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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Projekt Hörsturz &#8211; Runde 16 (Soundtracks)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stöckchen und Paraden]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzt]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt Hörsturz]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mit der neueste Runde des Projektes Hörsturz gibt es wieder eine Sonderrunde, die sich voll und ganz dem Thema Soundtrack widmet. Ein Film besteht meiner Meinung nach immer aus den visuellen und audiovisuellen Eindrücken, ein Film ohne Ton ist nur halb so eindrucksvoll (schon mal die Vögel von Alfred Hitchcock ohne Ton geguckt?). Soundtracks, also [...]]]></description>
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<p><a class="highslide img_2" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/projekthoersturz1.png" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3529" style="float: left;" title="projekthoersturz" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/projekthoersturz1-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit der neueste Runde des <a href="http://blog.freeqnet.de/2010/03/06/projekt-hoersturz-runde-16-soundtracks/">Projektes Hörsturz</a> gibt es wieder eine Sonderrunde, die sich voll und ganz dem Thema Soundtrack widmet. Ein Film besteht meiner Meinung nach immer aus den visuellen und audiovisuellen Eindrücken, ein Film ohne Ton ist nur halb so eindrucksvoll (schon mal die Vögel von Alfred Hitchcock ohne Ton geguckt?). Soundtracks, also Musik zum Film birgt immer Unterstützende Elemente und darf manchmal nicht losgelöst davon betrachtet werden. Das gilt insbesondere für reine Filmmusik wie sie Hans Zimmer oder Danny Elfman machen. Aber auch Lieder, die als solches selbst existent sind, können einen Film bereichern.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist hier das Stück von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0ltAGuuru7Q">Israel Kamakawiwo&#8217;Ole &#8211; Somewhere over the Rainbow</a>, das noch einen zusätzlich Faktor eröffnet, denn ohne den zahlreichen Einsatz in Filmen und Serien hätte das Stück wohl keinerlei Bekanntheit erlangt. Das wird auch sehr häufig in Filmen von <em>Quentin Tarrantino</em> deutlich, der sehr viel Wert auf die Musik legt und dabei oftmals sehr unbekannte oder lange ungehörte Stücke verwendet. Lange Rede, kurzer Sinn. Diesmal habe ich mich wieder dafür entschieden alle Vorschläge zu bewerten, gerade weil die anderen Vorschläge schon von vorne herein ein größeres Potential beherbergen. Nomen est Omen.<span id="more-5848"></span></p>
<ul>
<li><a title="Radiohead" href="http://www.youtube.com/watch?v=iMqXj-eVCjI" target="_blank">Radiohead – Exit Music (For a film)</a> (<em>von <a title="Herr Lutz" href="http://herrlutz.wordpress.com/" target="_blank">Herr Lutz</a> – Romeo und Julia</em>)<br />
Obwohl es sich bei Romeo und Julia um einen Liebesfilm handelt, kommt das Stück von Radiohead sehr melancholisch daher, wirkt schwer und getragen wie ein penetrantes Parfüm, das man im Vorbeigehen riecht und dessen Geruch man Minuten später immer noch in der Nase hat. Die Melodie ist schön, leider wird die Stimme des Radiohead Sängers dem Stück in den sehr ruhigen Passagen nicht gerecht und wirkt überfordert bis dünn. Ich kann mich sonst mit den Sachen der Band anfreunden, aber das hier ist einfach nicht mein Geschmack.<br />
<strong>Wertung: 1 von 5 Punkte für die melancholische Grundstimmung zur schönen Melodie</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Mark Morgan" href="http://www.youtube.com/watch?v=nnu0jLIr7Es" target="_blank">Mark Morgan – Acolytes of the New God</a> (<em>von <a title="Guldhan" href="http://blog.opus-mentis.de/" target="_blank">Guldhan</a> – Fallout 1</em>)<br />
Fallout, der Klassiker des Post-Nuklearen Endzeit Rollenspiels war immer schon sehr spannend. Vor allem die Thematik reizte, ebenso die Umsetzung, die für damalige Verhältnisse (hat ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel) grandios ausgefallen ist. Das Stück von Mark Morgan, das sicherlich nicht als Lied durchgehen kann ist der atmosphärische Umsetzung dessen, was der Spieler erlebt und sieht. Die sphärischen und sakralen Klängen passen gut zum Spiel, lassen doch ein wenig an Dramatik vermissen und würde als Untermalung durchaus durchgehen, für alles andere reicht es leider nicht.<br />
<strong>Wertung: 2 von 5 Punkten für die passende Musik zum passenden Spielablauf &#8211; leider ohne Highlights.</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Sad Brad Smith" href="http://www.youtube.com/watch?v=N4Gt9g5gDKk" target="_blank">Sad Brad Smith – Help Yourself</a> (<em>von <a title="Steve" href="http://theentertainmentguy.blogspot.com/" target="_blank">Steve</a> – Up In The Air</em>)<br />
Ein sehr aktueller Beitrag zum grandiosen Film mit George Clooney, den ich zwar noch nicht gesehen habe, dessen Nominierungen für einen Oscar aber für sich sprechen. Die Melodie erinnert mich zunächst an einen alten Simon  &amp; Garfunkel Kracher, auch die ganze Aufmachung entspricht so ziemlich dem, was man davon erwarten würde. Aber mit der schönen Melodie ist es auch schon alles, was den Song ausmacht. Der Gesang ist mittelmäßig, das Arrangement ist eher dürftig und auf die Produktion des Stückes mit dem lächerlichen Hall-Effekt ist eher Kontraproduktiv als das er den Song in seiner Thematik unterstreichen würde.<br />
