11 November

Gothic Friday November: Wer resigniert, hat bereits verloren! (Teufelsweib)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Gothic Friday - TeufelsweibBisher, so schreibt uns das Teufelsweib in ihrer E-Mail, war sie nur stille Mitleserin, möchte es sich aber nicht entgehen lassen, zum aktuellen Gothic-Friday ein wenig beizutragen. Das wir darüber hinaus ihre rettende Insel in der sonst so „ungothischen Welt“ sind, freut uns natürlich umso mehr – auch wenn das ja dem Klischee nach wieder ungothisch wäre.  Lest, warum Teufelsweib von unserer Versklavung spricht und was Sie ablehnt und bekämpft. Vielleicht trägt Sie ihren Kampf auch weiterhin im Gothic Friday aus und lässt uns an ihren Gedanken teilhaben.

Gothics … wieviel Gesellschaftkritik steckt dahinter? Wie seht ihr das?
Mein Eindruck ist der, dass zu aller Anfang Gesellschaftskritik und Distanzierung größtenteils Ausdruck der Szene war. In den letzen 10 – 15 Jahren ist diese jedoch leider zu einer überwiegend leeren Hülle, Maskerade beziehungsweise Verkleidung verkommen und teils dem üblichen Kommerz verfallen ist, in den Medien ausverkauft und prostituiert worden. Die Alteingesessenen mit entsprechender Einstellung und Kleidung/Frisur sind rar gesät, die Junggothen passen sich eher an, sind oft nur Freizeitgothen, von Rebellion kriege ich gar nichts mit. Stattdessen ein Sehen und Gesehen werden, dazugehören wollen – frei nach dem Motto „wer ist der/die Schönste im ganzen Land“ – auf der Fete am Wochenende oder am Festival mal Prinz oder Prinzesschen sein, das ist angesagt. Den ganzen Artikel lesen… »


9 November

Gothic Friday November – Ich habe genug Gründe, nonkonform zu sein (Svartur)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 5 Kommentare

Svartur Nott - StylingDas Novemberthema stand schon länger auf meiner Wunschliste für den Gothic Friday. Seit ich mich mit dem Phänomen der Schwarzen Szene und insbesondere mit dem Anteil „Gothic“ beschäftige, stelle ich mir genau diese Frage: Ist Gesellschaftskritik unabdingbarer Bestandteil von beiden, also Schwarzer- und Gothic (als Teil der Wave)-Szene? Und warum trenne ich das überhaupt?

Die Schwarze Szene ist für mich nur der schwammige Überbegriff einer äußerst heterogenen (Menschen)masse, welche musikalisch von Metal-Gitarren, über Dudelsack und Drehleier, bis hin zu technoiden Hoover-Sounds reicht. Ebenso vielfältig sind die Inhalte. Kann man ihr pauschal eine übergreifende gesellschaftskritische Haltung unterstellen? Ich behaupte, nein, das kann man nicht. Natürlich gibt es dort nicht wenige Künstler und Individuen, die eine solche Haltung haben, aber eben auch mehr als genug Hedonisten, welche das Ganze (am Wochenende) nur aus Spaß an der Freude mitmachen. Den ganzen Artikel lesen… »


4 November

Grufti-Fete 1993: Die unheimliche Kerstin feiert ihren 30. Geburtstag – Und alle kamen

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 8 Kommentare

geburtstagsfeierWie war das eigentlich mit dem Kennenlernen, als noch keine sozialen Netzwerke gegeben hat? In meiner Jugend und bis in die späten 90er waren das unter anderen die sogenannten „Feten“, falls das Wort noch jemand kennt, die zu allen möglichen Gelegenheiten im elterlichen Party-Keller in angemieteten Jugend-Clubs oder den Sälen irgendwelcher Gaststätten stattfanden. Geburtstagsfeten waren großartigen Gelegenheiten, neue Leute kennen zulernen. Einen Teil der Leute kannte man meistens, während der andere Teil aus Unbekannteren bestand, die aus anderen Orten, Schulen oder sonstigen Cliquen kamen. Da war man einfach viel lockerer, weil man ja meistens ein paar Leute kannte, die wiederum ein paar andere Leute kannten mit denen man dann ins Gespräch gekommen ist, von denen man dann nicht selten ebenfalls eingeladen wurde. Gespräche waren sowieso wichtiger als Musik, die erst im Laufe der Nacht an Bedeutung gewann. Wie das damals so war, auf einer dieser Feten, erzählt uns Malte in seinem neuesten Artikel aus seiner „Dunklen Vergangenheit„.

