26 August

Gothic Friday August - Resümee

Kategorie: Gothic Friday8 Kommentare

1000 und ein BuchBücher, Bücher, Bücher. Es ist schon als über­durch­schnitt­lich zu bezeich­nen, in wel­cher Viel­falt und Band­breite der Gothic von Heute liest. Kaum ein Genre wird aus­ge­las­sen, keine noch so wun­der­li­che The­ma­tik bleibt unbe­han­delt. Dabei sind die schwar­zen Bücher­re­gale bunt bestückt und kei­nes­wegs auf »typi­sche« Werke beschränkt. Es scheint den meis­ten doch auch rela­tiv egal zu sein, was man in den Köp­fen vie­ler als »schwarze« Bücher gilt. Erlaubt ist, was gefällt und den eige­nen Ansprü­che genügt. Daher ist es den meis­ten Teil­neh­mer auch wahr­lich schwer gefal­len, sich an auf­er­legte Regeln zu hal­ten. Zuge­ge­ben, wir hatte in unse­rer Beschrei­bung auch indi­rekt dazu auf­ge­ru­fen krea­tiv zu sein, denn es uns selbst ebenso schwer gefal­len eine Sor­tie­rung vor­zu­neh­men oder sich auf nur 5 Werke zu beschrän­ken. Her­aus­ge­kom­men sind 20 Ein­bli­cke in fremde Bücher­re­gale, 20 Ein­bli­cke in die Inter­es­sen der lesen­den Gothics und 19 Quel­len für jeden ein­zel­nen, sei­nen Lese­schatz zu vergrößern.

Einige Werke und Auto­ren fin­den sich immer wie­der: So ist Harry Pot­ter oft als Ein­stiegs­droge anzu­se­hen und hat gerade die jün­ge­ren Sze­ne­prot­ago­nis­ten ein Stück beglei­tet, auch H.P. Love­craft, George Orwell, Ste­phen King, Michael Ende oder auch Wal­ter Moers erfreuen sich an Mehr­fach­nen­nun­gen. Beliebte Genre sind Fan­tasy und Sci­ence Fic­tion und (selbst­ver­ständ­lich) Vam­pir­ro­mane, doch auch schwere deut­sche Lite­ra­tur wird von den Teil­neh­mer nicht gescheut.

Man ist nicht nur auf der Suche nach Unter­hal­tung, so der Ein­druck, son­dern viel­mehr auf der Suche nach Erleb­nis­sen und Erfah­run­gen, nach Ant­wor­ten und Tiefe oder auf der Jagd nach Wis­sen. Denn wenn man viele der Beschrei­bun­gen mit­ein­an­der ver­gleicht wird deut­lich: Hier ist lesen eine Lei­den­schaft und Bücher kei­nes­wegs ein über­hol­tes Medium. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 August

Zeit ist käuflich: Die Dr. Martens "Broken In" Kollektion

Sze­ne­ve­te­ra­nen wis­sen: Ein Blick auf die Mar­tens ver­rät etwas über den Erfah­rungs­schatz des Trä­gers. Neu, frisch und unge­tra­gen? Nein, so dür­fen wasch­echte Mar­tens ein­fach nicht aus­se­hen. Leute, die ein sol­ches paar anha­ben, wer­den kri­tisch beäugt und schnell als Mit­läu­fer oder Mode­op­fer abge­stem­pelt. Die Lauf­stege in den Mode­me­tro­po­len machen es schließ­lich vor: Ehe­ma­lige Arbei­ter­stie­fel sind ange­sagt, wer trendy und cool sein möchte, trägt wel­che, setzt sie noch mit engen Röh­ren­ho­sen oder Leg­gings in Szene und stol­ziert damit über die 5th Ave­nue um bei Tif­fa­nys noch Schmuck zu kau­fen. Sie ver­sprü­hen den Hauch Under­ground den sich die breite Masse wünscht, wer­den asso­zi­iert mit den 80ern oder ein­zel­nen Musik­rich­tun­gen oder Jugend­sze­nen. Mar­tens sind Status-Symbole für ein ver­meint­li­ches Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl. Kern­sa­nierte Alt­bau­woh­nun­gen in ange­sag­ten, ehe­mals ver­ru­fe­nen Stadt­tei­len kön­nen ähnli­chen Zwe­cken dienen.

