4 August

London Calling

Kategorie: Finstere Orte7 Kommentare

800px-Tower_Bridge_London_Feb_2006Am 25. August fliege ich raus. Raus aus Deutsch­land über die Nord­see nach Eng­land in die geliebte Haupt­stadt Lon­don, die ich nun schon zum drit­ten mal besu­che und wie­der einen äußerst vol­len Rei­se­zet­tel mit­nehme, der von Besuch zu Besuch immer aus­ge­feil­ter und län­ger wird. Die­ses mal besu­chen wir die bri­ti­sche Haupt­stadt eine ganze Woche lang. Flug und Hotel sind schon seit län­ge­rem gebucht, so das wir uns nun immer mehr darin ver­tie­fen mög­lichst neue und unbe­kannte Plätze im Vor­feld zu fin­den um diese dann zu besu­chen. Eins wird dabei deut­lich, Lon­don ist wie eine Zwiebel.

Je mehr Schich­ten man abträgt umso näher kommt man dem Kern. Lei­der ist nicht zu über­bli­cken wie groß die Zwie­bel ist und wie lange man daran zu kauen hat, auch die unan­ge­nehme Wir­kung der Knolle darf dabei nicht unter­schätzt wer­den, denn Lon­don kann auch sehr teuer sein, wenn man unbe­dacht mit der Stadt umgeht. Man hat das Gefühl, Lon­don wäre unend­lich groß an Sehens­wür­dig­kei­ten und inter­es­san­ten Plät­zen, so viele neue Dinge ent­deckt man bei sei­ner Suche im Inter­net und je grö­ßer wird der Unge­duld. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 August

Schwarze Presse - Sex sells

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare

Wenn man sich so die deut­sche Zeit­schrif­ten­land­schaft schwar­zer Maga­zine anschaut, würde so man­ches Cover neben einer aktu­el­len Aus­gabe des Play­boy oder der FHM gar nicht auf­fal­len, Frauen in Latex gehö­ren offen­bar so selbst­ver­ständ­lich in ein sol­ches Maga­zin wie das Gewit­ter nach einem hei­ßen Som­mer­tag. Man wird das Gefühl nicht los, das Gothic immer etwas mit in Latex gehüll­ten, leicht  beklei­de­ten Mäd­chen zu tun haben muss, die mög­lichst las­ziv in allen erdenk­li­chen Posen in die Kamera gucken. Gelä­chelt wird hier frei­lich nicht, schließ­lich ist hier alles furcht­bar Evil und Gothic.

Glaubt man den meis­ten Stu­dien und mei­nem per­sön­li­chen Ein­druck, so han­delt es sich bei der Gothic-Szene um eine weib­lich geprägte Sub­kul­tur, in der im Gegen­satz zu den meis­ten ande­ren Sub­kul­tu­ren mehr Frauen als Män­ner ange­hö­ren. Was haben dann all die halb­nack­ten Mäd­chen in den Zeit­schrif­ten und Online-Magazinen zu suchen? Han­delt es sich hier­bei nicht um eine klas­si­sche Ziel­grup­pen­ver­feh­lung? Nein, der Effekt ist ein ganz ande­rer. Haupt­säch­lich han­delt es sich bei den in den Zeit­schrif­ten dar­ge­stell­ten Mäd­chen um sol­che die man als Schlank und Hübsch defi­nie­ren würde, fügt man sich dem aktu­ell gesell­schaft­lich aner­kann­ten Bild der Frau. Die Folge ist wohl eine Ästhe­ti­sche Ver­schie­bung, denn ein aktu­el­ler Blick in die Tanz­tem­pel unse­rer Repu­blik zeigt, das die Frauen domi­nierte Szene dem Bild folgt. Je glän­zen­der und je knap­per ein Out­fit ist, desto bes­ser für den Grad der Auf­fäl­lig­keit. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Juli

Spectaculum in Köln

Kategorie: Schwarze Szene3 Kommentare

Auf der Suche nach einem Wochen­end­ver­gnü­gen für die bevor­ste­hen­den freien Tage hatte ich mal wie­der Lust auf  mit­tel­al­ter­li­ches Trei­ben. Da ich dem Rit­ter­fest auf Schloss Rhe­ydt am 8.8. und 9.8. , das gerade mal 10 Minu­ten weg ist nicht bei­woh­nen kann liegt daran das ich zu die­sem Zeit­punkt auf dem Mera Luna Fes­ti­val ver­weile. Da kommt mir die Ver­an­stal­tung an den Füh­lin­ger Seen gerade recht.

Das Spec­ta­cu­lum ist so eine Art Künst­ler­ge­mein­schaft, die durch ganz Deutsch­land zieht um ein Auf­fang­be­cken für alle Mit­tel­alt­er­fans zu errich­ten. Obwohl die Kulisse am Füh­lin­ger See nicht wirk­lich mit­tel­al­ter­li­che Atmo­sphäre erzeu­gen kann, über­zeu­gen die gro­ßen Wie­sen, die alle von Was­ser umschlos­sen sind und so Insel­ge­fühle erzeu­gen können.

Dabei beschränkt sich das Spec­ta­cu­lum nicht allein auf die übli­chen Stände und Händ­ler, son­dern berei­chert sein Ange­bot durch einige Pro­gramm­punkte. So fin­det am Sams­tag bei­spiels­weise der große Pest­um­zug statt, der den Besu­chern die dunkle Seite des Mit­tel­al­ters näher brin­gen soll. Mas­sen­ver­bren­nun­gen, Hin­rich­tun­gen und Hexen­jagd fal­len die­ses Jahr aus :) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Juli

Musikperlentaucher - Tauchgang #05

Kategorie: Dunkle Klänge4 Kommentare

Malaria! - Kaltes klares Wasser

Heute ist mir nach Deutsch. Als Punk noch neu war und New Wave die neue Avant­garde, machte die Ber­li­ner Frauen Combo Mala­ria! 1981 von sich reden. Zum einen natür­lich, weil es alles Frauen waren, die mit ihren Durch­set­zungs­ver­mö­gen und ihrer bur­schi­ko­sen Art die männ­lich domi­nierte Musik­szene auf­misch­ten und zum ande­ren weil ihre Musik  so anders, so expe­ri­men­tell und so Deutsch war. Gerade als Punk sich zu eta­blie­ren schien und New Wave für neu gehal­ten wurde, sprengte die Band den künst­le­ri­schen Rah­men und ver­einte die meis­ten Musik­rich­tun­gen unter einer neuen künst­le­ri­schen Sonne. Gerade in Künst­ler­krei­sen, aus denen auch Front­frau Gudrun Gut stammt, war man ganz ver­zückt von der Ener­gie der 4 Ber­li­ne­rin­nen. So war ihr Stück Kal­tes kla­res Was­ser auch zunächst als Live-Performance aus­ge­legt und sollte eigent­lich gar nicht auf Platte gepresst wer­den, doch schnell ent­deckte der Under­ground das Stück für sich und machte es zum Hit. Den meis­ten wird sicher­lich die Dance-Version von den Chicks on Speed ein Begriff sein, mir gefällt das Ori­gi­nal aber bes­ser — es ist küh­ler, dunk­ler und viel klarer.

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28 Juli

Aktion: Damals, als ich noch jung war...

blogparadeZunächst habe ich erschreckt, als ich das Kinderbild bei Konna gesehen habe, wieder ein Beispiel für frühkindliche Nutellasucht? Hat Konna jetzt Nachwuchs bekommen und ihn schon mit Nutella abhängig gemacht? Weit gefehlt. Im Rahmen einer Aktion von gesichtet.net sollen alte Kinderbilder der Öffentlichkeit präsentiert werden und das Konna mit einem Nutellabild kommt ist klar. Die sollen endlich die Werbeuntauglichen Gestalten der Nationalmannschaft entfernen und Konna als Werbeträger entdecken. Sascha, der Initiator der Aktion, hat so ein ich-kann-kein-Wässerchen-trüben Bild von sich eingestellt, obwohl ich davon überzeugt bin, das er es Faustdick hinter den Ohren hat.

Das Bild bei Janasworld könnte kryptischer nicht sein "..ich bin die kleine mit den Kleidchen», doof ist nur das beide ein Kleid­chen anha­ben, aber ich ver­mute es ist die, die sich in den Vor­der­grund drängt. Sonja von U-Inside zeigt so ein Bild mit wei­ßem Kra­gen, Zöp­fen und Puppe und ent­spricht damit dem Ide­al­bild eines kleine Mäd­chens Anfang der 90er. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Juli

Joy Division - Transmission

joy divisionAls sich Joy Divi­sion 1976 in Man­ches­ter grün­dete konnte nie­mand ahnen, wie pro­duk­tiv die fol­gen­den 3 Jahre wer­den würde und wie kurz ihre krea­tive Schaf­fens­zeit wer­den sollte. Obwohl die Band als wich­ti­ger Ein­fluss­ge­ber zahl­rei­cher wei­tere Bands und eini­ger Musik­rich­tun­gen gilt, bleibe ich bei der klas­si­schen New Wave Defi­ni­tion, denn als Mit­be­grün­der des Gothic kön­nen Joy Divi­sion gar nicht zäh­len, denn bis Ende der 80er war Gothic keine musi­ka­li­sche Aus­drucks­form, aber das ist meine per­sön­li­che Meinung.

