7 März

Laster und Passion - YouTube

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Ich rau­che nicht mehr, Alko­hol trinke ich auch nicht, manch­mal wünscht man sich ein Las­ter, obwohl man eigent­lich keins braucht. Als YouTube 2005 von den ehe­ma­li­gen Pay­Pal Mit­ar­bei­tern Chad Hur­ley, Steve Chen und Jawed Karim gegrün­det wurde, konnte nie­mand die Dimen­sio­nen abschät­zen, die es ein­mal errei­chen sollte.  Die Zugriffs­zah­len und der ver­ur­sachte Traf­fic stellt so ziem­lich alles in den Schat­ten, in jeder Minute wer­den rund 10 Stun­den Video­ma­te­rial hoch­ge­la­den. Ich emp­finde YouTube als Zeit­falle, wenn ich mich ein­mal durch die Videos kli­cke, gibt die Platt­form immer neue und wert­volle Schätze preis, die anschei­nend nur dar­auf war­ten von mir gese­hen zu wer­den. Stun­den­lang könnte ich mich dort her­um­trei­ben. Warum ich Youtube liebe? Weil es soviel ech­ter und wirk­li­cher wirkt als jedes Fern­seh­pro­gramm. Beispiel?

YouTube Preview Image

Das Video, das ich bei Nerd­core gefun­den habe, ist wohl das beste Bei­spiel. Mil­lio­nen Videos, einer fin­det es gut, publi­ziert ist und durch ent­spre­chende Ver­lin­kung ist die Ver­brei­tung in Win­des­eile garan­tiert. Auf der Geige zu spie­len und dabei auf einem Feder­stab zu sprin­gen wäre mir sicher­lich nicht eingefallen.

Eigent­lich gibt es immer etwas zu ent­de­cken, etwas zu recher­chie­ren oder ein­fach auch nur etwas zu lachen. Auf YouTube gibt es die ganze Welt in Bil­dern. Natür­lich soll das kein Lob­lied auf die mitt­ler­weile von Google auf­ge­kaufte Firma sein, denn sicher­lich hat diese Platt­form auch schlechte Sei­ten, aber Rau­chen ist auch gefähr­lich und zuviel Alko­hol eben­falls und nichts fällt dem Betrof­fe­nen leich­ter, als das auszublenden.


6 März

Ist Blogging der neue Journalismus?

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In der Regel befasse ich mich ja nur mit Blog­pa­ra­den, die sich mit Musik beschäf­ti­gen. Vor einer Weile ent­deckte ich den Bei­trag des Zement­blog, der sich mit der Frage beschäf­tigte, ob Blog­ging der neue Jour­na­lis­mus sei. Lange habe ich mich mit die­ser Frage her­um­ge­schla­gen, denn mit einem Jour­na­lis­ten ver­gli­chen zu wer­den möchte ich nicht, ich erhebe auch nicht den Anspruch die selbe Arbeit zu machen, oder authen­tisch zu sein. Im Gegen­zug habe ich aber auch ein mei­nes Erach­tens gesun­des Miss­trauen gegen­über der schrei­ben­den Zunft, denn viel zu oft wir­ken Arti­kel so, als wären sie nur aus Pflicht­er­fül­lung geschrie­ben wor­den um die Sen­sa­ti­ons­lust der ver­meint­li­chen brei­ten Masse zu befriedigen.

Blog­gen ist genau wie der Jour­na­lis­mus eine Form, Infor­ma­tio­nen zu ver­brei­ten. Anders als beim Jour­na­lis­mus geht es dem Blog­ger aber in ers­ter Linie um die per­sön­li­chen Erfah­run­gen, die eige­nen Gedan­ken und die selbst gebil­dete Mei­nung, hier ist der ursprüng­li­che Tage­buch­cha­rak­ter vie­ler Blogs zen­tra­ler Mit­tel­punkt. Es gibt aber mei­ner Mei­nung nach wich­tige Unter­schiede, die immer wie­der außer Acht gelas­sen wer­den und einen direk­ten Ver­gleich zusätz­lich hin­ken las­sen, auch wenn der man­che Blogs den Tage­buch­stil gänz­lich ver­las­sen haben. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 März

