Clan of Xymox - A Day
Die neue Deutsche Welle ist schon fast vorbei als sich Ronny Moorings davon inspirieren lässt und 1984 zusammen mit Anke Wolbert die Band Xymox. Zusammen mit den Einflüssen aus der britischen Gothic-Rock Musik formen die Niederländer ihre Musik und veröffentlichen ihre erste EP „Subsequent Pleasures”. Nach einem Auftritt in Barcelona begannen die Dreharbeiten zu dem Video-Clip von „A Day”. Gedreht wurde dann auch gleich in Spanien, genauer gesagt in Cadaqués, einem Fischerdorf an der Costa Brava, unter anderem auch vor Salvador Dalis Haus. Das legendäre Label 4AD wurde neugierig und kaufte das Video, das später auf MTV gezeigt wurde und für den letztendlichen Durchbruch der Band sorgte. Nach zahlreichen Namenswechseln zwischen Xymox und dem Clan of Cymox veröffentlichte letzterer 2009 ihren neuen Longplayer „In Love we Trust”.
Charles de Goal - Exposition
Was mit den Gorillaz zunächst neu und mysteriös erschien, ist ein alter Hut. Charles de Goal war in den frühen 80er zu einem Mysterium avanciert, denn obwohl jeder den Underground-Kracher Exposition kannte, wusste man nicht das geringste über die Band. Das französische New Rose Label veröffentlichte das Debüt der Band und formte daraus den über die Landesgrenzen hinaus geachteten Longplayer „Algorhytmes”. Die Einflüssen von Kraftwerk, DAF, Der Plan, Gang of Four, XTC oder auch Devo waren nicht zu überhören. Die Franzosen intensivierten den technoiden Zeitgeist und kombinierten die Wurzeln des Punk mit minimalen Beats und senkten die Stimmung auf unter 0 Grad Celcius. Später nannte man es Coldwave. 2008 dann die klanglich überraschende Veröffentlichung von „Restructuration”, das die Idee von Exposition weiterentwickelt und ins Jetzt überführt.
Yazoo - Winter Kills
Synthiepopper können auch anders. Nachdem Synthie-Visionär Vince Clarke bei Depeche Mode 1981 ausstieg, gründete er mit seiner Schulfreundin Alyson Moyet die Band Yazoo. Ursprünglich sollte nur ein Song mit der damals 20-jährigen entstehen, glücklicher wurde mehr daraus. Zwischen 1981 und 1983 agierten die 2 ungleichen sehr erfolgreich und brachten auch die schöne Ballade Winter Kills heraus, die auf dem Album „Upstairs at Eric’s” eine außergewöhnliche schöne Abwechslung darstellt. Hier in einer BBC-Live Fassung, dessen Text ich nicht vorenthalten möchte: „Green in your love on bright days, You grew sunblind you thought me unkind, To remind you how winter kills, Lost in daydreams you drove too fast and got nowhere, You rode on half fare when you got too scared — How winter kills — Tear at me searching for weaker seams, Pain in your eyes makes me cruel, Makes me spiteful tears are delightful welcome your nightfall — How winter kills”


Quizfrage: Zu welchem Film läuft das Stück „Bela Lugosi’s Dead” von Bauhaus im Vorspann? Richtig, ein verkannter Klassiker der vom Spiegel einst als „schick, leer und langweilig” und dessen „dekorativer Ästhetizismus” als Kitsch beschrieben wurde. Ein Film mit David Bowie, Susan Sarandon und Catherine Deneuve der einer der ersten Meilensteine von Blockbuster-Regisseur Tony Scott werden sollte und der sich in Düsterheit und Atmosphäre von Blade Runner, dem Werk seines Bruders Ridley Scott, inspirieren ließ.
Ich bin bekennender Mediathek Nutzer. Fast alle öffentlich-rechtlichen und privaten Sender führen eine Mediathek, in der man meist für einige Tage oder Wochen die Inhalte aus dem Fernsehen erneut abrufen kann, ganz „bequem” vom Bildschirm aus. Ganz bequem? Eigentlich ist das Sofa doch viel bequemer, oder? Selbstverständlich. Aber ich finde es ist zu bequem, denn regelmäßig schlafe ich dann während des Fernsehens ein. Zunächst fängt alles ganz informativ im sitzen an, dann wandern die Beine auf die Liegefläche weil es ja ein wenig fröstelt und letztendlich rutscht der Oberkörper erst unmerklich und dann immer bestimmter in eine ebenfalls liegende Position. Jetzt kann man die Uhr stellen, denn Ruck-Zuck sind die Augen geschlossen.
