6 April

CSS Naked Day - Der Countdown läuft

Kategorie: Vernetzt4 Kommentare

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Wie ich bereits in die­sem Arti­kel ange­kün­digt habe, nehme ich diese Jahr am CSS Naked Day Teil und beraube damit diese Inter­net­seite ihres Designs. Ich mach sie ein­fach mal nackig. Frei nach dem Motto: Gute Inter­net­sei­ten sind auch ohne Design les­bar, soll diese Aktion das Ver­ständ­nis und die Akzep­tanz der Web­stan­dards fördern.

Ein biss­chen Angst habe ich ja schon, schließ­lich geht bei­nahe zeit­gleich ein über­ar­bei­te­tes Design online, das ich gründ­lich über­ar­bei­tet habe. Neben vie­len Ver­bes­se­run­gen am Code des Design fin­den sich auch zahl­rei­che Ände­run­gen am XHTML, sowie eine grund­er­neu­erte Kom­men­tar­funk­tion, die dann auch Fit für die 2.7er Funk­tio­nen ist und eine modi­fi­zierte Sei­ten­leiste. Natür­lich wer­det ihr davon erst­mal nichts mit­be­kom­men, schließ­lich ist Spon­tis ja erst­mal nackig und in vol­ler Pracht ohne Kla­mot­ten zu betrach­ten.  Ich wollte es nur noch­mal erwähnt haben, nicht das sich noch jemand wun­dert und mir eine ent­rüs­tete E-Mail schreibt. Nach­dem der Naked Day dann abge­schlos­sen ist, gehen die neuen Funk­tio­nen an den Start, die zeit­gleich mit mei­ner Initia­tive Vali­des Word­Press ein­her­ge­hen. Daher sind die gra­vie­rends­ten Ände­rung unter der Motor­haube und wer­den vom Otto-Normal-Besucher wohl­mög­lich über­haupt nicht wahr­ge­nom­men.  Es wird also sehr viel neues geben und eine Menge nack­ter Tat­sa­chen Blogs, ich bin mir also sicher, das etwas schief­ge­hen wird, aber was wäre das Leben ohne ein biss­chen Risiko :)

Nach­dem alle Teil­neh­mer lange war­ten musste, ist das Regis­trie­rungs­for­mu­lar jetzt end­lich erreich­bar um die eigene Seite ein­zu­tra­gen. Um sel­ber teil­zu­neh­men, lest euch am Bes­ten den bereits geschrie­be­nen Arti­kel durch, instal­liert das ent­spre­chende Word­Press Plu­gin und zieht euch auch aus, am 9. April 2009!


5 April

Leute die lebten, als seien sie schon Tot

Kategorie: Schwarze Szene18 Kommentare

Eigent­lich ist es doch egal, wel­che Lei­den­schaft man hat, passt diese nicht zum aktu­el­len Zeit­geist der Gesell­schaft erfährt man eine Aus­gren­zung, gerade wenn man seine Mit­men­schen damit gewollt oder unge­wollt kon­fron­tiert. »Meis­tens schauen wir nicht erst und defi­nie­ren dann, wir defi­nie­ren erst und schauen dann.«  Von Kli­schees kann sich nie­mand frei­spre­chen, ich behaupte, das jeder irgend­ein Vor­ur­teil mit sich her­um­schleppt, sei es aus per­sön­li­chen Erfah­run­gen oder nega­ti­ven Erleb­nis­sen. Der Schritt vom Kli­schee zur eige­nen Mei­nung machen sich viele zu leicht. Anstatt sich zu infor­mie­ren über­neh­men sie das Kli­schee, oder sind zu ver­bohrt die per­sön­li­chen Ein­drü­cke zu hinterfragen.