Schwarze Symbolik - 666

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Obwohl es nur eine Rei­hen­folge von mathe­ma­ti­schen Zah­len ist, haben eben diese eine beson­dere Bedeu­tung. Der Ursprung der Zahl 666 ist in der Offen­ba­rung des Johan­nes und bezeich­net eine urchrist­li­che Apo­ka­lypse aus dem ers­ten Jahr­hun­dert und wird dort auch Zahl des Tie­res genannt. Von die­sem Zeit­punkt an wird es okkult. Die Chif­frie­rung der Zahl als Namen eines beson­ders bösen Men­schen ist eine beliebte Theo­rie, der nicht nur die Römer, son­dern auch die Hebräer folg­ten.  Im Mit­tel­al­ter spra­chen Pole­mi­ker die Zahl des Tie­res dem Papst und dem damals amtie­ren­den Papst Bene­dikt XI. (1303–1304) zu und wird damit auch zum Sym­bol der Anti­kir­che erklärt. Mar­tin Luther spricht in sei­ner Bibel von 1545 sogar von der 666 jäh­ri­gen Dauer der Papstherrschaft.

Erst­ma­lige Ver­bin­dung mit dem Begriff des Anti­chris­ten bekommt die Zahl im Zusam­men­hang mit dem römi­schen Kai­ser Nero. Eigent­lich sollte Gott nach 42 Mona­ten der Schre­ckens­herr­schaft des Kai­sers kom­men, Nero über­wäl­ti­gen und die Sün­den­stadt Rom durch ein Feuer zer­stö­ren, letzt­end­lich zün­dete Nero seine Stadt wohl sel­ber an und benannte eine Soft­ware für das Bren­nen von Daten­trä­gern.  Für die heu­tige Okkulte Bedeu­tung der Zahl sind viel­fäl­tige Theo­rien ver­ant­wort­lich. Zen­trale Per­son in die­sem Zusam­men­hang stellt wie so oft Aleis­ter Crow­ley dar, der seine Briefe immer mit 666 zu signie­ren pflegte. Den Text eines berühm­ten Wer­kes will er durch Offen­ba­rung emp­fan­gen haben, nach­dem er 1904 im Ägyp­ti­schen Museum in Kairo mit einer Stele beschäf­tigt war, wel­che die Inven­tar­num­mer 666 trug. Seine Werke inspi­rier­ten viele Künst­ler, Musi­ker und Schriftsteller.

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Christ Illu­sion von Slayer

Dar­aus schlie­ßen wir, das 666 die Zahl des Anti­chris­ten ist und damit für das Böse steht. Popu­lär wurde es durch die unzäh­lige Musi­ker, die immer wie­der mit der Zahl ihre Alben schmück­ten. Iron Mai­den ver­öf­fent­lich­ten 1972 1982 ihr legen­dä­res Album The Num­ber of the Beast. Aphrodite´s Child ver­öf­fent­lichte 1972 ein Dop­pel­al­bum mit Musik von Van­ge­lis zur Johan­ne­s­of­fen­ba­rung mit dem Titel 666, die Band HIM ver­öf­fent­lichte eine EP mit dem Titel 666 Ways to Love und spielte das Lied Your Sweet Six Six Six auf ihrem Album Grea­test Love­songs Vol. 666. Am 6. 6. 2006 kam die Sin­gle Cult vom Album Christ Illu­sion der Metal­band Slayer her­aus, auf des­sen Cover ein ver­stüm­mel­ter Jesus Chris­tus mit der Zah­len­folge 666 auf der Brust zu sehen ist. Slip­knot singt in sei­nem Song The Her­etic Anthem (Ket­zer Hymne): „If you´re 555, the I´m 666.” Zuletzt ver­öf­fent­lichte Billy Talent 2007 ein Live­al­bum mit dem Titel 666.

