15 Januar

Gastbeitrag zum Gothic Friday Januar - Wie Sophie mit der Düsternis verschmolz

Kategorie: Gothic Friday — Jahrgang: 20113 Kommentare

Ein Gast­bei­trag von Sophie Z. zum Januar Thema des Gothic Fri­day 2011 »Wie bist du in die Szene gekom­men?«. An die­ser Stelle noch­mal der Hin­weis das jeder mit­ma­chen kann. Begeis­terte ohne eige­nen Blog wen­den sich an einen der Unter­stüt­zer, die im Aus­gangs­ar­ti­kel und in jedem Thema ver­linkt sind. Der Text wurde nicht geän­dert, son­dern ledig­lich mit den von Sophie zur Ver­fü­gung gestell­ten Bil­dern auf­ge­lo­ckert. Nach­träg­lich ein­ge­fügte Absät­zen und Über­schrif­ten sol­len der Les­bar­keit dienen.

Wie ich mit der Düsternis verschmolz, oder: Wie wurde aus dem netten Mädchen ein Gruftie?

Zuge­ge­be­ner­ma­ßen, ich weiß nicht genau wann es genau anfing. Ich weiß nur, dass ich sehr weit aus­ho­len muss um auch wirk­lich am Anfang anzu­set­zen. Mal davon abge­se­hen, dass ich als Kind schon ein reges Inter­esse an Fried­hö­fen und der­glei­chen hatte, fing das ganze ziem­lich ungruf­tig mit der Band „Böhse Onkelz“ an. Mein Des­in­ter­esse gegen­über Musik war plötz­lich nicht mehr vor­han­den und die pro­le­ten­hafte Musik übte eine ziem­li­che Fas­zi­na­tion auf mich aus. (Ich weiß, allein schon über diese Band und das ver­wen­dete „pro­le­ten­haft“ könnte man sich stun­den­lang kri­tisch in jeder­lei Hin­sicht äußern). Man mag hal­ten von denen was man will, ich jeden­falls machte eine Ver­än­de­rung durch, die natür­lich spä­ter auch durch die Puber­tät ver­stärkt wurde. Plötz­lich war mir die Mei­nung ande­rer ziem­lich egal. Trends waren egal. Das war vor­her näm­lich nicht so. Das ganze fing an als ich 9 oder 10 Jahre alt war.
Sophie als MetalheadIm Lied „Könige für einen Tag“ gab es die Text­zeile: “…Metal­lica ist Hof­ka­pelle – so soll es sein!“ und da war natür­lich klar, dass ich als nächs­tes in eine Metal­li­ca­platte rein­hö­ren musste. Und so kam dann immer wei­ter eine Band zur nächs­ten: Mano­war, Anthrax und natür­lich auch Slayer, aber ganz beson­ders gerne auch Blind Guardian.

Das brachte aber auch Pro­bleme mit sich: An der Schule las­sen sich schwer andere 11 Jahre alte Mäd­chen fin­den, die die Sel­ben Inter­es­sen hat­ten. Doch zum Glück gab es an mei­ner Schule die soge­nannte „Fre­ak­wiese“. Ein paar Metal­fans und kleine Möch­te­gern­punks auf einem Hau­fen. Dick, bär­tig, in Kutte oder mit bun­ten Haa­ren und kaput­ten Kla­mot­ten. Da schlug‘ mein Herz doch höher! Ich ver­suchte mich den Jungs anzu­nä­hern (es waren nur Jungs, alle etwas älter als ich). Ich sah aus wie alle ande­ren, da ich von mei­nem  mick­ri­gen Taschen­geld kei­ner­lei Metal­kla­mot­ten leis­ten konnte. Die Jungs moch­ten mich erst mal nicht. Sie dach­ten ich wäre ein Poser und haben mich die Pau­sen über ignoriert.

