8 Dezember

Die Macher vom Young & Cold Festival im Interview: Von der leidenschaftlichen Null in der Kasse

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Young and ColdDen rund 150 Gästen des 4. Young & Cold Festivals in Augsburg sind die beiden Abende sicherlich noch in bleibender Erinnerung geblieben. Während in der Ballonfabrik der Tanzschweiß von der Decke zu tropfen drohte, schüttete es draußen wie aus bayrischen Eimern auf den sonst so gemütlichen Außenbereich der Location. Auch der überdimensionierte Boller-Ofen vermochte es nicht, die wenigen Frischluftwaver über die obligatorische Zigarettenlänge hinaus draußen zu halten. So kam es gerade im überdachten Eingangsbereich zu gelegentlichen, aber irgendwie sehr spannenden Staus, die sämtliche Berührungsängste auf sympathische Art und Weise im Keim erstickten. Der Stimmung konnten jedoch auch die Umstände nichts anhaben und so fragte man sich spätestens am Sonntag Mittag, wie es 2017 (14. September bis 17. September) mit dem Young & Cold weitergehen würde.

Flederflausch hat sich glücklicherweise mit den Machern im stillen Kämmerlein getroffen und genau diese Frage in die Runde geworfen, denn für 2017 wurde ja bereits im Vorfeld schon angekündigt, das Festivals auf 3 Tage auszudehnen und über mehrere Locations in Augsburg zu verteilen. Grund genug ein wenig über die Details in Erfahrung zu bringen. Außerdem sprach sie das angeschlossene Label an und wollte in Erfahrung, was es mit der Kassetten-Nostalgie auf sich hat, wie das Young & Cold Team die Szene einschätzt, was sich Babsi bei der Deko so gedacht hat und wie man in Zeiten von Internet und gefühlten Festivals an jeder Ecke mit seiner Nische die Treue hält.
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6 Dezember

Gothic Friday November – Abgrenzung über Vorliebe? (GM)

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Yorick in WeimarDas Novemberthema des Gothic Friday zum Thema Abgrenzung und Gesellschaftskritik schließt mit einem Beitrag von GM. Nehmt euch einen Moment und lest, wie sie von der Erregung ihres Umfelds mit umgedrehten Kreuzen zum persönlichen Studium des Runen-Alphabets gekommen ist. Und seid gespannt, das Dezember-Thema mit wahrlich besinnlichem Thema steht bereits in den Startlöchern.

Mein Beitrag ließ sich nicht rechtzeitig fertigstellen, weil ich mit mir uneins war. Meine Herangehensweise war wohl zu rational, so kann ich nicht schreiben.

Nun also mit anderer Taktik…

Was war zuerst, die Abgrenzung oder die Vorliebe? Beeinflusste die Abgrenzung meine Vorliebe oder war es meine Vorliebe, die mich in die Abgrenzung führte? Den ganzen Artikel lesen… »


2 Dezember

Dokumentation: Isabel, die Gruftsohle aus Leipzig 1990

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isabel-19901990 sieht es im Leipziger Stadtteil Connewitz immer noch so aus, als wäre der Krieg gerade erst vorüber. Zusammen mit einigen befreundeten Punks und Gruftis hat die damals 14-jährige Isabel ein abbruchreifes Haus besetzt. Es gibt keine Jugendclubs und keine anderen Möglichkeiten sich zu treffen, deshalb haben sie ihr Glück selbst in die Hand genommen. Kurz nach dem Fall der Mauer ist ihre Zukunft noch ungewiss, sie freuen sich auf die D-Mark und glauben fest daran, dass es bald zu einer Wiedervereinigung kommt. Die sozialistische Heimat gibt es nicht mehr, die Werte, mit denen die Jugendlichen aufwachsen sind, gelten plötzlich nicht mehr. Isabel läuft scheinbar mit ihrer ganzen Jugendlichkeit ins Leere. Auf die Frage, was sie mal werden möchte antwortet sie: „Och im Kapitalismus wachsen Haare – werd ich Friseuse.“ Sie möchte sich bemühen ihr Leben zu schaffen, sagt sie, doch mit dem sächsischen Dialekt, der unsicheren Fröhlichkeit und Ihrer melancholischen Ausstrahlung klingt es eher nach dem Wunsch zu überleben. In Leipzig ist es für sie als „Gruftsohle“, wie sie sich selber nennt, nicht sicher. „Mich wollten sie schon öfter zusammennieten, vor allen Dingen die Rechten eben.Den ganzen Artikel lesen… »


1 Dezember

Gothic Friday November: Manchmal schäme ich mich, zur gleichen Spezies zu gehören (Marion)

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marion-gesellschaftskritikMarion fühlt sich bei „den Schwarzen“ einfach wohler als beim Rest der Gesellschaft. Dieser Umstand sorgt immerhin dafür, dass Sie sich Zeit genommen hat, den letzten Beitrag zum aktuellen Gothic Friday etwas zu schreiben. Für das November-Thema setzt Sie sich mit der Frage auseinander, ob sie in der Szene und eine Form der Abgrenzung sieht oder ob zum Gothic-Sein auch Gesellschaftskritik gehören muss.

