30 Januar
Die Kunst liegt auf der Straße: Streetstyle
Noch bevor Designer Trends aufschnappen können oder kreieren können gibt es die meisten Ideen bereits auf der Straße. Streetstyle ist nicht etwa die ästhetische Beschreibung einer Teerdecke, sondern die Mode der Leute die man auf der Straße trifft. Ausgefallene Klamotten oder Stile werde hier zuerst gelebt, in der Regel äußert sich das in der Kombination verschiedenster aktueller oder klassischer Stile die kombiniert oder verfeinert werden um möglichst individuell auszusehen und garantiert nicht so, wie es auf den Titelblätter der Modemagazine.
Besonders kreativ zeigen sich Großstädte und Metropolen die namhafte Universitäten und Fachhochschulen beherbergen, da sich hier vermehrt kreative jungen Menschen sammeln und so ihren Stil kanalisieren. Zusätzlich sorgt die Reurbanisierung der Metropolen für zusätzlichen Einfluss und Artenvielfalt. Streetstyle findet man also eher in Köln als in Oer-Erkenschwick und häufiger in Berlin als in Emden. Selbstverständlich ist das ein globales Phänomen und findet sich in allen Ländern der Erde.
Worum es den Leuten dabei geht ist so unterschiedlich wie die Art sich zu kleiden. Auffallen, Individualisieren oder Schocken trifft auf Wohlfühlen, Lebensgefühl und persönlichen Ausdruck. Auf jeden Fall sind sie anders und legen wenig Wert auf Labels und vermeiden es groß angelegte Werbeflächen für die Modebranche zu werden. Die Mashup-Kultur vermeidet es die Protagonisten sinnvoll einzuordnen, hier wird so ziemlich alles gemischt was irgendwo hängt, liegt oder auch schon mal getragen wurde, denn Second-Hand Mode ist hier kein Ausdruck von finanzieller Not, sondern gehört fest in den Ausdruck des eigenen Wohlbefindens.
Es gibt unzählige Seiten auf denen man stundenlang stöbern könnte ohne das Gefühl zu bekommen Zeit zu verschwenden. Neuerdings gibt es sogar einen Streetstyle Atlas in dem man sich die Mühe gemacht die vielen Seiten nach Ländern zu sortieren und so die Welt unglaublich zu verkleinern. Mit einem Klick in Japan mit dem nächsten in England, ein Erlebnis.
Ich habe eine kleine Reise unternommen und ein paar Perlen herausgepickt, die mich besonders ansprechen. Das es sich dabei hauptsächlich um Frauen handelt liegt nicht nur an meiner sexuellen Orientierung sondern vielleicht auch an der Leidenschaft der vielleicht größtenteils männlichen Fotografen. Das mangelnde männliche Feingefühle für modische Trends lassen wir mal dahingestellt.
Bekanntlicherweise handelt es sich bei der Gothic-Szene ja um eine Szene mit besonders hohem weiblichem Anteil, für manche Splitter sogar weibliche dominierte. Besondere Früchte tragen dabei die Japaner, die offensichtlich alle Stile bis in ihre Extreme ausreizen und überspitzen.
(Bildquellen: Teaser — Wired: Scenes from Beijing Rock Underground | Copenhagen Street Style | Dublin Street Style | Sao Paulo Street Style | Tokiofashion | Marxpix@flickr.com | Bijoux de jais)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Schwarze Szene
Schlagwort: Dublin, Gothic, Japan, Sao Paulo, Streetstyle, Style








