Weil mir einfach danach ist: »Come closer and see, see into the trees, find the girl, while you can, Come closer and see, see into the dark, just follow your eyes, just follow your eyes…« (Video)
13 September
Dunkle Deutsche Welle - Die wilden 80er
Sampler die ich kaufen würden, meint Karnstein wenn er von seiner Zusammenstellung für einen Sampler unter dem Motto Dunkle Deutsche Welle — Deutschsprachiges aus der Gruft spricht. Schmerzlich vermisst er Konzepte, die dem schwarzen Ableger der deutschen Sprache huldigen und dies auf Sampler, Partys und Discotheken einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Und er hat recht. Wie recht er hat.
Wirft man ein Ohr in deutsche Tanztempel, so erhält man schnell den Eindruck, schwarze Musik ist ein englisches Phänomen und wenn sich mal etwas deutschsprachiges auf die Tanzflächen verirrt, so ist das nicht unbedingt das, was man sich wünschen würde. Bei so mancher stampfenden Techno-Produktion die sich in einer schwarzen Hülle in die Ohren der Zuhörer beißt, würde man eher von einer konsequenten Vernichtung der deutschen Sprache sprechen können. Dabei bietet kaum eine andere Sprache so viele Wörter, die dem Text so unglaubliche Möglichkeiten einräumen etwas auszudrücken. Es muss ja nicht immer gleich Lyrik oder Poesie sein, denn es gibt noch so viel dazwischen was auf »Schrei mich an, das find ich schön, ich werd ganz geil, von dem Gestöhn, sei pervers und sei obszön, wenn du vom Ficken sprichst, ist das so schön« verzichten kann. Den ganzen Artikel lesen… »
12 September
Ohne Worte: Punks pieksen nicht, Nieten schon
Einfach, weil es so schön ist. »M. Lambrechts took this picture at a gay pride parade in Brussels 2009. This was a little kid of a gay couple coming to check those curious pins on his jacket. He pulled the punks jacket and the punk went sitting on his knees, when the 2 men called their kid back the punk got a little kiss from the kid :)« (via Electrictomatoes)
11 September
Älter, weiser und immer noch Kämpfer: Deine Lakaien - Indicator
Man sagt, Gegensätze ziehen sich an. Und so finden Alexander Veljanov und Ernst Horn nach Solo-Pfaden wieder den gemeinsamen Weg ins Studio und veröffentlichen nach 5 Jahren endlosem Warten ihr neuntes Studioalbum »Indicator«. Als Motor einer neuen deutschen Avantgarde setzten sie immer wieder neue Impulse, indem sie schnörkellose und kühle Elektronik mit klassischen Elementen vermischten und daraus den heute so typischen Lakaien-Sound formten. Über die, für die Lakaien ungewöhnlichen Single-Auskopplung »Gone« habe ich ja bereits gebloggt — entsprechend gemischt waren meine Erwartungen beim hören ihres neuesten Albums. Und um das vorweg zu nehmen, ja — Gegensätze ziehen sich an, schon seit über 20 Jahren.
Das Album beginnt mit dem Stück One Night wie man es erwarten würde und dennoch versprüht das Stück eine subtile Frische die den musikalischen Stempel des Kapellmeisters Ernst Horn tragen, schon mit dem ersten Stück zeigt man, das hier zusammenspielt was zusammengehört. Mit Who´ll save your World trägt man die klanglichen Aspekte gleich wieder mit und untermauert es mit einem sozialkritischen Aspekt des Textes, das Stück entwickelt sich musikalisch und lässt die Experimentierfreude an neuen Instrumenten und Klängen erkennen. Den ganzen Artikel lesen… »
10 September
This is England '86
England 1986. Die Weltmeisterschaft im Fußball findet in Mexico statt, die Briten scheiden in einem dramatischen Spiel gegen Argentinien aus, Wham! wollen zum Rand des Himmels und 3,4 Millionen Menschen in Großbritannien sind arbeitslos…
3 Jahre ist es her, das Shane Meadows mit seine Soziokulturelle Drama »This is England« die Skinhead-Bewegung im England der frühen 80er einfing und in beeindruckend authentischen Bildern auf die Leinwand zauberte. Eine Reihe von unverbrauchten Gesichtern der englischen Film– und Serienlandschaft vermochte es, die Charaktere die sich Meadows ausdachte glaubhaft und ehrlich darzustellen, ohne Klischees in die Extreme zu treiben. Der Erfolg des Films inspirierte ihn zu einer Fortsetzung: Den ganzen Artikel lesen… »
10 September
Here comes the Rain again
Der Sommer scheint vorbei zu sein und wieder singen belanglose Zeitungen und Gespräche die gleiche Melodie. Wo ist die Sonne hin? Wird sie noch einmal wiederkommen? Was soll der Regen? Regen scheint in unserer Breiten sowieso ein Synonym für Traurigkeit, schlechte Laune und Melancholie zu sein. »Gutes Wetter« definiert sich nur durch den Sonnenschein, aber von dem bitte nicht zu viel und vor allem, nicht zu warm. Ein kulturelles Desaster, denn während wir bei uns zum Regen »schlechtes Wetter« sagen, tanzte man bei afrikanischen und indianische Völkern häufig für selbigen. Aber wir waren immer schon anders als die anderen, denn obwohl wir im Schnitt mehr Regen– als Sonnentage haben, fahren wir im europäischen Vergleich fast die meisten Cabrios, mehr davon fahren nur noch die Briten, die bekanntermaßen auch kein Land der Sonne haben
Regen hat aber auch eine romantische Seite, seien wir ehrlich — vor allem für den Gruftie. Das liegt vielleicht in seinem Zusammenhang mit den Eingangs erwähnten Eigenschaften: Traurigkeit wird uns Nachgesagt, Ernsthaftigkeit wird mit schlechter Laune verwechselt und Melancholie ist ein Teil unserer Lebensphilosophie. Das liegt natürlich zum einen an der Symbolischen Kraft des Regens für Traurigkeit »No rain can wash away my Tears, no Wind can soothe my pain.« als auch an der zusätzlichen Zeit, die uns der Regen beschert. Das einzig Negative am Regen ist auf Äußerlichkeiten fixiert — es ist der Rinnsal von gelöstem Haarspray, der in den schwarz umrandeten Augen brennt. Den ganzen Artikel lesen… »
8 September
Ohne Worte: 8, 9, 10 - Happy Sequential Day!
Wieder so ein Tag, an dem viele Menschen Dinge tun, die sie nicht vergessen möchten. Heiraten zum Beispiel, oder auch Kinder kriegen. Jack the Ripper tötete am 08.09.1888 sein zweites Opfer — Annie Chapman. Ein paar Jahre später, am 08. September 1966 wurde die erster Star Trek Folge (TOS) ausgestrahlt. Pink hat übrigens Geburtstag. Woran möchtet ihr euch erinnern?
(via This isn’t happiness)
6 September
Spontis Wochenschau #28
Wie war euer Wochenende? Nach einem kurzentschlossenen Besuch in der örtlichen Dunkelkneipe am Freitagabend, gab es am Samstag das lang erwartete Klassentreffen, das kurioserweise ebenfalls in gleich Lokalität endete, jedenfalls für mich. Über das Klassentreffen werde ich selbstverständlich noch ausführlich berichten, die ganze Eindrücke muss ich erst mal verarbeiten und mich von lang gehegten Irrglauben befreien. Großartig irgendwie.
Natürlich seit ihr nicht untätig geblieben und habt meinen Sonntag wieder mit schönen Artikeln versorgt, die auch in dieser Ausgabe der Wochenschau vorstellen möchte. Als Reaktion auf einen Artikel bei gesichtet.net habe ich die Pings durch einen zusätzlichen Trackback ergänzt um zu probieren ob damit die Ausbeute entsprechend besser wird. Denn auch mir ist aufgefallen das einfach Pings bei vielen anderen Bloggern nicht ankommen. Ich bleibe neugierig. Den ganzen Artikel lesen… »
5 September
Ohne Worte: Skinhead
»For most People who grew up before the sixties, skinheads are seen as yet another unpleasant and ugly aspect of modern youth. The real Origins and reasons for the emergence of the cult get lost in outrage at the behaviour of those who possess the style.« Nick Knight — »Skinhead« (1982)
4 September
30 Jahre 4AD - Ein Rückblick
Hätte es eine Abonnement für ein Plattenlabel gegeben, ich hätte das von 4AD genommen. In der 80ern eines der wichtigsten Independent-Label in England, bei dem Bands wie Bauhaus, Birthday Party, Cocteau Twins, Xmal Deutschland, Dead can Dance oder auch der Clan of Xymox untergekommen sind. Gründer Ivo Watts-Russell und Peter Kent arbeiteten bei Beggar’s Banquet und sollten sich Demo-Tapes von jungen englischen Bands anhören und Potential erkennen. Wir schreiben das Jahr 1980 und die Musikszene ist durch den Punk ordentlich durcheinandergewirbelt worden und New Wave scheint gut zu funktionieren.
Doch der atmosphärische und dichtere Sound auf den beiden stehen, passt nicht so ganz zu dem Bild ihres Arbeitgebers. So leihen sie sich 2000 Pfund von ihrem Arbeitgeber und gründen ihr eigenes Label 4AD. Das war am 29.August 1980 — Happy Birthday 4AD (nachträglich). Zum Jubiläum habe ich mich hingesetzt und die aus meiner Sicht einflussreichsten Werke der 80er Zusammengefasst und möchte in 10 Videos die Bands zeigen, die hier groß geworden sind. Den ganzen Artikel lesen… »





