16 August

Verliebt auf Teufel komm raus! (2)

Verliebt auf Teufel komm raus - TeaserEs konnte eigent­lich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bravo das Theme »Gothic« wie­der ein­mal zum Gegen­stand einer ihren Foto­ge­schich­ten macht. Nach 2002 ersetzte die BRAVO jedoch das ursprüng­lich mehr­tei­lige For­mat, durch einen abge­schlos­se­nen Foto-Love Roman, des­sen Geschichte in ein ein­zel­nes Heft passte, schade eigentlich.

Aus einer bis­her unbe­kannte Aus­gabe stammt der fol­gende Foto-Roman, der unter der Serie »My true Story — BRAVO Leser erzäh­len ihre bewe­gendste Story« den Wahr­heits­ge­halt der Aus­füh­run­gen sug­ge­rie­ren soll. Haupt­dar­stel­le­rin ist Dajana D. (16), die durch einen schwar­zen Man­tel in die Szene gerutscht ist und hat dort Lars ken­nen­ge­lernt hat, in den sie sich ver­liebt hat. Außer­dem spielt der geheim­nis­voll »Faro« noch eine Rolle, der als Meis­ter von ver­bo­te­nen Ritua­len den knis­tern­den Geschmack der Span­nung streuen soll.

Im ers­ten Teil des Bilder-Romans haben wir bereits erfah­ren, was Dajana dazu bewegte, sich die Haare an den Sei­ten zu ent­fer­nen und sich in einer nie dage­we­se­nen ein­sei­ti­gen Ver­wand­lung in einen wasch­ech­ten Gothic zu ver­wan­deln. Wir wis­sen auch, wie Ratte Mexico und Hund Snap über die Sache den­ken »Nein Danke! Alles hat seine Gren­zen!« und bekom­men neben ein paar war­nen­den Worte auch gleich noch ein paar Schmink­tipps um uns selbst die­ser Meta­mor­phose zu unter­zie­hen. Doch was ist mit Lars, der so gerne lacht und auf den sich alle ver­las­sen kön­nen, wel­che Rolle spielt der mys­te­riöse Faro, der sich als Meis­ter von irgend­wel­chen komi­schen Ritua­len auf­spielt? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 August

Frisch & Schwarz #2 - Keine alten Hüte

Neue Alben, Videos und SinglesNach­dem der erste Teil von Frisch & Schwarz so erfolg­reich war, habe ich nun eine wei­tere Aus­gabe zusam­men­ge­stellt, die wie­der ein brei­tes Spek­trum schwar­zer und inter­es­san­ter Musik bie­tet. Tipps von Sabrina und Anja aus der letz­ten Aus­gabe wur­den selbst­ver­ständ­lich begeis­tert berücksichtigt.

Die letzte Bil­dungs­lü­cke schwar­zer Gestal­ten, Diary of Dreams, ver­öf­fent­li­chen am 26. August ihr neues Konzept-Album »Ego:X« und das in gleich drei unter­schied­li­chen Ver­sio­nen, die sich nicht nur äußer­lich, son­dern auch inhalt­lich von­ein­an­der unter­schei­den. In der Sound­cloud gibt es ein paar Stü­cke in die man ein Ohr wer­fen kann als Snip­pet auf den Rest blei­ben wir mehr als gespannt. Auch der Nach­wuchs ist nicht untä­tig, denn mit dem »Black Album« haben The Explo­ding Boy wie­der ein groß­ar­ti­ges Fol­ge­werk zu ihrem Debüt nach­ge­legt, da kommt mir eine Tour im Sep­tem­ber durch einige deut­sche Städte mehr als recht um die auf­stre­ben­den Skan­di­na­vier end­lich mal Live zu sehen. Übri­gens hat Mar­cus seine Erfah­rung mit dem Album sehr auf­schluss­reich beschrieben.

