11 Juli

Gothic Friday Juli - Symbol und Sinnbild (Katharina)

Kategorie: Gothic Friday — Jahrgang: 201114 Kommentare

Gothic Friday 2011Im Rah­men des Gothic Fri­day, bin wie­der ein­mal sehr froh, eine treue Lese­rin als Teil­neh­me­rin begrü­ßen zu kön­nen. Mit dem Juli-Thema »Sym­bol und Sinn­bild« traf ich bei Katha­rina, die als Aus­zu­bil­dende des Graveur-Berufs eine über­aus aus­ge­prägte Affi­ni­tät für Sym­bole besitzt, genau ins schwarze — wobei die­ses Wort­spiel schon wie­der mehr­deu­tig zu ver­ste­hen ist, ganz ähnlich wie bei der Sym­bo­lik. Katha­rina nutzte ein paar freie Tage um sich Gedan­ken über das Thema zu machen und schickte mit den Bei­trag und alle dazu­ge­hö­ri­gen Bil­der per E-Mail. Ich habe ledig­lich für die Form und den Ein­bau der Bil­der gesorgt.

Der Gothic-Friday fei­ert im übri­gen Berg­fest und wird bald mit der Ver­lo­sung einen klei­nen Höhe­punkt set­zen. Mit der zwei­ten Jah­res­hälfte beginnt dem­nach auch die Zäh­lung der Lose neu, so dass Katha­rina bei­spiels­weise, die glei­chen Chance wie die ande­ren Teil­neh­mer erhält, die sich hof­fent­lich wie­der aus­dau­ernd und zahl­reich ein­fin­den wer­den.

Spin­nen­netz

Katharina Marzahn - SpinnenDa echte Spinn­we­ben was all­täg­li­ches sind, ist es wohl nicht erstaun­lich, dass es auch das Zei­chen ist, wel­ches mich am längs­ten beglei­tet. Auch den Gebrauch des­sen Abbil­des kann ich schon mein Leben lang an einen Haus im mei­nen Hei­mat­dorf bewun­dern, an dem eben eine rie­sige Spinne mit Netz im Eisen nach­ge­bil­det ist.

Am Spin­nen­netz fas­zi­niert mich das Orna­ment und die Arbeit. Im Ide­al­fall ist es rund und gleich­mä­ßig auf­ge­teilt wie ein Man­dala. Und diese klei­nen Tier­chen sind noch so flei­ßig und deko­rie­ren immer neue Ecken damit. Und wir plum­pen Men­schen zer­stö­ren es dann. Für mich ist es jeden­falls schwer ein Spinn­we­ben nach­zu­bauen, da hatte ich schon viele unvoll­en­dete Ver­su­che, des­halb nehme ich dann auch oft stell­ver­tre­tend nur eine Spinne.

Und was sagt mein Sym­bolle­xi­kon dazu?

  • Tätig­keit: große Mut­ter als Webe­rin der Welt und des Schick­sals (und Nähe zu dem­ent­spre­chen­den Göttinnen)
  • Spinne inmit­ten des Net­zes: Sonne
  • Im Bud­dhis­mus und Hin­du­is­mus: Illu­sion der Erscheinungswelt
  • Nähe zum Laby­rinth (Reise der Seele)
  • und die lang­wei­lige “Böse” Defi­ni­tion des Christentums

Der Uro­bo­ros

Ein Sym­bol, das schon im alten Ägyp­ten Särge zierte und heute noch in die­sem Bereich ver­wen­det wird. Mir wurde es aber eher durch alche­mis­ti­sche Dar­stel­lun­gen bekannt. Uro­bo­ros wird  als Schlange oder Dra­che dar­ge­stellt. Zur Ver­deut­li­chung eines Kreis­laufs von 2 Gegen­sät­zen gibt es auch Abbil­dun­gen mit 2 Tie­ren. In den vie­len Dar­stel­lun­gen ist die Grenze zwi­schen Dra­chen und Schlange flie­ßend und nicht so fest­ge­legt, wie es heute viele machen, wenn sie Dra­chen in Arten ein­tei­len wol­len. Das wich­tige ist, das sie sich in den Schwanz bei­ßen (oder es so gut wie mög­lich tun), damit ein Ring gebil­det wird. Auf diese Weise sym­bo­li­siert er einen unend­li­chen Kreis­lauf, wie Leben und Tod (das hat für mich nichts mit Reinkar­na­tion oder sowas zu tun, son­dern eher mit Som­mer und Win­ter oder ein Raub­tier, das sich von sei­ner Beute ernährt).  Für mich grenzt er auch das Unend­li­che vom wandelbaren/ end­li­chen, wie sein ger­ma­ni­scher und west­afri­ka­ni­scher Ver­wand­ter oder er auf eini­gen alten astro­lo­gi­schen Dar­stel­lun­gen um die bekannte Welt plat­ziert ist. So ist er in ande­ren Inter­pre­ta­tio­nen ist er wie ein Per­pe­tuum Mobile : bedarf nur sei­ner Selbst, außer ihn ist das Nichts. Das Universum.