Von den größ­ten Irr­tü­mer über Gothics habe ich ja bereits berich­tet, aber woher stam­men die eigent­lich? Deutsch­land Februar 1989, als die eigent­li­che Gothic-Szene schon ein sin­ken­des Schiff war, wollte die Medien mit Berich­ten über eben diese für Zuschauer sor­gen.  Trau­rig, das Ste­fan Aust, ehe­ma­li­ger Spiegel-Chefredakteur, der für seine groß­ar­tige Recher­che zum Baa­der Mein­hof Kom­plex einige Preise ein­kas­siert hat, sich her­gibt einen sol­chen Schund­be­richt anzu­sa­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 April

Blogparade: Robert, die dunkle Niete

dunkle-nieteWas lange währt wird end­lich gut, habe ich schon daran gezwei­felt das es mal wie­der eine nicht musi­ka­li­sche Blog­pa­rade gibt, die mich reizt hat Konna seine erste und sehr inter­es­sante Blog­pa­rade ins Leben geru­fen. Gut gemacht Konna. Blog­ger als Sam­mel­kar­ten? Ich weiß nicht, irgend­wie erin­nert mich das an meine Jugend.

Zur WM 1986 hatte ich noch ein Sam­mel­al­bum von Panini, in dem ich die Bil­der aller Fuß­bal­ler ein­kle­ben konnte. Auf dem Schul­hof ent­wi­ckelte sich ein reger Tausch­markt der gerade am Kiosk gekauf­ten Bild­chen. In spek­ta­ku­lä­ren Wett­be­wer­ben haben wir um die Kar­ten gekämpft, Kar­ten­sch­nib­beln war eine Pas­sion. In Zei­ten von Pokémon the Magic: The Gathe­ring gibt es Sam­mel­kar­ten die neben dem Bild des Prot­ago­nis­ten auch noch des Eigen­schaf­ten und Cha­rak­ter­li­chen Merk­male auf­zei­gen. So ähnlich wie beim Quar­tett, nur ohne Autos. Nun möchte Konna, das ich mich selbst auf eine die­ser Kar­ten beschreibe. Dazu hat er eine Vor­lage ins Netz gestellt, die in Größe und Form bei­be­hal­ten wer­den sollte, sonst aber frei gestal­tet wer­den kann. Bis zum 19.04.2009 kannst auch DU mitmachen.

Selbst­ver­ständ­lich mache ich da mit! Aber anstatt irgend­wel­che Weichflöten-Bilder der eige­nen Per­son aus­zu­gra­ben, die mög­lichst neu­tral und nichts-sagend in die Kamera gucken habe ich mich ent­schlos­sen mei­nem inners­ten nach­zu­ge­hen und ein ent­spre­chend Furcht­ein­flö­ßen­des Bild gemacht, dem auf­grund sei­ner Härte bei­nahe die Kamera zum Opfer gefal­len wäre. Irgend­wie doof, das meine Kamera nur 8 MP (Män­ner­punkte) aus­hält, für meine Wenig­keit bräuchte ich min­des­tens 50 MP.


2 April

Kommunikationslosigkeit

Kategorie: Ansichtssache7 Kommentare

verkabelung-002Es ist zum aus der Haut fah­ren. Egal wie man es plant, ein­rich­tet oder sich aus­denkt, irgend­was pas­siert ja immer. Murphy´s Law. Etwa vor 4 Wochen habe ich Über­le­gun­gen ange­stellt, mei­nen Tele­kom Anschluss zu wech­seln, die Enter­tain Masche, da wollte ich dabei sein, schließ­lich gibt es ja jedes Menge Ner­di­ges Zeug, wie die­sen T-Home Media Recei­ver 300, der mit einer Fest­platte aus­ge­rüs­tet ist und auch lau­fende Pro­gramme auf­neh­men und zeit­ver­setzt wie­der­ge­ben kann. Dazu eine schnelle Inter­net­lei­tung und einen Rou­ter, so habe ich mich durch alle For­mu­lare durch­ge­klickt und das Paket bestellt. Schlau wie ich bin sein wollte, habe ich aber gleich nach Abschluss den höher­wer­ti­gen Rou­ter dazu­ge­nom­men, weil die­ser ja neben eini­gen nütz­li­chen USB Schnitt­stel­len auch noch schnel­les WLAN beherrscht.

