7 Januar

Gothic Friday - Januar: Wie bist Du in die Szene gekommen?

Kategorie: Gothic Friday — Jahrgang: 201164 Kommentare

Gothic Friday 2011»Mind the Gap bet­ween the Train and the Plat­form!« Wer in Lon­don eine U-Bahn betritt oder ver­lässt, wird diese Durch­sage ken­nen. Auch der Ein­stieg in die Gothic-Szene ist nicht ohne Gefah­ren und obwohl er zu den indi­vi­du­ells­ten Ereig­nis­sen über­haupt gehört, sind die Reak­tio­nen im direk­ten Umfeld schnell auf einen Nen­ner zu brin­gen. Zwi­schen Unver­ständ­nis und Ableh­nung tum­meln sich auch ver­ein­zelt Zustim­mung und Aner­ken­nung, im Freun­des­kreis trennt sich die Spreu vom Wei­zen und die Eltern sind ver­stört bis entsetzt.

Wie bist Du in die Szene gekommen?

Man­che ent­schei­den sich ganz bewusst für die­sen Schritt, ver­än­dern Out­fit, Musik­ge­schmack und Bekann­ten­kreis wäh­rend bei ande­ren von einem schlei­chen­den Pro­zess gespro­chen wer­den kann. Zuerst fin­det man die Musik gut, ist es groß­ar­tig wie jemand aus­sieht oder kommt über das Inter­esse für das Mor­bide zu einem Sin­nes­wan­del. Wäh­rend frü­her Zeit­schrif­ten und Freun­des­kreis für die Initi­al­zün­dung ver­ant­wort­lich gemacht wer­den konn­ten, gibt es heute weit aus mehr Medien die sich damit beschäf­ti­gen. Fern­se­hen, Inter­net, Zei­tun­gen und Maga­zine berich­ten dar­über, mehr oder weni­ger dif­fe­ren­ziert. Nicht immer bemerkt man die eige­nen Ver­än­de­rung, manch­mal bleibt die Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit auch unsichtbar.

Zum Start des Pro­jekts »Gothic Fri­day« gibt es wohl kein pas­sen­de­res Thema als den Szene­e­in­stieg. Was war euer indi­vi­du­el­les Ereig­nis, viel­leicht ein Lied, ein guter Freund oder eine attrak­tive Band? War es die Art der Musik, der Inhalt der Texte oder die Wolke aus mystisch-okkultem? Schreibt eure Erfah­run­gen, Gedan­ken und Erin­ne­run­gen auf, ver­öf­fent­licht diese bis zum 21. Januar 2011 auf eurem Blog und setzt einen Link/Trackback zu die­sem Arti­kel. Nicht-Blogger schi­cken ihren Text zu einem Blog der Unter­stüt­zer (sucht euch einen aus), die den Arti­kel dann für euch veröffentlichen:

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Gothic Friday
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64 Kommentare

  1. @shan_dark: Sehr auf­merk­sam — Dan­ke­schön!
    @schmetterding: Ich könnte Dir noch eine Menge gebrauchte Elek­tro­nik zukom­men las­sen, viel­leicht machst du damit dann dein 1. Kol­lek­tion :) Sehr krea­tiv, wirklich!

  2. @Robert: Uhi :) Also beson­dere, bunte Teile nehme ich gerne — ich weiß aber nicht, ob ich davon wirk­lich was ver­kau­fen könnte, weil oft­mals die Teile doch recht scharf­kan­tig sind. Ent­stan­den ist das übri­gens dadurch, dass ich fas­zi­niert von der Steampunk-Bewegung war, aber die Far­ben ein­fach nicht meins sind. Und dann bekam ich das Innen­le­ben eines Tele­fons… Ich werde dem aber noch mal einen eige­nen Ein­trag widmen :)

  3. Ja, da ist was dran. Aber bei einer Szene, die sich spitze Nie­ten um Hand­ge­lenke und Hälse schnallt, dürfte das wohl neben­säch­lich sein. Wäre auf jeden Fall ein inter­es­san­ter Arti­kel zum Thema, ich bleibe gespannt ;)

  4. 2008 hat mir mein Onkel seine alten Gothic-CDs vor­ge­spielt, unter ande­rem »Sata­ni­sche Verse« von Das Ich. Dar­auf­hin habe ich mich bei Wiki­pe­dia über Gothic Rock infor­miert und bin so auf Sioux­sie and the Bans­hees, The Cure, Bau­haus und über Emp­feh­lun­gen und Tag-Radios bei last.fm auch auf viele wei­tere Bands gesto­ßen, wie etwa Soko Fried­hof. 2009 habe ich mir dann ein paar Mal Zillo gekauft. Die Musik war mir aber zu extrem und hatte wenig mit der Gesell­schafts­kri­tik der ers­ten Gene­ra­tion zu tun. Als ich neu­lich mal die Texte von Sioux­sie and the Bans­hees und Bau­haus über­setzt habe, war ich auch etwas ver­stört. Naja, mit der Ästhe­tik des Gothic kann ich auch nicht viel anfan­gen, eher mit der Pro­vo­ka­tion von Sioux­sie und der Ver­träum­theit von Robert Smith. Ansons­ten ist mir Gothic zu nega­tiv. Mir gefällt eher der emo­tio­nale Tief­gang und die Aus­ein­an­der­set­zung mit tabui­sier­ten The­men. The­men wie Welt­schmerz, Reli­gi­ons­kri­tik, Gewalt, Wahn­sinn und Iso­la­tion inter­es­sie­ren mich. Das ist für mich der Reiz am Gothic. Das Dunkle, Melan­cho­li­sche gefällt mir aber nicht so, nur in nie­der­ge­schla­ge­nen Momen­ten. Ver­mut­lich gefällt mir eher der Post-Punk. Am liebs­ten sind mir aber immer noch New Wave und Neue Deut­sche Welle. Da sind ähnli­che The­men, aber in einer posi­ti­ve­ren Art und Weise.

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