14 Mai

Das Leben in einer Minute

Kategorie: VernetztKeine Kommentare

Chris Milk, der sich sonst für Musik­vi­deos stark macht bringt in sei­nem neu­es­ten Video im Kurz­film­for­mat Last Day Dream die Gedan­ken auf den Punkt. Was in dem berühm­ten Augen­blick, an dem das Leben im Ange­sicht des Todes an einem vor­bei­zieht, gesche­hen könnte — er bringt es mit die­sem Video auf den Punkt. Vor­aus­ge­setzt der Moment dau­ert eine Minute könnte er wohl mög­lich so aussehen:

Lässt sich ein Leben so zusam­men­fas­sen? Sind das die Dinge an die wir uns erin­nern? Wer weiß, schön wäre es jeden­falls, wenn uns das Gehirn kurz vor sei­nem Ende noch­mal eine so gelun­gene Zusam­men­fas­sung bringt. Auch schön, wenn man so ein gelun­ge­nes Leben hin­ter sich hat.


13 Mai

Matzke und Seeliger: Gothic!

Kategorie: WortkunstKeine Kommentare

Eine ganze Zeit lang habe ich gebo­ten und mit­ge­fie­bert, bis ich eine Aus­gabe von Gothic! in den Hän­den hal­ten durfte. Das Buch von Peter Matzke und Tobias See­li­ger das schon im Vor­feld immer wie­der als Stan­dard­werk für die deutsch Gothic-Szene ange­prie­sen wurde, sollte nun auch den Weg in mein Bücher­re­gal machen. Die Szene in Deutsch­land aus der Sicht ihrer Macher heißt es im Unter­ti­tel und diese Aus­sage ist Pro­gramm. Das Buch ist Bei­trags und Kurz­ge­schich­ten­mä­ßig auf­ge­baut und liest sich stel­len­weise wie ein Blog in Papierform.

Mit Bei­trä­gen von Bruno Kramm (Das Ich), Mozart (Umbra et Imago), Sven Fried­rich (Dre­ad­ful Shadows) und Tho­mas Rai­ner (L” Ame Immor­telle) sowie vie­len ande­ren nam­haf­ten Künst­lern gibt das Buch tat­säch­lich rein nament­lich einen guten Schnitt durch die schwarze Szene im Jahre 2000.

Peter Matzke  und Tobias See­li­ger machen in ihrem Vor­wort deut­lich, das es sich nicht um Kom­pen­dium han­delt das kei­ner­lei lexi­ka­li­sche Anspruch erhebt, son­dern beim dem nur die soge­nann­ten Macher der Szene zu Wort kom­men. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Mai

Blogger als Sammelkarte - Auswertung

dunkle-nieteDie lang erwar­tete Aus­wer­tung sei­ner ers­ten Blog­pa­rade ist end­lich da. Obwohl end­lich in die­sem Zusam­men­hang eher auf mei­ner Seite beruht, schließ­lich habe ich mir ordent­lich Zeit gelas­sen, bis ich diese Blog­pa­rade resü­miere. Über­legt habe ich eine ganze Weile, wie man so eine Parade am bes­ten aus­wer­ten kann, aus der Sicht des Teil­neh­mers jetzt. Die Zusam­men­fas­sung der Parade als sol­ches hat Konna ja schon par Exel­lence erle­digt, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Die Erstel­lung mei­ner Karte hat mir sehr viel Spaß berei­tet und damit hat Konna wohl sein sub­jek­ti­ves Ziel erfüllt. Ich finde die Idee sehr ori­gi­nell, auch wenn sie nichts mit Musik zu tun hat. Etwas über sich selbst zu ver­ra­ten, seine Stär­ken und Schwä­chen zu ken­nen kön­nen eine Grund­lage für eine erfolg­rei­che Karte sein, genauso wie für ein Bewer­bungs­ge­spräch. Da sollte man sich doch viel­leicht ein wenig ernst­haf­ter damit aus­ein­an­der­setz­ten. Obwohl er von der Reso­nanz über­rascht gewe­sen sein dürfte hat er sich die Arbeit gemacht, alle ent­spre­chen­den Blogs zu kom­men­tie­ren, den Arti­kel auf sei­ner Seite zu pfle­gen und die Bil­der in viel­fäl­ti­ger Art und Weise zusam­men­zu­stel­len. Wer sel­ber bloggt, weiß das es sich dabei um Arbeit han­delt — aber Konna ist und bleibt nun mal ein Gent­lem­an­blog­ger. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 Mai