Es kam natür­lich anders. Irgend­wann bekam ich Post mit Zugangs­da­ten für die ich über­haupt noch keine Geräte beses­sen habe. Dann ruft ein ver­stör­ter T-Com Tech­ni­ker an und fragt mich ob ich die Hard­ware schon hätte, denn er wolle los­le­gen. Das war letz­ten Frei­tag. Als ich dann am Mon­tag die­ser Woche von der Arbeit nach Hause gekom­men bin und gepflegt im Netz chil­len wollte, hat es mich eis­kalt erwischt. Inter­net aus, tot, gestor­ben. Obwohl ich ja mit dem Tod als sol­ches gut umge­hen kann, kommt er in die­sem Fall zu uner­war­tet.  Ein Tritt in die Magen­grube der Kom­mu­ni­ka­tion. Nach­dem ich mich geis­tig über­ge­ben hatte, rea­li­sierte ich das Unglück, der T-Com Tech­ni­ker hatte die Lei­tung bereits umge­stellt und ich hatte noch keine Hard­ware, er konnte hald nicht war­ten irgend­wie.  Sollte kom­men, so ver­sprach man mir an der Kun­den­hot­line, raus­ge­gan­gen wäre es schon das hei­lige Paket

Nach­dem dann ges­tern DHL zu mir nach Hause kam und ich nicht da war, konnte ich mir das Paket mit der Hard­ware heute abho­len, also noch ein Tag Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lo­sig­keit. Jetzt bin ich zuhause ange­kom­men und habe natür­lich erst­mal has­tig das Paket auf­ge­ris­sen und voll­kom­men übereilt ver­ka­belt (siehe Bild) nur um ins Netz zu kom­men, die Dusche muss auf mich war­ten. Irgend­wie Krank, ob ich mich mal The­ra­pie­ren las­sen sollte? In Zei­ten der hoch­mo­der­nen Kom­mu­ni­ka­tion, in der die eigene ver­armt wird deut­lich, wie abhän­gig man doch von die­sem Medium ist. Fern­se­hen ist mir egal, Tele­fon eigent­lich auch, aber das Netz?

Für mich ist das Inter­net schon Gebrauchs­ge­gen­stand gewor­den und weit über eine Form der Kom­mu­ni­ka­tion hin­aus. Ich glaube ich sollte anstän­dig reflek­tie­ren, in mich gehen und mich wie­der auf alte Werte besin­nen. Viel­leicht auch mal wie­der ein Buch lesen, oder die Garage auf­räu­men, Duschen müsste ich ja auch noch, geht ja alles auch ohne. Aber erst­mal drü­ber Blog­gen, das muss schon sein :) Schließ­lich bist DU lie­ber Besu­cher sicher­lich besorgt gewe­sen und hast einen Auf­klä­rung verdient.


1 April

Improve Everywhere: Beerdigung am ersten April

Kategorie: Schwarze Szene8 Kommentare

Beerdigung

Schön das der erste April end­lich vor­bei ist, auf­ge­setzte Späße auf Kos­ten ande­rer sollte nicht nur an einem Tag des Jah­res breite Zustim­mung fin­den. Das Team von Improve Ever­y­where ist bekannt für seine sorg­fäl­tig auscho­reo­gra­fier­ten Flashmo­bähn­li­chen Atta­cken auf unschul­dige Pas­san­ten. Mit wit­zi­gen und spek­ta­ku­lä­ren Aktio­nen konn­ten sich die Macher einen fes­ten Platz in mei­nem heiß begehr­ten Feed-Reader ergat­tern. Das eine Beer­di­gung nicht immer im engs­ten Kreis der Fami­lie statt­fin­den muss, ist nicht nur hier ein Begriff. Was aber wenn plötz­lich 30 wild­fremde Men­schen der Beer­di­gung eines guten Freun­des bei­woh­nen? Aus einer lang­wei­li­gen Beer­di­gung ein Ereig­nis machen, das allen Trau­ern­den noch lange im Gedächt­nis blei­ben wird?

In Mexiko wäre das nicht wei­ter schlimm, denn nir­gendwo sonst wird eine Beer­di­gung bun­ter, lau­ter und schril­ler gefei­ert. Aber in der west­lich beein­fluss­ten Rest­welt? Ein durch­aus inter­es­san­ter Ansatz, den sich die 30 Prot­ago­nis­ten aus­ge­dacht haben, auch wenn es sich letzt­end­lich als April­scherz her­aus­ge­stellt hat. Denn es erschien doch zu absurd, eine wild­fremde Beer­di­gung zu stür­men, spä­tes­tens bei den Kame­ras hätte man stut­zig wer­den sol­len. Wer aber einen Blick in die Kom­men­tare wirft stellt schnell fest, das es neben vie­len Anhän­gern auch Kri­ti­ker auf den Plan ruft, die allein die Idee schon wie­der für unmög­lich hal­ten. Es bleibt also ein durch­aus gelun­ge­ner April­scherz mit einer ein­deu­ti­gen Mes­sage, Trauer ist ein Teil unse­res All­tags und muss nicht immer auf die glei­che Weise zele­briert wer­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 März

Die legendärsten musikalischen Kracher der 8Bit Ära

Kategorie: Vernetzt5 Kommentare

Ange­sta­chelt durch diverse Bei­träge mit dem Thema 8 Bit Musik, die ich schon vor gerau­mer Zeit bei der Gedan­ken­de­po­nie und bei Nerd­core gele­sen habe, ent­schloss ich mich kur­zer­hand den ver­staub­ten Emu­la­tor für den C64 wie­der zum Lau­fen zu brin­gen. Unwei­ger­lich bin ich auch bei der Musik, den typi­schen 8 Bit Klän­gen hän­gen­ge­blie­ben. Aber was ist das eigentlich?

Als der C64 Com­mo­dore im Januar 1982 sei­nen kur­zen aber hef­ti­gen Höhen­flug star­tete waren Com­pu­ter eher etwas für Wis­sen­schaft­ler und Freaks, doch der C64 sollte auch die deut­schen Kin­der­zim­mer revo­lu­tio­nie­ren.  Revo­lu­tio­när war nicht nur der ganze Com­pu­ter son­dern vor allem der inte­grierte Sound­chip SID 6581 (spä­ter 8580), der dem C64 zur dama­li­gen Zeit unge­ahnte musi­ka­li­sche Fähig­kei­ten ver­lieh. Der ein­fa­che Auf­bau und der hohe Ver­brei­tungs­grad des C64 sorgte zum eine nie dage­we­sene Popu­la­ri­tät unter Hob­by­mu­si­kern und Tüft­lern. Spiele wie Defen­der of the Crown habe ich geliebt und bin schon 1985 auf den Geschmack des Alter­tums gekom­men, beim Tur­nier­rei­ten habe ich aber immer ver­sagt, die Herr­schaft über ganz Eng­land blieb mir ver­sagt. Ich ver­mute, der C64 ist rein musi­ka­lisch so ein Erfolg gewor­den, weil er rein klang­lich dem dama­li­gen Trend zur Syn­t­hie­mu­sik ent­sprach und so wenig Mög­lich­kei­ten hatte Musik zu machen. Die Kom­po­nis­ten muss­ten sich so auf das Wesent­li­che der Musik kon­zen­trie­ren, Melo­die und Harmonie.

Die meis­ten Spiele, die ich geliebt habe konn­ten nicht unbe­dingt mit guter Musik punk­ten, dafür mit gutem Spiel­prin­zip und tol­ler Geschichte. Einige Klas­si­ker aber sind mir vor allem wegen der Musik im Gedächt­nis geblie­ben und sol­len sich hier in einer Top 5 wiederfinden.

#5 — The Last V8

last_v8_cover»Der letzte Welt­krieg vor 7 Jah­ren hat die Zivi­li­sa­tion ver­nich­tet, die Erd­ober­flä­che ist ein radio­ak­ti­ves Schlacht­feld, der nukleare Win­ter nimmt ab. Es ist jetzt das Jahr 2008 und es gab kaum Über­le­bende. Als Wis­sen­schaft­ler hast Du in einem tie­fen Atom­bun­ker an einem gehei­men Mili­tär­pro­jekt gear­bei­tet und über­lebt. Du hat­test genug Zeit an Dei­nem eige­nen Spe­zi­al­pro­jekt zu arbei­ten: The Last V8. « Ja! Eine nahezu Men­schen­leere Erde? Was für man­che Alb­traum ist, könnte einer mei­ner Wunsch­vor­stel­lun­gen sein, manch­mal jeden­falls. Gespielt habe das Spiel höchs­tens 5mal, gehört 100mal, denn der legen­däre Track von Meis­ter Rob Hub­bard ver­leiht dem Spiel den Kult­sta­tus den es braucht, denn wirk­lich zu schaf­fen war es ja nicht, dazu war es ein­fach viel zu schwer. Wahr­schein­lich war ich auch ein­fach nur zu unge­schickt oder zu unge­dul­dig, frü­her habe ich immer gesagt, daß das Spiel feh­ler­haft war oder der Joy­stick nicht funk­tio­nierte wenn ich mal wie­der von der Strasse abge­kom­men bin. Die Story ist auf jeden Fall sehr gelun­gen und bestimmt an die frü­hen Mad Max Filme ange­lehnt, was ihm einen zusätz­li­chen Reiz beschert, denn das war ein ganz beson­de­rer Film mit Mel Gib­son als er noch jung und kna­ckig war :)

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28 März

Ich habe Maureen Connolly überlebt!

Kategorie: Vernetzt2 Kommentare

Dead at your Age

Der Tag ist geret­tet. Von jetzt an kann es ja nur noch berg­auf gehen. Die Tal­sohle ist durch­schrit­ten und der Auf­stieg scheint mühe­los. Ich habe Mau­reen Con­nolly über­lebt, bin älter gewor­den, gereift und befinde mich in der Blüte mei­nes Seins. Woher ich das weiß?

Am Hori­zont der unnüt­zen Inter­net­sei­ten ist mir ein neuer Stern erschie­nen, denn auf Dead at your Age kann man nach der Ein­gabe sei­nes Geburts­da­tums in Erfah­rung brin­gen, wen man bereits über­lebt hat, wer also kurz bevor du dein jet­zi­ges Alter erreicht hast, gestor­ben ist. Immer­hin bie­tet die Seite dann auch noch zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen, wie die letz­ten Worte gro­ßer Per­sön­lich­kei­ten, Lie­der des Todes und natür­li­che die obli­ga­to­ri­schen Google Ange­bote zum Thema. Was mir das bringt?

Das bringt sowas von rein gar nicht, das es schon wie­der so absurd ist, das ich daür­ber schrei­ben möchte. Nen­nen wir es Impul­siv­blog­gen, ein­fach so aus dem Bauch her­aus. Außer­dem ist das Thema der Tod, also Grund genug für mich alten Gru­fie der Sache auf den Grund zu gehen, schließ­lich muss ich ja von Zeit zu Zeit wenigs­tens ein Kli­schee erfül­len, sonst zweifle ich noch an mei­ner Glaub­wür­dig­keit.
In Zei­ten von qua­li­ta­ti­ven Blog­gen gilt es wie­der ein­mal die Balance zu fin­den zwi­schen dem ver­mit­teln von Infor­ma­tio­nen (oder even­tu­ell Wis­sen) und der Unter­hal­tung. Edu­tain­ment könnte man dazu sagen und das wurde bestimmt auch so schon mal gesagt. Aber das würde zu Weit gehen, den Wis­sen­lü­cken müs­sen erst ent­ste­hen, bevor man sie fül­len kann. Auch blöd. Mehr­wert? Das Album von Anne ClarkThe smal­lest Acts of Kind­ness (2008) das heute mor­gen in mei­nem Brief­kas­ten steckte, ist sehr gelun­gen, obwohl sehr melo­disch und klingt sehr ent­wi­ckelt, passt aber prima zu die­sem Ein­trag. Die Sin­gle Aus­kopp­lung Moon, kann ich nur emp­feh­len, passt auch prima zu die­sem Ein­trag und wer­tet die­sen von gefühl­ten 0 auf 100% auf. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 März

SO36 - 30 Jahre ohne Mauer sind genug!

