9 Februar
Gruftige Ästhetik mit den Yeah Yeah Yeahs
Friedhöfe haben eine magische Anziehungskraft, nicht nur für mich. In ihrem neuesten Musikvideo zu Single Skeletons haben die Yeah Yeah Yeahs die Schönheit des berühmten Hollywood Forvever Friedhofes eingefangen und ihn in eine düstere und ästhetische Stimmung getaucht. Barney Clay machte dazu aus den Bandmitgliedern Geister, die er als Projektionen über die Grabstätten des nächtlichen und nebligen Friedhofs in Los Angeles schickt. Dazu filmte er die Band zunächst im Studio um sie dann auf die Nebelschwaden zu projezieren um das ganze wieder zu filmen. Großartig. Der Friedhof, auf dem einige Berühmtheiten neben Dee Dee Ramone begraben liegen, macht eine gute Figur, kommt aber an die alten englischen Friedhöfe im viktorianischen Stil nicht heran.
Sängerin Karen O ist darin in weiten wallenden Kleidern zu sehen die an die amerikanische Tänzerin Loïe Fuller und ihren berühmten Danse Serpentine erinnert, mit dem sie vor über 100 Jahren über Nacht berühmt geworden ist. Der Song versprüht ebenfalls die mystische Charakteristik die man Erwartet und sollte unbedingt in voller Länge genossen werden, es lohnt sich. Außerdem habe ich ein coloriertes Video, dessen Quelle wohl etwas auf das Jahr 1896 zurückzuführen ist, von Loie Fullers Danse Serpentine angehangen, das die Verwandschaft wohl am deutlichsten signalisiert und die Hommage der Yeah Yeah Yeahs noch authentischer und fantastischer macht.
Die Farben des Films »Danse Serpentine« sind dem Original nachempfunden und verströmen auch heute, 112 Jahre später eine schon fast einzigartige Atmosphäre.
Ein schnelles Update gibt es auch noch, beim NME gibt es ein Making of des Videos Skeletons zu sehen, inklusive einem Interview und einem sehr aufschlussreichen Gespräch mit dem Kerl der Karen O. schminkt und der Dame die das großartige Kostüm geschneidert hat.
(Bildquellen: »Pal«@wikipedia.org | Mr. Littlehand@flickr.com)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Dunkle Klänge
Schlagwort: Ästhetik, Friehöfe, Gruftig, Skeletons, Yeah Yeah Yeahs


hat bereits 162 Kommentare abgegeben und schrieb am 10. Februar 2010 um 12:09:
Yeah Yeah Yeahs? Die waren bisher irgendwie gänzlich an mir vorbei gegangen…
Gefällt mir aber, musikalisch wie vor allem auch visuell.
Die Ähnlichkeit Loïe Fuller ist unverkennbar, aber zumindest was Schminke und Kopfputz angeht, hat mich die Dame teils auch an Theda Bara erinnert.
hat bereits 1744 Kommentare abgegeben und schrieb am 10. Februar 2010 um 18:57:
Thead Bara, das erste Sex-Symbol des Stummfilms. Sachen gibt’s. Danke für diesen äußerst aufschlussreichen Link zu dieser tatsächlich äußerst attraktiven Dame, die so ganz nach meinem Geschmack zu sein scheint.