23 Dezember

Neulich in Stonehenge: Wintersonnenwende

Sto­ne­henge. So nen­nen die Bri­ten ihre Stein­for­ma­tio­nen in der Nähe von Ames­bury in Wiltshire, die vor rund 5000 Jah­ren errich­tet wur­den, um Bestat­tun­gen und reli­göse oder kul­ti­sche Hand­lun­gen zu zele­brie­ren. Ver­mut­lich, denn so ganz genau weiß es eigent­lich kei­ner. Die »hän­gen­den Steine«, deren Anord­nung nicht zufäl­lig zu sein scheint, wur­den ver­mut­lich auch zu Bestim­mung der Som­mer– und Win­ter­son­nen­wende benutzt und diente früh­zeit­li­chen Pries­tern als Kalen­der, um Aus­saat und Ernte der über­le­bens­not­wen­di­gen Land­wirt­schaft fest­zu­le­gen. Bis heute scheint es noch ein unge­lös­tes Rät­sel zu sein, wer die Steine dort auf­stellte und wel­chem genauen Zweck sie dien­ten. Eins ist jedoch klar, die Steine haben viel gese­hen und ragen heute noch wie Fin­ger einer längst ver­gan­ge­nen Zeit gen Him­mel. Sie wür­den sicher­lich von Ver­bren­nun­gen, Opfe­run­gen und Bestat­tun­gen erzäh­len, von der Magie und der Zau­be­rei, vom Lauf der Sonne und dem Ein­fluss des Mon­des, von Freude, Angst und Gemeinschaft.

Es mag genau die­ses Wis­sen um die Zeit sein, dass jähr­lich tau­sende von Men­schen an die­ses Ort lockt. Es sind die Geschich­ten, die die Steine erzäh­len könn­ten, die Legen­den, die sich um die­sen Ort ran­ken und viel­leicht auch die Rituale, die man einst fei­erte. Heute sind es neu­zeit­li­che Drui­den, Hexen und Neu­hei­den, die Sto­ne­henge immer wie­der als Ver­samm­lungs­platz nut­zen. Zur Som­mer­son­nen­wende 1972 wurde das erste Mal eines der »Free Fes­ti­vals« abge­hal­ten, zu dem sich 1984 rund 70.000 Besu­cher am Stein­kreis ver­sam­mel­ten, um neben Live-Musik ihren drui­di­schen und neu­heid­ni­schen Kul­t­hand­lun­gen nach­zu­ge­hen. 1985 unter­sagte die Poli­zei nach gewalt­tä­ti­gen Kon­flik­ten der Besu­cher (»battle of the bean­field«) die Tref­fen und erlie­ßen ein Ver­samm­lungs­ver­bot. Erst 1998 hob man das Ver­samm­lungs­ver­bot wie­der auf, weil der »Secu­lar Order of Druids«, unter Beru­fung auf das Recht der freien Reli­gi­ons­aus­übung, gegen das Ver­bot klagte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Dezember

Weihnachtsterror zwischen Büchern und Tee

Kategorie: Ansichtssache19 Kommentare

Ich wusste, ich hätte zu Hause blei­ben sol­len. Ich folgte jedoch dem inne­ren Ruf nach Kon­takt mit der Außen­welt, igno­rierte die Stimme der Ver­nunft und wagte mich in die Fuß­gän­ger­zone. Mal wie­der in der Aus­lage der Buch­hand­lung stö­bern, den hei­mi­schen Tee-Vorrat auf­fül­len oder viel­leicht eine spie­le­ri­sche Herausforderung?

Wie naiv ich doch war. Es hätte doch klar sein müs­sen, dass ich 2 Tage vor dem Weih­nachts­fest auf eine ein­kaufs­wü­tige Masse tref­fen würde, die ver­zwei­felt ver­sucht, das letzte Geschenk für die unlieb­same Ver­wandt­schaft zu ergat­tern. Ich meine, wenn einem die Ideen aus­ge­hen geht man doch in die Buch­hand­lung um ein Buch zu kau­fen, von dem man sich vor­stel­len könnte, dass es der andere gebrau­chen könnte. Bücher zu ver­schen­ken, ja das adelt doch die eige­nen Absich­ten an den Bil­dungs­an­spruch. Schnell ein Buch mit den gesam­mel­ten Wer­ken von Her­mann Hesse, oder einen Gedicht­band von Rilke? Das wirkt lite­ra­risch, bele­sen, gebil­det — ganz egal ob der andere über­haupt Geschmack dafür erüb­ri­gen kann. Ich fühle mich gut, weil ich Bil­dung ver­schenke und der andere muss sich ein­fach gut füh­len, weil man ihm zutraut für sol­che Werke zugäng­lich zu sein. Ein ver­meint­li­che Win-Win Situa­tion. Und wenn alle Ideen aus­ge­hen, dann eben ein Gut­schein, mit dem kann man doch immer was anfangen.