Kategorie: Schwarze Szene1 Kommentar

SO36 Berlin

Geschichts­träch­ti­ger Boden die­ses SO36. Als eines der Kno­ten­punkte der deut­schen Punk und New Wave Szene erlangte der nach dem Ber­li­ner Post­be­zirk benannte Ver­an­stal­tungs­ort zu inter­na­tio­na­lem Ruhm. Eigent­lich jede Band, die zu die­ser Zeit etwas zu sagen haben wollte, konnte nicht vor­bei.  Als Ver­an­stal­tungs­ort nahm das SO36 am 13. August 1978 mit einem zwei­tä­gi­gen Mau­er­b­au­fes­ti­val ((Zum iro­ni­schen Geden­ken an den Bau der Ber­li­ner Mauer am 13. August 1961) sei­nen Betrieb auf, bei dem unter ande­rem Male, S.Y.P.H., DIN-A-Testbild, PVC und Mit­tags­pause auf­spiel­ten. Nach zahl­rei­chen Besit­zer­wech­seln und einer 3 jäh­ri­gen Haus­be­set­zung wurde das SO36 1987 von der Poli­zei geräumt. Erst 1990 wurde der Laden reno­viert und hat sich bis heute zu einem Zen­trum der Ber­li­ner Kul­tur­szene ent­wi­ckelt, in dem immer wie­der neue musi­ka­li­sche Strö­mun­gen ihre Geburts­stunde fei­ern. Der Film So war das SO 36 spie­gelt das Bild der Zeit von 1979 bis 1984 wohl am besten.

Jetzt, wo das SO36 erwach­sen gewor­den ist, soll es geschlos­sen wer­den. Nach über 30 Jah­ren geht den Nach­barn nun der Lärm auf den Geist, eine Auf­lage zu Lärm­re­du­zie­rung der Stadt Ber­lin erfor­dert einen tie­fen Griff in den Geld­beu­tel, den sich die Betrei­ber nicht leis­ten kön­nen. Schall­schutz­mauer kos­ten Geld und sol­len daher durch einen Spen­den­auf­ruf SO36 bald ohne SO36? zusam­men­ge­tra­gen wer­den um den alt­ehr­wür­di­gen Ver­an­stal­tungs­ort vor der Schlie­ßung zu bewah­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 März

Release the Bats - 20 mal Gothic Musik?

Kategorie: Dunkle Klänge9 Kommentare

Defi­niert sich Gothic Musik nur über die 80er? Eine Frage, der auch Luke Lewis, Jour­na­list und Blog­ger des eng­li­schen Musik­ma­ga­zins NME nach­geht. Gibt man bei last.fm den Such­be­griff Goth ein, so gibt es eine Liste der übli­chen Ver­däch­ti­gen, Sis­ters of Mercy, Bau­haus, Sioux­sie & The Bans­hees und die Fields of the Nephilim. Dabei ist das alle Musik, die ein­mal war und nicht mehr ist. 80s Goth meint Lewis ganz treffend.

Ganz unrecht hat er ja nicht, die ers­ten Musi­k­er­geb­nisse, die man unter dem Begriff Goth fin­det sind eine musi­ka­li­sche Zeit­reise in die frü­hen 80er. Natür­lich ist das eine ein­sei­tige Ansicht, denn last.fm stellt die Popu­lärs­ten Titel dar und defi­niert nicht eine Musik­rich­tung. Was also Goth ist, ent­schei­den die User. Daher wun­dert es nicht das neue, aktu­elle und der Idee Goth gerecht wer­dende Lie­der eher aus­ge­blen­det erschei­nen. Dazu kommt, das der Begriff als sol­ches alt­ba­cken ist und durch viele neue Musik­rich­tun­gen ergänzt wurde, Gothic ist mehr ein Ober­be­griff als eine eigen­stän­dige Musik­rich­tung geworden.

