„Niemand bemerkt das Gott tot ist, bis ein Rudel wilder Hunde nach dem Verzehr einer Dinka Frau, in der Gott wohnte, beginnen zu sprechen.” — Frei übersetzt nach einem Text aus dem Buch God is Dead von Ron Currie Jr. (via Amazon)
15 Juli
Punk - No One is Innocent
Als Kunst den Punk infizierte. Das war meine erste Wortassoziation als ich bei Nerdcore über den kostenlos vefügbaren Ausstellungskatalog Punk — No One is Innocent der Kunsthalle Wien gestolpert bin. Beeindruckt zeigt ich mich jedoch vom Inhalt des recht umfangreichen Werkes. Künstler nehmen in der Geschichte des Punks einen ganz interessanten Stellenwert ein, denn Künstler und Modemacher waren es, die die Energie der Jugendkultur für sich entdeckten und so manchen Punk– und Post-Punk Act in den frühen 80er zu einer Vernissage erhoben und sich mit der Non-Konformität und vermeintlichen Avantgarde umgaben. Daher betrachte ich das Phänomen „Kunst” in Jugendkulturen als zwiespältig und Missverstanden.
Umso erfreuter war ich, das Punk als solches nun eine künstlerische Betrachtung erhält, die es durchaus verdient hat. Der Ausstellungskatalog wie er hier genannt wird, kann mit durchaus beeindruckenden Fotografien und Texten verschiedener Autoren punkten und wird dem Wort „Katalog” als solcher nicht gerecht. Allein das Bild auf dem Cover, das Gudrun Gut von Malaria! zeigt, als sie etwa 1978 von ihrer Schwester Anja abgelichtet wird, hat meine Neugier geweckt, denn bei Gut handelt es sich nicht um einen Punk im klassischen Sinne.
Die Kunsthalle selbst schreibt dazu: „…Punk interessiert uns als Kunsthalle im Anschluss an die Gitarren-Ausstellung Go Johnny Go! (2003) und die künstlerische Reflexion des Summer of Love (2006) weniger als musikalisches Phänomen, denn als Geste der Negation, als eine Pforte der Wahrnehmung, durch die man eintritt in ein Reich der chiffrierten Botschaften: Signal to Noise…”
Link zum kompletten Katalog (240 Seiten, 220 Abbildungen) als kostenlos verfügbare PDF Den ganzen Artikel lesen… »
14 Juli
5 weitere Gründe sein Geld nicht aus dem Fenster zu werfen
Nach dem ich bereits vor eine ganzen Weile 8 gute Gründe sein Geld nicht aus dem Fenster zu werfen lieferte, kommt hier die inoffizielle Fortsetzung, da sich sicherlich inzwischen wieder unermessliche Reichtümer in euren Schatzkammern angesammelt haben dürften. Mittlerweile hat sich ja herumgesprochen, das Gothic zu einer der beliebtesten Szenen gehört, jedenfalls aus Sicht der Händler und Produzenten, denn üppigen Ausstattung, die unbändige Lust auf Accessoires und unzählige schwarze Klamotten einer mittlerweile und teilweise erwachsenen Szene bringen ungeahnte Kaufkraft. Und da habe ich 5 Produkte gefunden, die es unverantwortlich finden, diese Ressourcen weiterhin brach liegen zu lassen.
Alister Crowley Tapete
Eine hübsche Tapete ist die ideale Basis für eine aufregend andere Raumdekoration. Einfach schwarze Farbe an den Wänden ist für den Gruftie von Heute keine zufriedenstellende Lösung mehr. Was läge also näher, als sich eine von Alister Crowley inspirierte Tapete als Akzent auf die Wand zu kleben um sich so Stilbildend von der verhassten Masse abzuheben. Sicher hätte es ihn stolz gemacht die Muse für eine solch tiefschürfende Inspiration zu sein und hätte zufrieden auf den elitären Kreis der Benutzer geblickt, denn schließlich kostet eine Rolle der hübschen Tapete rund 150€.
Auf der Seite von Grow House Grow! gibt noch eine große und alternative Auswahl der skurrilsten Muster, Farben und Formen. Die Macher sind auch nicht scheu, zu jeder Tapete eine passende Geschichte zu liefern– Zu der von Crowley inspirierten schreiben sie: „The bizarre stories surrounding the life of Aleister Crowley are anything but few and far between. Dubbed “the wickedest man in the world,” Crowley kept heads turning as an avid occultist, insatiable drug user and devoted hedonist. This wallpaper pattern stems from the summer of 1938, which Crowley spent in Cornwall. Some unsubstantiated sources site cultish melees involving dancing beauties, hard narcotics and evenings spent in black magic debauchery.” Den ganzen Artikel lesen… »
13 Juli
Gary Numan spielt "Cars" mit Autohupen
Wer viel Phantasie hat wird sich irgendwann mal die Frage gestellt haben, wie es sich wohl anhört, wenn Gary Numan seinen Synthie-Hit Cars mit Hilfe von Autohupen spielt. Ein Hersteller von Autobatterien wollte dieser Phantasie nachgehen und hat Gary Numan dazu animiert, seinen Hit Cars mit einem an die Autos gekoppelten Synthesizer zu spielen. Dabei werden mir einige Dinge klar: Gary Numan kann immer noch richtig gut böse gucken, Kajal steht manchen Männern besonders gut zu Gesicht und Autobatterien nach Filmtiteln zu benennen gibt es nur in den USA. Wem das Original doch lieber ist, dem sei dieses Video bei YouTube an das schwarze Herz gelegt.(via De:Bug)
12 Juli
Man in Black: Johnny Cash
Nicht immer bekommt man Antworten dort, wo man sie vermutet. Nicht immer haben die, die Fragen stellen, auch wirklich nach Antworten gesucht.
In den frühen 70er fragten begann Country-Sänger Johnny Cash nur noch in schwarzer Kleidung aufzutreten, was im extremen Gegensatz zu dem stand, was andere Musiker dieses Genre in ihren kitschig-bunten Hemden darstellten. Cash, der sich unangepasst und rebellisch in einem Genre bewegte das einen Teil des amerikanischen Way-of-Life symbolisiert, blieb sich und seiner Sicht der Dinge treu und sorgte so selbst dafür, das man ihn Ende der 80er als Künstler der Country-Szene ignorierte. Mitte der 90er startet er dann ein von Rick Rubin produziertes Comeback, in der er unter dem Titel „American Recordings” seiner düsteren Grundintention folgt.
Bis zu seinem Tod 2003 veröffentlicht er vier Alben die von den Symptomen seiner Krankheit geprägt den Untergang einer Legende begleiten. Auch in diesen letzten Werken vor seinem Tod widmet er sich den dunklen Bereichen des menschlichen Lebens. Coverversionen des NIN Klassikers Hurt oder dem Song The Mercy Seat von Nick Cave setzten ein weiteres Zeichen seines Schaffens und der Nähe zu unangepassten Themen am Rande der Gesellschaft. Den ganzen Artikel lesen… »
11 Juli
Ohne Worte: Todessehnsucht wird überbewertet
Todessehnsucht wird überbewertet. Das innige Verlagen nach dem was man liebt oder begehrt ist zuweilen verbunden mit dem schmerzhaften Gefühl, das Verlangen nicht befriedigen zu können. Der Tod ist jedoch das Ende der Sehnsucht ohne die Aussicht das Verlangen jemals stillen zu können. Sollte man sich nach etwas sehnen, was der Tod der Sehnsucht selbst ist? (via This isn’t happiness)