Men­schen, deren Mar­tens so aus­se­hen wie seit Jah­ren getra­gen, die ver­schlis­sen sind und vol­ler Nar­ben und Abschür­fun­gen, sind Vete­ra­nen. »These Boots are made for wal­king, and that’s just what they’ll do. One of these Days these Boots are gonna walk all over you.« (Videob­oots) Was die­ses Paar Schuhe alles erlebt haben muss! Wilde Kon­zerte in viel zu engen Clubs mit Bands, die damals kei­ner kannte und heute welt­be­rühmt sind. Stun­den­lange Tanz­ex­zesse in den Dico­the­ken die­ser Welt, von denen die meis­ten heute geschlos­sen sind und spä­ter zu Legen­den wur­den. Unzäh­lige Schritte durch ferne Län­der und Städte durch Staub, Matsch, Was­ser und Schnee. Ja, wer ein sol­ches paar Mar­tens trägt, der hat was zu erzäh­len, seine Schuhe haben etwas zu erzäh­len. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 August

Verliebt auf Teufel komm raus! (3)

Verliebt auf Teufel komm raus - TeaserEs konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die BRAVO das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die Zeit­schrift jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich.

Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzäh­len ihre bewe­gendste Story« den Wahr­heits­ge­halt der Aus­füh­run­gen sug­ge­rie­ren soll. Haupt­dar­stel­le­rin ist Dajana D. (16), die durch einen schwar­zen Man­tel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars ken­nen­ge­lernt hat, in den sie sich ver­liebt hat. Außer­dem spielt der geheim­nis­voll »Faro« noch eine Rolle, der als Meis­ter von ver­bo­te­nen Ritua­len den knis­tern­den Geschmack der Span­nung streuen soll.

Nach­dem sich Dajana im zwei­ten Teil unter Mit­schü­ler gewagt hat und auf die erwar­tete Ableh­nung stieß, ist sie froh, im Kreise gleich­ge­sinn­ter end­lich neue Freunde ken­nen­zu­ler­nen. Der mys­ti­sche Faro oder auch der süße Lars zau­bern den jun­gen Gothic auf Wolke 13. Noch für einen der nächs­ten Abende ver­ab­re­det man sich zu einem span­nen­den Ritual, doch vor­her möchte Lars die Zeich­nun­gen von Dajana bewun­dern. Hält die Bravo ihre Kli­schees ein? Schon gleich beim ers­ten Tref­fen in die Kiste? Okkul­tis­mus und Tier­op­fe­run­gen am spä­ten Abend? Womög­lich irre ich mich auch und die Bravo zeigt nur ein paar Bil­der aus dem Leben jun­ger Men­schen. Erle­ben wir gemein­sam ein furio­ses Finale mit über­ra­schen­dem Ende!

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23 August

Ohne Worte: Das Lachen vergeht

Kategorie: Dunkelkunst6 Kommentare

»(Der trau­rige Clown) Ja, das ist deutsch. Ein Eng­län­der würde dar­auf nie kom­men. Für den ist das Komi­sche so bedeu­tend und wich­tig, daß er froh ist, wenn einer komisch sein kann. In Deutsch­land wird er erst wich­tig, wenn man dem Komi­ker auch seine tra­gi­sche Seite nach­wei­sen kann. Ich werde oft gefragt, ob man in Deutsch­land weni­ger Humor hat als anderswo in der Welt. Da ist mir neu­lich sehr übel mit­ge­spielt wor­den. Bei einem Fern­seh­in­ter­view habe ich gesagt: »Natür­lich haben die Deut­schen genau­so­viel Humor wie jedes andere Volk auch …« Den Rest haben sie abge­schnit­ten. Aber jetzt kam lei­der erst die Haupt­sa­che des Sat­zes, näm­lich: »… nur ord­nen sie das Komi­sche auf ihrer Wert­skala ganz woan­ders ein. Der Komi­ker ist ganz weit unter. Der Tra­gö­die ist ganz oben.« Loriot starb ges­tern im Alter von 87 Jah­ren. Ruhe in Frie­den.


22 August

Spontis Wochenschau #21/11

Kategorie: Wochenschau3 Kommentare

Spontis WochenschauDa ver­mu­tete doch eine gute Freun­din, Frisch & Schwarz, die neue Rubrik zum Thema »schwarze« Musik, würde die Wochen­schau erset­zen.  Macht sie natür­lich nicht, der eigent­li­che Grund liegt darin, dass bei­des zu mischen den Rah­men einer ein­zel­nen Wochen­schau spren­gen würde und sonst das eine oder das andere Gefahr lau­fen würde, unter­zu­ge­hen. Die meis­ten groß­ar­ti­gen Links, die hier zu fin­den sind, habe das nicht ver­dient. Denn sie ent­stam­men groß­ar­ti­gen Quel­len und sind hand­ver­le­sen. Was nicht gut genug erscheint, wird ent­sternt (Google Rea­der), ent­sorgt oder scho­nungs­los gelöscht.

