2 März

Schwarze Symbolik - Thors Hammer

Kategorie: Hintergründe — Jahrgang: 20095 Kommentare

Mjollnir

Die beiden Zwerge Sindri und Brokk schmiedeten der Legende nach einen Hammer aus Uru-Erz für den Gott Thor, den Mjölnir. Er verfehlt niemals das Ziel und kehrt immer wieder zurück zum Werfer, dummerweise stach die böse Loki in Gestalt einer Fliege den einen Zwerg beim Schmieden ins Auge, so dass der Schaft des Hammers zu kurz geriet. Jetzt kommt der Riese Thrym und klaut den Hammer um die Göttin Freyja als Braut zu bekommen. Thor ist natürlich stinksauer und schleicht sich zusammen mit Loki in Frauenkleidern beim Riesen ein und klaut den Hammer wieder zurück. Um herauszufinden ob der Hammer noch funktioniert, tötet Thor gleich mal den diebischen Riesen. Soweit die Legende.

Thorshämmer als Grabbeigabe kennt man aus dem 9. und 10. Jahrhundert aus Skandinavien und Island, wo sie hauptsächlich bei weiblichen Leichnamen gefunden wurden und damit eher auf eine Verwendung als Fruchtbarkeitssymbol oder als Geschenk zu einer geschlossene Ehre gelten. Den Hammer als eine Reaktion auf den sich zu dieser Zeit ausbreitenden christlichen Glauben zu sehen, ist umstritten.

Heute verwendet man den Hammer als positives Symbol für innere Stärke und Tatkraft, sowie der Verbundenheit untereinander. Den Einzug in die schwarze Szene fand das Symbol seit je her bei Rockern und Bikern und durch die Popularisierung der mittelalterlichen Veranstaltungen.  Zahlreiche Menschen in Skandinavien tragen den Hammer des Thor als Verbundenheit zu ihrem Land und seiner Geschichte und haben dort selten religiösen, ideologischen oder politischen Inhalt.

Rechtes Symbol?

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Wie auch bei vie­len ande­ren Sym­bo­len der Gothic­szene und der schwar­zen Szene im all­ge­mei­nen ist die Nähe zu rech­ten Sym­bo­len mal wie­der nicht weit. Nach­dem viele klas­si­schen Sym­bole der Nazi­zeit ver­bo­ten wur­den1 ent­deck­ten die Nazis die ger­ma­ni­schen Sym­bole für sich. So ist auch Thors Ham­mer immer wie­der als Sym­bol der rech­ten Szene anzu­tref­fen, sei es auf Plat­ten­co­vern, Fan­zines oder Pro­pa­gan­da­ma­te­rial und gilt als Sym­bol der Rei­ni­gung des deut­schen Vol­kes. Von dort war es kein wei­ter weg mehr auf die Lis­ten, die es als rech­tes Sym­bol kenn­zeich­nen. So ist es nicht wei­ter ver­wun­der­lich, das halb oder schlecht infor­mierte Mit­men­schen immer wie­der daran Anstoß neh­men und dem Trä­ger eine braune Gesin­nung vor­wer­fen. Ein unmit­tel­ba­rer Bezug zur NS-Zeit fehlt jedoch, es wurde nie als offi­zi­el­les Zei­chen der NS-Regierung oder irgend­ei­nes Orga­nes missbraucht.

Als ein­zi­ger ver­wend­ba­rer Bezug gilt der Künst­ler­name Mjöl­nir des Reichs­be­auf­trag­ten für künst­le­ri­sche Form­ge­bung Hans Her­bert Schwei­zer, eines bekann­ten Gra­fi­kers des drit­ten Rei­ches. Die­ser Zusam­men­hang erscheint mir aber viel zu weit her­ge­holt und reicht sicher­lich nicht für eine fun­dierte Argumentation.

(Bil­der­quelle: Wiki­pe­dia)
  1. Haken­kreuz, Dop­pel Sig­rune (Sym­bol der Waffen-SS) und vie­les andere mehr wur­den wegen Volks­ver­het­zung ver­bo­ten. Es gibt aber noch wei­tere ver­bo­te­nen und straf­ba­ren Sym­bole, eine umfang­rei­che Liste fin­det man bei Recht gegen Rechts. []

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Hintergründe
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5 Kommentare

  1. Der Link »Recht gegen Rechts« funk­tio­niert nicht. Außer­dem gibt es keine »SS-Rune« son­dern nur die Sig-Rune. Diese ist mei­nes Wis­sens nach kom­plett ver­bo­ten und nicht nur in dop­pel­ter Aus­füh­rung — aber das Thema »Ver­bo­tene NS-Symbole« werde ich eh nie ver­ste­hen… Sig-Rune und Swas­tika ver­bo­ten, der Adler wird wei­ter ver­wen­det, ebenso das Eiserne Kreuz, ver­stehe es wer will.

    Ansons­ten wie­der ein tol­ler Arti­kel. Natür­lich wie­der ein Armuts­zeug­nis für das deut­sche Volk das unin­for­miert über Zei­chen und Sym­bole urteilt.

  2. Nebst der Tat­sa­che, das mir die Geschwind­keit impo­niert, in der du einige mei­ner Bei­träge kom­men­tierst, hast du natür­lich Recht, ich werde den Link und die betref­fen­den Text­stel­len aus­bes­sern, hab wohl etwas zu has­tig Publi­ziert. Vie­len Dank für den Hinweis.

  3. Stimmt,die Swastika.Da bekom­men einige auch heute noch feuchte Augen.Obwohl,die Bud­dhis­ti­sche Swastika,nach links gerich­tet ist..

  4. Wer­den es wohl mehr als 3% aller Ord­nungs­hü­ter mer­ken, wenn die Swas­tika die du dir auf die Jacke genäht hast nach links gerich­tet ist?

  5. @Tears Nein..

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