25 Februar

Gothic Friday - Das Februar Resümee

Kategorie: Gothic Friday — Jahrgang: 201114 Kommentare

Gothic Friday 2011Der Februar stand im Zei­chen der Lei­den­schaft, der Lei­den­schaft für Musik. Genauer gesagt: Das Febru­ar­thema des Gothic Fri­day wurde von 36 (!) Teil­neh­mer auf­ge­grif­fen und in unnach­ahm­li­cher Art und Weise umge­setzt.  10 Fra­gen unter dem Motto »Musik und Du« haben wir gestellt, eine Art Inter­view in Eigen­re­gie, das uns viel neues offen­ba­ren sollte. Umwer­fend war wie­der ein­mal die Reso­nanz die uns schlicht­weg über­wäl­tigt hat. Wie­der sind einige neue schwarze Gestal­ten dazu gekom­men die das Pro­jekt um ihre Sicht­weise berei­chert haben und viel neuen Hör­ge­nuss mit­ge­bracht haben.

Die Fra­gen habe ich mir mit Shan Dark geteilt, sie hat 5 Fra­gen gestellt und ich habe 5 Fra­gen gestellt. Bei der Aus­wer­tung haben wir jeweils die Fra­gen des ande­ren resü­miert, was sich bei der Aus­ar­bei­tung als zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung ent­puppte. Ich möchte mich hier noch­mal bei Shan Dark bedan­ken, die sich die Nacht auf die­sen Frei­tag bis 2:00 um die Ohren geschla­gen hat um meine 5 Fra­gen zusammenzufassen.

Ein Zitat, das uns bei­den beson­ders beein­druckt hat, soll das Resü­mee ein­lei­ten: »Alles reden über Musik ist wie Tan­zen über Archi­tek­tur« (Michael Schmidt)

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?

Musik nur zur Berie­se­lung? Nein, das reicht kei­nem der Teil­neh­mer.  Wie ein Schleier des Lebens liegt die Musik den Teil­neh­mern auf all ihren Sin­nen, sie bestimmt die Ergeb­nisse ihrer Gefühle, beein­flusst das täg­li­che Leben und ist stän­dig und unsicht­bar an der Seite der Seele. Musik ist wie ein Sound­track des Lebens, er hilft dabei Brü­cken in die Ver­gan­gen­heit zu schla­gen. Mar­cus bringt das mit einem Zitat von Nietz­sche auf den Punkt: »Ohne Musik wäre das Leben ein Irr­tum.«

Sel­ten habe ich so starke Worte für Musik gele­sen wie bei den Teil­neh­mern des Gothic Fri­day. Ich möchte eine Samm­lung der Worte für sich spre­chen las­sen, es wäre ein Irr­tum sich selbst darin nicht wiederzufinden:

Frei­heit, Aggres­sio­nen, Gefühle, Emo­tio­nen, Trost, Stim­mung, Moti­va­tion, Zuflucht, Atmen, Abtau­chen, Abschal­ten, Schön­heit, Auf­mun­te­rung, Wün­sche, Melan­cho­lie, Freund, Brü­cke, Sehn­suchstwe­cker, Lebens­el­exier, Emo­ti­ons­con­tai­ner, Aus­drucks­mit­tel, Trau­rig­keit, Beglei­tung, Unter­ma­lung, Halt, Kraft, Stärke, Essen, Rausch, Inspi­ra­tion, See­len­spie­gel, Freun­din, Aus­rast­mo­tor, See­len­pflas­ter, Erin­ne­rung, Leben, Traum, Erfahrungen

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten wiedergibt.

Von uns schwar­zen „Querbeet-Hörern“ (Alf­ko­nas) hat ja jeder so sei­nen Schrank mit ‚bunt’ gemisch­ter schwar­zer Musik darin. Kom­mando: Auf­räu­men! Häuf­chen mit Rich­tun­gen sor­tie­ren und Genre-Musikschubladen auf­zie­hen. Das fiel man­chen leicht, man­che wie Stof­fel kon­sul­tier­ten „ein­schlä­gig, bekannte Sei­ten die Unwis­sen­den (…) da wei­ter hel­fen kön­nen“ und wie­der andere ver­wei­ger­ten sich gekonnt wie Ricarda: „Gen­res inter­es­sie­ren mich eigent­lich sowieso nicht, weil viele Musik­stü­cke gen­re­über­grei­fend funk­tio­nie­ren.
Außer­ge­wöhn­lich und sehr inter­es­sant beant­wor­tete orphi die Frage – näm­lich jeweils mit der Vor­stel­lung von „einen sehr bekann­ten und einen weni­ger bekann­ten Ver­tre­ter“ des jewei­li­gen Genre.

