[…]

    In der Tat, aber ich nicht. Ich will mich in einem Club aus­to­ben und mich abrea­gie­ren. Somit ver­breite ich dahin­ge­hend wenig Fröh­lich­keit, es sei denn meine bes­sere Hälfte bringt mich mal zum grin­sen. Aber diese Frage kann gerne wei­ter­ge­ben werden.

  42. Genau die Bil­der habe ich auch im Kopf, wenn ich an radio­ak­tive Strah­lung denke. Tscher­no­byl und das Gefühl damals, dass das Gemüse ver­gif­tet ist und der Regen mich umbrin­gen könnte. Die Natur sah aus wie vor­her, war aber selt­sam bedroh­lich und krank. Dazu die Bil­der von ent­stell­ten und kran­ken Men­schen und Filme wie »The Day After«. Keine Spur von bun­ten Far­ben, Plas­tik, Moves und Party. Viel­leicht kapiere ich Cyber des­we­gen nicht. Selbst wenn ich es ver­ste­hen würde, hätte ich den Bogen zur schwar­zen Szene noch lange nicht gefunden.

  43. Weil es nicht mehr fried­lich ist.
    Mir wären die Cybers auf dem WGT auch ziem­lich Schnurz, aber mitt­ler­weile bevöl­kern die eben die Clubs und bestim­men indi­rekt die gespielte Musik mit. Und die bewegt sich bei Techno, Schranz o.Ä. und das nervt schon, da man ja eigent­lich auf eine Gothic­party wollte.

    Zudem habe ich mein persönlich-negatives Bild bekom­men, da diese Gestal­ten anschei­nend gerne über den Durst trin­ken und ent­spre­chend läs­tig sind.

  44. So ungerne ich ASRia­ne­rin in die­sem Fall zustimme, ich muss es trotz­dem. Denn fata­ler Weise hat Sie Recht. So manch schwar­zer Abend ver­kommt zur Techno-Veranstaltung mit typi­schen Kör­per­be­we­gun­gen die alle­samt mit dem Schlei­chen der ande­ren Gestal­ten inkom­pa­ti­bel sind. Man stört sich gegen­sei­tig und mit­un­ter kommt es unter Alkoh­l­ein­fluß zu manch unschö­ner Szene, auch das muss ich lei­der bestätigen.

  45. Da kann ich nur zustim­men– ein Grund mehr, warum ich einige Ver­an­stal­tun­gen nicht oder nicht mehr besu­che. Und genau die­ser »Stör­fak­tor« ist das, was mich an der heu­ti­gen Szene so stört. Da gibt es für mich lei­der kein fried­li­ches Neben­ein­an­der mehr. Frü­her haben uns die Metal­ler gemobbt, heute sind sie mit­ten­drin– aber pro­blem­los. Dann kamen die Mit­tel­alt­er­fans– aber auch da kann man ohne Zoff zusam­men fei­ern. Nur diese Cyber­frak­tion schafft es tat­säch­lich, inner­halb kür­zes­ter Zeit für immen­sen Ärger und Frust auf Sei­ten derer zu sor­gen, die die Szene noch ernst neh­men. Das kann ja nicht funktionieren… :/

  46. @ GULDHAN

    erst­mal ein dickes kom­pli­ment für deine mes­ser­char­fen und tref­fen­den kommentare!

    ich gebe zu hier nicht alles durch­ge­le­sen zu haben,aber das was ich mit­be­kom­men habe bestä­tigt und bekräf­tigt mich in mei­ner entscheidung.

    ich werde hier einen club(disco)ins leben rufen,in dem von gothic bis punk alles ein­tritt hat.
    nur die sybers werde ich schon auf mei­ner home­page bit­ten den abend doch zu mei­den weil sie eh nicht rein­kom­men wer­den.
    mit ande­ren worten»ich werde ver­su­chen die gute alte zeit noch­mal auf­er­ste­hen zu lassen«

    nach 23jahren sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit und 15J DJing und mit dem hin­ter­grund­wis­sen das sich SYBER ein­fach nicht mit GOTHIC oder umge­kehrt ver­trägt.
    nehme ich mir diese into­le­ranz ein­fach mal raus;)))

    und NEIN ich bin nicht tolerant!!!

    kurz und gut
    falls hier jemand von euch lust hat mich im süden zu besu­chen und in mei­nen club zu kommen(übernachten könnz bei mir)
    würde mich sehr freuen und euch mit offe­nen armen begrüs­sen!
    DENN ICH KANN MICH NOCH AN DIE GUTE ALTE ZEIT ERINNERN:ALS WIR GOTHICS EINE GROSSE FAMILIE WAREN.
    UND WO IMMER ICH IN EINER FREMDEN STADT WAR;UND EINEN VON UNS SCHWARZEN GESEHEN HAB,HATT MAN SICH ZUMINDEST BEGRÜSST.WENN NICHT SOGAR EIN PAAR NETTE WORTE MITEINANDER GEWECHSELT.

    WGT DIESES JAHR?! ICH BIN DER MIT DEM »HALTE DEINE SZENE SAUBER»T-SHIRT

    an alle sybers,zieht doch ein­fach mal was eige­nes auf und geht uns schwar­zen nim­mer auf den senkel.

    sowas wie ein syber­fes­ti­val oder so.

    dann könnt ihr ja alle tol­ler­an­ten schwar­zen und die die kom­men wol­len rein las­sen.
    bin gespannt wie will­kom­men die schwar­zen wären bei einer horde sybers hihih.

    mit freund­li­chen grüs­sen
    und hochachtungsvoll

    E.WALSER

    ps.sorry für die recht­schreib­feh­ler
    ich bitte um euere tolleranz;)

  47. nach­trag

    die erste mei­ner par­tys in der par­ty­reihe mit dem motto
    BACK TO THE ROOTS

    fin­det am 28.5.
    im TURM neben der disco GOIN in ober­günz­burg statt.

    erwar­tet wer­den zwischen200-300 SCHWARZE;)

    danach jeden 4ten sams­tag im monat, bis dezem­ber.
    wenns ankommt auch öfters.

  48. Wenn mich meine ver­gan­ge­nen Worte noch inter­es­sie­ren wür­den, so könnte ich sogar geneigt sein her­aus­zu­fin­den, warum gerade ich inner­halb der über 100 Kom­men­tare so der­art für Ver­zü­ckung sorgte.

    Trotz des eupho­ri­schen Auf­ru­fes und der im Kern inter­es­san­ten Club­phi­lo­so­phie, hält sich meine Begeis­te­rung doch in Gren­zen. Es sei denn, man erklärt mir, wie sich sol­che musi­ka­li­schen Flö­ten namens Ago­no­ize oder sol­cher Proll-Techno á la X-Rax mir dem hier Pro­pa­gier­ten in Ein­klang brin­gen lässt. Zumal mich die­ses zu der Mut­ma­ßung ver­an­lasst, dass von Sui­cide Com­mando auch nichts klas­si­sches, son­dern eher Neu­zeit­ge­klopfe zu erwar­ten wäre.
    Es fällt schwer, für eine cyber­freien Club­zone zu plä­die­ren, wenn man auf sei­ner Seite große Namen für diese Ver­tre­ter bewirbt. Wie eben jene benann­ten und Com­bichrist. Denn Teile »deren Musik« zu spie­len und diese dann nicht daha­ben zu wol­len, erachte ich als etwas undurchdacht.

  49. mal ein paar bemer­kun­gen am rande : tole­ranz kommt von tolerare (latein) : erdul­den ‚ertra­gen .warum soll ich etwas erdul­den und ertra­gen ‚was ich nicht ertra­gen will!toleranz ‚die nur erträgt und nicht nein –sagen kann ist lebens­schwä­che ! die gothics sind für mich ein ein schwam­mi­ger, drö­ger hau­fen ‚wäh­rend ich bei den cybers eben auch toughe leute sehe …und das biß­chen schwär­mere für fried­höfe und mit­tel­alt­er­feste (wo gothics immer rum­hän­gen)
    ist auch kein bedeu­ten­der inhalt. und party und end­zeit sind eben bedeu­tende the­men für mich und wir soll­ten die­sen gothics auch zei­gen ‚daß sie nur schlaffe dröge masse sind und auf den fried­hof gehören.

