22 Juni

Musikperlentaucher - Tauchgang #04

Kategorie: Dunkle Klänge6 Kommentare

The Sister of Mercy - Adrenochrome

Die Väter des Gothic-Rock mit einer Band­har­mo­nie wie eine Sinus­kurve gehört sicher­lich zu den ein­fluss­rei­che­ren Bands der 80er Jahre. Der sehr eigene Stil aus dem düs­te­ren Gesang von And­rew Eldritch und der größ­ten­teils gelun­ge­nen Mischung aus Gothic, Rock und New Wave zeich­nen sich mei­ner Mei­nung nach Ver­ant­wort­lich für den gro­ßen Erfolg, den die Band Mitte der 80er Jahre fei­erte. Der Band­name The Sis­ters of Mercy (SoM) ist eine Anleh­nung an Leo­nard Cohens gleich­na­mi­gen Song und steht im eng­li­schen ebenso für eine umgangs­sprach­li­che Aus­drucks­form für Pro­sti­tu­ierte und hat weni­ger mit dem Orden der Barm­her­zi­gen Schwes­ter zu tun. Die SoM dis­tan­zie­ren sich heute von der Gothic Bewe­gung, deren Zuge­hö­rig­keit ihnen von Jour­na­lis­ten ange­hef­tet wor­den ist. Klingt plau­si­bel, schließ­lich sprach zu die­ser Zeit noch nie­mand von Gothic. Nach­dem sich die Band einige male trennte um gleich wie­der eine Reunion zu fei­ern sind sie seit 1996 wie­der zusam­men und tre­ten auf. Erstaun­li­cher­weise immer noch mit den alten Stü­cken, denn seit 1993 (!)  ist kein offi­zi­el­les Album mehr erschie­nen. So wir­ken die altern­den Schwes­tern heute wie Auf­zieh­männ­chen und wer­den wohl nie wie­der an alte Erfolge anknüp­fen. Aus bes­se­ren Zei­ten habe ich das gran­diose Stück Adre­no­chrome herausgesucht.

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21 Juni

Der Zensursula Sommerhit - Spread the Words!

Kategorie: Vernetzt1 Kommentar

zensursula-shirtWun­der­bar. Die Waf­fen der Net­zes sind gela­den, über­all schie­ßen krea­tive und gute Ideen aus dem Boden dem dro­hen­den Über­wa­chungs­staat die Stirn zu bie­ten. Jetzt gibt es den offi­zi­el­len und sehr gelun­ge­nen Zen­sur­sula Som­mer­hit »Zensi, Zensa, Zen­sur­sula«.

Konna hat völ­lig recht, Musik ist und bleibt einer der effek­tivs­ten Mei­nungs­trä­ger und bil­det daher ein idea­les Podium den Pro­test zu unter­stüt­zen, denn nur mit Witz und Ori­gi­na­li­tät kann man wahl­müde Men­schen an die Urne locken um mit ihrer Stimme Ein­fluss zu neh­men. Trotz dem Witz und der Iro­nie aus denen der Text auf­ge­baut ist, bleibt doch lei­der viel Wahr­heit übrig, die dem Zuhö­rer auf gelun­gene Art das Pro­blem ver­deut­li­chen.  Oli­ver Kels und Rob Vegas zeich­nen sich für die Pro­duk­tion und Rea­li­sie­rung die­ses Stü­ckes ver­ant­wort­lich. Gut gemacht! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Juni

389 Digitalversager - Gesetz zur Einführung von Netzsperren beschlossen

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

Es hat wohl alles nicht genützt, das Gesetz zur Ein­füh­rung der umstrit­te­nen Netz­sper­ren ist beschlos­sen. Unfass­bar, 389 haben dafür gestimmt und bekun­den damit ihre Unfä­hig­keit im digi­ta­len Zeit­al­ter und möch­ten der Bevöl­ke­rung eine Augen­binde für das eigent­lich Pro­blem ver­sper­ren. 389 Par­tei­an­hän­ger fol­gen wohl­mög­lich einer deso­la­ten Füh­rung und ord­nen sich inner­halb der Par­tei unter, haben Angst ihre eigene Mei­nung kund­zu­tun und möchte fal­schen Zusam­men­halt heu­cheln. 389 Men­schen für das Inter­net nur ein Anhäu­fung von Infor­ma­tio­nen ist, in denen sich nur poten­ti­ell kri­mi­nelle aktive Nut­zer bewe­gen. 389 Poli­ti­ker haben nicht ver­stan­den worum es geht und wel­che Aus­wir­kung eine sol­chen Ent­schei­dung haben kann.

