8 August

Ohne Worte: Küss mich, mein Dummkopf

Kategorie: Schwarze Szene2 Kommentare
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1915 spielte das Sex­sym­bol des Stumm­films Theda Bara den weib­li­chen Vam­pir in dem Film „A fool there was”.  Am Ende beugt sie sich über den toten Leich­nam des jun­gen Man­nes, der ihrem Ant­litz ver­fal­len war und sagt: „Küss mich, mein Dumm­kopf.” (via Luxe et Vani­tés)


7 August

Totentanz in der Gruftie-Szene 1991

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Ein blas­ser Mond liegt über dem Fried­hof. Vom Kirch­turm tönt es leise zwei Uhr: Schwarze Gestal­ten huschen durch eine Lücke in der Fried­hofs­mauer. Der brave Bür­ger hat längst das Licht gelöscht. Die Gruf­ties zün­den ihre Ker­zen an. Ihr war­mer Schein weist den Weg zu Grä­bern und Gruf­ten. Es ist wie schon so oft — und doch anders. Die Gruf­ties neh­men die­ses mal uns mit. ” Eine durch­aus gelun­gene Ein­lei­tung für einen Arti­kel, der etwa 1991 in der Zeit­schrift Neues Leben erschien. Doch auch der Arti­kel selbst scheint sich vom übli­chen Vorurteils-Brei die­ser Zeit abzu­he­ben und einen eige­nen Weg zu gehen.

Ich weiß, daß es nicht pas­sie­ren wird. Hier, in die­ser Nacht und auf die­sem Fried­hof, wird keine schwarze Messe zele­briert. Kei­ner Katze wird das Fell über die Ohren gezo­gen, um sie Satan zu opfern. Nie­mand trinkt eine Blut­kon­serve leer. Grab­steine und Särge blei­ben unbe­rührt. Die hier auf den Fried­hof gehen ver­ab­scheuen diese Kli­schees, das höchs­tens 2 von 100 Gruf­ties bedie­nen.” Damit geht die Zeit­schrift auf ein Phä­no­men ein, das sich eben­falls Anfang der 90er und vor­wie­gend in den neuen Bun­des­län­dern zu beob­ach­ten war.

Eine Zeit, in der wohl mög­lich eine Gestal­ten sich neu ent­deck­ten und aus­pro­bier­ten. In eini­gen Tages­zei­tun­gen die von 90–93 erschie­nen war immer wie­der von „Toten­mes­sen”, „Teu­fels­be­schwö­run­gen” und „Schwar­zen Mes­sen” die Rede, denen oft als ein­zi­ges Indiz Wachs­spu­ren auf Grab­stei­nen oder gemalte Zei­chen im Sand der Fuß­wege dien­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 August

Enola Gay - Is Mother proud of Little Boy today?

Kategorie: Ansichtssache7 Kommentare
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Ein glei­ßen­der Blitz erhellt die Stadt. Die unglaub­li­che Hel­lig­keit und Inten­si­tät ver­dampft die obers­ten Haut­schich­ten ste­hen­ge­blie­be­ner Pas­san­ten, ihre Umrisse bren­nen sich in die Häu­ser­wände der Stadt kurz bevor die Druck­welle Men­schen und Häu­ser weg­reißt. Nie­mand im direk­ten Deto­na­ti­ons­be­reich über­lebt den Ein­schlag der Bombe, die töd­li­che Strah­lung legt sich wie ein Schleier des Todes über die Stadt. Noch wäh­rend die Feu­er­säule den Him­mel erhellt, ver­sinkt die Erde in tiefe Fins­ter­nis. Men­schen die vor der Hitze zum Fluss flie­hen und davon trin­ken, fal­len spä­ter die Haare aus. Rote Fle­cken bede­cken den gan­zen Kör­per noch bevor sie qual­voll inner­lich verbluten.

Heute vor 65 Jah­ren, am 6. August 1945 zer­störte eine Atom­bombe die japa­ni­sche Stadt Hiro­shima und tötete etwa 150.000 Men­schen. Um 8:15 wirft die Enola Gay, ein ame­ri­ka­ni­scher B29 Bom­ber seine töd­li­che Fracht „Little Boy” über der Stadt ab. Zusam­men mit der Bombe auf Naga­saki, die 3 Tage spä­ter abge­wor­fen wur­den been­den die Ame­ri­ka­ner ihren Krieg mit Japan und unter­zeich­nen am 2. Sep­tem­ber die Kapi­tu­la­tion des Landes.

Ato­mare Bom­ben und ato­mare Ener­gie gewin­nen in den Jah­ren nach Ende des 2. Welt­krie­ges zuneh­mend an Bedeu­tung und gip­feln in Wett­rüs­ten und dem kal­ten Krieg. Die gegen­sei­tige Andro­hung eines Atom­krie­ges der Super­mächte, die zynisch unter dem Begriff Abschre­ckung geführt wurde, beschwor erst­mals Aus­lö­schungs­sze­na­rien der Mensch­heit her­auf. Immer wie­der scheint der Streit zwi­schen Ost und West zu eska­lie­ren. In den 80ern wächst der Pro­test gegen ato­mare Machen­schaf­ten, in Deutsch­land wird offen gegen Atom­waf­fen pro­tes­tiert — die vor allem jun­gen Men­schen ersti­cken an der Gewiss­heit das es mit einem Knopf­druck vor­bei sein könnte und auch die Kern­en­er­gie, die man nach der Ölkrise 1973 als Heil­mit­tel für eine ein­sei­tige Abhän­gig­keit sah stößt auf Kri­tik. Atom­kraft? Nein Danke. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 August

Dokumentation (1985): So war das SO36

Kategorie: Schwarze Szene1 Kommentar
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Nichts scheint fes­ter mit der Ber­li­ner Punk-Geschichte ver­bun­den zu sein, wie das SO36. Die his­to­ri­sche Halle im ehe­ma­li­gen Zustell­be­zirk 36, diente am 12. August 1978 einem zwei­tä­gi­gen Mau­er­b­au­fes­ti­val (wis­sende ach­ten auf das Datum), dem ers­ten Fes­ti­val der auf­stre­ben­den deut­schen Punk– und NDW-Szene.  Eigent­lich hatte so ziem­lich alles, was heute als Ursprung einer gan­zen und höchst umstrit­te­nen Musik­rich­tung gilt, im SO36 gespielt. Nicht vom Punk, son­dern von der Neuen Deut­schen Welle ist die Rede, dem deut­schen Bru­der des eng­li­schen New-Wave, der im spä­te­ren Ver­lauf durch musi­ka­li­sche Lächer­lich­kei­ten und Kom­mer­zia­li­sie­rung zur Phrase degra­diert wurde.

Aber da war das SO36 schon wie­der zu. 1983 über­nahm ein tür­ki­scher Päch­ter die Hallo, eröff­nete einen Hoch­zeits­saal, der aber noch im sel­ben Jahr vom Bau­amt geschlos­sen wurde. 1984 gab es dann eine Inter­na­tio­nale Bau­aus­stel­lung, die aber kurze Zeit spä­ter von den Ver­trie­be­nen Beset­zer des KuKuck gestürmt wurde. Das dul­dete die Obrig­keit bis etwa 1987, denn das „Zen­trum für Punk und Rock” war mehr und mehr als Aus­gangs­punkt von Stra­ßen­schlach­ten der Ber­li­ner Haus­be­set­zer­szene gewor­den, die meist auf der Ora­ni­en­straße aus­ge­tra­gen wur­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 August

Projekt Hörsturz - Runde 26

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projekthoersturzNach der Cover-Runde, die lei­der ohne mei­nen bril­lan­ten Musik­ge­schmack aus­kom­men musste, hat es mein Vor­schlag dies­mal zumin­dest in die Bonus­runde geschafft. Und obwohl Herr Post­punk in sei­nem Arti­kel ein schlecht recher­chier­tes Urteil fällt bin ich gespannt was die rest­li­chen Teil­neh­mer dazu sagen wer­den. Aber zunächst muss ich mich durch die recht umfang­rei­che Vor­schlags­liste wühlen.

Das Pro­jekt Hör­sturz geht in seine 26. Runde und scheint kein biss­chen älter gewor­den zu sein. Es erfreut sich immer noch gro­ßer Beliebt­heit und wird offen­bar auch immer wie­der von Neu– und Quer­ein­stei­ger geschätzt, was ich für sehr wich­tig hal­ten, denn ohne fri­schen Wind würde es wohl irgend­wann nach fau­lem Fisch rie­chen, oder? Übri­gens: Mein Vor­schlag zur nächs­ten Runde, der am Ende des Arti­kels zu kli­cken ist, darf man auch ruhig laut genie­ßen. Das Stück hat eine ganz beson­dere Bedeu­tung für mich, wel­che — das ver­rate ich euch in der 27. Runde des Pro­jek­tes Hör­sturz. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 August

Ohne Worte: Lovecraft

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Die älteste und stärkste Emo­tion des Men­schen ist Furcht, und die älteste und stärkste Form der Furcht ist die Angst vor dem Unbe­kann­ten. Diese Tat­sa­chen wird kaum ein Psy­cho­loge bestrei­ten, und sie begrün­den ein für alle­mal Echt­heit und Rang der über­na­tür­li­chen Hor­ror­ge­schichte als lite­ra­ri­sche Form.”  — H.P. Love­craft (via This isn’t Hap­pi­ness)