<strong>Wertung: 1 von 5 Punkten für die Simon &amp; Garfunkel Gefühle.</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Keane" href="http://www.youtube.com/watch?v=_WO0PLD9oIM" target="_blank">Keane – Everybody’s Changing</a> (<em>von <a title="endgueltig" href="http://www.endgueltig.com/" target="_blank">endgueltig</a> – Keinohrhasen</em>)<br />
Ich bin befangen. Ich kann dieses Stück nicht objektiv bewerten, weil ich es hasse. Es ist für mich die Verkörperung dessen was ich an der Pop-Musik aus den Charts nicht leiden kann. Da ich den Film gesehen habe und auch durch das Radio immer wieder auf Stück gestoßen wurde. Mit der Nase mittendrauf. Die Stimme des Sängers bohrt sie wie ein stumpfer Bohrer unter meine Haut und erzeugt akute Übelkeit. Ich muss abbrechen.<br />
<strong>Wertung: 0 von 5 Punkten &#8211; der Song kann froh sein, das es keine Minuspunkte gibt.</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Sigmund Groven" href="http://www.youtube.com/watch?v=j9j7ZdSac_o" target="_blank">Sigmund Groven – Reodors Ballade</a> (<em>von <a title="Postpunk" href="http://www.postpunk.de/" target="_blank">Postpunk</a> – Flåklypa Grand Prix</em>)<br />
Beginnt wie ein Stück klassischer Musik zu einem Western oder einer Neuverfilmung von Doktor Schiwago, obwohl das russische fehlt. Leider kenne ich den Film nicht, zu dem dieses Stück gehört, vielleicht würde sich dann ein Bild formen. Denn klassische Musik malt immer Bilder vor dem geistigen Auge und ich sitze gerade in einer alten klapprigen Kutsche und fahre eine staubige Straße entlang. Obwohl das Stück warm klingt, werde ich damit nicht warm. Es bleibt nichts hängen, plätschert nur so dahin und hat außer der Melodie selbst nicht zu bieten.<br />
<strong>Wertung: 0,5 von 5 Punkten für innere Wärme &#8211; oder ist das doch der Kaffee?</strong></li>
</ul>
<p>Hier kommen die optionalen Vorschläge, die schon auf den ersten Blick sehr viel versprechend aussehen.<strong><br />
</strong></p>
<ul>
<li><a title="Cry Baby" href="http://www.youtube.com/watch?v=vjJsKICCt0I" target="_blank">Cry Baby – King Cry Baby</a> (<em>von <a title="Sebastian" href="http://tonnendreher.net/" target="_blank">Sebastian</a> – Cry Baby</em>)<br />
Rock&#8217;n Roll! Ich liebe diese klassische Instrumentierung und Spielweise des Stückes, ich hatte immer schon etwas für diese Musik übrig und Johnny Depp kann ich auch nicht ignorieren. Aber es gibt bessere Vertreter dieses Genre, bricht man den Song auf das wesentliche herunter, bleibt der gute Sound das einzige Highlight. Gesang, Thematik und Energie des Stückes lassen zu wünschen übrig.<br />
<strong>Wertung: 3 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Danny Elfmann" href="http://www.youtube.com/watch?v=xpvdAJYvofI" target="_blank">Danny Elfman – This is Halloween</a> (<em>von <a href="http://www.mahltied.com">Stoffel</a> – Nightmare before Christmas</em>)<br />
Dieses Stück darf man eigentlich nicht ohne den Filmischen oder Geschichtlichen Zusammenhang sehen. Es zählt zu einer der besten musikalischen Umsetzungen eines Tim Burtons. Die zwei verbindet sowieso ein lange musikalische Freundschaft, wenn man sich die Burton/Elfman Konstellationen so anschaut. Es handelt sich hier um klassische Soundtrack Musik, die losgelöst schwerlich zu betrachten ist, zum Film aber so prima passt wie Schuhe der Größe 44 an meine Füße und ergattert sich fast die Höchstwertung, aber nur fast.<br />
<strong>Wertung: 4,5 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Dropkick Murphys" href="http://www.youtube.com/watch?v=x-64CaD8GXw" target="_blank">Dropkick Murphys – I’m Shipping Up To Boston</a> (<em>von <a title="Robert" href="../../" target="_blank"></a>mir – The Departed</em>)<br />
Kein typischer Soundtrack wie im Stück zuvor, eher das passende Lied zum Film. Die Paddy-Punks aus den USA sind mir einfach symphatisch für alle denen das Stück gefällt, empfehle ich das Album &#8220;Warriors Code&#8221;. Das Stück jedenfalls spiegelt für mich den Mentalität des Films am besten wieder und war nur noch die Krönung. Bei der Bewertung kann ich einfach nicht anders, auf wenn der Vorschlag nicht von mir kommen würde.<br />
<strong>Wertung: 5 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Ewan McGregor" href="http://www.youtube.com/watch?v=REGzrwMj_N4" target="_blank">Ewan McGregor – Your Song</a> (<em>von <a title="Hannah" href="http://aheadwork.de.vu/" target="_blank">Hannah</a> – Moulin Rouge</em>)<br />
Schreckliche Schauspielerin diese Nicole Kidman. Aber wie auch immer, das Stück jedenfalls ist ein Tritt in die Kronjuwelen eines der bekanntesten Briten, Elton John. Auch wenn das Stück sicherlich zum Film passen mag und auch so in diesem Zusammenhang gesehen werden muss, ich kann mich damit nicht anfreunden. Das ist mir Elton John schon lieber und den mag ich eigentlich auch nicht.<br />
<strong>Wertung: 0 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Faunts" href="http://www.youtube.com/watch?v=gISlB1IdUjI" target="_blank">Faunts – M4 (Part II)</a> (<em>von <a title="Konna" href="http://www.gedankendeponie.net/" target="_blank">Konna</a> – Mass Effect</em>)<br />
Sehr überraschend. Mass Effect kenne ich eigentlich nur als Computerspiel, die Musik daraus ist mir gänzlich unbekannt. Umso erfreuter war ich natürlich, das mir das Stück wirklich gut gefällt. Die Instrumentierung ist wirklich toll, Gitarre, Synthie und Schlagzeug gehen ein untrennbare Harmonie ein und sind wirklich gelungen. Die Stimme ist aber etwas schwach auf der Brust und hätte in der Produktion durchaus noch etwas fett vertragen können.<br />
<strong>Wertung: 4 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Hans Zimmer" href="http://www.collider.com/2010/02/25/behind-the-scenes-with-the-sherlock-holmes-musicians-featuring-hans-zimmer-lorne-balfe-alexsey-igudesman-and-guy-ritchie-and-robert-downey-jr/" target="_blank">Hans Zimmer – Discombulate</a> (<em>von <a title="Sir Donnerbold" href="http://sirdonnerboldsbagatellen.blogspot.com/" target="_blank">Sir Donnerbold</a> – Sherlock Holmes</em>)<br />
König der Filmmusik, der für unendliche viele Kracher einen musikalischen Beitrag leistete. Das Stück zum Film ist großartig und schlägt den Film selbst um Längen. Die Komposition finde ich großartig. Die Instrumentale Reise durch die vielen Länder und das verbinden der unterschiedlichsten Instrumente ist toll gelungen, die irisch/englische Grundstimmung sorgt natürlich für einen weiteren Pluspunkt.<br />
<strong>Wertung: 5 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Jay Gordon" href="http://www.youtube.com/watch?v=CrOW2l1EQeE" target="_blank">Jay Gordon – Slept So Long</a> (<em>von <a title="Fini" href="http://www.tannoz.de/" target="_blank">fini</a> – Queen of the Damned</em>)<br />
Der Film überzeugt durch einen sehr perfekten Soundtrack und durch seine Thematik. Der Film selbst konnte mich nie so recht überzeugen. Das Stück, das so passend an Korn erinnert ist kraftvoll und doch melodiös und ergattert sich so einige Sympathiepunkte, zumal ich den Stil sehr ansprechend finde. Es fehlt zwar die Kirsche auf dem Eis mit Sahne, aber man kann ja auch nicht alles haben.<br />
<strong>Wertung: 4 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Kimya Dawson" href="http://www.youtube.com/watch?v=tvkBSDeRRpw" target="_blank">Kimya Dawson – Tire Swing</a> (<em>von <a title="beam" href="http://beam.freeqnet.de/" target="_blank">beam</a> – Juno</em>)<br />
Schöner Film, echt jetzt. Sollte man sich angucken. Das Stück selbst wirkt zunächst sehr langweilig und kann keinen Aha-Effekt auslösen, zum Film ist es sicherlich passend, mir gefällt es aber nicht wirklich. Der Anfängliche Eindruck der Langeweile konnte nicht verfliegen.<br />
<strong>Wertung: 1 von 5 Punkten<br />
</strong></li>
<li><a title="Queen" href="http://www.youtube.com/watch?v=VEJ8lpCQbyw" target="_blank">Queen – Princes of the Universe</a> (<em>von <a title="cimddwc" href="http://cimddwc.net/" target="_blank">cimddwc</a> – Highlander</em>)<br />
Da kommen Erinnerung hoch. Einer der großartigsten Filme trifft wohl einer der großartigsten Rock-Bands, das dabei etwas phänomenales herauskommt dürfte niemand wundern. Queen hat hier sein absolutes Meisterwerk abgeliefert und den Film erst zu dem gemacht, was er ist. KULT! Princes of the Universe ist nur eines der vielen Highlights aus dem Film. Fast so gut wie Who wants to live Forever, aber nur fast. Das hätte die Punkteskala gesprengt.<br />
<strong>Wertung: 5 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=yarYjuN-m8I">Rocky Horror Picture Show – Time Warp</a> (<em>von <a title="Kasumi" href="http://kasumi.chris-jung.de/wordpress/" target="_blank">kasumi</a></em>)<br />
Der Punkteregen reißt nicht ab. Was soll man zu diesem legendären Musical noch sagen? Es wundert niemanden das Aufführungen im Kino und auf der Bühne immer noch zelebriert werden wie am ersten Tag. Die visuelle Verkörperung des Punk &#8211; nur mit mehr Glamour.<br />
<strong>Wertung: 5 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="The Proclaimers" href="http://www.myvideo.de/watch/3987070/The_Proclaimers_I_m_gonna_be_500_Miles" target="_blank">The Proclaimers – I’m Gonna Be (500 Miles)</a> (<em>von <a title="JuliaL49" href="http://49suns.de/" target="_blank">JuliaL49</a> – Benny &amp; Joon</em>)<br />
Schon wieder ein Johnny Depp, wie schön. Auch ein schönes Lied, jetzt nicht ganz so großartig wie Queen, aber was will man schon von so komischen Brillen erwarten?  Leider wird das Stück dem Film meiner Meinung nach nicht wirklich gerecht und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Ein wirklich guter Popsong bleibt zurück, nicht mehr, aber auch nicht weniger.<br />
<strong>Wertung: 3,5 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Yann Tiersen" href="http://www.youtube.com/watch?v=VFLF-gh4C2M" target="_blank">Yann Tiersen – Comptine d’un autre été : L’après-midi</a> (<em>von <a title="beetFreeQ" href="http://blog.freeqnet.de/" target="_blank">beetFreeQ</a> – Die fabelhafte Welt der Amelie</em>)<br />