Die ganze Sache hat aber auch etwas posi­ti­ves. Es ste­hen noch zwei Wah­len ins Haus, in der wir alle die Mög­lich­keit haben zu zei­gen, was wir von der Füh­rung in unse­rem Lande hal­ten. Auch wenn die Inter­net­nut­zer, die sich aktiv gegen die Netz­sper­ren aus­spre­chen nur auf etwa 500.000 belau­fen, han­delt es sich dabei um 500.000 Mul­tit­pli­ka­to­ren, wie René von Nerd­core schon völ­lig rich­tig geschrie­ben hat. Doch wie ent­schei­det man sich? Schauen wir uns die Abstim­mungs­er­geb­nisse ein­mal genauer an: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Juni

Das Buch der Blogger ist unterwegs

Kategorie: Vernetzt1 Kommentar

Das Buch der BloggerÜber das inter­es­sante Pro­jekt, Blog­gern ein lee­res Buch zu schi­cken um es zu fül­len, hatte ich bereits geschrie­ben. Logisch, da ich dabei sein wollte. Jetzt hat das Buch der Blog­ger seine Reise in Ber­lin begon­nen nach­dem Mar­kus O. Mielke, der die Idee zu die­sem Buch hatte, die erste Seite des Buches selbst gefüllt hat.

Ins­ge­samt 60 Auto­ren wer­den sich bemü­hen das Buch mit inter­es­san­tem, kurio­sen und unglaub­li­chem Inhalt zu fül­len und dafür die Com­pu­ter­tas­ta­tur aus der Hand legen müs­sen. Schon jetzt ran­ken sich Mythen um das Buch, denn schließ­lich habe ich die Num­mer 13 in der Liste der Schrei­ber und fülle damit die 13. Seite des Buches. Wird der Aber­glaube zutref­fen? Wird sich das Buch beim beschrei­ben selbst ent­zün­den? Ver­än­dert sich meine Schrift in unle­ser­lich Hie­ro­gly­phen? Oder wird ein Erd­be­ben die Stadt ver­nich­ten in der ich lebe? Glück­li­cher­weise bin ich ja nicht aber­gläu­bisch und die 13 ist eine Glücks­zahl, schließ­lich habe ich diese Zahl auch in mei­nem Autokennzeichen.

Momen­tan befin­det sich das Buch auf dem Weg von Ber­lin nach Köln wo es von Mil­lus gefüllt wer­den soll. Immer­hin hat Mar­kus schön sehr gut vor­ge­legt und hat eine ein­deu­tig künst­le­ri­sche Ader bewie­sen, jeden finde ich sein Bild sehr gelun­gen. Ein biss­chen ner­vös bin ich ja schon schließ­lich ent­spricht mein krea­ti­ves Zei­chen­ta­lent dem eines moto­risch gestör­ten 5-jährigen. So kommt es mir jeden­falls vor. Ich bleibe gespannt, was die ande­ren Blog­ger so alles in das Buch hin­ein­schrei­ben, als geschmack­li­cher Hap­pen hier die Seite von Mar­kus O. Mielke him­self. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juni

Leute beim Pornogucken: Sex, Sighs & Videotape

Kategorie: Vernetzt8 Kommentare

219_robbiecooper_jt110609_fIch glaube ich war 11, als ich gemein­sam mit mei­nem dama­li­gen Freund im Video­schrank sei­ner Eltern stö­berte um zu gucken wel­che Filme wir wohl fin­den wer­den.  Natür­lich ent­deck­ten wir völ­lig Kli­schee­haft ein bunte VHS Kas­sette ganz hin­ten, man könnte sagen sie war ver­steckt. Drauf abge­bil­det waren nackte Men­schen mit ihren pri­mä­ren Geschlechts­merk­ma­len und in sehr inter­es­san­ten Stel­lun­gen. Das uns das neu­gie­rig machte muss ich wohl nicht wei­ter erwäh­nen, so trug es sich zu das ich mit 11 mei­nen ers­ten Porno guckte. Sexu­ell sti­mu­liert hat er mich aber nicht, eigent­lich haben wir uns vor Lachen die Bäu­che gehal­ten und bis zum Ende haben wir es auch nicht durch­ge­hal­ten, irgend­wann wurde es uns lang­wei­lig und wir haben lie­ber wie­der mit Lego gespielt.

Jetzt macht der Video­künst­ler Rob­bie Cooper, der schon mit sei­nem Film über Leute beim PC spie­len für auf­se­hen sorgte, einen Film von Leu­ten die sich eine Porno anschauen und dabei Mas­tur­bie­ren. Natür­lich sieht man nur das Gesicht das in die­sem Fall aber Bände spricht und mehr als köst­lich ist. Im Zusam­men­hang dazu wer­den die gefilm­ten auch von Herrn Cooper inter­viewt, wel­che Beweg­gründe sie zum Por­no­gu­cker gemacht haben. Ob sich die Prot­ago­nis­ten im Anschluss an die Auf­nah­men selbst ange­schaut haben? Man­chen Gesichts­ent­glei­sun­gen sind ein­fach zum weg­schies­sen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Juni

Business Punks

Kategorie: Ansichtssache4 Kommentare

Das der ableh­nende Teil der Gesell­schaft der sich unter dem Ober­be­griff Punk ver­sam­melt nicht gerade für ihren finan­zi­el­len Reich­tum bekannt ist, sollte nichts unbe­kann­tes sein. So ging ich bei einer Begeg­nung in der hie­sige Stadt von einer kla­ren Situa­tion aus. »Haste viel­leicht noch „n biss­chen Klein­geld über?« fragte mich der am Boden sit­zende Mensch mit bun­ten Haa­ren und einem Becher in der Hand. Als ich gerade meine Hand in die Hosen­ta­sche ver­sen­ken wollte, klin­gelt das IPhone. Nicht meins, denn ich habe kein Handy. So tauscht der Mensch mit den bun­ten Haa­ren den Becher gegen sein IPhone, wirft einen Blick auf das Dis­play und geht ran: »Ey Alter, was geht?« — Ich gehe wei­ter und denke nach.

Busi­ness Punk? Nein, das wäre doch eine Belei­di­gung des Begrif­fes, des­halb ein Mensch mit bun­ten Haa­ren der am Boden sitzt und Geld schnorrt. Busi­ness Punks gab es 1983 schon, so taufte eine aus­tra­li­sche Fern­seh­crew ein Gruppe von Punks, die in Lon­don den Leu­ten Fotos mit sich anbo­ten und dafür 2 Pfund ver­lang­ten. Denn rund 7 Jahre nach ihrer Ent­ste­hung waren aus den Punks eine Tou­ris­ten­at­trak­tion gewor­den. Was kön­nen wir dar­aus ler­nen? Men­schen mit bun­ten Haa­ren sind noch lange keine Punks und ech­tere Punks kön­nen auch Geschäfts­tüch­tig sein, das war immer schon so. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 Juni

Subkultur! - Steampunk

Kategorie: SubKultur!12 Kommentare

steampunksWer jetzt glaubt, es gibt Punks denen Dampf aus den Ohren pfeift, ist schief gewi­ckelt. Steam­punk ist eigent­lich ein ganz inter­es­san­tes Wort­spiel, um den Zusam­men­hang zu ver­ste­hen müs­sen wir uns kurz mit dem Begriff Punk aus­ein­an­der­set­zen. Punk ist eigent­lich ein Schimpf­wort für Ver­lie­rer und Outs­ider, das noch vor der gleich­na­mi­gen Jugend­kul­tur 1976 Ver­wen­dung fand, so musste sich selbst Mar­lon Brando 1953 im Film »The Wild One« von einem Klein­städ­ter als Punk beschimp­fen las­sen.  Der Dampf (engl. Steam) als sol­ches hat im Steam­punk eine beson­dere Bedeu­tung, denn in die­ser Fan­tasy­welt treibt der Dampf nicht nur die Dampf­ma­schi­nen an, son­dern auch Raum­schiffe, Luft­fahr­zeuge und Com­pu­ter die in der Haupt­sa­che aus Kup­fer, Mes­sing und Holz bestehen.