Bei Eva­ne­scence war es lange ruhig, Grund genug um die Stille rund um Amy Lee zu bre­chen und mit der Sin­gle »What you Want« die Fans zu begeis­tern, das dazu­ge­hö­rige Album »Eva­ne­scence« erscheint am 11. Okto­ber. Für rich­tig gute Musik sollte man ein Ohr auf Chris Cor­ner und IAMX legen, der bereits am 29. Juli »Ber­ma­dette« als Maxi ver­öf­fent­licht hat und jetzt ein tol­les Video nach­legt.  Das Stück stammt vom aktu­el­len Album »Vola­tile Times« und ist als Sin­gle­aus­kopp­lung mit einem beson­de­ren High­light ver­se­hen, denn spe­zi­ell für das deutsch­spra­chige Publi­kum gibt es eine auf Deutsch gesun­gene Ver­sion des Titels. Etwas mehr klas­si­schen Gothic-Rock bie­ten The House of Usher auf ihrem jüngst erschie­nen Album »Pan­do­ras Box«, das neben getra­ge­nen Bal­la­den auch durch­aus sphä­ri­sche Klang­per­len zum träu­men bie­tet. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 August

Ohne Worte: Big Hair, again

Kategorie: Dunkelkunst1 Kommentar

»Mega­fri­su­ren gehö­ren zu den archi­tek­to­ni­schen Welt­wun­dern unse­rer Zeit. Sie tür­men sich auf. Sich machen sich breit. Sie tre­ten vor und for­dern zum Hin­se­hen her­aus. Rie­sen­fri­su­ren zie­len auf Wir­kung, auf Dra­ma­tik und Extra­va­ganz. Weni­ger auf Raf­fi­nesse, Sub­ti­li­tät oder gar Zart­heit. Und kein biss­chen auf Natür­lich­keit. Sie sind viel zu beschäf­tigt damit, der Schwer­kraft zu trot­zen und um unsere Auf­merk­sam­keit zu buh­len.« (Grant McCra­cken: Big Hair, 1995, dtv Ver­lag | Bild­quelle: Now this is Gothic)


13 August

Der antifaschistische Schutzwall als Souvenir

Kategorie: Szene im Blick3 Kommentare

Am 13. August 1961 befahl die Füh­rung der DDR unter Wal­ter Ulbricht den Bau der Ber­li­ner Mauer. Noch in der Nacht roll­ten Poli­zei und Armee Sta­chel­draht aus und began­nen damit, Beton­pfähle in den Boden zu ram­men. Was in den nächs­ten Jah­ren folgte, waren Wach­türme, Todes­strei­fen, Nie­mands­land und unzäh­lige Tote , die bei ihrer Flucht ums Leben kamen. Die Mauer beto­nierte die deutsch-deutsche Tei­lung und löst im Wes­ten eine bei­spiel­lose Welle der Gleich­gül­tig­keit aus.

Heute gedenkt man in zahl­rei­chen Ver­samm­lung und Gedenk­ver­an­stal­tung dem 50. Jah­res­tag des Baus der Ber­li­ner Mauer. Das ist gut so, denn wir lau­fen Gefahr, die DDR, die Mauer und alles was dahin­ter gesche­hen ist, zu baga­tel­li­sie­ren. »Wir müs­sen auf­pas­sen, dass die DDR nicht Kult wird«, sagte Ber­lins Bür­ger­meis­ter Wower­eit bereits 2004. DDR-Shops und Sou­ve­nirs, ein Check­point Char­lie als Tou­ris­ten­at­trak­tion oder die Mauer als Welt­kul­tur­erbe? Mir wird schlecht, wenn ich in Fil­men wie »Good bye, Lenin!« sehe, dass die DDR ver­harm­lost und in ein Licht gerückt wird, in dem die meis­ten Dinge einen posi­ti­ven Glanz erhal­ten. Der Mensch neigt dazu, sich nur an das Gute zu erin­nern und spricht sogar davon, was »damals alles bes­ser war«. Die junge Welt geht sogar noch einen Schritt wei­ter und bedankt sich für 28 Jahre Mauer. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 August

Gothic Friday Verlosung: Aus dem Giftschrank (Outtakes/Making Of)

Kategorie: Gothic Friday9 Kommentare

Gothic Friday 2011 - Verlosung OuttakesDie Gewinn­pa­kete wur­den alle erfolg­reich zuge­stellt und befin­den sich in den Hän­den der glück­li­chen Gewin­ner ASRia­ne­rin, Stof­fel und Sibel. Ich kann bereits jetzt ankün­di­gen, dass für die nächs­ten Ver­lo­sung, die im Januar 2012 statt­fin­den wird, bereits einige Gewinne gespen­det wur­den, aus denen wir in den nächs­ten Wochen die ers­ten Pakete schnü­ren wer­den. Was das im ein­zel­nen ist, wird an die­ser Stelle noch nicht verraten.

Wie im Bei­trag zur Ver­lo­sung bereits voll­mun­dig ange­droht, gibt es ein wei­te­res Video von der Ver­lo­sungs­ak­tion, mit all den Din­gen, die nie gezeigt wur­den, nie gezeigt wer­den soll­ten und trotz­dem dem Dun­kel der Öffent­lich­keit nicht vor­ent­hal­ten wer­den dür­fen. Ihr wer­det zu sehen bekom­men, wie wir in stun­den­lan­ger und mühe­vol­ler Klein­ar­beit die Lose vor­be­rei­te­ten, wäh­rend Shan Dark mich immer wie­der zu opfern ver­sucht, wie wir uns am hell­lich­ten Tage in ein Auto setz­ten und auf einen Fried­hof zu fah­ren und was pas­sierte, als dem Kame­ra­mann beim Dre­hen der ers­ten Auf­nah­men Was­ser in das blei­che Gesicht tropfte. Und Ach­tung! Im gezeig­ten Mate­rial wird hem­mungs­los gelacht. Wem das in sei­ner aktu­el­len Stim­mung zuwi­der ist, dem raten wir drin­gend vom Kon­sum die­ses Videos ab.

Alle ver­wen­de­ten Musik­stü­cke stam­men übri­gens aus den Free Music Charts des Dar­ker Radio, des­sen Feed mich monat­lich mit Musik­stü­cken ver­sorgt, die alle­samt und einer CC-Lizenz her­aus­ge­ge­ben wer­den, die ent­spre­chen­den Quel­len werde ich in das Video ein­pfle­gen. In den Outta­kes fin­den das Stück »Under­co­ver« von Cold-Bit vom aktu­el­len Album »Kapi­tän Ahoi!« und der Titel »Ru.Are« von Halo Ver­wen­dung. (beide Stü­cke unter CC-by-nc-nd) Doch nun sind der Worte genug gewech­selt! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 August

Ohne Worte: Der Tod der Geliebten

Kategorie: DunkelkunstKeine Kommentare

Death von Jeremy Enecio

Er wusste nur vom Tod was alle wis­sen:
Dass er uns nimmt und in das Stumme stößt.
Als aber sie, nicht von ihm fort­ge­ris­sen,
nein, leis aus sei­nen Augen ausgelöst,

hin­über­glitt zu unbe­kann­ten Schat­ten,
und als er fühlte, dass sie drü­ben nun
wie einen Mond ihr Mäd­chen­lä­cheln hat­ten
und ihre Weise wohlzutun:

da wur­den ihm die Toten so bekannt,
als wäre er durch sie mit einem jeden
ganz nah ver­wandt; er ließ die andern reden

und glaubte nicht und nannte jenes Land
das gut­ge­le­gene, das immer­süße -
Und tas­tete es ab für ihre Füße.

(Gedicht: Rai­ner Maria Rilke | Bild: Jeremy Enecio @ Nucleus via Creep Machine)


10 August

Jugend 92: Endzeit-Romantiker

»Die­ser Junge nennt sich »Svart­akat«, das ist der schwe­di­schen Aus­druck für »schwarze Katze«. Ein Grufti will er nicht sein, weil Gruf­tis »out« sind. Dafür gibt’s jetzt die Endzeit-Romantiker, und die sehen alle so aus wie er. Die Far­ben: Schwarz, Rot Vio­lett, Weiß. Augen­par­tie, Wan­gen, Stirn sind mit Phan­ta­sie­mus­tern auf wei­ßem Grund­ton bemalt. Jeden Tag anders, je nach Laune.«

Wer aktiv Szene­for­schung betreibt, wird frü­her oder spä­ter zu den Lücken kom­men, die jeder eta­blierte Stil in sei­ner Ver­gan­gen­heit auf­zeigt. Eine die­ser Lücken hin­ter­las­sen die Romantic-Goths, die sich mitt­ler­weile in gro­ßer Zahl auf vik­to­ria­ni­schen Pick­ni­cken her­um­trei­ben und durch ihren Stil nicht nur die Augen der Foto­gra­fen auf sich ziehen.