  50. Genau! Zeigt den Gothics, dass sie eine dröge Masse sind und auf den Fried­hof gehö­ren! Am bes­ten damit, dass ihr die Gothic Fes­ti­vals kol­lek­tiv mei­det und eure eige­nen Par­tys macht, auf denen die lang­wei­li­gen Gothics kei­nen Zutritt haben. Tough statt schlaff! So rich­tig mit End­zeit und bedeu­ten­der Par­ty­stim­mung! Ich bin dafür.

  51. Nun gut, da sich hier im Ansatz ein­mal die Mühe gemacht wor­den war und »Tole­ranz« nach­ge­schla­gen wurde, so hono­riere ich das mit dem recher­chie­ren des Begrif­fes »toughe«

    Inter­es­sant wel­che Begriffe dabei alle auf­tau­chen, die nach meine Erfah­run­gen fern jedes Cybers sind, den ich bis dato traf: Zäh, hart, robust, streng, schwie­rig, hart­nä­ckig, derb, fest, wider­stands­fähoíg, taff, stramm…

    Dann zeigt mal den Gothics, was für eine schlaffe dröge Masse diese sind. Doch dann will ich auch keine Kla­gen hören, wenn die andere schwarze Meute, die etwas vom ener­gi­schen Elektro-Endzeitklang ver­steht, dem Cyber zeigt, was für ein schlak­si­ger Hem­pf­ling er ist. Und dass diese Knicklicht-fuchtler zurück auf die Tek­ker­par­tys für 16jährige gehören.

    zu orphi:

    […]Am bes­ten damit, dass ihr die Gothic Fes­ti­vals kol­lek­tiv mei­det und eure eige­nen Par­tys macht[…]

    Dito. Auch wenn mich diese Form der Rebel­lion in Mark und Bein erschüt­tern würde. Doch es soll ja auch nur die bit­te­ren Medi­zin wirk­lich helfen.

  52. @Guldhan
    Ja, da musst du durch! Es ist schon ein biss­chen trau­rig, wenn man als lebens­schwa­cher, schwam­mi­ger Gothic sehn­suchts­voll durch das Fens­ter in den Club schaut, in dem die Cybers so stark und kraft­voll in Neon­far­ben die Lich­ter schwin­gen. Es wird einem dann so deut­lich, wie unbe­deu­tend und leer die eigene Exis­tenz ist. Aber was will man machen? Als Gothic kann man eben nur auf den Fried­hof schlei­chen, sich ein biss­chen die Puls­adern auf­schnei­den, das eine oder andere Meer­schwein­chen opfern, gelang­weilt im Latein­buch blät­tern und still ertragen.

    Not­falls kannst du dir ja ein­fach ein 400 Euro Cyber-Neon-Outfit kau­fen, dir Plas­tik auf den Kopf klem­men, die Tau­cher­brille auf­set­zen, adäquate Leucht­mit­tel besor­gen und dich auf die Cyber-Party schlei­chen, um end­lich ein­mal die Welt jen­seits des Fried­hofs ken­nen­zu­ler­nen. So mit End­zeit und so, ey!

  53. @Guldhan und orphi
    Ihr seid der beste Beweis um nicht in eurer schwar­zen Masse zu ver­sin­ken son­dern ein eige­nes Ding zu machen. Wenn jemand mal seine Mei­nung schreibt wird er gleich mit einem Hau­fen Sar­kas­mus über­schüt­tet dabei seid ihr rich­tige Heuch­ler und into­le­rant. Ich habe die schwarze Szene anders ken­nen­ge­lernt mit Tole­ranz auf bei­den Sei­ten aber ihr gehört nicht dazu son­dern plus­tert euch nur stän­dig auf das einem schlecht wird.
    Was habt ihr eigent­lich in der Szene zu suchen bei soviel Intoleranz ? ?