Die meis­ten von euch ken­nen den Joy Divi­sion Hit Love will Tear us Apart, mit dem sie Musik­ge­schichte schrie­ben. Für mich ent­deckt habe ich Joy Divi­sion 1988 mit dem erschei­nen des Albums Sub­stance (1977−1980). Viel­leicht ist die Krank­heit oder der frühe Sui­zid von Sän­ger Ian Cur­tis 1980 dafür ver­ant­wort­lich, das die Band in so kur­zer Zeit Kult­sta­tus erreichte. Für mich waren es die Inten­si­tät der Musik, die Krea­ti­vi­tät und die Grund­stim­mung der Lie­der die sie so inter­es­sant und wich­tig machten. Man soll auf­hö­ren wenn es am schöns­ten ist, bezeich­net den Zeit­punkt des Todes ziem­lich genau. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Juli

Virtueller Geschlechterkampf zweier Blogger

Kategorie: Vernetzt3 Kommentare

gvh-bannerIst doch eine bes­sere Schlag­zeile als die des Aus­gangs­bei­tra­ges der bei­den Geg­ner Konna und Nadine: Gedan­ken­de­po­nie vs. Her-Life. Gedan­ken­de­po­nie, das ist die Seite vom Konna, die ich nun­mehr seit 1 Jahr regel­mä­ßig besu­che und dir gerade in der Anfangs­zeit als Blog­ger viele Fra­gen beant­wor­tet hat. Her-Life ist die Seite von der Nadine, die sieht zwar auch ganz gut aus, kann aber nicht mir Inhalt locken, der mich inter­es­siert. Allein schon der Titel, Her-Life der mich an irgend­ein Pro­dukt erin­nert. Die bei­den lie­fern sich einen vir­tu­el­len Wett­streit in der Welt der Blog­ger und die erste Runde ent­schei­det der, der die meis­ten Ping– oder Track­backs auf den oben genann­ten Bei­trag erhält.

Ehren­sa­che, das ich Konna unter­stütze, ist schließ­lich nicht seine erste gelun­gene Aktion die mehr sehr viel Freude macht und gut lei­den kann ich ihn auch noch, zugleich bin ich noch sein mora­li­scher Trainer. Obowohl ich das auch noch völ­lig ratio­nell recht­fer­ti­gen kann: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


23 Juli

Wenn der Postmann gar nicht klingelt

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

schuhkarton aus englandDie Welt des Inter­net ist groß­ar­tig! Wie ein ein­zi­ger, rie­si­ger Kata­log kann man Dinge aus aller Welt mit weni­gen Klicks ein­kau­fen. Ent­fer­nun­gen spie­len keine Rolle, kein Land ist zu weit, kein Arti­kel zu exo­tisch. Die Post wird es brin­gen. Oder auch eben nicht.

Eigent­lich ist die Post für Pakete jetzt DHL, seit die Post es 2002 auf­ge­kauft und für sich ver­ein­nahmt hat. Es gibt unzäh­lige Paket­dienste die in Kon­kur­renz ste­hen und den­noch haben man dort einen unschlag­ba­ren Vor­teil auf sei­ner Seite. Alle Pakete die von der nor­ma­len Post aus ande­ren Län­dern geschickt wird, lan­det bei DHL und wird von den hüb­schen gel­ben Autos ausgeliefert.

Vor etwa 12 Wochen haben ich in Eng­land ein paar Waver-Schuhe bestellt, die auch nach ewi­ger War­te­zeit auf die Fer­tig­stel­lung am 10.7.2009 bei der dor­ti­gen Royal Mail auf­ge­ge­ben wur­den, per Ein­schrei­ben. Als ich am Don­ners­tag gegen 14:45 von der Arbeit gekom­men bin fand ich eine blaue Benach­rich­ti­gung in mei­nem Brief­kas­ten: Wir haben Sie lei­der nicht zu Hause ange­trof­fen, sie kön­nen sich das Paket mit Zusatz­leis­tung mor­gen, aber nicht vor 10:00 Uhr beim Post-Service-Center abho­len. Pas­siert allen und kommt in den bes­ten Fami­lien vor, doch an die­sem Don­ners­tag war meine Freun­din den gan­zen Mor­gen zu Hause und hat für ihre Prü­fung gelernt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Juli

