29 April

Gothic Friday April - Resümee

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Gothic Friday 2011Die erste Runde der Top of the Goth, die selbst­er­nannte Abwand­lung der Top of the Pops, ist vor­über. Der April sollte den treuen und neuen Teil­neh­mern des Gothic Fri­day Ent­span­nung brin­gen, nach einer Reise in die Selbst­er­fah­rung sollte man sich ent­spannt einem guten Film oder einer inter­es­san­ten Cover-Version wid­men, um dar­aus eine Top 5 sei­ner beson­de­ren Lieb­linge zu zaubern.

Es hat uns wie­der sehr gefreut, dass 31 Teil­neh­mer sich die Zeit genom­men haben, einen durch­aus reprä­sen­ta­ti­ven Quer­schnitt der fil­mi­schen Meis­ter­werke (21 Teil­neh­mer) zu erstel­len oder sich  in der Bewer­tung neu inter­pre­tier­ter Lie­der nam­haf­ter Künst­ler (10 Teil­neh­mer) zu versuchen.

Das Resü­mee zeigt über­sicht­lich, was in schwar­zen Kinos lau­fen sollte und macht hör­bar, was sich Gothics gegen­sei­tig musi­ka­lisch zu bie­ten haben. Shan Dark hat sich Wein und einen Abend um die Ohren gehauen um die Aus­wer­tung der Filme ein­drucks­voll zu prä­sen­tie­ren, wäh­rend Robert es erneut ver­scho­ben hat, sich zu rasie­ren, womit er in einer gruf­ti­gen Fort­set­zung des »See­wolf« durch­aus als Ide­al­be­set­zung gel­ten dürfte. Wie dem auch sei, Vor­hang auf für das April-Resümee: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 April

26. April 1986: Ein Geburtstag ohne Feier

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Tschernobyl-Fukushima-Gedenken_Wien2011-04-25_2000_KerzenJede Gene­ra­tion schafft sich ihre Kata­stro­phen, das ist eine Tra­di­tion der Mensch­heit. Am 26. April 1986 explo­diert der Kern­re­ak­tor des Kraft­werks in Tscher­no­byl, nahe der ukrai­ni­schen Stadt Pry­pjat. Tage spä­ter erreicht die radio­ak­tive Wolke auch Deutschland.

Ich bin 11 Jahre alt und ver­stehe nicht, warum die Bau­ern in den Nach­rich­ten ihre Salate unter­pflü­gen und meine Mut­ter lie­ber Kon­ser­ven öffnet als Gemüse zuzu­be­rei­ten. Die all­abend­li­che Tages­schau wird schwei­gend ertra­gen, anschlie­ßend schal­ten wir den Fern­se­her ab.

Was man in den Nach­rich­ten nicht sieht, fin­det nicht statt. Was heute durch die Welt zuckt, ist mor­gen nur ein Ver­merk in einem Archiv.

Alles das, was Fukus­hima für die heu­tige Gene­ra­tion ver­kör­pert,  hatte in mei­ner Jugend längst eine schreck­li­che Gestalt. Ereig­nisse wecken Erin­ne­rung, auch an die Zeit nach den Nach­rich­ten. Heute ist einer der Tage, an dem ich ganz neu erklä­ren kann, warum ich schwarz trage. Ich ver­flu­che den Tag an dem Tscher­no­byl gebo­ren wurde, soll diese wider­li­che Kind der Ener­gie­po­li­tik end­lich verrecken.

Der nie­der­län­di­sche Foto­graf Robert Knoth (Green­peace) hat zwi­schen 1999 und 2005 die vier stark radio­ak­tiv ver­seuch­ten Regio­nen rund um Tscher­no­byl besucht und dabei Bil­der von Men­schen gemacht, die der Strah­lung ein bizar­res und schreck­li­ches Gesicht ver­lei­hen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 April

Ohne Worte (Spezial): Elf Fantasy 2011

Kategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

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24 April

Aberglaube und Eier zu Ostern

Kategorie: Ansichtssache9 Kommentare

Rabbit-and-Fox

Ostern ist das Fest der Auf­er­ste­hung. Nicht nur Tot­ge­glaubte sind auf­er­stan­den, nein auch die Natur erwacht nun voll­ends aus ihrem Win­ter­tod. In man­chen Gegen­den glaubte man, das die Sonne an Ostern einen Freu­den­tanz machte, wenn sie auf­ging. Die Men­schen stie­gen auf einen Berg oder gin­gen ans Meer um sich das Ereig­nis nicht ent­ge­hen zu las­sen. Wer nichts sah und sich gegen den Aber­glau­ben stellte, galt als ver­hext. Das klingt plau­si­bel, denn schließ­lich glaubte man auch, dass das Ver­spei­sen von Mehl gemischt mit gerie­be­nem Brot ein Jahr lang vor Schwan­ger­schaft schüt­zen würde.

