30 Dezember

Gothic Friday Dezember: Zwischen Bänkersakkos, Hipster-Beanies und Killstar-Kiddies (Daniel)

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Die Nachricht von Daniel erreichte mich bereits vor einigen Tagen. Einen Text hätte er geschrieben, dessen Erstellung zwar schon ein bisschen länger zurückliegt, der sich aber thematisch sehr gut in den Gothic Friday im Dezember integrieren lassen würde und dann auch endlich einmal das Licht der Welt erblickt. Nach der Beseitigung einiger Kommunikationsprobleme fand die Geschichte dann auch endlich den Weg in meinen elektronischen Postkasten. Und obwohl es um Oberflächlichkeiten zu gehen scheint, nimmt uns Daniel dann doch mit unter die schwarze Oberfläche und versucht unter der „Gedanken-Dusche“ anhand von Fragen zu erörtern, wie die Szene auszusehen hätte, in der er sich wohlfühlen würde. Verwirrt? Hier kommt die Auflösung:

Vorwort

Diesen Artikel habe ich schon vor einer Weile geschrieben und meinem Freund Svartur mitgegeben. Irgendwie ist der Artikel dann in irgend einem Datenloch verloren gegangen und wollte auch irgendwie in Vergessenheit geraten. Aufgrund des neuen Gothic Fridays hat sich in meinem grauen Stübchen doch noch ein Erinnerungsfaden gelockert und ich bin auf die Suche gegangen. Passt zwar nicht ganz genau in das Thema, lässt sich vielleicht trotzdem unter dem Motto einbauen, da ich ja auch einige Sachen anspreche, welche mir auf dem Herzen liegen. Den ganzen Artikel lesen… »


29 Dezember

Gothic Friday Dezember: Wer sich nicht im Spiegel sehen will, sollte nicht über andere herziehen (Rabe)

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Gothic Friday Rabe - Ankh

Eigentlich, so schreibt Sie mir, wollte Sie schon länger einen Artikel zum Gothic Friday beitragen. Jetzt hat Sie aber die Weihnachtsferien dazu genutzt, zum aktuellen Dezember-Thema etwas zu schreiben. Das die Räbin den Spitznamen Rabe hat, verwirrte auch mich zunächst und führte zu einer falschen geschlechtlichen Einordnung, denn Rabe ist eine Gruftine. Jedenfalls zählt Sie sich mit Ihren 18 Jahren zur jüngeren Generation, obwohl Sie bereits „vier Jahre im schwarzen Gewand“ verbracht hat. Trotzdem reicht die Zeit aus, eine erste, ja fast schon vorsichtige Kritik an dem zu üben, dem man sich zugehörig fühlt.

Wenn ich mich so betrachte, sehe ich mich als einen Mischmasch aus allen möglichen Strömungen dieser Szene. Zwar bestehe ich mehr aus „Alt Grufti“ á la 80er und spitzenliebendes, verträumtes Etwas, aber in diesen „Grundteig“ mischen sich Zutaten aus den Bereichen Mittelalter, EBM und Steampunk. Vermutlich gibt es noch mehr Zutaten in diesem Teig, die ich selber nicht mehr ausmachen kann. Da sind schließlich noch diese Filzsträhnen, die ich habe und in meinem Haar mit mir herumtrage…

Aber warum erzähle ich dies? Nun, mittlerweile kommt es mir so vor, dass das Individuelle immer mehr verloren geht. Man trägt schließlich Marke XY aus dem Shop XZ. Alles Andere ist bei einigen nicht mehr „true“, wie das auch immer aussehen soll. Klar, ich kann mich auch nicht ganz davon freisprechen. Schließlich schaue ich auch gerne in einschlägige Internet-Läden rein und bestelle auch mal das ein oder andere, schließlich habe ich keine andere Chance in meinem 5.000 Seelendorf etwas Bestimmtes zu bekommen. Den ganzen Artikel lesen… »


28 Dezember

Gothic Friday Dezember: Willkommen zur Gothic-Motto-Party (Flederflausch)

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Ja! Meckern, motzen! Das Lieblingsthema aller Gruftis (Und aller anderen Menschen auch. Wenn es sonst nichts zu sagen gibt, meckert man halt). Party doof? Erstmal über die DJs meckern, die haben ja keine Ahnung von Musik, die Getränkepreise ankreiden, sich über das Publikum beschweren, über den Verfall der Szene und sowieso der gesamten Welt und Menschheit lamentieren. Ach nein, so tiefgründig ist ja heute niemand mehr, das war man nur damals, als alles besser war. Da war noch mehr Patchoulie. Da lebte auch Bowie noch. Und sowieso, nicht so oberflächlich und niemand nicht, der nicht dazu gehörte. Da war der Umgang auch besser untereinander. Und Jenny hätte nie über Jacky gelässtert. Nie. Niiiiieeeee! Ningelningelningel!

Als ich letztens aufwachte, hatte ich das dringende Bedürfnis, endlich mal wieder richtig Musik zu hören, endlich mal wieder richtig auszugehen und die Winterhöhle zu verlassen. Da es dummerweise Sonntag war und mein Bett eigentlich ein sehr angenehmer Ort ist, beschloss ich, es müsse reichen, wenn Youtube mich ein Stückchen mitnimmt. Und da man dieses Jahr wohl schon im Januar (JANUAR!!!) Karten für’s WGT bekommt – zumindest startet da der Vorverkauf und das WGT und die Szene erhält somit ihren Todesstoss und geht unter – dachte ich es könne nicht schaden, mich mental schon mal auf den „Karneval der Eitelkeiten“ einstellen und mal wieder eine der WGT-Dokus zu sehen, die ich schon sicher 345 Mal gesehen habe. Da fing ich an, entnervt mit den Augen zu rollen. Den ganzen Artikel lesen… »


26 Dezember

Gothic Friday Dezember: Von Heuchlern, Pseudomoralisten und Möchtegernkünstlern (Holly)

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Gothic Friday - HollySein Verhältnis zur Szene ist schwierig, würde ich sagen. Holly, 28 Jahre alt und aus Wien, spricht da schon von einer Hassliebe und möchte die Gelegenheit des Gothic Fridays im Dezember nutzen, dem Hass einmal freien Lauf zu lassen. Musikalisch ist er facettenreich aufgestellt, wie er mir in seiner E-Mail schreibt, hört neben Oldschool über Elektro auch Neofolk und Doom. In Wien ist er auf vielen Partys herumgekommen und hat sich, bis auf das letzte Jahr, 1 bis 2 mal die Woche in den schwarzen Tempeln der österreichischen Metropole herumgetrieben. Was er dabei an negativen Eindrücken und Gedanken gesammelt hat, schreibt er in seinem Artikel.

Wenn man sich schon seit über 10 Jahren in der Szene bewegt und das tue ich, dann stellt man irgendwann fest, dass man immer gewissen Typen von Leuten begegnet. In den jüngeren Jahrgängen befinden sich vor allem die psychisch auffälligen Teenies, die sich halbnackt präsentieren, um Aufmerksamkeit zu erhaschen und anschließend nur heiße Luft zu verbreiten, wenn sie reden. Oder die stark Alkoholisierten, die einen dann jeden Abend zumüllen mit ihren Problemen, die sie in der Schule und bei Mami und Papi haben, weil die einen ja nicht verstehen. Aber auch nicht zu vergessen sind die schüchternen, schmächtigen Jungs, die sich hinter schweren Ledermänteln verstecken, irgendwo zwischen introvertiertem Jugendlichen und instabilen Amokläufern. Die Facetten in diesem Typ an Partybesuchern ist eigentlich fast schon faszinierend unterhaltsam. Den ganzen Artikel lesen… »


25 Dezember

Gothic Friday Dezember: Ja, ich bin oberflächlich und intol(l)erant (Galatea)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 1 Kommentar

Augen auf ich kommeZwei Augen lauern im Schatten des schwachen Lichts, das der Monitor in das Zimmer wirft, und lesen eifrig die Zeilen die dort sichtbar geworden sind. Die bisher stille Mitleserin Galatea, die sich so selbst beschreibt, hat den Wunsch geäußert mitzumeckern und ihre Sicht auf die Szene und ihre Unmöglichkeiten in Worte zu fassen. Und obwohl sie behauptet, oberflächlich und intolerant zu sein, spricht ihr Beitrag zum Gothic Friday im Dezember dann doch eine möglicherweise ungewollt andere Sprache. 

