30 Oktober

Ohne Worte: Gedanken zum Interieur

Kategorie: Dunkelkunst5 Kommentare

Es ist ein Dilemma. Da sitzt man stun­den­lang vor Kata­lo­gen, Pro­spek­ten, Inter­net­sei­ten und Inspi­ra­ti­ons­quel­len ohne Kom­pro­misse ein­ge­hen zu müs­sen und erwischt und fühlt sich den­noch von Kli­schee­vor­stel­lun­gen und Kitsch­ge­dan­ken erdrückt. (Bild: Goth Fashion)


28 Oktober

Gothic Friday Oktober - Resümee

Kategorie: Gothic Friday2 Kommentare

Gothic Friday 2011Inter­view mit einem Goth? Es liegt nahe, Par­al­le­len zu einem wirk­lich groß­ar­ti­gen Film zu zie­hen. Doch gemeint waren Fra­gen, die jeder Teil­neh­mer des Gothic Fri­day einem »schwar­zen« Mit­men­schen stel­len sollte. 13 Teil­neh­mer stell­ten sich der Her­aus­for­de­rung und fan­den Men­schen, denen sie immer schon ein­mal Fra­gen stel­len woll­ten, um dar­aus das gewünschte »Inter­view mit einem Goth« zu kre­ie­ren. Es fällt schwer, die Fülle der Ant­wor­ten in einem ein­zi­gen Resü­mee fest­zu­hal­ten, denn wie so oft fand ich die Umset­zun­gen umwer­fend bis fas­zi­nie­rend und die Ant­wor­ten span­nend und auf­schluss­reich. In die­sem Monat emp­fehle ich den Lesern (wie so oft) unbe­dingt eine Lese­runde aller Bei­träge. Es würde den Rah­men jedes Resü­mees spren­gen, auf die inter­es­san­ten Ant­wor­ten und zusätz­li­chen Fra­gen ein­zu­ge­hen. Ich habe den­noch ver­sucht, einen kur­zen Über­blick zu ver­schaf­fen und kon­zen­triere mich — der gewünsch­ten Ver­gleich­bar­keit hal­ber — auf die 5 Fra­gen, die jeder Teil­neh­mer sei­nem Gegen­über stel­len sollte.

Beson­ders her­vor­he­ben möchte ich an die­ser Stelle die »visu­el­len« Bei­träge von Tobi und Shan Dark, die sich einer ganz beson­de­ren Ein­ge­bung hin­ga­ben und die am Ende des Resü­mees zu fin­den sind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Oktober

Farblos: Schwarzer Streif am Firmament

Bis­her habe ich Karn­stein von den Otranto-Archiven als elo­quen­ten Blog­ger, begna­de­ten Tän­zer, gewand­ten His­to­ri­ker und guten Freund ken­nen­ge­lernt. Doch es steckt mehr in dem sym­pa­thi­schen Gruf­tie aus Hes­sen, als ein zwei­fel­haf­ter Blick ver­mu­ten las­sen könnte. Vor rund 3 Jah­ren stu­dierte er ein Min­ne­lied von Hein­rich von Vel­deke, des­sen melan­cho­li­scher Text ihn gleich in sei­nen Bann zog. Es schien unaus­weich­lich, eine Idee und die pas­sende Melo­die fan­den schnell den Weg in sei­nen Kopf. Ein E-Bass, ein Key­board und ein Sequen­zer­pro­gramm bil­de­ten die Grund­lage für seine Ers­ten musi­ka­li­sche Ver­su­che, das Stück in die Moderne zu über­füh­ren und ihn in ein wavi­ges Kleid zu hül­len. »Win­ter­herz« war gebo­ren, das Erst­lings­werk sei­nes Pro­jek­tes Farb­los.

