Als ich Nick Stone unter seinem Nickname Osborne Villas auf flickr entdeckte und in einem kurzen Mailaustausch um ein Interview bat, wusste ich noch nicht worauf ich mich eingelassen hatte. Der wortgewaltige Nick beschrieb ausführlich über seine Zeit in den frühen 80ern, in der ein Teil von etwas war, was heute als die Wurzeln des Gothic angesehen wird. Bei der Übersetzung des Textes war klar, ich brauche Hilfe. Glücklicherweise fand sich schnell jemand, der mit mir den komplexen Text durchgegangen ist. Herausgekommen ist eines der ausführlichsten und vielleicht ehrlichsten Interviews über diese Zeit, die – wie auch immer man sie nennen mag – den Grundstein für das legte, was wir heute schwarze Szene nennen.
Nick ist 44 Jahre alt und lebt in Norwich, das etwa 160km nördlich der britischen Hauptstadt London liegt, in der er auch geboren wurde. Als er 3 Jahre alt war, ist er mit seinen Eltern in eine Kleinstadt in direkter Nachbarschaft zu Norwich gezogen. Er besuchte ein Gymnasium für Jungen, das wie alle Orte in den späten 70ern zwischen Punk und Heavy Metal polarisierten. “Punk und New Wave habe ich immer bevorzugt, habe aber immer wieder ein paar Streifzüge zum Metal unternommen.”
Später besuchte er eine Kunstuniversität, die er aber schon nach kurzer Zeit wieder verließ um in einer Kunstgalerie zu arbeiten. Heute ist er als Grafik Designer tätig und betreibt seine eigene Firma Typejunky, seine Hobbies sind beispielsweise die Fotografie. Nick ist verheiratet und hat 4 Kinder im Alter zwischen 9 und 19 Jahren. Das Interesse an der Musik hat er seit damals nie wirklich verloren, obwohl sein Geschmack sich immer weiterentwickelt hat und er sich nach einer Weile auch anderen Musikrichtungen zuzuwenden. …lese den ganzen Artikel
» Schwarze Zeitzeuge – Nick aus Norwich «
Robert @ 21:28
Kaum hat das neue Jahr angefangen, platzt mein Feedreader vor neuen Projekten für das Jahr 2010, offenbar sind einige auf den Geschmack gekommen. Kein Grund den alten untreu zu werden, sagte ich still und heimlich zu mir selbst. Die elfte Ausgabe von freeQnet’s Projekt Hörsturz (allgemeine Informationen) liegt immer noch im Ordner Entwürfe, folglich wird es Zeit, dem entgegen zu wirken.
Mit meinem Vorschlag am Ende der kurzen Bewertungen möchte ich mal neue Wege beschreiten, denn in meinen YouTube Favoriten, in denen ich gewohnheitsmäßig kurze Songeindrücke für später aufbewahre sammeln sich zu Zeit viel zu viele Stücke. Deswegen schlage ich jetzt mehr Stücke vor, zu denen ich mir selbst noch kein Urteil gebildet habe und bin dann umso neugieriger wie die restlichen Teilnehmer darauf reagieren. Letztendlich hat das natürlich auch noch den Vorteil, das ich dann meine eigenen Stücke ebenfalls bewerten kann.
Ein wahrer Geniestreich oder? Ich bin selber so davon fasziniert, das ich mir wohl erstmal einen Kaffee holen gehen um zu sehen ob ich nach einer ausreichenden Menge Koffein zu wenigstens halbwegs geistreichen Taten fähig bin. In diesem Sinne.
- Weird Al Yankovic – Fat (von Sir Donnerbold)
Der König der Parodisten hat sich mit diesem Song ein zweifelhaftes Denkmal gesetzt. Zum Titel lässt sich natürlich nicht viel sagen, schließlich ist der Song von Michael Jackson einer seiner berühmtesten. Der Text ist sicherlich witzig und ironisch und das auch das Video leistet seinen humorvollen Beitrag, doch zum eigenständigen Lied reicht das nicht. Selbst das Original von Jackson konnte mir nie Begeisterungsstürme entlocken, da macht es die Parodie nicht wirklich besser.
Wertung: 0 von 5 Punkten für das Stück USA-Slapstick.
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» Projekt Hörsturz – Runde 11 «
Robert @ 13:08
Die Würfel sind gefallen, jedenfalls für das scheidende 2009. Nachdem ich gestern keinen anständigen Artikel verfassen konnte, da mich eine Erkältung dahingerafft hat, muss ich das heute nachholen. Und nein, mein Thema ist nicht Männer sind wehleidig, sonst würde ich euch mit meiner Nahtoderfahrung langweilen. Zunächst erstmal und für die meisten nochmals eine frohes neues Jahr(zehnt), das sich so anfühlt als müsste all das was in diesen 10 Jahren passiert ist, erst noch aufgearbeitet werden. Schließlich waren die 80er auch nicht schon 1990 Kult, kann ja alles noch werden.
Dafür sind die 00er das Zeitalter der Multiinformellen Verarbeitung, man muss nicht mehr dafür sorgen überhaupt Informationen zu bekommen, sondern die relevanten von den nicht relevanten zu sondieren. Ein Jahrzehnt, in dem jeder, der einen Computer mit Internetzugang besitzt zum potentiellen Straftäter gestempelt wurde, in dem der Staat in seiner Hilflosigkeit Gesetze erlässt, die niemandem nützen. Immerhin habe ich 2008 angefangen zu bloggen, 2009 war mein erstes volles Blogjahr.
Gelegenheit einmal das zusammenzufassen, was ich mir 2009 rein Blogtechnisch zum Ziel gemacht hatte und was ich davon letztendlich eingehalten habe:
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» Alea iacta est – 2010 rollen sie wieder «
Robert @ 13:07
Nachdem ich kurz vor dem Jahreswechsel bereits einige besonders heiße Lieder vorgestellt habe, ist es jetzt Zeit für etwas kühleres und nicht mehr ganz so schrill buntes, ist sowieso nicht meine Farbe. Von einer grundsätzlichen Kategorisierung halte ich nicht viel, daher ist die Auswahl auch bunt gemischt und wie ein Messer, das eine 5-stöckige Torte durchschneidet.
Es bleibt jedoch festzuhalten, das auch 2009 noch elektronischer geworden ist und halbgare Elektrobands mit platten Texten und technoiden Klängen auch immer mehr Einzug in Szenezeitschriften erhalten. Diese einfach produzierte Musik überschwemmt den Markt und macht die Suche nach wirklich guten Stücken noch schwieriger. Die Auswahl ist diesmal etwas kühler als die gestrige, ohne jedoch unterkühlt oder sphärisch zu wirken.
Ein besonderer Dank nochmals an die Menschen, die mir ihre CD’s geliehen haben um ein Ohr draufzulegen. Wer schon mal ein verliehene CD mit Kratzern und Nutellaflecken zurück bekommen hat, kann nachvollziehen was ich damit zu Ausdruck bringen möchte.
Depeche Mode – Wrong
Schau einer an. Ich bin ja immer skeptisch wenn eine Neuerscheinung immer mit viel Wirbel inszeniert wird, so schürten die von Depeche Mode veröffentlichten Videos bei den Aufnahmen des neuen Albums “Sounds of the Universe” die Phantasien der Fans. Der Albumtitel klang nicht sehr bescheiden und als wäre das nicht genug, setzt Martin Gore in einem Interview noch einen drauf: “Das mag jetzt verrückt klingen, aber wir finden unser neues Album so gut, dass wir am liebsten jedes einzelne Stück live spielen würden.” Ja, das klingt verrückt, aber was soll ein Künstler auch sonst über seine eigene Platte sagen? Wir finden nur 2 Stücke gut, der Rest taugt Live nicht? Immerhin halten die versprochenen Brücken in die 80er, für die sich Gore eigens nochmals altes Equipment besorgt hat. Das Album ist aber eher durchwachsen, setzt einige Highlights, kann aber nicht auf ganzer Linie überzeugen. Wrong hat sich jedenfalls einen Platz in meiner Depeche Mode Playlist erarbeitet.
http://www.dailymotion.com/videox8h877
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» Kalt und knackig – Kühle Musik 2009 «
Robert @ 14:26
Jetzt mal so unter uns gesprochen, die unzähligen Rückblicke können schon etwas nervig sein. Erst jüngst ereilte einige Blogparaden meinen Feedreader, in dem es um die besten Alben des Jahres ging. Wenn ich ehrlich sein muss, es gibt ganz wenige Alben die durchweg stimmig sind und einen wirklich Platz in der Spitzenliste verdient haben.
