Friedhöfe haben eine magische Anziehungskraft, nicht nur für mich. In ihrem neuesten Musikvideo zu Single Skeletons haben die Yeah Yeah Yeahs die Schönheit des berühmten Hollywood Forvever Friedhofes eingefangen und ihn in eine düstere und ästhetische Stimmung getaucht. Barney Clay machte dazu aus den Bandmitgliedern Geister, die er als Projektionen über die Grabstätten des nächtlichen und nebligen Friedhofs in Los Angeles schickt. Dazu filmte er die Band zunächst im Studio um sie dann auf die Nebelschwaden zu projezieren um das ganze wieder zu filmen. Großartig. Der Friedhof, auf dem einige Berühmtheiten neben Dee Dee Ramone begraben liegen, macht eine gute Figur, kommt aber an die alten englischen Friedhöfe im viktorianischen Stil nicht heran.
Sängerin Karen O ist darin in weiten wallenden Kleidern zu sehen die an die amerikanische Tänzerin Loïe Fuller und ihren berühmten Danse Serpentine erinnert, mit dem sie vor über 100 Jahren über Nacht berühmt geworden ist. Der Song versprüht ebenfalls die mystische Charakteristik die man Erwartet und sollte unbedingt in voller Länge genossen werden, es lohnt sich. Außerdem habe ich ein coloriertes Video, dessen Quelle wohl etwas auf das Jahr 1896 zurückzuführen ist, von Loie Fullers Danse Serpentine angehangen, das die Verwandschaft wohl am deutlichsten signalisiert und die Hommage der Yeah Yeah Yeahs noch authentischer und fantastischer macht. …lese den ganzen Artikel
» Gruftige Ästhetik mit den Yeah Yeah Yeahs «
Robert @ 18:01
150 Goths, 2500 Normalos, Sonnenschein, Meer und eine Kreuzfahrt. Passt nicht zusammen? Ich musste mich eines besseren belehren lassen. Einmal im Jahr buchen rund 150 Goths eine gemeinsame Kreuzfahrt in die Karibik und polarisieren gleich mehrere Dinge zur gleichen Zeit. Der Goth Cruise fand erstmals 2004 statt als Reaktion auf eine durchzechte Nacht und der Idee mit gleichgesinnten Freunden in Urlaub zu fahren. Der Event wurde musikalisch angereichert und entwickelte sich nicht zum größten, aber zu einem der außergewöhnlichsten Events der internationalen Gothic Szene, auch wenn die Teilnahme bereits an pure Dekadenz grenzt, denn die etwa 600€ für die 5-tägige Kreuzfahrt spricht keine breite Klientel an. In den USA konkurrieren zwei unterschiedliche Reisen, bei denen es wegen der Namensgleichheit zu Verwechslungen kommt. Der Goth Cruise, um den es hier geht und den älteren und größeren Gothic Cruise, zu dem wir ein anderes mal kommen. …lese den ganzen Artikel
» Auch die brauchen mal Urlaub: Goth Cruise «
Robert @ 18:36
Ja ihr seid noch richtig. Jetzt bekommt ihr von dem, der das Wort Regelmäßigkeit in seinen völlig eigenen Maßstäben definiert, wieder eine Wochenschau und diesmal direkt vor den Bug. Eigentlich wollte ich Ricardas Gedanken zu Blogs und Kommentaren noch hier einbringen, möchte das aber in einem eigenen Thema nochmals aufgreifen. Ganz passend zum Thema ist allerdings das vermutete aussterben von Blogs oder auch Bloggern, das ich aus aktuellem Anlass noch mal aufgreife. Ein paar weitere Gedanken beschäftigen mich dieses Jahr auch noch, so finde ich die Frage interessant ob Blogger, gerne auch Themenverwandte, oder auch Blogger und Kommentatoren auch bei einer realen Zusammenkunft so eloquent miteinander umgehen können. Ich bin mir sicher das auf den zahlreichen Festivals wieder einige “Kollegen” anwesend sein werden, mal sehen ob sich da was arrangieren lässt. Aber das ist mal wieder eine sondersgleiche Abschweifung. Noch ein kleiner Hinweis in fremder Sache, freeqnet hat sich umgezogen. Seine neuen äußert liebreizenden Klamotten sind eine genauere Betrachtung wert, denn sie sind wie immer anders und innovativ und diesmal minimalistisch und Ideenreich. Anstoß wieder selbst einmal etwas zu dekorieren.
