Schon die Überschrift ist verwirrend und kontrovers zugleich. Cybergoth lässt vermuten das es sich bei dieser Jugendkultur um einen direkt Ableger der Gothic-Szene handelt. Die Cybergothics sind aber eine Cross-Over Kultur, die sich aus vielen unterschiedlichen Stilen und Einflüssen zusammensetzt. Visual Kei, Techno, Punk, Rivethead1 und Gothic fusionieren beim Cyber zu einer neuen, rein äußerlich und optisch inspirierten Subkultur. Die Anzahl der tatsächlichen äußerlichen Gemeinsamkeiten zum Gothic sind sehr gering.
Der Kleidungsstil ist futuristisch und erinnert wie beabsichtigt an ein farbenfrohes Endzeitszenario. Schwarz, das mit weiß oder grellen Neofarben akzentuiert wird, ist typisch für die Anhänger dieser Szene. Die Kleidungsstücke und auch die Schuhe sind reichhaltig mit Metallbeschlägen verziert. Besonderen Einfallsreichtum zeigt man bei der Wahl des Accessoires, Schweißerbrillen (Goggles) gehören zum guten Ton, ebenso wie Gasmasken und lange Spitznieten. Elemente der Fetish-Bekleidung sorgen für einen sehr körperbetonten und freizügigen Kleidungsstil mit Lack– und Latex-Bekleidung. Besonderes Augenmerk wird auf die Verzierung der Haare mit neonfarbenen Extensions und Cyberloxx2 gelegt, den Aufwand den einige dafür betreiben ist bemerkenswert und erinnert auch an die frühen Haarspray und Styling-Orgien in der Wave und Grufti-Szene der späten 80er. Cyber der neueren Generation verzichten mittlerweile auf eine schwarze Basis und geben sich noch farbenfroher (siehe Bild)
Auch Einflüsse der Visual Kei-, Anime-, und Manga-Szene sind zu beobachten, verweisen aber nicht wie vermutet auf eine Szeneüberschneidung hin. Der Kleidungsstil der Cybergothics ist szeneübergreifend und lediglich auf die Übernahme von optischen Merkmale spezialisiert. Die Phantasie beim zusammenstellen von Kleidungsstilen hat auch eine starke DIY-Bewegung (Do-It-Yourself) unter den Mitgliedern hervorgebracht, die oft mit viel Hingabe und Zeiteinsatz ihre Kreationen selbst entwerfen und gestalten.
Musik
Die Musik dieser Szene ist ähnlich wie die Szene selbst von vielen Richtungen beeinflusst. Oftmals wird die Musik als Industrial bezeichnet, womit sie aber rein Szenehistorisch nichts zu tun hat. Es ist vielmehr eine Weiterentwicklung des Techno oder Rave, die mit einigen Elementen des Industrial, des Gothics und des Dark-Wave angereichert werden. Die Musik ist schnell und tanzbar, meist mit keinem oder sehr wenig Text oder Gesang, der dann zusätzlich noch verzerrt wird, was aus den späteren experimentellen Entwicklung des Industrials stammt und vielleicht die einzige musikalische Verwandtschaft darstellt.
Die Cyberszene hat demnach keinen eigenen Musikstil sondern freundet sich mit vielen Formen der elektronischen und tanzbaren Musik an. Techno, Future Pop, Trance, Elektro, Noise und Goa in einer meist etwas »düsteren« Variante. Der Tanzstil ist der Musik entnommen und zeigt sich oft rhythmisch und mit schnellen Arm und Beinbewegungen und ist auch so häufig in Rave-Kreisen anzutreffen.
Cyber + Gothic = Cybergothic?
Obwohl beide Subkulturen meist in der primären Grundfarbe schwarz tragen, haben sie wenig gemeinsam. Cybergoths verfolgen keine spezielle Ideologie wie es die Gothics tun. Eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, dem Tod, der Romantik, Mystik oder dem Okkultismus findet nicht statt. Während die Gothic-Kultur eine Vergangenheitsorientierte Bewegung ist, strebt man beim Cyber in die Zukunft und verkörpert die Phantasie der Anhänger, wie es einmal in einer Post-Apokalyptischen, Technoiden Welt aussehen könnte. Man verfolgt häufig die eigene Lust, Party zu machen, Spaß zu haben und sich in Szene zu setzen und teilt nicht das Lebensgefühl der Gothics. Aus diesem Grund wird diese neue Entwicklung auch nicht von den Gothics akzeptiert und häufig verspottet, man fürchtet um den intellektuellen Gehalt und verabscheut den reinen Party-Gedanken der Subkultur. Gerade dieser gravierende Unterschied macht es vielen schwer, die spöttisch als »Knicklichtgrufties« oder »Glühwürmchen« bezeichneten Menschen zu akzeptieren und ist vielfach Gelegenheit, die unterdrückten Revierkämpfe wieder zu aktivieren.