Bis sie irgend­wann mal wie­der das Gestrüpp um sich herum raus­ge­rupft hat­ten, um sich gegen­sei­tig damit den Arsch zu ver­soh­len. Der Haus­meis­ter war jeden­falls stink­sauer und wollte den Jungs mal wie­der einen Ver­weis rein­drü­cken. Diese strit­ten natür­lich vehe­ment ab. Und da schlug meine Stunde: Da ich als Schü­le­rin immer recht unauf­fäl­lig war und als intel­li­gente und nette Schü­le­rin galt, gab ich dem Haus­meis­ter mein Wort, dass die Jungs das nicht waren. Ich war die ganze Zeit hier und hätte nichts gese­hen. Das war ja schon so.

Ich ret­tete die, von Stö­cken geschla­ge­nen Ärsche der Jungs und fortan wur­den die Hof­pau­sen zu einem regel­mä­ßi­gen Ver­gnü­gen. Wir tausch­ten Musik, spiel­ten Luft­gi­tarre und übten uns im Grow­ling. Natür­lich laut­stark, dass man es im gan­zen Vier­tel hören konnte. Diese 3 Jahre waren wie Bea­vis and Butt-head-Episoden. Metal, Bier, Unfug und Nachos.

Man könnte ein gan­zes Buch über unsere Schand­ta­ten schrei­ben. Irgend­wann war auch mehr Geld für Kla­mot­ten vor­han­den. Als ers­tes musste ein Pull­over von der Band „Blind Guar­dian“ her, der mir zwar zu groß war, aber das macht ja nichts. Solange die rich­tige Band drauf­steht, kann das Teil auch sonst wie groß sein. Irgend­wann kam auch meine Jeans­kutte dazu. Bei­des zog ich auch jeden Tag an. Wofür hat man es denn sonst? Sau­ber wird sowas auch bei einer ordent­li­chen Bierdusche!

Schwarz­ro­man­ti­sche, düs­tere Stimmung

Mei­nen Eltern passte das alles nicht so recht, aber sie nah­men es hin. Ok, sie wuss­ten ja auch nicht was ich sonst so trieb. Sie moch­ten ledig­lich die Onkelz nicht, da diese mein Voka­bu­lar mit rela­tiv unschö­nen Wör­tern erwei­tert haben. Auch wenn ich viel Scheiß mit­ge­macht habe, so war ich von dem Hau­fen immer noch die Ruhigste. Es waren wit­zige Jahre, aber mit 14 Jah­ren hat es mich irgend­wann den­noch ange­ödet. Die Aktio­nen waren immer wie­der die Sel­ben und auch die Musik wurde langweilig.

Zu die­ser Zeit spal­tete sich auch die Metal­szene etwas auf. Meine Kum­pels hör­ten immer mehr Black Metal, mit dem ich noch heute abso­lut nichts anfan­gen kann. Die Gene­ra­tion nach uns fuhr auf Pagan und Viking Metal ab. Kor­pi­klaani und Finn­troll waren kurz­fris­tig eine nette Abwechs­lung, aber auch das lan­ge­weilte mich schnell. Es musste etwas ande­res her. Oben­drein lernte ich zu der Zeit mei­nen ers­ten Freund ken­nen. Und er zeigte mir Musik die ich inter­es­san­ter fand. Sub­way to Sally, Night­wish und Schand­maul. Das war für mich etwas Neues und beson­ders Night­wish weck­ten ein ganz neues Fee­ling in mir. Ich mochte Tar­jas Opern­stimme sehr und die melo­di­schen Key­board­parts und die Intros die teil­weise auch mit Gei­gen und Kla­vier belegt waren kata­pul­tier­ten mich in schwarz­ro­man­ti­sche, düs­tere Stimmungen.

Wir fuh­ren auch zu Kon­zer­ten der genann­ten Bands und es war viel Schwarz­volk anwe­send. Die roman­ti­schen Klei­der der Damen fand ich wun­der­schön. Außer­dem war mein dama­li­ger Freund ein Mit­tel­alt­er­fan und so waren wir öfters auf Bur­gen und Märk­ten unter­wegs. Das war für mich eine wun­der­bare Flucht vor dem All­tag. Man stellte sich das Leben damals vor, ver­suchte es nach­zu­emp­fin­den und erzählte sich auch klei­nere Geschich­ten, über Nar­ren, Flü­che und Hexe. Und am Lager­feuer war die Stim­mung so greif­bar, dass man fast an diese Sachen glaubte.  Es war eine sehr träu­me­ri­sche Zeit.

