15 Januar

Musikperlentaucher - Tauchgang #11

Kategorie: Dunkle Klänge — Jahrgang: 20103 Kommentare

Suspiria - Dancefloor Tragedy

Die eng­li­sche Band deren Ein­flüsse deut­lich zu hören sind, grün­dete sich 1993 um sich nach 5 Jah­ren des Schaf­fens gleich wie­der auf­zu­lö­sen. Stil­si­cher packen sie den Gothic Rock am Zip­fel und zer­ren ihn in den Dark­wave der 90er um mit Dance­floor Tra­gedy gleich einen Ever­green zu schaf­fen, der heute noch in die ein oder andere Play­liste wan­dert. Tanz­bar und Ein­gän­gig mit der cha­ris­ma­ti­schen Stimme von Matthew Carl Lucian, die so sehr an die von Eld­rich erin­nert. Benannt wur­den sie übri­gens nach dem Film von Dario Argento, der 1977 erschien und mitt­ler­weile als Szene-Klassiker gilt und auch in den Mün­dern zahl­rei­cher Kri­ti­ker gute Töne her­vor­ruft. Aber das nur am Rande. Nach­dem Sus­pi­ria sich einen Namen erspielt hat­ten sorg­ten interne Span­nung dafür, das sich die Band 1998 auf­löste. Sän­ger Lucian wid­met sich heute der Kunst, wäh­rend der Klang­vir­tuose Mark Tans­ley sich eine neuen Band zuwand und der Musik wei­ter­hin treu blieb. 2008 brachte er eine neu abge­mischte Ver­sion des Hits her­aus, dies­mal aber mit der Stimme von Clif­ford Ennis von Sub­ter­fuge. Inter­es­sier­ten sei zusätz­lich das 95er Album The Great and Secret Show emp­foh­len, vor­aus­ge­setzt man hat etwas für Dark­wave übrig.

The Frozen Autumn - Dusk like Dagger

Es gibt immer wie­der Bands, die den typi­schen Sound der 80er in das nächste Jahr­zehnt heben und wei­ter­füh­ren. So auch die Ita­lie­ner von The Fro­zen Autumn, die seit 1994 ver­su­chen den Klang einer Zeit in die moderne zu über­füh­ren. Ob ihnen das gelingt, muss jeder für sich sel­ber ent­schei­den. Das vom 1997 erschie­ne­nen Album Frag­ments of Memo­ries Stück Dusk like Dag­ger macht seine Sache jeden­falls schon mal ganz gut. Die melan­cho­li­sche Stimme von Diego Mer­letto die sich tief­schwarz auch die Synthesizer-Melodien legt zeigt die Ein­flüsse deut­lich. Zunächst wollte er eigent­lich ein Solo-Projekt star­ten, doch wenig spä­ter wurde ein Band dar­aus. 1998 grün­dete der flei­ßige Ita­lie­ner zusam­men mit Ari­anna das Neben­pro­jekt Sta­tic Move­ment, die auch spä­ter bei Fro­zen Autumn ein­stieg und seit­dem mit von der Par­tie ist. Seit dem letz­ten Album Is Any­body There? ist es jedoch ruhig gewor­den um die Band. Grund genug musi­ka­li­sche Erin­ne­run­gen aufzurufen.

And also the Trees - Midnight Garden

Schick­sal nannte man es, als And also the Trees (AAtT) Anfang 1980 den zu dem Zeit­punkt schon bekann­te­ren The Cure ein Demo­tape schick­ten was letzt­end­lich zu der Zusam­men­ar­beit führte, aus der auch 1983 die ers­ten bei­den Sin­gles resul­tier­ten die noch von Lol Tolhurst pro­du­ziert wur­den. Mit dem fol­gen­den Album erreg­ten sie auch die Auf­merk­sam­keit von John Peel, der sie für eine sei­ner Ses­si­ons ein­lud, die dann am 24.4.1984 auch gesen­det wurde. Nach einer Tour als Vor­gruppe trenn­ten sich die Wege und AAtT beschrit­ten ihre eige­nen Wege. 1984 erschien auch das Stück Mid­night Gar­den, für das ich mich ent­schie­den habe, da es die Post-Punk Ein­flüs­sen der frü­hen Jahre am bes­ten reflek­tiert. Die Band aus Worces­tershire, aus der auch die gleich­na­mige Sauce kommt, spielte sich im Laufe der Jahre in die Her­zen der schwar­zen Gemeinde und waren 2005 auch zu Gast beim WGT. 2009 ver­öf­fent­lich­ten sie ihr letz­tes Album, das deut­lich akkus­ti­scher aus­fiel. Mitt­ler­weile hat die Band, die 1980 das schick­sal­hafte Demo an The Cure schick­ten, 30 Jahre Band­ge­schichte auf dem Buckel.  Ein lange Zeit.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Dunkle Klänge

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3 Kommentare

  1. Sus­pi­ria ist so ein groß­ar­ti­ger, stil­bil­den­der Film.. danke für die (musi­ka­li­sche) Erin­ne­rung, den mal wie­der her­vor zu kramen :)

  2. @Uwe: Schon inter­es­sant wie die Quer­ver­weise bei ande­ren auf frucht­ba­ren Boden ankom­men :) Schö­nes Blog übri­gens, hab mich eben schon eine ganze Zeit darin verloren.

  3. Jep, der »nächste« könnte von einem Buch spre­chen oder einem Künst­ler, einem Bild, whatever

    Ui danke, das kann ich als ewig schwei­gen­der »Stamm­le­ser« auch nur zurück gratulieren. :)

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