  54. People, you just made my day.

    @BioHazard: Der ange­wandte Sar­kas­mus ist hier durch­aus berech­tigt. Tole­rant sein, heißt nicht alles per se gut zu hei­ßen — und hier wurde durch ein wirk­lich schlech­ter und pau­scha­li­sie­ren­der Bei­trag eine sol­che Pro­vo­ka­tion heraufbeschworen.

    Wenn ich mir teil­weise die ande­ren Kom­men­tare hier anschaue, ver­steh ich als eigent­li­cher Befür­wor­ter der Cyber­szene auch die Ableh­nung jener in der schwarzen.

    Nach wie vor möchte ich anmer­ken, dass es bei »den Cybers« durch­aus mehr –salopp gesagt– Idio­ten gibt, als in der her­kömm­li­chen Schwar­zen Szene. Den­noch soll­ten nicht alle über den sprich­wört­li­chen Kamm geschert werden.

  55. Na dann passe ich als Mathe­ma­tik Studi auch nicht in eure Cyber Kli­schee was? Auf bei­den Sei­ten gibt es Idio­ten aber wenn ich hier wie­der lese, dass alle Cybers Idio­ten sind platzt bei mir der Kra­gen. Ich bleibe dabei, die bei­den genann­ten sind Into­le­rant und sind gedank­lich ziem­lich ein­ge­schränkt und las­sen keine andere Mei­nung als ihre eigene zu. Zwei schlechte Bei­spiele für die sonst so tole­rante Szene aber schwarze Schafe gibt es überall.

  56. @ Bio­Haz­zard
    Wie man es macht, macht man es ver­kehrt. Jetzt hab ich den Vor­schlag dei­nes Kol­le­gen »mae­deia« fast wort­wört­lich auf­ge­grif­fen und ihm sogar Recht gege­ben und dann ist es auch wie­der nicht rich­tig. Aber ich fürchte, in die­sem Fall kommt ohne­hin nicht viel an. Nicht ein­mal, wenn man den Sar­kas­mus weglässt.

    @The Risen
    Abso­lut rich­tig! Es gibt auch sehr nette Befür­wor­ter der Cyber Szene, wie der Gothic Fri­day bewie­sen hat. Die schrei­ben aber nicht »sol­che« Kommentare.

  57. @Biohazard: Hast du dir die Mühe gemacht, sämt­li­che nun 118 Kom­men­tare durch­zu­le­sen? Da wirst du durch­aus erken­nen, dass orphi und Glud­han im Gegen­satz zu dem vor­ran­ge­gan­ge­nen Post _gut_ begrün­det ihre Mei­nung ver­tre­ten kön­nen und durch­aus offen für andere Mei­nun­gen, wie die Mei­nige sind.
    Gedank­lich ein­ge­schränkt nenn ich etwas ande­res, allein fol­gen­der Satz von Guld­han ist ein gutes Bei­spiel für ein doch geöff­ne­tes den­ken: »Es fällt schwer, für eine cyber­freien Club­zone zu plä­die­ren, wenn man auf sei­ner Seite große Namen für diese Ver­tre­ter bewirbt. Wie eben jene benann­ten und Com­bichrist. Denn Teile »deren Musik« zu spie­len und diese dann nicht daha­ben zu wol­len, erachte ich als etwas undurchdacht.«