Cybers sind für alles Visionäre zu begeistern und konsumieren Endzeitorientierte Filme wie beispielsweise Matrix oder 28 Days Later und toben sich auch in Rollenspielen im Internet aus, in denen es meist um ein düsteres Endzeitszenario geht. Das oft verwendete Symbol Biohazard steht demnach auch für die Vorstellung, die Welt würde sich durch eine Biologische Verseuchung selbst vernichten.
Warum es letztendlich zur begrifflichen Verschmelzung beider Kulturen kam, lässt sich nicht abschließend betrachten. Publikationen in einschlägigen Magazinen und Medien können ebenso ausschlaggebend sein, wie die Tatsache, das sich die abebbende Wave– und Dark-Wave-Szene Ende der 80er auch in Richtung des Techno entwickelte und wohlmöglich Jahre später die neu aufgegriffenen Trends wieder in die Gothicszene trugen.
Ablehnung innerhalb der schwarzen Szene
Obwohl die schwarze Szene als tolerant und offen gilt, lehnen vor allem die Tradgoths diesen Einfluss ab. Als Begründung wird häufig genannt, das man das unreflektierte »bedienen« der Stile anderer Subkulturen uneigenständig findet und es bei der Cyberszene um eine rein modisch orientierte Bewegung handelt. Man vermutet, das die Überschwappende Rave-Szene dunkle Ableger in der Gothic-Szene etabliert hat3. Inhaltslosigkeit und Oberflächlichkeit wird ebenso häufig als Ablehnungsgrund genannt und mündet teilweise sogar in einen organisierten Aktivismus gegen dieses Bewegung (siehe Bild), da man die Werte der eigenen Szene für gefährdet hält. Die oberflächliche Party-Einstellung der Cybers ist Gift auf den Seelen der Gothics, die seit ihren Ursprüngen eben dieses Verhalten ablehnen.
Tatsache ist, das sich viele schwarzen Seelen ihrer Lebensgrundlage beraubt sehen, da reine Gothic-Treffpunkte wie es nunmal Festivals, Szeneläden und Discotheken sind, sich einem immer breiter werdenden Publikum öffnen müssen um überhaupt überleben zu können. Ein Trend wie den der Cyber scheint ein ideales Vermarktungsinstrument zu sein, optische Accessoires sind teilweise recht kostspielig und werden in großem Rahmen von den Anhänger konsumiert, die Musik ist größtenteils schnell und billig produziert und wie geschaffen zum Geld verdienen. Textliche Inhalte reduzieren sich auf verzerrte Parolen, die oft unter die Gürtellinie reichen.
Prinzipiell geht es bei diesem Konflikt also um die Technoisierung der Clubs und Festivals die mit einer Mischung aus Musikrichtungen möglichst viele Kunden locken möchten. Das die Musikrichtungen überhaupt nicht zusammenpassen wird in vielen Clubs hartnäckig ignoriert. Der Trend geht vermehrt wieder in Richtung einzelner Musikrichtungsorientierten Partys oder der Aufsplittung in verschiedene Bereiche einer Discothek. Ob beide Szene langfristig für ausreichend Umsatz sorgen können, ist bestimmend dafür, ob solche Veranstaltungen stattfinden. Zukunft ungewiss, Trennung vorprogrammiert?
(Bildquellen: Bren Dovgal@flickr.com (CC-by-nc), e_brand@flickr.com (CC-by-nc), Blacklive)
- engl. für »Nietkopf« und Übergangskultur der Post-Industrial-Szene deren Anhänger mit Tarnhemden, Feldjacken und Kampfstiefeln zu sehen sind. [↩]
- Bei den sogenannten Cyberloxx, die vielfach vertrieben werden, handelt es sich ursprünglich um Geschenkband aus den USA, dass man mit viel Hingabe in das vorhandene Haupthaar einarbeitet oder mittels Klammern im Haar befestigt. [↩]
- Aus den Kommentaren des Projekte jugendszene.com zum Thema Gothic [↩]



hat bereits 2 Kommentare abgegeben und schrieb am 24. April 2011 um 17:39:
hey orphi ..»maedeia« ist weiblich, google mal…und ich will mein geschlecht auch nicht umwandeln !