Steam­punks sind also nicht mit Punks im klas­si­schen Sinne zu ver­wech­seln, Men­schen bei­der Sub­kul­tu­ren unter­schei­den sich grund­le­gend. Punk ist eine Über­zeu­gung, Steam­punk eine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung. Jugend­be­we­gung? Nein, eine inter­es­sante Sub­kul­tur für Ästhe­ti­ker und sol­che die es wer­den wol­len. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Juni

Ursula von der Leyen als Lügnerin entlarvt

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Was wurde bis­lang nicht alles über die geplan­ten Sei­ten­sper­run­gen der Bun­des­re­gie­rung berich­tet. So unge­fähr das ganz Netz hat sich gefühlt damit beschäf­tigt, auch hier habe ich schon mehr­fach dar­über berich­tet. Der Novem­ber 2008 wird wohl dem ein oder ande­ren schmerz­lich in Erin­ne­rung blei­ben, denn hier sprach Ursula von Leyen erst­mals über die Pläne, Inter­net­sei­ten mit Kin­der­por­no­gra­phi­schem Inhalt vor dem Bun­des­bür­ger zu ver­ste­cken. In einem Gespräch mit der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung im März erzählt sie hochtrabend:

»Wenn man sieht, dass Inter­net­an­bie­ter in den skan­di­na­vi­schen Län­dern, in der Schweiz, Eng­land und sogar in Ita­lien das tech­nisch beherr­schen, dann muss man sich fra­gen, ob wir in Deutsch­land dazu nicht fähig sind…«

Halb­wahr­hei­ten, Wahl­kampf­ge­töse und eine eis­kalte Lüge. Wie im Han­dels­blatt berich­tet wird, stellt die FDP Frak­tion stellt eine Kleine Anfrage an die Bun­des­re­gie­rung bezüg­lich der Sper­rung von Web­sei­ten mit kin­der­por­no­gra­phi­schem Inhalt und erhält auch prompt Ant­wort mit erschre­cken­dem Inhalt, auf Odem kann man dazu das ganze PDF-Dokument ein­se­hen. Und das ist in mei­nen Augen keine Gute-Nacht Lek­türe. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 Juni

Mother Lover

Kategorie: VernetztKeine Kommentare

Ich liebe es, wenn Men­schen und vor allem Stars und Stern­chen sich nicht so ganz ernst neh­men. Gerade Musi­ker bil­den dabei keine rühm­li­che Aus­nahme, hier wird nicht par­odiert und gelacht, son­dern ver­klagt. Jus­tin Tim­ber­land und Andy Sam­berg sind mir daher schon vor einem hal­ben Jahr sehr posi­tiv auf­ge­fal­len, als sie bei Satur­day Night Live ihren Song Dick in A Box zum bes­ten gaben. Das ent­spre­chende Video dazu ist mehr als legen­där, wenn beide in 80er Retro-Aufmachung und Pseudo-Romantisch mit einem Paket vor der Hüfte durch die Gegend laufen.

Jetzt gibt es den offi­zi­el­len Nach­fol­ger Mother Lover in alt­be­kann­ter Beset­zung und Auf­ma­chung. Über den Text muss und möchte ich nicht all­zu­viel ver­lie­ren, bes­ser ihr hört sel­ber mal rein, dann seht ihr den nächs­ten Mut­ter­tag ganz sicher mit ande­ren Augen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 Juni

Tatort - Depeche Mode

tourposter

Ganz aus dem Häus­chen bin ich gewe­sen, als  ich die Kar­ten für das Depe­che Mode Kon­zert am 4. und 5. Juni in Düs­sel­dorf in den Hän­den hal­ten konnte. Über­ra­schen­der Weise konnte ich sogar noch zwei wei­tere Kar­ten für ein befreun­de­tes Paar ergat­tern, denn die Kon­zerte waren zu die­sem Zeit­punkt bereits ausverkauft.

Den meis­ten wird bekannt sein, das sich dann die Ereig­nisse über­schlu­gen und das genau zu mei­ner Prü­fungs­phase, von der ich übri­gens immer noch keine Ergeb­nisse weiß. Eigent­lich war das Kon­zert in Düs­sel­dorf als gelun­ge­ner Abschluss gedacht, Aber­gläu­bi­sche Men­schen wären zu die­sem Zeit­punkt bereits aus den Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen aus­ge­stie­gen und hät­ten sich auf dem Dach­bo­den ein­ge­schlos­sen. Ein Glück, das ich kei­nen Dach­bo­den habe, aber Grund genug die Ereig­nisse für mich auf­zu­ar­bei­ten und ein klei­nes Tage­buch bis zum end­gül­ti­gen Kon­zert eröff­nen. Irgendwo muss es schließ­lich ein Ven­til geben und ihr müsst wohl oder übel dar­un­ter lei­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »