17 November

Grufti Haarkunst – Wie ging das denn damals so?

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: 22 Kommentare
Haare bauen - Mone früher

Das war so 1990 rum irgendwo im tiefsten Bayern. Ich vermute im Melodrom. Vielleicht erkennt ja wer den Hintergrund?

Vor rund einem Jahr schrieb Mone vom Rabenhorst von Türmen, Tellern und Iros aus längst vergangenen Zeiten und blickte etwas wehmütig auf die heutige Szene, die sich aus ihrer Sicht und aus welchen Gründen auch immer, mit „Perücken, Hüten, Hörner oder sonstige Headpieces, mal mehr oder weniger passend zu ihren Kleidern“ schmückt. Bei einer Haare-Bau-Session mit Orphi im heimischen Eulenforst wurde der Entschluss gefasst, die Angelegenheit mal zu dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten. Jetzt hat sich Mone ein hingesetzt und eine Art Foto-Love-Story über das Haare bauen verfasst:

Ich habe lange überlegt, genau genommen fast 2 Jahre, ob ein kurzer Artikel über das „Stellen von Haaren“ überhaupt Sinn macht. Angesichts zahlreicher Styling-Anleitungen bei YouTube fand ich einen weiteren Beitrag im Internet eher überflüssig, zumal es sicher heutzutage auch viele mehr Möglichkeiten oder Hilfsmittel (wie zum Beispiel Styling-Puder) gibt. Meine Erfahrungen und Praktiken sind hier doch eher Old-School, also locker über 25 Jahre alt, auch wenn sie natürlich nach wie vor funktionieren.

Ausschlaggebend für diesen Beitrag war dann jetzt aber doch die jüngste Nachfrage eines jüngeren Haarbau-Profis, wo man ein vernünftiges Kreppeisen herbekäme und wie das mit dem Kreppen eigentlich denn so funktioniert. Nun gut. Eine Foto-Story ist ja ein bisschen was anderes als ein Video und zufällig habe ich gerade etwas Zeit. Los geht’s, so war das also damals…. Den ganzen Artikel lesen… »


18 Juni

The Black Book 1996: Wie man einen Turm baut

von Kategorie: Do-Goth-Yourself, Dunkle VergangenheitDiskussion: 9 Kommentare

The Black Book - Juni 1996

Das „The Black Book“ (ehemals Berlin Black Book) war ein in den 90ern monatlich erscheinendes Musikmagazin im Postkartenformat, das sich vornehmlich mit Veranstaltungen und Rezensionen beschäftigte und hauptsächlich in Berliner Clubs auslag. Marlene vom Radio Dunklewelle, die zu dieser Zeit in Berlin lebte, hat sich ein paar Ausgaben gesichert um sie in weiser Voraussicht für die Nachwelt zu erhalten. Für Spontis hat sie einen Bilder und Text eines Artikels vom Juni 1996 zur Verfügung gestellt, der sich mit den aussterbenden Türmen beschäftigt. Und nein, das ist kein Artikel über Architektur.

Wir schreiben das Jahr 1996. Die schwarze Szene wächst unaufhörlich und saugt wie ein Schwamm immer neue Musikrichtungen in sich auf. Metal drängt sich in die Szene, Techno und seine Jünger finden im Future Pop ihre Anknüpfungspunkte. Etablierte Musikmagazine wie der Zillo propagieren die neuen Stile als feste Szenebestandteile. Gothic Rock und Dark-Wave erscheinen wie zwei verstaubte Dinosaurier einer längst vergangenen Zeit. Für Andreas Starosta, Herausgeber des Black Book-Musikmagazin aus Berlin, ist der Zenith längst überschritten. So schreibt er im Dezember 1996:  „Lässt man das Jahr Revue passieren, so fällt es mir eigentlich schwer zu sagen, ob es in Bezug auf die Szene ein gutes oder ein schlechtes war. Ich musste aber (mit ein paar Freunden) feststellen, dass so ein richtiger Auftrieb wie zu Beginn der 1990er Jahre nicht mehr stattgefunden hat.

Nicht nur die Musik ändert sich seinerzeit, sondern auch der Frisurengeschmack. Türme, Teller und Vogelnester gehören zu einer aussterbenden Rasse und werden immer seltener auf den Köpfen beobachtet. Bei nachwachsenden Jung-Grufties rufen diese Begriffe dann auch eher Schulterzucken und keine euphorische Neugier. Stattdessen gibt es Pferdeschwänze zu ausrasierten Seiten. Reconcile, wie sich ein Autor des „The Black Book“ nennt, erkennt die Zeichen der Zeit bereits im Juni des gleichen Jahres und entschließt sich, einen Artikel zu verfassen. Ein Artikel der alten Schule, denn hier wird nicht nur gemeckert, sondern auch gleich noch beschrieben, wie man sich selbst einen Turm zaubert. Den ganzen Artikel lesen… »


2 Februar

Karnstein kreatives Kämmerlein: Stofffarben

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: Keine Kommentare

Karnsteins Kreatives KämmerleinDiesmal ist das kreative Kämmerlein mehr als ein Erfahrungsbericht zu verstehen, der den interessierten Leser vielleicht davor bewahren mag die gleichen Fehler zu machen wie wir. Bis vor einiger Zeit wusste ich gar nicht so recht dass es helle Stofffarben gibt, die für dunklen Untergrund gemacht sind. Dann sah ich jedoch das geniale selbstgemachte Bauhaus-Shirt einer Freundin und habe mich einfach mal im freundlichen kleinen Bastelladen in der Limburger Innenstadt umgesehen und einen weißen Stift erworben, mit dem experimentiert werden sollte.
Sich gegenseitig mit Ideen anfixend welche Bandshirts man sich auf diesem Wege doch selbst machen könnte fand ich mich also schließlich mit ein paar schwarzen Shirts bei Libbit im Wohnzimmer ein und so voller Tatendrang wie wir waren wurde nicht lange gefackelt und direkt losgelegt – vermutlich etwas schneller als gut gewesen wäre ;) Den ganzen Artikel lesen… »


2 Mai

Gothic Schminktipps für Frauen – Oder so ähnlich

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: 7 Kommentare

Michelle Phan - Gothic Look ScreenshotFrauen, oder besser gesagt Mädchen, bekommen das Schminken in die frühkindliche Wiege gelegt. Folgen sie der straffen gesellschaftlichen Norm, so spielen sie mit Puppen, kochen mit Plastikgeschirr und beginnen schon früh damit, die Schmink-Ausrüstung ihrer Mütter für sich zu entdecken. Wird aus dem Mädchen, womöglich durch eine abnormale Laune der Natur oder einen genetischen Defekt (so munkelt man), ein Gruftie, steigt der Bedarf an schwarzem Kajal, Lidschatten und hellem Make-Up explosionsartig an. Erreichen sie dann im Laufe ihrer düsteren Entwicklung eine der schwarzen Szene-Ausprägungen, wie zum Beispiel das romantische Gruftie-Mädchen, die Gothic-Punk-Batcaverin, die schwarz-bunte Cyberbraut oder die kindlich-laszive Gothic-Lolita, verfeinern die mittlerweile jungen Erwachsenen ihre Techniken auf beachtliche Weise.

Die Grenzen zwischen Kunst, Stil und Kitsch sind dabei fließend und äußerst schwer zu definieren. Michelle Phan, Fashionbloggerin aus den USA, hat sich mit ihren Schminkvideos bei Youtube mittlerweile eine ganz beachtliche Fan-Gemeinde geschaffen. Was sie auf ihr Gesicht zaubert, ist eindrucksvoll oder verstörend, je nach Sichtweise. Nehmen wir zum Beispiel ihren Gothic-Lolita-Look, der mit Gothic aus meiner Sichtweise nicht viel zu tun hat, bei dem es sich aber um einen sehr beliebten Stil asiatischer „Gothics“ handelt. Hier geht es mir weniger um die Tatsache so auszusehen wie eine Manga-Vorlage, sondern eher um einen Blick hinter die Kulissen, den ich äußerst spannend finde. Oder auch verstörend, da bin ich mir noch nicht ganz so sicher. Aber es hilft ja nichts, wer wissen will, muss neugierig sein. Den ganzen Artikel lesen… »


1 Juli

Karnsteins kreatives Kämmerlein: Tierisches aus Stoff

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: Keine Kommentare

Karnsteins Kreatives Kämmerlein - NähkramEndlich eine neue Runde in Karnsteins kreativem Kämmerlein.
Diesmal hab ich zwar keine 100%ig originären Ideen zu präsentieren, möchte euch aber zwei kleine Werke präsentieren, die ich mit Hilfe von Anleitungen fabriziert habe, die online zu finden sind.

Zunächst habe ich mich an einer Nähanleitung von Natron und Soda versucht, und zwar geht es nicht um Kleidung, sondern um eine knuddelige Stoff-Fledermaus. Die Anleitung finde ich recht laientauglich und verständlich, die Diagramme sind leicht nach den eigenen Vorstellungen abzuwandeln. Den ganzen Artikel lesen… »


19 Mai

Gothic Friday Mai – Freddy Krueger Juniorshirt

von Kategorie: Do-Goth-Yourself, Gothic FridayDiskussion: 6 Kommentare

Gothic Friday 2011Die Angewohnheit, mit meinem Beitrag zum Gothic Friday so lange zu warten, bis fast alle anderen Begeisterten geschrieben haben, muss ich ablegen. Das ist so, wie früher in der Schule, als man die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Ständig gab es wichtigere Dinge zu tun und wenn man dann schon in der Klasse saß, wird schnell noch was nachgeholt. Zu allem Überfluss habe ich durch das warten auch die ganzen anderen großartigen Arbeiten der Teilnehmer gesehen und traue mich fast gar nicht, meine Kleinigkeit zu präsentieren. Aber sei es drum, ich finde den Themenvorschlag für den Mai, der von Sabrina kam, immer noch toll und füge mich.