Auf­fal­lend häu­fig genannt wurde „Bela Lugosi’s Dead“ von Bau­haus als typi­scher Genre-Vertreter und wie Karn­stein so schön sagte als „DER eine Song, der für mich Gothic zusam­men­fasst“. Inter­es­sant ist, dass sich zumin­dest in unse­rer Runde viele Jung-Goths fin­den, die sich auch auf die „alten Sachen“ zurück­be­sin­nen – so wie fide­pusum die Sis­ters of Mercy, The Cure oder Bau­haus mit der Milch­fla­sche auf­ge­nom­men zu haben musste ich mir die erst spä­ter ‚erar­bei­ten’.«

Die am häu­figs­ten gehör­ten Genre sind wohl Dark Wave, Goth(ic) Rock, Electro/EBM, Neo­folk, Neue deut­sche Todes­kunst, Mini­mal und Synth Pop. „Die Fülle an Wort­schöp­fun­gen erleich­tert die ein­deu­tige Eti­ket­tie­rung von Bands und Musik­pro­jek­ten aber nicht wirk­lich. Über­schrei­ten doch viele Künst­ler – glück­li­cher­weise – Gren­zen und ver­mi­schen mun­ter diverse Stile.“ (Mar­cus)

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?

Ver­all­ge­mei­nern geht nicht. Die Ant­wor­ten sind so indi­vi­du­ell wie das Leben und der Geschmack und Gehör­gang jedes Ein­zel­nen von uns. Madame Mel hat einen wun­der­schö­nen Satz gesagt, der so in jeder unse­rer Musik-Laufbahnen Platz fin­den könnte: „Das Leben gleicht halt einer Ach­ter­bahn und die Musik ist deine Gon­del.

Wie und Wo hören die Teil­neh­mer am liebs­ten ihre Musik?

Das Ren­nen machen hier die hei­mi­sche Ste­reo­an­lage und die trag­ba­ren Mög­lich­kei­ten wie Han­dys und Mp3 Player, was nicht wirk­lich über­ra­schend ist, denn Musik, so haben wir erfah­ren, wird immer und über­all gehört. Drei Teil­neh­mer stö­bern auch noch gerne in ihre alten Plat­ten­samm­lun­gen, wäh­rend einer sogar noch Kas­sette bemüht, es geht wohl um Nost­al­gie und die Klanger­fah­rung.  Die meis­ten hören Musik am Com­pu­ter, was ange­sichts der Inter­esse an die­sem Medium nicht wei­ter ver­wun­dert — die Mp3 ist auf dem Vor­marsch doch viele schät­zen ebenso das hap­ti­sche Erleb­nis eines Ton­trä­gers, des aus­führ­li­chen Book­lets oder eines anspre­chend gestal­te­ten Covers.
Das Erle­ben von Musik, ist in vie­len Fäl­len sehr inten­siv. Wäh­rend die meis­ten Musik im Auto, in der Bahn oder im Bus hören um sich abzu­len­ken, hilft sie eini­gen ande­ren beim arbei­ten, lesen oder auch beim duschen. Musik kann aber auch der Mit­tel­punkt der Kon­zen­tra­tion sein. Im Ker­zen­schein, lie­gend und mit geschlos­se­nen Augen geben sich viele Teil­neh­mer dem hin, was ihre Musik zu bewe­gen ver­mag und erhe­ben so man­ches Stück zum Mit­tel­punkt des Daseins.

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?

