11 Oktober

Es muss nicht immer Halloween sein - Noch 20 Tage bis...

Kategorie: Hintergründe — Jahrgang: 2010Keine Kommentare

Samhain - Keltischer Feiertag zum Sommerende

Diese Kel­ten. Nicht nur auf­wen­dige und kunst­volle Kno­ten sind prä­gend für diese euro­päi­sche Kul­tur der Eisen­zeit, son­dern auch zahl­rei­chen Sagen und Legen­den sowie die von Sam­hain, dem Fest zum Ende des Sommers.

Wie das Bild schon aus­zu­drü­cken ver­sucht, geht es bei Sam­hain (gespro­chen: sa-u-in) um einen kel­ti­schen Fei­er­tag, der für das Hal­lo­ween ver­ant­wort­lich gemacht wird. Da es sich beim Kel­ten­tum aber um keine Schrift­kul­tur han­delt, die ihre Geschichte nie­der­ge­schrie­ben und doku­men­tiert hat, bezie­hen sich die meis­ten Quel­len auf römi­sche oder auch christ­li­che Her­kunft und sind recht dünn über­lie­fert, so das es wir nun unfrei­wil­lig in den Bereich des Mythi­schen ein­tau­chen müs­sen. Wie aufregend!

Man nimmt an, das Hal­lo­ween auf das kel­ti­sche Neu­jahrs­fest Sam­hain zurück­geht, das man am 1. Novem­ber fei­erte. Die exakte kalen­da­ri­sche Ein­ord­nung fand aber erst spä­ter statt, da sich die Kel­ten auf die Aus­rich­tung von Sonne und Mond bezo­gen. Mit Ein­bruch der Dun­kel­heit am Vor­abend, dem 31. Okto­ber, endete das Jahr, erst mit dem Anbruch des nächs­ten Tages begann für die Kel­ten das neue Jahr. Man glaubte, dass die Zeit zwi­schen dem alten und dem neuen Jahr die Pfor­ten der Anders­welt öffnete und Men­schen Gefahr lie­fen, sich darin zu ver­ir­ren oder das die darin exis­tie­ren­den Geis­ter in die Men­schen­welt ein­drin­gen könnten.

Die Kel­ten defi­nier­ten Elfen, Gnome, Kobolde, Feen, Nixen und auch die See­len der Ver­stor­be­nen Ahnen als Geis­ter, die sich in die­ser Nacht eines leben­di­gen Men­schen bemäch­ti­gen konn­ten. Um die Geis­ter abzu­schre­cken haben sich die Leben­den ver­klei­det und Lärm schla­gend durch die Gegend gezo­gen — das sei, so nimmt man an, der Ursprung der mas­kier­ten Gestal­ten an Hal­lo­ween. Andere Quel­len deu­ten dar­auf­hin, das man sich in die­ser Nacht unbe­dingt drau­ßen auf­hal­ten sollte um in einer mög­lichst mor­bi­den Ver­klei­dung die toten Ahnen zu täu­schen und davon abzu­hal­ten sie eines Men­schen zu bemäch­ti­gen. Andere behaup­ten, das Opfer­ga­ben ver­hin­dern soll­ten, das sich die umher­schwir­ren­den Geis­ter eines Leben­den bemäch­tig­ten. Spä­ter ist sogar von »Soul Cakes« die Rede, die man einem iri­schen Brauch nach ein­sam­melte und damit viel­leicht den Grund­stein für die »Trick or Treat« Men­ta­li­tät legte. Aber auf die Iren kom­men wir in einem spä­te­ren Arti­kel noch ein­mal zurück.

Das es sich bei Sam­hain um den Toten­gott der Kel­ten han­delte wird im all­ge­mei­nen in Frage gestellt, es han­delt sich viel­mehr um die Feier der Som­meren­des. Die Ernte war ein­ge­bracht, die Tage wur­den kür­zer und es begann die Zeit der Dun­kel­heit in der man sich vor­nehm­lich zurück zog um sich beim Feuer in den eige­nen vier Wän­den Geschich­ten zu erzäh­len. Das gespro­chene Wort genoss bei den Kel­ten sowieso ein viel höhe­ren Stel­len­wert als das geschrie­bene, man ver­mied es sogar Legen­den und Mythen über Ahnen und Bestat­tungs­ri­tuale niederzuschreiben.

Zahl­rei­che neue Anhän­ger alter und mys­ti­scher Tra­di­tio­nen und Gebräu­che fin­den sich in der Bewe­gung der Wicca und bei den Neo­pa­ga­nis­ten (Neu­hei­den­tum) die sich expli­zit auf die alten Tra­di­tio­nen kel­ti­scher Fei­er­tage beru­fen.  Die Inter­pre­ta­tio­nen sind auf­grund man­geln­der his­to­ri­scher Quel­len zahl­reich und viel­fäl­tig. Einig scheint man sich zu sein, das diese kel­ti­sche Tra­di­tion der Vor­läu­fer des heu­ti­gen Hal­lo­ween ist. Eso­te­risch und spi­ri­tu­elle begeis­terte Men­schen — so wie man­che Anhän­ger der schwar­zen Szene — fei­ern auch 2010 noch den Sam­hain, das Fest zum Ende des Som­mers und der Beginn der kal­ten Zeit.

(Bild­quelle: CC-Lizenz von Andrea Raia@flickr)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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  2. […] Sam­hain den Beginn des Win­ters ankün­digt, fei­er­ten die Kel­ten mit Bel­tane die Rück­kehr des […]

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