Die Begrifflichkeiten verschwimmen, eine saubere Trennung ist nicht mehr möglich, der Schein trügt. Ob es an der aktuellen Rezension liegt oder einfach nur ein gesellschaftliches Phänomen, die schwarze Szene ist angesagt. In dieser depressiven Zeit der drohenden Arbeitslosigkeit durchsucht man die Klischees nach der offenbar depressivsten aller Szenen, die auch noch durch die Farbe Schwarz ihre innerliche Trauer deutlich machen. Musikalische Ausschlachtung der Genre und die Wandlung zum massenkompatiblen Medium einer möglichst breiten Masse, die ihr Szenetypisches Outfits nicht mehr in dunkle und abgelegenen Shops suchen müssen, sondern auf dem Kleiderständer bei H&M, Pimkie und New Yorker. Wenn schon depressiv, dann bitte mit Programm.
Internetseiten versuchen durch die Einbeziehung möglichst vieler Szenen die Aufmerksamkeit zu erhaschen, die sie sich erträumen. Da werden rücksichtlos Musikstile schwarz angemalt ohne darauf zu achten, ob es ihnen überhaupt steht. Die Schwarze Szene ist größer und vor allem bunter als jemals zuvor, der Toleranzbegriff wird immer weiter gedehnt und ist kurz vor der Explosion. Prinzipiell lassen sich hier zwei Wolken ausmachen, die jede für sich nicht explosiv sind, erst die Mischung beider macht sie zu einem äußerst explosiven Gemisch. Den ganzen Artikel lesen… »