Schnell merkte ich, dass es ein voll­kom­men behäm­merte Idee war, in die Buch­hand­lung zu gehen, 2 Tage vor dem Fest. Ich suchte Ret­tung in der Tee­hand­lung. In Zei­ten von Kaf­fee­misch­ge­trän­ken und Wein­fla­schen, die man Weih­nach­ten nun mal schenkt um das Fest halb­wegs zu ertra­gen., schien das eine gute Alter­na­tive zu sein. Wie eng­stir­nig von mir. Hätte ich nur einen Schritt wei­ter­ge­dacht, wäre mir in den Sinn gekom­men, dass Tee so ähnlich ein­ge­setzt wird wie Bücher. Schlimms­ten­falls sogar zusam­men. Ich meine 9,99€ für ein Buch? Und das zu Weih­nach­ten? Den meis­ten ist diese Form der Wert­schät­zung des ande­ren zu gering und nur ein Buch mit einer fer­tig gedruck­ten Karte? Nein, das geht nicht. Also legt man zu Daniela Kat­zen­ber­gers Werk »Sei schlau, stell Dich dumm« noch schnell einen mög­lichst absur­den Kräu­ter­tee mit Hus­ten­bon­bon­ges­schmack oder eine Schwarztee-Mischung von der man gehört hat, dass sie gut sein soll. Und weil man selbst keine Ahnung hat, löchert man die über­for­der­ten Ver­käu­fe­rin­nen, um am Weih­nachts­abend mit mög­lichst fach­kun­di­gen Aufbrüh-Hilfen auf­war­ten zu kön­nen. So taps­ten hilf­lose Kun­den durch den Tee­la­den und behin­der­ten mich mas­siv beim Kauf mei­nes gelieb­ten Earl Grey, den ich ja eigent­lich auch nur trinke, weil Jean-Luc Picard ihn auch trinkt. Ich wollte ein­fach nur weg. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Dezember

The Midnight Archive: Mechanische Wunderwerke

Erin­nert ihr euch an die Schall­platte? Eine ket­ze­ri­sche Frage, noch befin­det sich die­ser Ton­trä­ger ja im kol­lek­ti­ven Bewusst­sein. Tho­mas Edi­son schaffte 1877 die Mög­lich­keit, Musik auf­zu­zeich­nen und wie­der­zu­ge­ben, als er Schwin­gun­gen auf einer Wachs­walze auf­zeich­nete und so auch wie­der abspie­len konnte. 10 Jahre spä­ter ver­bes­serte der deut­sche Emil Ber­li­ner die Methode und ent­wi­ckelte die Schall­platte. Er erkannte, dass die Mög­lich­keit, Musik in Form von indus­tri­ell gefer­tig­ten Schei­ben in jedes Wohn­zim­mer zu brin­gen, die Ver­brei­tung von Musik revo­lu­tio­nie­ren würde. Kurz gesagt. Dass die Men­schen immer schon von der »men­sch­lo­sen« Wie­der­gabe von Musik fas­zi­niert waren, zei­gen auch die mecha­ni­schen Musik­ma­schi­nen, die durch eben diese Erfin­dun­gen in Ver­ges­sen­heit gera­ten sind.

Seit Jahr­hun­der­ten beschäf­tigt sich die Mensch­heit mit der Mög­lich­keit, Musik durch Maschi­nen wie­der­zu­ge­ben. Heron von Alex­an­dria (Auto­mata, das Buch der Maschi­nen) ent­wi­ckelte schon in der Antike erste Vor­rich­tun­gen, die Klänge ohne den Men­schen wie­der­ge­ben konn­ten, im spä­ten Mit­tel­al­ter mach­ten sich auto­ma­ti­sche Glo­cken­spiele einen Namen und in der Renais­sance war man von Spi­net­ten begeis­tert, die über Stift­wal­zen Melo­dien abspie­len konn­ten. Der Erfin­dungs­geist gip­felte mit der Jahr­hun­dert­wende, noch bevor die Schall­platte ihren Sie­ges­zug antrat und der Rund­funk Musik in jedes Wohn­zim­mer brachte. Kom­plexe Musik­au­to­ma­ten, die ganze Orches­ter ersetz­ten, Spiel­uh­ren, bei denen sich Figu­ren beweg­ten, ja sogar Pup­pen, die reale Instru­mente bedien­ten waren Jahr­markt­sat­trak­tio­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Dezember

