Es gibt wohl unzählige Untertitel für diesen Film, jeder Betrachter sucht andere Worte, hegt andere Gedanken. Doch die meisten sind sich einig. Eroberung und Befreiung sind manchmal die Erfindung derer, die erobern und befreien wollen, den eroberten und befreiten schenken die wenigsten ihr Gehör. Basierend auf einem Comic von Tom Gauld hat der Animationskünstler Matt Abbiss den kurzen Film »Invasion« kreiert, der auf so charmante und eindringliche Weise die Sinnhaftigkeit so mancher Befreiung spiegelt. Doch aufgepasst. Auch wenn die Botschaft klar und deutlich erscheint, ist nicht immer alles schwarz und weiß, so wie es dieser Film suggeriert. Eine Befreiung ist nicht immer eine Befreiung. Ein Hoch auf den König! Den ganzen Artikel lesen… »
14 Juli
Video: Die Invasion und Befreiung eines Schäfers
13 Juli
Pfingstgeflüster 2011: Weißt du noch, auf dem WGT?
Ganze Fotoarchive von Bildern vermögen es nicht, alle Erinnerungen an die Pfingsttage in Leipzig festzuhalten. Auf den Festplatten vieler Besucher schlummern unbenannte, digitale Oasen, deren Zuordnung im Laufe der Jahre immer weiter verblasst, persönliche Erlebnisse werden in den Köpfen abgelegt und schaffen nie den Sprung zum reflektierenden Wort.
Die Berichterstattung in Medien und Zeitung ebbt ebenso schnell ab, wie sie einst als Flut der Informationen die Strände überspülte und glänzt dabei nicht immer durch den Willen, das Treffen in seiner ganzen Pracht zu präsentieren. Das Pfingstgeflüster möchte diese Lücke füllen: »Aus dem Wunsch heraus, das unvergleichliche, während der Pfingsttage in Leipzig vorherrschende Flair für uns und andere länger zu bewahren und die Schwermütigkeit zu mildern, entstand die Idee, einen umfassenden Rückblick mit großformatigen Bildern, Stimmen und Stimmungen und Schilderungen persönlicher Erlebnissen zu gestalten.«
2005 wurde das Pfingstgeflüster geboren. Zum nunmehr sechsten mal versucht Marcus Rietzsch eben dieses Gefühl zu konservieren, indem er in Eigenregie und nur ein paar Wochen nach Ende des Treffens, das Magazin herausbringt. Ähnlich wie bei vielen weiteren Publikationen ist er dabei in der Lage eine Vielzahl von authentischen Stimmen einzufangen, die ihre persönliche und eigene Sicht der Dinge zu Papier bringen.
Am 25. Juli erscheint nun nach viel leidenschaftlich und aufopferungsvoller Arbeit das Pfingstgeflüster für 2011. In 14 Beiträge wird versucht, neben einem Blick auf das jüngst vergangene Treffen, auch einen Blick auf 20 Jahre WGT zu wagen um herauszufinden, was aus dem weltweit größten Treffen dieser Art geworden ist. Den ganzen Artikel lesen… »
12 Juli
Ohne Worte: Der verlorene Stereotyp
»Der Stereotyp ist ein häufig vorkommendes und gleichbleibendes Muster.« Was ist nur aus diesem Typ geworden? Stereo, wir vermissen Dich.
(via Now this is Gothic)
11 Juli
Gothic Friday Juli - Symbol und Sinnbild (Katharina)
Im Rahmen des Gothic Friday, bin wieder einmal sehr froh, eine treue Leserin als Teilnehmerin begrüßen zu können. Mit dem Juli-Thema »Symbol und Sinnbild« traf ich bei Katharina, die als Auszubildende des Graveur-Berufs eine überaus ausgeprägte Affinität für Symbole besitzt, genau ins schwarze — wobei dieses Wortspiel schon wieder mehrdeutig zu verstehen ist, ganz ähnlich wie bei der Symbolik. Katharina nutzte ein paar freie Tage um sich Gedanken über das Thema zu machen und schickte mit den Beitrag und alle dazugehörigen Bilder per E-Mail. Ich habe lediglich für die Form und den Einbau der Bilder gesorgt.
Der Gothic-Friday feiert im übrigen Bergfest und wird bald mit der Verlosung einen kleinen Höhepunkt setzen. Mit der zweiten Jahreshälfte beginnt demnach auch die Zählung der Lose neu, so dass Katharina beispielsweise, die gleichen Chance wie die anderen Teilnehmer erhält, die sich hoffentlich wieder ausdauernd und zahlreich einfinden werden. Den ganzen Artikel lesen… »
10 Juli
Spontis Wochenschau #18/11
Durch eine schicksalhafte Fügung komme ich den Genuss, das Amphi 2011 besuchen zu können. Das ist im Gegensatz zum Wave-Gotik-Treffen vielleicht eine gute Möglichkeit, musikalisch auf meine Kosten zu kommen, denn beim WGT stand ja der Charakter des Treffens im Vordergrund. Tanzwut, Deine Lakaien, Zeraphine, De/Vision, Saltatio Mortis, Subway to Sally, Clan of Xymox oder der Fluch, eine geballte Ladung Musik steht mir bevor. Wenn Ba’al uns gnädig gesonnen ist, haben wir auch schönes Wetter. Wer einen netten Plausch außerhalb der Festivalstimmung an einem der gemütlich Plätze sucht, ist herzlich eingeladen, mir eine Nachricht zu schreiben.
Mit einem Ziel vor Augen lässt sich die Zeit leichter ertragen und um das Warten noch weiter zu verkürzen, habe ich noch einige interessante Links zusammengetragen. Wer wieder einmal SEINEN Link vermisst, den er schon im Geiste die ganze Woche mit sich herum trägt, dem sei das Kontaktformular ans Herz gelegt, das Dir die Möglichkeit bietet, etwas interessantes zu zeigen um es vielleicht hier an dieser Stelle (oder in einem eigenen Artikel) wiederzufinden. Den ganzen Artikel lesen… »
9 Juli
Verliebt auf Teufel komm raus! (1)
Es konnte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bravo das Theme »Gothic« wieder einmal zum Gegenstand einer ihren Fotogeschichten macht. Nach 2002 ersetzte die BRAVO jedoch das ursprünglich mehrteilige Format, durch einen abgeschlossenen Foto-Love Roman, dessen Geschichte in ein einzelnes Heft passte, schade eigentlich.
Aus einer bisher unbekannte Ausgabe stammt der folgende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzählen ihre bewegendste Story« den Wahrheitsgehalt der Ausführungen suggerieren soll. Hauptdarstellerin ist Dajana D. (16), die durch einen schwarzen Mantel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars kennengelernt hat, in den sie sich verliebt hat. Außerdem spielt der geheimnisvoll »Faro« noch eine Rolle, der als Meister von verbotenen Ritualen den knisternden Geschmack der Spannung streuen soll. »Verliebt auf Teufel komm raus!« bringt dann auch gleich mal wieder den Teufel als Macht der Finsternis auf den Plan. Grund genug, sie auch diese mal damit auseinanderzusetzen.
»Ich weiß nicht, ob es an diesem tollen schwarzen Mantel lag, den ich eines Tages entdeckte und sofort haben musste. Aber als ich ihn zu Hause vorm Spiegel anzog, war mit plötzlich klar: Ich wollte anders werden — jetzt oder nie!« So einen schwarzen Mantel hatte ich auch mal, doch bei dem handelte es sich offensichtlich nicht um einen Zaubermantel, der den Einstieg in die Gothic-Szene ermöglicht. Das erinnert mich unfreiwillig an die Szene aus Harry Potter, in der ein sprechender Hut dem Träger sagt zu welcher Klasse er gehört. Das Gefühl anders zu sein oder anders sein zu wollen, teilen jedoch die meisten der schwarzen Gestalten, das lässt sich nicht abstreiten. Den ganzen Artikel lesen… »
8 Juli
Nature misses you: Zeit, sich zu erinnern
»Alle wollen unbedingt zurück zur Natur, aber keiner zu Fuß.« Spontis, das waren in den 70er und 80er Jahren Menschen, die ihre linksgerichteten politischen Aktivitäten und Ansichten mit Hilfe eingängiger und einprägsamer Sprüche unter die breite Masse streuten. Das revolutionäre Element der Spontaneität, der Gedanke, dass die Veränderung im kleinen beginnt und nicht nur durch etablierte Parteien in Gang gesetzt werden muss, führte damals zu einer antiautoritären Haltung und letztendlich zur einer Bewegung, die durch spontane und dennoch organisierte Aktionen in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit sorgten, um so die Veränderung im Kleinen anzustoßen.
Das ist heute genauso so aktuell wie damals. Menschen, die in Sitzungssälen stundenlang darüber beraten, wie Naturschutz und Umweltproblematiken gelöst werden können, bevor sie in ihre Luxuskarossen steigen um sich nach Hause fahren zu lassen, müssen zwangsläufig surreal wirken. Die Politik ist mehr damit beschäftigt ihren Entscheidung zu vermarkten, als diese auch umzusetzen, oder gar selbst zu leben. Grüne Oasen in Städten werden gehuldigt, Stadtparks werden als Natur gepriesen, Zoos als Schutzzonen für Tiere angesehen. Idealerweise immer mit großen und gut ausgebauten Parkplätzen und einer ausreichenden Anzahl Versorgungstechnischer Einrichtungen wie Imbissbuden, Toiletten, Getränkeständen und Kiosken. Den ganzen Artikel lesen… »
6 Juli
Ohne Worte: Red Light
Red Light: »Come into this room-Come into this gloom See the Red light rinsing another shutterslut wincing. The sagging half-wit sister pretty, pretty picture of an ancient nipple shrinking. That Kodakwhore winking ’til the aperture shuts-too much exposure.« (Bild: abbynormy | CC-by)
5 Juli
Lachender Dienstag: Piff, the Magic Dragon
Hatte ich schon erzählt, dass ich heute beim Media Markt gewesen bin um mir eine neue Tastatur zu besorgen? Ja? Egal. Heute morgen wollte meine Tastatur nicht mehr so wie ich wollte, beim Druck auch »E« erschien nicht etwa der erwartete Buchstabe auf dem Bildschirm, sondern »8c4x«, gefolgt von unvorhersehbaren Reaktionen des Computers, ebenso wie bei der Taste »L«, die sich aber mit »jjsw2X« meldete. Die Kuriosität blieb auch, als ich spaßeshalber auf das Laptop wechselte und die Tastatur dort anschloss. Kaputt. Höchstwahrscheinlich ist die Hardware meine Benutzungsintensität nicht gewohnt und die blitzschnelle, präzise und für das Auge kaum wahrnehmbare Fingerbewegung haben zu vorzeitigen Materialverschleiß geführt.
Ich habe mich also ausgehfein gemacht und bin zu Media Markt gefahren, um mir eine neue Tastatur zu besorgen. Doch schon am Eingang löste sich mein Plan in Luft auf, als mich die Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes aufforderte: »Sie müssen die Tasche in einen der Spinde einschliessen!« — Ich: »Warum?« — »Warum, warum, ja warum … weil es so leichter ist einen Diebstahl zu begehen.« Ich: »Unterstellen Sie mir also, dass ich einen Diebstahl begehen möchte?« — »Natürlich nicht! Die Geschäftsleitung möchte das nicht.« Ich: »Damit kann ich was anfangen. Dann möchte ich hier nicht einkaufen.« Ich bin wieder gegangen, einen Laden weiter und mit Tasche. Wäre ich traditionsbewusst, würde ich meckern. Mache ich aber nicht, ich lasse diesen Dialog für sich stehen und genieße die Tatsache, dass ich Online einkaufen kann. Nackt, oder beim Essen, beim Kaffeetrinken, ja wenn ich wollte, sogar in der Badewanne. Den ganzen Artikel lesen… »
4 Juli
Spontis Wochenschau #17/11
Es wird fleißig berichtet und gut gespielt, die Stadien sind wider der Erwartungen gut gefüllt und die Einschaltquoten gehen sicherlich auch in Ordnung. Die Frauen-WM in Deutschland. Als die Mannschaft in anderer Besetzung und ein paar Jahr früher Europameister wurde, bekam jede der Spielerinnen ein 40-teiliges Kaffeeservice vom DFB. Das war 1989. Ein Jahr später glänzten die deutschen Männer bei der Weltmeisterschaft und erhielten 64100€ Siegprämie, ob sich jemand davon einen lang gehegten Wunsch in Form eines 120-teiligen Besteckkastens erfüllt hat, ist nicht überliefert. Haltet durch liebe Leser, bald ist es vorbei mit dem Sommermärchen in Rosa und alles verpufft in schwarzen Seifenblasen.
In dieser Ausgabe habe ich eine winzige Neuerung zu verkünden, denn ich habe mit dazu entschlossen, aktuelle oder bevorstehende wichtige schwarze musikalische Veröffentlichungen, Konzerte und Auftritte möglicherweise beliebter Bands und Künstler in der Rubrik »Frisch & Schwarz« zu präsentieren. In Kurzform und innerhalb der Wochenschau, in unregelmäßigen Abständen. Ob sich das etabliert und möglicherweise zu einer eigenen Artikelserie mutiert, entscheidet ihr, ich bin unschlüssig. Den ganzen Artikel lesen… »



