4 Dezember

Gothic - Über Vorurteile und Klischees

Kategorie: Schwarze Szene — Jahrgang: 20085 Kommentare

Ich freue mich immer wenn jemand über Sze­nen und Sub­kul­tu­ren berich­tet. Man lernt nie aus und kann immer noch etwas dazu­ler­nen oder durch kon­tro­verse Ansich­ten ande­rer sei­nen eige­nen Hori­zont erwei­tern. Viel zu oft wer­den aber die Grund­sätze ein­fa­cher Bericht­er­stat­tung ver­ges­sen, Recher­chie­ren und Infor­mie­ren. Das Netzt ist voll­ge­stopft mit Halb­wahr­hei­ten und Behaup­tun­gen, die zu nega­ti­ven Aus­schlä­gen in die Gesell­schaft füh­ren und damit Vor­ur­teile und Kli­schees schüren.

Jugend­li­che, die sich Wochen­lang in anti­fa­schis­ti­schen Grup­pen oder Initia­ti­ven wie Schule ohne Ras­sis­mus aktiv gegen Ras­sis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus ein­brin­gen, sind der Loka­len Presse nur ein paar Zei­len wert. Drei ran­da­lie­rende Neo­na­zis, die »Sieg heil!« gröh­lend durch die Innen­stadt lau­fen, erfah­ren sofort eine bun­des­weite Medi­en­re­so­nanz. Beson­ders dann, wenn sie aus dem Osten Deutsch­lands kommen.

Unsere Gesell­schaft ist besorgt um unsere Jugend­li­chen, möchte sie schüt­zen und in einer kon­trol­lier­ten Umge­bung auf­wach­sen sehen. Rebel­lion gegen die Nor­men und die Suche nach der eige­nen Per­sön­lich­keit und Iden­ti­tät treibt die jun­gen Men­schen in eine Szene. Die Gothic-Szene ist eine sol­che. Beob­ach­tet man die Kli­en­tel in der Dunk­len Disco fällt auf, das dort hem­mungs­los beob­ach­tet und geläs­tert wird. Uncoole Bands­hirts, beim fal­schen Ver­sand gekaufte Kla­mot­ten und schlechte Kajal­füh­rung mün­den in der Ein­schät­zung das der andere nie so gruf­tig wer­den kann wie jemand selbst. »Ich trage das schwär­zeste Schwarz«.

Irgend­wie kommt mir das bekannt vor, was nicht wei­ter ver­wun­der­lich ist, denn diese Jugend­li­chen sind genau wie alle andere Jugend­li­chen mit den glei­chen jugend­li­chen Pro­ble­men. So ziem­lich jeder Nach­wuchs­goth ver­wech­selt die eige­nen hor­mo­nal beding­ten Sor­gen und Nöte mit einem tie­fen Welt­schmerz, den er kon­se­quent aus­lebt. Im abge­dun­kel­ten Jugend­zim­mer sit­zend wer­den trau­rige Zei­len ver­fasst, teil­weise in Metrik und Seman­tik ebenso gruf­tig wie in der düs­te­ren Wort­wahl. Dazu gibt es noch eine Spur gruf­ti­ger Musik, deren Aus­läu­fer mitt­ler­weile auch im Main­stream ange­langt sind. Fer­tig ist das Klischee.

Pro­ble­ma­tisch wer­den die Kli­schees dann, wenn sie zu ernst genom­men wer­den. Seien es über­vor­sich­tige Päd­ago­gen in Form eines Lehr­kör­pers, ängst­li­che Müt­ter die von der Nach­ba­rin ange­spro­chen wer­den, oder eng­stir­nige Popu­lär­theo­lo­gen die Jün­ger des Bösen wittern.

