Subkultur in meiner Stadt? Ein historisches Münster, eine alte Abtei, große Parks und viel Grün, ein Berg, wo man keinen erwartet und eine Stadt mit zwei Hauptbahnhöfen. Man kann viel über die Stadt am Niederrhein sagen, aber nicht, dass sie eine Metropole schwarzer Subkultur ist. Ich bin in Mönchengladbach geboren und aufgewachsen und bis zum heutigen Tag ist mir kein schwarzer Club über den Weg gelaufen. Regelmäßige Veranstaltungen scheitern meist an fehlendem Publikum, das durch die Nähe zu größeren Städten wie Düsseldorf oder Köln jedes Wochenende in Reisefieber gerät. Ich kann mich davon nicht ausschließen, denn ein fehlender, lokaler und vor allem schwarzer Bekanntenkreis machten die Versuche etwas vor Ort auf die Beine zu stellen, sinnlos. Trotz dieser zugegebenermaßen Maßen sehr düsteren Einleitung habe ich mich auf die Suche gemacht, ein paar Rückzugsorte dunkler Subkultur vorzustellen. Stichwort Schwarzsehen: Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, selbst etwas zu organisieren, mich zu beteiligen oder zu helfen. Das liegt in meiner Natur. Den ganzen Artikel lesen… »
13 Januar
Gothic Friday Dezember: Subkultur in meiner Stadt
10 Januar
Gothic Friday Dezember: Subkultur in deiner Stadt (Glückssucher)
Für den Gothic Friday, bei dem wir im Dezember nach einer Umfrage dazu aufriefen von der Subkultur in eurer Stadt zu erzählen, hat sich Glückssucher wie auf die Pirsch begeben um einen genaueren Blick auf seine Heimatstadt Stuttgart zu werfen. Nach dem Studium seines Artikels bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht von der Landeshauptstadt, offenbar ist sie noch fester im Griff der Hip-Hop Kultur, als angenommen. Ihr könnt euch aber selbst ein Bild machen. Der Artikel erreichte mich per E-Mail und gibt unverändert die Meinung des Verfassers wieder.
Im tiefen Süden…
Eigentlich ist es immer ein ganz besonderer Tag hier in Stuttgart jemanden zu treffen, der auch in der schwarzen Szene zu finden ist. Das Gefühl habe ich auf jeden Fall. Ein paar Jahre schon wandele ich auf dunklen Pfaden, aber so einen richtigen „schwarzen“ Freundeskreis habe ich bislang hier noch nicht gefunden. Die paar Schwarze die man hier im Straßenbild zwischen den ganzen „normal“ Gewandelten sieht sind immer so ein bisschen wie ein „schwarzer Leuchtturm“ in all dem Einheitsbuntbrei. Den ganzen Artikel lesen… »
9 Januar
Gothic Friday Februar: Musik und Leidenschaft (Katharina)
Zeit ist ein wertvolles Gut und eine Einteilung scheint unausweichlich. Nachdem sich Katharina im letzten Jahr auf ihre Prüfungen konzentriert hat, findet sie nun Zeit, einige Beiträge zum Gothic Friday nachzuholen. Wie bereits erwähnt, freuen wir uns auch jetzt noch über jeden Beitrag und fordern den geneigten Leser auf, das Projekt Revue passieren zu lassen um anschließend selbst in die Tasten zu hauen. Katharina widmet sich dem Februar-Thema Musik und Leidenschaft und beantwortet die 10 Fragen nach allen Regeln der dunklen Kunst. Obwohl Sie vor den Gefahren möglicher Klischees warnt, habe ich beim lesen ihres Beitrags keine Gefahren entdecken können. Vielleicht, weil ich auch einige der Klischees lebe.