Ich habe mich dazu entschlossen, eine möglichst genaue Anleitung zum „kunstvollen“ zerschnibbeln seiner T-Shirts zu geben, dass ich mir jüngst anfertigte um etwas Luft auf Netzhemd und Haut zu zaubern, ganz so, wie ich es „früher“ schon das ein oder andere mal gemacht habe. Auch mit meinen Lieblings Depeche Mode T-Shirt von der 101-Tour, das ich mir damals von meinem Taschengeld gekauft habe. Ich nenne es Freddy Krueger Style, weil ich diese Schnitte immer an die Mitte der 80er laufenden „Nightmare on Elm Street“ Filme erinnert. Los gehts! Den ganzen Artikel lesen… »


7 Mai

Do Goth Yourself – Buttons mit Badge It!

von Kategorie: Do-Goth-Yourself, Gothic FridayDiskussion: 11 Kommentare

Einst eine güldene Plastiklampe im chinesischen Restaurant – nun eine Gothiclampe in Schwarz und Silber. Im Hintergrund die Fledermaus-Deko auf dem Kleiderschrank.

Selbst gebastelter Ankh-Schmuck, mit dem man sich möglichst nicht bewegen sollte, weil sonst alles wieder auseinander fällt.

Wie gut, dass nach dem Freitag für gewöhnlich der Samstag kommt, an dem man Zeit hat, die Aufgaben, die Robert und Shan Dark beim Gothic Friday stellen, zu erfüllen. Schwarze Sachen selber machen! Das ist diesmal die Devise und ich freue mich, dass dieser Vorschlag angenommen wurde. Er ist nämlich von mir. ;-)

Hinweis: Jeder kann Vorschläge für den Gothic Friday machen! Wer also eine gute Idee hat, sollte einfach eine E-Mail an die Initiatoren schreiben.

Nach der Idee kam ich dann allerdings doch ins Grübeln, als ich erfuhr, dass mein Vorschlag zum Thema werden sollte. Ich hab schon einige Versuche unternommen, „schwarze Sachen“ selber zu machen. Die meisten davon waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Die selbst gestalteten und ausgedruckten Bügelbilder für die T-Shirts lösten sich nach wenigen Waschdurchgängen in Wohlgefallen auf, meine Nähversuche möchte ich lieber verdrängen und auch der Versuch, Schmuck zu basteln, der länger als „1-Mal-Tragen“ hält, ging in die Hose.

Ich dachte an meine Drachenlampe, die nun immerhin schon einige Jahre „hält“. Sie war ursprünglich eine dieser typischen superkitschigen goldenen Lampen im chinesischen Restaurant – mit roten Bommeln und anderen Geschmacklosigkeiten. Ich hab sie damals ergattert, in Schwarz/Silber umgespritzt, die Fenster mit weinroter Folie beklebt und Fledermäuse dran gehängt. Die Zeit wehte eine Schicht adäquaten Staub über das Kunstwerk.

Aber wer hat schon chinesische Lampen aus Geschäftsauflösungen? Also nicht wirklich eine Idee für „Do it yourself“. Auch die Fledermaus-Aufkleber, die Wand und Möbel zieren, hab ich nicht selber gemacht sondern nur selber aufgeklebt. Als ich mich aber im Zimmer nach weiteren selbstgemachten Dingen umsah, lachte mich ein Kinderspielzeug in apartem Rosa an. Jawoll! Das nehme ich! Badge it!

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12 Oktober

Karnsteins kreatives Kämmerlein: Chlorreiniger

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: Keine Kommentare

Karnsteins Kreatives KämmerleinNot macht erfinderisch. So könnte man es nennen, wenn man aus selbiger Not eine Tugend macht. Da beides aber fürchterlich abgedroschene Phrasen sind erzähle ich mal lieber einfach wie es sich zugetragen hat:

Wenn ich meinen täglichen Kajalstrich ziehe lehne ich mich immer ein bisschen gegen das Waschbecken. So auch an diesem einen Tag, als das Waschbecken einer Reinigung per Chlorreiniger unterzogen worden war, und leider noch etwas davon am Rand klebte. Und so entdeckte ich also auf meiner frisch angezogenen knatschengen Lieblingsjeans schockiert einen roten Fleck, der sich nicht als Sauce herausstellte, sondern als weggeätzte Farbe, oder wie man das nennen mag. Zu retten war da nichts mehr, doch dann fiel mir meine Jugendzeit als ambitionierter Dorfpunk ein und ich hatte die zündende Idee!
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