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 24. April 2011 um 18:11:
@maedeia: Auch wenn ich es schätze, mehr über meine Kommentatoren zu erfahren, habe ich noch nicht ganz herausgefunden wo orphi dem Namen »maedeia« ein Geschlecht gegeben hat. Darüber hinaus habe ich »maedeia« auch mal gegoogelt aber nichts gefunden was Rückschlüsse auf (d)ein Geschlecht geben könnte. Vielleicht hast du einen unterstützenden Link? Es würde mich freuen, mehr über den Namen zu erfahren.
hat bereits 328 Kommentare abgegeben und schrieb am 28. April 2011 um 09:42:
Einspruch stattgegeben:
orphi schrieb am 19. April 2011 um 11:05:
@ BioHazzard
Wie man es macht, macht man es verkehrt. Jetzt hab ich den Vorschlag deines Kollegen »maedeia« fast wortwörtlich aufgegriffen und ihm sogar Recht gegeben[…]
Zwar kann man »Kollegen« als Neutrum betrachten. Da, allen Feministinnen zum Schreck, das Neutrum »maskulin« ist. Oder umgekehrt, je nach Auslegung.
Oder, wie in diesem Fall, beim Wort »Kollegen« die Abstemplung zum Knaben anprangern.
Allerdings schweigen bei mir google, wikipedia, meine Lexika sowie der Stowasser nachhaltig. Woher sollte man demnach das Geschlecht auch erfahren. Vor allem, da hier so gut wie alle Gegenstimmen männlich waren. Somit lag die Schlussfolgerung nahe.
Einzige dahingehende Vermutung wäre übrigens eine Verknüpfung auf ein Profil unter demselben Namen, dessen Geschlecht mit weiblich beschrieben ist:
http://www.looki.de/user/maedeia/
Wenn das allerdings die große Quelle sein soll, so ist das albern. Denn (auch) mein Pseudonym entstand rein synthetisch und wurde schon von einigen Fantasiebolzen missbraucht. Wer demnach »Guldhan« sucht wird auch von Deppen belästigt, die nichts mit meiner Person zu tun haben.
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 15. Juli 2011 um 13:38:
Endlich mal ein Bericht der zumindest halbwegs richtig verfasst ist.
Galileo hat damals ja den Volgel abgeschossen (wie auch ein paar andere Sendungen auf Pro7)
Kritikpunkte gibts aber trotzdem:
Klar ihr habt das mit dem »Industrial« erkannt. Es gibt zwar nur wenige Cyber die echten Industrial (hier seien Einstürzende Neubauten, Throbbing Gristal.…. genannt) aber es gibt sie.
Die allgemein gehörte Musik fällt unter Aggrotech, Hellectro oder Harsh Elektro. (alles das gleiche, gibt halt 3 Begriffe)
Außerdem finde ich es lustig wie sich hier über die Musik ausgelassen wird und wie billig sie doch ist. Die am meisten gehörten Bands beim Durchschnittscyber sind: Nachtmahr, Feindflug, CombiChrist, Suicide Commando, Agonoize, X-rX, Hocico, Eisenfunk (ich finde sie auch als Cyber so scheiße! aber in Clubs auflegen können sie richtig gut) und einige wenige andere.
Alle anderen Bands, Musiker und Projekte fallen effektiv gesehen unter Underground. Ups? ja, da müsste dem wissenden Menschen auffallen das es manche dieser Bands länger als die Cyberbewegung gibt und viele derer die meckern die Interpreten ja selbst hören. :P
Das viele Cyber auch aus der »klassischen« Gothicszene stammen und somit auch die Grundeinstellung teilen und es genau so viele »richtig schwarze« Gruftis gibt die nur Party und Vergnügen im Kopf haben wird beim geflame über Cyber schnell vergessen. Ganz ehrlich wer sich so verhält wie die meisten Cyberhasser macht sich einfach nur lächerlich.