»Nach heu­ti­gem Kennt­nis­stand würde ich sagen, ich war leicht zu beeindrucken.«

Ich schrieb auch im Inter­net mehr und mehr mit Gothics. Irgend­wann fand ich ein Forum (www.nightwish.de). Es war sehr klein, aber zu dama­li­ger Zeit sehr gemüt­lich. Es waren viele krea­tive, intel­li­gente User dort (sind sie natür­lich immer noch ;)) und ich kam ins Gespräch. Ich ver­suchte mich am Gedichte und Geschich­ten schrei­ben und hörte mich in andere Klangwelten.

Gothic Friday - SophieIrgend­wann blieb ich bei der Ein­stiegs­band über­haupt kle­ben: Blu­ten­gel. Nach heu­ti­gem Kennt­nis­stand würde ich sagen, ich war leicht zu beein­dru­cken. Ich hörte mich quer durch alles, was ein Gothi­ce­ti­kett hatte (zu Recht oder nicht, sei hier erst mal dahin gestellt). Ich tauschte Kutte durch Samt­kleid und wurde etwas ruhi­ger. Meine Metal­freunde nah­men es hin. Sie glaub­ten, meine stren­gen Eltern wür­den das unent­wegte Par­ty­ma­chen unter­bin­den. Zudem war ich die ein­zige Real­schü­le­rin in die­sem Kreis. Ver­nünf­ti­ger­weise woll­ten die mich nicht vom ler­nen abhal­ten (Puber­tät sei Dank hielt ich mich eh selbst davon ab).

Die Kum­pels mach­ten zwar Witze über die „Weich­mu­schi­mu­cke“, aber mehr auch nicht. Die Eltern dage­gen waren strikt gegen die schwar­zen Samt­klei­der und es ist mir bis heute nicht ganz klar warum (damals sah ich damit ver­nünf­ti­ger aus als heute :D). Es gab end­lose Zan­ke­reien auf­grund der Out­fits. Wenn ich zu mei­nem Freund fuhr zog ich mich heim­lich in der Zug­toi­lette um, um Strei­tig­kei­ten zu ver­mei­den. Und selbst­ver­ständ­lich durf­ten alberne, schlecht geschminkte schwarze Trä­nen nicht feh­len! Auch mit mei­nem Freund gab es manch­mal Zan­ke­reien. Zwar hatte er im Grunde nichts gegen die neuen Kla­mot­ten, aber ich denke, er war etwas genervt, weil ich mich aus­pro­bie­ren wollte und immer etwas übertrieb.

The­men wie Mini­rö­cke, High Heels, Lack und Pier­cings waren immer ein Streit­punkt, da er das gar nicht mochte. Auch die Musik gefiel ihm nicht. Er bezeich­nete Gothics immer als „Dun­kel­tek­ker“. Damals regte mich das sehr auf, heute gebe ich ihm zu einem gro­ßen Teil recht, was diese Bezeich­nung betrifft. Er hörte doch lie­ber Metal und mit­tel­al­ter­li­che Musik, aber auch gerne Irish Folk und Punk. Er kri­ti­sierte mich, aber schränkte mich nicht wirk­lich ein. Den­noch trenn­ten wir uns nach fast 3 Jah­ren, aber aus ande­ren Grün­den. So ist das nun mal.

War das alles?

Die Zeit war zwar auf­schluß­reich, aber den­noch ober­fläch­lich. Ich hatte keine Ahnung wie Gothic ent­stand und ich hörte Musik die eher düs­te­rer Techno war. Ich ging auch so oft es mir mög­lich war auf Dark­par­ties in der Nähe und 2008 war ich zum ers­ten Mal beim WGT.

