9 Mai

Gruselmusik: Der talentierte John Carpenter

Kategorie: Dunkle Klänge — Jahrgang: 20092 Kommentare

John Car­pen­ter, der so betrach­tet wohl als gemüt­li­cher Opa durch­ge­hen würde, ist jedoch einer der talen­tier­tes­ten Fil­me­ma­cher der spä­ten 70er, der mit sei­nen zahl­rei­chen Horror-Filmen in den 80ern zur Legende mutierte. Seine Vor­liebe für das Hor­ror­genre spie­gelt sich in der Liste der Filme wie­der, bei denen er in irgend­ei­ner Art und Weise betei­ligt gewe­sen ist. Neben sei­ner Tätig­keit als Regis­seur und Pro­du­zent, schrieb er auch viele sei­ner Dreh­bü­cher selbst und hatte dar­über hin­aus noch eine ganz andere Pas­sion, die Film­mu­sik. Er ent­deckt schon früh die Syn­the­si­zer für sich und schrieb einige ein­dring­li­che und melo­di­sche Stü­cke, die bis zum heu­ti­gen Tage nichts an ihrem Reiz ver­lo­ren haben. Viele Remakes sei­ner Filme konn­ten dem Ori­gi­nal nicht das Was­ser rei­chen, mit Aus­nahme des 2007 erschie­nen Hal­lo­ween von Rob Zom­bie. Denn das Gru­seln ist nicht nur eine Film­phan­ta­sie, son­dern eine Leidenschaft.

Die gesamte Liste sei­ner Stü­cke und Filme würde wohl den Rah­men spren­gen, des­halb hier die für mich 4 bes­ten Movie­the­mes. Auf Wiki­pe­dia fin­det ihr den gesam­ten Umfang sei­nes Schaf­fens. Die Ori­gi­na­len Trai­ler zu den Fil­men bie­ten lei­der nicht die gesam­ten Stü­cke, des­halb habe ich sie als Gedächt­nis­stütze hin­ter dem jewei­li­gen Ein­trag ver­linkt. Ich bin mir sicher, das diese Songs beim ein oder ande­ren Erin­ne­rung her­vor­ru­fen wird. Ich jeden­falls höre die Songs nur wenn das Licht anbleibt.

Escape from New York (Die Klapperschlange)

Wurde im deut­schen mit Die Klap­per­schlange über­setzt, wohl­mög­lich weil der Haupt­dar­stel­ler Kurt Rus­sell im Film Snake Plissken genannt wurde. Der düs­tere Film und Vor­läu­fer des Cyber­punks ver­half Kurt zu einem unge­ahn­ten Kar­rie­re­sprung und machte ihn zum Super­star. Der 1981 erschie­nene Film zeich­net eine düs­tere Zukunfts­vi­sion. Ganz Man­hat­tan ist ein Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis, das abge­schot­tet von der Außen­welt seine ganz eigene Gesell­schafts­form ent­wi­ckelt. Das gelunge auf­grei­fen der The­ma­tik Punk in Ver­bin­dung mit der düs­te­ren Zukunfts­vi­sion machen ihn zum Mei­len­stein des Cyber­punk. Mit Aus­nahme des Prä­si­den­ten ist der Film groß­ar­tig besetzt mit unver­brauch­ten und fri­schen (alten) Gesichtern.

Assault on Precinct 13 (Assault - Anschlag bei Nacht)

Der zweite Film in Spiel­film­länge von John Car­pen­ter, der 1976 in die Kinos kam. Eska­lie­rende Gewalt der Jugend­ban­den, die inzwi­schen auch mit schwe­ren Waf­fen gegen­ein­an­der kämp­fen. So beginnt Assault mit dem Aus­schnitt aus einem Fern­seh­be­richt.  Poli­zei­dienst­stelle 9, Divi­sion 13 wird geschlos­sen. Nahe der Dienst­stelle über­fällt eine Jugend­bande einen Eis­creme­ver­käu­fer. Dabei tötet der Anfüh­rer der Bande auch ein klei­nes Mäd­chen. Des­sen Vater, außer sich vor Wut, nimmt die Pis­tole des Ver­käu­fers an sich, ver­folgt die Bande und kann schließ­lich den Mör­der sei­ner Toch­ter erschies­sen. Der Rest der Bande ver­folgt ihn dar­auf­hin und der Mann kann sich in letz­ter Minute in die Räume von Pre­cinct 9 ret­ten, wo er sich aber, ent­kräf­tet und unter Schock ste­hend, nicht zu dem Vor­ge­fal­le­nen äußern kann. (Hier in einer Disco-Version von 1984 zu sehen und zu hören via Mis­ter Italo)

Halloween

Diese Film­reihe hat meine Kind­heit rui­niert. Bei den Eltern eines Freun­des gefun­den und gleich in den Video­re­kor­der gescho­ben, das dürfte so 1984 gewe­sen sein, da war ich 10. Rück­bli­ckend betrach­tet eine bestimmt trau­ma­ti­sie­rende Kind­heits­er­in­ne­rung, der Song grum­melt heute noch in mei­ner Magen­ge­gend. Die damals noch unbe­kannte Jamie Lee Cur­tis spielt Lau­rie, die von Michael Myers bedroht wird. Nach­dem Myers 1963 seine 17-jährige Schwes­ter tötete, ver­brachte er die meiste Zeit im Sana­to­rium, aus dem er aber nach vie­len Jah­ren aus­bricht um in seine Hei­mat­stadt zurück­zu­keh­ren und zu mor­den. Der Rest ist Legende. Mit einem Bud­get von nur 325.000 Dol­lar erspielte der Film allein an Ame­ri­ka­ni­schen Kino­kas­sen 47.000.000 Dol­lar ein und wird Begrün­der einer Fort­set­zungs­reihe, die 2007 mit Rob Zom­bies Neu­ver­fil­mung ihr vor­läu­fi­ges Ende findet.

The Fog (Nebel des Grauens)

Den fand ich schon immer etwas gru­se­li­ger als Hal­lo­ween, vor allem bei Nebel. Viel­leicht liegt es auch an der Mys­ti­schen Story, ver­lo­rene Schätze, ein Schiff und den vie­len Nebel fand ich schon immer reiz­voll. Der Film han­delt von den Ein­woh­nern der Stadt Anto­nio Bay, deren Grün­dung mit einem dunk­len Geheim­nis in der Ver­gan­gen­heit ver­knüpft ist. Die ers­ten Sied­ler hat­ten ein Schiff absicht­lich durch fal­sches Leucht­feuer auf ein Riff gelenkt, um zu ver­hin­dern, dass in ihrer Nähe eine Lepra­ko­lo­nie errich­tet wird. Ein rei­cher Lepra­kran­ker hatte den Sied­lern vor­her das für die Kolo­nie bestimmte Land mit Gold abge­kauft. Er und seine Lei­dens­ge­nos­sen waren an Bord des Schif­fes und kamen bei dem »Unglück« ums Leben. Die sechs Sied­ler grün­de­ten nach dem Unglück mit dem Gold die Stadt. Logisch das die ihre Knete wie­der­ha­ben wollen.

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

Kategorie: Dunkle Klänge
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2 Kommentare

  1. The Fog war einer mei­ner ers­ten Hor­ror­fil­men in mei­ner Jungend..Klasse.

  2. Mein ers­ter Hor­ror­film war eigent­lich »Die Vögel«, den ich (die Abwe­sen­heit mei­ner Eltern aus­nut­zend) im zar­ten Alter von 11 gese­hen haben. Dar­auf­hin musste ich wie­der Win­del tragen :)

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