Dieses Jahr war sehr durchwachsen, ebenso wie die Alben die ich in meiner Finger und letztendlich in meine Ohren bekommen habe. Von vorne bis hinten gut war aber keins so richtig, nehmen wir Sound of the Universe von Depeche Mode. Wrong, In Chains oder auch Hole to Feed sind großartige Stücke die allein den Kauf der Scheibe schon “rentabel” gemacht haben. Aber es sind auch wieder Lückenfüller dabei, die nicht so klingen, als seien sie fertig oder würden in Konzept des Albums passen. Depeche Mode spielt in der Champions League der Popmusik und hier wird eben viel Show gemacht.
Ich tue mich schwer ein ganzes Album zu lieben, vielleicht weil auch die Zeit fehlt. Früher hat man sich im Jahr vielleicht 5 Platten kaufen können, um die dann durch unzähliges hören zu verinnerlichen. Heute höre ich gut und gerne das 10fache. Logisch das ich dabei nicht genug Leidenschaft mitbringen kann, wirklich jedes Album mit der selben Hingabe zu hören, wie ich es früher einmal gemacht habe. Meiner Meinung nach nicht wirklich schlimm, denn letztendlich wachsen mir Alben nach Jahren noch immer neu ans Herz.
Es gibt aber einige Überraschungen der diesjährigen Neuerscheinungen und Newcomer die mich zum staunen gebracht habe und das meistens dann, wenn ich gewohnt musikalische Kategorien verlassen und über den Tellerrand schaue und so sind mir einige Stücke besonders in Erinnerung geblieben, die ich euch näher vorstellen möchte. Stellt euch das wie ein Schale Pommes vor: Jede Pommes ist anders, aber heiß, fettig und lecker sind sie alle. …lese den ganzen Artikel
» Heiß und fettig – Knusprige Musik 2009 «
Robert @ 16:17
Das Wordpress 2.9.1. in den Startlöchern steht, wundert wirklich niemanden mehr, die Abstände zwischen den Aktualisierungen werden immer kürzer. Das liegt zum einen daran, das Wordpress wegen seine hohen Verbreitungsgrades immer ein beliebtes Ziel von Angriffen ist und zum anderen daran, das immer mehr Features in den Kern implementiert werden. Das hat zum Nachteil, das der Speicherverbrauch, mit dem Wordpress die Hardware des Servers belastet, immer größer wird. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges.
Nachdem ich erfuhr, das ich für WP 2.9 eine MySQL Datenbank der Version 4.1.2 benötige, ich aber nur eine 4.0.25 vorzuweisen hatte, schrieb ich meinen Hoster all-inkl.com an. Der antwortete mir sehr schnell, das dies alles kein Problem wäre und ich in der Nacht vom 28.12. auf den 29.12. auf einen neuen Server umziehen würde, der eben diese Features bietet. Und so war ich angenehm überrascht, das ich am Morgen danach MySQL 5 und PHP 5 als Voreinstellung begrüßen durfte. Mein Problem mit den Sonderzeichen und der Datenbankumstellung, auf die ich vorbereitet war, habe ich ja im gestrigen Artikel bereits erzählt.
Doch was war das? Beim darstellen der Startseite: Fatal error: Allowed memory size of XXX bytes exhausted (tried to aloocate X bytes). Ein Blick auf die Speicherauslastung, die mir das Plugin WP System Health anzeigt, offenbarte das Problem. Allein die Darstellung des Backends sorgte für eine Speicherauslastung von 71%, also etwa 46 MB bei einem Serverseitig konfigurierten Speicherlimit von 64 MB. Ein Artikel bei Wordpress Deutschland über dieses Problem brachte keine Linderung, denn hier geht man von einer sehr niedrigen Memory Limit (32 MB) aus, meine 64 MB sollten da eigentlich kein Problem darstellen. …lese den ganzen Artikel
» Wordpress und der Speicherhunger «
Robert @ 13:47