Ein Arti­kel der Zeit­schrift BRAVO Girl aus dem Jahr 1992 schlägt eine kleine Brü­cke zu den Wur­zeln der Bewe­gung und über­führt die Gruf­ties und Waver in einen neuen Teil­be­reich, den man damals als Endzeit-Romantiker beschrieb. »Die Endzeit-Romantiker, die auch unter dem Namen »Gothic« lau­fen (in Anleh­nung an das Gotik-Zeitalter, das vol­ler Mys­te­rien war), legen gro­ßen Wert auf ihr Out­fit. Nur das Aus­se­hen zählt, die Phan­ta­sie im Sty­len.« Er ver­mag nicht, eine Wis­sens­lü­cke zu fül­len Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 August

Brennendes London: War is declared, and battle come down

Kategorie: Ansichtssache4 Kommentare

Lon­don Cal­ling to the far away Towns: Now war is decla­red, and battle come down...« lau­ten die ers­ten Lied­zei­len des Klas­si­kers von »The Clash«, in dem sie 1979 von der bri­ti­schen Haupt­stadt in einem düs­te­ren End­zeit­sze­na­rio in Schutt und Asche sin­gen. 2011 bekom­men die Worte eine erschre­ckende Vision . Bil­der vom bren­nen­den Dop­pel­de­cker­bus­sen wer­fen ein merk­wür­di­ges Licht auf die pul­sie­rende Metro­pole, die noch einige Tage zuvor, mit eben genann­ten Song die olym­pi­schen Som­mer­spiele 2012 bewar­ben. In den bri­ti­schen Nach­rich­ten gibt es nur noch ein Thema, die Aus­schrei­tun­gen im Stadt­teil Tot­ten­ham, von denen die inter­na­tio­nale Presse ein Bild der Ver­wüs­tung und Plün­de­rung zeich­net und über den Glo­bus ver­teilt. Nein, die­ser Arti­kel dient nicht mei­ner Mei­nungs­äu­ße­rung, son­dern soll ledig­lich hel­fen, den Blick auf die Dinge hin­ter den lodern­den Fas­sen­den zu lenken.

Was ist pas­siert? Am 4. August erschießt die Poli­zei den 29-jährigen Fami­li­en­va­ter Mark Dug­gan auf der Ferry Lane Bridge im Lon­do­ner Stadt­teil Tot­ten­ham bei einer geplan­ten Fest­nahme. Die Beam­ten gaben an, dass Dug­gan das Feuer aus einem Taxi her­aus auf sie eröff­nete. Bis­her konn­ten aber keine abschlie­ßen­den Beweise vor­ge­legt wer­den, die diese Dar­stel­lung unter­mau­ern. Zwei Tage lang hül­len sich offi­zi­elle Stel­len in Schwei­gen. Am 6. August fin­det eine fried­li­che Demons­tra­tion von rund 200 Anwoh­nern statt, die vor der zustän­di­gen Poli­zei­wa­che endet und Auf­klä­rung über die Umstände for­dert. In den Abend­stun­den eska­lierte die Situa­tion, die zu Brand­an­schlä­gen, Kra­wal­len und Plün­de­rung führt.