Lewis hat sich also hin­ge­setzt und seine Defi­ni­tion der 20 größ­ten Goth­tracks zusam­men­ge­stellt, die sei­ner Ansicht nach die Vision und die Idee hin­ter dem Begriff Gothic bes­ser reprä­sen­tie­ren. Release the Bats — It’s The 20 Grea­test Goth Tracks ist aber den­noch nur eine, mei­ner Mei­nung nach, eigene Sicht auf die Dinge des Luke Lewis. Ob Mari­lyn Man­son wirk­lich den Goth von heute reprä­sen­tiert, lasse ich mal dahin gestellt. Seine Aus­wahl ist sicher­lich keine schlechte und offen­barte auch für mich einige neue Stü­cke, doch ob sie das zeigt was hin­ter Gothic steckt? Gothic ist ein Begriff der 80er, es ist also mehr als legi­tim, das er sich durch Musik der 80er defi­niert, denn selbst Lewis Top 20 kommt nicht ganz ohne die Klas­si­ker aus. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 März

Pflaster für Dunkelhäutige - Reloaded

Kategorie: Ansichtssache7 Kommentare

brown-fingersIm Dezem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res 2008 berich­tete ich in mei­nem Blo­g­ar­ti­kel Fund­sa­che: Pflas­ter für Dun­kel­häu­tige über die unglaub­li­che und unmög­li­che Ver­pa­ckung eines Pflas­ters für Dun­kel­häu­tige Men­schen. Kurz dar­auf hat sich Tho­mas aus­führ­lich Gedan­ken zur rich­ti­gen Begriff­lich­keit gemacht, denn Dun­kel­häu­tige oder Schwarze, irgend­wie hat man das Gefühl, es klingt immer irgend­wie falsch. Am 5. März die­ses Jah­res fand sich dann ein neuer Kom­men­tar unter die­sem Bei­trag, in dem eine Bea­trice Pfis­ter doch tat­säch­lich behaup­tete, sie sei die Erfin­dern des beschrie­be­nen Pflas­ters zu sein und habe mit dem Ver­pa­ckungs­de­sign des Her­stel­lers nichts zu tun. Ein nicht funk­tio­nie­rende Link stärk­ten in mir die Annahme, das die­ses Kom­men­tar nicht der Wahr­heit entspricht.

So habe ich eine Weile recher­chiert und nach­ge­forscht. Offen­bar han­delte es sich bei der Ein­gabe der Home­page von Bea­trice um einen Tipp­feh­ler, denn in der Tat betreibt sie eine ent­spre­chende Web­seite, auf dem sie eben die­ses Pflas­ter auf eine ganz andere Weise bewirbt. Nach­dem ich ihr eine per­sön­li­che E-Mail geschrie­bene habe, auf die ich auch prompt Ant­wort bekam war ich von der Echt­heit ihrer Aus­sage überzeugt.

In der fol­gen­den und inter­es­san­ten Dis­kus­sion im ursprüng­li­chen Bei­trag, erläu­tert sie ihre Ziele und die Idee hin­ter dem Pflas­ter genauer, es wird deut­lich wie nega­tiv sich diese Ver­pa­ckung auf ihr Image aus­ge­wirkt hat und wie geschä­digt sie sich dadurch fühlt. Ihre eigent­li­che Ziel­gruppe, die 8 Mil­lio­nen euro­päi­schen Schwar­zen (und damit ist dies­mal die Haut­farbe gemeint), haben sich ent­spre­chend dafür bedankt. Auf der Suche nach einem geeig­ne­ten Her­stel­ler für ihre Idee befand man bei Hansa­plast, ihre Idee hätte keine Markt, so das sie dann bei Chemo­plast gelan­det ist, der das Ver­pa­ckungs­de­sign ohne ihr Wis­sen änderte und für ent­spre­chen­des Desas­ter sorgte. Das die allein­er­zie­hende Mut­ter von die­sem Vor­ge­hen nicht begeis­tert war, brau­che ich wohl nie­man­dem näher zu erläutern.