In einem Arti­kel vom Februar schreibt er dazu: »Den Ein­fluss von The Cure würde man deut­lich hören, wurde mir schon gesagt, dabei war das lus­ti­ger­weise eben nicht­mal wirk­lich inten­diert. Auch Depe­che Mode wollte da schon jemand raus­hö­ren, an die ich aller­dings noch über­haupt grad gar nicht gedacht hatte.« Seit dem fand das Stück in eini­gen selbst­ge­dreh­ten Videos und sogar in einem Radio-Bericht des Deutsch­land­funk Ver­wen­dung und ist eini­gen im Gehör geblie­ben. Es mag an dem puris­ti­schen Mini­ma­lis­mus lie­gen, an der Ein­fach­heit des Arran­ge­ments oder auch an der Stim­mung, die die­ses Stück beim Hörer erzeugt, es hat mir damals schon sehr gut gefal­len. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Oktober

Ohne Worte: 1984

Kategorie: Dunkelkunst3 Kommentare

Stil ist nicht käuf­lich und keine Frage von Kata­lo­gen, son­dern ein Ergeb­nis aus Indi­vi­dua­lis­mus, Aus­strah­lung und sub­ti­ler Ästhe­tik. 1984 ist ein düs­tere Vision von George Orwell, in die die Prot­ago­nis­ten des Bil­des hin­ein­wach­sen soll­ten.  (Bild­quelle: now­thi­sis­gothic)


20 Oktober

Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth

Kategorie: Gothic Friday1 Kommentar

Gothic Friday 2011»Es spricht für die Qua­li­tät der Fra­gen, wenn man selbst keine Ant­wort dar­auf hat«, dachte ich mir und star­tete zusam­men mit Shan Dark, der die­ses kniff­lige Thema übri­gens beim Lau­fen in den Sinn kam, die Oktober-Ausgabe unter dem Motto »Inter­view mit einem Goth«.  Doch meine Tage blie­ben bunt, keine dunkle Gestalt in Sicht, die man hätte aus­quet­schen kön­nen. Für jeg­li­chen Kon­takt zum schwar­zen und ver­streu­ten Bekann­ten– und Freun­des­kreis fehlte die Zeit. Was lag da näher, als die Lesung der Sche­men­t­he­men, die ich zusam­men mit Sabrina besuchte, dazu zu nut­zen, sie mit den Fra­gen zum Gothic Fri­day zu konfrontieren?

Zuge­ge­ben, ich habe nicht unbe­dingt den Kreis erwei­tert, doch letzt­end­lich geis­terte mir die im Ursprungs­bei­trag beschrie­bene Situa­tion durch den Kopf, in der ich mich befand: »Man­che sin­nie­ren über den Sinn der eige­nen Exis­tenz und phi­lo­so­phie­ren, was war, was ist und was noch kom­men mag. Plötz­lich geis­tert eine Frage durch den Patchouli geschwän­ger­ten Raum: „Was ich Dich schon immer mal fra­gen wollte…”« Ein Augen­blick, der sämt­li­che Vor­sätze nach Erwei­te­rung über den Hau­fen warf. Ich griff zum Notiz­block und schrieb: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Oktober

Durchspielte Nächte im Winter 2000: Diablo

Kategorie: Ansichtssache1 Kommentar

Im Früh­jahr 1997 war es soweit. Ich hatte die Nase voll von der alten Computer-Klapperkiste, die meine Schwes­ter mir vor eini­gen Jah­ren über­ließ, ein neuer Rech­ner musste her. Schon im Jahr zuvor hatte ich Geld bei­seite gelegt, um mir den lange geheg­ten Traum zu erfül­len. Ein Kom­plett­rech­ner mit allem was das flam­mende Herz begehrte stand bereits im Ein­kaufs­wa­gen des orts­an­säs­si­gen Elektronik-Marktes. Ehren­sa­che, dass ein neues Spiel dazu­ge­legt wurde, schließ­lich musste man ja gleich aus­pro­bie­ren, was der neue Rechen­knecht ver­sprach. Die Packung sah viel­ver­spre­chend aus: Ein düs­te­rer und mit blut­ro­ter Teu­fels­fratze ver­zier­ter Kar­ton, auf dem in flam­men­den Buch­sta­ben DIABLO prangte, ließ mein Herz höher schlagen.