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, die Suche nach dem Sinn des Lebens und auch eine gewisse Melancholie führen viele zum Gothic hin [...] Solange der Anhänger der Gothic Szene aber keine Andeutungen in Richtungen Selbstmord macht oder sich besonders stark zurück zieht, brauchen auch Eltern sich keine Sorgen zu machen. (Sandra Müller - misterinfo.de)

Wenn aber schon Rat­ge­ber ver­öf­fent­licht wer­den, dann bitte recher­chie­ren und nicht mit Halb­wis­sen glän­zen die dann in küh­nen Behaup­tun­gen enden. Das gilt auch für San­dra Mül­ler. Ich bin nicht unzu­frie­den mit mei­nem Leben, warum sollte ich auch? Pro­ble­ma­tisch ist nur, das gerade die schlech­ten Arti­kel im Ram­pen­licht ste­hen und gute immer wei­ter in den Hin­ter­grund rücken. Vor­ur­teile füh­ren zwangs­läu­fig zur Pau­scha­li­sie­rung. Das es Selbst­mord­ge­fähr­dete Jugend­li­che gibt strei­tet nie­mand ab, diese inter­es­sie­ren sich aber auf­grund des mor­bi­den Cha­rak­ters der Gothics für die Sub­kul­tur, die Szene selbst impli­ziert keine sol­che Gedan­ken. Das es bes­ser geht beweißt Chris­toph Wagen­seil von REMIND in die­sem Artikel.

Ein wesentliches Element von dem, was man bei Jugendszenen Praxis nennen könnte, ist wohl die Provokation. Bei der Schwarzen Szene gibt es hier einen gewissen Unterschied zu all denjenigen Subkulturen, die eine gesellschaftliche Alternative verkörpern. Der damit eher auf Negatives hinweisende Protest richtet sich vornehmlich gegen die als materialistisch wahrgenommene Gesellschaft, welche auch als Spaß- und Wohlstandskultur interpretiert wird. (Christoph Wagenseil - remid.de)

Tat­sa­che ist, ich und viele andere Gothics beschäf­ti­gen sich mit dem Tod, nicht weil wir einen Weg suchen der Gesell­schaft durch Sui­zid zu ent­sa­gen son­dern aus Neu­gier und Inter­esse für das mys­ti­sche und okkulte. Es ist nur ein Annahme mei­ner­seits das sich eben diese Leute, die uns mit die­sem Vor­ur­teil kon­fron­tie­ren, aus Angst vor dem unaus­weich­li­chen damit nicht beschäf­ti­gen. Leben und Leben las­sen lau­tet meine Devise.

Rechte Ten­den­zen in der Szene?

Als wäre das nicht genug der Vor­ur­teile und Halb­wahr­hei­ten gibt es seit den 90ern Mei­nun­gen, die die Gothics mit Rechts­ra­di­ka­lis­mus und Faschis­mus in Ver­bin­dung brin­gen. Die Argu­mente der Kri­ti­ker sind dabei immer die glei­chen, die Gemein­sam­kei­ten Eso­te­rik, Okkul­tis­mus und Neo­hei­den­tum. Was anschei­nend nie­mand begreift ist die Tat­sa­che, das zwei völ­lig unter­schied­lich Beweg­gründe dahin­ter ste­hen. Wäh­rend der Gothic sich dafür inter­es­siert, weil er von mys­ti­schen und geheim­nis­vol­len Din­gen fas­zi­niert ist, kopiert der Neo­fa­schist das Inter­esse der Faschis­ten des drit­ten Reichs. Die Über­schrift eines Arti­kels von Arne Gräf­rath bei D-A-S-H lau­tet Rechte Ten­den­zen in der Wave– und Gothic Szene, der mei­ner Mei­nung nach einer Schlag­zeile in der Bild gleichkommt.