Keith Haring ver­ar­bei­tete die 666 als Kenn­zeich­nung eines gehörn­ten und Welt­zer­stö­ren­den Wesens, das in einer Hand ein Dol­lar­zei­chen und in der ande­ren eine Rakete hält, in einer sei­ner apo­ka­lyp­ti­schen Zeich­nun­gen und bringt das Sym­bol damit in die dar­stel­len­den und moder­nen Künste. Zusätz­li­che Bekannt­heit bei der brei­te­ren Masse fand das Sym­bol als Auf­hän­ger bei vie­len Fil­men, wobei sich die Reihe Das Omen ganz beson­ders damit aus­ein­an­der­setzt. (Trai­ler auf YouTube)

Gerade in den Sub­kul­tu­ren des Metal, dem Death Metal und dem Black Metal ist die 666 ein belieb­tes Sym­bol für Täto­wie­run­gen, Anhän­ger und Gür­tel­schnal­len, die wohl dadurch beson­ders Böse wir­ken möch­ten, was aber nicht immer zu gelin­gen scheint. In der Gothic-Szene ist es ver­ein­zelt zu sehen, genießt aber nicht die glei­che Popu­la­ri­tät wie in den ande­ren Berei­chen der schwar­zen Szene.

Über­ar­bei­tung (01.07.2010): Fal­sche Jah­res­zahl kor­ri­giert. Das Album The Num­ber of the Beast erschien erst 1982 nicht 1972, da gab es Iron Mai­den noch nicht mal.

(Bil­de­quel­len: Wiki­pe­dia, Ama­zon)

4 März

Mashups von Thru-You

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Wie bitte? Für manche erscheint der Titel dieses Artikel ähnlich kryptisch wie die Hieroglyphen im alten Ägypten, aber langsam, eins nach dem anderen. Mashups  ist der neuzeitliche Begriff für das Zusammenfügen beliebiger Inhalte zu einer Collage. Weil es hauptsächlich im Internet zusammengestellt wird, spricht man von Mashup.

Mashups oder auch Collagen waren immer schon eine Kunstform, die vom kopieren und reproduzieren lebte, sei es in der Kunst zu Beginn des 19. Jahrhunderts oder mit aufkommen der ersten Punk-Fanzines Ende der 70er Jahre. Das Zusammenfügen von bestehenden Bilder und Texten zu einem neuen Zusammenhang, das dann wiederum eine ganz neue Bedeutung bekommen kann, stand immer schon hoch im Kurs. Seit Web 2.0, YouTube und immer schnellerer Internetverbindungen sind Multimediale Inhalte dazu gekommen. Ob Musik, Film oder Video, alles kann zu einem Mashup neu zusammengeführt werden. Das dieses Thema gerade sehr umstritten ist, liegt gerade in Deutschland an der sehr strengen Gesetzeslage die das Verwenden von Samples sehr einschränkt. Was zunächst immer als Spielerei belächelt wurde entwickelt sich immer mehr zu einer ernst zunehmenden Kunstform. Bester Beweis dafür sind eben die Mashups von Kutiman, die auf seiner Seite Thru-You vorgestellt werden wurden.

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Kuti­man ist ein israe­li­scher Funk-Musiker der Videos von Musik-Instrument-Demos oder DIY-Songs nimmt und dar­aus Sam­ples der Ton– und Video­se­quen­zen masht um sie zu neuen, unglaub­li­chen Videos für sein Pro­jekt ThruYou zusam­men­zu­stel­len. Nach­dem einige inter­na­tio­nale Blogs und Inter­net­sei­ten über ihn berich­te­ten, ist seine Seite nun unter dem Ansturm der begeis­ter­ten Besu­cher zusam­men­ge­bro­chen. Glück­li­cher­weise sind ent­spre­chende Yout­tube Links im Umlauf. Soll die sich doch mit dem Traf­fic rum­schla­gen. Bei Nerd­core gibt es alle Videos inklu­sive einem klei­nen Making-Of zu sehen, ich beschränke mich auf mei­nen per­sön­li­chen Favo­ri­ten. Zum einen wün­sche ich mir, das er uns noch mit wei­te­ren sei­ner Werke beglückt, zum ande­ren hoffe ich das einige sei­nem Bei­spiel fol­gen wer­den. Übri­gens ist free­Q­net dafür Ver­ant­wort­lich, das ich diese Videos über­haupt gefun­den habe und damit bes­ter Beweiß, das es sich immer lohnt etwas zu blog­gen, was andere schon geb­loggt haben.