Hat Gothic etwas mit Gesellschaftskritik zu tun? Sind Gothic gesellschaftskritisch und grenzen sie sich, nicht nur optisch sondern auch gedanklich oder aktiv in ihrem Verhalten von der Gesellschaft ab? Ich muss gestehen, mein erster Gedanke war „leider nein“.  Denn was ist die Szene denn nun heute. Jeder kann sich das schwarze, knappe Outfit auf diversen Internetseiten bestellen, auf Facebook eine mehr oder minder gruftige Veranstaltung suchen und dort zu Rammstein tanzen. Politischer Aktivismus? Engagement in Umwelt- oder Sozialfragen? Konsumkritik? Leider nein. Zumindest nicht als Gesamtszenekonstrukt. Den ganzen Artikel lesen… »


29 November

Gothic Friday November: Du musst dein Ändern leben (Kathi)

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rainer-mariaKathi, die in ihrer Freizeit auch mal gerne Leute im Filmpark Babelsberg erschreckt, ist eine der treuesten Spontis-Leserinnen und Teilnehmerinnen des Gothic Fridays. Dass die Berlinerin, die immer wieder bei Demonstrationen in Berlin ihrer Meinung Nachdruck verleiht, zum aktuellen November-Thema etwas schreiben wollte, ja schreiben musste, liegt daher auf der Hand. Ich freue mich sehr, das sie es trotz einiger Unwägbarkeiten in ihrem Leben doch noch geschafft hat, ihre Sicht der Dinge beizutragen:

Ehe man andere beurteilt, sollte man bei sich selbst anfangen. So sehe ich das jedenfalls. Ich kann daher Rilkes Aussage, die auch die Überschrift zu meinem Beitrag spendet, zu hundert Prozent unterschreiben. Abgesehen davon, dass ich noch nicht lange genug dabei bin, um zu beurteilen, wie unsere Subkultur in Sachen Veränderungswillen aufgestellt ist. In der Gothic-Szene habe ich Solche und solche Menschen kennengelernt. Die meisten Menschen, die etwas verändern wollen, lerne ich auf der Straße bei Demonstrationen kennen und da sind die Gruftis eher in der Minderheit. Den ganzen Artikel lesen… »


27 November

Gothic Friday November: (Nur) Abgrenzung oder Gesellschaftskritik? (Majudi)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Offensichtlich beschäftigt die Frage, ob in der Gothic-Szene Abgrenzung oder Gesellschaftskritik im Vordergrund steht, auch einige Leser, die bisher noch nicht in Erscheinung getreten sind. Umso mehr freut es mich, dass Majudi ebenfalls darüber nachgedacht hat und ihre Gedanken in schriftlicher Form in meinen virtuellen Briefkasten steckte. Doppelt beeindruckt war ich dann vom schieren Umfang ihrer Ausführungen, die einen sehr intensiven Gedankenprozess mit der Frage offenbaren. Was zum Beipsiel Che Guevara mit der Sache zu tun hat, erzählt Sie uns am besten selbst.

Steckt in „der“ Gothic-Szene Gesellschaftskritik und wenn ja wie viel, oder welche? … Puh … eine Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe, eher zweifelnd in Bezug auf einen gesellschaftskritischen Gehalt der Szene. Eine Antwort für mich habe ich mittlerweile beziehungsweise für den Moment gefunden.   Den ganzen Artikel lesen… »


26 November

Gothic Friday November: Und ewig lebt der Selbstbetrug! (Orphi)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 10 Kommentare

Sabrina The Bat EulenforstIch finde, dieser Gothic Friday suggeriert, dass die Schwarze Szene sich gegen die Gesellschaft auflehnt und ihr durch rebellisches Verhalten etwas entgegensetzt. Das hat die Schwarze Szene aber noch nie auch nur ansatzweise gemacht.

Die Hippies haben der Gesellschaft eine Vision von freier Liebe und „Friede, Freude Eierkuchen“ entgegengehalten. Sie haben Kommunen gegründet, haben versucht, die Gesellschaft zu kritisieren und zu verändern.

Die Punks haben sich aktiv und aggressiv gegen das Establishment gestellt und sich deutlich nonkonformistisch verhalten, um bestehende Machtstrukturen zu zerschmettern und unter dem Motto „No Future“ auf ihre Perspektivlosigkeit hinzuweisen. Es gab radikale soziale und politische Forderungen. Den ganzen Artikel lesen… »


24 November

Gothic Friday November: Ein kleiner Funken bewusster Abgrenzung ist immer noch dabei (Lilia)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: Keine Kommentare
Gesellschafts und Szene-Kritik

Verkommen wir zur Party- und Selbstdarstellerkultur?