Eine Ten­denz ist das Stre­ben in eine bestimmte Rich­tung und würde in die­sem Kon­text bedeu­ten, das die Wave– und Gothic Szene sich von allein in die rechte Ecke begibt. Völ­li­ger Blöd­sinn. Viel­leicht wäre das Wort Ein­flüsse in die­sem Zusam­men­hang objek­ti­ver, denn Tat­sa­che ist, das die rechte Szene ver­sucht Ein­flüsse in der Gothic Szene zu plat­zie­ren und eben über diese Gemein­sam­kei­ten ver­sucht inner­halb der Szene Fuß zu fas­sen. Im genann­ten Arti­kel heißt es weiter:

Jeder Meinung, die verbindende Elemente zur Wave Szene besass, stand man tolerant gegenüber (und ermöglichte so den Rechten erste Erfolge). Auffällig ist dabei, dass Toleranz oftmals mit Kritiklosigkeit, Ignoranz und Beliebigkeit verwechselt wird. Gerade bei der Kritiklosigkeit gegenüber neofaschistischen Meinungen und Inhalten wird ein Widerspruch innerhalb der Szene am deutlichsten - einerseits versteht sich die WGS als Kritik und Gegenkultur zur menschenverachtenden-technokratischen Gesellschaft, anderseits wird selber mit Symbolen kokettiert, die menschenverachtender nicht sein können. (Arne Gräfrath - d-a-s-h.org)

Auf die ange­spro­che­nen men­schen­ver­ach­ten­den Sym­bole wird nicht wei­ter ein­ge­gan­gen, obwohl mich bren­nend inter­es­siert, wel­che Sym­bole mit denen ich angeb­lich koket­tiere Men­schen­ver­ach­tend sind. Da hat wie­der jemand geschrie­ben ohne wirk­lich zu recher­chie­ren. Der ganze Arti­kel wirkt auf mich wie ein anein­an­der­rei­hen von angeb­li­chen Fak­ten, die er dann aber wie­der selbst ent­kräf­tet, von Gegen­be­we­gung aus der Szene her­aus wie z.B. Gruf­ties gegen Rechts (inzwi­schen lei­der ein­ge­stellt) erzählt uns Arne Gräf­rath beiläufig.

Sicher­lich, das man rechts ori­en­tie­ren Bands wie zum Bei­spiel Von­thron­stahl auf dem WGT (Wave-Gothic-Treffen) 2000 ein Forum gebo­ten hat ist unver­zeih­lich, auch das die Ver­an­stal­ter die­ses bekann­tes­ten Tref­fens noch nichts dazu­ge­lernt haben. Doch auch hier gibt es Alter­na­tive Fes­ti­vals, auf denen es der Ver­an­stal­ter bes­ser macht und das Line Up mit bedacht wählt ohne Blind jede Indus­trial Band auf­grund ihrer Erschei­nung in eine Ecke gedrängt wird.  Aber warum pau­scha­li­sie­ren und ver­all­ge­mei­nern? Das die rechte Szene Musik­stile der Gothics für sich ver­ein­nahmt dafür kann nie­mand was, aber jeder kann was dage­gen tun.

Anti­fa­schis­ten oder links­ex­treme, die mit zusam­men­ge­schwa­fel­ten Tex­ten die ein­schlä­gi­gen Nach­rich­ten­sei­ten flu­ten wir­ken auf mich wie eine zuge­kiffte Grup­pie­rung spät­pu­ber­tie­ren­der Erwach­se­ner. Zum einen wirft die links­ex­treme und gewalt­be­reite Min­der­heit der Anti­fa­schis­ten selbst ein schlech­tes Licht auf sich selbst und nimmt damit das glei­che Pro­test­ni­veau wie die ver­fein­dete Grup­pie­rung ein. Außer­dem wird die rechte Min­der­heit die es in der schwar­zen Szene sicher­lich geben mag pau­scha­li­siert und Ver­hal­tens­wei­sen ein­zel­ner verallgemeinert.

Mensch Leute, IHR und WIR kön­nen das doch bes­ser und soll­ten bes­ser gemein­sam gegen die Unter­wan­de­rung durch Neo­na­zis vor­ge­hen anstatt uns anzu­fein­den und mit schlauen Aktio­nen und Infor­ma­tio­nen den Jugend­li­chen die Mög­lich­keit geben zu ler­nen und von sich aus aktiv zu wer­den. Laut jugendkulturen.de ist die rechte Szene wie­der out, eine gute Gele­gen­heit aufzuräumen.