Ritschi
hat bereits 166 Kommentare abgegeben und schrieb am 15. Juli 2011 um 15:52:
Bei dem Beitrag von maedeia habe ich mich gefragt, warum man sich mit »Gothics« alleinschon mit der eigenen Bezeichnung »CyberGOTHIC« in einen Topf schmießt, wenn man sie doch so lahmarschig und doof findet.
hat bereits 144 Kommentare abgegeben und schrieb am 30. August 2011 um 15:11:
»Das viele Cyber auch aus der »klassischen« Gothicszene stammen und somit auch die Grundeinstellung teilen und es genau so viele »richtig schwarze« Gruftis gibt die nur Party und Vergnügen im Kopf haben wird beim geflame über Cyber schnell vergessen.«
Die wenigsten Cybers stammen aus der traditionellen Gothic-Szene. Schon aufgrund ihres Alters kann das gar nicht möglich sein. Der Rest, der sich dort an Ü-30-/Ü-40-jährigen tummelt, besteht zumeist aus Typen in der Midlife-Crisis, die offensichtlich Panik haben, den Anschluss zu verpassen. »Chic machen« für junge Küken ist da angesagt. Vielleicht bekommen sie durch ihren anbiedernden Stil ja noch „ne Party-Schlampe ab.
Zudem kann auf Anhieb gar nicht bewiesen werden, dass diese Personen schon geraume Zeit Bestandteil der Szene sind. Ein hohes Alter ist kein Indiz für eine langjährige Szenezugehörigkeit. Ich möchte nicht wissen, wieviele Außenstehende durch den Szene– und Faschingsboom der vergangenen Jahre angelockt wurden und sich nun »Szene-Veteran« auf die Fahne schreiben.
hat bereits 10 Kommentare abgegeben und schrieb am 30. August 2011 um 15:24:
@ Death Disco
Schön, dass das noch jemandem auffällt XD Mir sind tatsächlich schon Ü30 untergekommen, die sich als »Urgesteine« feiern lassen, aber »damals« gar nicht anwesend waren, ich fürchte sogar, das kommt gar nicht mal so selten vor O_o
hat bereits 1 Kommentar abgegeben und schrieb am 21. Dezember 2011 um 12:27:
Ich würde mir wünschen, dass die »Halte deine Szene sauber« mal im Bezug auf die rechten Tendenzen angewendet werden würde… Für mich ist der Spruch extrem faschistisch und ich kann nicht verstehen, wie sowas sich in der Gothicszene so ausbreiten kann. Das ist einfach traurig!
Null Toleranz gilft für mich nur im Bezug auf rechtes Gedankengut und dagegen sollte sich die Szene aussprechen und nicht gegen harmlose Glühwürmchen!
hat bereits 328 Kommentare abgegeben und schrieb am 21. Dezember 2011 um 17:45:
Ich bin kein Freund brauner Gedanken. Kein Fan von Nationalitätendegradierung, im rassischen Sinne gleich gar nicht. Aber ich bin auch kein Freund von Übertoleranz. Und erst recht kein Fan davon, wenn Ideale nach eigenem Gutdünken zurechtgebogen werden. Entweder ich kritisiere die Intoleranz und streiche sie somit aus meinem Weltbild, oder ich gestehe diese der eigenen Meinung anderer zu.
Natürlich sind die braunen Schafe in der schwarzen Herde ein unappetitlicher Farbfleck. Aber ich weiß auch was passiert, wenn einige besonders weiße Schafe meinen, den Moralischen raushängen lassen zu müssen.
Zumal sich diese Szene, oder zumindest ein nicht unwesentlicher Teil davon, als unpolitisch versteht. Und ich kann nicht unpolitisch sein, wenn ich im Gegenzug vehement gegen Rechte wettere. Wenn ich mich in einer unpolitischen Masse bewege und diese akzeptiere, dann muss ich auch wirklich gelebte politische Lustlosigkeit kommentarlos hinnehmen.
Zum anderen gibt es schon einige nette Gruppierungen innerhalb der Szene, die sich mit dem Aufbuhen rechter Kameraden die Zeit vertreiben. Es ist ja nicht so, dass dieser Aktivismus völlig brach liegt. Es war nur eben nicht Bestandteil der hier geführten Dialoge.
Davon mal abgesehen, solange der Kampf gegen Rechts nicht sachlich geführt werden kann, sollte er ohnehin schweigen. Da er dann Gefahr laufen kann peinlich zu werden und nicht mehr ernst genommen werden zu können. Wie jetzt beispielsweise. Kaum drangen unhöfflichere Taten an die journalistische Oberfläche, schon begehrt die ganze Bevölkerung auf, solidarisiert sich und wird hysterisch. Als wenn es nicht schon vor 20 Jahren gewaltbereiten Rechtsextremismus gegeben hätte…es gab ja auch vor 20 Jahren noch keine unfallgefährdeten Atomkraftwerke. Is´ klar.