3 März

Frühjahrsputz

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Drau­ßen scheint die Früh­lings­sonne und mich plagt eine zusam­men­hang­lose Erkäl­tung, die mir das Gefühl ver­mit­telt, von einem LKW ange­fah­ren wor­den zu sein. Natür­lich ein beson­ders gro­ßer und schwe­rer, schließ­lich bin ich ja ein Mann. Die letz­ten Tage habe ich damit ver­bracht, mir Gedan­ken über einen Früh­jahrs­putz im Blog zu machen. Ange­fan­gen hat alles mit dem CSS Naked Day, dem ich eigent­lich bei­woh­nen wollte. Dabei prä­sen­tiert man seine Seite einen ganze Tag lang ohne Design, was natür­lich einen sau­be­ren und seman­tisch rich­ti­gen (x)html Code vor­aus­setzt, damit die Seite auch wei­ter­hin les– und navi­gier­bar bleibt.

Da habe ich dann gleich mal wie­der einen Blick auf mei­nem Blog gewor­fen und war geschockt. Meine Nach­läs­sig­keit in Sachen Plugins und has­tige Code­än­de­run­gen gehen zu las­ten der Vali­die­rung, ein unglück­li­cher Auf­bau des Designs geht zu Las­ten der Les­bar­keit ohne die Ein­bin­dung von CSS, grau­en­voll. So habe ich mir am Wochen­ende so einige Stun­den um die Ohren geschla­gen und zunächst den Blog kopiert um dann auf einer Ver­suchs­platt­form einige Ver­su­che zu starten.

Nach­dem ich dann die gröbs­ten Pro­bleme in den Griff bekom­men habe, ent­schloss ich mich beim CSS Naked Day mit­zu­ma­chen, zu blöd das der Anmel­de­schluss bereits erreicht war. Ich bleibe meine Plä­nen aber treu und werde wei­ter­hin an einem Früh­jahrs­putz wei­ter­ar­bei­ten. Sowieso scheint Rede­sign gerade in aller Munde, wenn ich mir mei­nen Feed Rea­der so anschauen, den ich bei die­ser Gele­gen­heit auch mal wie­der aus­mis­ten und ergän­zen möchte.

So gese­hen ein klei­ner Früh­jahrs­putz, der aber ohne gra­vie­rende Ände­rung am Design aus­kommt son­dern ledig­lich ergänzt und auf­ge­hübscht wird. Im Fokus liegt die Funk­tio­na­li­tät und Vali­di­tät der Seite, die im Kern der Sache ange­packt wer­den muss. Dabei müs­sen offen­sicht­lich einige Plugins wei­chen um ande­ren und vali­de­ren Platz zu machen, in der Hoff­nung, das es Alter­na­ti­ven gibt, bei eini­gen habe ich bereits selbst Hand ange­legt, wenn die Ände­run­gen mar­gi­nal und nicht grund­sätz­lich gewe­sen sind.

Ein wei­te­rer Fokus soll auf dem Daten­schutz lie­gen, wobei die­ses Thema gerade in Deutsch­land ein zwei­schnei­di­ges Schwert zu sein scheint. Letzt­lich werde ich meine Daten­schutz­hin­weise über­ar­bei­ten um den Besu­cher wenigs­tens umfas­send über die Ver­wen­dung sei­ner Daten zu infor­mie­ren. Ein grund­sätz­li­che Deak­ti­vie­rung der Spei­che­rung von Daten wirkt sich ehre kon­tra­pro­duk­tiv auf die Funk­tio­na­li­tät aus, von der schwam­mi­gen Rechts­lage ganz zu schwei­gen. Gerade in Bezug auf Akis­met und Google Ana­lytics gibt es dazu eini­gen Dis­kus­si­ons­be­darf.