Gothic Friday Dezember - Subkultur in eurer Stadt

Kategorie: Gothic Friday28 Kommentare

Gothic Friday 2011»Die Wür­fel sind gefal­len!«

Es war ein span­nen­des Finale. Wenige Stun­den vor Ende der Abstim­mung über das Dezember-Thema des Gothic Fri­day roch es nach einem Unent­schie­den zwi­schen »Sub­kul­tur in Eurer Stadt« und dem Thema »Dein Gothic Fri­day«. Letzt­end­lich hat sich aber die Lust an der loka­len Erkun­dung der eige­nen Szene durch­ge­setzt. Damit hat ASRia­ne­rin den Gewin­ner­vor­schlag gemacht und wird nicht etwa mit Prei­sen über­schüt­tet, son­dern mit Arbeit. Mit­ge­fan­gen, mit­ge­han­gen! Neben der Tat­sa­che, einen Bei­trag ablie­fern zu müs­sen, obliegt ihr auch die inhalt­li­che Mit­ar­beit am Resü­mee, das im Januar 2012 erschei­nen wird.

»Sub­kul­tur in eurer Stadt — Hier komme ich her, hier gehe ich hin.« Die Auf­gabe des letz­ten Gothic Fri­day ist ein­deu­tig. In wel­cher Stadt wohnst Du und wo gehst Du hin, um Gleich­ge­sinnte zu tref­fen, Deine Musik zu hören oder Kon­zerte und Events zu besu­chen? Für die meis­ten dürfte das eine ganz beson­dere Her­aus­for­de­rung dar­stel­len, denn einige kom­men sicher­lich aus klei­ne­ren Städ­ten und Gemein­den, deren Ange­bot an schwar­zer Sub­kul­tur eher über­schau­bar ist. Es scheint daher unaus­weich­lich, seine Füh­rung durch die lokale Szene auf grö­ßere Städte und Bal­lungs­zen­tren in unmit­tel­ba­rer Umge­bung aus­zu­deh­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Dezember

Ohne Worte - Sturm und Drang

Kategorie: DunkelkunstKeine Kommentare

Wäh­rend »Joa­chim« über Deutsch­land wütet und die ers­ten Orte im kurz­zei­ti­gen Schnee­chaos ver­sin­ken, hat die Jugend offen­bar nichts bes­se­res zu tun als in abge­ris­se­nen Strumpf­ho­sen, bauch­freien Ober­tei­len und mit aus­ra­sier­tem Schä­del durch den Schnee zu stie­feln. Sturm und Drang lie­gen sehr nah bei­ein­an­der, immer schon. (Bild­quelle: Live­ober­do­drugs)


14 Dezember

Spontis Wochenschau #25/11

Kategorie: Wochenschau1 Kommentar

Spontis WochenschauEinige Wochen sind ver­gan­gen, seit ich die letzte Wochen­schau ver­öf­fent­licht habe. Und den­noch ist meine Liste von Ver­wei­sen über­schau­bar geblie­ben. Ich habe den Ein­druck, dass sich eine digi­tale Stille breit­macht, kurz vor dem Jah­res­wech­sel und dem besinn­li­chen Fest scheint man sich noch ein letz­tes mal dem Stress des All­tags hin­zu­ge­ben. Vor­be­rei­tete haben bereits jetzt alle Geschenke besorgt, Back­zu­ta­ten ein­ge­kauft und die Rezepte für das Weih­nachts­es­sen bereit­ge­legt. Die ande­ren, die mit dem Fest so rein gar nichts anfan­gen kön­nen, ver­ste­cken sich vor dem Kon­sum­ter­ror, der ewig dudeln­den Weih­nachts­mu­sik und der auf­ge­setz­ten Besinn­lich­keit. Ich schwebe irgendwo dazwi­schen, ver­mut­lich habe ich mich mit der Tat­sa­che abge­fun­den, dass Weih­nach­ten nun mal so gefei­ert wird, werde mich aber davor hüten ein Baum mit Kugeln zu behän­gen oder lus­tige Weih­nachts­män­ner auf­zu­stel­len. Ich schätze die Zeit der Ruhe, die Zeit mit der Fami­lie und Freun­den und die Zeit mit sich selbst. Die meis­ten müs­sen nicht arbei­ten und nut­zen die Gele­gen­heit, auch weite Ent­fer­nun­gen zu über­brü­cken, um sich im Kreise sei­ner Fami­lie oder sei­ner Freunde zu bewe­gen. Schade, dass das außer­halb die­ser Zeit so schwie­rig gewor­den ist. Und damit ihr euch beim kli­cken zwi­schen mög­li­chen Geschen­ken eine Pause gönnt, hier ein paar Weih­nachts­freie Links. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 Dezember

