19 August

Gothic Friday - Von der Sachlichkeit des Gestern und Heute

Kategorie: Gothic Friday — Jahrgang: 20113 Kommentare

Gothic Friday 2011Wenn ich dar­über nach­denke, wann und wie ich mit dem Lesen ange­fan­gen habe, ende ich immer bei Hör­spie­len. Bevor ich bewusst gele­sen habe, hörte ich Kas­set­ten, vor­nehm­lich TKKG, spä­ter die drei Fra­ge­zei­chen und spä­ter dann Hör­bü­cher aus der Larry Brent Serie. Alles änderte sich mit dem Buch von dem klei­nen Mäd­chen mit der Stun­den­blume. 1985 bekam ich es von mei­ner Mut­ter zu Weih­nach­ten geschenkt, denn sie wollte immer, dass ihr Sohn einst ihre Lei­den­schaft für Bücher teilt um auch irgend­wann vor einem Bücher­re­gal zu ste­hen, das von einem Leben erzählt. Ich muss nicht erwäh­nen, dass ihr Plan erst Jahre spä­ter auf­ging, den als Kind einer auf­stre­ben­den Computer-Generation hatte ich andere und »lau­tere« Dinge im Kopf. Zeit­schrif­ten, Comics und Sach­bü­cher — alles andere ging eine ganze Weile spur­los an mir vorbei.

Glück­li­cher­weise änderte sich das im Laufe der Jahre und heute würde ich meine Mut­ter mit einem sicht­lich gefüll­ten Bücher­re­gal ganz sicher stolz machen. Die Liebe zu Sach­bü­chern ist geblie­ben, Romane und Geschich­ten schlei­chen sich nur lang­sam zwi­schen die größ­ten­teils schwar­zen Buch­rü­cken. In mei­ner Top 5 kon­zen­triere ich mich auf Sach­bü­cher und ver­su­che los­ge­löst von jeder Plat­zie­rung von einem Ein­stieg in die Tiefe zu gehen, von Erklä­run­gen bis hin zu ein­zel­nen Facet­ten, von denen es eine schier unüber­schau­bare Anzahl in der Szene gibt. Daher kann die­ses Top 5 nur einen Teil des­sen reprä­sen­tie­ren, was ich als wich­tig und rele­vant erachte. Als Bonus habe ich kurz 2 »schwarze« Bücher ange­spro­chen, die für mich das ges­tern und heute sym­bo­li­sie­ren und abseits von Infor­ma­ti­ven Nach­schla­ge­wer­ken einen Ein­blick in meine Lei­den­schaf­ten geben.

Klaus Farin, Kirs­ten Wall­raff — Die Gothics — Inter­views und Fotografien

Klaus Farin und Kirsten Wallraff - Die GothicsDas im Archiv der Jugend­kul­tu­ren erschie­nen Werk von Klaus Farin und Kirs­ten Wall­raff macht sich die Erkennt­nis zu nutze, das nie­mand bes­ser die Fas­zi­na­tion einer Jugend­kul­tur beschrei­ben könnte, wie die Mit­glie­der der Jugend­kul­tur selbst. Mit ihrem 2001 erschie­nen Werk »Die Gothics« lie­fern die bei­den kei­nen fun­dier­ten und tief­grei­fen­den Blick hin­ter die Kulis­sen, son­dern ver­sucht einen zu die­ser Zeit aktu­el­len Zustands­be­richt zu geben, einen Ein­stieg in die Ver­gan­gen­heit der Szene, eine ana­ly­ti­schen Blick auf das »Jetzt« und einen vor­sich­ti­gen Blick in die Zukunft. Es umreißt im gro­ben das, was Gothic 2001 aus­macht, in die Presse bringt oder Ableh­nung ver­ur­sacht. Man ver­sucht den Mit­glie­dern selbst in Inter­views eine Platt­form zu bie­ten, ihre Sicht der Dinge zu prä­sen­tie­ren und ver­steht sich als Samm­ler von Mei­nun­gen. In einem mehr abbil­den­den Teil geht man auf mög­li­che Defi­ni­tio­nen für Musik­rich­tun­gen und Strö­mun­gen ein, auf Sze­ne­treff­punkte und ver­sucht mit Ästhe­tik und Poe­sie eine Ver­bin­dung zu den Inhal­ten der Szene auf­zu­bauen, ohne es dabei zu ver­nach­läs­si­gen, auf­zu­klä­ren und Vor­ur­teile zu entschärfen.