2 März

Schwarze Symbolik - Thors Hammer

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Mjollnir

Die beiden Zwerge Sindri und Brokk schmiedeten der Legende nach einen Hammer aus Uru-Erz für den Gott Thor, den Mjölnir. Er verfehlt niemals das Ziel und kehrt immer wieder zurück zum Werfer, dummerweise stach die böse Loki in Gestalt einer Fliege den einen Zwerg beim Schmieden ins Auge, so dass der Schaft des Hammers zu kurz geriet. Jetzt kommt der Riese Thrym und klaut den Hammer um die Göttin Freyja als Braut zu bekommen. Thor ist natürlich stinksauer und schleicht sich zusammen mit Loki in Frauenkleidern beim Riesen ein und klaut den Hammer wieder zurück. Um herauszufinden ob der Hammer noch funktioniert, tötet Thor gleich mal den diebischen Riesen. Soweit die Legende.

Thorshämmer als Grabbeigabe kennt man aus dem 9. und 10. Jahrhundert aus Skandinavien und Island, wo sie hauptsächlich bei weiblichen Leichnamen gefunden wurden und damit eher auf eine Verwendung als Fruchtbarkeitssymbol oder als Geschenk zu einer geschlossene Ehre gelten. Den Hammer als eine Reaktion auf den sich zu dieser Zeit ausbreitenden christlichen Glauben zu sehen, ist umstritten.

Heute verwendet man den Hammer als positives Symbol für innere Stärke und Tatkraft, sowie der Verbundenheit untereinander. Den Einzug in die schwarze Szene fand das Symbol seit je her bei Rockern und Bikern und durch die Popularisierung der mittelalterlichen Veranstaltungen.  Zahlreiche Menschen in Skandinavien tragen den Hammer des Thor als Verbundenheit zu ihrem Land und seiner Geschichte und haben dort selten religiösen, ideologischen oder politischen Inhalt.

Rechtes Symbol?

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Wie auch bei vie­len ande­ren Sym­bo­len der Gothic­szene und der schwar­zen Szene im all­ge­mei­nen ist die Nähe zu rech­ten Sym­bo­len mal wie­der nicht weit. Nach­dem viele klas­si­schen Sym­bole der Nazi­zeit ver­bo­ten wur­den ent­deck­ten die Nazis die ger­ma­ni­schen Sym­bole für sich. So ist auch Thors Ham­mer immer wie­der als Sym­bol der rech­ten Szene anzu­tref­fen, sei es auf Plat­ten­co­vern, Fan­zines oder Pro­pa­gan­da­ma­te­rial und gilt als Sym­bol der Rei­ni­gung des deut­schen Vol­kes. Von dort war es kein wei­ter weg mehr auf die Lis­ten, die es als rech­tes Sym­bol kenn­zeich­nen. So ist es nicht wei­ter ver­wun­der­lich, das halb oder schlecht infor­mierte Mit­men­schen immer wie­der daran Anstoß neh­men und dem Trä­ger eine braune Gesin­nung vor­wer­fen. Ein unmit­tel­ba­rer Bezug zur NS-Zeit fehlt jedoch, es wurde nie als offi­zi­el­les Zei­chen der NS-Regierung oder irgend­ei­nes Orga­nes missbraucht.

Als ein­zi­ger ver­wend­ba­rer Bezug gilt der Künst­ler­name Mjöl­nir des Reichs­be­auf­trag­ten für künst­le­ri­sche Form­ge­bung Hans Her­bert Schwei­zer, eines bekann­ten Gra­fi­kers des drit­ten Rei­ches. Die­ser Zusam­men­hang erscheint mir aber viel zu weit her­ge­holt und reicht sicher­lich nicht für eine fun­dierte Argumentation.

(Bil­der­quelle: Wiki­pe­dia)