Etwas überrascht bin ich dann doch über die Auswahl unserer Herrn beetFreeQ, soviel schön Stille hätte ich ihm fast nicht zugetraut. Schön wenn man sich irrt. Die fabelhalfte Welt der Amelie zusammen mit dieser Musik sind ein schönes Beispiel für Soundtrack-Musik. Man assizoiert die Melodie, die hier im Vordergrund steht sofort mit dem Film, der dann (die Szene mag von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein) die Bilder im Kopf erzeugt. Aber gut zurück zum Song. Die Einfachheit des Songs macht ihn aus, ist aber für mich gleichzeitig sein größtes Manko, er klingt nach so viel mehr &#8211; für mich &#8211; und lässt mich erfreut, aber enttäuscht zurück.<br />
<strong>Wertung: 3 von 5 Punkten</strong></li>
</ul>
<p>Mein Vorschlag für die nächste Runde (irisch inspiriert): <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TSwaVvF7rdU">Flogging Molly &#8211; Devil&#8217;s Dance Floor</a></p>
<hr /><small>&copy; 2008-2009 <a href="http://www.spontis.de" >Spontis</a> - Dieser Feed ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt. <br /> Inhalte unterliegen <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" >Creative Commons Lizenz</a>  (Digital Fingerabdruck: 89dc580fcf42d9faa0803d6dc44bbcfb)</small>
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		</item>
		<item>
		<title>Projekt Stimulus &#8211; Interpretation Runde 1</title>
		<link>http://www.spontis.de/vernetzt/projekt-stimulus-interpretation-runde-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stöckchen und Paraden]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzt]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt Stimulus]]></category>
		<category><![CDATA[wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Stimulus, das ist ein Reiz der im menschlichen Sinne zu einer Wahrnehmung und Reaktion führt. Sehr interessant fand ich die Adäquaten und Inadäquaten Reize von denen in der Beschreibung im Wikipedia-Artikel zum Stimulus zu lesen ist. &#8220;Inadäquate Reize können ebenfalls eine Potentialänderung hervorrufen. Sie sind Reize, die der Sinnesszelle nicht entsprechen und somit nur mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p><a class="highslide img_4" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/cover_stimulus.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5841" title="Projekt Stimulus" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/cover_stimulus-150x70.jpg" alt="Brille auf einem Buch" width="150" height="70" /></a>Stimulus, das ist ein Reiz der im menschlichen Sinne zu einer Wahrnehmung und Reaktion führt. Sehr interessant fand ich die Adäquaten und Inadäquaten Reize von denen in der Beschreibung im Wikipedia-Artikel zum Stimulus zu lesen ist. &#8220;<em>Inadäquate Reize können ebenfalls eine Potentialänderung hervorrufen. Sie sind Reize, die der Sinnesszelle nicht entsprechen und somit nur mit hoher Energie oder gar keine Erregung auslösen.</em>&#8221; So wie schlechte Musik zum Beispiel, die ich ab sofort als inadäquaten Reiz kategorisieren werde. Es gibt Tage, an denen liebe ich die Deutsche Sprache.</p>
<p>Die schwarze Perle der Nordsee Stoffel, die üblicherweise auf dem Blog <a href="http://www.mahltied.com">Mahltied</a> zu lesen ist, hat sich zum Stimulus ein Projekt ausgedacht, bei dem es darum geht den Reiz eines Wortes in eigene Bedeutung umzusetzen, welches Medium man dabei benutzt spielt eigentlich keine Rolle. Obwohl sie in der <a href="http://www.mahltied.com/projekt-stimulus-vorstellung">Vorstellung zum Projekt</a> behauptet, die Regeln wären einfach, habe ich zwei Anläufe gebraucht um einen mir verständlichen Konsens zu bilden, was aber auch an meinen eingeschränkt geistigen Fähigkeiten liegen mag. Wie auch immer, Stoffel erklärt ihr Projekt jedenfalls so:</p>
<blockquote><p>Ich gebe Euch in jeder Runde eine Bedeutung vor und Ihr sucht ein passendes Synonym dafür und setzt es in Bild-, Ton-, Video- oder Textform um. Dafür habt Ihr 2 Wochen Zeit, ich denke dieser Zeitrahmen ist für die Umsetzung in einem machbaren Rahmen. Natürlich könnt Ihr auch nachreichen oder Runden aussetzten.Ein Beispiel:<br />
<strong>Bedeutung:</strong> Bezeichnung für einen Reiz, der eine Reaktion auslöst.<br />
<strong>Synonym(e):</strong> Anregung, Anreiz, Antrieb.</p></blockquote>
<p>Im ersten Schritt gibt Stoffel also die Umschreibung eines Begriffes vor, das man in eigene Bedeutungen umsetzt. Die Aufgabe zu Runde 1 lautet, etwas wahrnehmbares, das eine bestimmte Bedeutung hat in eigene Form umzusetzen. Ich erlaube mir, das in musikalischer Art umzusetzen und ich hoffe, den Kern des Projektes damit zu treffen. <span id="more-5840"></span></p>
<h3>Runde 1 &#8211; Etwas Wahrnehmbares mit Bedeutung</h3>
<p>Wahrnehmung ist eigentlich alles, was über einer der Sinne bei uns ankommt. Musik, die wir hören, nehmen wir zunächst einmal über die Ohren auf. Doch was danach geschieht ist so unterschiedlich wie der Mensch, der sie aufnimmt. Ich verbinde Musik immer mit Ereignissen und auch mit ganz besonderen Wahrnehmungen, das möchte ich für die erste Runde des Projektes am Song <strong>Cry little Sister</strong> von <em>Gerard McMann</em> festmachen.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/vernetzt/projekt-stimulus-interpretation-runde-1/"><em>Hier klicken um das hinterlegte Video zu starten.</em></a></p>
<p>Januar 1988. Es ist kalt, aber heute zittere ich mehr als sonst. Ich stehe in einer langen Schlange vor dem Kino und warte darauf, eingelassen zu werden. The Lost Boys, einen Film den ich seit einem Artikel in der Bravo unbedingt sehen möchte.  In der Schule gibt es eigentlich kein anderes Thema mehr, man erzählt davon, wer man am liebsten sein wollte, Corey Haim, Jason Patric oder Corey Feldman. Ich wollte immer Kiefer Sutherland sein, der Bösewicht und Anführer der wilden Vampirgang. Gleich bin ich dran, nur noch 4 Leute vor mir und so langsam bekomme ich Zweifel, eingelassen zu werden, denn ich bin 13 und der Film ist erst ab 16. Wie sehr wünscht man sich in diesem Alter ein paar Jahre älter zu sein, 16 oder gar 18 Jahre alt zu sein um alles das zu machen, was nicht erlaubt ist. Noch 2 Leute. Ich werde immer nervöse, ich habe mir extra die großen Ohrringe meiner Schwester ausgeborgt und meine Martens angezogen, denn große Ohrringe und schwarze Martens trauen sich sonst nur die großen Jungs.</p>
<p>Ich bin drin, sitze im wackligen Stuhl und habe meine Hände fest in die Armlehnen gekrallt. Der Vorhang öffnet sich und die Titelmelodie beginnt. Ich bekomme ein Gänsehaut die ihren Namen verdient, Minutenlang immer neue Schübe dieses Gefühls von innerer Spannung und Aufregung.  Diesen Film habe ich ganz anders Wahrgenommen als jeden Film den ich mir später angeschaut habe, er hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ich bekomme heute immer noch eine Gänsehaut, wenn ich diesen Film sehe. <strong>Wahrnehmung</strong> steht bei mir also auch für <strong>Täuschung</strong>, denn manchmal täuscht einen die Wahrnehmung &#8211; im Kino war es gar nicht kalt.</p>
<hr /><small>&copy; 2008-2009 <a href="http://www.spontis.de" >Spontis</a> - Dieser Feed ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt. <br /> Inhalte unterliegen <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" >Creative Commons Lizenz</a>  (Digital Fingerabdruck: 89dc580fcf42d9faa0803d6dc44bbcfb)</small>
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		</item>
		<item>
		<title>Nur noch Haut und Knochen, von Ana, Mia und Xiu Xiu</title>
		<link>http://www.spontis.de/ansichtssache/nur-noch-haut-und-knochen-von-ana-mia-und-xiu-xiu/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Ana]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Mia]]></category>
		<category><![CDATA[Xiu Xiu]]></category>

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		<description><![CDATA[
In den letzten Tagen geisterte immer wieder ein Wort durch meinen Feed-Reader das mich zunächst neugierig machte. Pro-Ana (Wikipedia) bezeichnet man hauptsächlich junge Mädchen und Frauen, die sich einem extremen Schlankheitsideal unterwerfen und sich über das Internet über eben dieses Schlagwort vernetzen. Ana leitet sich ab vom der Bezeichnung der Krankheit Anorexia nervosa, der Magersucht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p><a class="highslide img_6" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Bauchweh.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft size-medium wp-image-5834" title="Bauchweh" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Bauchweh-210x300.jpg" alt="Bauchweh" width="168" height="240" /></a>In den letzten Tagen geisterte immer wieder ein Wort durch meinen Feed-Reader das mich zunächst neugierig machte. <strong>Pro-Ana</strong> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Ana">Wikipedia</a>) bezeichnet man hauptsächlich junge Mädchen und Frauen, die sich einem extremen Schlankheitsideal unterwerfen und sich über das Internet über eben dieses Schlagwort vernetzen. Ana leitet sich ab vom der Bezeichnung der Krankheit <em>Anorexia nervosa</em>, der Magersucht. Die Assoziation mit dem Namen Anna ist gewollt, denn Anna ist das imaginäre Vorbild dieser Mädchen. Der Brief von Ana ist die Bibel der Magersüchtigen Mädchen, die immer weiter abnehmen möchten &#8211; bis zum Tod.</p>
<p>Ihre Schwester <strong>Pro-Mia</strong> endet oft in ähnlicher Weise. Die unter dem bekannteren Namen verbreitete Sucht der Bulemie (<em>Bulimia nervosa</em>) oder auch Ess-Brechsucht genannt veranlasst die Mädchen dazu, sich gleich nach dem Essen den Finger in den Hals zu stecken, damit von der soeben aufgenommenen Nahrung nichts auf die Figur schlägt. Vor ein paar Wochen kam dann noch der neu geplante Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auf, der unter anderem die Zensur von solchen Internetseiten fordert und damit vor allem junge Mädchen vor Nachahmung schützen soll. Ich habe anschließend einiges darüber gelesen, leider machte keiner der Texte die Sache für mich verständlich.</p>
<p>Moonica brachte die Sache in ihrem Blog <a href="http://alphabordercollie.blogspot.com">Fly me to the Moon</a> für mich auf den Punkt. Moonica war selbst einmal Essgestört und leidet heute immer noch unter den Folgen dieser Sucht, in ihrem Beitrag <a href="http://alphabordercollie.blogspot.com/2010/02/start-uber-mich.html">Start: Über mich</a> schildert sie: <em>&#8220;Mit ca 12 hat bei mir alles angefangen. Einfach fett fühlen wäre viel zu leicht gewesen. Ich wollte einfach nur unsichtbar sein. Nicht immer das perfekte Mädchen sein müssen, dass ich trotzdem nach wie vor geblieben bin. Verschwinden, wie ein Strich in der Landschaft &#8211; wollte ich. Die Folgen waren mir zu dem Zeitpunkt egal. Irgendwann war es mir auch egal, ob ich gesehen werde [...] Wieso ich raus bin? Freunde und Spiegel.</em>&#8220;<span id="more-5832"></span></p>
