6 November

Liber Occulti: Die Katakomben von Paris

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Liber Occulti IV/MMXIV: Kennst du das Gefühl, in einem engen Raum festzustecken? Wenn die äußere Beklemmung dem Körper signalisiert: Hier kommst du nicht mehr raus! Adrenalin schießt durch den Körper, die Herzfrequenz steigt, die Pupillen erweitern sich zu schwarzen Löchern. Die Panik übernimmt die Regie, jegliche Rationalität wird ausgeschaltet.  Hektisch flackert die Stirnlampe des jungen Mannes als er spürt, wie der schmale Durchgang, in dem es kaum ein Vorwärtskommen gibt, über ihm zusammenbricht. Panisch schreit er: „Kriecht weiter! Kriecht weiter!“

Diese Szene aus dem Film „Katakomben„, der jüngst in den deutschen Kinos angelaufen ist, spielt nicht in einer fiktiven Unterwelt oder einer verzweigten Höhlenwelt, sondern unter dem heutigen Paris. Noch unter den Tunneln der pulsierenden Metro ist die Stadt durch ein uraltes und unzugängliches Geflecht von Stollen durchzogen, das sich in einer Tiefe von bis zu 35m auf geschätzten 300km unter dem Trottoir der Französischen Metropole ausdehnt. In einem kleinen Teil der Katakomben, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist, liegen die Knochen und Schädel von über 6.000.000 Menschen – fein säuberlich geschichtet, gestapelt und kunstvoll drapiert.

Nachdem man die Stufen hinabgestiegen ist und der Lärm der Großstadt verhallt, ist warnt eine Inschrift am Eingang des einzigartigen Friedhofs: „Bleib stehen! Hier ist das Reich des Todes.“ Das Kunstlicht taucht die schmalen und mannshohen Gänge in ein schummriges Ambiente. Die längeren Knochen sind fein säuberlich aufgeschichtet, einer auf dem anderen bilden sie eine Wand, die bis zur Decke reicht. Alle halbe Meter findet sich eine Reihe Totenschädel, die wie ein Band die Gebeine durchziehen. Gelegentlich kann man einen Blick hinter die Mauer aus Schädeln erhaschen. Dahinter findet sich der Rest der Millionen Toten aufgeschüttet, kleinere Knochen, zerbrochene Schädel. Doch die offiziellen Catacombes markieren nur einen winzigen Teil des Tunnelsystems. Die restlichen Eingänge, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, wurden größtenteils zugeschüttet oder zugeschweißt um den Zugang in das Labyrinth zu verhindern. Den ganzen Artikel lesen… »


10 Oktober

Liber Occulti: Die Selbstmordbrücke der Hunde

von Kategorie: Liber OccultiDiskussion: 7 Kommentare
Overtoun Bridge in Schottland (c) Creepypasta

Overtoun Bridge in Schottland
(c) Creepypasta

Liber Occulti III/MMXIV: In Schottland steht eine Brücke, von der schon 50 Hunde in den Tod sprangen. Wählten die Hunde den Freitod? Spürten die Tiere das Jenseits?

Den sonnigen Tag im August 2005, an dem Familie Cooper mit ihrem Hund Ben durch die schottische Landschaft spaziert, werden alle nicht so schnell vergessen. Als sie die Overtoun Bridge unweit der Ortschaft Dumbarton passieren, reißt sich der Hund unvermittelt los und springt, ohne zu stoppen, über die Brüstung der Brücke 15m in die Tiefe. Ein tragischer Einzelfall? Wie örtliche Zeitungen belegen, sind in den letzten 50 Jahren weit über 50 Hunde auf dieser Brücke an immer der gleichen Stelle über die Brüstung gesprungen, viele von ihnen fanden den Tod. In einzelnen Fällen sollen sogar einige Hunde, die ihre Verletzungen überlebten, ein zweites mal gesprungen sein. Auffällig ist, das es meist Hunde mit langen Schnauzen – wie zum Beispiel Labradore, Collies oder Retriever – von der Brücke springen und das auch nur an sonnigen Tagen. Experte schließen aus, dass es sich um klassischen Selbstmord handelt, sie sind der Ansicht, dass ein Hund nicht die „Hoffnung auf einer bessere Zukunft“ verlieren könne, weil diese überhaupt keinen Sinn für Heute und Morgen haben und deswegen auch nicht auf die Idee des Selbstmords kämen. Auch Menschen können sich offenbar nicht den Legenden der Brücke entziehen, so warf der geistig verwirrte und unter Drogeneinfluss stehende Kevin Moy 1994 sein neu geborenes Baby in den Tod, weil er in ihm den wiedergeborenen Antichristen sah. Als er seinem Sohn hinterherspringen wollte, wurde er von seiner Ehefrau zurückgehalten. Während Moy und die Angehörigen mit dem schwer verletzten Säugling im nahe liegenden Overtoun House auf das Eintreffen der Ambulanz wartete, versuchte er sich die Pulsadern aufzuschneiden. Er scheiterte erneut, sein Sohn starb am nächsten Tag. Ein verfluchter Ort? Den ganzen Artikel lesen… »


30 August

Liber Occulti: Das verwunschene Kloster am Uhlberg

von Kategorie: Liber OccultiDiskussion: Keine Kommentare
Uhlberg - (c) Mysteryhunter.de

Die Überreste vom Kloster am Uhlberg – (c) Mysteryhunter

Liber Occulti II/MMXIV:  Jeder, der das verlassene Kloster in den vergangenen Jahren besuchte, berichtet von dieser unheimlichen Stille, die den Ort in einen gespenstischen Nebel der Geräuschlosigkeit hüllt. Der Wald, so berichten Besucher, macht hier keine gewohnte Geräuschkulisse und die Tiere des Waldes scheinen diesen Ort zu meiden. Alles Humbug?

