2 März

Somebody – Soundcheck mit Alan Wilder

Ganz großes Kino, als Alan Wilder am 17.02.2010 anlässlich einer Benefiz-Veranstaltungen in der Royal Albert Hall auf die Bühne marschierte und Martin L. Gore am Klavier begleitete. Darüber hatte ich bereits gebloggt. Noch größer war das Kino, als die Band selbst ein Video vom Soundcheck zum Konzert veröffentlichte und gleich im Anschluss noch ein Interview mit Alan Wilder selbst, der auch der Ansicht ist, das dies ein ganz besonderer Moment gewesen ist wieder einmal mit Fletch und Martin auf der Bühne zu stehe. Einfach mal anschauen, zurück lehnen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.

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2 März

Kaltes, klares Wasser – Bettina Köster beim WGT 2010

Bild von Bettina KösterHeute wurde Bettina Köster als Act auf dem Wave-Gotik-Treffen 2010 in Leipzig offiziell bestätigt. Bettina Köster? Etwas ungläubig war ich bereits beim Verfassen der Zusammenfassung schwarzer Sommer ja schon, denn die Dame, über die John Peel mal gesagt hat sie sei die “Königin der Geräusche”, ist jedenfalls für mich keine Unbekannte. Doch wer ist die burschikose Frau auf dem Bild?

Es muss wohl 1978 gewesen sein, als drei Frauen beschlossen für die weibliche Seite des Punk zu sorgen und die Band Mania D zu gründen. Bettina Köster, Gudrun Gut und Beate Bartel standen jedoch für eine neue und experimentellere Art der Musik und waren eher Teil der aufkommenden New Wave Bewegung, obwohl eine Einordnung auch hier schwer fällt. Als Teil einer neuen Emanzipation wollten sich die Berlinerinnen jedoch nicht einspannen lassen, sondern brachten etwas sehr persönliches und eigenes an Tag, was sie schnell in Berliner Underground Kreisen berühmt machte.

1981 gründeten Gudrun Gut und Bettina Köster die Band Malaria! und holten sich Manon Pepita Duursma dazu, die als Gitarristin beim Nina-Hagen Projekt OUT bereits Erfahrungen gesammelt hatte. Zusammen mit Christine Hahn und Susanne Kuhnke entwickelten sie dann eine sehr unterkühlte Form des New Wave, das man später dem Dark-Wave zuordnete und als tanzbare Avantgarde-Musik auch in Künstlerkreisen schwer angesagt war. Auf einer Tournee in Brüssel entwickelte man den Song Kaltes klares Wasser als Teil eines Live-Programms, das sich aber zum Underground-Knüller entwickelte und Mitte der 90er von den Chicks on Speed in seine populäre Version erhoben wurde. Trotz ihrer musikalischen Bandbreite wurden sie diesen Song nie wieder los, der so perfekt repräsentiert, was hinter der neuen Deutschen Welle wirklich steckt. …lese den ganzen Artikel
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1 März

Spontis Wochenschau #08

Und die Jahre ziehen ins Land und wir surfen immer noch ohne Verstand. So, oder so ähnlich sang es eine Düsseldorfer Punk-Band einmal und da ich keinen Alkohol zu mir nehme, bleibt mir nur das surfen übrig. Und manchmal lasse ich mich einfach treiben von Video-Plattformen, Blogs, Nachrichtenportalen und Linklisten, schwimme in der Welt der Reize, lasse mich berieseln und genieße es mal nicht an den Alltag denken zu müssen, oder an den Keller – den ich immer noch aufräumen muss. Ich schaue den Menschen zu die etwas besonders gut können oder auch etwas gar nicht können, bin sensationsgeil, neugierig und schadenfroh. Ich mache mich schamlos über andere lustig und klicke alles an, was nicht bei 3 auf einem Baum zu finden ist. Alles Eigenschaften, die zu Tage treten, wenn man den Verstand einmal weglässt und seinen niederen Instinkten freien Lauf lässt. Manche brauchen zum deaktivieren des Verstands den Alkohol, ich brauche dazu das Internet und darf danach sogar noch mit dem Auto fahren. …lese den ganzen Artikel
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27 Februar

Tour of the Universe: Depeche Mode in Düsseldorf

Depeche Mode LogoWas lange währt wird endlich gut. Nachdem ich vor über einem Jahr und voller Vorfreude die Karten für die Tour of the Universe meiner 3 Lieblingsbriten erstanden habe, folgte ja eine wahre Odyssee. Dave wurde von einer plötzlichen Krankheit überrascht, musste kurzfristig einige Konzerte absagen und brachte damit den ganze Tourplan durcheinander, so ein Schuft. Das ursprünglich für den 4.6.2009 geplante Konzert fand nach langem hin- und her nun am 26.02.2010 in der inzwischen umbenannten Esprit-Arena in Düsseldorf statt.

Soweit so gut, gestern ist es dann soweit gewesen. Nach einer wirklich reibungslosen Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die man mit der Konzertkarte ja kostenlos benutzen konnte, fanden wir uns im Stadion ein und enterten zunächst den Merchandise-Shop, um die obligatorischen Tour-Shirts zu erwerben. Wir beeilten uns in den Innenraumbereich zu kommen um uns gute Plätze zu sichern und der Dinge zu harren die da kommen. Zeit kann so grausam sein, nach einer schier endloses Wartezeit in der beheizten und mit geschlossenem Dach zur Halle mutierten Arena zeigte sich endlich die Vorgruppe Nitzer Ebb auf der Bühne.

Ich war skeptisch, ob DM-Fans wirklich die richtige Zielgruppe für den eher EBM orientierten Sound Briten waren, versuchte aber die Dinge auf mich wirken zu lassen, denn vom neuen Album Industrial Complex hatte ich noch nicht wirklich was gehört. Trotz spärlichem Einsatz von Licht und einem eher bescheidenen Klang versuchte die Band ihr bestes, konnte das Publikum aber zu keinem Zeitpunkt für sich begeistern. Der stark elektronisch geprägte und harte Sound harmoniert nicht wirklich mit dem Sound von DM, obwohl beide Bands viele Einflüsse der 80er mitgenommen haben, entwickelten sie sich in zwei völlig unterschiedliche Richtungen. Wie Nitzer Ebb ins Vorprogramm rutschte lässt sich nur spekulieren, vielleicht liegt es auch an Ex-Depeche Mode Mitglied Alan Wilder, der sich für einen Remix von I am Undone verantwortlich zeigt. …lese den ganzen Artikel
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26 Februar

Cosplayprinzessin Kirsten Dunst

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (8)

Kirsten Dunst in dem Video Turning JapaneseIch war überrascht, als davon erfuhr, bis jetzt hatte ich Kirsten Dunst als Spiderman’s große Liebe in Erinnerung oder auch als hüpfender Cheerleader bei Girls United. In einem Video von McG/Takashi Murakami ist sie Teil einer Pop Life-Ausstellung der Tate Modern in London und im Moment in der Hamburger Kunsthalle als blauhaarige Cosplayprinzessin die durch Tokyos Vergnügungsviertel Akihabara tanzt, zu sehen.

Es handelt sich dabei um den Song Turning Japanese von The Vapors (Video) aus dem Frühjahr 1980 dem man sich jetzt künstlerisch angenommen hat und es in einen künstlerischen Kontext stellt, insofern man die Manga und Cosplay Kultur der Japaner als solche versteht. Schon Anfang der 80er beschäftigte man sich in dem Song mit der Kultur der Japaner, die wir wohl immer als anders und fremd empfinden werden, obwohl sie uns seit den Zeichentrickfilmen, in denen übergroße Augen eine entscheidende Rolle spielten, schon eine ganze Weile beliefern.

Das Video zeigt, das Japan mehr zu bieten hat als Samurai, Geisha oder auch getragene Unterwäsche in Automaten. Die Japanische Kultur ist eine der ältesten dieser Welt und obendrein auch noch eine der vielfältigsten und buntesten. Sicherlich ist es Geschmackssache sich damit auseinander zusetzen, ich für meinen Teil habe Japan schon längere Zeit auf meinem persönlichen Reiseplan stehen und irgendwann werde ich diesen wohl auch umsetzen und das obwohl ich Sushi hasse. …lese den ganzen Artikel
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25 Februar

Schattenwelt – Helden und Legenden des Gothic Rock

Schattenwelt - Dave ThompsonSelten wird mir ein Buch so vollmundig angekündigt wie das Werk Schattenwelt von Dave Thompson. Der englische Autor und Musikjournalist gehört zu einem der fleißigsten Schreiber der alternativen Musikszene und brachte schon in frühen 80ern Fanzines und Bücher heraus, mit diesem Buch möchte er die Entstehung des Gothic Rock anhand seiner Helden und Legenden nachzeichnen. Ich habe mich 424 Seiten durch die sehr gute Übersetzung von Kirsten Borchardt gewühlt und mir ein eigenes Bild von dem Buch gemacht, über das der Zillo schrieb: “Einen definitiveren Überblick über die Geburt der schwarzen Szene wird es wohl nicht mehr geben.

Das Buch zeichnet den Verlauf der schwarzen Szene sehr genau nach und beginnt etwa 1976 mit den ersten Live-Auftritten von Siouxsie & The Banshees und eröffnet die musikalische Chronik mit Iggy Pop und seinem legendärem Album The Idiot, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Sehr detailliert beschreibt Thompson das Erscheinen sämtlicher Protagonisten auf der Bühne des Gothic Rock und konzentriert sich dabei auf die Hauptdarsteller und ihre musikalischen Projekte. Als sich The Cure, Bauhaus und Joy Division vom fast schon etablierten Punk lösen sucht man förmlich nach einem neuen Oberbegriff, der den Bands der ersten Stunden anheften wird wie eine Tätowierung. Mit The Mission, The Damned und The Sisters of Mercy macht er die Bewegung dann eindeutig zu einem englischen Phänomen, woran vereinzelte Ausflüge mit The Birthday Party, Christian Death oder den Fields of the Nephilim nichts ändern können. Der Wechsel zwischen den vielen parallelen Entwicklungen ist mitunter etwas umständlich und konfus geraten, so das man als Leser immer wieder reflektieren muss, in welchem Teil der Zeit man sich befindet. …lese den ganzen Artikel
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