Gothic Friday - Sophie mit UndercutUnd mal wie­der war ich schnell ange­ödet. „War das alles?“ Ich begab mich wei­ter in Gothic­fo­ren und suchte den Sze­nekern. Anfangs ärgerte ich mich über die meckern­den „Alt­gruf­ties“ doch irgend­wann dachte ich mir, dass ja irgend­was dran sein muss. Also fischte ich mir die genann­ten Bands her­aus und stellte fest, dass man unter Gothic oder „Gruf­ten­mu­cke“ (wie es meine Metal­kum­pels gerne bezeich­nen) damals etwas ganz ande­res Ver­stand als heute.

Außer­dem nervte mich das Phra­sen­ge­dre­sche von Tole­ranz und Indi­vi­dua­li­tät der Goths um mich herum. Ich emp­fand es, je öfter ich es hörte als geist­los und wenig durch­dacht. Das ist auch für mich der Punkt gewe­sen an dem der Szene­e­in­stieg erst­mal rich­tig begann. Ich ent­fal­tete mich wei­ter und wei­ter. Das musste erst mal gefei­ert wer­den. Am bes­ten, in dem man zum Fri­sör geht und sich spon­tan einen Under­cut rasie­ren lässt. Ich habe es sel­ten geschafft, dass die Gesichts­farbe mei­nes Vaters ein solch inten­si­ves Rot annahm. Sie waren nicht zuletzt des­we­gen sauer, da ich gerade in einer Aus­bil­dung zur Zahn­arzt­hel­fe­rin steckte. Und da kann man einen Under­cut schlecht gebrau­chen. Aber es war mir egal, ich hasste die­sen Job sowieso und brach die Lehre auch ab.

Jetzt waren natür­lich die bösen, bösen Gruf­ties schuld.

Heute sind kaum mehr Span­nun­gen da. Dass ich einen, für den Blick­win­kel mei­ner Eltern, fürch­ter­li­chen Klei­der­ge­schmack habe, macht kaum noch Pro­bleme. Sie meckern nur noch herum, wenn mal wie­der mehr Löcher als Strumpf­hose an den Bei­nen habe und wenn der Under­cut mal wie­der frisch nach­ra­siert wurde: „Du immer mit der häss­li­chen Glatze! Das ist so eklig!

»Die Puber­tät neigt sich zwar dem Ende, aber ich bin noch immer fas­zi­niert von trau­ri­ger Lyrik, schwar­zer Schön­heit und Friedhofsromantik…«

Zu mei­nen Metal­freun­den habe ich immer noch Kon­takt. Es ist amü­sant zu sehen, wie sie die „Kin­der­gruf­ties“ (ohne Kom­men­tar) im Stamm­pub her­un­ter­put­zen, wenn sie Müll erzäh­len und dann auf meine „Fach­kom­pe­tenz“ auf die­sem Gebiet ver­wei­sen. Irgend­wie selt­sam, aber auch amü­sant. (Ich halte mich den­noch meis­tens aus sol­chen Sachen her­aus. Viel­leicht blü­hen diese Kids irgend­wann genauso auf wie ich. Die Hoff­nung stirbt bekann­ter­ma­ßen zuletzt. Mal davon abge­se­hen, weiß ich nicht, was für „Müll“ die angeb­lich in die­sem Punkt erzählen.).

Gothic Friday 2011 - Sophie und das AugeMeine Kum­pels von der „Fre­ak­wiese“ haben mitt­ler­weile ihre eigene, heiß geliebte Band Namens „Orches­tra Macabre“ und ein ande­rer Teil musi­ziert als „Raben­mond“. Und beide Par­teien haben bis heute nicht ver­stan­den, dass ich noch immer kein Inter­esse an die­sen Sti­len habe und bom­bar­die­ren mich regel­mä­ßig mit Fly­ern und der­glei­chen und sind immer wie­der etwas ent­täuscht, wenn ich ihnen ver­si­chere, dass ich kein Inter­esse an CD’s von ihnen habe. Ob sie sich immer noch mit Stö­cken auf ihre Hin­tern hauen ist unbekannt.