(Bild­quelle: Amazon.de)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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5 Kommentare

  1. Dass Nacht­mahr der Vor­wurf gemacht wird rechte Ten­den­zen zu haben *pfft*, das liegt im Grunde an der Ober­fläch­lich­keit, im Grunde hat Nacht­mahr sich die­sen Ruf aber selbst besorgt und ver­mut­lich mit bedacht. Rote Arm­binde, wei­ßer Kreis und ein schwar­zes N darin, dass doch sehr an eine gekippte Sig-Rune erin­nert. Hört man dann noch man­che Stü­cke die musi­ka­lisch schon gewisse Marsch-Elemente auf­wei­sen, dann hat man den Stem­pel doch recht schnell weg.

    Ein ähnli­ches Auf­tre­ten legen auch Welle:Erdball gele­gent­lich hin und über Feind­flug muss ich wohl nicht reden, Sprachsam­ples von Hit­ler spre­chen eigent­lich eine recht deut­li­che Spra­che, zumin­dest für Außen­ste­hende und Leute die sich nicht wei­ter damit befas­sen und das »Use your brain and think about it!« übersehen.

    Dass gerade die Anhän­ger der EBM-Szene sich auch optisch nicht viel von den typi­schen Skin­heads unter­schei­den die ja noch wesent­lich stär­ker im Nazi-Vorurteil ste­hen macht die Sache nicht besser.

    Gerade was die rech­ten Ten­den­zen angeht ist es in der Szene doch recht schwer braun und schwarz zu unter­schei­den, denn mit dem Stil wird teil­weise doch ziem­lich gern gespielt.

    Ansons­ten kann ich mich dei­nem Arti­kel nur anschließen.

  2. Der Arti­kel ist sehr auf­schluss­reich geschrie­ben. Und kommt auch noch gut her­über. Als wir ges­tern dar­über geschrie­ben hat­ten, da dachte ich aber an etwas per­sön­li­chere Erfah­run­gen. Nun gut. Dann schaue ich mal, was ich so dazu zu sagen habe.

    Du hast durch­aus recht, wenn du bemerkst, dass jeder Jugend­li­che Pro­bleme hat und mit sei­ner Lebens­si­tua­tion klar kom­men muss. Da wählt jeder sei­nen ande­ren Weg. Somit sind die wei­te­ren Schluss­fol­ge­run­gen auch wichtig.

    Was das »ich trage das schwär­zeste Schwarz« angeht. Kom­plett rich­tig. Das ist und war wohl schon immer so. Ver­zeihe mir das Wort »Schwanz­ver­gleich«. Hip­Hop­per wol­len die längs­ten Gold­kett­chen haben und Gothics die schöns­ten Kla­mot­ten von Ader­lass. Und hinzu kommt dann noch, dass die Mei­nung von bestimm­ten Indi­vi­duen bes­ser, klü­ger, ein­schlä­gi­ger ist und somit dann das soge­nannte »true« als Attri­but bei bestimm­ten Gestal­ten eher ange­hängt wird. Obwohl es eigent­lich total egal ist, wie »true« man ist wird danach gestrebt. Von sehr vie­len. Das sieht man überall.

    Das die Szene dem Tod eine gewisse Bedeu­tung gibt, dass haben wir ja schon auf mei­nem Blog fest­stel­len dürfen.

    Was den Ver­dacht der brau­nen Gedan­ken­gu­tes in der Szene angeht: Ich habe das auch schon von vie­len Leu­ten inner­halb der Szene gehört. Es ist also nicht nur eine Sache, die von außen her­an­ge­tra­gen wird. Sehen wir uns die Musik an. And One wird seit Jah­ren der Vor­wurf gemacht braune Texte zu haben. Auch Tho­mas Rai­ners Pro­jekt Nacht­mahr steht immer und immer wie­der unter Beschuss. Auch und gerade inner­halb der Szene.
    Mitt­ler­weile kann man fast den Ver­dacht bekom­men, dass die­ses mehr auf uns las­tet als der Ruf des »Sata­nis­mus«, den man sicher­lich auch schon am eige­nen Leib erfah­ren haben dürfte.