Doch das ist nur die Spitze des Eis­ber­ges, denn die Gewalt ent­lädt sich nicht nur wegen dem tra­gi­schen Tod eines jun­gen Man­nes. Wie bereits vor rund 25 Jah­ren wird Eng­land von einem extrem kon­ser­va­ti­ven Tories regiert, deren Poli­tik deut­li­che Par­al­lel­len zu Mar­g­ret That­chers Regie­rungs­zeit erken­nen lässt. Der strenge Spar­kurs der bri­ti­schen Regie­rung wird bereits seit Mona­ten hef­tig kri­ti­siert und äußert sich immer wie­der in Demons­tra­tio­nen und Kra­wal­len. Zunächst wer­den die Stu­di­en­ge­büh­ren mas­siv erhöht, was zu Pro­tes­ten unter den Stu­die­ren­den führt. Die Initia­tive UK Uncut wird gebo­ren, die bereits im Novem­ber des letz­ten Jah­res zu brei­tem Wider­stand gegen die Spar– und Steu­er­po­li­tik auf­ruft. Anfang 2011 for­mie­ren sich unter dem »Anti-Austerity Pro­tests« UK Uncut und zahl­rei­che Gewerk­schafts­ver­bän­den zur bis­lang größ­ten Demons­tra­tio­nen. Am 26. März betei­li­gen sich etwa 300.000 Men­schen an den Pro­tes­ten, die schon zu die­sem Zeit­punkt in Stra­ßen­schlach­ten und Zer­stö­run­gen enden. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 August

Spontis Wochenschau #20/11

Kategorie: Wochenschau2 Kommentare

Spontis WochenschauNach­dem ich am Wochen­ende fest­ge­stellt habe, das Platz­re­gen auf dem mit­tel­al­ter­li­cher Phan­ta­sie Spek­ta­kel nicht bloß Ein­bil­dung ist, son­dern auch trotz Regen­schirm ganz real nass machen kann, bin ich natür­lich etwas mei­ner Illu­sion beraubt. Umso authen­ti­scher war dann das Gefühl, als der Platz sich schlag­ar­tig leerte und has­tige Händ­ler ihre ertrin­ken­den Waren auf alten Holz­kar­ren durch knö­chel­ho­hen Matsch zogen. So stelle ich mir das Mit­tel­al­ter schon eher vor, jeden­falls das richtige.

Natür­lich war ich im Nach­hin­ein ent­setzt über mich selbst, wie ich scham­los auf einem elek­tro­ni­schen Hexen­ge­rät (Smart­phone) ein Bild von der Sze­ne­rie in den welt­wei­ten Gesichts-Pranger (Face­book) stellte. Da frage ich mich ange­sichts der ange­reg­ten Dis­kus­sion im Arti­kel über das bevor­ste­hende Spec­ta­cu­lum, wie ernst es die Dar­stel­ler mit der »geleb­ten Geschichte« neh­men. Ver­bot von Mobil­te­le­fo­nen? Ver­ach­tung und Stei­ni­gung von Regen­schirm– und Gum­mi­stie­fel­be­nut­zern? Ist näher dran am Mit­tel­al­ter auch mit­ten­drin? Ich glaube, ich will es gar nicht wis­sen und freue mich über die Tat­sa­che, einen atem­be­rau­ben­den Schmuck-Fund auch mit elek­tro­ni­schen Zah­lungs­mit­teln beglei­chen zu kön­nen. Achso, die Wochen­schau, Ent­schul­di­gung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 August

Ohne Worte: Verbrennt mich!

Kategorie: Dunkelkunst2 Kommentare

Buecherverbrennung in Essen

»Als das Regime befahl, Bücher mit schäd­li­chem Wis­sen öffent­lich zu ver­bren­nen, und allent­hal­ben Och­sen gezwun­gen, Kar­ren mit Büchern zu den Schei­ter­hau­fen zu zie­hen, ent­deckte ein ver­jag­ter Dich­ter, einer der bes­ten, die Liste der Ver­brann­ten stu­die­rend, ent­setzt, dass seine Bücher ver­ges­sen waren. Er eilte zum Schreib­tisch zorn­be­flü­gelt, und schrieb einen Brief an die Macht­ha­ber. Ver­brennt mich! Schrieb er mit flie­gen­der Feder, ver­brennt mich! Tut mir das nicht an! Lasst mich nicht übrig! Habe ich nicht immer die Wahr­heit berich­tet in mei­nen Büchern? Und jetzt Werd” ich von euch wie ein Lüg­ner behan­delt! Ich befehle euch: Ver­brennt mich!« (Ber­told Brecht: Die Bücher­ver­bren­nung, Bild­quelle: Haus der Esse­ner Geschichte / Archiv Ernst Schmidt, essen.de)