Was macht sie qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig? Mein Gefühl dafür. Zum Fantasy-Filmfest möchte ich gerne hin­fah­ren, Gedichte vor­le­sen wollte ich auch schon mal, Jugend­sün­den habe ich reich­lich began­gen und ich hätte gerne in die Gesich­ter beim Nazi-Waschtag geschaut. Die Unru­hen in Lon­don bewe­gen mich, die ver­las­sene Insel finde ich fas­zi­nie­rend, den Ursprung von Band­na­men oder die Bestat­tungs­ri­tuale in Indien hoch­in­ter­es­sant. Und ja, ich habe auch alle Videos geguckt, gelacht, geschmun­zelt, mich auf­ge­regt oder getobt, je nach­dem. Und genau des­halb dau­ert es auch immer etwas län­ger mit den Links. Die Qua­li­täts­kon­trol­len durch­lau­fen die här­tes­ten Kon­trol­len und leben alle von einer Tat­sa­che: Genau so hätte ich das auch gerne machen oder blog­gen wol­len. Neid ist kein Gefühl des Miss­gunst, son­dern meine höchste Form der Aner­ken­nung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 August

Gothic Friday - ASRianerins Top 5 der Bücher (Gastbeitrag)

Kategorie: Gothic Friday1 Kommentar

Gothic Friday 2011Im Rah­men des Gothic Fri­day freue ich mich immer wie­der, wenn treue Teil­neh­mer wei­ter­hin dabei sind. Ich hatte schon nicht mehr mit dem Ein­tref­fen des August Bei­trags von ASRia­ne­rin gerech­net, als mich ges­tern eine unge­le­sene Nach­richt im Post­fach anstrahlte. Wie gewohnt habe ich ihren Bei­trag in Form gebracht und durch Bil­der ergänzt, der rest­li­che Inhalt ist mit dem zuge­schick­ten Mate­rial identisch. Hier also ASRia­ne­rins unge­schön­ter und unge­kürz­ter Bei­trag zum August-Thema des Gothic Friday:

So liebe Leser! Nach­dem ich die letz­ten zwei Run­den aus Zeit­man­gel aus­ge­setzt habe, werde ich mich wie­der zurück­mel­den und mich mal wie­der nur grob an die Vor­ga­ben hal­ten. Mann, bin ich rebel­lisch Hoschis! :) Ich möchte gleich mit den Top Büchern begin­nen. Eigent­lich hieß es fünf Sach­bü­cher und fünf Romane oder der­glei­chen. Aber das fand” ich irgend­wie doof. Also gibt es 10 Bücher mit einer ande­ren Auf­tei­lung. Warum? Weil ich es kann :) Wie bei den letz­ten Top of the Goth ist die Rei­hen­folge eher wahl­los als aus­sa­ge­kräf­tig. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 August

Zwischenfall im Zwischenfall: Großbrand zerstört die legendäre Bochumer Discothek (Update)

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare

Wenn der Him­mel sich ver­dun­kelt und die Welt in ein tie­fes Grol­len hüllt, das nur von Blit­zen für den Bruch­teil von Sekun­den erhellt wird, füh­len sich Gruf­ties wohl. Die Stim­mung lässt sie ehr­fürch­tig und glück­se­lig vor den Fens­ter­schei­ben ihrer Höh­len hocken, wäh­rend von drau­ßen der Regen gegen die Schei­ben pras­selt. Doch das ist nun anders, die Stim­mung vie­ler schwar­zer Gestal­ten ist eine tiefe und kli­schee­hafte Depres­sion gefallen.

Ges­tern Abend ist gegen 19 Uhr ein Feuer im Dach­stuhl der Dis­ko­thek Zwi­schen­fall aus­ge­bro­chen, das ver­mut­lich durch einen Blitz­ein­schlag aus­ge­löst wurde und hat das Gebäude in Bochum-Langendreer nahezu unbrauch­bar gemacht. Wie »Der Wes­ten« berich­tet, wütete das Feuer so stark, dass der Dach­stuhl zwi­schen­zeit­lich ein­zu­stür­zen drohte. Die Bochu­mer Feu­er­wehr konnte das schwie­rig zu errei­chende Feuer in dem ver­win­kel­ten Gebäu­de­kom­plex nur durch den Ein­satz von 8 Strahl­roh­ren und 3 Dreh­lei­ter­fahr­zeu­gen löschen.

Das Lösch­was­ser hat den gro­ßen Raum in der ers­ten Etage des Zwi­schen­fall voll­kom­men zer­stört, im Erd­ge­schoss und dem Café sei es »nur nass«. Fast Live berich­tete die Dis­ko­thek ges­tern Abend über ihre Facebook-Seite: »Seit 19h steht der Dach­stuhl des Hau­ses in dem sich der Zwi­schen­fall befin­det in Flam­men (sowie von drei wei­te­ren Häu­sern) . Tau­sende von Litern Was­ser wur­den seit dem ins Gebäude gepumpt. Blitz­schlag ist wohl die Ursa­che. Da kei­ner außer der Feu­er­wehr ins Haus darf kön­nen wir noch nicht sagen wie es bei uns aus­sieht und ob das Haus zu ret­ten ist.«

Mit dem Tages­licht wird das ganze Aus­maß der Kata­stro­phe deut­lich. Feu­er­wehr, Sta­ti­ker und Ver­si­che­rer habe die Räum­lich­kei­ten und die betrof­fe­nen Gebäude gesperrt, trotz­dem konnte man trotz­dem kurz in den Räume der Dis­ko­thek und sich ein Bild der Zer­stö­run­gen machen. »Wir durf­ten gerade für 5 min rein um ein paar Sachen zu holen. Kata­stro­phe. Die Decken hän­gen ca 1m run­ter, voll mit Was­ser. Es tropft und plät­schert so vor sich hin. Sieht aus wie in ner Tropf­stein­höhle. Kein Feu­er­scha­den. Oben is wohl kom­plett hin… Das Cafe ist »nur« nass.« Die Dis­ko­thek ist somit vor­erst geschlos­sen, ob und wie es wei­ter gehen wird, ist unklar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 August

Gothic Friday - Von der Sachlichkeit des Gestern und Heute

Kategorie: Gothic Friday3 Kommentare

Gothic Friday 2011Wenn ich dar­über nach­denke, wann und wie ich mit dem Lesen ange­fan­gen habe, ende ich immer bei Hör­spie­len. Bevor ich bewusst gele­sen habe, hörte ich Kas­set­ten, vor­nehm­lich TKKG, spä­ter die drei Fra­ge­zei­chen und spä­ter dann Hör­bü­cher aus der Larry Brent Serie. Alles änderte sich mit dem Buch von dem klei­nen Mäd­chen mit der Stun­den­blume. 1985 bekam ich es von mei­ner Mut­ter zu Weih­nach­ten geschenkt, denn sie wollte immer, dass ihr Sohn einst ihre Lei­den­schaft für Bücher teilt um auch irgend­wann vor einem Bücher­re­gal zu ste­hen, das von einem Leben erzählt. Ich muss nicht erwäh­nen, dass ihr Plan erst Jahre spä­ter auf­ging, den als Kind einer auf­stre­ben­den Computer-Generation hatte ich andere und »lau­tere« Dinge im Kopf. Zeit­schrif­ten, Comics und Sach­bü­cher — alles andere ging eine ganze Weile spur­los an mir vorbei.

Glück­li­cher­weise änderte sich das im Laufe der Jahre und heute würde ich meine Mut­ter mit einem sicht­lich gefüll­ten Bücher­re­gal ganz sicher stolz machen. Die Liebe zu Sach­bü­chern ist geblie­ben, Romane und Geschich­ten schlei­chen sich nur lang­sam zwi­schen die größ­ten­teils schwar­zen Buch­rü­cken. In mei­ner Top 5 kon­zen­triere ich mich auf Sach­bü­cher und ver­su­che los­ge­löst von jeder Plat­zie­rung von einem Ein­stieg in die Tiefe zu gehen, von Erklä­run­gen bis hin zu ein­zel­nen Facet­ten, von denen es eine schier unüber­schau­bare Anzahl in der Szene gibt. Daher kann die­ses Top 5 nur einen Teil des­sen reprä­sen­tie­ren, was ich als wich­tig und rele­vant erachte. Als Bonus habe ich kurz 2 »schwarze« Bücher ange­spro­chen, die für mich das ges­tern und heute sym­bo­li­sie­ren und abseits von Infor­ma­ti­ven Nach­schla­ge­wer­ken einen Ein­blick in meine Lei­den­schaf­ten geben. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 August