Petition: Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten

petitionen

Seit dem 1. Sep­tem­ber 2005  hat man als Inter­net­nut­zer die Mög­lich­keit, Peti­tio­nen direkt beim Bun­des­tag Online ein­zu­rei­chen.  Bei einer Peti­tion han­delt es sich in ers­ter Linie um die Bit­ten von Bür­gern, Gesetze zu ändern, auf­zu­he­ben oder zu beschlie­ßen.  Eine prak­ti­scher Weg seine Mei­nung in Form einer Peti­tion kund zu tun. Arti­kel 17 des Grund­ge­set­zes macht es mög­lich, eben die­ses Grund­ge­setz, das uns auch vor der Zen­sur schüt­zen soll und gegen das gerade scharf geschos­sen wird.

Die am 22.04.2009 ein­ge­reichte Peti­tion gegen die Sper­rung von Inter­net­sei­ten ist die logi­sche Kon­se­quenz des Pro­tes­tes gegen den Geset­zes­ent­wurf, über den ich mich in die­sem Bei­trag bereits aus­ge­las­sen habe. Bis zum 16.06.2009 hat man Zeit zu par­ti­zi­pie­ren und sich anzu­schlie­ßen. Auf der Seite des deut­schen Bun­des­ta­ges heißt es dazu: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 Mai

Gruselmusik: Der talentierte John Carpenter

Kategorie: Dunkle Klänge2 Kommentare

John Car­pen­ter, der so betrach­tet wohl als gemüt­li­cher Opa durch­ge­hen würde, ist jedoch einer der talen­tier­tes­ten Fil­me­ma­cher der spä­ten 70er, der mit sei­nen zahl­rei­chen Horror-Filmen in den 80ern zur Legende mutierte. Seine Vor­liebe für das Hor­ror­genre spie­gelt sich in der Liste der Filme wie­der, bei denen er in irgend­ei­ner Art und Weise betei­ligt gewe­sen ist. Neben sei­ner Tätig­keit als Regis­seur und Pro­du­zent, schrieb er auch viele sei­ner Dreh­bü­cher selbst und hatte dar­über hin­aus noch eine ganz andere Pas­sion, die Film­mu­sik. Er ent­deckt schon früh die Syn­the­si­zer für sich und schrieb einige ein­dring­li­che und melo­di­sche Stü­cke, die bis zum heu­ti­gen Tage nichts an ihrem Reiz ver­lo­ren haben. Viele Remakes sei­ner Filme konn­ten dem Ori­gi­nal nicht das Was­ser rei­chen, mit Aus­nahme des 2007 erschie­nen Hal­lo­ween von Rob Zom­bie. Denn das Gru­seln ist nicht nur eine Film­phan­ta­sie, son­dern eine Leidenschaft.

Die gesamte Liste sei­ner Stü­cke und Filme würde wohl den Rah­men spren­gen, des­halb hier die für mich 4 bes­ten Movie­the­mes. Auf Wiki­pe­dia fin­det ihr den gesam­ten Umfang sei­nes Schaf­fens. Die Ori­gi­na­len Trai­ler zu den Fil­men bie­ten lei­der nicht die gesam­ten Stü­cke, des­halb habe ich sie als Gedächt­nis­stütze hin­ter dem jewei­li­gen Ein­trag ver­linkt. Ich bin mir sicher, das diese Songs beim ein oder ande­ren Erin­ne­rung her­vor­ru­fen wird. Ich jeden­falls höre die Songs nur wenn das Licht anbleibt.

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8 Mai

Von der Leyen zurück in die Mülltonne

Kategorie: Ansichtssache10 Kommentare

Die Sper­rung von Kin­der­por­no­sei­ten ist in aller Munde und wird in Deutsch­land heiß dis­ku­tiert. Grund genug für einige Poli­ti­ker unqua­li­fi­zierte State­ments zu tref­fen, die neben Halb­wahr­hei­ten auch eine Menge Gene­ral­ver­ur­tei­lun­gen ent­hal­ten. Am Bei­spiel von Ursula von der Leyen wird deut­lich, wie unsere aktu­elle Regie­rung mit den neuen Medien und Tech­no­lo­gien über­for­dert ist.  Der Wahl­kampf steht ins Haus, die Grü­nen haben heute mit ihrem Par­tei­tag begon­nen, man kämpft um jede Minute Aufmerksamkeit.