Harry Potter: Von Fans und Halbblutprinzen

harry_potter_und_der_halbblutprinz_teaserIch gestehe, ich habe kei­nes der Bücher gele­sen und würde mich nicht als Harry Pot­ter Fan bezeich­nen. Ich fand die Filme und natür­lich die Aus­züge der Geschichte von der sie erzäh­len gran­dios. So vol­ler Ideen, so leben­dig und so frisch. Harry Pot­ter sorgte für eine Welt­weite Magi­e­reu­pho­rie, die mit jedem Roman der Joanne K. Row­ling grö­ßer wurde. Jeder der Roman wurde bis jetzt ver­filmt mit der immer glei­chen Beset­zung. Dadurch ent­wi­ckelt sich so etwas wie ein Seri­en­fee­ling im ganz gr0ßen Stil. So habe ich mir am Frei­tag mit mei­ner Freun­din auch die sechste Ver­fil­mung Harry Pot­ter und Halb­blut­prinz angeschaut.

Ich fand ihn lang­wei­lig, wenn auch wun­der­schön düs­ter gezeich­net. Die Hand­lung schleppt sich dahin, die Ideen die mir in den ers­ten Tei­len so gut gefal­len haben wir­ken ein wenig abge­dro­schen und lahm. Die Geschichte wird nicht kon­se­quent wei­ter­er­zählt son­dern beginnt völ­lig unver­mit­telt, der eigent­li­che Fort­set­zung­cha­rak­ter ist völ­lig ver­lo­ren gegan­gen. Zur Hälfte des Films bin ich dann auch tat­säch­lich kurz eingenickt.

Schön waren hin­ge­gen die Bil­der die dort auf die Lein­wand gezau­bert wor­den sind. Man merkt, das ver­sucht wird auf das eben­falls stei­gende Alter der Fans zu rea­gie­ren. Der Film wirkt stel­len­weise sehr düs­ter und hat zu den übri­gen Teile viel an Farbe ver­lo­ren, dafür jedoch nichts von sei­ner Bild­kraft. Flie­gende Land­schaf­ten um den Zug nach Hog­warts, Son­nen­un­ter­gänge aus dem Bil­der­buch und her­ab­stür­zende Schat­ten sind ganz schön fas­zi­nie­rend. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Juli

Milk, ein Film im Paralleluniversum

milk filmplakatGes­tern Abend kam ich den Genuss einen groß­ar­ti­gen Film über den schwu­len, ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger­recht­ler Har­vey Milk (1930−1978) zu sehen, der im gleich­na­mi­gen Film von Sean Penn dar­ge­stellt wird. Dabei beschreibt der Film der Wer­de­gang des Lokal­po­li­ti­kers bis zu sei­nem Mord durch sei­nen Stadt­rats­kol­le­gen Dan White. Der Film zeigt dabei ein erschre­cken­des Bild der ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft, das so aber auch in jedem ande­ren Land hätte statt­fin­den kön­nen. Erst in den 70er Jah­ren schaffte man ein Gesetz ab, das homo­se­xu­el­len Geschlechts­ver­kehr als Sodo­mie bezeich­nete und unter Straf­an­dro­hung ver­folgt wurde.

Der Film beschreibt das Bestre­ben des Har­vey Milk in den Stadt­rat gewählt zu wer­den um etwas zu bewe­gen und sei­nen Kampf für Aner­ken­nung, Tole­ranz und Gleich­be­rech­ti­gung. Dabei ist der Film immer wie­der mit his­to­ri­schen Auf­nahme gewürzt, die ihm eine sehr authen­ti­sche Stim­mung ver­lei­hen. Sean Penn, den ich eigent­lich als Bad Boy des ame­ri­ka­ni­schen Kinos in Erin­ne­rung habe, spielt hier gran­dios und sehr glaub­haft die Rolle des schwu­len Poli­ti­kers und nagelt seine Kri­ti­ker an die Wand des Schwei­gens.  Wer mit Gedan­ken spielt sich die­sen Film anzu­schauen, sollte seine Zwei­fel ver­wer­fen und einen Blick auf die Pro­duk­tion und ein Stück ame­ri­ka­ni­scher Geschichte wer­fen. Doch für mich hat der Film noch einen ganz inter­es­san­ten Hin­ter­grund, den ich euch kurz erläu­tern möchte: Den gan­zen Arti­kel lesen… »