2 September

Wenn einer eine Reise tut

Kategorie: Finstere Orte — Jahrgang: 20095 Kommentare

DeutchGestern Abend sind wir mit 20 minütiger Verspätung in Köln gelandet, irgendwie war ich dann wieder froh zu Hause zu sein, ein bisschen Wehmut an die große prickelnde britische Hauptstadt bleibt jedoch zurück. Die erste Nacht im heimische Bett war sehr erholsam und das Frühstück mit frisch gebrühtem Kaffee und frischen Mehrkorn Brötchen ein Gedicht. Jetzt muss ich erstmal aufarbeiten, was so alles im Urlaub an Eindrücken zusammengekommen ist.

Den Wunschzettel, den nun auch Julia zu ihrer bevorstehenden "Eng­land­tour­nee« auf­ge­grif­fen hat, habe ich sehr gewis­sen­haft und nach mei­nen Mög­lich­kei­ten erle­digt. Über die Ergeb­nisse werde ich selbst­ver­ständ­lich aus­führ­lich schreiben.

Lon­don ist nicht umsonst eine der schwär­zes­ten Städte über­haupt, so war es auch nicht wei­ter ver­wun­der­lich, das der lächer­lich leichte Kof­fer beim Rück­flug einen Heavy Auf­kle­ber ern­tete und mit 23,8 kg so gerade eben noch durch­ging, auch die Hand­ge­päck­gren­zen von jeweils 8 kg wurde peni­bel aus­ge­nutzt. High­lights? Unter ande­rem der Besuch der Abney Park Ceme­tery, der zweite der Magni­fi­cent Seven, der 7 alten Lon­do­ner Fried­höfe und ein ebenso gru­se­li­ger Besuch des Lon­don Dun­geon und die Teil­nahme an dem Jack-the-Ripper-Walk durch das alte Whi­te­ch­ap­pel. Natür­lich auch die aus­gie­bi­gen Shop­ping Tou­ren durch die Märkte in Cam­den, der Oxford Street und den Seven Arms bei denen ich meine Gar­de­robe deut­lich erwei­tern konnte. Oder aber auch der For­bid­den­pla­net, der wohl Ner­digste und Geekigste Shop den die Welt je gese­hen hat, in dem es so ziem­lich jedes Comic die­ser Welt gibt. Nicht zu ver­ges­sen und unver­gess­lich ist auch der Not­ting Hill Car­ni­val 2009 mit unglaub­li­chen 600.000 Besu­chern der Parade am Mon­tag, bei dem sich das Wet­ter in Lon­don von sei­ner bes­ten Seite zeigte.

Schwarze Mode Camden Lock Markt 2009Auf den übli­chen Tou­ris­ten­schnick­schnack haben wir dann auch bewusst ver­zich­tet und ledig­lich ein paar Kern­punkte abfo­to­gra­fiert, wer möchte kann ja mal oben auf dem Foto den Feh­ler suchen und kann dann nach­voll­zie­hen wenn ich Lon­don– Erst-Bereisern immer emp­fehle: Es ist nicht alles Gold was glänzt :)

Natür­lich gibt es auch nicht nur gute Sei­ten, denn das Hotel war schreck­lich, obwohl wir seit den letz­ten Besu­chen in Lon­don schon vor­ge­warnt sein soll­ten, gibt es immer noch eine Ver­schlech­te­rung. Den das angeb­li­che Inter­na­tio­nale Früh­stück war näm­lich gar keins denn es bestand aus Weiß­brot in alle For­men (Crois­sant, Toast, Ham­bur­ger­bröt­chen) und Mar­me­lade und gesal­ze­ner But­ter. Das war es, ganz zu schwei­gen vom Kaf­fee. Natür­lich hätte ich Würst­chen, Boh­nen, Speck und Spie­ge­lei haben kön­nen, aber ehr­lich gesagt wollte ich mich mit die­sem Teil der Kul­tur weni­ger anfreun­den.  So blieb uns nichts ande­res übrig als die nächs­ten Aus­wärts­lo­ka­li­tä­ten aus­zu­tes­ten, bei dem wir auch M&S schät­zen gelernt haben, der uns immer mit Sala­ten und klein geschnib­bel­tem Obst versorgte.

Letzt­end­lich ist man doch wie­der froh zu Hause zu sein und das Gefühl mit­zu­brin­gen, das es hier doch alles nicht so schlimm ist wie man sich das immer ein­re­det, unauf­re­gen­der ja, lang­wei­li­ger auch, aber schön geord­net und mit Kör­ner­bröt­chen zum Frühstück.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Finstere Orte
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5 Kommentare

  1. Ha, da siehst du mal, wie wir Deut­chen dem deut­chen Brot ver­bun­den sind. Als ich meh­rere Monate auf der Insel ver­bracht habe, war sogar ein wei­ches Brot mit ein paar Kör­nern Anlass zu Freudentänzen.

    Die Jack the Ripper-Tour war sicher super — war das sowas wie diese Ghost Walks?

  2. Jaja Brot, das ist auch sehr wich­tig
    für Schwei­zer im Aus­land. Ich war als Kind einen Monat in der USA, die haben nur die­ses elende Gum­mi­brot (Toast), und man ver­misst es dann wirk­lich sehr^^

    Freu mich auf die Ergeb­nisse, hehe =)

    Grüsse

  3. @juliaL49: Ich wun­dere mich gerade, warum noch nie­mand ein paar Deut­che Bäcke­reien in Eng­land eröff­net hat (wenn es die nicht schon gibt), das wäre sicher­lich eine Marktlücke.

    @Atanua: Von den USA habe ich das auch schon gehört, in den Nie­der­lan­den ist es übri­gens auch wie­der ähnlich. Auf die Ergeb­nisse kannst du gespannt sein ;)

  4. Schön das Ihr wie­der heil zu Hause ange­kom­men seit.

    For­bid­den Plant war ich auch und lei­der hat­ten sie keine Zau­be­rer Figur am Lager ;-)

    Das Hotel macht zumin­dest äusser­lich einen guten Ein­druck … Danke Dir für den Hin­weis, so wis­sen wir das wir dort nicht ein­che­cken werden.

  5. Ja, der äußere Schein trügt etwas :) Aber bei der Fülle von Hotels im mitt­le­ren Preis­seg­ment wird es immer schwe­rer etwas ordent­li­ches zu fin­den. Zum For­bid­den Pla­net gibt es glaub ich noch einen Extra-Eintrag, hab ein paar schöne Bil­der gemacht :)

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