Wir schreiben das Jahr 2005. Zwei sorgfältig weißgekalkte junge Damen, in Unmengen von Samt, Tüll und schwarzer Spitze gekleidet, geschmückt mit einer Unzahl von Silber (oder sich zumindest überzeugend dafür ausgebendem)-Schmuck, sitzen in der Ecke einer baden-württembergischen Lokalität und langweilen sich. Sie langweilen sich, da ihnen seit Stunden dunkelgrauer, poppiger Techno um die Ohren gehauen wird, unterbrochen von kurzen Intervallen NDH. Aus Erfahrung wissen sie, dass sich der für seine innovativen Sampler bundesweit bekannte DJ ab und an herablässt, New Order, Joy Division, The Cure oder zumindest Duran Duran zu spielen und sie harren des Augenblicks. Es gibt in der Umgebung einfach keine Alternative zu diesem Club, das eigene Zimmer in der Wohngemeinschaft mal nicht mit eingeschlossen. Den ganzen Artikel lesen… »


23 Dezember

Spontis Wochenschau #7/2016 – Eine Bande von heuchelnden Mitläufern

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Spontis WochenschauWeihnachten steht vor der Tür und doch ist vielen nicht so richtig zum feiern zumute. Die Welt erscheint wie ein Trümmerhaufen, selbst vor der eigenen Haustüre ist der Terror nun angekommen. Wohin mit der Angst? Es wird die Lauten geben, die feurige Statements abgeben, die Leisen, die sich verkriechen, die Gläubigen, die glauben wollen, die Denker, die nach Lösungen suchen, die Aggressiven, die aus Angst Wut machen und die Durchtriebenen, die aus dieser Angst und Unsicherheit eine politische Macht kreieren wollen. Die breite Masse bildet sich derweil ihre Meinung und ordnet sich einem der Lager zu, vielleicht auch irgendwo dazwischen. Aber das ist schon das höchste der Gefühle wenn es um Differenzierung zwischen gut und böse oder zwischen schwarz und weiß geht. Jetzt freut man sich erstmal via Facebook über die gebildete Meinung, versucht dann für sich den geschmückten Weihnachtsbaum zu rechtfertigen, bereitet den Festtags-Braten für den heiligen Abend vor und freut sich auf Filme wie „Con Air“ oder „Der Herr der Ringe“ im abendlichen Fernsehprogramm, die ablenken von dieser Welt mit ihren merkwürdigen Menschen. Ich bleibe hier in meinem schwarzen Biotop, ganz ohne Hetzjagd, politischen Parolen, Schuldzuweisungen und dem zwanghaften Verhalten Gründe für etwas zu suchen, wofür es keine Gründe geben kann. Die laute Welt mit ihren kaputten Menschen kann mir gestohlen bleiben. Wenn es Euch genauso geht und ihr Zerstreuung sucht, seid ihr hier richtig: Den ganzen Artikel lesen… »


20 Dezember

Gothic Friday Dezember: Tot-Genervte meckern länger… (Hendrik)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Doom Metal - Map of MetalHendrik ist blutjunge und düstere 24 Jahre alt und hat, neben einem ausgeprägtem Wanderdrang, eine langjährige Liebe zur Musik und zu ziemlich allem Historischen mit morbidem Beigeschmack. Obwohl er damit prima in die Schublade der Gruftis passen würde, wählt er dann doch lieber das Fach der „Doom-Metal-Hörer“. Und wer nicht genau weiß, was das ist – so wie ich – schlägt einfach die Map of Metal auf und kann entdecken, worum es sich bei diesem Genre handelt. Ein Bild von Hendrik, das leider nur sehr klein vorlag, habe ich in die Karte gelegt. Nur falls sich jemand wundert. Es freut mich sehr, dass Hendrik für den Gothic Friday im Dezember aus dem Schatten des Lesers herausgetreten ist.

Nun nehme ich doch mal die Option wahr, aus dem Dasein als Leser herauszutreten. Doch wo soll man beginnen, wenn einmal alles erlaubt ist, was dem genannten Thema zuträglich ist, ohne am ende in einer Schimpf-Tirade zu enden? Nun…nach längerem überlegen scheint mir dies mein geeigneter Einstieg zu sein….

Dieses Gefühl, plötzlich in einer Gruppe, einem Kreis – oder wie auch immer man die eigene Ansammlung von Menschen mit ähnlichen Denken und Vorlieben auch immer nennen mag – von Vertrautheiten zu stehen und zeitgleich im Abseits von allem zu stehen. Abseits, da einen der Kern der Situation abweist, erschreckt, oder man sich vielleicht in seiner inneren Ruhe & Vorstellung gestört fühlt. Den ganzen Artikel lesen… »


19 Dezember

Gothic Friday Dezember: Zombie Nation – You are everything you hate (Rob)

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Zombie Nation - Digitales in der SzeneAus heiterem Himmel (oder doch eine schwarzen Gewitterwolke?) schickte mir Rob seinen Artikel zum Gothic Friday mit dem Thema „Black & Annoying“. Auf der Suche nach besonderen Menschen stößt er seit geraumer Zeit nur noch auf digitale Zombies, die ihm nicht nur die schöne Spiritualität versauen sondern auch die Frage zurücklassen, wo die andersartige Jugend bleibt.

