1 März

Schwarze Symbolik - Horusauge

Kategorie: Hintergründe — Jahrgang: 2009Keine Kommentare

706px-Eye_of_Horus.svgNach­dem ich Thors Ham­mer aus der ger­ma­ni­schen Mytho­lo­gie kurz ange­spro­chen hatte, schwenke ich nun zur ägyp­ti­schen Mytho­lo­gie, die man sehr viel ent­spann­ter betrach­ten kann, denn Zusam­men­hänge mit der Neonazi-Szene sind glück­li­cher­weise keine vorhanden.

Der Mythos besagt, das der Gott Seth dem Fal­ken­gott Horus im Kampf um den Thron das linke Auge aus­ge­ris­sen hat, nach­dem der sei­nen Vater Osi­ris getö­tet und zer­stü­ckelt hat. Thot, der weise Mond­gott brachte es gedul­dig wie­der in Ord­nung und heilte es. Als mehr­deu­ti­ges Sym­bol ist es also bezeich­nend für die wie­der­er­langte Unver­sehrt­heit. In der Astro­no­mie spricht man vom Mondauge, das sich auf die zuneh­mende Voll­en­dung der Mond­scheibe bezieht. Es ist ein belieb­tes Schutz­sym­bol und soll vor Unfäl­len und bösen Bli­cken schüt­zen, außer­dem ver­spricht es Har­mo­nie und Kraft. Die Ägyp­ter lie­ben die­ses Sym­bol und ver­zie­ren damit alle mög­li­chen Dinge um den Besit­zer die­ser Dinge das selbe Schick­sal wie Horus selbst zu erspa­ren. In der Ideo­lo­gie des pha­rao­ni­schen König­tums stellt es die ewige Erneue­rung des gött­li­chen König­tums von König zu König dar.

Die Ägyp­ter haben auch mit dem Auge gerech­net und damit Getreide und Land ver­mes­sen. Jedem ein­zel­nen Teil des Auges ord­ne­ten sie einen Bruch zu, der in der Gesamt­summe wie­der auf­ge­hen sollte. Tat­säch­lich aber ergibt die Sum­mer der sechs ver­wen­de­ten Brü­che nur 63/64, man nimmt an, Thot habe 1/64 des Auges beim Zusam­men­set­zen durch Zau­be­rei unter­schla­gen. Aleis­ter Crow­ley, der Ver­fas­ser unzäh­li­ger soge­nann­ter Gothic Lieb­lings­bü­cher ver­wen­det die­ses Sym­bol auch auf eini­gen Kar­ten sei­nes berühm­ten Thoth Tarots.

Es wird beson­ders gerne als Täto­wier­mo­tiv genom­men und ziert nicht nur Anhän­ger der Gothic Szene. Amu­lette oder Hals­ket­ten mit eben die­sem Sym­bol sind eben­falls sehr beliebt und nicht so ein­präg­sam wie eine Täto­wie­rung. Inwie­weit das Sym­bol aus­ge­rich­tet oder ver­ziert wird, spielt in der ägyp­ti­sche Mytho­lo­gie keine Rolle.

Es wird wie­der ein­mal deut­lich, wie groß die Affi­ni­tät der Gothics mit Sym­bo­lik und Mytho­lo­gie ist, sie betrifft nahezu alle Epo­chen und Kon­ti­nente. Neben der ger­ma­ni­schen und ägyp­ti­sche Mytho­lo­gie wer­den in wei­te­ren Arti­keln auch noch viele andere Sym­bole behan­delt. Eine Über­sicht erreicht man leicht, wenn man dem Tag Sym­bo­lik im Fuß die­ses Bei­tra­ges folgt.

(Bild­quelle: Wiki­pe­dia)

Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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