»Nur ver­sierte Internet-Nutzer mit kri­mi­nel­ler Ener­gie könn­ten künf­tig Sper­run­gen von Sei­ten mit kin­der­por­no­gra­fi­schem Inhalt umge­hen, hofft von der Leyen.« Eine sehr medi­en­wirk­same Aus­sage, die für viele Inter­net­nut­zer Mei­nungs­bil­den­der Zünd­stoff ist, denn viele Nut­zer wis­sen doch wie ein­fach man sich die Sache mit der Sper­rung machen will. Auf ver­schie­de­nen Video­platt­for­men wird ein­drucks­voll dar­ge­stellt, wie man diese Sperre kin­der­leicht in 30 Sekun­den umge­hen kann, damit ver­kommt diese Sperre zur Phrase. Es ist noch gar nicht so lange her, das die Minis­te­rin als Gast von Wet­ten, dass…? in eine Müll­tonne stieg, schade das sie da wie­der raus­ge­kom­men ist.

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3 Mai

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

WasseroberflaecheSo lau­tet das Sprich­wort. Stimmt irgend­wie, es sei denn ein Flug­zeug stürzt mit ent­spre­chen­den Pas­sa­gie­ren ab, oder ein Meis­ter hat als Hob­bie das Fall­schirm­sprin­gen für sich ent­deckt. Das ist aber nur blanke Theo­rie, oder Blöd­sinn, viel­leicht auch bei­des, das könnt ihr euch aussuchen.

Wie die meis­ten viel­leicht noch nicht wis­sen, besu­che ich seit etwa 4 Jah­ren die Abend­schule um vom Indus­trie­me­cha­ni­ker zum Indus­trie­meis­ter zu avan­cie­ren. Nach­dem ich meine Lehre been­det hatte und eine Weile durch die Welt­ge­schichte gezo­gen bin, war ich mir sicher, das kann noch nicht alles gewe­sen sein. So habe ich mich ent­schie­den noch ein­mal die Schul­bank zu drü­cken. Es ist wirk­lich schwer nach einer schu­li­schen Lern­ab­sti­nenz  4 Jahre habe ich jetzt durch­ge­hal­ten und biege nun auf die Ziel­ge­rade ein. Am 14. und 15.5.2009 habe ich meine schrift­li­che Abschluss­prü­fung vor der Indus­trie– und Han­dels­kam­mer zu Mön­chen­glad­bach, der 3 Wochen spä­ter noch ein­mal eine münd­li­che Prü­fung folgt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 April

Gedankengut in der Mittelalterszene

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare

Irgend­je­mand hat mir vor ein paar Tagen die letzte Aus­gabe des Kar­fun­kels mit­ge­bracht, einer ein­schlä­gi­gen Mit­tel­al­ter­zeit­schrift, die sehr geschicht­lich ori­en­tiert ist und schon immer mit gut recher­chier­ten Arti­kel bei mir punk­ten konnte. Wie es das Schick­sal einer Zei­tung in mei­nen Hän­den so ist, lan­dete auch der Kar­fun­kel auf der Toi­lette wo er nun immer wie­der für Geschäfts­ab­schlüsse ein­ge­setzt wird. So ent­ging mir auch der Leser­brief von Ott­mar S. aus Sin­del­fin­gen Darin schreibt es sinn­ge­mäß, daß das Mit­tel­al­ter als sol­ches von einem christ­li­chen Glau­ben getra­ge­nes und geist­li­ches Leben war und die Mit­tel­al­ter­bands ein vor­christ­li­ches und unpas­sen­des Lied­gut darbieten.

