Die Elektronische Nacht? Verwirrt las ich den Artikel über eine bevorstehende Party in Wiesbaden, den Shan Dark auf ihrem Blog veröffentlichte. Bereits vor einem Jahr feierte die Party, die sie zusammen mit M. Synthetic auf die Beine stellt, Premiere. Ich erinnerte mich an die Gespräche auf dem WGT und meinen Besuch in Mainz, schnell war mir klar, dass hier eine ganze besondere Perle schwarz-elektronischer Musik lauert. Ein kurzer Blick in den Terminkalender verriet mir, dass der 8. Oktober 2011 ein guter Tag ist, um in das Kontext nach Wiesbaden zu fahren.
Doch was steckt eigentlich dahinter, warum heißt es nicht »Gothic« und wie kommt dieser M. Synthetic überhaupt darauf, eine solche Party zu veranstalten? In einem Interview wollte ich den brennenden Fragen auf den Grund gehen, wollte herausfinden, welche Leidenschaft jemand entwickelt, um sein »eigenes Ding« zu veranstalten.
»Am meisten freue ich mich, wenn die Leute danach düster beseelt und mit einigen musikalischen Neuentdeckungen nach Hause schweben. »
Musik ist sein Leben, seit seiner Kindheit fühlt er sich von der elektronischen Seite dunkler Musik magisch angezogen. Seine erste große Liebe lernte er mit 13 Jahren kennen. Ein Japan-Import des Albums »Logic« von Logic System. Sie verliebten sich ineinander und sind bis heute ein unzertrennliches Paar. Im Laufe der Jahre ist M. Synthetic ein Plattenliebhaber geworden, seit den wilden 80ern sammelt er Vinyl, das er liebevoll sein schwarzes Gold nennt. Mittlerweile stapeln sich über 1200 Stück der schwarzen Lieblinge in seiner Mainzer Wohnung. Doch anstatt seinen Schatz zu hüten, trägt er seine Liebe nach draussen und »malträtiere den einen oder anderen mit meinen düsteren, elektronischen Klängen«. Als Gast-DJ hat er sich bereits einige Lorbeeren verdient, hat unter anderem bei der Horror-Highschool aufgelegt und ist auch auf düsteren Privatparties ein gern gehörter Plattenaufleger. Den ganzen Artikel lesen… »