Eigent­lich steht das Buch an der Spitze der Szene, nicht weil es ober­fläch­lich ist, son­dern weil man es durch­aus als Ein­stieg in die The­ma­tik »Gothic« sehen kann. Eine Neu­auf­lage ist drin­gend erfor­der­lich. Fragt man mich, wel­ches Buch ich einem Ein­stei­ger emp­feh­len würde, hätte ich vor 10 Jah­ren wohl die­ses genannt, heute habe ich so mei­ner Schwie­rig­kei­ten damit, denn es fehlt der aktu­elle Bezug, obwohl das wesent­li­che sich nicht geän­dert hat — und — womög­lich nie ändern wird.

Alex­an­der Nym — Schil­lern­des Dunkel

Schillerndes Dunkel - Alexander Nym - CoverUm zu erklä­ren, was Gothic ist, hat es sich ein­ge­bür­gert, Künst­ler, Musi­ker, Auto­ren und Prot­ago­nis­ten der Szene in Arti­kel zu Wort kom­men zu las­sen und in einem Buch zu ver­ei­ni­gen. Sucht man nach einer aktu­el­le­ren Aus­gabe, oder einem ver­gleich­ba­ren Werk des 2001 »Die Gothics« von Farin und Wall­raff, so stol­pert man nicht zuletzt durch das Inter­net immer wie­der auf Alex­an­der Nym und sein »Schil­lern­des Dun­kel«. Im Gegen­satz zum älte­ren Modell bie­tet das ein­drucks­voll gestal­tete Werk einen dif­fe­ren­zier­ten Ein­blick in die Szene und rich­tet sich nicht an Ein­stei­ger, wie es das Buch vom Archiv der Jugend­kul­tu­ren macht. Es bie­tet jedoch einen zeit­ge­mä­ßen und sehr erwach­se­nen Über­blick über das, was man auch heute noch als Szene sehen könnte, obgleich es nicht in der Lage ist einen Blick auf alle Spiel­ar­ten der Szene zu wer­fen.  Zudem ist das Werk mit und 70€ sicher kein Schnäpp­chen, auch wenn es allein durch Auf­ma­chung und Gestal­tung die­sen Preis wert ist.

Nym ver­sucht, die aus sei­ner Sicht reprä­sen­ta­ti­ven Men­schen der Szene in einem Buch unter einen Hut zu brin­gen, was ihm nicht immer gelun­gen ist, denn zu unter­schied­lich sind die Bei­träge in Qua­li­tät, The­ma­tik und Inhalt. Und den­noch ver­mit­teln sie einen sehr guten Zustands­be­richt über das »Jetzt« der Szene, die zwi­schen künst­le­risch ver­kopf­ter Tiefe und ober­fläch­li­chen Bewe­gungs­ab­läu­fen viel­fäl­ti­ges zu bie­ten hat.

Dave Thomp­son: Schat­ten­welt — Hel­den und Legen­den des Gothic Rock

Schattenwelt - Dave ThompsonHat man den Ein­stieg in die Szene erst­mals gewagt und beginnt damit, sich für das zu inter­es­sie­ren was das alles aus­macht und vor allem, woher es kommt, lan­det man unwei­ger­lich bei der Musik. Man ist sich einig, das Aus­läu­fer des Punk Ende der 70er Jahre dafür ver­ant­wort­lich waren, das neue Musik­rich­tun­gen und Bands ent­stan­den, die alle­samt zu den Urvä­tern des Gothic Rock (ein Musik­genre, das die Initi­al­zün­dung für eine Reihe wei­te­rer Spiel­ar­ten des Gothic wurde) zäh­len. The Cure, Bau­haus, The Mis­sion, Joy Divi­sion, Fields of the Nephilim, Sioux­sie & The Bans­hees, The Dam­ned, Sis­ters of Mercy, Nick Cave, The Birth­day Party, Iggy Pop, Alien Sex Fiend, The Cult, Kil­ling Joke oder Chris­tian Death. Hier lie­gen die Wur­zeln. Die­ses Buch ver­sucht sich nicht in einer Dar­stel­lung aller Prot­ago­nis­ten, es IST die Dar­stel­lung aller Bands, die für Gothic als rele­vant erach­tet wer­den. In chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­folge zeich­net es die Ent­wick­lung eine Musik­rich­tung, die im Laufe aller fol­gen­den Jahre durch so vie­len Strö­mun­gen berei­chert wurde. Es han­delt von Band­grün­dun­gen und Auf­lö­sun­gen von Alben und Ver­öf­fent­li­chun­gen von Kon­zer­ten und Tour­neen und stellt noch ganz neben­bei dar, wie die Künst­ler selbst die Ent­wick­lung der Jugend­kul­tur wahr­ge­nom­men haben.

Unver­zicht­bar? Unver­zicht­bar! Jeden­falls für den, der sich die musi­ka­li­schen Wur­zeln von »Gothic« inter­es­siert, denn in Schat­ten­welt fin­det man das Kom­pen­dium, nicht mehr, aber auch nicht weni­ger. Es gibt nicht viele Gele­gen­hei­ten, bei denen ich der Zillo unein­ge­schränkt zustimme, als sie aber in ihrer Rezen­sion schrie­ben: »Einen defi­ni­ti­ve­ren Über­blick über die Geburt der schwar­zen Szene wird es wohl nicht mehr geben.«, nickte ich, denn genau so ist es.

Wer­ner Hel­sper — Okkul­tis­mus, die neue Jugendreligion?

Werner Helsper - Okkultismus, die neue JugendreligionIn Zei­ten, in denn man lie­ber sei­nen Vor­ur­tei­len nach­lief, anstatt sich zu beschäf­ti­gen, in Zei­ten als die »Gruf­ties« noch poten­ti­elle Sata­nis­ten, Grab­schän­der und Lieb­ha­ber mor­bi­der Ästhe­tik waren, gab es nichts ein­fa­che­res, als in glei­che Horn zu bla­sen. Mit sei­nem Buch wollte Hel­sper einen ande­ren Weg gehen und den Ver­such wagen, der Fas­zi­na­tion des okkul­ten auf den Grund zu gehen. Moti­viert durch eigene Erin­ne­rung aus sei­ner Kind­heit griff er Ende der 80er Jahre das Thema auf und brachte es in einer ana­ly­tisch beleuch­ten­den Form zu Papier, das 1992 in eben besag­tem Buch endete. Doch anstatt sich nur auf ver­staubte Werke ande­rer zu ver­las­sen, recher­chierte er sel­ber, in den Maga­zi­nen, den Publi­ka­tion und Zei­tun­gen, die davon berich­te­ten, wie merk­wür­dig geklei­dete Men­schen Nachts auf Fried­hö­fen umher schlei­chen. Er befragte die Jugend­li­chen selbst und ver­sucht Beweg­gründe für das Inter­esse zu fin­den, räumt Vor­ur­teile sach­lich aus, zeigt aber auch Gefah­ren bei falsch ver­stan­de­ner Leidenschaft.

Akri­bisch begibt er sich auf die Suche nach Wahr­hei­ten und beleuch­tet die Gruf­ties nicht nur als Jugend­kul­tur, son­dern ver­sucht sich ein Bild von denen zu machen, die in diese Schub­lade gesteckt wer­den. Obwohl sein Werk mit­un­ter ver­kopft und sehr sach­lich wirkt, macht es außer­ge­wöhn­lich viel Freude in der (eige­nen) Ver­gan­gen­heit zu stö­bern. Hels­pers Werk ist nicht umsonst einst der meist zitier­ten Basis­werke spä­te­rer Szen­e­li­te­ra­tur. Und das hat defi­ni­tiv seine Berech­ti­gung, denn das Buch beschäf­tigt sich mit dem, was neben der Musik den Kern der Szene ausmacht(e).

J.C. Cooper — Das große Lexi­kon tra­di­tio­nel­ler Symbole

Es kommt vor, dass ich gefragt werde, wel­ches Buch man als Ein­stieg in die Sym­bo­lik am ehes­ten ver­wen­den könnte. Ich mache es mir nicht leicht mit einer Ant­wort, zu viel­fäl­tig sind die Aus­rich­tun­gen und Spe­zi­al­ge­bie­ten. Dar­über hin­aus würde ich mich auch nicht als aus­ge­wie­se­ner Experte in Sachen Sym­bo­lik sehen. Das Buch, das ich am häu­figs­ten zur The­ma­tik auf­schlage, ist aber schnell gefun­den, denn immer wenn ich etwas wis­sen möchte, werfe ich einen ein­füh­ren­den Blick in das lapi­dar genann­ten »Lexi­kon tra­di­tio­nel­ler Sym­bole«. Hier wird nicht nur der »Micro­cosmos Hypo­chon­dria­cus« erklärt, son­dern eigent­lich jedes Sym­bol, dass man schon Jahr­hun­der­te­lang als sol­ches betrach­tete.  Bevor ich mir die­ses Buch zulegte, war ich skep­tisch, ob ich es je brau­chen wer­den, denn — davon war ich über­zeugt — man fin­det ja alles im Inter­net. Ein Irr­glaube, denn allein die stun­den­lange Suche nach den ver­schie­de­nen Bedeu­tun­gen eines ein­zi­gen Sym­bols recht­fer­tigt die Anschaf­fung die­ses Nach­schla­ge­wer­kes. Es füllt mit einem Griff jede sym­bo­li­sche Bil­dungs­lü­cke und erhe­ben mit­un­ter Mode­er­schei­nun­gen nach dem Stre­ben eines höhe­ren Zustands:
»Andro­gyn: Die ursprüng­li­che Voll­kom­men­heit, die Ganz­heit und voll­stän­dige Auto­no­mie, die Wie­der­ver­ei­ni­gung der ursprüng­lich männlich-weiblichen Kräfte in der Ver­ei­ni­gung von Him­mel und Erde. In der Alche­mie besteht das große Werk in der Erschaf­fung des per­fek­ten, zwei­ge­schlecht­li­chen Men­schen, der zur Ganz­heit wie­der­her­ge­stell­ten Mensch­heit.«

Gestern und Heute - Zwei "schwarze Bücher"

Klaus Mär­kert — Hab Sonne

Inter­es­sante Men­schen defi­niere ich nicht über das, was sie kön­nen, son­dern über das, was sie erlebt haben. Ich war sehr neu­gie­rig, als ich von Klaus Mär­kerts Buch »Hab Sonne« erfuhr, denn als Mit­be­grün­der des Zwi­schen­fall, Szene-DJ, Street­wor­ker, Taxi­fah­rer und Schrift­stel­ler kann man von einem wahr­lich ereig­nis­rei­chen Leben spre­chen. Doch es gibt auch Schat­ten im Leben des Autors und ohne sich darin zu ver­ste­cken erzählt Mär­kert auf seine eigene, sehr tro­ckene und doch flüs­sig zu lesen­den Weise, wie das war, damals in den 80ern. In einer mehr oder weni­ger auto­bio­gra­fi­schen Geschichte mischt er seine Erfah­run­gen als DJ und als Pati­ent mit Herz­in­farkt in direkte Worte, die sich lesen, als würde man sich unter­hal­ten. Eine Unter­hal­tung mit einem inter­es­san­ten Men­schen. »Dabei han­delte es sich ja nicht um eine Freund­lich­keit, es war nicht wirk­lich so, dass man sich gegen­sei­tig einen guten Tag wünschte, an und für sich wünschte man sich eher die Pest an den Hals als einen guten Zag. Für mich steckte hin­ter dem Gruß­ge­ba­ren die Auf­for­de­rung: Sie genau hin, wir sind in der Über­zahl und Dich krie­gen wir auch noch klein!«

Kein Roman, keine Geschichte und die Phan­ta­sie besteht darin, das Leben eines ande­ren nach­zu­emp­fin­den und mit den pas­sen­den Stü­cken eines Szene-DJ musi­ka­lisch zu unter­ma­len. Nicht mehr und nicht weni­ger. Man muss diese Art von Büchern mögen, denn sonst steht man nach 227 Sei­ten da und fragt sich: Und jetzt?

Michael Ende — Momo

Das die Aus­wahl mei­nes Lieb­lings­buchs eher sub­jek­ti­ver Natur sein würde, ahnte ich vor­her und egal mit wel­chem spä­te­ren Werk ich die­ses eine ver­glich, immer wie­der endete ich bei Momo, einem Kin­der­buch von Michael Ende, das eine Brü­cke von der Jugend zu mei­nem Erwachsen-Sein spannt, an der ich noch heute fest­halte. Ich habe die­ses Buch 2 mal sehr bewusst gele­sen und mich jedes mal und unter ande­ren Vor­zei­chen darin ver­lo­ren. Als ich vor 26 Jah­ren Momo geschenkt bekam, las ich von dem klei­nen Mäd­chen, dass sich mit einer Stun­den­blume bewaff­net dem Kampf gegen die über­mäch­ti­gen grauen Her­ren stellt. Ich las von ihren Aben­teu­ern und den merk­wür­di­gen Her­ren, die den Men­schen auf der Welt in eine Maschi­ne­rie des Zeit­spa­rens zwän­gen wol­len, in mei­ner Welt, die ich lang­wei­lig fand ein unvor­stell­ba­rer Gedanke. Eine Schild­kröte wie Kas­sio­peia wollte ich auch, eine Schild­kröte, die mir von einem Meis­ter Hora geschickt wird um mich im Dschun­gel der Zeit zurecht­zu­fin­den. Wort für Wort folgte ich Momo auf ihrer Reise gegen einen schein­bar unbe­sieg­ba­ren Feind.

Als ich dann vor eini­gen Jah­ren umge­zo­gen bin, fiel mir Momo wie­der in die Hände. Zwi­schen all den Umzugs­kar­ton setzte ich mich hin und begann zu lesen. Eigent­lich wollte ich nur blät­tern, doch ich las, bis ich fer­tig war, legte mich erschöpft und vol­ler Gedan­ken ins Bett und schlief. Das Buch hatte mich ein zwei­tes mal in sei­nen Bann gezo­gen, dies­mal ver­stand ich Michael Ende anders. Ich las von dem Ver­such der Men­schen ihr gan­zes Leben lang Zeit zu spa­ren um dann zu erken­nen dass ihnen die Zeit bereits davon­ge­lau­fen war. Ich las von der Hoff­nung im Alter von ihrem Zeit­konto exis­tie­ren zu kön­nen. Aber da war es bereits zu spät. Sie hat ver­ges­sen, im Jetzt zu leben.

Momo ist ein zeit­lo­ses Buch. Michael Ende hat es ver­stan­den, die Zeit anzu­hal­ten. Was frü­her eine schöne Geschichte war ist heute immer noch eine, es liegt wohl an mir selbst, die Bot­schaf­ten zu ent­schlüs­seln und für mich umzu­set­zen. »Und wenn sie den ergrei­fen­den oder auch den komi­schen Bege­ben­hei­ten lausch­ten, die auf der Bühne dar­ge­stellt wur­den, dann war es ihnen, als ob jenes nur gespielte Leben auf geheim­nis­volle Weise wirk­li­cher wäre, als ihr eige­nes, all­täg­li­ches. Und sie lieb­ten es, auf diese andere Wirk­lich­keit hin­zu­hor­chen.« Lan­ge­weile habe ich heute, weil ich Lust dar­auf habe, ein­fach mal nichts zu tun.

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Gothic Friday
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3 Kommentare

  1. Die Gothics ist aber auch ein tol­les Buch, habs selbst hier zuhause lie­gen und obwohl ich es schon gefühlte hun­dert­mal gele­sen habe, ist es für mich immer wie­der aufs neue lesen­wert und inter­es­sant. Und noch dazu die schö­nen Bil­der– die run­den das ganze optisch sehr schön ab. :)
    Schat­ten­welt habe ich auch ver­schlu­gen und bin eigent­lich über­rascht dar­über, dass das Buch doch nicht so bekannt ist, wie ich dachte. Schade eigent­lich, denn wer mei­ner Mei­nung nach wirk­lich etwas über die Ent­ste­hung von Kult­bands wie Sioux­sie & the Bans­hees, Sis­ters of Mercy und co. wis­sen will, kommt um die­ses Buch nicht drum herum.

  2. Momo ist ein fan­tas­ti­sches Buch. Habe als Kind die drei Kas­set­ten gehört und spä­ter das Buch gele­sen. Es ist zeit­los, super geschrie­ben und vol­ler Wahrheit

  3. Momo zählt auch zu mei­nen Favo­ri­ten. Über­haupt stelle ich immer wie­der fest, dass sich unter den Büchern, die mir wirk­lich etwas bedeu­ten, erstaun­lich viele Kin­der­bü­cher befin­den. Viel­leicht, weil wir uns als Kin­der noch so viel mehr auf die in dem Büchern beschrie­be­nen Wel­ten ein­las­sen kön­nen als heute?

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