Viel, viel, viel! Von Sachen, die uns in die Szene brach­ten wie Punk, Metal, 80er und Cross­over – also „Der­ar­ti­ges wie Korn, Mari­lyn Man­son, Cla­w­fin­ger oder Lin­kin Park“ (Guld­han) – über Rap, Techno, Rave bis hin zu Hip Hop. Auch düs­ter Elek­tro­ni­sches jeg­li­cher Cou­leur.
Wei­ter­hin beliebt und nicht ver­wun­der­lich, da es hier musi­ka­li­sche Schnitt­men­gen mit dem düs­te­rem Genre gibt, sind Vor­lie­ben für Klas­sik und Sound­tracks.
Gern wer­den auch iri­sche, kel­ti­sche, schot­ti­sche, ori­en­ta­li­sche, mit­tel­al­ter­li­che und Folk-Klänge gehört. Ab und zu gab es auch regel­rechte „Con­fes­si­ons“ oder „Musik-Coming-Outs“, z.B. gab Schmet­ter­ding zu „ Ach­tung: Ich steh total auf Rob­bie Wil­liams.Rosa Cha­ly­beia mag auch in der Szene eher Unge­wöhn­li­ches wie „ Jazz­stü­cke bei denen man vor dem geis­ti­gen Auge eine ver­rauchte Bar und einen depres­si­ven Pri­vat­schnüff­ler sieht der am Tre­sen Bour­bon in sich hin­ein kippt.
Als wah­rer Quell schrä­ger und lus­ti­ger Töne abseits von „schwar­zer Musik“ ent­puppte sich ASRia­ne­rin mit Bands namens Mons­ters Of Lie­der­ma­ching, Troll­kotze oder Tan­zende Kada­ver. Ein Zei­chen, dass nicht nur die Musik, son­dern manch­mal auch der schwarze Humor eine wich­tige Rolle spie­len kann.

Die Band »Schwarze Essenz« und ihr Album »Gothic Friday«

Ein Kon­zept­al­bum der beson­de­ren Art haben sich die Teil­neh­mer mit der Beant­wor­tung der Frage nach ihrer Rolle in einer fik­ti­ven Band erschaf­fen. Ein Album das zeigt, wie ver­meint­li­che Außen­sei­ter in ihrer Band zur Ram­pen­sau mutie­ren, wäh­rend prä­sente Zeit­ge­nos­sen die Fäden in der Hand hal­ten. Guld­han bringt es auf den Punkt: »Ich glaube am wohls­ten füh­len und gleich­zei­tig am meis­ten ein­pis­sen vor Ner­vo­si­tät würde ich mich als Front­mann.« 15 ambi­tio­nierte Sän­ger hat die Band »Schwarze Essenz«, ein­drucks­volle stimm­li­che Gewit­ter garan­tiert. Die Rück­seite des Kon­zept­al­bums offen­bart die ganze Besetzung:

Gesang: Schat­ten, Shan Dark, TKind­chen, Guld­han, Koffin­kit­ten, Karn­stein, Melle Noire, Fide­pus, Simone, Gra­bes­mond, Madame Mel, Sibel, ASRIa­ne­rin, Kobi­nian S., Micha Schmidt
Gitarre:  Epi­taph (Acoustic), Micha Schmidt
Bass: Karn­stein, Schat­ten, Mäh­nen­wolf, Dis­or­der
Schlag­zeug und Per­cus­sion: Shan Dark, Mar­cus Rietzsch, Tobi­kult, Robert und von Karn­stein
Lieb­li­cher Background-Gesang: Mäh­nen­wolf und Der Karl
Key­boards und Syn­the­si­zer: Kiki, Guld­han, Fide­pus, Mar­cus Rietzsch und Rosa Cha­ly­beia
Geige: TKind­chen
Trom­pete: Stof­fel
An den Ölfäs­sern, Stahl­trä­gern und metal­li­schen Gegen­stän­den: Rosa und Chris
Die Lie­der stam­men aus der Federn von: Karl, Kor­bi­nian S. und Dis­or­der
Tanz­per­for­mance: Simone
Tech­nik: Razo­rb­lade und sein Roadie Schmet­ter­ding
Live an den Plat­ten­tel­lern: DJ Barus
Boo­king, Mar­ke­ting und Mer­chan­di­sing: Sabrina Kir­napci, Ricarda (Boo­king­agent) und Schmet­ter­ding
Mana­ger: Madame Mel
Art­work: Atanua und Grabesmond

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.

Hat­ten wir jetzt gedacht, dass sich einige Alben her­aus­kris­tal­li­sie­ren wür­den, die immer wie­der genannt wer­den? Eher nein. Tja, Über­ra­schung! Hier sind sie:
ASP – Welt­un­ter
The Cure – Por­no­gra­phy
Joy Divi­sion – Unknown Plea­su­res
Deine Lakaien – Kas­mo­diah
Außer­dem Alben von Alien Sex Fiend, :wumps­cut:, Pro­ject Pitch­fork, Sis­ters of Mercy, Goe­thes Erben, Sopor Aetur­nus und HIM.

Wel­che Eigen­schaf­ten hat denn nun das ideale Lied?