Ich habe die Idee und das Patent, Chemo­plast ist ein Ver­trieb und fand die Idee gut, net­ter­weise pro­du­zierte er auf seine Kos­ten die ers­ten Stück. (nach 5 J. Suche end­lich jen­mand der den Mut hatte.) Dann die schlechte Ver­pa­ckung. Ich konnte eine andere Packung mini­mal — mit bejeal-LOGO mit­be­ein­flus­sen. Ich bat ihn immer wie­der instän­dig diese dis­kri­mi­nie­rende Ver­pa­ckung samt Wort­laut nicht zu dru­cken, spä­ter dann, nicht zu ver­kau­fen. Er wei­gerte sich. Ich glaube er bekam paar »böse« Briefe von paar Leu­ten. Jetzt hat er auf sei­ner Home­page eine Packung (gezeich­nete Hand m. Pfl.) ent­wor­fen ohne !! Absprache.
Diese »neue« Packung ver­kauft er ohne das ich davon etwas erfuhr (sowie lose Pflas­ter an Groß­ab­neh­mer). Frech meinte er beim letz­ten Tele­fo­nat das er »seine « und Ich »meine« ver­kaufe. Aller­dings gab ich bei Inter­view­tex­ten und kos­ten­freie Anzei­gen und mei­nen Kon­tak­ten ihn als Bezugs­adresse an. Klar, hatte ja keine andere Wahl. Wie mich alles quält zeigt sich an schlaf­loen Näch­ten, heute schlief ich um halb 5 ein. Ich bin allein­er­zie­hende Mut­ter und habe viel Geld für Patente inves­tiert, anfal­lende Gebühen,Musterpackungen ver­sen­den, Rei­sen ect. Ich wäre froh es fin­det sich jemand ver­trauen– und ver­ant­wor­tungs­be­wuß­tes die­ses Pflas­ter nicht zu ver­ram­schen und seriös zu pro­du­zie­ren. Chemo­plast hat super Kon­takte wg.seiner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung und Mes­se­prä­senz inter­na­tio­nal. Diese Pflas­ter wer­den TÜV geprüft und in China (lei­der, aber alle las­sen dort ihre Pflas­ter pro­du­zie­ren!) hergestellt.

Ich finde, Bea­trice Pfis­ter hat gezeigt, das sie den offe­nen Dia­log sucht und zu min­des­tens mich von ihrem Pro­dukt über­zeugt, auch wenn ich die fal­sche Haut­farbe habe. Wie­viel Herz hin­ter die­ser Idee steckt wird in der Emo­tio­na­li­tät ihrer Bei­träge deut­lich. Wie schwer man es heut­zu­tage hat, eine gute Idee an seine Ziel­gruppe zu brin­gen, kann ich wohl nicht nach­voll­zie­hen, zumal das ganze auch eine exis­ten­zi­elle Grund­lage bie­ten soll. Bea­trice steu­ert nun ent­ge­gen und bie­tet die Pflas­ter selbst zum Ver­kauf an und wagt damit einen neuen Anfang den ange­schla­ge­nen Ruf ihrer Idee wie­der in Ord­nung zu brin­gen. Einen ent­spre­chen­den objek­ti­ven Blo­g­ar­ti­kel bin ich ihr schul­dig, das sie irgend­wann mit ihrer Idee Erfolg haben wird, davon bin ich überzeugt.

Inzwi­schen hat die Firma Chemo­plast (die nun unter dem neuen Namen WUND­med agiert) das Packungs­de­sign wie­der ver­än­dert, wohl­mög­lich, um sich aus der Schuss­li­nie der Dis­kus­sio­nen zu nehmen.