Lie­ber Ott­mar, auch wenn deine Ansicht sicher­lich nicht abwe­gig ist, so stellt sie sich für mich sehr ver­zerrt dar. Christ­li­che Musik aus dem Mit­tel­al­ter gibt es selbst­ver­ständ­lich in grö­ße­rem Umfang als die von Dir genannte unchrist­li­che Musik. Aber warum? Waren es nicht die Geist­li­chen und Gelehr­ten die der Schrift mäch­tig waren und dies als Pri­vi­leg für sich ver­ein­nahm­ten? So sind es eben sehr viel mehr geist­li­che und reli­giöse Lie­der, die den Weg auf Papier gefun­den haben und uns als sol­che über­lie­fert sind. Der ein­fa­che Bür­ger hatte doch gar keine Mög­lich­keit das Schrei­ben zu erler­nen und selbst­ver­ständ­lich auch keine Zeit, denn er war damit beschäf­tigt um das täg­li­che dasein zu kämp­fen. So kam es wie es gekom­men ist, die Bücher sind voll von christ­li­cher Musik des Mit­tel­al­ters. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 April

Musikperlentaucher - Tauchgang #03

Kategorie: Dunkle Klänge3 Kommentare

Tuxedomoon - No Tears

Das Stu­dium der elek­tro­ni­sche Musik ist tro­cke­ner und äußerst tech­ni­scher Stoff und führte Anfang der 80er für die bei­den Stu­den­ten Blaine L. Rei­nin­ger und Ste­ven Brown unwei­ger­lich zum New Wave, dem Musik­genre der elek­tro­nisch melo­di­schen Musik. 1977 grün­de­ten sie Tuxe­do­moon, die 1978 die EP No Tears ver­öf­fent­lich­ten, ohne jedoch damit son­der­li­che Auf­merk­sam­keit zu erre­gen. Das in den USA dafür kein Nähr­bo­den ist, erkann­ten auch Tuxe­do­moon 1980 und wech­sel­ten nach Europa, der Petri-Schale für den New Wave der 80er. Spä­tes­tens nach eini­gen Kon­zer­ten im Düs­sel­dorf Ratin­ger Hof und dem Ber­li­ner SO36 1981 war ihre Popu­la­ri­tät in den düs­te­ren Krei­sen Deutsch­lands legen­där. In Eng­land tour­ten sie mit Caba­ret Vol­taire und auch mit Joy Divi­sion, kurz bevor sich Ian Cur­tis das Leben nahm. Bei einem Work­shop für elek­tro­ni­sche Musik, bei dem sie sich als Dozen­ten ver­such­ten, war Marc Almond ein Teil­neh­mer. Die Zei­len »No Tears for the Crea­tures of the Night…« sind bis heute viel­deu­tige Beschrei­bung der schwar­zen Szene. Ein groß­ar­ti­ges Stück. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 April

Subkultur! - Horrorpunk

Kategorie: Hintergründe7 Kommentare

Misfits_logo»Hor­ror­punk ist die per­fekte Mischung aus Punk-Rock, Rocka­billy, Gothic und Heavy Metal, gepaart mit der Atmo­sphäre klas­si­scher Hor­ror­filme und dem Trash-Faktor der 50er Jahre Grusel-Comics. Hor­ror­punk ist düs­ter und sub­ver­siv aber gleich­zei­tig lebens­be­ja­hend und ein Garant für gute Laune« Schöne Zusam­men­fas­sung, nicht von mir son­dern von Thors­ten Wilms, Chef von Fien­d­force Records, einem der bekann­tes­ten Label für das Hor­ror­punk Genre. Aber eins nach dem anderen.

Mit dem Punk der 70er Jahre wurde alles das ver­wurs­tet, was pro­vo­zierte und anders war. Als die eng­li­sche Band The Dam­ned 1976 in das Horn der Dilet­tan­tis­mus blie­sen und ihren Punk spiel­ten, brach­ten sie eine ganz neue The­ma­tik in die Musik, den Hor­ror. Inspi­riert durch alte Hor­ror­filme und B-Movies brach­ten sie nicht nur typi­sche musi­ka­li­sche Ele­mente unter, son­dern schmück­ten auch sich mit Ele­men­ten der Filme. Strei­fen wie Nos­fe­ratu (1922) oder auch TV-Serien wie The Muns­ters und die Addams Family (1964) wir­ken nach heu­ti­gen Maß­stäbe eher lus­tig, sollte aber ein­mal Stil­prä­gend für den Hor­ror­punk wer­den. 1977 grün­de­ten sich The Mis­fits, bei denen sich all diese Dinge in einer ein­zi­gen Band mani­fes­tier­ten und damit den Grund­stein für das Genre Hor­ror­punk leg­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »