2 Juli

Rebellion gegen die dunkle Seite der Macht

Greenpeace gegen VolkswagenDer täg­li­che Infor­ma­ti­ons­t­su­nami, der über uns her­ein­bricht, kann krank­ma­chen. Wir sind mehr damit beschäf­tigt die Infor­ma­tio­nen auf­zu­neh­men, sie zu sor­tie­ren und für uns nach Rele­vanz ord­nen, als das es uns gelin­gen würde, wirk­lich und nach­hal­tig begrei­fen zu kön­nen, was die Infor­ma­tion tat­säch­lich aus­sagt. »Letz­ten Monat, ja letz­ten Monat war doch irgend­was in Japan, aber hast du schon von EHEC gehört und über­haupt, diese Grie­chen, das Geld krie­gen wir doch nie zurück!« — wir schüt­zen uns, indem wir das, was unaus­weich­lich erscheint, kon­su­mie­ren. Ver­ar­bei­tung, Mei­nungs­bil­dung oder Aus­ein­an­der­set­zung? Nicht heute, Mor­gen vielleicht.

Hin­neh­men. Wir fin­den uns mir der Tat­sa­che ab, das es so ist, wie es ist. Jeder Gedanke daran, was wird, was wer­den kann und was wir tun kön­nen, wird von der nächs­ten Nach­richt erstickt, die sen­sa­tio­nel­ler, auf­re­gen­der und span­nen­der erscheint. Der Fin­ger am »Off-Schalter« der Fern­be­die­nung ver­harrt in trot­zi­ger Ruhe. Was wir dabei nicht mer­ken, ist die schlei­chende Gleich­gül­tig­keit, aus dem ver­meint­li­chen Schutz wird Igno­ranz. Wer Auf­merk­sam­keit will, muss krea­tiv sein und die ver­füg­ba­ren Waf­fen für sich zu nut­zen wis­sen. Gerade im digi­ta­len Zeit­al­ter, ist das wich­tig und lässt sich belie­big auf die dunkle und die helle Seite der Macht anwen­den. Die dunkle Seite der Macht? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Juli

Gothic Friday Juli - Symbol und Sinnbild

Kategorie: Gothic Friday24 Kommentare

Gothic Friday 2011Fle­der­mäuse, Kreuze, Pen­ta­gramme, Runen, Ankhs, Skulls& Bones, Schlan­gen… Okkulte, mys­ti­sche oder reli­giöse  Sym­bole waren immer schon ein wich­ti­ger Bestand­teil der Gothic-Szene. Das Tra­gen die­ser Zei­chen kann das sprich­wört­li­che Spiel mit dem Feuer sein. Sym­bole habe oft meh­rere, unter­schied­li­che Bedeu­tun­gen und meist möchte der Trä­ger damit nur eine Facette ihrer Hin­ter­gründe aus­drü­cken. Oder sie wer­den auch nur aus modi­schem Inter­esse als Acces­soire oder Kör­per­schmuck ange­se­hen. Dabei wird oft eine Sicht­weise oder eine Welt­an­schau­ung  in Form eines Schmuck– oder Klei­dungs­tücks nach außen getra­gen, die mit­un­ter auch rein dem Pro­test oder der Pro­vo­ka­tion dient.

Wie­der andere sind sich der Bedeu­tung der getra­ge­nen Sym­bole viel­leicht gar nicht bewusst? Denn auch eure Klei­dung steckt vol­ler Sinn­bil­der und ist oft mit typi­schen Zei­chen oder Ver­zie­run­gen  ange­rei­chert. Einige von euch haben sogar ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Sym­bol als Täto­wie­rung auf ihrem Kör­per und ver­bin­den damit meist mehr, als man zunächst ver­mu­ten mag.

Der Gothic Fri­day geht wie­der in die Tiefe und möchte im Juli von euch wis­sen, wel­che Sym­bole ihr warum ver­wen­det und wel­che Bedeu­tung sie für euch haben. »Ein Wort oder ein Bild ist sym­bo­lisch, wenn es mehr ent­hält, als man auf den ers­ten Blick erken­nen kann…« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 Juni

Gothic Friday Juni - Resümee

Kategorie: Gothic Friday3 Kommentare

eintrittskartenKon­zerte brau­chen Fans. Men­schen, die erwar­tungs­voll vor der Bühne aus­har­ren und dar­auf war­ten ihre Lieb­lings­band, ihr Idol oder auch ihren Schwarm aus dem Dun­kel der Bühne auf­taucht, durch den Nebel ins Licht schrei­tet oder hin­ter dem sich öffnen­den Vor­hang erscheint. Sie genie­ßen es, haut­nah dabei zu sei und die beson­dere Atmo­sphäre zu spü­ren, das Arran­ge­ment der Stü­cke, die Live-Performance der Lie­der und die Dar­bie­tung der Künstler.

Der Gothic Fri­day im Juni, der im Schat­ten des Wave-Gotik-Treffens reifte, fragte nicht ohne Grund nach dem schöns­ten Live-Erlebnis, denn das ver­hilft dem ein oder ande­ren viel­leicht zu einer Neu­ent­de­ckung im noch reich bestück­ten Fes­ti­valsom­mer 2011.

Beson­dere Kon­zerte blei­ben in Erin­ne­rung, sie wer­den ein­ma­lig. Nrsss schreibt:  »Im Dezem­ber des glei­chen Jah­res war ich in Köln bei Com­bichrist. Irgend­wie zeich­nen sich diese Kon­zerte nicht durch die Musik aus. Sie wer­den erst danach zu etwas Ein­ma­li­gem.« — Man­che wür­den für eine ähnli­che Erin­ne­rung ihr letz­tes Hemd ver­schen­ken, wie Tobi­kult bei Björk ein­drucks­voll schreibt: »Ich erin­nere mich, dass ich aus dem Kon­zert ging und zu  mei­ner Freun­din sagte: »Wenn mir ver­spro­chen wird, dass ich ein­mal im Jahr ein sol­ches Kon­zert erle­ben darf, ver­schenke ich dafür meine CD-Sammlung.“ Das Ange­bot mit der CD-Sammlung steht übri­gens nicht mehr! Ich habe aber auch kein ver­gleich­ba­res Kon­zert seit­dem wie­der erlebt.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Juni

Ohne Worte: Der Wald von Ungemach...

Kategorie: DunkelkunstKeine Kommentare

»Durch einen Wald von Unge­mach
Geht licht ein Glück auf lei­sen Soh­len,
Und tau­send Her­zen geh’n ver­stoh­len
Dem einen klei­nen Glü­cke nach.

Und weil ein jedes sich ver­sprach,
Dem Glück zu wer­den zum Beglei­ter,
So geh’n sie alle wei­ter, wei­ter
Tief in den Wald von — Ungemach …«

Rai­ner Maria Rilke (1875–1926) | Bild: netzanette@flickr.com / CC by-nc


28 Juni

Black Celebration: Schwarze Fetzen aus 20 Jahren Wave-Gotik-Treffen

Kategorie: Wortkunst5 Kommentare

Black Celebration - Ploettner Verlag»20 Jahre ist es nun schon her…« Seuf­zend sitzt der schwarz geklei­dete Mann in den bes­ten Jah­ren auf der Wiese des AGRA-Gelände, stützt das geschminkte Gesicht auf die mit Rin­gen ver­zier­ten Hände und beob­ach­tet das mitt­ler­weile schwarz-bunte Trei­ben, das sich wie eine schil­lernde Schlange an ihm vor­bei­sch­län­gelt. Erin­ne­run­gen sind das, was übrig bleibt — schwarze Fet­zen aus 20 Jah­ren Wave-Gotik-Treffen.

Alex­an­der Nym, der sich schon mit sei­nem schwarz-brachialen Werk »Schil­lern­des Dun­kel« einen Namen machte, hat zusam­men mit Jen­ni­fer Hof­fert ein Jubi­lä­ums­buch zu 20 Jah­ren Wave-Gotik-Treffen her­aus­ge­bracht, in dem er nach bewähr­tem Mus­ter wie­der zahl­rei­che und nam­hafte Auto­ren dafür gewin­nen konnte, aus ihrem Erfah­rungs­schatz zu berich­ten. Jedes Jubi­läum braucht eine Fest­schrift, »Black Cele­bra­tion« — und soviel möchte ich vor­weg­neh­men — schickt sich an, genau diese Rolle zu bekleiden.

Ich war im Vor­feld skep­tisch, was die Aus­wahl der Auto­ren anbe­langte, wurde aber posi­tiv über­rascht, denn Nym gelingt ein Brü­cken­schlag von der künst­le­ri­schen Seite des WGT zu den Besu­chern, treuen Anhän­gern und Ein­woh­nern der Stadt Leip­zig. Die Mischung aus Erfah­run­gen, Ereig­nis­sen, Anek­do­ten und Ana­ly­sen ist eben so viel­fäl­tig wie die Szene selbst, die Abwechs­lung ist erfri­schend und interessant.

Mit dabei sind bei­spiels­weise Mark Ben­ecke (Autor/Kriminalbiologe), Bruno Kramm (Das Ich), Andreas Plö­ger, Mar­cus Rietzsch (Pfings­ge­flüs­ter), Mark Fore­man (Sad­goth) und Myk Jung (Sche­men­t­he­men), Hol­ger Karas (Seventh-Sin) oder die bei­den Japa­ner Kenji & Masa sowie die Auf­zeich­nung der illus­tren Wohn­ge­mein­schaft vom Hotel Gustav-Adolf, um nur einige der ins­ge­samt 19 Auto­ren zu nennen.

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27 Juni

Lachender Montag: Der Exorzist

Kategorie: Vernetzt5 Kommentare

Mon­tag. Der wohl schlimmste Tag der Woche. Das Ziel ist so weit ent­fernt, dass es kei­nen Sinn macht in die Ferne zu bli­cken. Ich glaube des­we­gen hat man das Berg­fest am Mitt­woch ein­ge­führt, so kleine Zwi­schen­ziele sol­len das fade Gefühl ja min­dern. Die Erin­ne­rung an ein hof­fent­lich schö­nes Wochen­ende beflü­geln die Gefühle, wäh­rend sich der kalte und graue All­tag von unten in den Kör­per schleicht und lang­sam an den Bei­nen empor­krab­belt. Mich am Mon­tag zum lachen zu bekom­men ist je nach Uhr­zeit eine Her­aus­for­de­rung. Ein klei­ner Wer­be­spot hat es geschafft, in knapp Andert­halb Minu­ten. Gut gemacht!

Der Exor­zist, ein Klas­si­ker des Hor­ror­genre, diente als Vor­lage für die­sen Kurz­film. Ich glaube einer mei­ner ers­ten Hor­ror­filme. In der Schule erzäh­len einem die Klas­sen­ka­me­ra­den von dem Film, der neu­lich im Fern­se­hen gelau­fen und den man ver­bo­te­ner Weise Nachts geschaut hat. Ich unter­bre­che das Ein­kle­ben von Sam­mel­bil­dern und lau­sche gebannt. Die­sen Film will ich sehen, die­sen Film muss ich ein­fach sehen! Von lan­ger Hand geplant schaue ich den Film ein paar Monate spä­ter mit Tim, der schon einen Video­re­kor­der hat, mit dem man auf­neh­men kann. Wir zeich­nen den Film im Fern­se­hen auf und schauen ihn nach der Schule… Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Juni

Bodymodification auf Japanisch: Bagelheads

Kategorie: Schwarze Szene6 Kommentare

Eine ganze Menge Fremd­wör­ter im Titel, ich bemühe mich, zunächst den sprach­li­chen Kno­ten zu lösen. Body­mo­di­fi­ca­tion (kurz Body­mod), das im Deut­schen wohl am ehes­ten mit »Kör­per­ver­än­de­rung« über­setzt wer­den könnte, ist der Sam­mel­be­griff für alle Ver­än­de­run­gen des Kör­pers durch Pier­cings, Täto­wie­run­gen, Implan­ta­tio­nen oder auch das anbrin­gen von Zier­nar­ben oder Ver­bren­nun­gen. Der Phan­ta­sie sind hier keine Gren­zen gesetzt. Das neh­men einige Japa­ner beson­ders genau und las­sen sich sei nun Koch­salz­lö­sung unter die Haut sprit­zen, um die ent­stan­dene Beule auf dem Kopf dann durch den geschick­ten Ein­satz ihrer Hände in die Form eines Bagels (Das ist die­ses runde Gebäck aus Hefe­teig mit dem Loch in der Mitte) zu bringen.

Ryoi­chi »Ker­oppy« Maeda, ein japa­ni­scher Foto­graf und Jour­na­list der dor­ti­gen Bodymod-Szene, beschäf­tigt sich seit 20 Jah­ren mit dem japa­ni­schen Under­ground und der dor­ti­gen Bodymod-Szene. Iro­ni­scher­weise war es Ryoi­chi selbst, der das Injek­ti­ons­ver­fah­ren in Japan eta­blierte, das von den dor­ti­gen Anhän­gern der Kör­per­ver­än­de­run­gen begeis­tert ange­nom­men wurde. Das Maga­zin Vice­style hat mit ihm ein Inter­view geführt, das ich beglei­tend zu eini­gen sei­ner Bil­der über­setzt habe. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Juni

Gothic zwischen Tod und Wiederauferstehung - Wechsel der Generationen in den 90ern

Kategorie: Schwarze Szene12 Kommentare

Wechsel der GenerationenEnde der 80er Jahre liegt die west­deut­sche Gothic-Szene am Boden. Die Idole von damals haben ihre Anzie­hungs­kraft ver­lo­ren, die Szene ver­liert an Inte­gri­tät und Zusam­men­halt. Man rudert hilf­los im Meer neuer Musik­rich­tun­gen, ohne in ein gemein­sa­mes Boot stei­gen zu kön­nen. Nach­dem die BRAVO das Wort Gothic 1986/87 zu einer modi­schen Atti­tüde ernied­rigt hat und damit eine breite Masse erreicht, ändert sich nun der Trend. Leute, die es ein­mal cool fan­den, schwarz geklei­det zu sein, fin­den es nun cool, mit Warn­wes­ten und wei­ßen Hand­schu­hen hin­ter knall­bun­ten, fah­ren­den LKW zu tanzen.

Die Bands, die einst den Under­ground schu­fen, sind nun erfolg­reich. Mit »Dis­in­te­gra­tion« errei­chen The Cure 1989 ihren vor­läu­fi­gen Höhe­punkt und sind dabei schon sti­lis­tisch im Pop ange­kom­men. Die Sis­ters of Mercy ver­öf­fent­li­chen mit »Vision Thing« 1990 ein Hard Rock Album und die Fields of the Nephilim lösen sich 1991 in Wohl­ge­fal­len auf. Wer etwas auf sich hält, wech­selt in die auf­stre­bende Techno-Szene, ist nun »Erwach­sen« oder beginnt damit, sich für Musik­stile zu inter­es­sie­ren, die die Idee des Gothic auf­grei­fen und fort­füh­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Juni

Ohne Worte: Let's go to Bed

Kategorie: Dunkelkunst4 Kommentare

Melissa Monday in the 80s

»but i don’t care if you don’t / and i don’t feel if you don’t / and i don’t want it if you don’t / and i won’t play it / if you don’t play it first« Let’s go to Bed — The Cure
(Bild: Melisa Monday@flickr | CC by-nc-sa)


23 Juni

Spontis Wochenschau #16/11 (mit WGT Spezial!)

Kategorie: Wochenschau3 Kommentare

Spontis WochenschauWäh­rend die letz­ten wacke­ren Krie­ger gegen die Fänge des All­tags kämp­fen, haben andere auf­ge­ge­ben sich zu weh­ren dass es vor­bei ist. Die Rede ist vom WGT 2011, dem wohl bekann­tes­ten Schwarz-Treffen der Welt. Doch auch wenn der Kampf ver­lo­ren scheint, die Rea­li­tät wie­der auf der Schul­ter sitzt und ver­lo­gen grinst, kann man davon pro­fi­tie­ren. Die Fähig­keit Erleb­nisse in Worte zu fas­sen ist ein tol­len Eigen­schaft, die Erin­ne­run­gen zu inten­si­vie­ren, abzu­spei­chern und zu fil­tern, des­halb steht die­ses lang erwar­tete Wochen­schau mit einem WGT Spe­zial, wie habe »die ande­ren« das glei­che erlebt? Aber auch für die, die es nicht geschafft haben, nicht schaf­fen woll­ten oder es ein­fach ver­passt haben, gibt es in die­ser Wochen­schau etwas zu ent­de­cken, die bei­den übli­chen Videos und einige »alter­na­tive« Links zu Arti­keln, die sonst noch geschrie­ben wur­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »