14 Januar

Projekt Hörsturz – Runde 12

Neues Jahr, 12. Runde des Hörsturzes von freeQnet (Allgemeine Informationen). Jetzt schreibe ich die Einleitung ganz bewusst erst nachdem ich alle Songs gehört und bewertet habe, so fällt es mir leichter, den Leser darauf vorzubereiten. Der Hörsturz bietet Erfahrungsgemäß wieder einige Musikstücke, die das Licht der Welt besser erst gar nicht gesehen hätten, oder viel zu lange im Schatten der Charts ein unbeachtetes Dasein geführt haben. Diesmal war alle dabei, sogar Bands die ich kannte. Das liegt wohl daran, das Beety selbst keinen Vorschlag platzieren konnte und Konna wieder einmal zugeschlagen hat. Nichts für ungut.

Heute ist mir wieder einmal aufgefallen, warum ich selten ein Album am Stück höre sonder immer von Lied zu Lied springe. Jedes Lied bringt mir andere Lieder in Erinnerung die ich immer nochmal hören wollte, worauf ich natürlich diesen Song anspiele bis die ganze Geschichte wieder von vorne losgeht. Und das kann sich Stundenlang hinziehen. Menschen die gerne Lieder bis zum Ende hören können sich ungefähr vorstellen wie schrecklich das ist und die, die mir in dieser Beziehung ähnlich sind, wissen wie inspirierend das sein kann. Irgendwann sollte ich mal hinsetzten und niederschreiben in was sich der erste Song am Ende verwandelt. Hatte ich nicht schon mal davon berichtet? Genug Prosa, jetzt gehts endlich los.

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11 Januar

Skinhead Family Tree

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (4)

Es gibt unzählige Bücher, Filme und Meinungen über die Skinheads, eine der ältesten und populärsten Jugendbewegungen. Die zweifelhafte Popularität ist eine unbeabsichtigte Folge der Politisierung durch rechtsextreme englische Parteien und Verbände Ende der 70er, die sich das Gewaltpotential zu Nutze machte um auf ihre Ziele durch Aggression in Handlung und Aussehen aufmerksam machen wollte. Jahrelange negative Berichterstattung mit dem immer gleichen Feindbild formte das Gesellschaftsbild des Skinhead, das mit den Ursprüngen und Absichten so überhaupt nichts zu tun hat. Die Assoziation Skinhead = Nazi scheint in den Köpfen der Bevölkerung festgebrannt und eingemeißelt. Immer wieder versucht man anschaulich dieses hartnäckige Vorurteil zu beseitigen, leider viel zu selten einfach und anschaulich.

Beim Kraftfuttermischwerk fand ich den Skinhead Family Tree, der sehr anschaulich und in Kurzform die Geschichte des Skinhead aufzeigt. Obwohl sich sicherlich um Daten und Darstellung streiten lässt, zeigt das Bild sehr anschaulich wie was mit wem zusammenhängt. Ich habe versucht den Text und die Aussage ins Deutsche zu übersetzen,  Verbesserungen und Korrekturen bitte in die Kommentare. …lese den ganzen Artikel
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10 Januar

Spontis Wochenschau #01

Schon wieder vorbei. Höllisch schnell so eine erste Januarwoche, vor allem dann wenn Deutschland in der beschriebenen Schnee-Hölle erstickt und die gesamt Infrastruktur zum erliegen kommt. Glücklicherweise sind wir verschont geblieben, die T-Shirt’s Daisy 2010 – Ich hab’ überlebt! sind bereits im Druck und werden wahrscheinlich demnächst als Volks-T-Shirt von einer großen deutschen Zeitung vermarktet. Was ist davon übrig geblieben? Ein bisschen Schneefall ein wenig Wind und einsetzendes Tauwetter sorgt für eine Schneematschlandschaft.

Doch immerhin bleibt sonst alles beim alten, wenn man den Meldungen des Feedreaders uneingeschränkt glauben schenken darf. Machen wir natürlich nicht und deshalb picke ich die besten Meldungen der Woche heraus um sie in konzentrierter Form hier darzubieten. Kennt ihr schon, gab es auch schon 2009. Guten Dingen sollen man treu bleiben.

  • Die 100 peinlichsten Berliner
    In Berlin lebt der künstlerisch kreative Querschnitt der deutschen Bevölkerung. Wer Erfolg haben will, geht nach Berlin. Sagt man jedenfalls. Der Berliner TIP widmet sich in einem herrlich zynischen Artikeln einigen Protagonisten der Berliner Schnittmenge. “Bushido & Fler – Dick & Doof – Schon der Albumtitel “Carlo, Cokxxx, Nutten” und die Pseudonyme Sonny Black & Frank White klingen wie aus einem Drehbuchentwurf zweier zukunftsbefreiter Dorfjugendlicher, die sich so das Gangsterleben in der Großstadt vorstellen; uns erinnert diese schlechte Musik eher an Klanguntermalung zu angestaubter Reeperbahn-Action á la Karl-Heinz Schwennsen.

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9 Januar

Jetzt helfe ich mir selbst: Tätowierte Augäpfel

Wie ich schon 2008 berichtete schleichen sich immer wieder neue Trends in die Body-Modification-Szene, wie beispielsweise das Augapfeltattoo. Dabei wird eine entsprechende Farbe mit Hilfe einer Nadel in den Augapfel gebracht, die dann den sonst weißen Augapfel dauerhaft färbt. Das die Ärzte davor warnen, erhöht nur den Reiz für den latenten Körperveränderer: “Für den riskanten Eingriff findet Dr. Böhme deutliche Worte: “Wer sein kostbarstes Sinnesorgan riskiert, um andersartig auszusehen, benötigt wahrscheinlich psychologische Hilfe.” Unrecht haben die Ärzte natürlich nicht, aber Piercings, Tattoo’s oder auch Brandings fallen wohl alle unter diese Kategorie.

Doch jetzt mach’ ich es mir selbst, lautet die Devise in einigen US-Amerikanischen Gefängnissen. So haben sich die beiden Protagonisten des Videos selbst hingesetzt und sich die Nadel ins Auge gerammt. Der Drang zu Individualität kennt offenbar keine Grenzen. Während man vor 100 Jahren mit einer Tätowierung oder einem Ohrring schon als Außenseiter galt oder der Punk in den späten 70ern die Kleiderordnung auf den Kopf stellte ist heute viel mehr nötig, um die Leute zu schocken und sich von den anderen abzuheben, auch wenn es dabei um die Augen geht. Schließlich verkommen die so beliebten Kontaktlinsen, die sich auch in der schwarzen Szene großer Beliebtheit erfreuen, mit diesem Trend zum Kindergartenstyling.

Kurios übrigens, da der Link mit dem das Video dargestellt wird, auf der Seite einer Tatöwierungsentfernungs-Klink endet. Denn eins ist sicher, eine Laserbehandlung würde hier nicht mehr helfen und das Risiko der Erblindung nur noch weiter steigern. Vielleicht wieder ein neuer Trend? Ich hatte Augapfel-Tattoss und hab’ sie mir entfernen lassen! Echt? Krass! …lese den ganzen Artikel
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9 Januar

Schneegestöber

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (7)

Ich konnte es nicht mehr hören. Die Presse sprach von dem aktuellen Wochenende wie von einem Weltuntergang, die Menschen plünderten die Einkaufstempel und legten sich massive Vorräte an um dem Schneechaos gut vorbereitet entgegen zu treten. Jetzt ist es Samstag, 15:51 und draußen liegt Schnee, jedenfalls ein bisschen. Von dem angekündigten Schneechaos sind wir in Mönchengladbach  jedenfalls meilenweit entfernt, immerhin sind die Wetterfrösche heute morgen in den Nachrichten schon ordentlich zurückgerudert und haben vor eine Panikmache gewarnt. Aber leider zu spät, die BILD-Zeitung hatte bereits darüber berichtet und ihre Leser soweit getrieben, das diese bereits Kochsalz auf den Gehweg streuen. Immerhin war das Auto meiner besseren Hälfte in ein hübsches weißes Kleid gehüllt, wäre die Sicht nicht eingeschränkt gewesen, hätten wir es aus ästhetischen Gründen wohl so gelassen.

Weil ich Lust dazu hatte, habe ich mal im Netz nach Schneebildern gestöbert um euch den Schrecken vor der Pracht zu nehmen, denn ich für meinen Teil mag Schnee. Ich finde es schön wenn die Welt in einen weißen Schleier gehüllt ist und man knirschend über den Schnee läuft um es sich Abends bei Kerzenlicht und heißem Tee gemütlich zu machen. Hoffentlich fällt noch mehr davon. Ob es später am Tag für eine zünftige Schneeballschlacht reichen wird, bleibt wohl fraglich. Schön wäre es, wenn man sich zu einem Schneeballschlacht Großevent treffen könnte: …lese den ganzen Artikel
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7 Januar

ZDF Doku: Schwarz vor Augen

Vergleiche ich die Medienberichte über die Gothic-Szene der letzten 20 Jahre vor dem geistigen Auge, fällt mir auf, das die Skepsis und Ablehnung einer Art von Aufmerksamkeit und Akzeptanz gewichen ist, die zwar immer gewünscht wurde, aber letztendlich die Szene ihrer Grundlage beraubt. Auf dem ZDF Infokanal gab es 2009 eine Minireihe zu den Jugendkulturen in Deutschland, in der man sich den größten Jugendkulturen widmet und diese versucht darzustellen. In dem Bericht Schwarz vor Augen geht es um die Gothic-Szene. Grund genug, einen Blick darauf zu werfen.

Gleich das erste Statement der Szene beschreibt eigentlich das Vordergründige Problem: “Die Gothic-Szene ist nach wie vor eine der häufigsten missverstandenen Jugendkulturen. Szene-Anhänger erfahren immer wieder Diskriminierungen und werden fälschlich mit Vorurteilen wie Todessehnsucht oder Satanismus konfrontiert.” Aber das gilt nicht nur für die breite Öffentlichkeit, sondern auch für die Medien. Denn hier wird das mittlerweile akzeptierte Verhalten der Lächerlichkeit preisgegeben in dem man die Sensationsgeilheit der Menschen befriedigt, jedenfalls bei den privaten Sendern. Ob es die öffentlich-rechtlichen meiner Meinung nach besser machen und ihren Bildungsauftrag erfüllen, wird sich herausstellen. “Die Szene entstand Anfang der 1980er Jahre aus dem Post-Punk und New-Wave Umfeld. Zu den ersten Szene-Bands gehörten “The Cure” und “Siouxsie and the Banshees”.” Wenn man so möchte, stimmt das natürlich. Hier zitiert man eigentlich nur die Presse, die seinerzeit den Begriff Gothic erst schuf und Bands der Zeit dieser Kategorie einfach zuordneten. Die Wahrheit ist das natürlich nicht. …lese den ganzen Artikel
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