Gothic Friday - Merlyns Top 5 der Bücher (Gastbeitrag)

Kategorie: Gothic Friday3 Kommentare

Gothic Friday 2011Ich freue mich immer sehr, wenn ein mir bis­lang unbe­kann­ter Mensch einen Gast­bei­trag bei mir ver­öf­fent­li­chen möchte, ich spre­che dann gerne von Ehre und Her­aus­for­de­rung. Im Rah­men des Gothic Fri­day habe ich mich sehr über die Ein­sen­dung von Mer­lyn (31) gefreut, die ihr Debüt im August mit ihrer Top 5 der »schwar­zen« Bücher beginnt. Selbst­ver­ständ­lich würde ich mich sehr freuen, wenn wir die Auto­rin die­ses Bei­trags auch nächs­ten Monat wie­der begrü­ßen dürf­ten. Der Text erreichte mich via E-Mail und wurde von mir ledig­lich durch die Bil­der zu den jewei­li­gen Wer­ken ergänzt.

Ein Leben ohne Bücher kann ich mir irgend­wie nicht vor­stel­len. Im Haus mei­ner Eltern gab es immer Bücher, Mas­sen davon. Als sie kei­nen Platz mehr hat­ten, ging meine Mut­ter alle paar Wochen in die Büche­rei, auch weil das auf Dauer güns­ti­ger ist. Ich war schon als Kind immer mit dabei, denn eigent­lich war meine Zahn­spange und die damit ver­bun­de­nen Zahn­arzt­be­su­che der Grund für die Fahr­ten in die Kreis­stadt. Meine 5 Top Bücher haben keine Rei­hen­folge: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 August

Die Selektion - Noire

Kategorie: Dunkle Klänge2 Kommentare

Die Selektion - NoireIn dunk­len Zei­ten, in denen Techno mit Indus­trial ver­wech­selt wird und auf musi­ka­li­schen Müll das Label  EBM geklebt wird um lust­los anein­an­der­ge­reihte Beats einen Hauch von Manu­fak­tur zu geben, ist man froh, wenn sich echte dunkle Per­len durch den Unter­grund an die Ober­flä­che spie­len, um dort ein­drucks­vol­len Wel­len zu schla­gen. Bereits im März berich­tete ich über die tan­zen­den Träu­mer der Selek­tion, nun halte ich das ange­kün­digte Album »Noire« in elek­tro­ni­scher Form und als Tape (!) in mei­nen Hän­den. Ein ver­reg­ne­ter Tag wie die­ser, ist genau die rich­tige Gele­gen­heit, dar­über zu schreiben.

Ich habe mir die Freude gemacht, ein altes Tape-Deck anzu­schlie­ßen, das Band ein­zu­le­gen und die Play-Taste zu drü­cken. Still und leise schleicht sich das erste Stück Du Rennst in die Gehör­gänge, bevor der trei­bende Beat, die für die Selek­tion so typi­sche Trom­pete (Han­nes Rief) und die brei­ten Synthie-Teppiche (Max Rie­ger) aus­ge­brei­tet wer­den, auf die man sich sofort legen möchte, um sich im Klang der Musik zu wäl­zen, was zunächst ver­wirrt und sich den­noch als ange­nehme Dis­har­mo­nie prä­sen­tiert ist der ver­zerrte Gesang (Luca Gil­lian), der mich schon im März sofort an Gabi Del­gado erin­nerte, dem aber in nichts nach­steht, nicht imi­tie­ren will, son­dern eine ganz eigene Dyna­mik erzeugt. Ein groß­ar­tige Eröffnung.

Ähnlich tanz­bar prä­sen­tiert sich Steine auf dein Haupt, das der Eröff­nung folgt und die Beine auf der Tanz­flä­che in Bewe­gung hält, sich aber deut­lich zurück­hal­ten­der prä­sen­tiert. Die Asso­zia­tion mit der sprich­wört­li­chen Asche, bei dem man sei­nen Feh­ler ein­ge­steht, kann ich nicht nach­voll­zie­hen, denn ein Feh­ler war das sicher nicht, auch wenn das Stück nicht ganz an die Ener­gie des Vor­gän­gers her­an­reicht. Den gan­zen Arti­kel lesen… »