Dra­ma­tur­gi­sche Mys­tik mit Gän­se­hautef­fekt? Ein Duett mit Män­ner­chor? Eins wird klar, das ideale Lied scheint es nicht zu geben. Die meis­ten Teil­neh­mer legen Wert auf ein beson­ders schöne, ein­dring­li­che, auf­re­gende und unver­gess­li­che Stimme, die Frauen bevor­zu­gen dabei eine Män­ner­stimme, wäh­rend es bei den Män­nern eher umge­kehrt zu sein scheint. Ero­tik spielt in der Welt der Musik immer eine unter­schwel­lige Rolle. Wen wundert’s? »Das ideale Lied ändert sich mit der Situa­tion in der es gespielt wird.«

Ein glaub­haf­ter Kon­sens aus Melan­cho­lie, Mys­tik, Ecken und Kan­ten, Stei­ge­rung, Rhyth­mus, Emo­tio­nen und Berüh­run­gen in dem die Stimme her­aus­reißt, bewegt, wach­rüt­telt oder erregt. Das ideale Lied, der per­fekte Song? Atanua meint:  »Per­fek­tion sollte das ferne Ziel sein, dass man nie­mals erreicht, weil es ansons­ten Still­stand bedeu­tet.«

Die meist gefrag­ten Bands und Künst­ler. Oder: Wen du immer schon mal was fra­gen wolltest.

Unei­nig­keit herrscht bei den mög­li­chen Fra­gen die man den Künst­lern stel­len könnte, einige erfor­dern sogar eine Beschwö­rung um bei­spiels­weise mit Ian Cur­tis von Joy Divi­sion in Kon­takt tre­ten zu kön­nen. Beson­ders gefragt ist Anna-Varney Can­to­dea, die durch ihr, oder bes­ser sein wir­ken in der For­ma­tion Sopor Aeter­nus einen ebenso mys­ti­schen wie rät­sel­haf­ten Ein­druck hin­ter­lässt. Auch ASP erfreut sich gro­ßer Nach­frage, was wohl seine Bedeu­tung für einen Teil der Szene unter­streicht. Es fällt auf, das vor allem Bands und Künst­ler die optisch und künst­le­risch sehr prä­sent sind und auch neben ihrer eigent­lich Musik noch wei­tere Pro­jekte pfle­gen, eine magi­sche Anzie­hungs­kraft besit­zen.  Sei es Adrian Hates von Diary of Dreams, oder der kon­tro­verse Angelo Berg­a­mini von Kir­lian Camera, wer geheim­nis­voll erscheint macht sich inter­es­sant. Doch auch die Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung eini­ger Teil­neh­mer ist zu spü­ren, denn neben Ian Cur­tis sind auch Peter Mur­phy (Bau­haus), Robert Smith und Simon Gal­lup (The Cure), Alice Cooper, And­rew Eldritch (Sis­ters of Mercy), Mar­tin Gore (Depe­che Mode) oder auch Gene­sis P. Orridge (Throb­bing Gristle)

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

Im „schwar­zen Musik­uni­ver­sum“ Trends und die Zukunft zu erken­nen fällt sehr schwer. Orphi drückte es so aus, dass „die Frage danach, wer sie nicht reprä­sen­tiert, (…) ein­fa­cher gewe­sen“ wäre. Einige haben genau das auf­ge­zeigt: näm­lich ihre „Ängste“, dass Gothic in der Zukunft gleich­be­deu­tend wer­den würde mit „Techno ange­lehn­ter niveau­lo­ser Musik“ (Chris) oder „Elek­tro­ge­baller“ (Gra­bes­mond). Viele tei­len die Befürch­tung, dass sich diese Ten­den­zen verstärken.

Einige räu­men Gothic-Musik in der Zukunft sogar wenig oder kaum Chan­cen ein. Guld­han hofft „viel­leicht auf gute Bes­se­rung und (ich) reihe mich wäh­rend­des­sen ein in den Marsch der ster­ben­den Kul­tur.Ricarda sagt: „Da wächst eine neue Gene­ra­tion heran und die wird ihre Musik mit­brin­gen. Aber es wird dann sicher nicht so sein wie heute und auch die Szene wird eine ganz andere sein.Tialda wird deut­lich: „Von mir aus könn­ten Industrial/Noize/usw. aber aus­ge­mus­tert wer­den, in mei­nen Augen hat das mit schwar­zer Musik nichts mehr zu tun. Aller­dings fürchte ich bei­nahe, dass genau das die Zukunft der schwar­zen Musik sein wird, wenn man sieht, dass das WGT teil­weise wie ein Raver-Treffen wirkt.