Aus der Stille der Mitleser springt Lilia über ihren Schatten ins schale Licht unseres kleines Mondes – was mich sehr freut – obwohl das wieder die Stimmung, die der Mond verzweifelt aufzubauen versuchte, zerstört. Für das Thema „Gesellschaftskritik“ des diesmonatigen Gothic-Fridays wollte sie etwas beitragen und hat mir ihren Text geschickt. Für Lilia ist immer noch einer kleiner Funke ihrer bewussten Abgrenzung dabei – nur einfach so zählt sie sich nicht zur Szene. Worin Ihre Abgrenzung liegt und warum sich solche Einstellungen immer weniger finden, könnt ihr selbst herausfinden:

Gesellschaftskritik

Mir war schon immer alles ein wenig zu schnell, zu laut und zu bunt. Heute ist es das oft mehr den je. An manchen Tagen bin ich es leid, in einer Gesellschaft zu leben, die von Egoismus, Schnelllebigkeit, Konsumwahn, Geld, Gewalt und Oberflächlichkeit dominiert wird. Es geht meinem Empfinden nach, nur noch darum, immer schneller der neuesten Technik und den aktuellsten Trends hinterherzujagen. Online-Shops und flexible Finanzierungsmöglichkeiten ermöglichen es uns, in Sekundenschnelle Kram zu erwerben, den wir eigentlich gar nicht benötigen. So etwas wie Wertschätzung gegenüber materiellen Dingen existiert immer mehr genauso wenig (Stichwort: Wegwerfgesellschaft), wie Respekt, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen. All das heiße ich nicht gut. Den ganzen Artikel lesen… »


19 November

Gothic Friday November: Misanthropische Tendenzen (Tanzfledermaus)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 7 Kommentare

Misantropische TendenzenFür Tanzfledermaus steht dieser Gothic Friday im Zeichen der Misanthropie, über die Schopenhauer schon so treffend schrieb: „So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“ Lest, welche Fehler Sie verabscheut und ihr Misstrauen stetig wachsen lassen.

Mein Menschenbild war eigentlich noch nie das allerbeste, aber aktuell befinde ich mich wohl in einer sehr misanthropischen Phase, ausgelöst durch ein paar sehr unschöne Erfahrungen im – vermeintlichen Freundeskreis. Begannen meine schlechten Erfahrungen in der Kindheit (von den Mitschülern in der Grundschule gedisst, in der Mittelstufe ignoriert, in der Oberstufe zwar akzeptiert, aber doch nur mit wenig engeren Kontakten), so kamen in den späteren Jahren immer wieder zum Teil schwere Enttäuschungen und Verletzungen hinzu. Inzwischen zähle ich nur noch sehr wenig Menschen aus meinem Umfeld als Freunde oder generell vertrauenswürdig. Ich habe auch nur noch wenig Lust, neue Menschen kennen zu lernen. Und auch langjährige Freunde und Bekannte entpuppten sich oft als falsch und respektlos. Den ganzen Artikel lesen… »


17 November

Grufti Haarkunst – Wie ging das denn damals so?

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: 22 Kommentare
Haare bauen - Mone früher

Das war so 1990 rum irgendwo im tiefsten Bayern. Ich vermute im Melodrom. Vielleicht erkennt ja wer den Hintergrund?

Vor rund einem Jahr schrieb Mone vom Rabenhorst von Türmen, Tellern und Iros aus längst vergangenen Zeiten und blickte etwas wehmütig auf die heutige Szene, die sich aus ihrer Sicht und aus welchen Gründen auch immer, mit „Perücken, Hüten, Hörner oder sonstige Headpieces, mal mehr oder weniger passend zu ihren Kleidern“ schmückt. Bei einer Haare-Bau-Session mit Orphi im heimischen Eulenforst wurde der Entschluss gefasst, die Angelegenheit mal zu dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten. Jetzt hat sich Mone ein hingesetzt und eine Art Foto-Love-Story über das Haare bauen verfasst:

Ich habe lange überlegt, genau genommen fast 2 Jahre, ob ein kurzer Artikel über das „Stellen von Haaren“ überhaupt Sinn macht. Angesichts zahlreicher Styling-Anleitungen bei YouTube fand ich einen weiteren Beitrag im Internet eher überflüssig, zumal es sicher heutzutage auch viele mehr Möglichkeiten oder Hilfsmittel (wie zum Beispiel Styling-Puder) gibt. Meine Erfahrungen und Praktiken sind hier doch eher Old-School, also locker über 25 Jahre alt, auch wenn sie natürlich nach wie vor funktionieren.

Ausschlaggebend für diesen Beitrag war dann jetzt aber doch die jüngste Nachfrage eines jüngeren Haarbau-Profis, wo man ein vernünftiges Kreppeisen herbekäme und wie das mit dem Kreppen eigentlich denn so funktioniert. Nun gut. Eine Foto-Story ist ja ein bisschen was anderes als ein Video und zufällig habe ich gerade etwas Zeit. Los geht’s, so war das also damals…. Den ganzen Artikel lesen… »