In den fol­gen­den Wochen schlug ich mir die Nächte um die Ohren. Ich fie­berte vor dem Bild­schirm der nächs­ten Mons­ter­horde ent­ge­gen, ver­krampfte meine Hand vol­ler Anspan­nung um die gebeu­telte Maus und beschimpfte vir­tu­elle Mächte mit vul­gä­ren Flü­chen. Das tot­ge­sagte Rol­len­spiel­gerne in Gestalt die­ses äußerst teuf­li­schen Spiels hatte mich in sei­nen Bann gezo­gen, es ver­schlang die Zeit wie ein hung­ri­ger Löwe seine Beute.

Mit einem zwei­ten Teil und eini­gen Erwei­te­rungs­packs endete 2001 ein legen­däre Spiele-Reihe, die nicht nur mich, son­dern auch unzäh­lige andere Begeis­terte Rol­len­spie­ler vor den Bild­schirm lockte. Es folgte viele wei­tere Titel die­ses Gerne, einige davon hatte das Poten­tial es mit mei­nem König der Hack’n’Slay Rol­len­spiele auf­zu­neh­men, doch der Zau­ber die­ses Titels stellte sich nicht wie­der ein. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Oktober

Pamphlet für eine überfällige Trennung - Cyber und Gothics

Kategorie: Ansichtssache33 Kommentare

Ist es nicht wit­zig, wenn bunte Glüh­würm­chen — oder auch Cyber genannt — zu tech­no­ider Musik tan­zen? Kann man sich nicht herr­lich dar­über amü­sie­ren, wenn im Netz wie­der ein beson­de­res Fund­stück auf­taucht, in dem tan­zende Knick­licht­gruf­ties — oder auch Cyber genannt — an öffent­li­chen Orten ihre »Moves« prä­sen­tie­ren? Sind sie nicht ein­fach lächer­lich, diese soge­nann­ten Cyber-Gothics?

Man mag von die­ser Form der Selbst­dar­stel­lung hal­ten was man möchte, ich finde sie ganz und gar nicht lächer­lich und rege mich zuneh­mend dar­über auf, dass sich andere dar­über lus­tig machen.

Ich stelle für mich fest: Cyber hat mit Gothic nichts zu tun. Weder musi­ka­lisch, noch optisch und schon gar nicht inhalt­lich. Diese Szene hat längst ihren eige­nen Weg gefun­den und ist vor allem bei Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen beson­ders beliebt. Das es zu stän­di­gen ver­ba­len und the­ma­ti­schen Kon­flik­ten inner­halb der schwar­zen Gemeinde kommt liegt ein­zig und allein an der Tat­sa­che, dass Ver­an­stal­ter von Fes­ti­vals und Dis­ko­the­ken­be­trei­ber immer noch mischen, was nicht mehr zusam­men­ge­hört. Ob es jemals zusam­men­ge­hörte, bleibt frag­lich. Die Gründe sind offen­sicht­lich: Man möchte ein mög­lichst brei­tes Publi­kum anspre­chen um Ver­an­stal­tungs­orte und Fes­ti­val­ge­lände aus­rei­chend zu fül­len, damit Geld ver­dient wird. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 Oktober

Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth

Kategorie: Gothic Friday26 Kommentare

Gothic Friday 2011Wäh­rend drau­ßen die Blät­ter von den Bäu­men rie­seln und in bun­ten Far­ben den bevor­ste­hen­den Herbst ein­läu­ten, sit­zen in den stür­mi­schen Tagen die ein oder ande­ren im Schein eini­ger Ker­zen oder Grab­lich­ter zusam­men und unter­hal­ten sich über die neus­ten musi­ka­li­schen Wun­der­werke, reden über die, die nicht da sind oder tau­schen sich über gemein­same Inter­es­sen und Vor­lie­ben aus. Man­che sin­nie­ren über den Sinn der eige­nen Exis­tenz und phi­lo­so­phie­ren dar­über was war, was ist und was noch kom­men mag. Plötz­lich geis­tert eine Frage durch den Patchouli geschwän­ger­ten Raum: »Was ich Dich schon immer mal fra­gen wollte: Wür­dest du Dich als Teil der Szene betrach­ten?«

Seit es den Gothic Fri­day gibt, erzählt jeder von sich selbst und sei­nen Gedan­ken über Gothic und die schwarze Szene. Wir haben uns für die­sen Monat gedacht, dass wir den Kreis im Okto­ber mal etwas erwei­tern. Denn oft­mals ist es inter­es­sant, was Andere zu den Fra­gen den­ken, die wir uns alle gestellt haben. Ein per­sön­li­ches Inter­view mit einem (ande­ren) Goth ist die beste Mög­lich­keit, mehr von­ein­an­der zu erfah­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 Oktober

Spontis Wochenschau #24/11

Kategorie: Wochenschau1 Kommentar

Spontis WochenschauEine tur­bu­lente Woche, eine ver­rückte Zeit.  Es ist erstaun­lich, aber manch­mal fühlt sich das Leben so an wie ein Baum. Er wächst und gedeiht, ver­än­dert sich und ver­liert im Herbst seine Blät­ter um im Früh­ling wie­der in neuer Blüte zu erwa­chen. Im Augen­blick wiege ich mich im Sturm der Ereig­nisse, die um mich herum gesche­hen, jeder Ast wird auf seine Stand­fes­tig­keit geprüft — wie die Zeit fal­len die Blät­ter des Bau­mes zu Boden. Im Blog ist es ruhig gewor­den, ich muss war­ten, bis sich der Sturm wie­der gelegt hat. Ich muss war­ten, bis der Sturm den Baum von sei­nen Blät­tern befreit hat um zu wis­sen, was Kälte ist und dar­auf zu hof­fen, dass er neue Blät­ter tra­gen wird. Die Blät­ter der Ver­gan­gen­heit wer­den lang­sam Eins mit dem Boden, auf dem sie verwesen.

Nach die­sem, eher phi­lo­so­phi­schem Ansatz einer Moment­auf­nahme, will ich ver­su­chen, mich wie­der dar­auf zu kon­zen­trie­ren, etwas Pro­duk­ti­ves zu tun. Die Wochen­schau ist eine ideale Gele­gen­heit, dem Wet­ter Rech­nung zu tra­gen und etwas von dem wei­ter­zu­ge­ben, was außer­halb des eige­nen Dunst­krei­ses geschieht und lenkt ein wenig von dem ab, was inner­halb geschieht. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Oktober

Gothic Friday September - Resümee

Kategorie: Gothic Friday6 Kommentare

Gothic Friday 2011Ist Gothic (D)ein Lebens­stil? Ein schwe­res Thema, viel­leicht das Schwie­rigste bis jetzt. Selbst Blog­ger, die sonst nicht um Worte ver­le­gen sind, gerie­ten bei die­ser Frage ins Sto­cken. Den­noch haben sich ins­ge­samt 24 Teil­neh­mer damit aus­ein­an­der gesetzt. Das ist eine höhere Betei­li­gungs­quote als bei den letz­ten 4 Gothic Fri­days – kann es sein, dass ihr so tiefsinnig-analytische The­men bevor­zugt? Wir hät­ten da noch ein paar… ;o))

Zudem waren wir ja auch ein biss­chen gemein – ganz unab­sicht­lich natür­lich -  beinhal­tete die Frage doch eigent­lich gleich 2 Fragen:

1. Kann Gothic ein Lebens­stil sein?
2. Ist Gothic dein Lebensstil?

Selbst in die­sen 2 Fra­gen ste­cken einige wei­tere Fra­gen, je nach dem wie stark man dazu in die Tiefe geht. Ihr habt reflek­tiert, phi­lo­so­phiert, Schau­bil­der skiz­ziert, negiert und vor allem viel dis­ku­tiert. Wir sind wirk­lich über­wäl­tigt! Diese Fülle muss­ten wir erst mal ord­nen — das ist auch der Grund, warum wir erst einen Tag spä­ter mit dem Resü­mee um die dunkle Ecke kom­men. Auf jeden Fall ist wohl klar, dass kei­ner von uns mehr leich­ten Fußes oder Sin­nes auf die Frage: Was ist Gothic? – Ein Lebens­stil! ant­wor­tet, ohne die Ant­wort für sich selbst genau erklä­ren zu kön­nen. Ob der Andere diese Erklä­rung ver­dient hat, ist dann auch noch mal eine andere Sache. Den gan­zen Arti­kel lesen… »