Die Mehr­heit blickt jedoch posi­tiv und opti­mis­tisch in die musi­ka­lisch, düs­tere Zukunft ;-) . Da besteht die Hoff­nung „dass die nächs­ten Gene­ra­tio­nen, genau wie ich es gerne tu”, auf die ‚älte­ren’ Stü­cke zurück­grei­fen wer­den“ (T-Kindchen), dass „Gothic zurück­kehrt zu sei­nen Wur­zeln, einem Teil der Indie-Kultur“ (Robert). Wir wün­schen uns mehr Expe­ri­men­tier­freude gepaart mit der bis­he­ri­gen Viel­falt, wie es Maeh­nen­wolf beschreibt „ Ich finde es echt schön, dass die Musik, die man weit­läu­fig »Gothic« nennt so breit gefä­chert ist und für wirk­lich jeden etwas zu bie­ten hat! Und genau so soll es auch blei­ben!Nrssss beschreibt es mit den Wor­ten von ASP – möge die Zukunft doch „kun­ter­schwarz“ sein. Dis­or­der ist kon­kre­ter und „fände es schön, wenn die melan­cho­li­sche Seite wie­der etwas mehr betont wird aber ohne die­sen fürch­ter­li­chen Pathos.

Shan Dark und Simone erwar­ten, dass „die schwarz­mu­si­ka­li­sche Zukunft in der Neu­ent­de­ckung und Neu­de­fi­ni­tion von schwarz (liegt)“. Wobei „Eine Band in einem Genre nicht als Pau­schal­re­prä­sen­tant gel­tend gemacht wer­den (kann). Dafür ist das alles hier zu viel­schich­tig.“ Damit spricht Guld­han der Mehr­heit aus der Seele. Einige schaff­ten es den­noch, ihre zukunfts­ver­kör­pern­den Bands zu benen­nen. Die häu­fig erwähn­ten, aber eher under­groun­di­gen Ver­tre­ter sind hier Veil Veil Vanish, O.Children, The Beauty Of Gemina, Cop­pe­lius und Lei­chen­liebe. Und eine etwas grö­ßere Band – wie hieß sie gleich noch mal?? Unheil… nein, ASP!

r@zorbla.de hat eine der bes­ten Ant­wor­ten auf diese Frage gege­ben, die uns alle mit in die Ver­ant­wor­tung nimmt: „Wir alle. Die Zukunft der “schwar­zen” Musik hängt von den Hörern ab wie von den Machern.

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Veröffentlicht von

Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Gothic Friday
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14 Kommentare

  1. Wann gehen wir auf Tour? Ich muss früh­zei­tig die Ter­mine buchen ;)

  2. Nur ich mit der Geige? Da muss ich mich aber ins Zeug legen! :D

    Mich hat der ganze Ein­trag sehr berührt. Auch wenn ich nur die wenigs­ten Teil­neh­mer »kenne«, fühlt es sich so fami­lär an.

  3. Wun­der­schöne Zusam­men­fas­sung
    des Februar-Gothic Fridays! :)

    Melle

  4. @TKindchen
    Geige spiel ich zwar auch, aber das was ich da fabri­zier sollte kei­ner hören müs­sen ;D

    Sehr schöne Gesamt­zu­sam­men­fas­sung, inter­es­sant, was da so teil­weise rauskommt :)

  5. Auch wenn ich nur einen Bruch­teil kom­men­tierte, so habe ich doch alle Bei­träge gele­sen. Und es ist nach wie vor eine Berei­che­rung. Sei es an Gedan­ken, an Aus­sa­gen, an Ein­bli­cken und vor allem ein Gewinn von neuen Inter­pre­ten. Eine Hori­zont­er­wei­te­rung durch und durch.

    Es würde mich nicht über­ra­schen, wenn nach den zwölf Mona­ten ein Puz­zle­hau­fen ent­stand, mit wel­chen man pro­blem­los (s)ein eige­nes Sze­ne­selbst zusam­men­set­zen kann.

  6. Wooow, die Zusam­men­fas­sung ist echt gelun­gen, ich bin begeis­tert, auch wenn ich es glaube ich lei­der nicht geschafft habe alle Bei­träge zu lesen, ich habe sicher einige übersehen …

    Wun­der­bar! Danke sehr ihr beiden! :)

    UND: Yaaaay, ich bin die ein­zige Tän­ze­rin der ulit­ma­ti­ven Grufti-Band! *krchkrchkrch* ;)

  7. So eine schöne Lek­türe am Frühstückstisch…

    Sind wir denn nun eigent­lich noch eine Band oder eher Chor mit Orches­ter? Wobei.. ich hab’s ja mit mei­nem Bass gar nicht reingeschafft :(

    Für den Rest der Woche habe ich nun doc noch ein paar Texte vor mir. Beim Lesen der Zusam­men­fas­sund fiel mir auf, dass ich eini­ges davo noch gar nicht kannte!
    Mögen es nächs­tes Mal über 40 sein!