Wir sind im Jahr 1993. Jeder von uns kannte Kerstin. Obwohl sie im eigentlichen Sinne keine Prominente ist, war sie in unserer Szene überall anzutreffen. Egal, wohin man fuhr, egal, wo etwas los war: Kerstin war schon da. Fast schon ein bisschen unheimlich, aber an Kerstin kam niemand vorbei. Im September (?) 1993 sollte Kerstin 30 Jahre alt werden und hatte zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Jeder wusste davon. Es konnte kommen, wer wollte und es war schon irgendwie eine große Ehre, von ihr persönlich eingeladen worden zu sein… Den ganzen Artikel lesen… »


28 Oktober

Gothic Friday November: Abgrenzung und Gesellschaftskritik?

von undKategorie: Gothic FridayDiskussion: 18 Kommentare

Gothic Friday 2016 - November

Unsere Wurzeln liegen im Punk. Einer Jugendbewegung, die sich die Rebellion auf die Fahnen geschrieben hatte und gegen all das protestierte, was ihrer Meinung nach falsch lief, eingefahren erschien und einfach nicht mehr ihrem Zeitgeist entsprach. Gothics, wie man die schwarz gekleideten Gestalten Mitte der 80er nannte, provozierte vornehmlich durch ihr Äußeres. Schwarze Kleidung, weiß geschminkte Gesichter, religiöse und okkulte Symbole gepaart mit einer Musikrichtung, in deren Texten die dunklen Seiten des Lebens häufig einen gemeinsamen Nenner bilden stiftete Verwirrung in der Gesellschaft. Doch wieviel Gesellschaftkritik steckte dahinter? Ihr habt sicherlich schon einmal die Floskeln vernommen, das Gothics „die Gesellschaft ablehnen“ oder sich von ihr distanzieren. „Sie ziehen sich resignierend in ihre eigenen Welten zurück.“ Es gäbe noch reichlich solcher Beschreibung. Wie seht ihr das? Denn um diese und ähnliche Fragen soll es im November gehen: Den ganzen Artikel lesen… »


25 Oktober

Spontis Wochenschau #6/2016 – More Dead than Alive

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 7 Kommentare

Spontis WochenschauBevor ich jetzt für jede Meldung ein Fass – oder auch einen Artikel – aufmache, das wichtigste in Kürze. Im Oktober gibt es keinen Gothic Friday. Die Themensuche nahm Zeit in Anspruch und dieses verdammte echte Leben raubte vielen Helfern aus unserem Team die Zeit und jetzt ist einfach zu spät, um noch im Oktober einen Gothic-Friday zu starten. Dafür geht es Anfang November weiter und endet auch erst mit dem Februar 2017. Oder so. Man muss auch einfach mal aus dem kleinbürgerlichen Plänemachen ausbrechen! Nach einer Anregungen aus den Kommentaren habe ich jetzt ein Spontis-Fotoalbum begonnen, in dem ich die Bilder, die teilweisen zu vielen Artikeln erschienen sind, sammle und zum durchstöbern bereit stelle. Hier wird auch nicht aussortiert und zurechtgefummelt. Sozusagen der Directors Cut. Momentan sind Friedhofsbilder und die Bilder von den Spontis-Treffen geplant, auch Galerien von Lesern finden hier ihren Platz. Und dafür, dass es dieses Ausgabe keine Lebensweisheiten von mir gibt, ist die Wochenschau deutlich voller geworden. Das waren die Guten Nachrichten, die schlechte: Pete Burns ist tot. Kein großer Künstler, Musiker oder Sänger, dafür einer der letzten echten Freaks unter den ganzen Angepassten. Den ganzen Artikel lesen… »


17 Oktober

Leipzig in Schwarz – Interviews aus der Ausstellung als Videos

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 3 Kommentare

Leipzig in SchwarzÜber die Ausstellung „Leipzig in Schwarz„, die anlässlich des 25. Wave-Gotik-Treffens im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig stattgefunden hat, wurde bereits in zahlreichen Zusammenhängen berichtet. Das zur Ausstellung herausgebrachte Buch, fand bei den meisten Lesern großen Anklang. Dennoch gab es auch einige kritische Stimmen zur Ausstellung. Für manche war es ein intensiver Einblick in die schwarze Welt, für andere ein Ausverkauf ihres Refugiums. (An dieser Stelle sei auf die aktuelle Ausgabe des Pfingstgeflüsters hingewiesen, in dem Sabrina genau von diesem Gefühl erzählt.) Während man die Ausstellung auf der einen Seite für seine zahlreichen authentischen Ausstellungsstücke lobte, wurde sie andererseits für so manch ausgestellte Unmöglichkeit zerrissen. Nicht jeder mag eben einen Rundgang durch sein Wohnzimmer. Leider hatten auch manche Spontis-Leser nicht die Möglichkeit nach Leipzig zu kommen, um sich ein eigenes Bild zu machen. So bleibt oft genug nur das Buch oder die Impressionen der Besucher, die in sozialen Netzwerken geteilt werden. Den ganzen Artikel lesen… »


14 Oktober

Resümee September: Eure Welt im Schatten des Netzes

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 4 Kommentare

Der Gothic Friday drehte sich im September um eure schwarze, digitale Welt in Schatten des Internets. Dazu wurden diverse Leitfragen gestellt, deren erste sich auf eure Verbindung eures Schwarzen Daseins zum Netz bezog.

Internet und Schwarze Szene?

Die Mehrheit der Beitragenden empfinden das Netz für ihr schwarzes Dasein als Bereicherung – zum Beispiel zum Kennenlernen von Menschen auf der selben Wellenlänge. O-Ton Cookie: „Über das Internet, ob über Twitter oder Blogs oder sonstwas, ist es einfacher Menschen zu finden, die ähnlich ticken, weil man viel schneller viel mehr über sie erfährt und dann auch direkt Gemeinsamkeiten entdeckt.Robert sieht das Netz in diesem Sinne als Bindeglied, welches in den 2000ern die Szene am Leben hielt: „hier fand man auch als einsamer Grufti in der tiefsten dörflichen Provinz Anschluss.“ Das Netz wird auch unter Schwarzen für den generellen Austausch und die Kontaktpflege genutzt (Ronny), wie beispielsweise hier beim Gothic Friday 2016 (Fledermama). Den ganzen Artikel lesen… »


11 Oktober

Riding the Dark Wave – Young&Cold IV in Augsburg

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 3 Kommentare
Alles bei ihrem Auftritt in der Ballonfabrik

Alles bei ihrem Auftritt in der Ballonfabrik

Die Schminke ist drauf, die Haare stehen, das Outfit sitzt, die Tiefkühlpizza hat den kleinen Hunger vertrieben, ich bin furchtbar aufgedreht und im Freudentaumel verlassen wir unsere Unterkunft – okay, nein, so war es dann doch nicht. Die Haare zum stehen zu bekommen war ein unglaublicher Akt und ich hatte vor lauter Kleidung im Gepäck nichts zum anziehen, die Tiefkühlpizza glich sich in der Farbe meiner Kleidung an und die Bahn spuckte Matthias viel zu spät in Augsburg aus. Natürlich hat auch keiner von uns ein gefühltes halbes Jahrhundert gebraucht, bis das Äußere stimmte, niemand musste sich noch was zu essen besorgen und wir haben uns auch nicht verlaufen auf dem Weg zur Ballonfabrik – es ist alleine der Deutschen Bahn anzulasten, dass wir – Matthias, Nancy und ich – erstmal gepflegt die ersten beiden Bands des vierten Young&Cold Festivals in Augsburg verpassten. (Was mir vor allem um Adam Usi leid tut, wollte ich das doch gerne mal live erleben und noch mehr – zeigen schon die Bilder des Auftrittes, wie großartig Adam seine Musik zelebriert haben muss). Den ganzen Artikel lesen… »


6 Oktober

Die Gothic-Szene, eine Welt der Traurigkeitsgenießer?

von Kategorie: Ansichtssache, FundgrubeDiskussion: 19 Kommentare

traurigkeitsgeniesserMusikpsychologen wollen herausgefunden haben, warum einige Menschen melancholische Musik bevorzugen und die dabei empfundene Trauer für sie ein Genuss sein kann. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, der eine zu Grunde liegende Studie britischer und finnischer Forscher zusammenfasste, brachte mich zum Grübeln. Nicht nur, weil ich die Idee dahinter sehr spannend finde und mich auch selbst mit der Vorstellung beschäftigen möchte, sondern auch, warum die Musikrichtungen der schwarzen Szene, oder auch die Szene selbst darin keine Rolle spielt. Es liegt doch auf der Hand, dass eine Szene, die sich immer schon mit der melancholischen Seiten der Musik identifiziert hat, eigentlich ein Paradebeispiel sein sollte. Oder nicht? Den ganzen Artikel lesen… »


4 Oktober

Gothic Friday September – Das Internet… eine Liebe die anhält (GM)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 2 Kommentare

Amalie Winter

Auch in GMs September-Beitrag zum Gothic Friday zeigt sich, wie wichtig das Netz für die Kontaktpflege, Information und Suche ist. So werden nicht nur ihre Bedürfnisse, wie das Erkunden neuer Literatur, Poesie und Musik maßgeblich durch dieses Medium befriedigt, sondern auch Inspirationen für handwerkliche Interessen eingeholt… 

Meinen ersten Kontakt hatte ich 1999, damals machte ich eine Fortbildung. Als diese beendet war, bestellte ich mir sofort einen Computer, Kostenpunkt 999 DM mit Bildschirm, Tastatur und Maus. Erinnert sich noch wer an die spannende Melodie des Modems, wenn es einen Verbindungsversuch startete? Wenn ein Anruf kam, flog man aus der Leitung. Sehr viel konnte ich damals nicht im Internet unterwegs sein, immerhin wurde noch in Minuten abgerechnet und das kostete richtig Geld. Den ganzen Artikel lesen… »