Statt „Blu­ten­gel“ und „Schand­maul“ gibt es „Ein­stür­zende Neu­bau­ten“ und „Xmal Deutsch­land“. Die Puber­tät neigt sich zwar dem Ende, aber ich bin noch immer fas­zi­niert von trau­ri­ger Lyrik, schwar­zer Schön­heit und Fried­hofs­ro­man­tik und ich stehe immer noch zu mei­nem Fai­ble für das Ver­sin­ken in Melan­cho­lie oder ver­liere mich noch immer in Wut über gesell­schaft­li­che Missstände.

Und den­noch, denke ich gerne an die Zeit der Anfänge zurück, denn sie waren gefühls­mä­ßig sehr inten­siv. Ein wenig bedauere ich, dass ich seit Jah­ren kein Gedicht mehr geschrie­ben habe. Sicher, meine Gedichte und Geschich­ten waren wie bei vie­len: Vol­ler Kli­schees, erzwun­ge­ner Reime und immer die Selbe Leier, aber das Gefühl wel­ches beim Schrei­ben auf­kam ver­misse ich den­noch sehr. Auch die Mys­tik, die die Szene selbst einst aus­strahlte ich fast gänz­lich ver­schwun­den. Das ist wohl der Preis für das bli­cken hin­ter die Maske. Und dass ich nicht mehr alles in der Szene wun­der­bar und toll finde, was auch der Grund dafür ist, dass ich kaum noch weg­gehe, ist ein alter Hut, aber den­noch ein ande­res Thema.

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3 Kommentare

  1. Hachja… die guten alten schlecht geschmink­ten Tränen :)

  2. Ja, das mit den Trä­nen schmin­ken habe ich am Anfang auch gemacht :D und Blu­ten­gel fand ich mit 16 so toll und dachte das wäre die »Gruf­ti­band« schlecht­hin *schäm*

  3. Vie­len Dank für den tol­len Bei­trag, den ich auf mei­nem Blog ver­öf­fent­li­chen durfte. Es hat mir wie­der ein­mal viel Freude berei­tet den Text hier ein­zu­fü­gen ihn zu lesen und die Bil­der dazu aus­zu­wäh­len die du mit­ge­schickt hast.

    In gewis­ser Weise deckt sich Dein Ein­stieg mit mei­nem, denn auch wollte mich zunächst den coo­len Jungs von der Schule, die auf dem Schul­hof immer in der Rau­cher­ecke stan­den anschlie­ßen, was aber lei­der nicht ganz geklappt hat — ein Blick auf unser Klas­sen­tref­fen nach 20 Jah­ren hat mir aber bestä­tigt, das das kein Feh­ler gewe­sen ist.

    Auch wenn in dei­nem abschlie­ßen­den Satz etwas Resi­gna­tion durch­blin­zelt bin ich mir sicher, das du nach vorne blickst und »deine« Szene gefun­den hast.

    aber ich bin noch immer fas­zi­niert von trau­ri­ger Lyrik, schwar­zer Schön­heit und Fried­hofs­ro­man­tik und ich stehe immer noch zu mei­nem Fai­ble für das Ver­sin­ken in Melan­cho­lie oder ver­liere mich noch immer in Wut über gesell­schaft­li­che Missstände.

    Ich denke, der Größe der Szene ist es heute zu »ver­dan­ken« das es auch eine neue schwarze Ober­fläch­lich­keit gibt, die auf den, der wirk­lich Ant­wor­ten sucht ver­stö­rend wirkt. Doch es lohnt sich unter die Ober­flä­che zu schauen, denn nicht die Szene als sol­che ist Mys­tisch, son­dern das, womit sich man­che dar­aus beschäf­tig­ten. Der Blick hin­ter die Maske sorgt zunächst für Ent­täu­schung, so auch bei mir vor eini­gen Jah­ren, doch wie bereits ein liebe Kom­men­ta­to­rin einst schrieb: »Wieso etwas suchen, was man schon längst gefun­den hat?«

    Noch­mals vie­len Dank für dei­nen gelun­ge­nen Ein­blick in die fabel­hafte Welt der Sophie, die von einer metal­li­schen Braut zur schwarz­ro­man­ti­schen Dame avancierte ;)

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