    Ich denke das reicht für den Anfang.

  3. @Lordy: Gerade die Tat­sa­che, das ein klei­ner äuße­rer Rand der schwar­zen Musik auch in das braune treibt macht die Szene so sen­si­bel. Seit den 90er müs­sen immer wie­der Ver­glei­che mit den Faschos her­hal­ten. Schon auf den ers­ten Kon­zer­ten von The Cure 1978 klopp­ten sich links und rechts. Des­we­gen ist auch die Szene sehr emp­fäng­lich für die­ses Thema und hat zusätz­lich unter der Pro­vo­ka­tion eini­ger Künst­ler »zu lei­den«. Man hat wohl resi­gniert und anstatt für Auf­klä­rung zu sor­gen, sol­che Art von Musik ein­fach abge­lehnt. Das aber Szen­ein­terne Zen­sur nicht der rich­tige Weg sein kann, brau­che ich Dir nicht zu erklären ;)

    @Tears: So ist es, die Unter­schei­dung zwi­schen der Pro­vo­ka­tion und Rea­li­tät fällt immer schwe­rer, Stie­fel und Kurz­haar­schnitt machen die Sache auch nicht bes­ser. Und ich denke genau hier sind wir gefragt um unsere kleine Öffent­lich­keit zu nut­zen mit Vor­ur­tei­len auf­zu­räu­men und Auf­klä­rung zu bie­ten. Frei nach dem von Dir genann­ten Motto: »Use your brain and think about it!«

  4. der arti­kel von arne gräf­rath ist mitt­ler­weile etwa 12 jahre (!) alt … und wird hier zur rezen­sion her­an­ge­zo­gen?! unglaub­lich eigent­lich, da die­ser arti­kel in einer zeit ent­stand, näm­lich ende 1997, als genau diese aus­ein­an­der­set­zung und dis­kus­sio­nen mit rech­ten ten­den­zen und ein­flüs­sen in der wave/gothic-szene erst am anfang standen.das mitt­ler­weile die aus­ein­an­der­set­zun­gen zu die­sem thema weit­aus dif­fe­ren­zier­ter erfolgt, fin­det hier KEINE erwähnung.übrigens der arti­kel schrei­ber a.g. war mit­or­ga­ni­sa­tor des 1.wgt 1992! soviel zum soge­nann­ten ein­blick in die szene…aber nichts für ungut. set­zen sechs in sachen recherche!

  5. Obwohl die­ser Arti­kel 12 Jahre alt ist, hat er an sei­ner Aktua­li­tät nichts ein­ge­büßt. Ob die Dis­kus­sion um rechte Ein­flüsse dif­fe­ren­zier­ter ist, lasse ich mal dahin­ge­stellt. Das Zitat soll auch nur ein­lei­tend für die Dis­kus­sion ste­hen, die Mitte der 90er auf­flammte. Die Aus­ein­an­der­set­zun­gen mögen in Dei­nen Augen dif­fe­ren­zier­ter sein, für mich redet man nach wie vor um den hei­ßen Brei. Viel­leicht habe ich es ver­säumt, Arne Gräf­rath und sein Dos­sier Objek­tiv dar­zu­stel­len, denn schlecht ist es nicht. Es denkt nur die Gedan­ken nicht wei­ter. Aber weder das Dos­sier, noch Arne Gräf­rath sind Thema die­ses Arti­kels, des­halb kann man von einer Rezen­sion über­haupt nicht sprechen.

    Das der Schrei­ber Mit­or­ga­ni­sa­tor vom WGT war spielt doch in die­sem Arti­kel auch gar keine Rolle, sie hät­ten dem Zitat nur mehr Gewicht ver­lie­ren, das es viel­leicht nicht ver­dient hat. Sind Ver­an­stal­tun­gen wie das WGT nicht sogar mit­ver­ant­wort­lich für diese Ten­den­zen? Wollte man nicht im Laufe des WGT durch Hin­zu­nahme frag­li­cher Bands ein brei­te­res Publi­kum ansprechen?

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