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» Spontis Wochenschau #05 «
Robert @ 17:14
Ein wenig verwundert war ich ja schon, als ich ein Video über die Zweckmäßigkeit des Anschnallens gefunden habe. Schließlich gehört das doch zur täglichen Routine, oder etwa nicht? Die Gefährlichkeit liegt in der Routine, denn wie oft schnallt man sich an, ohne das etwas passiert? Ist es nicht lästig für den kurzen Heimweg den Gurt anzulegen? Außerdem schneidet der Gurt doch unangenehm ein und behindert furchtbar beim fahren, oder? Auf dem kurzen Stück wird schon nichts passieren.
Doch wer jetzt ein steifes, langweiliges Video im Stil des 7.Sinn erwartet wird überrascht oder enttäuscht, je nach Sichtweise. Die simple Schönheit des Videos geht näher als man zunächst erwarten mag, die einzelnen Elemente der Inszenierung passen so harmonisch zusammen das keins von ihnen fehlen dürfte. Und genau das scheint ein gelungenes Rezept zu sein um englischen Gurtmuffeln den Lebensretter näher zu bringen. Sussex Safer Roads, der Initiator des Videos scheint selbst überrascht vom Erfolg : “Embrace Life – the Sussex Safer Roads Partnership’s seat belt advert – has gone global and smashed through 250,000 views.and has been invited to appear on French national TV and at the Ted.Com Conference in California next week.” Mittlerweile eilt es mit großen Schritten auf eine halbe Millionen Zugriffe und zeigt das es entweder aktueller ist als man dachte oder schöner als man sich vorstellen könnte. Trefft eure Entscheidung selbst: …lese den ganzen Artikel
» Schlichte Eindringlichkeit: Embrace Life «
Robert @ 10:25
In der Kürze liegt die Würze. Mit dem Ende des Januar 2010 kommt auch die vierte Wochenschau heraus, die wieder einmal viel zu spät erscheint, wie immer eigentlich. Ich muss unbedingt an meinem Workflow (geiles Wort) arbeiten. Das letzte Wort zum Januar schenke ich persönlichen Bereich meiner Gedanken. Die letzte Januarwoche jedenfalls kommt mit gemischten Gefühlen, denn Zeit erscheint immer schneller. Wie ein Passagier im fahrenden Zug scheint die Welt manchmal an mir vorbeizuschiessen, ein ganzer Monat ist vorbei und hinterlässt das ungute Gefühl nicht genug getan zu haben, für sich oder auch für andere. Etwas wehmütig schaut man immer noch auf das alte Jahr zurück und lässt die eigenen Fehler Revue passieren um 2010 die gleichen nicht noch einmal zu machen. …lese den ganzen Artikel
» Spontis Wochenschau #04 «
Robert @ 02:00
Wie entsteht eigentlich so ein Klischee? Und vor allem, warum drängen sich immer mehr Jugendkulturelle Szene in das mediale Licht der Öffentlichkeit? Ein Klischee ist eine übertriebene Vorstellung der Realität, die häufig durch ein überbeanspruchtes Bild oder Stilmittel ausgelöst wird. Seitdem der visuelle Markt mit immer neuen Marotten einiger Menschen gefüttert werden will um die Zuschauer zu beeindrucken, rücken Jugendkulturelle Szenen wieder in der Vordergrund und werden ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt, obwohl sie das in der Regel ablehnen.
Neulich stolperte ich über folgende Anzeige: “Sexy Mädels für HOT5 (ProSieben) gesucht! Jetzt bewerben! [...] Für die bekannte Kult-Rubrik “Hot5″ bei ProSieben taff werden wieder Teilnehmerinnen im Alter von 18-29 Jahren aus ganz Deutschland gesucht! [...] Die kommenden Ausgaben von HOT5 stehen jeweils unter einem Motto.”
Hot 5 ist eine Rubrik die im Rahmen der Sendung taff gezeigt wird, bei der es um die weibliche Selbsteinschätzung und deren Wirkung auf Männer geht. Sie sollen ihre Wirkung auf Männer einschätzen, die sie dann in einem zweiten Schritt “ranken”. Ein Blick in die jüngste Staffel vom Dezember 2009 wirkt auf mich wie ein Fleischbeschau, bei dem sich die vorwiegend sehr jungen Mädchen von etwa gleichaltrigen Männern bewerten lassen. Die meisten davon sind nach eigenen Angaben in der Model-Branche tätig und versuchen vielleicht ihren Bekanntheitsgrad zur erhöhen oder ihren Geldbeutel zu bereichern, vielleicht auch aus Spaß an der Freude doch ohne sich ein genaues Bild davon zu machen welche Wirkung sie dabei auf den Zuschauer haben. Letztendlich bestimmt ja Regie und Produktion wie etwas dargestellt wird. …lese den ganzen Artikel
» Vom Klischee und seiner Geburt «
Robert @ 16:37