Meine Inter­pre­ta­tion ist auch in mei­nen Ex Libris dar­ge­stellt, in dem ein (fast) Uro­bo­ros das Endliche/Chaos, ver­kör­pert durch ein Irr­gar­ten (Nicht Laby­rinth!), umran­det.
Katharina Marzahn - Ex Libris
Das Magi­sche Qua­drat des Saturnus

Saturn­an­hän­ger

In einen Buch über Talis­mane habe ich eine neuste Ent­de­ckung  gemacht: Pla­ne­ten­sie­gel. Und damit meine ich nicht die 7achsigen Qual­len vom Stei­ner son­dern die Matri­zen, wel­che den Gestir­nen zuge­ord­net wur­den. Mich hat neben dem  leich­tem mathe­ma­ti­schen Anspruch auch die qua­dra­tisch, prak­ti­sche Form begeis­tert. Ich habe mich natür­lich erst mal beson­ders aus­gie­big mit den Saturn­qua­drat beschäftigt.

Hier mal einige Zuord­nun­gen des Saturns: Tod, Schwarz, Melan­cho­lisch, 8 (Unend­lich, Neu­an­fang, Glück im chinesischen),Zeit, die Arbeit an sich selbst und  Wach­sen an Nie­der­la­gen( da Gott der Bau­ern, und Hart­ar­bei­ten­den), Schick­sal, Prü­fun­gen, Erde, Voll­en­dung, Schutz, Ord­nung, Zerstörung .…

Ursprung des dazu­ge­hö­ri­gen Qua­dra­tes liegt in China: das Lu-Shu-Quadrat, das der Legende nach dem Jade­kai­ser auf dem Rücken der gött­li­chen Schild­kröte erschien. Die Zeit sei­ner Ent­ste­hung vari­iert in mei­nen Quel­len von rund 2800 v. Chr. bis 650 v. Chr. Da es so sym­me­trisch und har­mo­nisch ist, (Gleich­mä­ßi­ger Wech­sel von geraden/Yin und ungeraden/Yang Zah­len). Als Dar­stel­lung des Gleich­ge­wich­tes wurde es Kran­ken zur Wie­der­her­stel­lung der­sel­bi­gen im eige­nen Kör­per gegeben.

Lo-Shu-Quadrat

Lo-Shu-Quadrat

Den wei­te­ren Gebrauch Magi­scher Qua­drate als Talis­man ist  (oder war?)  in Gebie­ten im Jugo­sla­wien, Süd­wes­ten Asi­ens und Afrika ver­brei­tet. Dort funk­tio­nie­ren sie durch Nume­ro­lo­gie, es gibt auch Qua­drate der Ord­nung 3 und 4, in den z.B. 3 oder gar 7-stellige Zah­len ein­ge­fügt wer­den, damit sie ein beson­ders lan­gen Namen Got­tes oder eine Sure ver­schlüs­seln kön­nen. So kann es als Schmuck benutzt wer­den. Andere Qua­drate, wer­den nur auf Papier (gege­be­nen­falls noch mit bestimm­ten Tin­ten) geschrie­ben, das in einen Behäl­ter (Ampulle, Säck­chen oder Amu­lett) von frem­den Bli­cken geschützt, nah am Kör­per getra­gen wird.

Aber zurück zur gebräuch­li­chen Nume­ro­lo­gie des Lu-Shu-Quadrates: So wer­den oft die äuße­ren Zah­len als Zau­ber­wort: B U D H gele­sen, wel­ches von einen afri­ka­ni­schen Lie­bes­zau­ber kom­men soll. Die Summe 15 hat Bedeu­tun­gen wie Jahwe, David, Tage der alten chi­ne­si­schen Monate. Heute ist die­ses Qua­drat ein Universalschutzmittel.

Das Sie­gel des Satur­nus, wel­ches dem Qua­drat ent­springt, kommt vom der Ver­bin­dung der Zah­len  nach ihrer Rei­hen­folge, in die­ser Form ist es für viele nicht ein­zu­ord­nen und wird nur von weni­gen erkannt. Manch­mal trage nicht direkt sicht­bar, aber im Gegen­satz zu den tra­di­tio­nel­len ver­bor­ge­nen Anwen­dun­gen ist mein Exem­plar aus Sil­ber und nicht Papier oder Blei, und hoffe dabei auf Schutz und Gelas­sen­heit. Immer­hin kann letz­te­res durch den Placebo-Effekt erreicht werden.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Gothic Friday
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14 Kommentare

  1. Ein tol­ler und für mich sehr lehr­rei­cher Arti­kel, Katha­rina. Echt schön, dass Du beim Gothic Fri­day dabei bist.

    Da ich mich bei Sym­bo­len nicht so aus­kenne, war zum Bei­spiel der Uro­bo­ros für mich gänz­lich neu, ebenso wie das Saturn­qua­drat. Mir gefällt dein Exli­bris sehr gut — es steckt eine Menge Arbeit darin. Hast du das als Druck auf Papier und mar­kierst damit deine Bücher oder gar einen Stem­pel davon? Letz­te­res scheint mir bei dem fein gear­bei­te­ten Motiv fast unmög­lich. Aber meist haben Leute einen Ex Libris Stem­pel, des­halb frage ich.

    Spin­nen und ihre Netze fas­zi­nie­ren mich auch immer wie­der. Kommt halt auch immer gut bei Batcave-Outfits ;o)

  2. Schön Shan, dass dir der Bei­trag gefällt.

    Mein ExLi­bris ist ein Kup­fer­stich, natür­lich selbst­ge­sto­chen und gedruckt. An den Ein­kle­ben bin ich geschei­tert, dafür habe ich letz­tens einige Dru­cke mit einen Samm­ler getauscht, der mir dar­auf­hin auch das rich­tige Ein­kle­ben beschrie­ben hat. Aber ich sollte mal ein klei­ne­res Ex Libris her­stel­len, die­ses ist ja wirk­lich etwas groß für meine klei­nen Taschenbücher.

    @ Robert: Oh Nein ich bin nicht Stu­den­tin der Heral­dik, son­dern Graveur-Azubi. Der Heral­dik­un­ter­richt ist nur ein klei­ner Bestand­teil mei­ner Ausbildung.

  3. @Krähe von Nebenan: Ein unver­zeih­li­cher Feh­ler! Ich bitte demü­tig um Ent­schul­di­gung und habe den ent­spre­chen­den Teil korrigiert.

  4. *lol* Danke Robert, das ging ja schnell. Es sei dir verziehn.

  5. @Katharina: Wow, Kup­fer­stich und dann auch noch selbst­ge­sto­chen… Wahn­sinn! **beein­druckt bin**

  6. Fas­zi­nie­rend. Wirk­lich faszinierend.

    Vor allem diese Bin­dung zu Büchern, dass dafür extra ein edles ExLi­bris ins Leben geru­fen wurde.

  7. Tol­ler Bei­trag! Schöne Sym­bole hast Du Dir da aus­ge­wählt — mich fas­zi­niert auch Dein Beruf offen­ge­stan­den sehr :)
    Und dann erwähnst Du auch noch die Pla­ne­ten­sie­gel (wobei die Saturn-Energien nicht grade ein­fach sind — aber das ist frei­lich Deine Sache ) — ich glaube, irgend­wann muss ich bei Dir mal etwas in Auf­trag geben :)

  8. Rosa, freut mich, dass dir mit dei­nem Hang zum magi­schen und sym­bo­li­schen mein Arti­kel zusagt.

    Ja, ein­fach ist die Sym­bo­lik des Saturns nicht, aber es ist für mich eines der inter­es­san­tes­ten Motive, mit auch sehr vie­len wider­sprüch­li­chen Inter­pre­ta­tio­nen. Und es würde mich nicht wun­dern, wenn du da auch noch einige mei­ner Wis­sens­lü­cken bezüg­lich Saturns und Pla­ne­ten­qua­drate fül­len könn­test. Ich arbeite mich da ja noch an den Qua­dra­ten hoch. Meine Quel­len waren bis­her ein­zelne Sei­ten aus Büchern über grö­ßen­teils ori­en­ta­li­schen Schmuck, wo die For­mate 3×3 und 4×4 vorherrschen(ich befürchte schon alles in unse­rem Archiv dazu gefun­den zu haben), des­halb könnte ich noch viel über den abend­län­di­schen Gebrauch ler­nen, indem die Qua­drate ja andere Bedeu­tun­gen erhal­ten und wo grö­ßere, wie Venus/7*7 ver­wen­det wer­den (Ich weiß jedoch noch nicht, durch wel­che Quelle ich mir da am meis­ten ver­spre­chen kann). Mit dem Thema werde ich mich noch einige Jahre beschäf­ti­gen kön­nen, ich will es ja so.

  9. Pla­ne­ten­qua­drate sind — wie so vie­les — ein sehr wei­tes Feld, da hat man wirk­lich gut mit zu tun wenn man sich da näher ein­ar­bei­ten mag. Ich fand zB die­ses Buch da sehr hilf­reich, es behan­delt zudem die Erstel­lung von Sigil­len auf Basis der Pla­ne­ten­qua­drate — die Auto­rin ist Mit­glied des Gol­den Dawn Ordens:

    http://www.amazon.de/Die-magische-Pforte-L-Soror/dp/3762607311/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1310857630&sr=8–1

    Die Auto­rin weist auch auf den Umstand hin daß in älte­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen bewusst Feh­ler abge­druckt wur­den, um das Geheim­wis­sen zu bewah­ren — Zugang zu den kor­rek­ten Sym­bol­schlüs­seln hatte man dann nur wenn man sich einem okkul­ten Orden anschloß. Sogar Crow­ley, der viele Ober­häup­ter der magi­schen Orden ver­är­gerte weil er sehr frei deren Geheim­leh­ren an die Öffent­lich­keit ver­brei­tete, hat sich nicht von unge­fähr oft recht kryp­tisch aus­ge­drückt. Man kann also nicht oft genug beto­nen wie gut eine gesunde Skep­sis ist wenn man sich mit sowas beschäftigt.

    Zum Saturn­qua­drat: kab­ba­lis­tisch gese­hen ist diese Kamea der Sephira »Binah« zuge­or­det, das ist die Dritte — des­we­gen 3×3, klei­nere Kameas bzw Qua­drate gibt es ein­mal aus mathe­ma­ti­schem Grund nicht, okkult betrach­tet ist Binah die erste Sephira die eine Form aus­bil­det, die Sephi­roth davor sind lapi­dar beschrie­ben die Vor­stu­fen — das Poten­tial und die trei­bende Kraft, danach kommt die Gestalt­wer­dung. Die zeich­net sich dadurch aus daß sich fein­stoff­li­che Ener­gien zusam­men­zie­hen und ähnlich wie beim Destill­la­ti­ons­vor­gang »mate­ria­li­sie­ren« — wenn man so will hat Ein­stein das auf phy­si­ka­li­scher Basis in sei­ner Glei­chung E=m*c^2 ganz un-okkult for­mu­liert — Ener­gie und Mate­rie sind also nur unter­schied­li­che Zustände, die durch eine Kon­stante von­ein­an­der abhän­gen.
    Diese Form-Werdung packt die zuvor eher unhand­li­che Ener­gie in eine feste Form, die man anfas­sen — be-greifen kann. Die Vor­stu­fen sind für uns Men­schen oft zu abstrus um sie ver­stan­des­mäs­sig zu erfas­sen.
    Doch der Ener­gie wird durch das Mate­ria­li­sie­ren auch eine Grenze auf­ge­zwun­gen — die Form. In die­sem Begren­zen kommt man zurück zum Saturn-Aspekt. Die Form-Werdung kann man auf die eigene Ent­wick­lung bezo­gen auch auf Dis­zi­plin, Abge­schie­den­heit, Nach­den­ken etc inter­pre­tie­ren. Man arbei­tet an sich, der Sport­ler will »in Form« kom­men — mal als pro­fa­nes Bei­spiel genannt. Geis­tige Arbeit zählt genauso dazu.
    Das schwie­rige an den Saturn-Energien ist, daß sie leicht in den Zerstörungs-Aspekt umschla­gen kön­nen. Dann macht sich der Sport­ler durch über­trie­be­nen Ehr­geiz selbst kaputt.

    Saturn gehört in der Mytho­lo­gie auch zu den alt­vor­de­ren Schöpfer-Gottheiten — auch als Kro­nos bezeich­net. Der wollte sei­nen Platz als Gott sei­nen Kin­dern nicht über­las­sen und fraß sie auf — bis auf Jupi­ter. Das gibt der Bestän­dig­keit und dem Fest­hal­ten an alten Tra­di­tio­nen, für die Saturn auch steht den Beige­schmack der Unfle­xi­bi­li­tät, Grau­sam­keit und des Still­stan­des. Des­we­gen halte ich die Saturn-Energien für recht schwie­rig, auch wenn das Pla­ne­ten­sie­gel das Ein­fachste ist mit den 3×3 Zei­len und Spalten.

