22 Februar

Somebody: Alan Wilder und Depeche Mode

Kategorie: Dunkle Klänge — Jahrgang: 2010Keine Kommentare

Bild von Alan WilderWas den Ken­ner an der Über­schrift ver­wir­ren dürfte: Ist Alan Wil­der nicht vor 15 Jah­ren bei Depe­che Mode aus­ge­stie­gen? Eins nach dem ande­ren. Am 18. Februar über­raschte Depe­che Mode mit einem Auf­tritt für die Kinder-Krebshilfe in der Royal Albert Hall, ihre erste Teil­nahme an einem sol­chen Benefiz-Aktion. Als es dann soweit war und die Set­list bei Mar­tin Gore’s Solo-Stück Some­body ange­langt war dürfte so ziem­lich kei­ner der Fans sei­nen Augen getraut haben. Alan Wil­der spa­zierte auf die Bühne und beglei­tete Mar­tin am Kla­vier. Eine Reunion?

Auf sei­ner Home­page schreibt er dazu: »Dave hatte mich vor eini­gen Wochen kon­tak­tiert und fragte mich ob ich Lust hätte mit ihnen auf­zu­tre­ten. Er ver­si­cherte mir, dass alle in der Band sich die­ser Idee anschlie­ßen wür­den. Ich war sehr erfreut zuzu­sa­gen, beson­ders des­halb weil es für einen guten Zweck war und eine sol­che Art von Wie­der­ver­ei­ni­gung schon über­fäl­lig war. Es war toll alle wie­der­zu­se­hen und wie­der ein biß­chen Anschluss zu fin­den. Es war auch das erste Mal, dass ich „Depe­che Mode” auf der Bühne sah!«

Im Juni 1995 gab Wil­der an sei­nem Geburts­tag bekannt, aus der Band aus­zu­stei­gen, man hätte seine Arbeit nie gewür­digt. Beson­ders mit And­rew Flech­ter kam es immer wie­der zu Rei­be­reien. Wil­der, der 1981 als Ersatz für den aus­ge­schie­de­nen Key­boar­der Vince Clarke in die Band kam, hat der Band immer wie­der ent­schei­dende musi­ka­li­sche Impulse gege­ben, ohne die einige der groß­ar­tigs­ten Alben gar nicht mög­lich gewe­sen wären. Den­noch hat es DM immer wie­der geschafft sich wei­ter zu ent­wi­ckeln, obwohl man nach dem Aus­stieg wich­ti­ger Mit­glie­der immer wie­der pro­phe­zeite, das sich die Band nun auf­lö­sen würde.

Wie die Zukunft aus­sieht und ob dar­aus über­haupt noch etwas wer­den kann, halte ich für zwei­fel­haft. Immer hat man sich offen­bar wie­der ver­tra­gen (siehe Video) und geht erwach­sen damit um. Ich denke aber nicht das es zu einer Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men wird, viel­leicht ein paar gemein­same Aktio­nen und eine Sin­gle, aber rein musi­ka­lisch hat man sich viel­leicht zu weit von ein­an­der ent­fernt. Man soll auf­hö­ren wenn’s am schöns­ten ist, ob der Spruch auch in umge­kehr­ter Rich­tung gilt?

(via Depe­che Mode.de | Bild­quelle: last.fm)

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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