    Und, um mal einen gro­ßen Nen­ner bei­der Szene auf­zu­zei­gen, möchte ich erwäh­nen das Sozia­ler oder Gesell­schaft­li­cher Stand kein Kri­te­rium für die Akzep­tanz in einer die­ser ist. Inso­fern weiß ich nicht, wieso ein Mathe­ma­tik­stu­dent nicht ins »Cyber­kli­schee« pas­sen sollte — auch wenn ich mich hier Frage, warum sich selbst Kli­schees oder das Bre­chen jener auf­ge­legt wird.
    Ich zu mei­nem Teil seh mich selbst weder als Gothic noch als Cyber, auch wenn ich eine Affi­ni­tät sowie eine Ver­bund­heit zu bei­den »Bewe­gun­gen« ver­spüre. Und das trotz des »Zwie­spalts«, wie er für Einige erschei­nen mag.
    Wei­ter­hin habe ich nir­gendswo geschrie­ben, dass alle Cyber Idio­ten sind son­dern wehre mich vehe­ment gegen diese Pauschalisierung.

    @orphi: Der Gothic Fri­day sagt mir nichts, ist wohl nicht mei­nem Einzugsgebiet.

  58. @ The Risen
    Der Gothic Fri­day ist nur einen Klick entfernt:

    http://www.spontis.de/gothic-friday/

    Hier haben unter ande­rem die Jungs der Band Ext!ze mit­ge­macht und die Cyber­szene, Gemein­sam­kei­ten und Ansich­ten aus Ihrer Sicht dargestellt.

    Hier ein direk­ter Link:

  59. Ah okay, ich bin mal wie­der von aus­ge­spro­che­ner Blind­heit geschla­gen — vie­len Dank für den Link. :)

    Ja, die Jungs von Ext!ze sind ein gutes Bei­spiel für ver­nünf­tige Sze­ne­be­für­wor­ter, ähnli­che Dis­kus­sio­nen hatte ich näm­lich schon öfters mit einem von die­sen, von daher maße ich es mir an, dies ohne meine Anwe­sen­heit dort bewer­ten zu können. ;)

  60. Zu: Bio­Haz­zard

    Sar­kas­mus und unhöff­li­che Wort­wahl ist bei mir zumeist nur eine Reak­tion. Wohl­ge­merkt »zumeist«, aber ich über ja noch. Und so wie man auf mei­nen schrof­fen Ton rea­gie­ren kann, so rea­giere ich auch auf die unan­ge­brach­ten Worte andere. Nicht mehr und nicht weniger.

    Was die Into­le­ranz anbe­langt, so äußerte ich mich schon oft genug, dass wahr­schein­lich selbst goggle bei dem Begriff schon mein Pseud­onym aus­spu­cken könnte. Also ver­su­che mich nicht mit einem Begriff abzu­wer­ten, zu dem ich stehe.
    Nir­gendwo gibt es die Pflicht zur Tole­ranz. Wie der Vor­red­ner schon so tref­fend sagte, bedeu­tet die­ses Wort „erdul­den“ Und per­ma­nen­tes Erdul­den zeugt von Mei­nungs­ar­mut. Tole­ranz und Into­le­ranz heben sich inner­halb der Szene auf. Je nach­dem, wen man trifft und über was man meint reden zu müs­sen.
    Und wer sich hier die all­mäch­tige Tole­ranz auf die Fahne schreibt, sollte als leuch­ten­des Bei­spiel vor­an­ge­hen und für sich selbst den kon­se­quen­ten Schritt gehen. Wel­cher besagt, dass auch die Into­le­ranz zu tole­rie­ren sei. Alles andere wäre… geheuchelt.

    Man tritt hier durch­aus in den Dia­log und ist gewillt diese Sub­kul­tur der Sub­kul­tur für sich zu ent­schlüs­seln. Zudem werde gute Bei­träge auch dan­kend ent­ge­gen­ge­nom­men. Und dass die­ses funk­tio­niert, zeig­ten die Jungs von Ext!ze. Dahin­ge­hend wer­den hier auch Unter­schiede gemacht. Denn nur weil Auf­tre­ten und Musik all­ge­mein eher auf Unver­ständ­nis sto­ßen, bedeu­tet das nicht im Umkehr­schluss, dass man jede gute Aus­sage zum Teu­fel jagt.

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