Der Uhlberg (Eulenberg) wird 1144 erstmals urkundlich erwähnt, liegt unweit der Ortschaft Treuchtlingen (Bayern) und ist dunkle Heimat der vergessenen und entweihten Kapelle St. Ulrich. Erstmals gründeten Benediktinerinnen um das Jahr 1200 ein Kloster auf dem abgeschiedenen Berg. Wie damals üblich, siedelten auch einige Bauern im Umkreis des abgelegenen Klosters, die Siebeneichenhöfe am Fuße des Hügels, zeugen noch heute von dieser Zeit. Möglicherweise waren es die Ordensfrauen, die im Kloster eine Madonnenfigur, die sogenannte „Mondsichel-Madonna“, aufstellten und den Berg damit im Laufe der Jahre zu einem immer bekannter werdenden Wallfahrtsort machten. Auf Veranlassung des Papstes ersetzte man das Bauwerk 1466 durch ein größeres, deren verfallenen Überreste jetzt im Wald zu finden sind.

Während des Bauernkrieges im Jahre 1525 wurde das Kloster zerstört, vermutlich war es der wütende Mob der seinem Zorn auf den Klerus und die Obrigkeit auf dem Uhlberg freien Lauf ließ. Am 1. Mai 1525 wurden die Ordensfrauen durch lautes Glockengeläut eines entfernten Klosters vor den herannahenden Bauern gewarnt. Sie brachten in aller Eile die Kostbarkeiten des Klosters in Sicherheit und flohen. Das Kloster brannte bis auf die Grundmauern nieder. Zwar beantragte man 1629 den Wiederaufbau des Klosters, doch das Aufbegehren blieb ungehört. Seit dem ranken sich unzählige Sagen um den verwunschenen Ort Den ganzen Artikel lesen… »


21 August

Liber Occulti: Die Menschenschlachter von Herxheim

von Kategorie: Liber OccultiDiskussion: 8 Kommentare
Skelett

Verstreutes Skelett in Herxheim
(c) Universität Tübingen

Liber Occulti I/MMXIV – Archäologen machen grausige Funde in Herxheim. Knochen von rund 1000 Menschen werfen die Frage auf: Gab es Kannibalen in der Jungsteinzeit?

Was man zwischen 1996 und 1999 bei Ausgrabungen einer steinzeitlichen Siedlung im rheinland-pfälzischem Herxheim fand, gab den Archäologen schaurige Rätsel auf. In einer länglichen Grube fand man unzählige menschliche Knochen von rund 1000 Menschen jeden Alters und aus ganz Europa. Das sie teilweise aus Frankreich und dem Elbtal stammten, konnte man anhand von Keramikscherben nachweisen, die man zwischen den Knochenstücken fand.
Die Toten wurden kurz nach ihrem Tod fachmännisch zerlegt, das belegen Bruch- und Schnittspuren an den Knochen die den Spuren an geschlachteten Viehknochen sehr ähneln. Die Forscher vermuten sogar, das zeigen Indizien an den Überresten, dass die Leichenteile an einem Spieß gebraten worden sein könnten. Manche der Knochen sind so fein zerschlagen, dass man auch von Knochenmarkgewinnung ausgehen muss, womöglich um sie in einer Suppe auszukochen. Haben die Bewohner der kleinen Siedlung, die auf das Jahr 5000 v.Chr. zurückdatiert ist, Menschen gegessen? Den ganzen Artikel lesen… »


9 August

Manche Mädchen sterben einsam – Selbstmörderfriedhof Grunewald

von Kategorie: Liber OccultiDiskussion: 8 Kommentare

Friedhof Grunewald - Tina HexchenBereits im Januar dieses Jahres besuchte Kath Traumtänzerin den Friedhof in Grunewald. Friedhofsführerin Tina Knaus brachte ihr und einigen anderen den Ort und seine Geschichten ein wenig näher. Schwer beeindruckt postete sie einige Bilder und Geschichtsfetzen bei Facebook, die dort aber im Nirvana des Zeitstrahls kaum Beachtung fanden. Ich fand das schade und animierte Kathi auf dem Spontis Treffen, mir ihre Eindrücke nochmal als E-Mail zu schicken, um dann gemeinsam mit ihr einen Beitrag daraus zu verfassen.

Es ist ruhig auf der Lichtung im Grunewald, keine trauernden Friedhofsbesucher, keine frischen Blumen auf gepflegten Gräbern und die meisten Grabsteine sind mit Efeu überwuchert. Der Schnee auf Wegen, Bäumen und Gräbern hüllt den Friedhof in ein sonderbare Stille, nur das Knirschen der Schritte ist zu hören. Deutschlands einziger Selbstmörderfriedhof  im Grunewald-Forst, auf dem seit über 100 Jahren alle die begraben werden, die ihrem Leben ein Ende setzen wollten, soll in 50 Jahren verschwunden sein. Die Grabsteine werden entfernt, die Gräber eingeebnet und die Friedhofsmauer wird abgerissen. Die zuständige Friedhofsverwaltung Charlottenburg-Wilmersdorf genehmigt kaum noch neue Bestattungen und möchte den Friedhof auslaufen lassen, eine Erhaltung des geschichtsträchtigen Ortes scheint nicht mehr finanzierbar. Dabei liegen nicht nur unzählige Namenlose dort begraben, sondern auch tragische Geschichten aus der deutschen Vergangenheit. Den ganzen Artikel lesen… »