    Dazu kann man noch viel mehr sagen — die Aus­füh­run­gen sind in gewis­ser Weise doch wie­der nur an der Ober­flä­che gekratzt. Hoffe es war den­noch inter­es­sant :) — ich kann auch gern noch­mal durch meine Okkultkram-Bibliothek gra­ben und schauen was ich noch so finde was mein Hirn gerade nicht mehr parat hatte.

  10. Danke für den Buch­tip, ich werde es mir besorgen.

    Von den Geheim­bün­den halte ich nicht sehr viel und mit Crow­ley kann wenig anfan­gen(, es bestä­tigte sich z.B. ges­tern als ich auf seine »Pfich­ten« gesto­ßen bin, es ist ja sehr weit von mei­nen mora­li­schen Stand­punkt ent­fernt). Ich inter­es­siere mich sehr für die ver­schie­den Inter­pre­ta­tio­nen, Pro­jek­tio­nen und Bewer­tun­gen, wel­chen ver­schie­de­nen Zei­chen und Figu­ren zufallen.

    Diese Ener­gien und der Aspekt ist mir der Gestalt­wer­dung ist mir neu. Bezieht sich die Gestalt­wer­de­ung nicht auf Binah als auf den Saturn ? Mit Kab­bala beschäf­tige ich mich so gut wie gar nicht, das wäre ja auch ein sehr wei­tes Feld. Wor­auf ich dage­gen oft beim Saturn stoße, ist die Mate­rie, wel­che den Geist bestimmt oder das Bild der Ernte (Leben als auch Pfanzen)und die Ver­bin­dung mit Chro­nos. Dafür könnte er sich bald mal, wie auf alten magi­schen Gem­men, um meine Rücken­schmer­zen küm­mern (wie profan!).

    Schön, dass wir das Thema noch aus­bauen konn­ten, (das habe ich mir bei den Kom­men­ta­ren so gedacht,) ich habe und wollte mich ja in mei­nem Arti­kel kurz halten.

  11. Crow­ley muss man als Per­son nicht mögen, dahin­ge­hend ist er mir auch mehr als unsym­pa­thisch, aber seine Ver­öf­fent­li­chun­gen haben viel ans Tages­licht gebracht was es wert ist, es sich tie­fer anzu­se­hen.
    Auch »Geheim­bünde« sind heut­zu­tage nicht mehr so geheim — der Gol­den Dawn, sowie der I.O.T. und andere haben Home­pages, auf ame­ri­ka­ni­schen Sei­ten sol­cher ver­eine sind sogar Bil­der zu fin­den :D — hier in mei­nem Wohn­ort gibts Frei­mau­rer die sich zur Muse­ums­nacht auch öffent­lich prä­sen­tiert haben — war ein net­ter Abend.

    Zurück zum Sym­bol — Binah und Saturn sind Kor­re­spon­den­zen — also (in wei­ten Tei­len) gleich­be­deu­tend. Was Du zum Saturn noch dazu gesetzt hast ist genau das was auch für Binah gilt — Was Form bekommt oder Gestalt, wird durch diese frei­lich begrenzt, das ist die Kehr­seite der Medaille. Mit der Form tritt die Ener­gie in die Welt die wir als »real« emp­fin­den, kann aber dafür aus ihrer Form nicht raus, sonst würde sie für uns wie­der ungreif­bar wer­den — und das mit dem »grei­fen« gibt da schon einen ganz mate­ri­el­len Bezug dar­auf wie­der. In der Form ist die Zeit aka Kro­nos auch ein Ein­fluß der auf die Form ein­wirkt.
    In der Form »ein­ge­sperrt« zu sein gibt auch den Aspekt der Begren­zung wie­der der für Saturn steht.

    Noch ein tol­ler Lite­ra­tur­tip, der nichts kos­tet und guten Humor dazu lie­fert: http://www.hermetik.ch

  12. Goth’s sind emobitches !!

  13. Welch cle­ve­rer Mit­mensch du doch bist…

  14. @ASRianerin: Ich bin immer bemüht, solch fein­sin­nige Kom­men­tare ste­hen zu las­sen, weil sich der Autor damit meist selbst dis­qua­li­fi­ziert, wenn sie nicht immer das Gesamt­bild stö­ren wür­den. Aber in die­sem Fall mache ich mal eine Ausnahme :-)

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