<p>Moonica konnte der Geisel des eigenen Geistes entrinnen und leidet nun immer noch unter den folgen der Krankheit. Sie hat keine Probleme mit rapider Gewichtszunahmen, sondern damit, ihr Gewicht zu halten. &#8220;<em>Ich will garnicht abrutschen. Ich will nicht mehr abnehmen. Ich möchte mein Gewicht behalten. Ich habe unter den Folgen von dem Mist zu der Zeit genug gelitten, bzw. leide noch darunter. Es ist nicht schön, nicht selbstständig zu sein was die Nahrungsaufnahme angeht</em>.&#8221;  Ich bin mir sicher, das sie ihren Weg machen wird. Mit der Sucht abzuschließen ist der erste Schritt, seinem neuen Bewusstsein treu zu bleiben ein zweiter, der offene Umgang damit für mich der Eindrucksvollste.</p>
<p>Klischeehafterweise ist sie auch noch ein Fan der schwarzen Szene und entspricht damit dem Bild, das sich einige davon machen. Als Auffangbecken für Menschen mit problematischem Selbstwertgefühl, Depressionen, Selbstverletzendem Verhalten und letztlich Essgestörten. Und in der Tat lässt sich nicht abstreiten, das die Emotionalität und kreative Hang der Szene, der sich in der Musik, in den Bildern, der Lyrik  und dem ästhetischen Gefühl für das Vergangenen einen besonderen Reiz auf diese Menschen ausübt. Deshalb ist es umso wichtiger, genau aus dieser Szene heraus damit umzugehen.</p>
<p><strong>Dear God, I hate Myself</strong> von der amerikanische Band <em>Xiu Xiu</em> geht mit diesem Thema in visueller Form um. Selten habe ich einen so authentischen, einfachen und wirkungsvollen Umgang mit der Bulemie gefunden wie hier. Die drastische Umsetzung ist aber ein wirkungsvolles Mittel. &#8220;<em>Während Angela Seo ihre Finger bis zum Brechreiz in den Rachen führt, schiebt sich der nebensitzende Jamie Stewart genüsslich eine Tafel Schokolade rein. Dabei streift der Clip auf den ersten Blick weit voneinander entfernte aber doch recht nahe beieinander liegende Themenfelder: Schönheitsideale, Bulemie, Anorexie, orale Fixierung, Pornografie.</em>&#8221; schreibt <a href="http://www.spex.de/2010/02/25/xiu-xiu-hasst-sich-selbst-video-zum-kotzen-neues-album-im-stream-auf-tour/">SPEX</a> und hat recht damit.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/nur-noch-haut-und-knochen-von-ana-mia-und-xiu-xiu/"><em>Hier klicken um das hinterlegte Video zu starten.</em></a></p>
<p>Auf der <a href="http://xiuxiu.org/2010/02/once-more-regarding-vomit.html">Internetseite von Xiu Xiu</a> ist zu lesen: &#8220;<em>So yes, me vomiting my brains out on video was gross as hell and it made me feel like shit afterward. Those tears and the &#8220;what the fuck is going on&#8221; look is sincere. But just because I look like shit does not mean that I didn&#8217;t have a choice in doing that.</em>&#8221; Eure Meinungen dazu sind erwünscht.</p>
<p>Meine Meinung? Ein Sucht ohne Droge ist gefährlicher als eine, die auf einer Substanz basiert, denn sie wird allein vom Willen des Süchtigen initiiert, idealisiert und intensiviert. Modemagazine formen seit Jahrzehnten das Bild der perfekten Frau und sorgen letztendlich für die stete Zunahmen von Essgestörten Individuen, die sich von solchen Schönheitsideal beeinflussen lassen. Der Wunsch eine perfekte Frau zu sein um Ruhm und Karriere zu ernten und im Rampenlicht eines Laufsteges zu stehen gipfelt in Formaten wie &#8220;Germany&#8217;s Next Topmodel&#8221; die eben dieses Bild suggerieren, aber gleichzeitig die Oberflächlichkeit hinter der glänzenden Fassade zeigen.</p>
<p>Viele der Mädchen sind sich der Gefahr durchaus bewusst, ziehen es aber vor ihre Außenseiterstellung weiter zu fokussieren. Eine Essstörung ist keine Krankheit die man einfach heilen kann, mit einem Aspirin ist es nicht getan. Pro-Ana oder Pro-Mia wird von einigen als Lebensstil verstanden, weil sie das Bewusstsein für ihren eigenen Körper verloren haben. Webseiten zu zensieren um junge Mädchen vor dem Nachahmen zu schützen ist übrigens Kontraproduktiv, je verbotener und verwerflicher es ist, desto attraktiver wird es für die Betroffenen.</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/alphabordercollie/">alphabordercollie@flickr.com</a>)</h6>
<hr /><small>&copy; 2008-2009 <a href="http://www.spontis.de" >Spontis</a> - Dieser Feed ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt. <br /> Inhalte unterliegen <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" >Creative Commons Lizenz</a>  (Digital Fingerabdruck: 89dc580fcf42d9faa0803d6dc44bbcfb)</small>
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		<title>Gothic &#8211; Die Geschichte eines Wortes (1)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 03:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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Nomen est Omen? Die Bedeutung eines Wortes hängt immer von dessen Einsatzzweck ab. Ein Stuhl wird auch noch in 1000 Jahren einen Stuhl beschreiben, weil das Wort eine simple und recht unveränderliche Sache beschreibt. Beschreibt aber ein Wort eine Chronologie, also eine Zeitspanne, Epoche oder ein zeitliche definiertes Ereignis, wird die Sache schon deutlich schwieriger. [...]]]></description>
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<p><a class="highslide img_12" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Gothic-Nomen-est-Omen.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft size-medium wp-image-5822" title="Gothic - Nomen est Omen" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Gothic-Nomen-est-Omen-245x300.jpg" alt="Gothic - Nomen est Omen" width="132" height="162" /></a>Nomen est Omen? Die Bedeutung eines Wortes hängt immer von dessen Einsatzzweck ab. Ein Stuhl wird auch noch in 1000 Jahren einen Stuhl beschreiben, weil das Wort eine simple und recht unveränderliche Sache beschreibt. Beschreibt aber ein Wort eine Chronologie, also eine Zeitspanne, Epoche oder ein zeitliche definiertes Ereignis, wird die Sache schon deutlich schwieriger. Dehnt man das noch auf Personen in einem Jugendkulturellen oder musikalischen Zusammenhang aus wird es beinahe abstrakt und lässt sich nicht mehr so einfach ableiten. Das Bild für das Wort <strong>Gothic</strong> ist eben nicht nur schwarz, sondern beinhaltet unzählige Möglichkeiten darauf zu blicken, manchmal muss man einen Schritt zurück treten und das ganze Bild betrachten.</p>
<p>Ich möchte versuchen die Ursprünge des Wortes Gothic in all seinen Formen zu beleuchten, sei es als Begriff für eine Szene, eine Jugendbewegung, eine Musikrichtung, einen Bausstil, für Literatur, einen Lebensstil, ein Zeitalter oder sogar der Begriff für ein Volk, die Goten. Im heutigen ersten Teil dieses Artikel beleuchte ich die musikalische Herkunft und die Übertragung des Wortes auf reelle Personen, denn dies ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge.<span id="more-5798"></span></p>
<h3 class="postheader">Musikalische Herkunft</h3>
<p><a class="highslide img_13" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Sioux-edinburgh80.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-5810" title="Siouxsie in Edinburgh 1980" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Sioux-edinburgh80-121x150.jpg" alt="Siouxsie in Edinburgh 1980" width="121" height="150" /></a>Die Herkunft in der Musik zu suchen ist  naheliegend, da es sich zu Beginn der Bewegung nur um ein neu entstandenes Genre der Musik handelte.  Die englische Musikzeitschrift <em> </em><em>Sounds</em> sorgt für die erste Publikationen des Begriffes und &#8220;<em>übernahmen den Ausdruck Gothic von Souxsie Sioux, die damit die neue Richtung ihrer Musik beschrieb</em>&#8221;, als sie Dezember 1977 in ihrem Artikel &#8220;New Musick&#8221; über <strong>Siouxsie &amp; The Banshees</strong> berichtet, nachdem sie im November bei <em>John Peel</em> zu Gast gewesen sind. Im Umfeld der Band <strong>Joy Divsion</strong> taucht der Begriff erstmals im Juni 1979 auf, als Martin Hannett, der das Album &#8220;Unknown Pleasures&#8221;  produzierte gegenüber der Journalistin Mary Hannon das Werk als &#8220;<em>Tanzmusik mit unterschwelligen Gothic-Elementen</em>&#8221; beschreibt.</p>
<p>Als der Artikel von Hannon erscheint, zitiert sie den Keyboarder und Gitarristen von Joy Division Bernard Sumner der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nosferatu_%E2%80%93_Eine_Symphonie_des_Grauens">Nosferatu</a> als seinen Lieblingsfilm nennt. Sie bezeichnet die Band als &#8220;<em>Gothic im Sinne des zwanzigsten Jahrhunderts</em>&#8221;. Im September 1979 nennt Tony Wilson, Chef des Labels Factory die Band in der BBC Sendung Something Else &#8220;<em>im Vergleich zum Mainstream als Gothic</em>&#8220;. Die Musik-Redaktionen finden Gefallen an dem neuen Ausdruck und verwenden ihn immer wieder bei Bands, die sie als ähnlich oder gleich stilisieren. Schon im Oktober 1979 beschwert sich Penny Kiley im Musikmagazin Sounds: &#8220;<em>Der Ausdruck Gothic ist eine reichlich überstrapazierte Beschreibung des Genres, aber der Effekt von Joy Division ist der derselbe wie der &#8230; der Banshees</em>&#8221;</p>
<p>Im November 1980 rezensiert der <em>New Musical Express (</em>NME) das kürzlich von <strong>Bauhaus</strong> herausgebrachte Album &#8220;In the Flat Field&#8221;  und überschreibt es mit dem Wortspiel &#8220;<em>Gothick as a brick, das auf das englische Sprichwort &#8220;thick as a brick&#8221; zurück geht</em>&#8221;, das man frei übersetzt wohl am besten mit &#8220;Dumm wie Bohnenstroh&#8221; übersetzt. In einem Interview mit Steve Keaton, der 1982 für die Musikzeitschrift Sound schreibt, lässt sich Abbo, Frontmann der Band <strong>UK Decay</strong> über die neue Bezeichnung aus: &#8220;<em>Plötzlich gab es eine ganze Reihe von Bands [...] und plötzlich fingen die Leute an über eine Szene zu reden. Ich erinnere mich, dass ich erklärte, wie würden auf diese Gothic-Geschichte stehen, und dann lachten wir darüber, dass wir Platten nur in Form der Unholdgestalten auf Kirchendächern machen und überhaupt nur in Kirchen auftreten sollten</em>&#8221;. Die Sounds druckt das gesamte Interview und machte aus der Geschichte einen Fakt.</p>
<h3>Vom Genre zum Künstler</h3>
<p><a class="highslide img_14" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Ian-Asbury.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5823" title="Ian Asbury 2007" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/Ian-Asbury-112x150.jpg" alt="Ian Asbury 2007" width="112" height="150" /></a>Bislang besteht zwischen dem Wort und der Musik eine unlösbare Verbindung, man wurde gefragt ob man Gothic hört, nicht ob man Gothic ist. Ian Asbury der mit seiner 1981 gegründeten Band <strong>Southern Death Cult</strong> selbst für die Formung des Genre sorgte, bringt erstmals den personellen Bezug zur Bezeichnung Gothic als er Andi Sexgang von den <strong>Sexgang Children</strong> als &#8220;<em>Gothic-Pixie</em>&#8221; beschreibt, was man frei übersetzt wohl am besten Gothic-Kobold nennt. Im Laufe der Zeit verkürzt er den Bandnamen immer weiter (in <em>Death Cult</em> und später dann in <em>The Cult</em>) &#8220;<em>da man fürchtete, für eine Gothic Band gehalten zu werden.</em>&#8221;, vielleicht weil man mit der aufkommenden Szene selbst nichts zu tun haben wollte. Die Sexgang Children, &#8220;<em>welche den typischen Batcave Sound der Zeit spielen</em>&#8221;  sollten in den Legenden um den Londoner Club Batcave für eine ganz andere Spielart des Gothic sorgen, die man heute nach eben diesem Club benennt.</p>
<p>In der Band <strong>Bauhaus</strong> scheint sich das ganze Phänomen des Begriffes zu manifestieren, sie brachten den Stil der Musik die von <strong>Joy Division</strong> geprägt wurde und den düsteren Style den <strong>Siouxsie &amp; The Banshees</strong> initiierten auf den Punkt. &#8220;<em>The most important starting point of goth, however, was probably provided by the images and sounds of Bauhaus &#8211; notably the Single &#8216;Bela Lugosi&#8217;s Dead&#8217;, released in 1979</em>&#8221; Bauhaus vereint auch rückblickend die wichtigsten Eigenschaften des Gothic und dürfte damit als &#8220;Stilsetzend&#8221; betrachtet werden.</p>
<p>Die englische Presse festigte den Begriff weiter, indem sie ihn auch immer mehr auf den Künstler als auf die musikalische Richtung münzte und nicht nur ihre Musik damit beschrieb sondern auch die Bandmitglieder selbst. David Dorrell vom NME, schrieb in einen Artikel über Andi Sex Gang von den Sex Gang Children: &#8220;<em>&#8230;der im Dachgeschoss eines alten viktorianischen Gebäudes wohnte und von einigen Count Visigoth genannt wurde &#8211; und seine Anhänger eben goths.</em>&#8221; Man fixitierte Gothic nun nicht mehr allein am an der musikalischen Ausrichtung, sondern auch am Aussehen der Bandmitglieder, was dazu führte, das in der Folgezeit immer wieder Bands so bezeichnet wurden, deren Musik mit Gothic überhaupt nichts zu tun hatte. Ian Curtis hinterließ ein musikalisches Vakuum, denn die Presse folgerte, das hier Musik und Einstellung gelebt wurden &#8211; bis zum Selbstmord.</p>
<p><a class="highslide img_15" href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/x-mal-deutschland-live.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-5824" title="x-mal deutschland live" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/x-mal-deutschland-live-150x119.jpg" alt="x-mal deutschland live" width="150" height="119" /></a>Das Phänomen des Wortes Gothic blieb jedoch ein bis Mitte der 80er ein Inselereignis und wurde größtenteils in Großbritannien verwendet, in Deutschland zum Beispiel ordnet man die Bands unter die Genre New Wave oder Post-Punk oder greift gelegentlich die Bezeichnung <em>Positive Punk</em>, des Journalisten Richard North auf, der in seinem Artikel <a href="http://www.geocities.ws/punkscenes/nme.html">Punk Warriors</a> vom Februar 1983 zu dem neuen Stil Stellung bezieht. Auch deutsche Bands, die sich eindeutig einordnen ließen wurden konsequent ignoriert, die 1980 gegründeten <strong>X-Mal Deutschland</strong>, oder auch die Band <strong>Geisterfahrer</strong> die sich zur selben Zeit in Hamburg gründeten wurden der Neuen Deutschen Welle zugeordnet, was ihrem musikalischem aber keinesfalls gerecht wurde. So wundert es nicht, das beispielsweise X-Mal Deutschland ihre größten Erfolge auf eben dieser Insel feierten. Speziell in Deutschland entwickelt der Begriff Gruftie ein Eigenleben und steht in Konkurrenz zum Waver, das Wort Gothic erlangte hier erst Mitte der 90er Jahre an größerer Popularität.</p>
<h6>(Bilderquellen: Teaser &#8211; <a href="http://www.flickr.com/photos/guldfisken/">Guldfisken</a> | Siouxsie 1980 &#8211; <a class="highslide img_16" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Sioux-edinburgh80.jpg&amp;filetimestamp=20071030030040" onclick="return hs.expand(this)">Mantaray100</a> | Ian Asbury 2007 &#8211; <a href="http://www.flickr.com/photos/ylorson/353090585/">Yves Lorson</a> | X-mal Deutschland &#8211; <a href="http://www.myspace.com/xmald">MySpace Profil</a>)</h6>
<hr /><small>&copy; 2008-2009 <a href="http://www.spontis.de" >Spontis</a> - Dieser Feed ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt. <br /> Inhalte unterliegen <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" >Creative Commons Lizenz</a>  (Digital Fingerabdruck: 89dc580fcf42d9faa0803d6dc44bbcfb)</small>
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