Bedingungslos unter sich - The Inner Circle

Kategorie: Schwarze Szene21 Kommentare

»Schwarze See­len, Kin­der der Nacht, freut euch an dem, was für Euch voll­bracht.« Als ich mei­nen Post­ein­gang öffnete und von der Eröff­nung eines neuen schwar­zen Clubs las, bro­delte sogleich die übli­che Skep­sis durch meine Adern. Wie­der so ein Club der zwang­haft dar­auf aus­ge­rich­tet ist Umsatz durch ein mög­lichst breit gefä­cher­tes Szene-Angebot zu gene­rie­ren? Wie­der so eine Ver­mi­schung von allen mög­li­chen Rich­tun­gen die sich nur irgend­wie unter den schwar­zen Schirm pres­sen las­sen? Das Ruhr­ge­biet glänzt durch sol­che Ange­bote, eine Dif­fe­ren­zie­rung fin­det man sel­ten, man ist schon froh, die ein oder andere Motto-Party zu erwi­schen. Gele­gent­lich erwi­sche ich mich sich sogar dabei, Ent­fer­nun­gen von 200km auf mich zu neh­men, um wie­der mal in das ein­zu­tau­chen, was ich selbst und »Szene« versteht.

Das Pro­jekt »The Inner Cir­cle«, der einem neuen Club sei­nen Namen ver­lieh, wurde ins Leben geru­fen, um genau das zu ändern. Am 17. Dezem­ber 2011 eröff­net er in Mül­heim an der Ruhr seine dunk­len Pfor­ten. Lei­den­schaft, Mut, Enthu­si­as­mus und Idea­lis­mus sind die Zuta­ten für die­sen gewag­ten Schritt. Doch was steckt dahin­ter?  Ich sprach mit Chris­tian Kirsch, einem der Geschäfts­füh­rer des TIC-Clubs, über die Hin­ter­gründe die­ser Ent­schei­dung: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 Dezember

Gothic Friday Dezember - Die Abstimmung über dein Thema

Kategorie: Gothic Friday6 Kommentare

Gothic Friday 2011Ich erin­nere mich genau, als ich mit der hüb­schen Rot­haa­ri­gen vom schwar­zen Pla­ne­ten in einem Main­zer Café über der kleine Kladde brü­tete. Mit Leich­tig­keit füll­ten wir die offe­nen Monate des Pro­jekts Gothic Fri­day mit The­men, wäh­rend wir gemein­sam an aßen, tran­ken und lach­ten. Wir kon­den­sier­ten die Ideen und Ansätze zu einer Essenz aus Fra­gen, die uns immer schon unter den Nägeln brann­ten. Offen­sicht­lich war ich nicht der ein­zige, der die Sze­ne­dar­stel­lun­gen in Büchern und Maga­zi­nen gar nicht mit dem in Ver­bin­dung brin­gen konnte, was mir in Erin­ne­rung geblie­ben war, was ich mir wünschte oder wie es sein sollte. Zuge­ge­ben, eine 12-jährige Sze­ne­ab­sti­nenz trübte mei­nen Blick für die Rea­li­tät und den­noch habe ich nach mei­ner Rück­be­sin­nung für die schwarze Welt die Hoff­nung nicht auf­ge­ge­ben, genau das wie­der­zu­fin­den, was schein­bar ver­lo­ren gegan­gen war. Es hat sich gelohnt, denn die Teil­neh­mer des Gothic Fri­day haben gezeigt, dass da mehr ist als düs­tere Musik und schwarze Klamotten.

Nicht das uns für den Dezem­ber ein Thema gefehlt hätte, aber es war an der Zeit, das Ruder des Schif­fes aus der Hand zu geben und es dem Wind eurer Krea­ti­vi­tät zu über­las­sen. Es hat sich gelohnt, denn 9 ganz beacht­li­che The­men­vor­schläge ste­hen nun zur Wahl. Dar­un­ter einige Vor­schläge, die wir so nicht erwar­tet hät­ten und die neben hoch­ge­zo­ge­nen Augen­brauen auch für hei­te­res Schmun­zeln sorg­ten. Wel­ches Thema gewinnt, ent­schei­det ihr. Wir bereits im Start­bei­trag ange­kün­digt, habt ihr bis zum 16. Dezem­ber Zeit, eure Stimme(n) abzu­ge­ben um euren oder den Vor­schlag eines Ande­ren zum Sie­ger zu küren. Jeder Besu­cher kann 2 Stim­men abge­ben, falls man sich nicht der Qual der Wahl stel­len möchte oder sich par­tout nicht für ein Thema ent­schei­den kann. Es steht euch frei, Freunde und Bekannte auf die Abstim­mung hin­zu­wei­sen, um so die Wahl einem brei­te­ren Publi­kum zugäng­lich zu machen. Wir sind gespannt, für wel­ches Thema ihr euch ent­schei­det! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 Dezember

Gothic Friday Dezember - Nenn uns Dein Thema!