Warum zu Ostern unbe­dingt Eier geges­sen wer­den, ist schrift­lich nicht aus­rei­chen belegt. Gut mög­lich, dass es prag­ma­ti­sche Gründe hatte: Da wäh­rend der Fas­ten­zeit keine Eier geges­sen wer­den durf­ten und die Hüh­ner den­noch wel­che leg­ten, sam­mel­ten sich große Eier­berge an. Eier die man selbst nicht ver­wer­ten konnte, wur­den erst gekocht und dann ver­schenkt. Viel­leicht glaubte man auch, alles Heil­brin­gende sei ver­steckt und ließ des­we­gen die Eier suchen. Spä­ter malte man sie bunt an, damit man sie über­haupt fand.

Andere behaup­ten, das junge Mäd­chen ihrem liebs­ten ein oder meh­rere Eier schenk­ten, dabei spielte die Farbe und die Anzahl eine ganz ent­schei­de­nen Rolle. Ein grü­nes Ei sym­bo­li­sierte die Hoff­nung in den zwei­samen Bund, mit einem gel­ben zeigte man an, eifer­süch­tig zu sein, ein blaues Ei beschwor die Treue und ein rotes Ei sollte die Liebe bekräf­ti­gen. Schenkte man sei­nem liebs­ten 6 Eier, so bedeu­tete das, dass sie ihn hei­ra­ten wollte. Des­we­gen gibt es auch im Super­markt Eier im 6er Pack — für den Hei­rats­wil­li­gen zum leich­te­ren herum tra­gen, nicht dass ein Ei kurz vor­her kaputt geht. Könnte man meinen.

Im übri­gen behaup­tet man, das Wort »Ostern« stamme aus dem ger­ma­ni­schen und bezeichne das Früh­lings­fest, an dem die Leute auf den Ber­gen tanz­ten und die auf­ge­hende Sonne begrüß­ten.  (aus dem alt­ger­man­ni­schen Aus­trō > Ausro für „Mor­gen­röte“) und weil den Chris­ten das zu lang­wei­lig war, habe die kur­zer­hand jeman­den auf­er­ste­hen las­sen, das las sich viel spek­ta­ku­lä­rer und war aber lange nicht so spa­ßig. Könnte man jeden­falls glau­ben, wenn man dann über­haupt glaubt. Frohe Ostern!

(Bild­quelle: How to be a Retro­naut)


23 April

Ohne Worte: Spiegel der Seele

Kategorie: Dunkelkunst1 Kommentar

Augen sind die Spie­gel der Seele. Manch­mal ist es die Angst vor dem, was wir sehen könn­ten, die uns davon abhält, hin­ein zu blicken.

(D Sharon PruittCC by)


22 April

Gothic Friday April - ASRis Top of the Goth (1)

Kategorie: Gothic Friday5 Kommentare

Gothic Friday 2011Im Rah­men des Gothic Fri­day 2011 prä­sen­tiere ich wie­der ein­mal einen Bei­trag von ASRia­ne­rin, die trotz Abitur­stress noch Zeit gefun­den hat für das April-Thema 5 ihrer Lieb­lings­filme zu benen­nen.   Ich habe den Film nach dem Ein­gangs­da­tum der Email zurück­da­tiert, da die Nach­richt mir offen­sicht­lich zunächst ver­bor­gen geblie­ben ist. Ich bitte das zu ent­schul­di­gen. Hier also direkt und unzen­siert und ohne lange Umschweife:

Berüh­rend und audio­vi­su­ell – ASRi und ihre Top 5 der Filme

Bes­ser spät als nie ist auch eine Stra­te­gie und somit komme ich gleich zu mei­nen Top 5 der Filme. Ich muss sagen, es fällt mir schwer, eine Rang­folge zu fin­den, also erfolgt die jetzt wahllos.

Begin­nen möchte ich mit einem Film, der mich sehr tief berührt und nicht mehr los­ge­las­sen hat. „Mary and Max“. Eine melan­cho­li­sche Geschichte über die Brief­freund­schaft von zwei Außen­sei­tern, die sich ganz zufäl­lig gefun­den haben. Es mag ein wenig albern klin­gen, aber ich habe wirk­lich viele Trä­nen bei die­sem Film ver­gos­sen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 April

Lokalzeit Dortmund: Oma Berndsen trifft Grufti Fabian

Kategorie: Schwarze Szene13 Kommentare

Alt trifft jung - Fabian der Gothic»Au weia. Das ist also Fabian, aber ich glaub” der ist ganz nett, denn ich hab” da gar keine Vor­ur­teile.« Oma Berndsen (80) hält das Bild von Fabian (23) in den Hän­den. Die rüs­tige Rent­ne­rin ist im Auf­trag der Lokal­zeit Dort­mund unter­wegs, die Jugend von heute zu erfor­schen. Ob Gothic, Pun­ker, Ska­ter, Sprayer oder Hip-Hopper, die auf­ge­schlos­sene Dame ist sich für nicht zu schade. Die Ehren­vor­sit­zende des Dort­mun­der Hausfrauen-Bundes, setzt sich mit Helm und Hand­ta­sche auf ihren Rol­ler und macht sich auf, Fabian zu besu­chen. Um es vor­weg zu neh­men: Diese kleine Stück Video inklu­sive dem dazu­ge­hö­ri­gen Arti­kel ist ein Perle im Ein­heits­brei schlech­ter Berichterstattung.

Der junge Stu­dent lädt die Dame in seine Stu­den­ten­bude ein, die er natür­lich eigens auf­ge­räumt hat um einen guten Ein­druck zu hin­ter­las­sen. Man spürt schnell, man behan­delt sich mit gegen­sei­ti­gem Respekt. »Ich musste erst mal im Inter­net nach­gu­cken, was heißt denn Gothic über­haupt.« — Löb­lich. »Die­ses trau­rige, ein biss­chen Melan­cho­lie tut auch ganz gut, also Expres­sio­nis­mus […] die­ses Motiv des Todes — ob lus­tig umge­setzt oder auch ein biss­chen erns­ter, also phi­lo­so­phisch…« Auch Fabian hat den Schnitt und die knappe Zeit anstän­dig gemeis­tert und bringt seine Mei­nung zum Thema Gothic gut rüber. Geht doch! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 April

Szene-Check: Wave Kommando Siegen

Einer unwi­der­steh­li­chen Ein­la­dung zu »Süd­west­fa­lens bes­ter Wave Gothic Indie Party« bin ich am Sams­tag, dem 16.04.2011 gefolgt. Frau Kir­napci hatte geru­fen und das Wave Kom­mando in Sie­gen ange­kün­digt. Mit einer Mischung aus Skep­sis und Neu­gier habe ich mich dann auf­ge­macht, dem Kom­mando zu fol­gen, denn als ein­ge­fleisch­ter Waver weiß ich, dass die Bezeich­nung »Wave« heute nicht mehr unbe­dingt für das steht, was ich dar­un­ter ver­stehe. Als wir gegen 23:30 den Vor­tex Musik­club betra­ten, war es recht leer, was daran gele­gen haben könnte, dass der Tür­schnap­per am Ein­gang eine ganze Weile kei­nen Ein­tritt mög­lich machte und die Kas­sie­re­rin ver­geb­lich dar­auf war­tete, die ange­mes­se­nen 4€ Ein­tritt zu kassieren.

Die Musik gleich zu Beginn war dann auch etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig, was aber schnell ver­ges­sen war, als die ver­trau­ten Klänge von Human Lea­gues — Seconds meine Ohren erreich­ten. Zwei güns­tige Getränke spä­ter hatte Sabrina halb Sie­gen wie­der­ge­se­hen und war glück­lich im Gespräch ver­tieft, als The Arch mit ihrem Klas­si­ker Babsi ist tot mich erst­mals auf die Tanz­flä­che lockten.

Das Vor­tex ist über­schau­bar groß und glänzt durch Wohn­zim­mer­at­mo­sphäre, bie­tet aber aus­rei­chend Platz, das Tanz­bein zu schwin­gen. Bei OHL — Feuer habe ich das ein­ge­hend aus­pro­biert. Pro­bleme mit der Musik­an­lage ver­hin­der­ten zunächst einen unge­stör­ten Musik­ge­nuss, schnell wurde aber Ersatz besorgt und ange­schlos­sen, wirk­lich klasse.

Was danach an Musik gespielt wurde, darf ich mit Fug und Recht als »exzel­lent« bezeich­nen. Eine Mischung aus aktu­el­lem »Art­ver­wand­ten« und klas­si­schem 80er und 90er Wave und Dark Wave machte es eigent­lich unmög­lich, die Tanz­flä­che dau­er­haft zu ver­las­sen. Alters­er­schei­nun­gen sowie Durst hal­fen dann bei der Ent­schei­dung, es doch zu tun. Inzwi­schen war der Laden gut besucht. Offen­bar öffnen sich anläss­lich einer sol­chen Ver­an­stal­tun­gen schnell ein paar dunkle Luken, aus denen die schwarz geklei­de­ten Gestal­ten krie­chen, die mir beim Bum­mel durch Sie­gen am frü­hen Nach­mit­tag eher ver­bor­gen geblie­ben sind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 April

Neomorphus: Morbide und Imaginäre Kreaturen im Kurzfilm

Vom bra­si­lia­ni­schen Ano­ma­to­rio kommt ein Stop-Motion Film ers­ter und schwar­zer Güte­klasse, in der Muta­tion, Trans­for­ma­tion und Ent­wick­lung zu einer neuen Spe­zies sich die Hand rei­chen um zu einer neuen tra­gi­schen Krea­tur zu wer­den. Was der Film visu­ell zu bie­ten hat, ist in etwa das, was man wohl als »sach­li­che Ästhe­tik der schwar­zen Szene« bezeich­nen würde, vor­aus­ge­setzt man würde gefragt. Und in der Tat ist auch mir bei so man­cher Vision des Künst­lers das Herz auf­ge­gan­gen, seine Anlei­hen an Tim Bur­ton ver­lei­hen Neo­mor­phus ein schau­rig schö­nen Charakter.

Transformation trough mutations stages. Evolution as a function gain is called neo-morphic. Imaginary creatures adapt into an Ecosystem and the transformation of these habitats for these creatures generates a fantastic cycle. The mutation symbolism is part of Animatorio experiences in its trajectory, changing places, finding a new spectrum, a new phase, evolving.

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18 April

Musikperlentaucher - Tauchgang #21

Depeche Mode - Shake the Disease

Ich möchte gar nicht all zu viele Worte über die Band oder das Stück ver­lie­ren, son­dern hier aus­nahms­weise mal das Video in der Vor­der­grund erhe­ben, in dem schlaue Fra­gen auf schlaue Ant­wor­ten tref­fen. »Depe­che Mode machen ganz andere Musik als die Sto­nes, aber viel­leicht gibt es da irgend­wel­che Zusam­men­hänge — Magst du die Rol­ling Sto­nes?« — »Ja, die sind toll!« — »Du magst? Aber eure Musik unter­schei­det euch sehr.« — »Ja.« — »Also sie mögen sie schon, obwohl die Musik völ­lig anders ist.« […] »Der neue Song ist ein biss­chen lang­sa­mer als die alten Lie­der von Depe­che Mode, ist das euer neuer Style?« — »Ja.« — »Nach eini­gem über­le­gen sagt er: Ja. Naja, wir wer­den sehen. — Und der neue Song, was ist der Inhalt?« — »Wie bitte?« — »Der Inhalt.« »Ah! Es ist im Grunde eine Lie­bes­lied.« — »Ein Lie­bes­lied? Zwei­er­be­zie­hung sind immer aktu­ell.« Es gibt schon einen Grund, warum ich die Kurz-vor-dem-Auftritt-Fragen nicht lei­den kann.  Zum einen glän­zen die Mode­ra­to­ren nicht mit reprä­sen­ta­ti­ven Fra­gen zum ande­ren lei­den die meis­ten Bands wohl auch unter Lam­pen­fie­ber, auch wenn es nur Play­back ist. Den gan­zen Arti­kel lesen… »