10 Fragen — Die Musik und Du
So jetzt werde ich diese Fragebogen mal ausfüllen, auch wenn ich dabei oft betonen werde, wie schwer ich mich dabei tue. Neue Musiktipps brauch hier niemand von mir erwarten, es dient lediglich nur dem Kennenlernen meiner Person und als kleine Beitrag für Spontis. Wer Angst vor Klischees hat, warne ich vorm Lesen dieses Beitrags, denn hier wimmelt es nur von selbigen. Den ganzen Artikel lesen… »
7 Januar
Spontis Wochenschau #1/12
Neues Jahr, neues Glück. Mittlerweile haben sich alle ein frohes neues Jahr gewünscht, die Weihnachtsbäume entsorgt und das Geschenkpapier gebügelt, um es in diesem Jahr nochmal wiederzuverwenden. Umweltschutz und so. Ein großes schwedisches Möbelhaus wirbt sogar damit, die Bäume aus dem Fenster zu schmeißen, um so Platz für neue und günstige Möbel zu schaffen, die natürlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Oder nicht? Eine absurde Zeit in der wir leben. Es gibt sogar Männer, die schenken ihrer Freundin Andrea ein Tiefdruckgebiet für 199€ (Hochdruckgebiete kosten 100€ mehr), das dann auch noch wütend über das Land zieht um Chaos und Zerstörung zu hinterlassen. Ich wäre als Tiefdruckgebiet sicherlich auch sauer, wenn mich jemand Andrea nennen würde. In Zeiten des Internet wird man sich so mancher Absurdität erst bewusst und paradoxerweise ist das Netz für eine ganze Reihe solcher Unmöglichkeiten auch noch selbst verantwortlich. Hätten wir sonst erfahren wie man ein Tiefdruckgebiet kaufen kann? Genug davon. In der Spontis Wochenschau gibt es auch dieses Jahr wieder regelmäßig kostenlose schwarze Links, die natürlich alle viel wertvoller, qualitativ hochwertiger, nachhaltiger und umweltschonender sind als andere. Oder nicht?
1 Januar
Ohne Worte: Frohes neues Jahr!
2011 war bewegend, eindrucksvoll, herausfordernd und traurig. Die Zeit des Schlafes ist vorbei, ich fand was ich suchte. Ich lernte zu lieben, was ich bin. Hoffnungslos optimistisch blicke ich in die Zukunft, hemmungslos unverbesserlich kämpfe ich für das, was mir wichtig ist.
Spontis wünscht allen Lesern und Besuchern ein schwarzes Jahr 2012!
(Bildquelle: Adski Kafeteri)
31 Dezember
Spontis 2011: Der persönliche und subjektive Jahresrückblick (1)
Ein Jahresrückblick gehört zu den wenigen Ritualen eines Bloggers, denen ich mich gerne anschließe. Doch anstatt euch mit langweiligen Zahlen und Statistiken zu nerven, wie ich es bereits 2010 gemacht habe, wollte ich dieses Jahr etwas persönlicheres schreiben. Ich entschied mich für eine chronologische Reise durch die Monate, bei der ich Artikel herauspicke, die bei mir einen besonderen Eindruck hinterlassen haben, in denen man besonders heiß diskutierte, die häufig aufgerufen oder schlichtweg überhaupt nicht beachtet wurden. Da ich aber nicht in der Lage bin mich kurz zu fassen, entschied ich mich für einen knackigen Zweiteiler.
Januar
Startschuss für den Gothic Friday. 12 Monate und 12 Themen sollten es werden, die den Teilnehmer und den Leser in die eigene Vergangenheit, die Gegenwart und die mögliche Zukunft führen sollten. Abseits von Fachliteratur, Magazinen und Berichten wollten Shan Dark und Ich ein Bild von dem zusammenfügen, was Gothic war, ist und ausmachen könnte. Wie viel Arbeit wir uns damit einbrocken würden, wussten wir nicht, wie viel Freude es uns machen würde, ahnten wir nicht und wir machten uns keine Vorstellung davon, wie so manches Thema die eigene Sichtweise änderte. Mit dem ersten Thema »Wie bist Du in die Szene gekommen?« wurde uns aber schnell klar, wie spannend, vielfältig und unglaublich bereichernd diese Aktion werden würde. Den ganzen Artikel lesen… »
29 Dezember
Journal der Jugendkulturen #17
Das Archiv der Jugendkulturen hat eine turbulente Zeit hinter sich. Zum Ende des Jahres 2010 hat es so ausgesehen, als müsste das Archiv seine Pforten schließen, da es fernab von jedweder staatlicher Unterstützung nicht mehr in der Lage war, die monatlichen Kosten der Einrichtung zu decken. Eine ehrgeizige Spendenaktion wurde ins Leben gerufen, um das Archiv in eine Stiftung zu überführen. Nur so lässt sich das Archiv langfristig sichern, da es so wesentlich besser gefördert werden kann. Zahlreiche Prominente unterstützten die Aktion und dennoch ist es den zahlreichen Spendern zu verdanken, das bis zum 31. Oktober 2010 rund 100.000 Euro zusammengekommen sind. Das Archiv ist gerettet (vorerst) und hat 2011 die Stiftung Respekt! gegründet. Damit ist die Arbeit zunächst gesichert und dennoch bedarf es dauerhafter Unterstützung und Spenden, um den zahlreichen Projekten und Aktionen einen finanziellen Nährboden zu bieten.
Frucht dieser Arbeit ist beispielsweise das Journal der Jugendkulturen, das jüngst zum 17. mal erschienen ist. Einer der Schwerpunkte dieser Ausgabe ist der geschlechtsspezifische Aspekt von Jugendkulturen, die im Editorial passend als »Jungenkulturen« bezeichnet werden. Noch immer sind die meisten Jugendkulturen männlich dominiert, an der die Emanzipation offenbar spurlos vorbeigezogen ist. Auch die Gothic-Szene, in der nach meiner persönlichen Einschätzung immer ein funktionierendes Gleichgewicht der Geschlechter herrschte, droht deutlich in eine männlich orientierte Richtung zu kippen. Nicht zuletzt, weil körperlich-männlich orientierte Musikrichtungen wie EBM, Cyber, Techno oder (Neo-)Industrial verstärkt den schwarzen Schirm gepresst werden. Den ganzen Artikel lesen… »
29 Dezember
Gothic Friday Mai - Gruftige Beleuchtung (Katharina)
»Besser spät als nie«, sagte sich Katharina und schrieb Ihren Beitrag zum Gothic Friday Thema »Do-Goth-Yourself!«, den ich bereits vor einigen Wochen erhielt. »Besser spät als nie«, sagte auch ich mir und habe nun endlich Zeit gefunden, diesen auch in den Gothic Friday einzupflegen. Katharina beschäftigt sich eingehend mit der Umgestaltung eines Kronleuchters und zeigt, wie auch ohne großen finanziellen Aufwand eine ansprechende Beleuchtung kreiert.
Ich freue mich ganz besonders, immer noch Beiträge zum Gothic Friday zu erhalten, die nicht unbedingt im zeitlichen Rahmen der Aktion liegen und werde auch weitere Einsendung zu dem Thema immer wieder einpflegen. Worte und Bilder sind wie immer in unveränderter Form von der Autorin. Ich habe mich lediglich um die äußerliche Form und Gestaltung gekümmert.
Gruftige Beleuchtung
Eine alte, aber leider in den letzten Jahren vernachlässigte Leidenschaft von mir ist das Dekorieren und Umräumen meines Wohnraumes. Es fällt ja nur ein Teil dieser Tätigkeit unter Selbstgemachtes, wie meine Lampe. Die Ausgangsleuchte kam aus einen schwedischen Möbelhaus, nennt sie Molnig und ist für rund 20€ käuflich zu erwerben. Den ganzen Artikel lesen… »
25 Dezember
Der kleine Nazi - Der Engel grüßt den lieben Gott
Die Geschenke sind verteilt, das Weihnachtsessen hat alle satt und zufrieden gemacht. Die ganze Familie sitzt zusammen, man redet angeregt und seufzt im Kollektiv, wenn Opa wieder anfängt von früher zu erzählen. Wie wenig sie zu essen hatten, wie kalt es gewesen ist und wie froh man war, wenn das Christkind einen Schokoriegel brachte. Der allgegenwärtige Krieg, die Angst vor der Gestapo, von den polternden Schritten der SS, die aus dem Nachbarhaus wieder eine jüdische Familie verschleppte. Als Oma anfängt zu weinen, werden die Kinder in Wohnzimmer geschickt oder gehen freiwillig, »Stirb langsam — Jetzt erst recht« ist spannender als die Geschichten der Großeltern.
Was passieren kann, wenn Vergangenheit verdrängt wird, zeigt der Kurzfilm »Der kleine Nazi« von Petra Lüschow, der auf satirische Weise ein Weihnachten inszeniert, bei dem Verdrängung oder Beschönigung zur schallenden Ohrfeige wird. Wie lange haben wir noch Augenzeugen, die uns erzählen können wie es wirklich war? Warum gibt es nur gute Geschichten, in denen man half einen Juden zu verstecken oder zu befreien? Wo sind die Geschichten von falschen Idealen, von der Angst dagegen zu sein und von der Macht der Masse? Den ganzen Artikel lesen… »
24 Dezember
Ohne Worte: Fröhliche Weihnachten
»Wenn der Mensch doch aufhörte, sich auf die Grausamkeit der Natur zu berufen, um seine eigene zu entschuldigen! Er vergisst, wie unendlich schuldlos auch noch das Fürchterlichste in der Natur geschieht.« (Rainer Maria Rilke)
(Bild: Ralph Steadman via michaelspornanimation)