Kategorie: Gothic Friday19 Kommentare

Gothic Friday 2011Nicht nur 2011 son­dern auch der Gothic Fri­day nähert sich dem Ende. Ein Jahr vol­ler Erfah­run­gen, Aus­tausch und inter­es­san­ten Ein­bli­cken rund um Gothic und die schwarze Szene. Ihr habt den Gothic Fri­day zu dem gemacht, was er gewor­den ist — er ist von euch geprägt wie kein Buch über uns, Maga­zine oder irgend­wel­che Zei­tungs­ar­ti­kel. Er zeigt die Szene so wie sie ist. Durch die zahl­rei­chen Ein­bli­cke in die Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft jedes ein­zel­nen Teil­neh­mers wird deut­lich, wie viel­schich­tig und viel­fäl­tig die Farbe Schwarz sein kann. Wir wol­len noch mal deut­lich sagen, dass uns Eure (An-)Teilnahme und Eure Begeis­te­rung, mit der ihr bei der Sache dabei seid wirk­lich über­rascht und glück­lich gemacht haben. Das hät­ten wir so nicht erwar­tet, als wir das Pro­jekt auf­ge­setzt haben.

Den­noch war ich mir mit Shan Dark von Anfang an einig, dass wir das Pro­jekt Gothic Fri­day nur ein Jahr durch­füh­ren wer­den. Auch wenn es wirk­lich so viel Spaß gemacht hat, dass wir beide kurz über eine Fort­set­zung nach­ge­dacht haben. Aber ehr­lich gesagt steckt sehr viel Zeit und Arbeit dahin­ter und man sollte man auf­hö­ren, wenn es am schöns­ten ist. Nicht zuletzt um Platz für Neues und fri­sche Ideen zu schaf­fen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 November

Kommentar: Wenn Gothics erwachsen werden

Kategorie: Schwarze Szene7 Kommentare

Wann wer­den Gothics eigent­lich erwach­sen? Diese Frage stel­len sich höchst­wahr­schein­lich mehr Außen­ste­hende als Sze­n­e­mit­glie­der selbst, denn die in die Jahre gekom­mene Szene hat sich 2011 mehr­fach über­lebt. Viele sehen ihre Zuge­hö­rig­keit tat­säch­lich nur als Phase oder als Teil des jugend­li­chen Selbst­fin­dungs­pro­zes­ses, andere hin­ge­gen sind der Szene seit den eige­nen Anfän­gen treu geblie­ben. Gothics been­den die Schule und das Stu­dium, star­ten in ein Berufs­le­ben und grün­den eine Fami­lie, sind diese Men­schen eigent­lich unverbesserlich?

Der eng­li­sche Guar­dian befragte in sei­nem Arti­kel »Growing-up for goths« den Sozio­lo­gen Dr. Paul Hod­kin­son, der sich inten­siv mit der Frage aus­ein­an­der­ge­setzt hat.  Er befragte Sze­n­e­mit­glie­der, die er bereits in den 90ern traf, noch ein­mal um zu ergrün­den, warum sich diese immer noch mit der Szene ver­bun­den füh­len. Dabei stellt er einige inter­es­sante The­sen auf, die ich nicht unkom­men­tiert las­sen kann. Sind das Inter­esse an den dunk­len Sei­ten des Lebens und eine natür­li­che Ten­denz zur Angst Gemein­sam­kei­ten, die uns neben der Lei­den­schaft für Musik und Sty­ling verbinden?

»Howe­ver, Hod­kin­son says that alt­hough the aes­the­tic and clot­hing are import­ant, the pri­mary tenets of invol­ve­ment in this sub­cul­ture mean being »tho­roughly pas­sio­nate about goth music and style, and some goths would tell you they have an inte­rest in the dark side of life, and a natu­ral ten­dency towards a degree of angst«. This means a level of com­mit­ment to the goth scene, and fri­endship groups and iden­tity that deve­lop around being a goth, which result in social lives that »are so intert­wined that it would feel very odd to leave it,« he says.«

Es klingt für mich logisch, dass nicht allein Musik und Sty­ling die Gründe für eine »lebens­lange« Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit sind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »