24 Oktober

Musikperlentaucher - Tauchgang #09

Kategorie: Dunkle Klänge — Jahrgang: 2009Keine Kommentare

Lene Lovich - Bird Song

Eine der wohl schil­lerds­ten Sän­ge­rin­nen der 80er war das US-Amerikanische Multi-Talent Lene Lovich. Eine gute Ent­schei­dung tra­fen ihren Eltern, als sie mit ihr im Alter von 13 nach Eng­land zogen. Sie besuchte die Kunst­hoch­schule und betä­tigte sich als Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin und Go-Go Tän­ze­rin. Nach­dem sie etwa 1977 ihre Lei­den­schaft für die Musik ent­deckte unter­schied sich ihre Musik schnell vom gerade in Eng­land ange­sag­ten Punk, in der ihre Per­son aber Ende der 70er große Aner­ken­nung fand. Mit dem Stück »Lucky Num­ber« schrieb sie 1979 ihren größ­ten Hit, der es bis auf den drit­ten Platz der bri­ti­schen Charts brachte. Mei­nen Favo­ri­ten, den Bird Song, ver­öf­fent­lichte sie im glei­chen Jahr. Er ist die 2. von ins­ge­samt 3 Sin­gle­aus­kopp­lun­gen aus dem Album »Sta­te­l­ess«. Fast nie­man­den hat es gewun­dert, das sich in den 80er mit dem deut­schen Gegen­stück, Nina Hagen zusam­men tat um den schon fast legen­dä­ren Film Cha-Cha zu dre­hen. Lene Lovich ist auch heute noch aktiv und war zuletzt auf dem Drop Dead Fes­ti­val 2006 und 2007 zu sehen. (Web­seite)

Xmal Deutschland - Augenblick

Eini­gen mei­ner Lesern wer­den Xmal Deutsch­land schon in einem mei­ner älte­ren Arti­kel gese­hen haben; Zeit sie wie­der ein­mal ins Gedächt­nis zu rufen. Die reine Mäd­chen­band aus Ham­burg sind die meist ver­kannte Band der frü­hen 80er.  Wäh­rend sie im Aus­land Erfolge fei­er­ten, fan­den sie hier­zu­lande kaum Beach­tung. Gerade in Eng­land waren die Damen um Sän­ge­rin Anja Huwe sehr beliebt und reih­ten sich bei ihren Auf­trit­ten in wohl klin­gende Namen wie Alien Sex Fiend, Coc­teau Twins oder auch The Strang­lers. Schon früh ent­deckte Alfred Hils­berg die Talente der Mädels und nahm mit sei­nem Zick­Zack Label einige Stü­cke auf, schnell wurde auch der famose John Peel auf die deut­schen Mäd­chen auf­merk­sam und lud sie zu sich ein, in einer der ange­sag­ten Peel Ses­si­ons mit­zu­spie­len. Der deut­sche Sprech­ge­sang mit Huwe’s mar­kan­ter Stimme, das unter­kühlte auf­tre­ten der Ham­bur­ger Schön­hei­ten war für die Eng­län­der der Inbe­griff der Kon­tro­verse, denn für viel war es wohl zu die­ser Zeit die ein­zige bewusste Wahr­neh­mung der deut­schen Musik. Vom Stück Augen­blick gibt es ein schö­nes Video bei YouTube, bei der Gele­gen­heit lege ich euch auch noch einige andere Stü­cke einer mei­ner Lieb­lings­bands ans Herz.

Trisomie 21 - The Last Song

Tri­so­mie 21 ist eine andere Bezeich­nung für das Down-Syndrom1 aber auch für die fran­zö­si­schen Waver  Phil­ippe und Hervé Lom­p­rez, die 1980 die gleich­na­mige Band grün­de­ten. Sie waren auch mit­ver­ant­wort­lich für die starke Prä­senz der fran­zö­si­schen Cold-Wave Szene, die es Anfang der 80er zu beacht­li­chen natio­na­len und inter­na­tio­na­len Erfol­gen brachte.  Nach ihrem Under­ground Hit La Féte Triste, das sie 1984 ver­öf­fent­lich­ten leg­ten sie mit dem Album Chap­ter IV 1986 ihr bis dahin erfolg­reichs­tes Album hin. Als ers­tes Lied befin­det sich lus­ti­ger­weise The Last Song auf dem Album, das im sel­ben Jahr noch zum Hit wurde und Kult– und Hym­nen­sta­tus erreicht. Für mich per­sön­lich ein sehr mar­kan­ter Ver­tre­ter der Cold-Wave oder auch Dark-Wave Welle in der Mitte der 80er und in mei­ner eige­nen Top 100 ganz weit vorne. (Web­seite)

  1. Beim Down-Syndrom haben die Betrof­fe­nen drei zusätz­li­che Teile des 21. Chro­mo­soms, was meist zu einer geis­ti­gen Behin­de­rung führt, Quelle []

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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