  8. Und wie­der eie wun­der­bare Zusam­men­fas­sung von Euch­bei­den!
    Ich stimme TKind­chen da voll zu. Wenn ich mit Bekann­ten »schwarz fei­ern« gehe kommt nur noch Elek­tro und wenn mal Doro oder die 69 Eyes kommt angen die an zu rebel­lie­ren, wäh­rend ich das viel lie­ber hören würde… Da tut es echt guit zu sehen (bzw. zu lesen), dass noch andere her­um­lau­fen, die nicht nur das »neue schwarze Techno« hören wol­len!
    Da fühlt man sich gleich wie­der viel ver­bun­de­ner mit der Szene!

  9. Schöne Zusam­men­fas­sung — vor­al­lem die ein­ar­bei­tung der gan­zen Zitate — respekt dafür — super Project

  10. Mein »Cha­peau!« an euch beide für die­ses äußerst gelun­gene Resü­mee, wel­ches ihr trotz der vie­len indi­vi­du­el­len Berichte auf einen Kon­sens gebracht habt. Ich jeden­falls freue mich schon — so wie alle ande­ren der »Spon­tis Family« — auf den nächs­ten Gothic Friday!

    Oha, ich bin tat­säch­lich die ein­zige Mana­ge­rin? Das ist zwar eine kleine Her­aus­for­de­rung, aber ich werde euch nicht ent­täu­schen — bin ja nicht umsonst bei Graf Zahl in die Zah­len­lehre gegangen ;-)

    @TKindchen & Schat­ten
    Wenn ihr flei­ßig mit mir Geige übt, dann hole ich mein schö­nes altes Fami­li­en­erb­stück wie­der aus der Ver­sen­kung her­vor und wir bil­den ein Gei­gen­trio. Ein­zige Bedin­gung wäre, dass ihr mich laut­stark übertönt ;-)

  11. Es ist hier wirk­lich schon ein biss­chen wie eine »Spon­tis Family« (dazu jetzt das Fin­ger­ge­schni­cke der Addams Family…), für die es sich wirk­lich lohnt sich bis nachts um 2 die Tas­ten um die Ohren zu hauen ;o))) (und am nächs­ten Tag zu ver­schla­fen **huch**).

    Es macht rich­tig Spaß mit ALLEN hier und irgend­wie bin ich auch sehr bewegt über die Tief­grün­dig­keit und Offen­heit, mit der ihr alle an die The­men her­an­geht und mit­macht. Dafür von uns bei­den mal ein rie­si­ges DANKE an jeden von Euch.

  12. Irgend­wie ne gruftig-coole Bezeich­nung, Spontis-Family :D

  13. Schön das euch die Aus­wer­tung auch die­ses mal wie­der gefal­len hat. Für die Ein­ar­bei­tung der Ziate war shan_dark maß­geb­lich betei­ligt, der ich für ihr irres Arbeits­pen­sum was schulde (ist schon mit der Post unter­wegs. Ich freue mich dar­auf mög­lichst viele alte und neue Gesich­ter auch nächs­ten Frei­tag wie­der zu sehen.

    Spontis-Family? Ihr macht mich ver­rückt :) Wer mich jetzt mit Fes­tus von der Addams Family ver­gleicht, kriegt Ärger :D

  14. Echt, da ist was unter­wegs?? Du bist ja ver­rückt, äh irre, äh… JUHU! **freu hüpf hüpf**

    Fes­tus ist immer noch bes­ser als Vet­ter It. Ich bewerbe mich schon mal als eis­kal­tes Händ­chen ;-p

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  1. […] gestehe! Zunächst war es mir unan­ge­nehm, dass Madame Mel  im Februar Resü­mee des Gothic Fri­day den Begriff  »Spontis-Family« prägte, der sich kurze Zeit spä­ter verselbstständigte […]

  2. […] Madame Mel schrieb im Rah­men des Gothic-Friday fol­gen­des Kom­men­tar: »Mein »Cha­peau!« an euch beide für die­ses äußerst gelun­gene Resü­mee, wel­ches ihr […]