Und erst letztens musste ich wieder grinsen, als sich ein paar Betonköpfe über einen Festivalauftritt von :Of The Wand And The Moon: echauffierten. Derartige Aktion ist kein Kampf gegen Rechts, das ist ein geistiges Armutszeugnis und ein argumentativer Offenbarungseid obendrein. Was aber eben zumeist dann das Resultat wird, wenn der Gutmensch in aller Voreingenommenheit seiner neudeutschen Bürgerpflicht nachkommt.
Sachlichkeit, Emotionslosigkeit, Neutralität, wenn man dieses nicht innerhalb der Debatte gegen politische Radikale anbringen kann, sondern alles im Blickwinkel eines heiligen Krieges sieht, bzw. derartige Widerstände persönlich nimmt und mit emotionsgeladenem Wort austrägt, so schürt man den Konflikt nur weiter.
Und ich für meinen Teil muss sagen, dass ein Staat eine politische Rechte braucht. Einfach um auch sich als Staate mit dem Sinne des Eigennutzes zu unterstützen. Allerdings nicht dieses Kaspertheater jener hirnlosen Hampelmänner, die momentan in den dahingehend bekannten Parteien Politik spielen und sich vom Staat durchfüttern lassen. Sondern einen wohlwollenden politisch kompetenten Pol…auch wenn ein solcher politischer Flügel nur Utopie sein wird. Aber das möchte ich an dieser Stelle nicht weiter vertiefen. In diesem Sinne.
hat bereits 166 Kommentare abgegeben und schrieb am 21. Dezember 2011 um 21:22:
Ich finde es albern in diesem Bildchen gleich den bösen Faschismus zu sehen. Es ist in erster Linie ein Statement aus der Szene, welches offensichtlich provozieren will. Und das ist auch gelungen. Das Thema wird diskutiert.
Und nur weil es hier nicht um weltbewegende politische Dinge geht, gibt es keinen Grund es zu ignorieren. Es polarisiert und es stört einige. Warum sollte man es dann nicht ansprechen? Warum sollte man dann überhaupt über die Szene diskutieren, wo doch in Afrika Menschen verhungern etc. pp. ?
:troll:
hat bereits 328 Kommentare abgegeben und schrieb am 22. Dezember 2011 um 07:28:
In der Tat.
Wobei mir beispielsweise das Schicksal der Menschen Afrikas nicht annährend so nahe geht, wie das der Straßenhunde Südeuropas. Alles ist Willkür, alles unterliegt dem eigenen Geschmack.
Tierarten verenden, Wälder weichen, Ozeane kippen. Wen interessieren dabei im Grunde die politischen bzw. geschmacklichen Verwirrungen von einer handvoll Humanoiden. Wenn man sich zum Wohle der Gesellschaft ereifern möchte, dann solle man schon an der Spitze des Eisberges beginnen und sich nicht die bequemsten Themen in der unmittelbaren Reichweite herauspicken.
Oder man erkennt, dass ohnehin allem ein fundamentales Recht auf Verachtung innewohnt und greift das Thema je nach Vorgabe auf. Aber das nur am Rande. Mein Akt des »Off-Topic« sei damit geschlossen.
hat bereits 4 Kommentare abgegeben und schrieb am 22. Dezember 2011 um 11:22:
Jetzt muss ich mich auch mal wieder zu Wort melden.
Erstmal ein Dankeschön an orphi und Guldhan für den herrlichen Sarkasmus, lange nicht mehr so gelacht :D
BioHazzards Kritik an euch fand ich da eher unnötig wobei seine Reaktion ja eigentlich ein Musterbeispiel dafür ist das es bei uns Cyber sehr viele , wenn ich TheRiesen mal ganz frech zitieren darf. Daher könnte man sagen er selbst hat bewiesen was er wiederlegen wollte. Eigentlich ein lustiges Paradoxon wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt.
Ich bin aber immer wieder froh zu hören das es Leute gibt die zumindest die »vernünftigen« unter der Cyber-scene nicht ablehnen. Wie eben Ext!ze und andere die sich dafür einsetzten.
Zu der ganzen Dikusion über Toleranz. Ich bin der Meinung jeder sollte für sich selbst wissen was er eben erduldet und was nicht, wobei ich da Guldhan zustimmen muss. Alles zu Tolerieren bedeutet seine Meinung aufzugeben. Und wo wären wir den wenn niemand mehr eine Meinung zu irgend etwas hätte, weil jeder zu beschäftigt damit ist seinem Umfeld gegenüber tolerant zu sein.
Etwas Intoleranz schadet nicht, sei es aus moralischen Gründen oder einfach aus Prinzip. ;)
Soo und jetzt bin ich mal gespannt ob sich jemand angesprochen fühlt…