Okay was nervt mich an der Szene?

Es gibt viele Umstände die mich traurig machen was die Szene angeht, klar, aber das wurde schon alles diskutiert. Das Problem ist, dass wir ja immer die Sachen vor die Nase geklatscht kriegen die uns am meisten aufregen.

Oder wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an.

Ich wollte mir letztens ein T-Shirt selber drucken wo drauf steht: „You are everything you hate„. Das trifft es im Moment ziemlich und ich glaube auch daran. Den ganzen Artikel lesen… »


12 Dezember

Gothic Friday: Black & Annoying – Was nervt Euch an der Szene und warum?

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 10 Kommentare

Es ist manchmal zum aus den Pikes fahren. Da stehst du in vollem Ornat auf der Tanzfläche und bist bereit dich in den spärischen Klängen von Helium Vola zu verlieren, da tanzt dir so eine Witzfigur mit seinem lächerlichen EMP-Outfit wild hüpfend vor der Nase, während er den Inhalt seiner Bierflasche auf dem Boden verteilt. Gibt es denn hier keinen Dancecode? Ganz abgesehen davon, dass der Plattenaufleger hinter dem Mischpult die gerade keimende Stimmung mit Rammsteins „Du riechst so gut“ nicht nur zerstört, sondern nachhaltig vernichtet. Und während du in die nächste Ecke flüchtest, stolperst du fast über die Hundleine, mit der so eine billige Marylin Manson Kopie mit falschen Vampirzähnen seinen weiblichen Latex-Rollbraten durch den Laden schleift. WTF? Schlussendlich findest du eine gemütliche Sitzgelegenheit neben ein paar gekalkten und in Silberschmuck ertrinkenden Schönheiten und wähnst Dich in Sicherheit, bis du ihrer lauten Unterhaltung ausgesetzt bist, die sich nicht etwa um Friedhöfe und Gedichte dreht, sondern um Manuel*, der gerade mit Laura* Schluss gemacht hat und gleich mit der nächsten in Bett gestiegen ist. Gerade mit Laura, die sowieso der Jacqueline* den Style nachmacht, sich überhaupt nicht schminken kann und auch bei Forever 22 die selbe Kette gekauft hat, nur um dazu zu gehören… Den ganzen Artikel lesen… »


8 Dezember

Die Macher vom Young & Cold Festival im Interview: Von der leidenschaftlichen Null in der Kasse

von Kategorie: InterviewsDiskussion: Keine Kommentare

Young and ColdDen rund 150 Gästen des 4. Young & Cold Festivals in Augsburg sind die beiden Abende sicherlich noch in bleibender Erinnerung geblieben. Während in der Ballonfabrik der Tanzschweiß von der Decke zu tropfen drohte, schüttete es draußen wie aus bayrischen Eimern auf den sonst so gemütlichen Außenbereich der Location. Auch der überdimensionierte Boller-Ofen vermochte es nicht, die wenigen Frischluftwaver über die obligatorische Zigarettenlänge hinaus draußen zu halten. So kam es gerade im überdachten Eingangsbereich zu gelegentlichen, aber irgendwie sehr spannenden Staus, die sämtliche Berührungsängste auf sympathische Art und Weise im Keim erstickten. Der Stimmung konnten jedoch auch die Umstände nichts anhaben und so fragte man sich spätestens am Sonntag Mittag, wie es 2017 (14. September bis 17. September) mit dem Young & Cold weitergehen würde.

Flederflausch hat sich glücklicherweise mit den Machern im stillen Kämmerlein getroffen und genau diese Frage in die Runde geworfen, denn für 2017 wurde ja bereits im Vorfeld schon angekündigt, das Festivals auf 3 Tage auszudehnen und über mehrere Locations in Augsburg zu verteilen. Grund genug ein wenig über die Details in Erfahrung zu bringen. Außerdem sprach sie das angeschlossene Label an und wollte in Erfahrung, was es mit der Kassetten-Nostalgie auf sich hat, wie das Young & Cold Team die Szene einschätzt, was sich Babsi bei der Deko so gedacht hat und wie man in Zeiten von Internet und gefühlten Festivals an jeder Ecke mit seiner Nische die Treue hält.
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